Das Halbtagsschulsystem in Österreich konserviert eine Bildungsungleichheit

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Das Halbtagsschulsystem in Österreich konserviert eine Bildungsungleichheit
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Halber Tag, doppelter Nachteil?

+++Das Halbtagsschulsystem in Österreich konserviert eine Bildungsungleichheit. Warum Ganztagsschulen bessere Lösungen für die heutigen Bildungsherausforderungen bieten.+++

von Elke Larcher und Oliver Gruber / A&W blog

bildung_reformpaedagogik_schulpaedagogik_schulbildung_bildungssystem_demokratische_freie_aktive_schule_paedagogik_bildungsstress_kritisches_netzwerk_kinder_summerhill.jpg Die jüngste Präsentation des Integrationsberichts sowie des OECD-Berichts »Education at a glance«Bildung auf einen Blick 2020«) haben erneut die Wichtigkeit ganztägiger schulischer Formate deutlich gemacht.

Von der OECD als zentrales Instrument zur Bekämpfung von Bildungsungleichheit unterstrichen, empfiehlt auch der ExpertInnenrat für Integration der Bundesregierung Ganztagsschulen als eine Antwort zur Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund aus sozioökonomisch benachteiligten Elternhäusern – die Integrationsministerin winkt bei dem Thema jedoch bislang ab.

Dabei kann gerade ein ganztägiges Schulformat vieles von dem leisten, was die Politik gerne Eltern zuschiebt. Aus diesem Anlass diskutiert der folgende Beitrag die bildungs- und integrationspolitischen Vorteile ganztägiger Schulformen.

► Die Halbtagsschule ist ein Kind ihrer Zeit

Mit der Einführung der Schulpflicht 1774 unter Maria Theresia in Österreich ließ das halbtätige Format genug Zeit, damit etwa die bäuerlichen Kinder nachmittags noch am Bauernhof der Eltern mitarbeiten konnten. Dass die Halbtagsschule den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen aber kaum mehr ausreichend begegnen zu vermag, liegt an ihrer grundlegenden Konstruktion. Denn ihr Fundament ruht auf Familien- und Erwerbsstrukturen, die für immer weniger Familien zutreffen, und so ist ein immer größerer Anteil der Familien von den Nachteilen der Halbtagsschule betroffen. (s. »Wann läuten die Schulglocken in Europa?«).

Der gute Schulerfolg wird in einem Halbtagsschulsystem in erheblichem Maße ins Private verlagert und hängt folglich maßgeblich von den familiären Ressourcen der SchülerInnen ab – Elternhäuser, die über ausreichend Zeit, Geld und Bildung verfügen, können ihr Kind eher ans Lernziel begleiten, ihm die nötige Nachhilfe finanzieren oder ihm außerschulische Aktivitäten zur Förderung seiner Talente ermöglichen als jene, denen es an diesen Ressourcen (im schlechtesten Fall an allen zugleich) mangelt. Gerade unter letzteren sind einzelne Zuwanderungsgruppen überdurchschnittlich stark vertreten, was auch die integrationspolitische Dimension der Halb- und Ganztagsschule deutlich macht.

Das Halbtagsschulsystem konserviert eine Bildungsungleichheit und bietet benachteiligten SchülerInnengruppen deutlich weniger Chancen, die Schule erfolgreich zu durchlaufen (siehe Diagramm), was auch weniger Chancen auf einen gut bezahlten Job, Gesundheit und Zufriedenheit als Erwachsene nach sich zieht. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch wirtschaftlich untragbar, für die Betroffenen wie für die Gesellschaft insgesamt.

Bildungsstandardsergebnisse-in-Mathematik-nach-Charakteristika-der-Schueler-Kritisches-Netzwerk-Oesterreich-Bildungsstandard-Nationaler-Bildungsbericht

► Bildungsungleichheit unter Covid-19 zusätzlich verschärft

Die Covid-19-bedingten Schulschließungen haben kein neues Problem geschaffen, sondern ein altes massiv verschärft. Schon im Normalbetrieb finden 24 % der Eltern es eher bis sehr schwierig, ihren Kindern bei der Hausübung zu helfen, in der Corona-Ausnahmesituation wuchs dieser Anteil im April auf 34 % an. Zwischen dem Beginn des Lockdowns Mitte März und dem erneuten Schulbeginn Anfang September haben SchülerInnen nur 15 Tage im Klassenzimmer gelernt und mehr als 40 Tage mit Arbeitsblättern im Homeschooling gekämpft – eine enorme Herausforderung für alle Familien, insbesondere aber jene benachteiligten Familien mit geringen Raum-, Zeit- und/oder Bildungsressourcen.

Homeschooling-Distance-Learning-Corona-Schulsperre-Schulschliessungen-Lockdown-Betreuungssicherheit-Bildungsherausforderung-Kritisches-Netzwerk-Schulkinder

So bestätigen in einer LehrerInnenbefragung des 'Instituts für höhere Studien' (IHS) insgesamt 12 % der Primarstufenlehrkräfte, dass sie ihre SchülerInnen grundsätzlich nicht erreichen konnten, benachteiligte SchülerInnen wurden hingegen von ganzen 40 % der Lehrkräfte nicht erreicht. Während 94 % der Lehrkräfte angeben, dass ihre SchülerInnen während des 'Distance Learning' bei Rückfragen mit ihnen Kontakt aufgenommen haben, so bestätigen das nur 38 % der Lehrkräfte für benachteiligte SchülerInnen.

Dass es SchülerInnen grundsätzlich gut gelungen wäre, ihre Aufgaben selbständig zu erledigen, bestätigen 84 % der Lehrkräfte, fragt man hingegen spezifisch nach benachteiligten SchülerInnen, dann stimmen dem nur 20 % der Lehrkräfte zu. Und selbst die eigenständige Organisation eines Home-Schooling-Tagesablaufs durch ihre SchülerInnen insgesamt beurteilen grundsätzlich immer noch 61 % der Lehrkräfte als gelungen, während nur 12 % der Lehrkräfte das für ihre benachteiligten SchülerInnen so einschätzen würde.

► Ein gutes Fundament statt vieler Stützsäulen

Damit sich bildungspolitisch wirklich etwas ändert, braucht es eine neue Architektur für Schulen. Statt der Privatisierung des Schulerfolgs muss Lernen in der Schule organisiert werden und deutlich mehr beinhalten als den reinen Vormittagsunterricht. Zwar wird über schulischen Förderunterricht, Gratisnachhilfe und weitere Unterstützungsangebote jetzt schon versucht, SchülerInnen mit Schwierigkeiten beim Lernen zu helfen – 40 % aller SchülerInnen nutzen dies auch und zwei Drittel der Eltern sind mit der Qualität des Förderunterrichts weitgehend zufrieden (Note 1 oder 2). Diese schulische Unterstützung kompensiert am Ende aber nur die inhärenten Mängel eines Halbtagssystems und Kompensationsmaßnahmen werden meist erst im Laufe des Schuljahres organisiert. In vielen Schulen startet der Förderunterricht – nach mehrfachen Frustrationserlebnissen bei SchülerInnen und Eltern – nach den Weihnachtsferien, was mit viel mehr Bürokratie für Schulen einhergeht, anstatt Förderunterricht von Anfang an in die Jahresplanung einzubeziehen.

Jugendlicher-Frust-Homeschooling-Lernstress-Frustration-Schueler-Corona-Covid-19-Schulsperre-Schulschliessungen-Lockdown-Bildungsstress-Kritisches-Netzwerk

Vielmehr bräuchte es ein System, das neben dem Unterricht automatisch auch Zeit zum Üben und Fragenstellen vorsieht, das über den gesamten Schultag Anregungspotenzial für SchülerInnen bieten kann, wie z.B. Projekte, spannende Freizeiteinheiten oder stimulierende Vereinstätigkeiten. Kurz: Es braucht Ganztagsschulen für jedes Kind in seiner Wohnumgebung, kostenlos für Familien zugänglich und bedarfsgerecht finanziert. Denn eine breite Ausrollung ganztägiger Formate bietet neben organisatorischen Vorteilen (wie der Betreuungssicherheit für berufstätige Eltern) auch vielfältige pädagogische Vorteile zur Verbesserung von Bildungs- und damit Integrationschancen:

Unterricht, Übung und Anregung für jedes Schulkind

Ganztagsschulen ermöglichen die Organisation eines verlässlichen Systems des Lernens und Übens, gekoppelt mit zusätzlichen Anregungen. Die Kinder bleiben beispielsweise von 8 bis 15 Uhr in der Schule, über die gesamte Zeit sind auch PädagogInnen anwesend – so können sie neben fixen Unterrichts- und Übungszeiten auch Projektunterricht und Ausflüge organisieren, weil dafür Zeit im Schultag bereits eingeplant ist und nicht erst eigens aufgebracht und organisiert werden muss. Dadurch wird neben dem Regelunterricht für jedes Schulkind wichtiges und lernförderliches Anregungspotenzial sichergestellt und nicht mehr den Ressourcen der Familien überlassen.

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Individualisierte Förderung leichter integrierbar

Nicht für jedes Kind reicht es aus, in Unterrichtsstunden Neues zu lernen und in Übungsstunden Gelerntes zu festigen. Viele Kinder brauchen, um gut lernen zu können, Unterstützung von spezialisierten Förderkräften – beispielsweise LogopädInnen, weil etwa die Aussprache einzelner Laute das Lesen erschwert, von ErgotherapeutInnen, die helfen, sich zu konzentrieren und die Feinmotorik zu trainieren, u.v.m. Im Ganztagsbetrieb ist auch dafür mehr Platz, multiprofessionelle Lernunterstützung am Lernort Schule je nach Bedarf der Kinder und unabhängig von Ressourcen der Eltern auf die Beine zu stellen.

Ganztägigkeit schafft mehr Raum für Diversität

Melisa-Erkurt-Generation-haram-Warum-Schule-lernen-muss-allen-eine-Stimme-zu-geben-Kritisches-Netzwerk-Bildungschancen-Bildungsungleichheit-BrennpunktschuleDie engen Grenzen der Halbtagsorganisation, der darin zu erfüllenden Lehrplanvorgaben sowie die Ressourcenknappheit drängen zu konservativer Personalauswahl und Unterrichtsgestaltung. Die Öffnung hin zu einer ganztägigen Organisation hingegen erlaubt, eine größere Diversität an InputgeberInnen einzubinden: Vorbilder mit Migrationshintergrund, wie sie etwa auch Melisa Erkurt in ihrem Buch »Generation haram. Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben.« [1] beschreibt, schaffen Motivation und stärken Selbstvertrauen.

Mehr Zeit und Raum für mehrsprachige Lehrkräfte stärkt SchülerInnen im selbstbewussten Gebrauch all ihrer sprachlichen Ressourcen; Platz für gemeinsame Lern- und Freizeitformate, die jedem Kind Erfolgserlebnisse entlang seiner Talente geben (welche im engen Korsett des Vormittagsunterrichts oftmals untergehen) – all diese Punkte können in einem ganztägigen Format wesentlich besser eingebunden werden und sichern sie so auch für jene Kinder, die dies ansonsten nicht bekämen.

► Ganztagsschule 3.0.: Was es dazu braucht

Um dorthin zu gelangen reicht es jedoch nicht aus, das Türschild einer Halbtagsschule auszutauschen und FreizeitpädagogInnen am Standort zu haben. Ganztagsschule verlangt nach einem standortspezifischen Schulentwicklungsprozess, je nach Standort braucht es unterschiedliche Strukturen und Professionen, die sowohl der sozialen Zusammensetzung der Kinder wie auch der räumlichen Einbettung der Schule gerecht werden. Die kürzlich geöffnete Kärntner Ganztagsschule in St. Veit hat andere Voraussetzungen als der neu eröffnete Bildungscampus in der Wiener Leopoldstadt.

Bundesländerübergreifender Austausch

Außerhalb Wiens gibt es kaum Ganztagsschulen, Wien nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Um Ganztagsschulen österreichweit in ein System zu bringen, wäre der bundesländerübergreifende Austausch zur Schulentwicklung gefragt, um auch in anderen Bundesländern verschränkte Ganztagsschulen entsprechend der jeweils lokalen und regionalen Bedürfnisse anbieten zu können.

Professionalisierung der Ganztagspädagogik

Ganztagspädagogik ist nicht zweimal Halbtagsschule, sondern eine andere Art, eine verzahnte und kooperative Pädagogik. Sie stellt andere Ansprüche an PädagogInnen und AdministratorInnen, ein Zugang, der entwickelt, reflektiert und gelehrt werden muss. Sowohl Aus- und Weiterbildung von PädagogInnen als auch die Schulentwicklung müssten demnach auf Ganztagsschulabläufe ausgerichtet werden.

Ganztagsschulen für Jugendliche

Ganztagsschulen sind nicht nur Volksschulen, bei denen die Betreuungssicherheit für berufstätige Eltern besonders wichtig ist. Ganztagsschulen müssen auch für die Jugendphase ansprechend gestaltet werden, Jugendliche brauchen andere Freiräume als Kinder, das Konzept muss in der Sekundarstufe weiterentwickelt werden. Einzelne Standorte zeigen schon, in welche Richtung es hier vielleicht gehen kann.

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► Kostenlose Ganztagsschule in Wohnumgebung für jedes Kind

Wir können uns die Schule von gestern nicht mehr leisten. Das Halbtagsschulsystem mit allen Stützen, Anbauten und Dachbodenausbauten ist nicht mehr zeitgerecht und kann die Herausforderungen der heutigen Zeit nicht bewältigen. Es braucht einen ambitionierten Ausbau von Ganztagsschulen, eine Professionalisierung der Ganztagspädagogik und bedarfsgerecht finanzierte Schulentwicklung am Schulstandort – um jedem Kind faire Chancen zum Bildungsaufstieg zu geben.

[1] »Generation haram. Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben« von Melisa Erkurt, Zsolnay Verlag, Erscheinungsdatum: 17.08.2020, ISBN 978-3-552-07210-7. Fester Einband, 192 Seiten, Deutschland: 20,00 € - Österreich: 20,60 €.  ePUB-Format, E-Book ISBN 978-3-552-07220-6, E-Book Deutschland: 15,99 €. >> zum Inhaltsverzeichnis bitte weiter runterscrollen!!

»OECD: Bildung auf einen Blick 2020 - OECD-INDIKATOREN«. (Education at a Glance 2020 - OECD Indicators) - 584 Seiten.

Elke Larcher und Oliver Gruber
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Elke Larcher ist Referentin für Ganztagsschulen in der Abteilung Bildungspolitik der Arbeitskammer (AK) Wien. Oliver Gruber ist Politologe & Kommunikationswissenschafter sowie Referent für Migration/Integration/Sprachförderung in der Abteilung Bildungspolitik der AK Wien.


Rezension "Generation Haram" von Dr. Ronald Bilik:

»Melisa Erkurts "Generation Haram" stellt eine Art Gegenentwurf zu Susanne Wiesingers "Kulturkampf im Klassenzimmer" dar. Erkurt kritisiert, dass Kinder von Migranten im österreichischen Bildungssystem diskriminiert werden, und fordert, dass sich die Bildungspolitik den Lebenswelten aller Schülerinnen und Schüler anpassen müsse.

Melisa Erkurt war Chefredakteurin beim Migrantenmagazin Biber, dann Journalistin beim Falter. Seit 2019 arbeitet sie beim ORF. Darüber hinaus war sie ein Jahr lang als Lehrerin tätig. Gerade die in der Lehrtätigkeit gewonnenen Eindrücke werden im vorliegenden Werk thematisiert. Ihrer Meinung nach gibt es im Bildungssystem, welches von autochthonen Akademikern gemacht wurde, eine massive strukturelle Diskriminierung von Migranten. Das System sei für die Mittelschicht gemacht, wo die Eltern über die Ressourcen verfügen, ihre Kinder zu unterstützen. Zusätzlich würden Migrantenkinder auch von Lehrern diskriminiert, so dass ein Mehmet anders benotet wird als ein Max.

Auch die Lehrer seien nicht ausgebildet, um Hülyas und Alis zu unterrichten. Die Bildungspolitik müsse daher diverser werden und mit Personen besetzt werden, welche die Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler verstehen. Es sollte ein zusätzliches Fach wie Lesen und Literatur geben, in dem Lesekompetenzen noch auf einer zusätzlichen Ebene geübt werden. Wünschenswert wäre ferner eine verpflichtende, kostenlose Ganztagsschule mit einer entsprechenden "Durchmischung" durch autochthone Schüler. Ihre Thesen führten zu teilweise sehr emotionalen Kommentaren in den jeweiligen Medien«. >> weiterlesen auf der Webseite des Humanistischen Pressedienstes (hpd) >> weiter.


pin_green.gifLesetipps: (zu Kinder, Kinderarmut, Schule, Bildung, Bildungssysteme, (Früh-)Konditionierung etc.)

"Das Halbtagsschulsystem in Österreich konserviert eine Bildungsungleichheit. Halber Tag, doppelter Nachteil?" von Elke Larcher und Oliver Gruber / A&W blog, 21. September 2020, im KN am 25. Sept. 2020. >> weiter.

"OECD: Bildung auf einen Blick 2020 - OECD-INDIKATOREN". ("Education at a Glance 2020 - OECD Indicators") >> weiter. (PDF).

"Kinderarmut: Medien berichten zu oberflächlich und mit zu wenig Nachdruck" von Marcus Klöckner / NDS, 08. August 2020, am 10.08. im KN >> weiter.

"Maskenzwang im Unterricht: Ein bizarrer Plan. Für Schüler soll nun teils sogar im Unterricht eine Maskenpflicht gelten. Diese Pläne sind unverantwortlich und unwissenschaftlich." von Tobias Riegel, NDS, 05. August 2020. >> weiter.

"Die Ernüchterungsanstalt: Die Schule erstickt das Interesse für Poesie im Keim, indem sie Schüler zwingt, diese rational zu zergliedern." von Nicolas Riedl / RUBIKON, 26. April 2020, im KN 28. Juli 2020 >> weiter.

"Factsheet Kinderarmut in Deutschland" von Antje Funcke und Sarah Menne, Bertelsmann Stiftung - Juli 2020  >> weiter.

"Materielle Unterversorgung von Kindern" von Dr. Torsten Lietzmann und Dr. Claudia Wenzig, IAB und Bertelsmann Stiftung - Juli 2020  >> weiter.

"Deutschland verlernt seine Kulturtechniken: Die Missachtung des Musikunterrichts ist ein Skandal" von Tobias Riegel / NDS, 18. März 2020 >> weiter.

"Was kosten Kinder?" - Studie "Kosten von Kindern. Erhebungsmethoden und Bandbreiten" von Stefan Humer, Severin Rapp, Judith Lengyel-Wiesinger / A & W blog >> weiter.

"Kosten von Kindern - Erhebungsmethoden und Bandbreiten" von INEQ Wien, Stefan Humer und Severin Rapp, 24. Januar 2020 >> weiter.   

"Kinderarmut: Sie mussten früh erwachsen werden." von Marcus Klöckner (NDS) im Interview mit Dr. Irina Volf, 19. März 2020 >> weiter.

"Kinderarmut in Deutschland verharrt auf hohem Niveau" von Dietmar Gaisenkersting, 10. Februar 2020 >> weiter.

"Lehrermangel und Unterrichtsausfall. Soziale Ungleichheit verschärft sich!" von Harold Hambacher, 23. Januar 2020 >> weiter.

"Unser staatlich geprägtes Bildungssystem ist veraltet. Perspektiven der individuellen und sozialen Selbstverwirklichung.", von Lars Grünewald, 13. April 2019, im KN 28.12.2019 >> weiter.

"Digitale Bildung. Frühe Medienkompetenz oder digitale Verdummung?. Wie die Entwicklung der Kinder durch digitale Bildung schwer geschädigt wird." von Herbert Ludwig, 9.12.2019 >> weiter.

"Lobbyismus: 20 von 30 DAX-Unternehmen bieten Unterrichtsmaterial an" von Felix Kamella / LobbyControl, 30. Oktober 2019 >> weiter.

"Stifter und Schenker. Wie der Kommerz das Klassenzimmer kapert." von Redaktion NachDenkSeiten, 17. Oktober 2019 >> weiter.

"Der kleine Erwachsene – oder die Verdummung des Kindes" von Herbert Ludwig, 26. September 2019 >> weiter.

"Wählen mit 16 – oder die Infantilisierung der Politik" von Herbert Ludwig, 4. Juli 2019 >> weiter.

"Digitale Verdummung – wie sie in der Schule veranlagt wird und in der Politik schon angekommen ist!" von Herbert Ludwig, 12. Juni 2019 >> weiter.

"Abgeordnete: Denn sie wissen nicht, was sie beschließen" von Herbert Ludwig, 26. Februar 2019 >> weiter.

"Wie hat sich die Einkommenssituation von Familien entwickelt. Ein neues Messkonzept", Bertelsmann Stiftung Studie 2018, Februar 2018 >> weiter.

"Digitale Bildung – was macht die Politik? Positionen der Parteien im Bundestag." von Lena Herzog / die Debatte, 02. Februar 2018 >> weiter.

"Digitalisierung von Bildung als neoliberales Projekt. Internet als Brandbeschleuniger der Globalisierung und Infrastruktur des neoliberalen Regimes." von Matthias Burchardt, 30. Juli 2017 >> weiter.

"Allmächtiger Staat – Die Fesselung des Bildungslebens" von Herbert Ludwig, 16. Juni 2017 >> weiter.


► Quelle: A&W blog / Redaktion »Arbeit&Wirtschaft«: 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1 >> www.arbeit-wirtschaft.at >> A&W blog >> Artikel vom 21. September 2020. Der Artikel ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0. Die Bilder und Grafiken gehören nicht zum Originalartikel und wurden von KN-ADMIN Helmut Schnug eingefügt. Für sie gilt eine andere Lizenz, s.u..

► Bild- und Grafikquellen:

1. Schüler und Schülerinnen auf dem Weg zur Schule. Foto: Metropolico.org -  Nachrichten- und Meinungsportal. Quelle: Flickr.(Foto nicht mehr verfügbar) Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0).

2. Grafik Bildungsstandardsergebnisse in Mathematik nach Charakteristika der Schüler/innen. Quellen: BIFIE, Bildungsstandardsüberprüfung nach 2017, nach Nationaler Bildungsbericht 2018. Urheber: © A&W blog. Diese Grafik ist Bestandteil des Artikels!

3. Homeschooling - Lernen von zuhause statt Schulunterricht: Zwischen dem Beginn des Lockdowns Mitte März und dem erneuten Schulbeginn Anfang September 2020 haben SchülerInnen nur 15 Tage im Klassenzimmer gelernt und mehr als 40 Tage mit Arbeitsblättern im Homeschooling gekämpft – eine enorme Herausforderung für alle Familien, insbesondere aber jene benachteiligten Familien mit geringen Raum-, Zeit- und/oder Bildungsressourcen. Foto: IowaPolitics.com. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0).

4. Frustrationserlebnisse bei SchülerInnen durch Homeschooling, Isolation und Überforderung führen oft zu psychologischen Problemen. Foto: TimKvonEnd, Berlin. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

5. Kinder lernen Progammierung. Namics-Workshop im Rahmen von www.smartfeld.ch . Foto: Jürg Stuker, Zürich > https://stuker.com/. Quelle: Flickr. Namensnennung-Nicht kommerziell 2.0 Generic (CC BY-NC 2.0).

6. Buchcover »Generation haram. Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben« von Melisa Erkurt, Zsolnay Verlag, Erscheinungsdatum: 17.08.2020, ISBN 978-3-552-07210-7. Fester Einband, 192 Seiten, Deutschland: 20,00 € - Österreich: 20,60 €.  ePUB-Format, E-Book ISBN 978-3-552-07220-6, E-Book Deutschland: 15,99 €.

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT - Jetzt sind mal die Verlierer dran mit Reden! . . . . . 9

CHANCENLOS VON ANFANG AN - Bildungsalltag vom Kindergarten bis zur Matura . . . . . 15

DAS PRIVILEG, EINE HEIMAT ZU HABEN - Österreich, der Rassismus und ich . . . . . 35

»WIESO KÖNNEN SIE SO GUT DEUTSCH?« - Ich und die Sprachen . . . . . 47

#METWO - Wenn Migranten den Mund aufmachen . . . . . 62

GENERATION HARAM - Warum es Vorbilder braucht . . . . . 79

MUHAMMED IST EIN URTEIL - Die Männer, die mir nahestehen . . . . . 96

MUSLIMISCHE MÄDCHEN - Die Debatte auf ihrem Kopf . . . . . 101

KUNST IST NUR FÜR ÖSTERREICHER - Die Schule hat die Chance, alle zu erreichen . . . . . 115

VORZEIGEMIGRANTIN - Aufstieg trotz aller Widerstände . . . . . 122

VERGESST DIE ELTERN - Bestraft werden immer die Kinder . . . . . 131

WAS IST EINE »BRENNPUNKTSCHULE«? - Großartige Kinder gibt es überall . . . . . 147

VERLIERERIN BIS ZULETZT - Ich bin noch immer eine von ihnen . . . . . 156

SCHULE IN DER KRISE - Corona entblößt die Ungerechtigkeit . . . . . 171

ZIELE  – ZUM  SCHLUSS . . . . . 184

LITERATURHINWEISE . . . . . 190

7. Willkommensgruß an den Fenstern einer Schule: "Liebe Kinder: Wir vermissen Euch sehr". Foto: Tho-Ge / Thomas G., Köln. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.