«Und während Sie über Ungarn mal dies hören und mal das, sollten Sie besser schleunigst nach Brüssel sehen, wo von der Leyen das Projekt der Zweckentfremdung der EU, der Vergewaltigung der europäischen Verträge und der finalen Entmachtung der Nationalstaaten vorantreibt, als gäb’s kein Morgen. Ein Projekt, das nie etwas anderes als Ihre eigene Entmachtung, werter Bürger, war, die unter dieser Kommissionspräsidentin natürlich verlässlich aufs Hässlichste verschleiert ist.» (– Martin Sonneborn)
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Bürgergeld: Jobcenter muss Hotel zahlen und darf nicht auf Obdachlosenheim verweisen
Das Sozialgericht Leipzig verurteile das Jobcenter Leipzig mit Beschluss (Az: S 9 AS 1774/23 ER) dazu, einem wohnungslosen Pärchen die Kosten für eine Unterbringung in einem Hotel zu erstatten.
Das Gericht entschied damit, dass nicht von vorneherein auf eine Obdachlosen- oder Gemeinschaftsunterkunft verwiesen werden müsse. Auch höhere Unterkunften als die Mietobergrenze seien in einem solche Fall zu übernehmen.
Der konkrete FallEin Pärchen hatte seit Mai 2023 Leistungen des Bürgergeldes für den Lebensunterhalt bezogen, vorerst aber keine Hilfe für die Wohnkosten beantragt, da die Betroffenen wohnungslos waren.
Am 2.11.2023 stellten Sie aber einen Antrag auf die Übernahme der Kosten für ein Doppelzimmer in einem Leipziger Homestead Hostel von 70 Euro pro Nacht.
Das Jobcenter lehnte diese Kostenübernahme ab, da die Kosten für das Hostel (1680 Euro im März, 2100 Euro im April und 2170 Euro im Mai) weit über den vom Jobcenter als angemessen angesehenen 475 Euro Wohnkosten für zwei Leistungsberechtigte liegen.
Das Jobcenter verwies darauf, dass die Betroffenen in Gemeinschaftsunterkünfte für Obdachlose gehen könnten.
Wohnungssuche erfolglos, andere Unterbringung nicht möglichDas betroffene Pärchen klagte und begründete dies damit, dass vergeblich und intensiv eine Wohnung gesucht hätte. Sie gehörten aber als Suchtkranke einer stark stigmatisierten Personengruppe an und seien nahezu überall unerwünscht.
Die Unterbringung in einer Norunterkunft sei nicht möglich. Diese seien nach Geschlechtern getrennt und nähmen keine Pärchen auf. Sie bräuchten einander jedoch und könnten ohne den anderen nicht sein.
Sozialgericht stützt Begründung der LeistungsberechtigtenDas Sozialgericht Leipzig entschied für die Betroffenen und gegen das Jobcenter. Die Begründung der Betroffenen sei glaubhaft. Sie hätten sich, besonders durch Sozialarbeiter, intensiv um eine Unterkunft bemüht und keine andere gefunden.
Ein Hotel entspräche den Kriterien einer Unterkunft im Sinne der Norm nach Paragraf 22 Abs 1 S 1 im SGB II.
Ohrfeige für das JobcenterDas Sozialgericht machte klar, dass die Idee des Jobcenters, grundsätzlich und als erstes eine Unterbringung in einer Obdachlosenunterkunft zu verlangen, rechtwidrig sei. Es gebe beim Bürgergeld sowohl eine abstrakte wie eine konkrete Angemessenheit der Wohknkosten.
Mit einem allgemeinen Verweis, in Gemeinschaftsunterkünften für Wohnungslose zu übernachten, würden die ausdifferenzierten Regeln zur abstrakten Angemessenheit hinfällig. Denn dann könne das Jobcenter einfach allen Leistungsberechtigten eine Gemeinschaftsunterkunft als billigste Möglichkeit aufdrängen.
Der Einzelfall zähltAusdrücklich seien jedoch dem Gesetz zufolge die Besonderheiten des Einzelfalles zu beachten. Und diese rechtfertigten ausnahmsweise die Übernahme unangemessener Kosten, vorausgesetzt, dass die Leistungsberechtigten alles ihnen mögliche täten, um eine angemessene Unterkunft zu finden.
Letzteres hätten die Betroffenen glaubwürdig getan, und eine andere Unterkunft zu finden sei ihnen nicht möglich gewesen.
Auch der Verweis, für eine günstigere Wohnung aus der Stadt zu ziehen, sei verfehlt. Die Suchtkranken müssten täglich zu einem Klinikum in Leipzig im Rahmen ihrer Therapie.
Jobcenter darf erfolgreiche Suchttherapie nicht gefährdenDie Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft würde – ebenso wie Obdachlosigkeit- den bisherigen Erfolg ihrer Drogentherapie gefährden, da sich auf diese Art der Suchtdruck erhöhe. Auch hier bestünde eine gesetzliche Pflicht, eine solche Gefährung einer erfolgreichen Therapie zu vermeiden.
Das Jobcenter muss also die Kosten des Hotels anteilig mittragen. (Hinweis: Tacheles e.V.)
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Baden-Württemberg setzt weiter auf grüne Sabotage
Die gestrigen Landtagswahlen in Baden-Württemberg bringt die ganze politische Schizophrenie in Deutschland perfekt auf den Punkt: Die seit 15 Jahren regierenden Grünen, unter denen das einstige Vorzeige-Bundesland immer mehr auf den Hund gekommen ist, schaffen es, trotz Verlusten gegenüber 2021 von 2,3 Prozent, mit einem hauchdünnem Vorsprung mit 30,2 Prozent stärkste Partei zu bleiben und […]
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Pro-iranische Milizen drohen Südkurdistan mit Angriffen
Der pro-iranische Milizenverband „Islamischer Widerstand im Irak“ hat kurdische Parteien in der Kurdistan-Region des Irak (KRI) offen mit Angriffen bedroht. In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung kündigte die Gruppierung an, militärische Einrichtungen, Parteibüros und wirtschaftliche Strukturen im südlichen Kurdistan ins Visier nehmen zu wollen.
Die Drohung fällt in eine Phase zunehmender Spannungen im Zuge des US-israelischen Krieges gegen Iran und den iranischen Gegenangriffen in der gesamten Region. Die Teheran-treuen Milizen werfen den Parteien in der KRI vor, oppositionelle Gruppen aus Ostkurdistan (Rojhilat) zu unterstützen.
In der Erklärung wird behauptet, diese Gruppen würden mit logistischer und militärischer Hilfe aus der Kurdistan-Region des Irak operieren und von dort aus in iranisches Staatsgebiet eindringen. Als Reaktion darauf kündigten die Milizen an, „alle Interessen, Unternehmen und militärischen Lager der kurdischen Parteien“ anzugreifen. „Diese Strukturen werden direkten und harten Angriffen ausgesetzt sein“, erklärte die Gruppe.
Der sogenannte Islamische Widerstand im Irak gilt als Zusammenschluss mehrerer schiitischer Milizen, die Iran nahestehen. Seit Beginn des Krieges Ende Februar hat das Bündnis mehrfach Drohnen- und Raketenangriffe auf Ziele in der KRI für sich reklamiert. Besonders betroffen waren dabei Einrichtungen in Hewlêr (Erbil) und Silêmanî (Sulaimaniyya), wo wiederholt militärische und zivile Ziele angegriffen wurden.
Zuvor hatten US-Medien Berichte über eine angebliche Bodenoffensive ostkurdischer Parteien gegen das iranische Regime gestreut. Neben Parteien aus Ostkurdistan, die zusammen die Koalition politischer Kräfte aus dem iranischen Kurdistan bilden, hatte auch die KRI die Behauptungen zurückgewiesen.
https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/rojhilat-bundnis-verurteilt-iranische-angriffe-in-sudkurdistan-50630 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/mehrere-drohnenangriffe-erschuttern-silemani-50618 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/drohnenangriffe-auf-hewler-ein-toter-und-drei-verletzte-50621
Konfessionsfreie in Finnland 1990-2024
Im betrachteten Zeitraum hat sich der Anteil der Konfessionsfreien in den Melderegistern kontinuierlich ansteigend auf 35 Prozent erhöht. Die Zuwachsraten, der Altersaufbau und das religiöse Selbstverständnis sprechen dafür, dass sich diese Entwicklung gleichbleibend weiter fortsetzen wird.
Die gefährlichen Atomwaffenpläne von Macron und Merz
Läuft nicht gut für die USA…
Putin denkt laut über einen Stopp der Gaslieferungen in die EU nach
Is America Winning or Losing the War with Iran?, by Ron Unz
Thinking About the Unthinkable, by Michael Hudson
"Nicht einen Schritt zurück": Hunderttausende protestieren in Chile gegen kommende rechte Regierung
Brasilien plant 117 Schulen für indigene Gemeinschaften
There Are Only Two Forces Operating in World Foreign Policy Today: The Neoconservative Doctrine of US Hegemony and Israel’s Agenda of Greater Israel, by Paul Craig Roberts
Mexikanische Kartelle entdecken das Ölgeschäft
Will the Dollar be a Casualty of the Iran War?, by Ron Paul
Mehr Poker als Schach — Spiele mit dem Iran in Variationen
Der Nahe Osten brennt — und wo Kriege, da auch Nutznießer.
Israel und die USA haben den nächsten Krieg gegen den Iran gestartet. Präziser: Israel hat diesen Krieg gestartet und die zionistische Lobby hat die USA ein weiteres Mal in ein Abenteuer dieser Art hineingezogen. Israel soll gegenüber den USA gedroht haben, bei Nichtbeteiligung seine Atomwaffen gegen den Iran einzusetzen.
Stunden vor dem Angriff hatten Vertreter des Oman verkündet, dass es einen Durchbruch bei den iranisch-US-amerikanischen Verhandlungen gegeben hätte. Danach erklärte sich der Iran bereit, komplett auf seine Anreicherung von nuklearem Material zu verzichten und bereits vorhandene Bestände abzubauen (1).
Neun Monate zuvor hatte im Ergebnis des 12-Tage-Krieges US-Präsident Trump verkündet, dass im Zuge der US-Luftangriffe die nuklearen Kapazitäten des Iran dauerhaft zerstört worden wären (2). Nach diesen neun Monaten wurde nun deutlich, dass das damals ein Finte war. Denn eben derselbe Grund wird nun wieder vorgebracht, um die neuerliche Aggression gegen den Iran zu rechtfertigen.
Wenn es sich aber um eine Finte handelte — und das war sie nun einmal —, dann stellt sich die Frage des tatsächlichen Warum. Die Antwort kann für den Konsumenten von Systemmedien kaum naheliegend sein. Und sie liegt eben nicht im Nuklearprogramm des Iran. Gäbe es dieses nicht, hätte sich ein anderer Vorwand gefunden. Doch Trump brauchte damals, im Juni 2025, einen schwerwiegenden Grund, um aus dem israelischen Abenteuer aussteigen zu können. Und es musste als Erfolg verkaufbar sein.
Weshalb diese Finten? Um hinter den Sinn dieser Täuschungen zu kommen, sind wir einmal mehr herausgefordert, die ausschließliche Fokussierung auf Trump aufzugeben.
Nachvollziehbarerweise ist ein US-Präsident in einer imperialen Oligarchie-Plutokratie Produkt und Gefangener dieser Struktur und ihrer diversen Machtfraktionen statt eigenständiger Akteur. Psychologisierungen über Donald Trumps Persönlichkeit erklären nicht die strukturelle Bedingtheit seines Handelns. Seine Persönlichkeit ist selbst Ausdruck der strukturellen Bedingungen, die sie geprägt haben (3).
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Trump lehnt Kriege nicht grundsätzlich ab. Kriege, vor allem selbst kontrollierte Kriege, projizieren Macht. Und Trump denkt in Macht. Es ist wenig hilfreich, sich darüber zu empören. Aber ist der Krieg gegen den Iran tatsächlich Trumps Krieg? Wenn nicht, wessen Krieg ist das wirklich?
Trump hat mit seiner Politik vor allem den öffentlichen Informationsraum immer wieder erfolgreich getäuscht. Jenen Informationsraum, den er ohne direkten Zugriff darauf zu haben, durch geeignete Propaganda manipulieren konnte. Denn das ist schließlich nicht sein Informationsraum, es ist jener seiner Opponenten. Aber kann es sein, dass Trump im jüngsten Krieg gegen Iran über die eigenen Tricks gestolpert ist? Glaubte der US-Präsident an ein ähnlich erfolgreiches Szenario wie im 12-Tage-Krieg, einen ähnlich öffentlichkeitswirksamen Schlusspunkt nach einer kurzen Eskalation?
Was Trump und seine Regierung ganz und gar nicht gebrauchen können, ist ein langwieriger, verlustreicher Krieg im Nahen und Mittleren Osten. Wenn das geschieht sollte, dann ist ihm die Kontrolle über die allgegenwärtige ziokonservative Fraktion auf der Informationsebene und damit aber auch praktisch entglitten. Wenn einem Dompteur die Kontrolle über die Objekte entgleitet, kann es schnell gefährlich für ihn selbst werden. Allerdings gilt es auch für das Tier. Sind Israels Entscheider berechenbar? Ja, das sind sie.
Tucker Carlson war im Februar dreimal bei Donald Trump im Oval Office zu Gast (4). Laut Tucker Carlson hätten Trump wie auch sein Außenminister Rubio indirekt eingeräumt, dass Netanjahu und die zionistische Lobby in den USA, die US-Regierung in diesen wie den vorherigen Krieg getrieben hätte. Carlson zitierte Rubio:
„Israel sagte, dass sie angreifen würden. Und an diesem Punkt hat man wirklich nur zwei Möglichkeiten: Man kann sich anschließen und versuchen zu helfen, oder man kann versuchen, Israels Krieg einzuschränken.“ (5)
Ein „normaler“ Angriff Israels auf den Iran ohne Unterstützung der US-Streitkräfte hätte nie und nimmer Aussicht auf Erfolg. Es sei denn, man schwingt die nukleare Keule… Hat das die US-Regierung bewogen, das neueste Abenteuer Israels mitzuspielen?
Gesellschaften, die extrem von Ideologie durchdrungen sind, werden von solcher auch zerfressen. Solche Gesellschaften sind selbstmörderisch. In ihrer ideologisch aufgeladenen Aggressivität werden sie zu einer ganz realen Gefahr für Andere. So legitim sie selbst auch ihr „Recht auf Selbstverteidigung“ wahrnehmen. Wie geht man mit solch einer Gesellschaft um, wenn deren Arme bis in die Exekutive und Legislative der USA reichen?
Israels Premier war am Vorabend des israelischen Angriffs im vergangenen Jahr — primär war schließlich auch dieser ein israelischer Angriff gewesen — zur Klagemauer von Jerusalem gewandelt und hatte dort eine handschriftliche Notiz mit dem folgenden Wortlaut hinterlassen: „Das Volk wird sich erheben wie eine Löwin.“ (6).
Und die israelische Gesellschaft als Ganzes vertrat erneut den Standpunkt, dass es sich um einen Präventivangriff gehandelt hätte, so wie auch heute. Ideologisierte Gesellschaften nehmen für sich das Recht auf Exklusivität in Anspruch. Sie maßen sich Sonderrechte an, wie sie gleichzeitig ihren Gegnern — und davon gibt es für sie beliebig viele — legitime Rechte aberkennen. Für den Iran hat Israel kein Recht auf Selbstverteidigung vorgesehen.
So legitimiert man Präventivkriege. So rechtfertigt man Kriege, die angeblich geführt würden, um noch schlimmere Kriege zu vermeiden. Von den Kriegen Hitler-Deutschlands bis hin zu allen „humanitären Interventionen“ des Westens war es das Argument. Man hätte vorbeugend angegriffen. Für so etwas hat man in den letzten Jahrzehnten nur Russland beziehungsweise die Sowjetunion an den Pranger gestellt.
Israels herrschende Kreise pokern. Sie spielen ein Alles-oder-nichts. Dagegen ist Trumps derzeitige Riege eine von begnadeten Schachspielern. Das gilt wohlgemerkt nur im Vergleich zur israelischen Politik, aber der Unterschied ist deutlich sichtbar. Bei Trump werden verschiedene Züge geprüft und man ist flexibel. Netanjahu dagegen hat sich selbst mit dem Rücken zur Wand gestellt und alles auf eine alternativlose Option minimiert. Und die lautet schlicht und einfach Krieg.
Außerdem erscheinen die israelischen Absichten zynisch. Denn man kalkulierte selbstverständlich ein, dass dieser israelische Krieg gegen den Iran nicht nur US-Stützpunkte zum Ziel iranischer Attacken machen (7), sondern alle arabischen Staaten in der Region ins Mark treffen würde. Das zionistische Regime strebt Hegemonie auf der arabischen Halbinsel an und das korreliert nur zu gut mit der grassierenden Hybris in diesem Land.
Trumps Fraktion wird alles tun, um so rasch wie möglich wieder aus diesen Konflikt auszusteigen — gesichtswahrend, versteht sich (8). Womit das erste Problem schon angezeigt ist. Haben Trump und die Seinen überhaupt so viel Einfluss, das noch zu gestalten? Ist der Trump-Clan nicht doch viel zu eng mit dem ziokonservativen Netzwerk und auch den israelischen Eliten verstrickt? Netanjahu sucht ja genau das Gegenteil zu erreichen: einen langwierigen Konflikt, in den es die militärischen Kapazitäten der USA immer weiter hineinzieht. Denn allein wird Israel diesen Krieg rasch verlieren. Der selbst entfachte Krieg könnte sogar die Existenz des Staates bedrohen.
Das Spiel aus dem Juni 2025, ähnlich dem in Syrien 2017 und noch einmal 2018 wird so allerdings nicht mehr funktionieren. Der Iran hat diesen Handlungsspielraum nicht mehr, weil er nunmehr maximal in die Enge getrieben wurde. Der offiziell höchste politische Repräsentant eines UN-Mitgliedsstaates, Ayatollah Ali Khamenei, wurde ganz offiziell ermordet, und mit ihm weitere hochrangige Vertreter des iranischen Staatsapparates. Das ist der seit vielen Jahrzehnten betriebene westliche Staatsterrorismus in Reinkultur. Aber das iranische Staatswesen ist nicht zusammengebrochen, die Kommandostrukturen sind intakt und die Streitkräfte wirksam.
Jeder Krieg zeichnet sich durch eine Fassade aus. Eine Fassade angeblicher Kriegsgründe, welche die wahren Kriegsgründe verschleiert. Und während wir im Trüben fischen, was wohl der Grund des einen oder anderen kriegerischen Konflikts der Gegenwart und jüngsten Vergangenheit sein möge, übersehen wir das Offensichtliche. Es ist der Krieg an sich. Er stützt Macht und die Hauptnutznießer müssen sich nicht einmal offiziell als Kriegsbeteiligte zu erkennen geben. Sie tun es trotzdem, weil sie es sind, die, an der Seitenlinie stehend, immerfort neues Öl ins Feuer gießen.
Jüngst ließ den Autor eine Episode aufhorchen. In den ersten Märztagen trafen mehrere Angriffsdrohnen, unter anderem vom Typ Shahed, zypriotisches Staatsgebiet. Falsch: Die Drohnen schlug zwar (abgewehrt oder nicht) auf dem Boden der Insel Zypern auf, aber das Staatsgebiet ist britisch. Ziel war der britische Stützpunkt Akrotiri (9). Tatsächlich gilt das Territorium dieses und eines weiteren Stützpunktes als Sovereign Base Areas, zu deutsch Souveräne Stützpunktgebiete (10). Lassen wir das einmal so im Raum stehen. Nur so viel: die Briten haben mit der über Jahrzehnte gestalteten Konfiguration im Nahen und Mittleren Osten, insbesondere in Bezug auf den Iran und Israel, mehr zu tun, als der Großteil der hiesigen Bevölkerung auch nur zu träumen vermag.
Noch ein wenig Spekulation gefällig? Nun, es möge als Inspiration taugen, das Undenkbare zu denken. Wagen wir also diese Frage: Könnte es einen Zusammenhang von Epstein und seinen Schweinereien mit der Politik der britischen und US-Regierungen geben — und zwar durchweg aller Regierungen der letzten zwei Jahrzehnte (a1)? Und den Gedanken noch weiter entwickelt: Könnte der Fall Epstein ein israelisches Projekt sein? Wurden über das Projekt Epstein möglicherweise hohe Politiker in totale Abhängigkeit gebracht und so auch in gewünschter Weise kriegsbereit und für zionistische Interessen manipulierbar gemacht?
Und dann ist da ja noch das vulgäre wie obszöne Geschäft mit dem Krieg:
„Die Trump-Regierung plant, sich am Freitag im Weißen Haus mit Führungskräften der größten US-Rüstungsunternehmen [so zum Beispiel Lockheed Martin und Raytheon] zu treffen, um über eine Beschleunigung der Waffenproduktion zu sprechen, da das Pentagon nach den Angriffen auf den Iran und mehreren anderen jüngsten Militäraktionen daran arbeitet, die Vorräte wieder aufzufüllen, wie fünf mit dem Plan vertraute Personen gegenüber Reuters angaben.“ (11)
Von wem und wie viel an Spenden wurden Trump wohl für seine Kampagnen um die US-Präsidentschaft aus dem Militärisch-Industriellen Komplex (MIK) zuteil (12)? Diesbezüglich steht Trump nämlich voll und ganz in der Tradition seiner Vorgänger.
Was in den kommenden Wochen geschehen wird, steht in den Sternen. Eine Übernahme, gar Invasion wie im Falle des Irak 2003 ist schwer vorstellbar. Die iranische Gesellschaft mit ihrer Jahrtausende alten Tradition wird nicht einfach untergehen. Aber eine indirekte Neuordnung des iranischen Staatswesens wäre nicht neu. Das beweist die Geschichte. Aber das ist bereits wieder ein neues Thema.
Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.
Anmerkungen und Quellen
(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.
(a1) In früheren (nur früheren?) Zeiten gab es eine Vereinigung Skull and Bones (13), über welche die zu züchtenden Eliten auf ähnliche Art und Weise fest mit dem Machtsystem verbunden wurden, wie in jüngerer Vergangenheit durch Epsteins Netzwerk.
(1) 28.02.2026; ARD-Tagesschau, CBS News; Iran verzichtet laut Oman auf Atombomben-Material; https://www.tagesschau.de/ausland/asien/oman-iran-uran-100.html; https://www.cbsnews.com/news/us-iran-deal-within-our-reach-oman-mediator-says/
(2) 22.06.2025; ARD-Tagesschau; Was über den US-Angriff bekannt ist; https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-angriff-usa-details-100.html
(3) 05.03.2026; RT Deutsch; Em Eli; Krieg gegen Iran — Trumps Flucht nach vorn; https://freedert.online/meinung/272464-us-krieg-gegen-iran-trumps-flucht-nach-vorn/
(4) 02.03.2026; The Hill; Max Rego; Tucker Carlson sought to talk Trump out of Iran war: Report; https://thehill.com/homenews/media/5763289-tucker-carlson-trump-iran-war-report/
(5) 04.03.2026; The Nordic Times; Tucker Carlson: „This is Israel’s war — not America’s; https://nordictimes.com/analysis/tucker-carlson-this-is-israels-war-not-americas/
(6) 27.06.2025; Jüdische Allgemeine; Raphael Evers; Eine Löwin erhebt sich; https://www.juedische-allgemeine.de/religion/eine-loewin-erhebt-sich/
(7) 03.03.2026; ARD-Tagesschau; Carsten Kühntopp; Wer traf die Entscheidung zum Iran-Angriff?; https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-gruende-iran-angriff-100.html
(8) 02.03.2026; Sonar21; Larry C. Johnson; Is Donald Trump Looking for an Exit Ramp?; https://sonar21.com/is-donald-trump-looking-for-an-exit-ramp/; deutsche Übersetzung: https://uncutnews.ch/sucht-donald-trump-nach-einem-ausweg/
(9) 03.03.2026; Southfront; Hezbollah Blamed For Attack On British Base In Cyprus As Israel Invades Lebanon; https://southfront.press/hezbollah-blamed-for-attack-on-british-base-in-cyprus-as-israel-invade-lebanon-videos/
(10) 02.03.2026; taz; Ferry Batzoglou; Griechenland schickt Kampfjets; https://taz.de/Folgen-des-Iran-Krieges-auf-Zypern/!6159033/
(11) 04.03.2026; Reuters; Mike Stone; Exclusive: Defense executives plan to meet at White House as strikes on Iran diminish stockpiles; https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/defense-executives-plan-meet-white-house-strikes-iran-diminish-stockpiles-2026-03-04/
(12) 04.02.2026; yahoo!finance, Reuters; Raytheon secures deal to build thousands of missiles for the US, including Tomahawks; https://finance.yahoo.com/news/raytheon-secures-deal-build-thousands-113636146.html
(13) Cicero; Die USA regiert der Knochen-Kult; https://www.cicero.de/weltbuhne/die-usa-regiert-der-knochen-kult/36393; abgerufen: 05.03.2026
(Titelbild) Flugzeugträger, Krieg, Marine; 06.12.2010; Autor: Defence-Imagery (Pixabay); https://pixabay.com/photos/aircraft-carrier-ships-combat-ships-1016/; Lizenz: Pixabay License
Watching Amazon Prime While The Iranians Burn
Watching Amazon Prime while the Iranians burn.
Stuffing our mouths with cheesysugarbacon
while the sky turns black over Tehran.
Laughing without smiling.
Laughing with full mouths and empty eyes
while their water mixes with oil and blood.
“Hoho this will hurt Trump in the midterms”
the liberal chortles,
masturbating furiously
while ruined parents pull ruined schoolbags
out of ruined schools.
Frolicking on lawns with hamburgers in both fists
doing patchouli tai chi
in clothes made by slaves
as black rain waters gardens
of severed limbs and blown-out eyeballs.
This is our culture.
This is our religion.
Praying to Pornhub while children scream,
telling ourselves it will all be worth it
when Iranian women can do OnlyFans
to pay for boob jobs and butt lifts
and go to Capitalist Heaven when they die.
Jizzing Taco Bells and bail bonds firms
all over the global south,
our bellies full of the flesh of children,
our veins full of plastic
and our mouths full of Lexapro,
dancing at the ballroom covered in blood and brains,
gyrating to AI-generated music
cranked up to maximum volume
to hide the sounds of the explosions
and the gasps of our dying souls.
Oh I’m sorry,
am I bumming you out?
Have a hamburger and a Xanax.
Everything’s fine.
This is all normal.
Let’s pick the bits of skull and teeth from our hair
and go party.
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Rojhilat-Bündnis verurteilt iranische Angriffe in Südkurdistan
Die Koalition der politischen Kräfte Ostkurdistans hat die jüngsten Angriffe der Islamischen Republik Iran in der Kurdistan-Region des Irak (KRI) scharf verurteilt. In einer Erklärung vom Sonntag weist die Allianz darauf hin, dass das Regime in Teheran seine Attacken in den vergangenen Tagen deutlich intensiviert habe.
Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen Iran und der iranischen Gegenangriffe vor über einer Woche ist auch die KRI immer wieder mit Drohnen und Raketen attackiert worden. Eine Vielzahl der Angriffe richtete sich gegen Einrichtungen und Infrastruktur der KRI, doch auch Stützpunkte der Mitgliedsparteien der Rojhilat-Koalition wurden wiederholt bombardiert.
Erst am Wochenende hatte es bei verschiedenen Angriffen in Hewlêr und Silêmanî Tote und Verletzte aus den Reihen der Komala sowie der Patriotischen Union Kurdistans (YNK) gegeben. Ein Peschmerga-Kämpfer starb bei einer Attacke auf das Komala-Camp in Zirguêz, beim Bombardement des internationalen Flughafens von Hewlêr wurde ein Sicherheitsmitarbeiter getötet.
Das Bündnis sprach von einer „terroristischen Aggression“ des iranischen Staates und erklärte, Teheran versuche mit diesen Operationen, die gesamte Region zu destabilisieren. Den Familien der Getöteten, der Bevölkerung Südkurdistans sowie den betroffenen kurdischen Organisationen sprach die Allianz ihr Beileid aus.
In der Erklärung heißt es weiter, die Angriffe seien ein Zeichen dafür, dass das autoritäre System der Islamischen Republik an sein Ende komme. Das Bündnis bekräftigte zugleich seinen Aufruf zum Widerstand gegen das iranische Regime und erklärte, der Kampf für die nationalen Rechte des kurdischen Volkes werde fortgesetzt.
https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/pjak-exekutivratsmitglied-fuad-beritan-einheit-ist-die-starkste-waffe-50594 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/drohnenangriffe-auf-hewler-ein-toter-und-drei-verletzte-50621 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/mehrere-drohnenangriffe-erschuttern-silemani-50618 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/iran-droht-mit-angriffen-auf-alle-einrichtungen-in-sudkurdistan-50599