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Renommierter deutscher Wissenschaftler rechnet mit der Corona-Politik ab: «Fahrlässige Tötung»

Transition News - 7. Dezember 2025 - 0:03

Das 4. Corona-Symposium der AfD im Deutschen Bundestag fand am 7. und 8. November 2025 in Berlin statt. Geladen waren bekannte Gäste und Experten, unter anderem Prof. Dr. Roland Wiesendanger. Der Physiker hatte schon Anfang 2021 die damals verbreitete These vom natürlichen Ursprung des Corona-Virus in Frage gestellt.

Hier eine Kurzzusammenfassung seines Vortrags mit dem Titel: «Corona-Ursprung: Implikationen für Pandemievorsorge und Pandemiepolitik»:
Für Professor Wiesendanger ist der Ursprung der Coronavirus-Pandemie entscheidend für Schlussfolgerungen und für die (zukünftige) Maßnahmenpolitik. Kanzlerin Merkel hat damals von der «größte[n] Herausforderung seit Ende des Zweiten Weltkriegs» gesprochen. Diese Aussage habe im Widerspruch zum tatsächlichen Infektionsgeschehen gestanden. Was steckt also dahinter? Der Physiker verweist zunächst auf seine Unabhängigkeit und seine Quellen: nicht weniger als 30 internationale Workshops, darüber hinaus unzählige Anhörungen, Untersuchungsausschüsse und Aussagen unter Eid.

Mindestens zwei Hypothesen stehen Wiesendanger zufolge im Raum: eine zufällige Zoonose als «Naturkatastrophe» oder ein Laborunfall (Lab Leak) in Wuhan. Er trägt Informationen vor, die seiner Ansicht nach einen Laborursprung des Corona-Virus SARS-CoV-2 belegen – mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 1:1 Milliarde. Das nennt er «fahrlässige Tötung». Im Folgenden seine Argumente für den Laborursprung:

Das Wuhan Institute of Virology (WIV) beherbergt nach wie vor die weltweit größte Sammlung an Coronaviren. Dort wird mit biotechnologischen Manipulationen daran geforscht, diese Viren gefährlicher (tödlicher, ansteckender) zu machen. Das nennt man Gain-of-Function-Forschung (GoF).

Trotz der großen Gefahr wird dieses Labor in China nur unter Sicherheitsstufe 2 betrieben – und nicht unter der höchsten Stufe 4. SARS-CoV-2 enthält eine neuartige Furinspaltstelle. Solch eine Spaltstelle ist in der Gentechnik üblich. Und dazu gab es einen Forschungsantrag, der zunächst abgelehnt wurde. Anthony Fauci hat später dennoch Forschungsgelder dafür bereitgestellt (Empfänger: Peter Daszak, siehe dieses Schaubild). Insgesamt deuten mindestens sieben genetische Eigenschaften von SARS-CoV-2 auf einen Laborursprung hin.

Wiesendanger zitiert den US-Virologen Dr. Robert Redfield, der erklärte:

«Diese Pandemie ist auf wissenschaftliche Arroganz zurückzuführen. Der Weg, die Wissenschaft zu schützen, ist die Wahrheit.»

Wiesendanger kommentiert:

«Und das beweist vollkommen unabhängig, ob Sie jetzt an Laborursprung glauben oder nicht: Es beweist die Verantwortungslosigkeit und die Menschenverachtung einiger Virologen, die offensichtlich die Weltbevölkerung unabsehbaren Gefahren aussetzen»

Der Physiker warnt vor weiteren Laborlecks und fordert – zusammen mit Kollegen – ein weltweites Moratorium für Gain-of-Function-Forschung. Er verweist auf «Neue Viren durch KI» und betont: die «Gefahren sind immens». Inzwischen wurde ein Virus von Grund auf neu von künstlicher Intelligenz geschaffen.

In Bezug auf die Maßnahmenpolitik sagt er, Regierungen wie diejenigen in Großbritannien und Deutschland seien früh über einen möglichen Laborursprung informiert gewesen. Die Verantwortung sei schnell auf das Militär übergegangen. Das deutsche RKI ist zum Beispiel einem General der Bundeswehr unterstellt worden. NATO-Vorgaben hätten das Handeln bestimmt und Gesundheitsminister Befehle ausgeführt. Deshalb habe Schweden einen eigenen, erfolgreichen Weg gehen können. In Zukunft wäre das anders (seit März 2024 ist Schweden NATO-Mitglied).

Das WIV in Wuhan habe seit 2017 mit den chinesischen Streitkräften («Volksbefreiungsarmee») zusammengearbeitet. Deshalb «wurde eine militärische Bedrohung vermutet.» Und deshalb seien die NATO, das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), der Zivilschutz, die Polizei und die Justiz einbezogen worden – bis hin zu «Law Enforcement» durch multinationale Organisationen.

Wiesendanger warnt, dass auf diese Weise rechtsstaatliche Prinzipien ausgehebelt werden. Eine freie, unabhängige Justiz sei in den NATO-Mitgliedsländern künftig nicht mehr möglich. Er fragt:

«Wollen wir es zulassen, dass das, was die Grundfeste unserer Demokratie, unseres Rechtsstaats ausmacht, letzten Endes aufgegeben wird zugunsten einer immer größeren Machtfülle internationaler Organisationen? DAS muss im Zentrum der Aufarbeitung stehen.»

Sein Fazit lautet:

«Basierend auf Lügen, auf Unwahrheiten, kann man kein Land, kein Unternehmen, keine wissenschaftliche Einrichtung und keine Familie erfolgreich auf Dauer führen.»

Kommentar Transition News (L. Ebert):

Es ist das Verdienst der AfD, solch einem kompetenten Wissenschaftler wie Wiesendanger eine Stimme zu geben. Die etablierten Parteien in Deutschland (und die alten Medien) haben während der «Pandemie» und danach auf angebliche Experten gesetzt, die wiederholt mit Unwahrheiten und unwissenschaftlichen Aussagen auffielen.

Der Physiker geht davon aus, dass das Coronavirus durch einen Laborunfall entkommen ist. Auch ich will an eine vorsätzliche Freisetzung nicht glauben. Aber leider kann man aufgrund der Datenlage diese Theorie nicht gänzlich ausschließen.

Wiesendanger spricht wie selbstverständlich von der Pandemie. Ich hätte mir folgende Hinweise gewünscht:

  • Die Sterberate (IFR) war mit einer ernsten Grippewelle vergleichbar, nicht mehr und nicht weniger
  • Bei einer Atemwegsinfektion sind fast immer mehrere Erreger beteiligt
  • Die neue, lasche Definition der WHO (seit 2009) erlaubt jedes Jahr die Ausrufung einer Pandemie



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Ein Deal mit Preisetikette: Wie sich die Schweiz im Schatten Trumps kleinmacht

Transition News - 7. Dezember 2025 - 0:02

Nick Hayek fand neulich in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) deutliche Worte. Das Foto der sechs Schweizer Unternehmer vor Donald Trumps Schreibtisch sei «eine Dokumentation des Kniefalls», sagte der Swatch-Chef – ein Symbol dafür, wie sich ein eigentlich starkes Land zum Vasallen mache. Die jüngste Zolllockerung von 39 auf 15 Prozent (hier mehr darüber) ist für Hayek bloß ein kurzfristiger Bonus, erkauft durch das Wohlverhalten der Schweizer Wirtschaftselite. Die Schweiz habe genau das getan, was Trump wollte – «mehr, als sich die USA je erträumt hatten».

Während hierzulande noch die Selfies aus dem Oval Office zirkulierten, war für Hayek klar, was diese Inszenierung tatsächlich bedeutete: Opportunismus statt strategischer Stärke. Und er warnte, Brüssel werde sehr genau registrieren, wie defensiv die Schweiz auf amerikanischen Druck reagiert habe – eine Hypothek für allfällige EU-Verhandlungen. Doch während Hayeks Kritik öffentlich sichtbar war, beginnt die eigentliche politische Sprengkraft erst in den Dokumenten, die rund um den Deal publiziert wurden.

Der Infosperber hat die «Gemeinsame Erklärung» und das vom Weißen Haus veröffentlichte «Swiss Fact Sheet» Satz für Satz verglichen. Das Ergebnis stellt die Frage, ob der «Erfolg» des Schweizer Vorstoßes nicht in Wahrheit eine schleichende Erpressung ist. Während die Gemeinsame Erklärung vage Absichten formuliert, klingt das Fact Sheet aus Washington wie eine Liste verbindlicher Zusagen der Schweiz: Handelsbilanz ausgleichen, keine Digitalsteuern, Sanktionen und Exportkontrollen eng abstimmen, 200 Milliarden Dollar neue Investitionen von Schweizer Unternehmen in den USA.

Besonders brisant: Laut Fact Sheet hat sich die Schweiz verpflichtet, ihr Handelsplus gegenüber den USA bis 2028 auf null zu bringen. Ein Überschuss von 38,5 Milliarden Franken – innert drei Jahren abgebaut. Wie das ohne massiven Einbruch der Schweizer Exporte oder eine extreme Ausweitung der US-Importe funktionieren soll, bleibt völlig offen. Faktisch müsste die Schweiz ihre Einfuhren aus den USA mehr als verdreifachen.

Das ist mehr als Wirtschaftsrealität – das ist politischer Druck im Stil des «America First». In der Gemeinsamen Erklärung heißt es, die Schweiz «beabsichtige» keine Digitalsteuern einzuführen. Im Fact Sheet hingegen steht, sie verzichtet auf solche Steuern. Punkt. Trumps Version lässt keine Hintertür für künftige parlamentarische Debatten.

Besonders explosiv ist jedoch der Bereich der Sanktionen. Die Schweiz verspricht, die Zusammenarbeit auszubauen. Das klingt harmlos, unterminiert aber direkt das Konzept einer «immerwährenden Neutralität», wie sie zum Beispiel die Neutralitätsinitiative fordert.

Denn wer künftig US-Sekundärsanktionen – möglicherweise auch gegen China – automatisch übernimmt, gibt einen Teil seiner außenpolitischen Souveränität ab. Die Frage drängt sich auf: Kann ein Land neutral bleiben, das sich verpflichtet, in Sanktionsregimes einer Supermacht mitzuziehen? Es kann sein, dass das je nach Ausgestaltung gerade noch mit dem Neutralitätsrecht vereinbar ist. Aber in der Außenwahrnehmung würde die Schweiz einmal mehr als Vasall der USA dastehen.

Was bisher wie ein Durchbruch verkauft wurde, ist in Wahrheit nur der Anfang. Jetzt beginnen die eigentlichen Verhandlungen – ab Januar, mit unklarem Ausgang und einem Verhandlungsmandat, das noch in der Mache ist. Schon jetzt aber ist klar: Die Zollsenkung auf 15 Prozent ist ein Köder. Dahinter steht ein Forderungskatalog, der tief in die strategischen Interessen der Schweiz eingreift. Hayek nennt es «vorauseilenden Gehorsam». Der Infosperber zeigt: Die USA verstehen es als bindenden Vertrag.

Was bleibt, ist die Frage, die nach der Lektüre beider Texte unausweichlich wird:
Hat die Schweiz eine Zollreduktion erkauft, die sie wirtschaftlich und außenpolitisch langfristig destabilisiert? Und noch brisanter: Was geschieht, wenn die Schweiz auch künftig alle US-Sanktionen übernehmen muss – und damit die eigene Neutralität zur bloßen Folklore verkommt? Die Antworten darauf stehen noch aus. Doch eines ist bereits sichtbar: Die Schweiz hat sich klein gemacht – und wird nun beweisen müssen, ob sie überhaupt noch weiß, wie man wieder aufsteht.

Kommentar von Transition News

Die Schweizer Eliten erfüllen seit vielen Jahren die immer dreisteren Forderungen der USA. Diese Nachgiebigkeit (sprich: Hörigkeit) gegenüber «Uncle Sam» kontrastiert mit einer Widerborstigkeit und einem großen Misstrauen gegenüber der EU, die unser Land viel besser behandelt. Leute wie Alfred Gantner rufen zum Widerstand gegen die eben ausgehandelten Bilateralen III auf, buckeln aber in Washington. Das geht nicht auf. Was die Schweiz jetzt benötigt:

  • Klare rote Linien im kommenden Verhandlungspoker mit Washington.
  • Eine geopolitische Neuausrichtung der Schweizer Außenwirtschaftspolitik.
  • Ein Ende der Polemik gegenüber der EU. Die Schweiz braucht geregelte Handelsbeziehungen mit dem wichtigsten und geographisch nächsten Handelspartner (Artikel finden sich hier, hier, hier, hier und hier).
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Warum die Ukraine-Verhandlungen scheitern

Transition News - 7. Dezember 2025 - 0:02

Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung von l'AntiDiplomatico übersetzt und übernommen.

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Die Friedensgespräche in der Ukraine scheitern, weil sie eine überholte Sprache sprechen. Während europäische Staats- und Regierungschefs – insbesondere jene der nordischen und baltischen Staaten – von einer kontinentalen Armee träumen und auf einem traditionellen Sieg beharren, hat sich das Wesen des Krieges bereits grundlegend verändert. Der Dreh- und Angelpunkt militärischer Macht hat sich von den Schützengräben in einen hybriden Raum zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem verlagert. Im Zentrum dieser stillen Revolution steht ein Werkzeug, das die Machtverhältnisse neu definiert: die Drohne.

Die Drohne ist kein bloßes technisches Gerät. Sie ist der Vektor eines Systemwandels, der Wirtschaft, Politik und die Ethik des organisierten Tötens verändert. Ihre Stärke liegt in einer rücksichtslosen Logik der Effizienz: Sie entmaterialisiert Risiken und macht Konflikte fassbar. Die Ausbildung eines Kampfpiloten kostet zig Millionen, die Ausbildung eines Drohnenpiloten hingegen nur einen Bruchteil. Eine abgeschossene F-35 ist eine nationale Tragödie, eine zerstörte Drohne ist ein leicht zu ersetzender Budgetposten. Krieg wird zum Algorithmus: Schaden maximieren bei minimalem physischen und politischen Risiko.

Diese Logik erzeugt einen entfremdeten, ortsunabhängigen Kämpfer. Der Bediener in Nevada schlägt im Irak zu und reduziert den tödlichen Akt auf eine Schnittstelle, einen Klick zum Töten. Psychologische und emotionale Distanz erleichtert den Einsatz von Gewalt, macht diesen häufiger und lässt ihn weniger von der Angst vor dem Grauen beeinflusst sein. Doch die verheerendste Auswirkung zeigt sich auf dem Schlachtfeld: Die Drohne bricht das Monopol der Luftkriegsführung, einst das ausschließliche Vorrecht der Supermächte.

Die Ukraine ist der lebende Beweis dafür. Mit Schwärmen von FPV-Drohnen (First-Person-View), die nur wenige hundert Euro kosten, hat ein Land ohne traditionelle Lufthoheit die teuren russischen Panzerkolonnen lahmgelegt. Die Drohne ist der große asymmetrische Ausgleicher: Sie kehrt das Verhältnis zwischen Angriffs- und Verteidigungskosten um und macht Verteidigungssysteme im Wert von zig Millionen überflüssig. Die neue Logik lautet: Schwarm, Sättigung und Verbrauch.

Hier offenbart sich jedoch Europas fatales Paradoxon. Diese neue Form der Herrschaft basiert auf einer materiellen Produktionskette, die der Kontinent nicht kontrolliert. Wahre Souveränität in der Drohnenkriegsführung liegt nicht in der Software, sondern in den Rohstoffen: Neodym-Magnete in Motoren, Sensoren, Speziallegierungen. Alles läuft über den strategischen Engpass der Seltenen Erden, einen von China dominierten Markt.

Während Washington und Peking die Lieferkette – von der Mine bis zum Schlachtfeld – nach dem Prinzip der technologischen Autarkie vertikal integrieren, debattiert Brüssel über Regulierungen und finanziert Pilotprojekte mit geringen Erfolgen. Europa läuft somit Gefahr, zu einem passiven Akteur zu werden: Es kann kaufen, es kann nutzen, aber es kann weder unabhängig produzieren noch die Produktion in Krisenzeiten ausweiten. Dies ist die eklatante Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Bedrohung und den materiellen Möglichkeiten, ihr zu begegnen.

Das Summen am Himmel über Kiew und dem Nahen Osten ist nicht nur der Klang einer Schlacht. Es ist der Klang einer neuen globalen Ordnung, die sich herausbildet, basierend auf der Ökonomisierung von Risiko, der Vormachtstellung von Echtzeitdaten und der Intransparenz von Macht. Eine Ordnung, deren Flügel aus Geologie, industrieller Dominanz und kritischen Ressourcen bestehen, die Europa naiv delegiert hat.

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Loretta Napoleoni ist eine international anerkannte Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie hat an den Cambridge Judge Business Schools gelehrt und wurde 2009 als Rednerin auf die TED-Konferenz zu Terrorismusfragen eingeladen. Im Jahr 2005 leitete sie die Expertengruppe für Terrorismusfinanzierung auf der vom Club de Madrid organisierten internationalen Konferenz über Terrorismus und Demokratie. Napoleoni ist Autorin mehrerer erfolgreicher Bücher, darunter «Terrorismo SPA» und «Maonomics», das in 18 Sprachen, darunter Arabisch und Chinesisch, übersetzt wurde, sowie «ISIS, lo stato del terrore» (ISIS, der Terrorstaat), das in 20 Ländern veröffentlicht wurde. Ihr neuestes Buch trägt den Titel «Technocapitalism».

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Telegrams Cocoon: Private, dezentrale KI

Transition News - 7. Dezember 2025 - 0:01

Auf dem Blockchain Life 2025 Forum in Dubai präsentierte Telegram-CEO Pavel Durov mit Cocoon ein wegweisendes dezentrales Netzwerk, das künstliche Intelligenz (KI) demokratisieren soll. Wie Natural News berichtet, verspricht diese Initiative – offiziell Confidential Compute Open Network (Cocoon) genannt – die Machtverhältnisse im Bereich KI von Großkonzernen hin zu einzelnen Nutzern zu verschieben und dabei Datenschutz, Bezahlbarkeit und Nutzerkontrolle in den Vordergrund zu stellen.

Cocoon basiere auf der Blockchain von The Open Network (TON) und fungiere als dezentraler Marktplatz für KI-Rechenleistung, so das Portal. Das System bestehe aus drei einfachen Komponenten, die Angebot und Nachfrage sicher und vertraulich zusammenbringen. Das KI-Berechnungssystem von Cocoon umfasst demnach drei Rollen:

  • Den Client, der KI-Aufgaben anfordert und mit der Kryptowährung des Netzwerks bezahlt.
  • Den Proxy, der Anfragen dynamisch dem jeweils geeignetsten Worker zuweist, um Effizienz und Kosteneffektivität zu gewährleisten.
  • Den Worker, der GPU-Rechenleistung bereitstellt und dafür Belohnungen in Toncoin (TON) erhält.

Diese Peer-to-Peer-Struktur soll die Abhängigkeit von zentralisierten Cloud-Anbietern reduzieren, die Kosten senken und die Privatsphäre der Nutzerdaten wahren, da die KI-Berechnung in einer vertraulichen Umgebung ohne Einblick in die Daten von Drittunternehmen erfolgt.

In seiner Keynote-Ansprache präsentierte Durov Cocoon gemäß Natural News als notwendige Antwort auf die wachsende Krise der digitalen Freiheit. Er habe das explosive Wachstum von Telegram auf über eine Milliarde monatlich aktive Nutzer und die erfolgreichen Vorstöße in den Bereich digitaler Sammlerstücke und Mini-Apps hervorgehoben.

Durov habe jedoch einen entscheidenden Schwachpunkt des aktuellen KI-Booms identifiziert: die Abhängigkeit von zentralisierten Diensten, die die Privatsphäre der Nutzer gefährden. Er habe erklärt, dass die Inspiration für Cocoon direkt aus dem Feedback der Nutzer stamme.

Cocoon biete nun ein dezentrales Netzwerk, in dem KI den Nutzern gehört, nicht Konzernen oder Regierungen. Durov habe betont, dass das Netzwerk transparent sein und den Gesetzen des freien Marktes unterliegen werde. Die Preise für Rechenleistung würden dabei in Echtzeit auf Angebot und Nachfrage basieren. Dieses Modell werde den bestmöglichen Preis für Entwickler und Endnutzer erzielen.

Telegram selbst werde der erste Großkunde des Netzwerks sein und die Funktionen von Cocoon integrieren, um neue, datenschutzorientierte KI-Funktionen für seine riesige Nutzerbasis bereitzustellen. Durov habe dies als Teil eines umfassenderen Engagements für den Ausbau der TON-Blockchain positioniert, die bereits die Grundlage für Telegrams digitale Sammlerstücke, Zahlungen und das Entwickler-Ökosystem bilde.

Der Start von Cocoon signalisiere einen bedeutenden Wandel in der Technologielandschaft, so das Portal weiter. Max Crown, CEO der TON Foundation, habe das Projekt als eine Konvergenz von sozialen Netzwerken, KI und dezentraler Technologie in einem beispiellosen Ausmaß gelobt. Cocoon habe das Potenzial, die Interaktion von Milliarden von Menschen mit KI in ihrem digitalen Alltag grundlegend zu verändern, indem es den Nutzern die Kontrolle über die Infrastruktur zurückgebe. Natural News kommentiert:

«Über die technischen Spezifikationen hinaus hatte Durovs Ankündigung eine philosophische Dimension. Er warnte vor einem globalen Trend, bei dem digitale Freiheiten schrittweise ausgehöhlt werden, nicht nur in autoritären Regimen, sondern auch in traditionell freien Nationen.»

Durov habe die Zuhörer in seiner Rede dazu aufgerufen, spaltende Ablenkungen zu überwinden und sich stattdessen auf die Verteidigung der Grundrechte auf Privatsphäre und freie Meinungsäußerung zu konzentrieren.

In diesem Kontext werde Cocoon als mehr als nur ein technisches Projekt dargestellt: Es handle sich um ein Werkzeug zur Stärkung der Selbstbestimmung. Indem Cocoon den Nutzern die Kontrolle über ihre Rechenleistung und Daten gebe, verkörpere es ein konkretes Bekenntnis zur digitalen Souveränität.

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Großbritannien: Benzinautos nach geplanter Steuererhöhung günstiger im Betrieb als E-Autos

Transition News - 7. Dezember 2025 - 0:01

Die neue «Pay-per-mile»-Steuer für Elektroautos, die die britische Regierung unter Keir Starmer einführen will (wir berichteten), um die Einnahmen aus der Kraftstoffsteuer zu ersetzen, wird dazu führen, dass Benziner im Betrieb günstiger sein werden als E-Autos. Das gilt jedenfalls für alle, die ihre Fahrzeuge nicht zu Hause laden können. Darüber berichtet The Daily Sceptic unter Berufung auf The Telegraph.

Autofahrer, die auf öffentliche Ladesäulen angewiesen sind, werden laut der Beratungsseite Electrifying.com jährlich schätzungsweise 290 Pfund (etwa 332 Euro) mehr an Betriebskosten und Steuern für ihr E-Auto zahlen müssen als für ein benzinbetriebenes Fahrzeug.

Heimladen sei nun ein «entscheidender Faktor» für die Bezahlbarkeit von Elektroautos, nachdem die Regierung die «Pay-per-mile»-Steuer abgesegnet habe, die ab April 2028 greifen solle und eine Steuer von 3 Pence pro Meile (0,03 Euro) vorsehe, konstatiert The Daily Sceptic.

Dies gehe aus einer Berechnung der Website Electrifying.com hervor, die nach den angekündigten Änderungen der Regierung die Kosten für Besitz und Betrieb eines elektrischen Volkswagen ID.3 mit denen eines benzinbetriebenen Volkswagen Golf verglichen habe, basierend auf rund 8.000 Meilen Jahresfahrleistung.


Screenshot: Preisvergleich E-Auto Volkswagen ID.3/Benziner

Die jährlichen Betriebskosten des E-Autos würden im Durchschnitt etwa 898 Pfund (etwa 1.027 Euro) betragen, verglichen mit 1.198 Pfund (etwa 1.370 Euro) für einen VW-Golf-Benziner – basierend auf den aktuellen Preisen.

Fahrer ohne eigene Garage oder Einfahrt, die ausschließlich auf öffentliches Laden angewiesen seien, müssten jedoch mit deutlich höheren jährlichen Betriebskosten von rund 1.490 Pfund (etwa 1.704 Euro) rechnen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass etwa 30 Prozent der britischen Haushalte keinen Zugang zu privaten Stellplätzen haben.

Fahrer, die zu Hause über Nacht zu einem günstigeren Tarif laden könnten, würden hingegen erheblich niedrigere Betriebskosten haben – etwa 558 Pfund (etwa 638 Euro) jährlich. Viele Fahrer würden vermutlich eine Mischung aus öffentlichem und privatem Laden nutzen, fügt The Daily Sceptic hinzu. Dies bedeute, dass sie unterwegs zumindest teilweise bis zu 60 Pence (0,69 Cent) pro Kilowattstunde (kWh) an öffentlichen Ladesäulen bezahlen müssten.

Plug-in-Hybride wiederum, für die ab 2028 eine Abgabe von 1,5 Pence (etwa 0,015 Euro) pro Meile gelten soll, würden teurer im Betrieb als Benziner, wenn man sie nicht regelmäßig zu Hause lade.

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Defense Minister meets in Damascus with the Chief of Staff of the Turkish Army

SANA - Syrian Arab News Agency - 6. Dezember 2025 - 22:04

Damascus, Dec.6 (SANA)  Minister of Defense, Major General Murhaf Abu Qasra, met in Damascus with the Chief of Staff of the Turkish Army, Selçuk Bayraktaroğlu, and his accompanying delegation.

The two sides discussed a number of issues of mutual interest aimed at strengthening military cooperation and enhancing relations between the two friendly countries.

MHD Ibrahim

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Erst Anzeigenhauptmeister, dann Lügenkanzler: Merz stellte Tausende Strafanzeigen gegen Bürger

Mit diesem Pensum stellt der Skandalkanzler der Lügen die bisherigen diesbezüglichen Spitzenreiter Habeck, Faeser, Baerbock, Strack-Zimmermann und sogar die abgehalfterte SPD-Palästinenseraktivistin Sawsan Chebli in den Schatten: Friedrich Merz hat laut “Welt” bislang tausende Strafanträge wegen Beleidigungen gegen unliebsame Bürger wegen kritischer Äußerungen im Netz gestellt. Laut „Nius“ waren es fast 5.000 Strafanträge (!) wegen vermeintlicher […]

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Syria commits to universal health coverage by 2030 at Tokyo Summit

SANA - Syrian Arab News Agency - 6. Dezember 2025 - 20:15

Tokyo, 06 Dec (SANA) Minister of Health Musab al-Ali and Minister of Finance Mohamed Yisr Barnieh participated in the High-Level Universal Health Coverage Summit 2025 held in Tokyo, presenting Syria’s commitments and roadmap to achieve universal health coverage by 2030.

In his speech, Minister al-Ali outlined the severe challenges faced by Syria’s health sector in recent years, including the destruction and damage of many health facilities, acute shortages of medicines and equipment, and the migration of skilled professionals. He stressed Syria’s determination to move forward with a comprehensive reform programme to rebuild a fair and sustainable health system.

The Minister stressed that Syria’s participation in this global summit aims to showcase its ongoing reform journey and secure technical and financial support from international partners to turn commitments into reality, following successful models such as Japan and Germany.

The Minister outlined the priorities of the roadmap, including rehabilitating health infrastructure, strengthening primary care and essential services, focusing on the health workforce, bringing back Syrian expertise from abroad, enhancing pharmaceutical and health security through stronger local drug manufacturing and quality assurance, expanding digital transformation, and seeking funding sources, particularly health insurance.

Minister al-Ali addressed international partners, affirming that Syria’s government and professionals are driving a major reform process and welcome all forms of technical and financial support. He highlighted the Syrian people’s determination to achieve this vision and called on the international community to join Syria’s success story.

For his part, Finance Minister Barnieh told SANA that Syria is fully committed to achieving universal health coverage by 2030 and ensuring the necessary funding for success through diversified sources and innovative financing solutions in partnership with the private sector.

Barnieh added that this effort is part of a comprehensive strategy to improve the health insurance system, provide essential services, and rehabilitate hospitals and health institutions. He considered Syria’s participation in the summit an opportunity to reaffirm international support for the government’s reform plan, secure financial and technical assistance, and build related capacities.

The Finance Minister noted that key side meetings were held with the head of the Japan International Cooperation Agency (JICA), Japan’s Finance Minister, and the Minister of Health, Welfare, and Labour.He added: “We discussed possible support from the Japanese government, met with the World Bank President to review joint activities, and held several other meetings, including with representatives of the Syrian diaspora, many of whom are distinguished academics eager to serve their homeland.”

The Japanese government is hosting the High-Level Universal Health Coverage Summit 2025 in cooperation with the World Health Organization and the World Bank Group in Tokyo, focusing on advancing universal health coverage, sustainable health financing, launching the UHC Knowledge Hub, and presenting the 2025 Global Monitoring Report on Universal Health Coverage.

MHD Ibrahim

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Wird der israelische Präsident Netanjahu begnadigen?

ANTI-SPIEGEL - Fundierte Medienkritik - 6. Dezember 2025 - 19:41
Netanjahu kämpft darum, seinen Lebensabend nicht im Gefängnis verbringen zu müssen. Zunächst hat er, nachdem er wegen Korruption angeklagt wurde, versucht, eine Justizreform durchzudrücken, um den Prozess gegen sich selbst zu stoppen, was 2023 zu heftigen Protesten führte, die drohten, Netanjahu aus dem Amt zu fegen. Da kam der Angriff der Hamas für Netanjahu genau […]
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UNHCR: Syria represents the largest global case of refugee and IDP returns

SANA - Syrian Arab News Agency - 6. Dezember 2025 - 19:39

Damascus, 06 Dec (SANA) – Kelly Clements, Deputy High Commissioner for Refugees at the United Nations, affirmed that Syria currently stands as the largest global example of refugee and internally displaced persons returns. “During the past year and the first half of this year, more than 3 million people have returned, including over 1 million refugees from neighboring countries and more than 2 million IDPs” she said.

In an interview with CNN, Clements noted that most returnees are coming back voluntarily despite the challenges, driven by a clear desire to rebuild their lives. She highlighted that many returned to areas lacking basic services, stressing the urgent need for international support to ensure that returns are sustainable and do not result in renewed displacement.

Clements emphasized that the success of return operations depends on the international community’s ability to provide adequate funding for restoring infrastructure in areas of return, including electricity, water, schools, and clinics. She stressed that no return will be sustainable without assistance that revitalizes these devastated regions.

Referring to the UNHCR’s semi-annual displacement report, Clements described Syria as a notable positive example compared to new displacement crises in other regions, notably Sudan, which she characterized as facing “the world’s worst humanitarian displacement crisis” at present.

She warned that funding shortages have already forced the closure of clinics and programs in several countries, adding that “2026 will require significantly greater support” to maintain response programs.

Since 2011, Syria has experienced one of the largest displacement crises worldwide, as millions of Syrians were forced to leave their homes, either internally or abroad, due to the oppressive policies of the former regime and the destruction of numerous cities affected by the uprising.

A/Dh

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President al-Sharaa attends the World Arabian Horse Championship Supreme 2025 in Doha

SANA - Syrian Arab News Agency - 6. Dezember 2025 - 19:29

Doha, Dec. 6 (SANA)  President Ahmad al-Sharaa attended the World Arabian Horse Championship Supreme 2025 in Doha alongside Sheikh Tamim bin Hamad Al Thani, Emir of Qatar, during his official visit to take part in the 2025 Doha Forum.

MHD Ibrahim

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Civil Defense continues to clear the land of war remnants

SANA - Syrian Arab News Agency - 6. Dezember 2025 - 19:24

Aleppo, Dec. 6 (SANA) A year after Syria’s liberation, beneath the soil of towns and fields, death still lies in wait—unexploded shells, landmines, and remnants of years of war. Clearing these hidden threats has become one of the country’s most urgent humanitarian missions.

Across destroyed neighborhoods and scarred farmland, Syrian Civil Defense teams work day after day in a race against time. Their mission is simple but dangerous: make the land safe again for families who are finally returning home.

In the southern countryside of Aleppo, once split by frontlines for years, Ramadan Hassan Al-Mohammad, a volunteer in explosive remnants removal, describes the scale of the task.

“Liberation filled us with joy, but it also revealed the true size of the danger left behind,” he says. “Every unexploded shell is a life waiting to be taken if we don’t act fast.”

For Ramadan and his teammates, each mission carries the same risk—but also the same sense of purpose. As displaced families return to their villages, the pressure grows. Entire neighborhoods remain unsafe, even when the war has ended.

Yet the challenges remain overwhelming. Thousands of unexploded devices still litter rural areas and former battle zones. The shortage of trained specialists makes the task even harder, forcing small teams to cover vast regions.

Ramadan delivers one message above all others to returning residents:
“Anything suspicious must be left alone. Do not touch it. Report it immediately. What looks harmless can kill in seconds.”

One year after the liberation, these silent heroes continue their work, restoring meaning to the land and providing a safe homeland for all.

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Amerika zieht Bilanz: Europa fällt durch

Was da aus Washington kommt, ist keine Laune eines neuen Präsidenten, kein diplomatischer Ausrutscher und kein Missverständnis zwischen Verbündeten. Es ist eine schonungslose Diagnose. Die Vereinigten Staaten halten Europa nicht mehr für einen stabilen, verläßlichen Partner, sondern für einen Kontinent im politischen und kulturellen Sinkflug. Wenn selbst der wichtigste Bündnispartner offen von „zivilisatorischem Verschwinden“ spricht, […]

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Was die USA in ihrer neuen Nationalen Sicherheitsstrategie über Europa schreiben

ANTI-SPIEGEL - Fundierte Medienkritik - 6. Dezember 2025 - 18:41
Ich werde noch in einem gesonderten Artikel auf die neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA eingehen, denn sie schreibt die Außen- und Sicherheitspolitik der US-Regierung der kommenden Jahre fest. Bemerkenswert ist dabei, dass Asien und vor allem China in der neuen Strategie den mit Abstand meisten Platz eingeräumt bekommen, während Europa für die US-Regierung offenbar fast […]
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Founding conference of the Circassian Tribes Council held in Damascus

SANA - Syrian Arab News Agency - 6. Dezember 2025 - 18:30

Damascus, Dec. 6 (SANA) The first founding conference of the Circassian Tribes Council was held on Saturday at the Seven Gates Hotel in Damascus, with the participation of Circassians from Syria and abroad, and with high-level official and diplomatic attendance.

The newly established Council aims to organize Circassian efforts within a unified institutional framework, protect internal ties between villages and families, support competencies and empower youth across various fields, and promote Circassian identity, language, and heritage as an authentic component of Syria’s cultural diversity. The Council also seeks to launch development and volunteer initiatives and to serve both the state and society.

In his opening speech, Sheikh Mohammad Elias Jarkas, President of the Circassian Tribes Council, stated that true victory is not measured by the end of battles, but rather by the beginning of institutional work and national building. He emphasized that the upcoming phase is one of construction rather than slogans, and institutions rather than improvisation.

In a similar address, the Council’s Political Advisor, Wael Mirza, announced that the Council will work on establishing a fund to support small projects, as well as an insurance company to enhance Circassian presence through modern platforms. He also spoke of organizing an annual festival, activating Circassian youth to serve in public institutions, and establishing an academy to promote discipline and national values. Additionally, a disaster relief and emergency institution will be founded to serve as an effective Syrian model in the new Syria and to strengthen national identity.

Head of the Federation of Circassian Associations in Turkey, Nusrat Baş, stated that Circassians have offered thousands of martyrs in defense of the homelands that embraced them—chief among them Turkey, Syria, and Jordan. He confirmed his federation’s commitment, in coordination with Circassians in Syria, to preserving language, identity, and heritage, and defending their historical rights. He also expressed readiness to provide all possible support to enhance economic, political, and cultural cooperation between Turkey and Syria.

Sheikh Mohammad Omar Aboud, Follow-up Official at the Council of Tribes and Clans in Syria, stressed the importance of strengthening cohesion among Circassian tribes and reinforcing unity among all components of Syrian society.

From Jordan, researcher Adnan Younes Bazadogh highlighted the importance of the Council in genuinely representing Circassians, their culture, and identity, and in strengthening their historical role in society.

The conference included the screening of a documentary film highlighting the history of Circassians worldwide, their journey to Syria, and their participation in the Syrian revolution.

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Syria honors journalists martyred in 2024 battle

SANA - Syrian Arab News Agency - 6. Dezember 2025 - 18:15

Damascus, Dec. 6 (SANA) The Syrian Ministry of Information held a ceremony on Saturday at the National Center for Visual Arts to honor journalists who lost their lives during the 2024 “Deterrence of Aggression” battle.

The event was attended by Information Minister Hamza al-Mustafa and Communications Minister Abdulsalam Haykal.

In his remarks, al-Mustafa praised the martyred journalists for documenting the conflict “with cameras and pens as if holding burning embers,” describing their sacrifices as part of a broader struggle. He added that their coverage preserved the narrative of the battle and deserves to be remembered.

Minister al-Mustafa went on to say that the “Deterrence of Aggression” battle was an epic in every sense, breaking existing equations and challenging intelligence assessments that had consistently predicted Assad’s continued rule as Syria’s only option.

He emphasized that journalists created an alternative narrative, one that conveyed the possibility of hope and victory. The minister added that the battle is not yet over, as Syria now faces a second struggle: the challenge of rebuilding the country.

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Kombination aus mehreren Einzel-GdB kann zu Schwerbehinderung führen

Lesedauer 5 Minuten

Wer viele Diagnosen hat, liest im Bescheid des Versorgungsamts oft den gleichen Satz: Die meisten Leiden seien „leicht“ und würden den Gesamt-GdB nicht erhöhen. Das Ergebnis: GdB 30 oder 40, kein Schwerbehindertenausweis, keine besonderen Renten- und Kündigungsschutzrechte. Entscheidend ist deshalb, wie die Summe der Einschränkungen dargestellt wird – nicht, wie lang die Diagnoseliste ist.

Was der GdB wirklich misst

Der Grad der Behinderung richtet sich nach § 152 SGB IX und der Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV). Bewertet wird nicht die Schwere einer Diagnose, sondern die Auswirkung auf die Teilhabe: Wie stark sind Mobilität, Belastbarkeit, Selbstversorgung, Kommunikation und soziale Kontakte eingeschränkt?

Vom Einzel-GdB zum Gesamt-GdB

Bei mehreren Erkrankungen werden zunächst alle Leiden den jeweiligen Funktionssystemen zugeordnet und mit Einzel-GdB bewertet. Ausgehend von der schwersten Beeinträchtigung wird dann „wertend“ ein Gesamt-GdB gebildet. Eine Addition von Einzelwerten ist ausdrücklich ausgeschlossen – entscheidend ist die Gesamtwirkung im Alltag.

Einzel-GdB 10: „leichte“ Zusatzleiden

Leiden mit einem Einzel-GdB von 10 gelten als leichte Beeinträchtigungen. Nach der VersMedV erhöhen sie den Gesamt-GdB normalerweise nicht, auch dann nicht, wenn mehrere GdB 10 nebeneinanderstehen. Sie tauchen im Bescheid dann bestenfalls als „leichte Zusatzleiden“ auf.

Einzel-GdB 20: Nur wirksam bei echter Zusatzbelastung

Einzel-GdB von 20 wiegen zwar schwerer, führen aber ebenfalls nicht automatisch zu einem höheren Gesamt-GdB. Sie wirken nur dann erhöhend, wenn sie die Folgen des Hauptleidens sichtbar verstärken. Ein zusätzliches Leiden, das nichts an Gehstrecke, Belastbarkeit oder Selbstständigkeit ändert, bleibt für den Gesamt-GdB häufig ohne Konsequenzen.

Typischer Fehler in Bescheiden

Genau hier liegt das Problem vieler Bescheide: Diagnosen werden aufgelistet, aber die funktionelle Mehrbelastung durch ihre Kombination wird nicht oder nur pauschal gewürdigt.

Wann mehrere „leichte“ Erkrankungen trotzdem GdB 50 ergeben können

Mehrere scheinbar „leichte“ Gesundheitsstörungen können in der Summe eine Schwerbehinderung begründen, wenn sie gemeinsam ein oder mehrere Funktionssysteme deutlich kippen.

Beispiel: Orthopädie, Schmerzen und Psyche

Typisch ist die Kombination aus orthopädischen, schmerzbedingten und psychischen Leiden. Ein Bandscheibenleiden mit GdB 30, eine Knie- oder Hüftarthrose mit GdB 20 und eine chronische Schmerzstörung oder Depression mit GdB 30 wirken zusammen viel schwerer als jede Diagnose für sich.

Wenn die Gehstrecke auf etwa 100 bis 150 Meter begrenzt ist, Treppen nur mit Geländer und Pausen möglich sind, Schlafstörungen zu dauerhafter Erschöpfung führen und Betroffene soziale Kontakte deutlich reduzieren, entsteht ein Gesamtbild, das einen GdB von 50 rechtfertigen kann.

Beispiel: Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Ähnlich wirkt die Kombination aus Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein insulinpflichtiger Diabetes mit Neuropathie, eine periphere Durchblutungsstörung und eine Herzschwäche liegen häufig im Bereich von 20 bis 40.

Wenn Betroffene deshalb nur noch kurze Wege schaffen, unter Schwindel und Sturzgefahr leiden und alltägliche Besorgungen ohne Begleitung nicht mehr hinbekommen, ist die Einschränkung der Mobilität und Selbstständigkeit erheblich – auch wenn keine Diagnose einzeln extrem hoch bewertet ist.

Beispiel: Herz, Lunge und Adipositas

Ein weiterer Klassiker ist der „Belastbarkeits-Teufelskreis“ bei Atemwegs- und Herzkrankheiten in Verbindung mit Adipositas. Leicht bis mittelgradiges Asthma oder eine beginnende COPD, eine Herzinsuffizienz und starkes Übergewicht führen dazu, dass schon eine Etage Treppen zur Herausforderung wird, regelmäßige Pausen nötig sind und einfache Hausarbeiten zu Überforderung werden.

Die Ausdauer ist massiv eingeschränkt, obwohl die Einzelwerte nicht zwingend dramatisch wirken.

Beispiel: Sinnes- und Gleichgewichtsstörungen

Auch bei Sinnes- und Gleichgewichtsstörungen gilt das Prinzip der Gesamtwirkung. Hörverlust, vestibuläre Störungen und Seheinschränkungen führen in Kombination zu hoher Unsicherheit beim Gehen, Problemen in Gesprächen, Meiden von Menschenmengen und Rückzug aus öffentlichen Situationen.

Wer deswegen nur noch eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann, ist in der Teilhabe deutlich behindert – unabhängig davon, ob einzelne Leiden „nur“ mit 20 oder 30 bewertet wurden.

Funktionssysteme im Blick: Wie Versorgungsämter denken

Die VersMedV sieht vor, dass bei mehreren Leiden zunächst pro Funktionssystem ein Gesamtwert gebildet wird. Alle orthopädischen Diagnosen fließen in die Bewertung von Haltung und Bewegungsfähigkeit ein, Herz- und Lungenerkrankungen in die Leistungsfähigkeit von Kreislauf und Atmung, psychische und neurologische Störungen in die seelische Belastbarkeit.

Chance für Betroffene: Schnittmengen sichtbar machen

Erst aus diesen Systemwerten entsteht der Gesamt-GdB. Für Betroffene heißt das: Entscheidend ist, ob sich zeigen lässt, dass ein Funktionssystem durch mehrere Leiden zusammen deutlich stärker beeinträchtigt ist als es eine Diagnose alleine erklären würde. Wer diese „Schnittmenge“ sichtbar macht, hat deutlich bessere Chancen auf einen realistischen Gesamt-GdB.

Antrag mit Plan: Alltag statt Diagnosenliste schildern

Ein häufiger Fehler in Anträgen besteht darin, Diagnosen schlicht aufzuzählen: Bandscheibenvorfall, Arthrose, Diabetes, Adipositas, Depression. Damit kann das Amt wenig anfangen – es sortiert jede Diagnose in eine Spalte und vergibt Einzel-GdB, ohne die Alltagssituation wirklich zu erfassen.

Bessere Strategie: Von der Alltagsgrenze aus denken

Besser ist ein Antrag, der von den Folgen ausgeht. Statt nur Diagnosen zu nennen, sollte beschrieben werden, wie sich deren Kombination konkret auswirkt. Etwa so: Nach 100 bis 150 Metern Gehen treten starke Schmerzen und Luftnot auf, Treppen können nur mit Geländer und mehrfachen Pausen bewältigt werden, schwerere Einkäufe sind alleine nicht mehr möglich, mehrstündige Unternehmungen werden aus Angst vor Überlastung gemieden.

Dazu kommt, dass Schlafstörungen und anhaltende Schmerzen die Konzentration beeinträchtigen und Termine regelmäßig abgesagt werden müssen.

Wechselwirkungen klar herausarbeiten

Wichtig ist außerdem, Wechselwirkungen klar zu benennen. Wenn Übergewicht die Gelenk- und Rückenschmerzen verstärkt, diese Schmerzen wiederum jede Bewegung zur Qual machen und dadurch das Gewicht weiter steigt, entsteht ein Kreislauf, der die Mobilität weit stärker einschränkt als das Übergewicht oder die Arthrose allein.

Genau diese Verknüpfungen sind es, an denen sich ein höherer System-GdB und damit ein höherer Gesamt-GdB begründen lässt.

Die richtigen Lebensbereiche systematisch abklopfen

Für eine schlüssige Darstellung lohnt es, die Einschränkungen systematisch nach Lebensbereichen zu sortieren. Bei Bewegung und Haltung geht es um Gehen, Stehen, Sitzen, Bücken, Heben und Treppensteigen. Bei Belastbarkeit und Ausdauer ist entscheidend, wie lange körperliche oder geistige Tätigkeiten ohne Pause möglich sind und wie lange die Erholung danach dauert.

Selbstversorgung und Haushaltsführung

Die Selbstversorgung umfasst Körperpflege, Ankleiden, Zubereitung von Mahlzeiten, Haushalt und Einkaufen. Wer hier konkret beschreibt, welche Tätigkeiten nur noch unter Schmerzen, mit Hilfsmitteln oder gar nicht mehr möglich sind, macht deutlich, wie stark die Summe der Erkrankungen den Alltag bestimmt.

Sinnesfunktionen und Kommunikation

Im Bereich Sinnesfunktionen und Kommunikation geht es um Hören, Sehen, Gleichgewicht und die Fähigkeit, in Gesprächen und Lärmsituationen zurechtzukommen. Probleme beim Verstehen von Sprache, ständige Unsicherheit beim Gehen oder Schwindelattacken in Menschenmengen sind Beispiele für Einschränkungen, die klar beschrieben werden sollten.

Soziale Teilhabe und Außenkontakte

Schließlich spielt die soziale Teilhabe eine Rolle: Teilnahme an Vereinsleben, Familienfeiern, Kulturveranstaltungen oder Reisen, aber auch der Besuch von Ärzten oder Behörden. Wer darlegt, welche Aktivitäten aus gesundheitlichen Gründen reduziert oder ganz aufgegeben werden mussten, zeigt, wie weitreichend die Behinderung tatsächlich ist.

Belege, die die Schilderungen stützen

Die beste Alltagsschilderung nutzt wenig, wenn sie sich durch Unterlagen nicht ansatzweise wiederfindet. Hilfreich sind vor allem Berichte, die funktionelle Grenzen benennen: Reha-Entlassungsberichte mit Aussagen zur Belastbarkeit, ärztliche Befunde zur Gehstrecke, Lungenfunktionswerte, Belastungs-EKGs, neurologische Tests oder HNO-Gutachten zu Hörverlust und Gleichgewicht.

Pflegegutachten und andere Sozialleistungen

Pflegegutachten können ebenfalls wichtig sein. Wenn dort dokumentiert ist, dass bei Transfers, Körperpflege oder Ankleiden regelmäßig Hilfe benötigt wird, stützt das die Darstellung einer eingeschränkten Selbstversorgung.

Auch Rentenbescheide wegen Erwerbsminderung oder Berichte aus beruflichen Reha-Maßnahmen zeigen, dass die gesundheitlichen Einschränkungen bereits an anderer Stelle als erheblich anerkannt wurden.

Wenn das Amt kleinrechnet: Widerspruch mit Fokus auf die Gesamtwirkung

Viele Bescheide bleiben bei einem pauschalen Gesamt-GdB von 30 oder 40 und der Floskel „weit überwiegend leichte Gesundheitsstörungen“. Dann lohnt sich ein genauer Blick in die Begründung. Wurden alle relevanten Leiden überhaupt berücksichtigt?

Sind die System-GdB (zum Beispiel für Bewegungsapparat, Herz-Kreislauf, Psyche) nachvollziehbar? Wird erklärt, warum die Kombination der Leiden angeblich keine stärkere Teilhabeeinschränkung bewirkt?

Aufbau eines starken Widerspruchs

Ein guter Widerspruch setzt genau hier an. Er benennt, welche Funktionssysteme nach Auffassung der Betroffenen zu niedrig bewertet wurden, beschreibt die konkreten Grenzen im Alltag erneut kompakt und verweist auf Befunde, die die Wechselwirkung der Erkrankungen belegen.

Gerade wenn mehrere Einzel-GdB von 20 oder 30 vergeben wurden, lässt sich oft argumentieren, dass diese in der Gesamtwirkung ein deutlich schwereres Bild ergeben, als es der Gesamt-GdB widerspiegelt.

Sozialgericht als nächste Instanz

Bleibt das Amt dabei, kann eine Klage vor dem Sozialgericht sinnvoll sein. Die Gerichte prüfen, ob die VersMedV korrekt angewendet wurde und ob der Gesamt-GdB unter Berücksichtigung aller Einschränkungen schlüssig ist. In der Praxis wurden in vielen Fällen GdB-Bewertungen nach oben korrigiert, wenn mehrere mittelgradige Beeinträchtigungen den Alltag gemeinsam massiv einengten.

Neufeststellung mit Vorsicht: Wenn ein hoher GdB schon da ist

Wer bereits einen GdB von 50 oder mehr hat, hofft mit einer Neufeststellung oft auf zusätzliche Nachteilsausgleiche. Dabei wird leicht übersehen, dass der gesamte Status erneut geprüft wird. Wenn sich Gesundheitszustand und Behandlungssituation verändert haben oder neue versorgungsärztliche Maßstäbe angelegt werden, kann am Ende auch eine Herabstufung stehen.

Besonders kritisch kurz vor der Altersrente

Besonders riskant ist das für Menschen, die kurz vor der Altersrente für schwerbehinderte Menschen stehen oder deren Arbeitsplatz über den besonderen Kündigungsschutz abgesichert ist. In diesen Fällen sollte eine Neubewertung nur gut vorbereitet und im Idealfall nach Beratung durch Sozialverbände oder fachkundige Rechtsberatung erfolgen.

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Schwerbehinderung: Diese Änderungen werden 2026 für Menschen mit Schwerbehinderung sehr wichtig

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Das Jahr 2026 wird in Deutschland und der EU den Alltag vieler schwerbehinderter Menschen spürbar betreffen.

In der Rentenversicherung endet eine lange Übergangsphase, im Arbeitsmarkt greifen erstmals höhere finanzielle Anreize für Arbeitgeber, und bei der Barrierefreiheit wirken neue EU- und Bundesvorgaben zunehmend in Produkte und Dienste hinein.

Parallel dazu startet europaweit die digitale Identitäts-Brieftasche, die perspektivisch auch Nachweise wie Behindertenkarten komfortabler machen soll.

Diese Entwicklungen laufen nicht allein, sondern verstärken sich gegenseitig: Rechtsänderungen setzen Rahmen, Marktregeln schaffen Druck zur Umsetzung, und digitale Infrastrukturen erleichtern die Anwendung im Alltag.

Rente: Der Jahrgang 1964 schließt die Übergangsphase ab

Zum 1. Januar 2026 ist die schrittweise Anhebung der Altersgrenzen in der „Altersrente für schwerbehinderte Menschen“ praktisch abgeschlossen. Für den ersten vollen Jahrgang 1964 gilt: eine vorgezogene Rente ist ab 62 Jahren möglich, allerdings mit dem maximalen Abschlag von 10,8 Prozent; abschlagsfrei ist die Rente ab 65 Jahren erreichbar.

Damit entfällt für nach dem 31. Dezember 1963 Geborene die bisherige Vertrauensschutz-Regelung des § 236a SGB VI. Hintergrund ist die seit 2012 laufende Anpassung aller Altersgrenzen an die Regelaltersrente bis 67. Wer betroffen ist, sollte die Alternativen – etwa eine Erwerbsminderungsrente – individuell prüfen lassen.

Arbeitsmarkt: Höhere Ausgleichsabgaben wirken erstmals in der Praxis

Ebenfalls relevant ist 2026 der Stichtag 31. März: Bis dahin zahlen Arbeitgeber die Ausgleichsabgabe für das Jahr 2025 – und damit erstmals in den erhöhten Sätzen, die seit 1. Januar 2025 gelten.

Je nach Erfüllung der Beschäftigungsquote für schwerbehinderte Menschen reichen die monatlichen Beträge je unbesetztem Pflichtplatz nun bis zu 815 Euro in der höchsten Stufe für Betriebe, die keinen einzigen schwerbehinderten Menschen beschäftigen. Ziel des Gesetzes zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts ist es, Beschäftigungschancen zu erhöhen und Unterlassungen spürbar zu verteuern.

Für schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber verbessert das den Hebel, mit dem Inklusion in Betrieben eingefordert werden kann.

Barrierefreiheit im Alltag: Neue Pflichten für Unternehmen entfalten Wirkung

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das: Produkte wie Smartphones, E-Book-Reader oder Router sowie Dienstleistungen wie E-Commerce, Banking-Apps, Telefondienste und bestimmte Mobilitätsangebote müssen barrierefrei gestaltet werden.

2026 ist das erste volle Jahr, in dem diese Anforderungen greifen und die Marktüberwachung Fahrt aufnimmt. Übergangsfristen gibt es zwar, etwa bis zu fünf Jahre für bestimmte Dienste und bis zu 15 Jahre für Selbstbedienungsterminals, doch schon jetzt sollten spürbar mehr barrierefreie Angebote verfügbar sein.

Europaweite Nachweise: EU-Behindertenkarte und EU-Parkaussweis kommen in den Blick

Die EU hat 2024 zwei Richtlinien für eine europaweit anerkannte Behindertenkarte und eine einheitliche Parkkarte beschlossen. Die Mitgliedstaaten – also auch Deutschland – müssen die Vorgaben bis zum 5. Juni 2027 in nationales Recht übertragen und sie ab dem 5. Juni 2028 anwenden.

Für Menschen mit Behinderungen bedeutet das auf Reisen künftig einen unkomplizierten Nachweis von Status und Ansprüchen, etwa bei Ermäßigungen oder Parkerleichterungen. 2026 ist damit das Jahr, in dem die nationale Umsetzung konkret wird, auch wenn die Karten erst 2028 flächendeckend nutzbar sein müssen.

Digitaler Rückenwind: Die europäische Identitäts-Wallet startet

Parallel treibt die EU die „European Digital Identity Wallet“ voran. Ab 2026 sollen Bürgerinnen und Bürger in allen Mitgliedstaaten eine staatlich herausgegebene digitale Brieftasche nutzen können.

Perspektivisch lassen sich darin auch behördliche Nachweise hinterlegen. Zusammen mit der EU-Behindertenkarte schafft das die Grundlage, Behindertenausweise künftig sicher digital nachzuweisen – eine Erleichterung insbesondere bei spontanen Kontrollen oder Online-Vorgängen.

Mobilität und öffentlicher Raum: Druck auf mehr Barrierefreiheit

Die Bundesregierung hat sich in ihrer Bundesinitiative „Deutschland wird barrierefrei“ und in Fachplänen der Ressorts ambitionierte Ziele gesetzt, etwa beim barrierefreien ÖPNV und in der Gesundheitsversorgung.

2026 bildet dabei in mehreren Programmen einen Ziel- und Prüfpunkt, an dem Ausnahmen reduziert und Fortschritte sichtbar werden sollen.

Auch wenns regional Unterschiede gibt, steigt der Erwartungsdruck auf Verkehrsunternehmen, Kommunen und Einrichtungen, Barrieren abzubauen und Informationen in Leichter Sprache sowie Gebärdensprache bereitzustellen.

Was bedeutet das konkret für Betroffene – und wo lohnt jetzt der Blick ins Detail?

Wer 1964 geboren ist und einen Grad der Behinderung von mindestens 50 erreicht, sollte die Rentenplanung frühzeitig auf die ab 2026 geltenden Altersgrenzen ausrichten und berechnen lassen, ob eine Erwerbsminderungsrente oder der Aufschub des Rentenbeginns finanziell vorteilhafter ist.

Gleichzeitig lohnt 2026 ein kritischer Blick auf Arbeitgeber: Die höheren Ausgleichsabgaben sind ein Argument, die Erfüllung der Beschäftigungsquote offensiv einzufordern und bei Bedarf betriebliche Inklusionsvereinbarungen zu stärken. Im Verbrauchsalltag empfiehlt es sich, bei digitalen Angeboten und Geräten konsequent Barrierefreiheit einzufordern; das BFSG schafft dafür eine klare Rechtsgrundlage, die Anbieter und Marktaufsicht adressiert.

Für Reisen innerhalb der EU sollte man die Entwicklungen zur EU-Behindertenkarte verfolgen und perspektivisch digitale Nachweise einplanen, sobald Wallet-Lösungen verfügbar sind.

Fazit

Ab 2026 greifen gleichmehrere Zahnräder ineinander: die finalisierten Rentenregeln für Schwerbehinderte, erstmals wirksame höhere Ausgleichsabgaben zur Stärkung des inklusiven Arbeitsmarkts, der beginnende Praxis-Impact des BFSG sowie die EU-Weichenstellungen für europaweit anerkannte Behinderten- und Parkkarten und eine digitale Identitäts-Wallet.

Das Zusammenspiel aus klareren Ansprüchen, stärkerem Vollzug und neuen technischen Möglichkeiten verspricht mehr Teilhabe – vorausgesetzt, Politik, Verwaltung und Wirtschaft liefern bei der Umsetzung.

Für Betroffene ist 2026 deshalb ein Jahr, in dem sich rechtzeitige Information und aktive Anspruchsdurchsetzung besonders lohnen.

Quellenhinweise: VdK zur Rentenlage ab 2026; Bundesfachstelle Barrierefreiheit zum BFSG und seinen Fristen; IHK-Information zur Ausgleichsabgabe 2025/26; EU-Rat/EUR-Lex zur EU-Behindertenkarte; Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland zur EUDI-Wallet.

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Eine Danksagung an die globale Erwärmung und CO₂

Vijay Jayaraj 

Was wäre, wenn wir Thanksgiving mit einer Hommage an die globale Erwärmung und den relativen Überschuss an Kohlendioxid (CO₂) in unserer Atmosphäre feiern würden? Ein unerhörter und skandalöser Gedanke, nicht wahr? Vorzuschlagen, dass wir das ehren, was laut den globalen Eliten und ihren gefügigen Medien den sicheren Untergang herbeiführt. Doch genau das verlangt ein vernünftiges Denken.

Vor nur 50 Jahren, in den 1970er Jahren, verbreiteten Nachrichtenautoren düstere Warnungen vor einer bevorstehenden Eiszeit. Einige Wissenschaftler sprachen von einer Verdunkelung des Planeten und der Notwendigkeit sofortiger, drastischer Maßnahmen, um eine Rückkehr der Kontinentalgletscher zu verhindern.

Zumindest hat die Angst vor einer durch Kälte verursachten Katastrophe eine gewisse historische Grundlage in den Kämpfen vergangener Gesellschaften während Kälteperioden. Die Kleine Eiszeit, die von etwa 1300 bis 1850 dauerte, war eine Zeit allgegenwärtiger, anhaltender Kälte, in der laut den Berichten von Historikern „alles, was über der Erde wuchs, starb und verhungerte“.

Auf der zugefrorenen Themse in London fanden Frostmärkte statt. Ernteausfälle wurden zur Routine und führten zu weit verbreiteter Hungersnot, Armut und politischer Instabilität auf der gesamten Nordhalbkugel. Dies war keine theoretische Krise, sondern eine brutale Realität, in der ein leichter Rückgang der globalen Temperaturen das Überleben ganzer Gemeinschaften bedrohte. Die Menschen, die während der Kleinen Eiszeit gegen Hunger und Krankheiten kämpften, hätten alles für wärmere Bedingungen gegeben.

Der typische amerikanische Haushalt denkt selten, wenn überhaupt, über diesen langen Bogen der Klimageschichte nach, wenn er ein Thanksgiving-Essen zubereitet. Die Lebensmittel werden in Geschäften gekauft, die nach der Ernte aus allen möglichen Regionen mit Produkten überfüllt sind – Äpfel aus kälteren Regionen und Trauben aus wärmeren. Einige Gemüsesorten werden lokal angebaut, andere legen einen langen Weg über Kontinente zurück, bevor sie den Verbraucher erreichen.

Der erste Schritt dieser Kette – das Pflanzenwachstum – profitiert von der Wärme des heutigen Klimas, das weitaus milder ist als das der Kleinen Eiszeit. Dennoch herrscht heute Alarmstimmung wegen einer vermeintlich zerstörerischen Wärme, eine Sorge, die im Widerspruch zur Geschichte steht, in der wiederholte Warmzeiten in der Vergangenheit Wohlstand und blühende Zivilisationen hervorgebracht haben. Dazu gehörten die Römische Warmzeit vor 2000 Jahren und die mittelalterliche Warmzeit in jüngerer Zeit. Während beider Perioden wurden Getreide in Gebieten angebaut, in denen es dafür heute zu kalt ist.

Die moderne Geschichte des Überflusses ist eng mit der stillen, aber dramatischen Begrünung der Erde seit dem 20. Jahrhundert verbunden. Satellitendaten bestätigen, dass die Welt seit den 1980er Jahren grüner geworden ist, insbesondere in ariden und semiariden Regionen. Warum? Die Hauptursachen sind höhere Kohlendioxidwerte in der Atmosphäre aufgrund industrieller Emissionen und ein natürlich wärmeres Klima.

Kohlendioxid ist Pflanzennahrung und neben Wasser und Sonnenlicht ein wesentlicher Bestandteil der Photosynthese. Die große Ironie des Klima-alarmistischen Märchens besteht darin, dass der Anstieg des CO₂-Gehalts eine der vorteilhaftesten Umweltveränderungen der jüngeren Geschichte ausgelöst hat: florierende Ökosysteme und Rekordernteerträge.

Ebenfalls wichtig für die Nahrungsmittelproduktion sind moderne Düngemittel – die meist aus Erdgas hergestellt werden –, die den für ertragreiche Kulturen notwendigen Stickstoff liefern.

Energiedichte Brennstoffe wie Kohle, Öl und Erdgas – die als CO₂-Quellen verteufelt werden – sind nach wie vor das Rückgrat der Lebensmittelverteilung, insbesondere in den Industrieländern. Sie treiben Bewässerungspumpen, Düngemittelfabriken, Lieferflotten, Landmaschinen und Kühlsysteme an. Würde man diese Energiequellen abschaffen, würden die Getreidespeicher schrumpfen. Hungersnöte wären dann nicht mehr nur ein Relikt der Geschichte, sondern stünden vor der Tür.

Was ist mit den Warnungen, dass eine Erwärmung des Planeten die globale Ernährungssicherheit zerstören wird? Diese Behauptung hält einer genauen Prüfung nicht stand. In den letzten 40 Jahren sind die Erträge von Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Mais und Reis sprunghaft gestiegen. Hungersnöte, die aufgrund regionaler Konflikte oder korrupter Regierungen leider immer noch vorkommen, sind weltweit nicht mehr die Regel. Die Welt versorgt heute eine Bevölkerung von 8 Milliarden Menschen mit einem höheren Lebensstandard als je zuvor.

Warum sind dann so viele Menschen davon überzeugt, dass jedes ungewöhnliche Wetterereignis das Ende der Welt bedeutet? Die Antwort liegt in der unerbittlichen Fokussierung der Medien auf Risiken, gepaart mit einer verzerrten Darstellung der Naturgeschichte. Das Klima der Erde hat sich schon immer verändert – in Zeiträumen von Jahrzehnten bis Jahrtausenden. Megadürren, katastrophale Überschwemmungen und ungewöhnliche Hitze- und Kälteperioden sind nichts Neues.

Also, liebe Thanksgiving-Feiernde, denkt an diese einfache Wahrheit: Vieles verdanken wir der Wärme der Sonne, der unsichtbaren Arbeit des Kohlendioxids und den fossilen Brennstoffen, die dafür sorgen, dass die Fülle auf unserem Tisch vom Feld zum Festmahl gelangt.

This commentary was first published at The Blaze November 27.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO₂ Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India.

Link: https://clintel.org/a-thanksgiving-tribute-to-global-warming-and-CO₂/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Eine Danksagung an die globale Erwärmung und CO₂ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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