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Miracle and Bravery in the Skies Over the Middle East, by Hua Bin

Yidsraeli Mossad has a famous motto – “by way of deception, thou shalt do war”. The quote came from the Talmud – the Jew bible. A former Mossad operative by the name of Victor Ostrovsky wrote an expose titled “By Way of Deception”, which became a bestseller in 1990. It was an interesting read. By...
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What the Cornell Rape Allegation Really Tells Us Is That Sexual Morality Is Stone Dead and That Men and Women Willingly Participate in Promiscuous Sexual Debauchery, by Paul Craig Roberts

Richard Parker provides a well-researched account. Read his account as a check on the accuracy of my brief summary: Here in brief is the documented story given to the police by the female Cornell Student. In October 2024, she agreed to sexual activity known as threesomes, in this case FMM. The activity with varying male...
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They're Still Trying to Rehab Biden's Genocidal Image, and Other Notes, by Caitlin Johnstone

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Did a "Heroic Plumber" Unclog Netanyahu’s Electoral Toilet?, by Kevin Barrett

Rumble link Bitchute link False Flag Weekly News link Prior to the FlyDubai incident on September 30, Israeli Prime Minister and indicted war criminal Benjamin Netanyahu was trailing in all the polls—even pro-Likud ones. And his numbers were accelerating downward in a suicide plunge. Several recent revelations have confirmed suspicions that Netanyahu and co-conspirators not...
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Netanyahu’s Arithmetic: Sixteen 9/11s and the Ayalon Highway, by Larry C. Johnson

Benjamin Netanyahu has a talent for round numbers, and for knowing which audience gets which one. On the night of October 17, 2024, after Israeli soldiers stumbled on Yahya Sinwar in Rafah and killed him, the prime minister recorded two statements. In Hebrew, he called Sinwar the mass murderer “who murdered thousands of Israelis.” In...
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Mexiko: Wasserkrise in der Metropolregion Guadalajara

Zapopan. Anwohner aus der Umgebung der Huaxtla-Wasserfälle und des Flusses Milpillas im Bundesstaat Jalisco sowie Umweltorganisationen haben vor schwerer Wasserverschmutzung gewarnt. Die Wasserfälle sind ein beliebtes Ausflugsziel rund 40 Minuten nördlich der Hauptstadt Guadalajara... weiter 04.10.2026 Artikel von zu Mexiko, Menschenrechte, Umwelt, Soziales
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Gas für Deutschland bringt Zerstörung nach Argentinien

"Deutschland braucht Gas" und Patagonien zahlt den Preis. Interview mit Vertretern der betroffenen Bevölkerung bei ihrem Besuch in Deutschland Patagonien. Der Bundesregierung liegt eine Voranfrage nach einer staatlichen, ungebundenen Finanzkreditgarantie (UFK-Garantie) für ein geplantes Projekt zur Förderung von Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) im Golfo San Matías in Patagonien vor. Dessen "Förderungswürdigkeit... weiter 04.10.2026 Artikel von zu Argentinien, Wirtschaft, Umwelt, Politik
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Venezuelas Gold in US-Lagern: Mögliche Verbindungen zur Kriminalität

Caracas/Washington. Durch die Trump-Regierung importiertes Gold im Wert von Hunderten Millionen US-Dollar steckt in US-Lagern fest. Die Raffinerien weigern sich, es zu verarbeiten, weil sie nicht mit Sicherheit bestätigen können, dass das Gold nicht mit kriminellen Gruppen,... weiter 04.10.2026 Artikel von zu Venezuela, USA, Wirtschaft, Politik
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Kriegsrelevant: Internet-Dienstleister

Peds Ansichten - 4. Oktober 2026 - 4:36

Vorgemacht hatte es der Iran, als er begann, systematisch Rechenzentren auf der Arabischen Halbinsel anzugreifen.

So erstaunlich leistungsfähig das, was wir unter Internet verstehen, auch ist, so komplex und angreifbar ist es. Erst recht dann, wenn dieses ganze Ökosystem eine so gewichtige Rolle wie zum Beispiel im Ukraine-Krieg einnimmt. Dieses Ökosystem ist auch essenziell für die Kriegsführung auf Basis der sogenannten Künstlichen Intelligenz (KI) und stellt den Unterbau von quasi mit Echtzeitdaten gesteuerten und ausgewerteten, komplexen Operationen auf dem Schlachtfeld. Da kann es kaum verwundern, wenn dieses Ökosystem selbst zum Angriffsziel gerät.

Seit September haben Raketen und Drohnen der russischen Streitkräfte verstärkt und systematisch Einrichtungen der ukrainischen Kommunikationsinfrastruktur außer Betrieb genommen. Das hatte es in diesem Umfang zuvor nicht gegeben — und die Blaupause dafür wurde nur Monate zuvor im Nahen- und Mittleren Osten erstellt.

Der Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS) hat am 15. September eingeräumt, dass wiederholte, seit dem März des Jahres andauernde iranische Drohnenangriffe einige seiner Rechenzentren inzwischen schwer beschädigt haben. Die Schäden sind teilweise so groß, dass es AWS in lokalen Rechenzentren nicht mehr gelang, Ressourcen und Daten wiederherzustellen. Dies auch deshalb, weil der Iran gleichzeitig mehrere Rechenzentren einer Zone erfolgreich attackierte und so die physische Redundanz für Systeme und Daten (Ausfallsicherheit) nicht mehr gegeben war (1).

„Amazon muss Segel streichen. Laut Firmenangaben stellt der Datenkonzern seine Bemühungen ein, Daten wiederherzustellen, die ausschließlich in einem betroffenen Rechenzentrum gespeichert waren. Die jeweiligen Kunden werden auf ihre eigenen Backups verwiesen. Dies betrifft alle drei AWS-Rechenzentren in Bahrain sowie eines von drei in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bei den beiden anderen hat AWS die Hoffnung noch nicht aufgegeben: Alle AWS-Daten in Bahrain sind im Iran-Krieg zerstört.“ (2)

Was in Meldungen wie diesen nicht zum Ausdruck kam, besteht in der Tatsache, dass Amazon ein aktiver „Mitspieler“ im Krieg gegen den Iran ist — und nicht nur in diesem.

Als Ende Februar Israel und die USA ein weiteres Mal den Iran angegriffen hatten, versicherte ihnen der Iran eine asymmetrische Antwort, die nicht lange auf sich warten ließ. Eine Reihe von US-Konzernen mit Unternehmungen auf der Arabischen Halbinsel wurden zu legitimen Angriffszielen erklärt. Die Liste enthielt neben den Rüstungs- und Technologiekonzernen Boeing und General Electric eine Reihe von Konzernen mit Schwerpunkt Informationstechnik. So Intel, HP, IBM, Dell, Cisco und Nvidia, welche die physische Infrastruktur bereitstellen. Schließlich wurden auch Microsoft, Google, Meta, Oracle und Palantir genannt — weltweit führende Cloud-Anbieter, Software-Konzerne und dabei stark involviert in Bereichen der „Künstlichen Intelligenz“ (KI). Dazu kommt interessanterweise noch der Finanzkonzern JP Morgan (3).

Weniger bekannt ist das ebenfalls ins iranische Visier geratene KI-Unternehmen G42 aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) — auch ein Investitionsobjekt US-amerikanischer Konzerne wie Microsoft und SilverLake. G42 wiederum hat die Technologie-Investmentfirma MGX mitbegründet, die ihrerseits Beteiligungen an und Partnerschaften mit KI-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic unterhält (3i).

„Insbesondere das US-Militär hat KI-Systeme in großem Umfang zur Entscheidungsunterstützung bei seinen Angriffen auf den Iran und Venezuela eingesetzt. Angesichts der Bedeutung von Rechenzentren könnten iranische Streitkräfte gezielt die Infrastruktur angreifen, von der die iranische Führung glaubt, dass sie Angriffe auf den Iran unterstützt.“ (a1, 4)

Der Iran setzte seine Angriffe auf die Internet-Dienstleister, gerade auch AWS (Amazon), immer dann fort, wenn die USA den Krieg wieder eskalierten. Die Wirkung ist kaum zu überschätzen. Kaum zu überschätzen in einer Zeit, wo Gewinnung, Auswertung und Kommunikation von Daten, Programmlogik und pure Rechenleistung Einfluss auf das Kriegsgeschehen haben. Schwenken wir von der Arabischen Halbinsel nach Europa, in die Ukraine. Ist Amazon möglicherweise auch in der Ukraine Kriegsteilnehmer?

„Die Angriffe vom 23. und 24. September beschädigten mehrere Einrichtungen im Telekom- und Hosting-Sektor. UTELS meldete Schäden an einem Rechenzentrum, in dem sich die zentrale Netzausrüstung befand. Aufgrund von Stromausfällen kam es zu Unterbrechungen beim Internetzugang. Auch das Unternehmen ‚Pavutyna‘ berichtete über Schäden an einem Rechenzentrum und Störungen im Netzwerk. Etherlink teilte am 24. September mit, dass sein zentraler Netzwerkknoten beschädigt worden sei, und entschied sich, ihn an einen anderen Standort zu verlegen.“ (5)

Crazy Network, das nicht nur in Kiew aktiv ist, bekam nach der Beschädigung eines Internet-Knotens große Probleme bei der Bereitstellung der Internet-Zugänge für seine Kunden. Es waren neben den Kunden in der Hauptstadt weitere in den Regionen Winniza und Chmelnizki von Ausfällen betroffen. Auch die Hosting-Infrastruktur erlitt erhebliche Beschädigungen. MiroHost, einer der größten ukrainischen Anbieter, informierte, dass das Rechenzentrum, in dem seine Infrastruktur untergebracht war, vollständig zerstört worden sei. Ein Zeitpunkt für die Wiederinbetriebnahme läge in weiter Ferne. Bei Cityhost wurde ein Teil der Hosting-Infrastruktur zerstört, die Sicherungen mussten auf ausländischen Servern in Betrieb genommen werden. Laut Schätzungen des Ministeriums für Digitale Transformation der Ukraine waren allein nach dem Angriff vom 23. September 100.000 Haushalte in Kiew ohne oder mit gestörtem Internetzugang (5i, 6, 7).

Wenn man davon spricht, dass die angegriffenen Objekte zivile Infrastruktur darstellen, ist das allerdings nur die halbe Wahrheit:

„Bei Angriffen auf Rechenzentren geht es nicht nur um die Zerstörung von Hardware. Da die Ukraine einen erheblichen Teil ihrer staatlichen Dienstleistungen, des Bankwesens, der Logistik und der militärischen Führung längst digitalisiert hat, führt der Verlust von Serverkapazitäten zur Lähmung ganzer Sektoren. In diesem Sinne ist ein Rechenzentrum ein ebenso legitimes militärisches Ziel wie ein Kommandoposten oder eine Kommunikationszentrale — nur dass es über ein Gebiet verteilt und als zivile Einrichtung getarnt ist.“ (8)

Die Schwächung der informellen Logistik des Kriegsgegners in dessen Hinterland hat mittelbar schwerwiegende Konsequenzen für das Geschehen an den Fronten. Netzwerkinfrastrukturen und deren Komponenten sind mehrfach abgesichert. Deren Außerbetriebsetzung bedarf eines systemischen und zeitlichen Aufwandes und den betreibt Russlands Militär:

„In der Nacht vom 23. September beschädigten russische Angriffe auf die Telekommunikationsinfrastruktur der ukrainischen Hauptstadt gleich drei Rechenzentren, in denen die Ausrüstung lokaler Internet-Dienstleister untergebracht war. Dies erklärte Alexander Polujow, Inhaber des Unternehmens Utels, und präzisierte, dass die Namen der betroffenen Objekte aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht werden. Seinen Worten zufolge war der Angriff einer der umfangreichsten für die Telekommunikationsinfrastruktur seit Juli dieses Jahres.“ (9)

Die ukrainischen Behörden sind sich inzwischen auch darüber im Klaren, dass das Ganze nicht so schnell aufhören wird:

„Laut einem der für die Internet-Knoten Verantwortlichen plant die russische Seite neue Angriffe auf Rechenzentren und Standorte der Internetverbindung. Bestätigungen dieser Informationen aus offiziellen Quellen lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels nicht vor.“ (9i)

In öffentlich-rechtlichen Medien hierzulande wurde über diese Vorfälle im Rahmen der Berichterstattung zu russischen Angriffen auf Kiew kaum etwas berichtet (10). Am 28. September fand sich allerdings ein versteckter Hinweis in einem Bericht der ARD-Tagesschau (zu UkrTelecom erfährt der Leser weiter unten noch mehr):

„Auch eine Klinik ist bei den Angriffen getroffen worden. […] Zu möglichen Opfern dieses Angriffs wurden keine Angaben gemacht. Die private Klinikkette Dobrobut bestätigte der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zunächst einen Einschlag in einer Einrichtung. Später konkretisierte das Unternehmen die Niederlassung. Vor dem Einzug der Klinik beherbergte das Gebäude eine Filiale des Telekommunikationsunternehmens UkrTelecom.“ (11)

Zuvor hatte sich die ARD in ihrer Hauptbotschaft zum wiederholten Male als offizielle Verlautbarungsstelle des ukrainischen Präsidenten Selenskyj geriert („Historische Akademie in Flammen“). Im letzten Teil des Berichts, dort, wo viele Leser gar nicht mehr lesen, wurde der Sender schließlich doch noch konkreter:

„Ziel der Angriffe sind inzwischen vor allem Tankstellen, Lagerhallen von Supermärkten und Rechenzentren. Mobilfunkanbieter hatten zuletzt vermehrt Ausfälle des Internets gemeldet. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte auch bei der jüngsten Angriffswelle den Beschuss von Datenzentren in Kiew. Sie hätten die ukrainischen Streitkräfte mit Mobilfunk und Internet versorgt, hieß es zur Begründung.“ (11i)

Inzwischen ist man auch in der hiesigen Öffentlichkeit über die militärische Relevanz der Starlink-Satelliten und der an sie gebundenen Netzwerke, gerade für den NATO-Krieg in der Ukraine und Russland, wohlinformiert. Da kann es nicht überraschen, wenn russische Raketen und Drohnen neuralgische Punkte dieser Netzwerke anvisieren:

„Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurde ein Rechenzentrum von Cosmonova getroffen, das den mobilen Internetbetrieb sowie die von den ukrainischen Streitkräften genutzten Starlink-Satellitenkommunikationssysteme unterstützte. Der Internetanbieter Kolo.TV teilte mit, dass seine Anlagen in Kiew bereits zum dritten Mal getroffen worden seien.“ (12)

Die russischen Streitkräfte greifen Rechenzentren in Kiew an, welche die ukrainischen Streitkräfte mit Internetzugang und weiteren Kommunikationskanälen sowie mit Aufklärungsdaten versorgen. Dazu gehören Rechenzentren von UkrTelecom, DreamLine, Omega Telecom, Kyivstar, Vodafone und Datagroup. Inzwischen sind zusätzlich die Programme mehrerer TV-Anbieter in der Ukraine gestört (13).

Die strategische Vorgehensweise Russlands ist begründet, wohldurchdacht und erfolgt zeitlich abgestimmt. Zunächst erfolgten Angriffe auf militärische Produktionsstätten und Logistiklager. Dann verlagerte man den Schwerpunkt auf die Isolierung des Hafens von Odessa und die Zerschlagung der Schwerindustrie. Nunmehr sind Rechenzentren und die Telekommunikationsinfrastruktur die Hauptziele. Zwischen dem 20. und 28. September führten russische Streitkräfte eine Reihe von Angriffen auf Kiews Einrichtungen zur Datenspeicherung, -verarbeitung und -übertragung durch.

Rechenzentren sind absolute Hochwertziele. Ein einziges großes Rechenzentrum beherbergt gleichzeitig Telekommunikationsausrüstung für mehrere Internet-Dienstleister, Cloud-Computing-Infrastruktur, Unternehmensinformationssysteme, Datenbanken staatlicher/militärischer Dienste und Netzwerkknoten, über die erheblicher Internetverkehr läuft. Die Beschädigung einer einzigen Anlage kann eine Kettenreaktion bei mehreren unabhängigen Betreibern auslösen — und so gleichzeitig den Internetzugang, Unternehmensnetzwerke, Cloud-Anwendungen und Mediendienste stören.

Die jüngsten Angriffe fanden in der Nacht zum 28. September statt. Ukrtelecom — das ist einer der größten ukrainischen Anbieter von Festnetz-, Mobilfunk- und Hochgeschwindigkeits-Internetdiensten, der die Streitkräfte mit Internetverbindungen versorgt — wurde getroffen. Auch Dreamline, ein weiterer großer Anbieter, der ebenfalls Daten für militärische Dienste vorhält, verzeichnete Angriffe.

Was die Angriffe auf Kiew zusätzlich bemerkenswert machte, war die verwendete Technologie. Ein Technologieberater des ukrainischen Präsidenten, bekannt unter dem Rufzeichen „Flash“, beschrieb das im Internet veröffentlichte Filmmaterial wie folgt:

„Die Russen filmten den Angriff auf das Inkom-Geschäftszentrum mit einer jetgetriebenen Geran-Drohne, die gleichzeitig als MESH-Relais (a2) für eine Geran-5-Drohne diente und Live-Videomaterial des Angriffs übertrug. Danach flog die Drohne aus Kiew heraus und griff ein McDonald’s-Lager an.“ (14)

Hier wird erahnbar, wie weit inzwischen die Entwicklung der russischen Drohnenkriegsführung forangeschritten ist. Eine einzige Drohne — in der Lage hoch, lange und schnell zu fliegen — vereint Echtzeitaufklärung und Angriffsfähigkeit in einer einzigen Mission. Die Auswirkungen von Angriffen auf die Internetinfrastruktur gehen über die akute Störung der Verfügbarkeit hinaus. Der ukrainische Ministerpräsident Serhij Koretzkyj: „Es besteht die Gefahr, das Internet zu verlieren, daher bereitet sich der Staat auf das schwierigste Szenario vor.“ In der heutigen Ukraine läuft die Kommunikation der Regierung mit der Bevölkerung auf allen Ebenen hauptsächlich über das Internet. Eine Störung dieses Kanals — alles vor dem Hintergrund von Kriegsmüdigkeit, anhaltenden Luftschutzsirenen, sinkendem Lebensstandard und Zwangsmobilisierung — birgt die Gefahr, den sozialen Zusammenhalt zu untergraben, der die Kriegsanstrengungen von innen heraus noch immer stützt (14i).

Der Iran hat statt oder neben Staaten Konzerne als Feinde des Landes, als aktiv kriegsführende Teilnehmer ausgemacht. Dazu gehören Amazon und Microsoft. Konzerne, die nicht nur am Iran-Krieg verdienen, sondern auch am Ukraine-Krieg. Solche Konzerne haben die Macht, Krieg zu gestalten, sogar mitzuentwickeln. Der Corona-Krieg gegen die Bevölkerungen war auch ein Krieg der Konzerne. Das waren eben nicht nur Pharmakonzerne. Es waren auch und gerade Internet- und Technologiekonzerne. Amazon und Microsoft waren PLandemie-Gewinner. Und wie ist es nun im Ukraine-Krieg?

Was passiert da im Einzelnen, wie funktioniert das Ökosystem, das Russland versucht auszuschalten? Die Cloud-Infrastruktur der Ukraine wird, wie auf der Arabischen Halbinsel (siehe ganz oben), von zwei westlichen Konzernen beherrscht: Amazon und Microsoft.

Seit 2022 betreibt die ukrainische Regierung ihre IT-Systeme verteilt und dezentral werden auch die Daten abgespeichert — ein Teil davon in Cloud-Systemen in anderen Staaten der Europäischen Union. Ein Großteil der Daten, nicht nur der Regierung, wird durch Cloud Computing Services (CCS) von Amazon gehalten, genauer gesagt durch deren Amazon Web Services (AWS). Das ist nicht so offensichtlich, aber großzügig angebotene Schnittstellen für öffentliche Dienste in der Ukraine zur AWS-Infrastruktur weisen darauf hin (15). Russischen Quellen zufolge beherbergt AWS zum Beispiel mehr als 75 Petabyte Daten von Behörden und regierungsnahen Organisationen (16). Aber dort unter anderem stecken auch die Daten samt Programmen, die man für die Kriegsführung der neuesten Generation benötigt.

Der Grund, warum russisches Militär Rechenzentren in der Ukraine angreift, ist der gleiche, warum iranisches Militär Rechenzentren auf der Arabischen Halbinsel angreift. In beiden Fällen sind die Objekte solche mit doppeltem Verwendungszweck (Dual Use), werden also mit für die Kriegsführung genutzt. Und interessanterweise sind in beiden Regionen Amazon und Microsoft dominant. Deren wirtschaftliche Dominanz geht jedoch einher mit politischer Macht, die wiederum zur Durchsetzung der Eigeninteressen gebraucht wird. Ist das nicht aufschlussreich? Der Iran und Russland bekämpfen vorrangig vielleicht gar nicht Staaten, sondern Konzerne?

Wie schwerwiegend die Folgen der russischen Angriffe auf Rechenzentren in Kiew waren, bezeugt folgende Geschichte: Drei Tage nach diesen Angriffen wurde auf Veranlassung des CSO (Chief Security Officer) von AWS eine nicht näher bestimmte Zahl von sogenannten, jeweils 80 Terabyte großen Snowball-Laufwerken über Dublin und Krakau nach Polen gesendet. Das sind externe Datenspeicher, die speziell für die Aufnahme von in der Amazon-Cloud abgelegten Daten vorbereitet sind. Vor Ort wurden diese Speicher mit Daten gefüllt und wieder zurückgebracht. Im Ausland wurden die Daten schließlich wieder in die AWS-Cloud hochgeladen und über die Netzwerkreplikation weltweit verfügbar gemacht (17). Ein Vorgang, der Tage benötigte und ganz erheblich Produktions- und Logistikprozesse beeinträchtigte — und darüber hinaus die Kriegsführung der neuesten Generation, die auf Echtzeitdaten und schnelle Verarbeitung angewiesen ist (16i).

„Zur Vertiefung ihrer Argumentation betonen Analysten, dass die Zuständigkeiten derzeit aufgeteilt sind. AWS ist das Zentrum des Systems. Ministerien und Energieunternehmen (Ukrenergo; Microsoft hatte bereits vor Beginn des CBO 16 der 17 Ministerien ausgegliedert) werden von Azure [der Microsoft-Cloud] verwaltet. Ukrainische Cloud-Anbieter wie GigaCloud unterhalten ihr eigenes Backup in Polen, wohin 60 Prozent ihrer Kunden im Jahr 2022 umgezogen sind.“ (16ii)

Direkte Bestätigungen für die aus den russischen Quellen extrahierten, obigen Informationen waren schwer und nur teilweise auffindbar (18). Dafür, dass westliche Konzerne bereits seit Jahren kritische Infrastruktur im Bereich Internet-Dienstleistungen (nicht nur) in der Ukraine übernommen haben, gibt es Ehrungen:

„Die ukrainische Regierung hat Microsoft Azure und Amazon Web Services (AWS) Friedenspreise für die Bereitstellung wichtiger Cloud- und digitaler Dienste während der unprovozierten Invasion Russlands verliehen. Im Mai [2022] hatte die Ukraine Google denselben Preis verliehen, ohne jedoch die Gründe dafür zu nennen. »Die großen Tech-Unternehmen unterstützen die Ukraine«, sagte Mykhailo Fedorov, [damaliger] stellvertretender Ministerpräsident und Minister für digitale Transformation der Ukraine. »Eine Delegation von Microsoft wurde heute vom ukrainischen Präsidenten Selenskyj mit dem ‚Friedenspreis‘ ausgezeichnet. Wir sind dankbar, dass ihr auf der hellen Seite der Digitalisierung steht. Microsoft steht für Wahrheit und Frieden.«“ (18i)

Der Autor sprach davon, dass Tech-Giganten wie Amazon und Microsoft aktiv in Kriege dieser Welt involviert sind. Kriegsteilnehmer verraten sich durch ihr ausgeprägtes Feindbild. Ein Feindbild, was die Kriegsführung nicht nur gegenüber dem äußeren, sondern eben auch dem inneren Feind — das sind wir, Sie und ich — zum Ausdruck bringt:

„Außerdem hat es [Microsoft] ein System auf Basis künstlicher Intelligenz entwickelt, das Uhrzeit und Datum russischer Bombenangriffe protokolliert, um diese Daten bei künftigen Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen nutzen zu können. Es ist wichtig, dass wir die Grundlage dafür schaffen, das zu tun, was nach dem Zweiten Weltkrieg an einem Ort wie Nürnberg getan wurde“, sagte Microsoft-Präsident Brad Smith im Mai.“ (18ii)

Im Zitat oben verraten die Microsoft-„Götter“ jedoch nicht nur ihr Feindbild. Sie verraten auch, was sie wirklich tun. Wer glaubt ernsthaft, dass es für die „Protokollierung von Uhrzeit und Datum russischer Bombenangriffe als Grundlage für ein Nürnberg 2.0“ eines KI-Systems bedarf? Das ist Nonsens. Das KI-System gibt es allerdings sehr wohl. Doch ist der Zweck ein anderer. Microsoft befindet sich gleich Amazon permanent im Krieg, richtiger in Kriegen. Aus dem Corona-Krieg gingen sie ohne Zweifel als Sieger hervor, doch muss das in späteren Kriegen nicht so bleiben.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.

Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er — einschließlich der prominenten Angabe der Primärquelle — gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) Die Übersetzungen erfolgten unter Zuhilfenahme von DeepL.com.

(a2) MESH-Relais meint Komponenten sogenannter vermaschter, drahtloser Netzwerke, bei denen jeder Knoten (Relais) mit mindestens zwei, aber standardmäßig noch mehr Knoten kommunizieren kann, was bildlich ein Netz (in der Struktur ähnlich einem Fischernetz) ergibt.

(1) 17.09.2026; Futurism; Victor Tangermann; Iran Drone Strikes on Amazon Data Centers Are Permanently Deleting Customer Data; https://futurism.com/artificial-intelligence/iran-drone-strikes-data-centers-deleting-customer-data

(2) 16.09.2026; heise online; Frank Schräer; Zerstörung von AWS-Rechenzentren; https://www.heise.de/news/Mittwoch-Amazon-Datenverlust-im-Iran-Krieg-Roboter-als-sicherer-Mitarbeiter-11454527.html

(3) 31.03.2026; Wired; Dana Alomar, Carla Sertin; Iran Warns US Tech Firms And UAE AI Company G42 Will Be Targeted on 1 April; https://www.wired.me/story/war-on-big-tech-iran-names-israeli-linked-us-firms-as-potential-targets

(4) 01.04.2026; Georgia Tech; Dennis Murphy; Why Iran Targeted Amazon Data Centers and What That Does — and Doesn’t — Change About Warfare; https://www.gatech.edu/news/2026/04/01/why-iran-targeted-amazon-data-centers-and-what-does-and-doesnt-change-about-warfare

(5, 5i) 24.09.2026; Chas Pravdy; Internet dürfte nach Angriffen auf die Telekom-Infrastruktur teurer werden, warnt der UTELS-Eigentümer; https://chaspravdy.com/de/nachrichten/economy-de/2026/09/24/internet-durfte-nach-angriffen-auf-die-telekom-infrastruktur/

(6) 24.09.2026; ZN,UA; Провайдери не зможуть і надалі надавати інтернет за 300–350 грн — власник UTELS; https://zn.ua/ukr/ECONOMICS/provajderi-ne-zmozhut-i-nadali-nadavati-internet-za-300350-hrn-vlasnik-utels.html

(7) 23.09.2026; War Map Live; Enemy strike damages Kyiv data center; https://www.warmaplive.com/event/enemy-strike-damages-kyiv-data-center-e4a66a93-57e8-45ea-80e7-056eced56171

(8) 24.06.2026; Top War; Oleg Myndar; A blow to digital: nine Kyiv providers reported damage to their capacity.; https://en.topwar.ru/290396-udar-po-cifre-devjat-kievskih-provajderov-soobschili-o-povrezhdenii-moschnostej.html

(9, 9i) 24.09.2026; XAB; Russische Angriffe beschädigen drei Rechenzentren in Kiew: 100.000 Haushalte ohne Internet; https://xab.info/de/posts/russische-angriffe-auf-rechenzentren-in-kiew-100000-haushalte-ohne-internet

(10) 24.09.2026; ARD-Tagesschau; Wieder Tote bei russischen Angriffen; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-russland-angriffe-kiew-106.html

(11, 11i) 28.09.2026; ARD-Tagesschau; Historische Akademie in Flammen; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/russische-angriffe-kiew-100.html

(12) 26.09.2026; Southfront; Russia Strikes Ukrainian Ports And Data Centers – Ukraine Targets Russian Refineries; https://southfront.press/russia-strikes-ukrainian-ports-and-data-centers-ukraine-targets-russian-refineries/

(13) 29.09.2026; RT deutsch; Ministerpräsident: Ukraine riskiert Verlust des Internetzugangs; https://freedert.online/europa/293102-ministerpraesident-ukraine-riskiert-baldigen-verlust-internetzugang/

(14, 14i) 28.09.2026; Southfront; Seven Data Centers In Seven Days — Russia Opens A New Front In Ukraine; https://southfront.press/seven-data-centers-in-seven-days/

(15) Onlizer; […] connect Amazon S3 + Nova Poshta […]; https://onlizer.com/amazon_s3/nova_poshta#products; abgerufen: 01.10.2026

(16 bis 16ii) 29.09.2026; Reporter; Andrey Elistratov; What lengths will Russia have to go to to shut down the internet in Ukraine?; https://en.topcor.ru/74519-na-chto-pridetsja-pojti-rf-chtoby-otkljuchit-internet-na-ukraine.html

(17) AWS; AWS Snowball; https://aws.amazon.com/de/snowball/; abgerufen: 01.10.2026

(18, 18i) 07.07.2022; DCD; Sebastian Moss; Ukraine awards Microsoft and AWS peace prize for cloud services & digital support; https://www.datacenterdynamics.com/en/news/ukraine-awards-microsoft-and-aws-peace-prize-for-cloud-services-digital-support/

(Titelbild) Server, Kabel, offline, Stecker, Rechenzentrum; Autor: Michael Schwarzenberger (Pixabay); 13.07.2015; https://pixabay.com/de/photos/it-server-serverschrank-netzwerk-838384/; Lizenz: Pixabay License

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Das andere «Wort zum Sonntag» oder: Bitte Farbe zeigen

Transition News - 4. Oktober 2026 - 0:37

Wie man sich doch täuschen kann. Auf den ersten Blick war ich mir sicher, dass sich dort drüben in dem Park eine Trauergesellschaft niedergelassen hatte: alle in scharz und verteilt auf kleine Grüppchen und Einzelpersonen. Als ich näher heranfuhr, merkte ich, dass es lauter junge Leute waren, und die trauerten auch nicht, sondern sie genossen die ersten warmen Frühlingsstrahlen unter den noch weitgehend kahlen Bäumen.

So kann einem die berufliche Prägung gleichzeitig einen Streich spielen und den Blick schärfen. Mich selbst war dann ein Gefühl von Trauer überkommen: So jung und schon so uniformiert und äußerlich so trostlos.

Fällt es mir in letzter Zeit nur mehr auf, oder verbreitet sich diese Art von Schutzanzug tatsächlich immer mehr? «Schwarz wirkt wie eine unsichtbare Rüstung», heißt es in der Stilberatung einer Mode-Seite; «souverän, respektgebietend». Die Person und ihre aufkeimende Persönlichkeit verbirgt sich also zweifach: in der eigenen dunklen Schale und in einer Art Gesamtschale von Masse. «Wir hegen den Wunsch, nicht aufzufallen», lesen wir auf Hoseonline.de.

Natürlich gibt es Menschen, denen die «Nichtfarbe Schwarz» durchaus steht. Als Breiten-Phänomen finde ich es aber bedenkenswert. So führt denn auch die erwähnte Modeseite mehrere allgemeine Gründe auf, wegen denen vor allem junge Frauen schwarz wählen würden: neben dem optischen Schutz, verbunden mit oder auch bewirkt durch die Absicht, «nicht auffallen, sondern zurücktreten [zu] wollen», käme eine gewisse Gedankenlosigkeit: «angezogen» zu wirken, «ohne groß nachzudenken», und der Umstand, dass sie «es einfach nicht besser wissen».

Landläufig klingt das natürlich anders: Als Nichtfarbe würde schwarz fast zu allem passen; zu allen anderen Farben wie auch zu fast allen Anlässen. Lassen wir ihnen ihre Freud oder doch Ansicht; über Geschmack sollte man nicht streiten.

Nein, sollte man nicht. Aber man sollte vor Tendenzen auch nicht die Augen verschließen, denn sie sagen immer etwas aus über den, der sie teilt und so den Zeitgeist mitprägt. Mein Zwischenfazit an dieser Stelle: Die Verunsicherung unter der «Generation Praktikum» hat markant zugenommen; Persönlichkeit tritt und Persönlichkeiten treten immer später im Leben erst zutage.

Eine andere Gruppe verklärt dieses Abtauchen explizit zur Tugend. Die Gewerkschaft der Polizei tritt auf einer ihrer Internetseiten einem weitverbreiteten Mißverständnis vom «Schwarzen Block» entgegen. Der Ausdruck umschreibe keine feste Gruppe oder Organisation, sondern einen «Demonstrationsstil». Der einzelne verbirgt sich in der Masse, was ihm wiederum «Kollektivität und Solidarität» vermittle. Als entsprechend schmalbrüstig offenbar sich denn die einzelnen, wenn sie ohne diesem identitätssaugenden Über-, oder besser: Unter-Ich zwischendurch allein dastehen.

Zweites Zwischenfazit: In der Gruppe zieht das gemeinsame Schwarz die persönliche Farbe aus dem Menschen. Ob er sie danach wieder hervorgeholt werden kann und alles ja «gar nicht so schlimm» ist, ändert daran nichts.

Für einen dritten Anlauf gehe ich aus vom «Man in Black», von Johnny Cash. Von 1971 bis zu seinem Lebensende im Jahr 2003 sei er nur noch in schwarz aufgetreten. Am Ende seines berühmten gleichnamigen Liedes nennt er den Grund dafür:

«Oh, I'd love to wear a rainbow every day,
And tell the world that everything's ok.
But I'll try to carry off a little darkness on my back,
'Till things are brighter, I'm the Man In Black.»

Noch so gerne würde er herumlaufen wie ein Regenbogen, aber mit dem Schwarz wolle er an alles Unrecht und alle Not erinnern, die einen nach wie vor umgibt. Aufschlußreich ist, wie er darauf gekommen ist, dieses Lied zu schreiben. Er habe sich auf einen Fernsehauftritt vor jungem Publikum vorbereitet und sei nervös geworden, habe er erzählt: «Die Kids wollen etwas Echtes. Ich möchte, dass sie mein wahres Ich sehen und hören, nicht den Typen, als den mich andere darstellen»; beschrieben in dem dicken Band «Johnny Cash,The Life in Lyrics. Sein Leben, seine Texte», Seite 179.

Er zog sich zurück, um dem nachzuspüren, und drei Stunden später sei er wieder aufgetaucht mit dem Lied «Man in Black». «Es war, als hätte er sein Leben lang auf diesen Moment hingearbeitet», schreibt ein Biograph über Cash‘ «ultimatives Manifest». «My fans expect this image», notierte er selber im September 1992 (gleiche Quelle).

Was sehen und hören wir oder zumindest ich aus diesem Beispiel, diesem ganz anders lautenden? Dass jede Farbe wie Nichtfarbe authentisch sein kann. Auch nach fünfzig und mehr Jahren haben die Klänge von 1971 nichts Unehrliches an sich, sondern prägen sich jeder Generation von neuem ein, jeder hörbereiten Generation, die sich wie jenes Fernsehpublikum die Frage nach dem Echten stellt und das Verstellte ächtet.

Schnüren wir das Säcklein der Anekdoten und Ableitungen allmählich zu. Farbe prägt, und die Nichtfarbe Schwarz färbt offenbar noch mehr ab als andere. Sie hilft, Persönlichkeit zu verbergen, Unperson gleichsam ins Licht zu stellen, aber auch echtes Sein zu verstärken. Umgekehrt kommt es nicht nur abendlichen Autofahrern zugute, wenn die Menschen besonders in frostigen Zeiten wieder mehr Farbe bekennen und sich zeigen als die zumeist bunten Wesen, die sie doch eigentlich sind.

Denn das erfreut die eigene Seele wie auch der Zeitgenossen Auge und ihres Schöpfers Herz. Manchmal − nicht immer, aber manchmal − führt der Weg tatsächlich von außen nach innen, auf dass wir

«zum Lobpreis seiner Herrlichkeit dienen, wir, die wir unsere Hoffnung von vornherein auf Christus gesetzt haben». Epheser 1,12

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Das andere «Wort zum Sonntag» vom 27. September 2026: «Gefühle ordnen, sprechen, handeln»

Lothar Mack war als Gemeindepfarrer und bei verschiedenen Hilfswerken und Redaktionen tätig. Sein kritischer Blick auf Kirche und Zeitgeschehen hat ihn in die Selbständigkeit geführt. Er sammelt und ermutigt Gleichgesinnte über Artikel und Begegnungen und ruft in Gottesdiensten und an Kundgebungen zu eigenständigem gläubigem Denken auf. Sein Telegram-Kanal lautet StimmeundWort.

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«Allahu Akbar» im Sturzflug: Warum wird aus einem möglichen Terroranschlag eine «Prügelei»?

Transition News - 4. Oktober 2026 - 0:07

Warum wird ein schwerer Angriff auf ein Passagierflugzeug in der Medienberichterstattung nicht als möglicher islamistischer Terroranschlag behandelt? Diese Frage drängt sich nach den Ereignissen rund um Flydubai-Flug FZ1073 auf. Die Boeing 737 MAX 8 war mit 174 Menschen an Bord auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als es im Cockpit zu einem Angriff kam.

Der indische Pilot wurde durch den omanischen Kopiloten niedergestochen und die Maschine verlor innerhalb kürzester Zeit massiv an Höhe. Kurz bevor er bewusstlos wurde, gelang es dem Piloten, die Cockpittür aufzureißen. Somit konnten Passagiere den Angreifer überwältigen. Zwei Piloten, die als Passagiere im Flugzeug saßen, konnten schließlich die Maschine im saudischen Tabuk notlanden.

Besonders brisant ist ein weiteres Detail: Ein 18-jähriger Passagier berichtete laut BBC, er habe während des dramatischen Sinkflugs «Allahu Akbar» gehört. Andere Passagiere berichteten von einem Besatzungsmitglied mit einem Messer. Das ist kein Beweis für ein terroristisches Motiv, aber es ist zweifellos ein Umstand, der bei der Rekonstruktion des Geschehens ernsthaft geprüft werden muss.

Genau hier beginnt das journalistische Problem. Denn während sich ein Passagierflugzeug offenbar in einem dramatischen Sinkflug befand, ein Pilot schwer verletzt wurde, Passagiere den Angreifer überwältigen mussten und zwei Passagiere mit Pilotenausbildung die Maschine landeten, wurde der Vorfall in den Leitmedien als «Auseinandersetzung» oder «Prügelei» zwischen Piloten beschrieben. Der Bericht auf der Schweizer Tamedia-Plattform ist hier nur ein Beispiel. Es gäbe viele mehr.

Eine solche Zurückhaltung kann bei der Frage des Motivs durchaus angebracht sein. Doch zwischen: «Wir wissen noch nicht, ob es Terrorismus war», und: «Es war offenbar lediglich eine Prügelei», liegt ein gewaltiger journalistischer Unterschied. Und interessanterweise wird der «Allahu Akbar»-Ruf in den Leitmedien kaum thematisiert.

Wer angesichts eines Messerangriffs im Cockpit, eines massiven Höhenverlusts, der Aussage über «Allahu Akbar»-Rufe und der anschließenden Überwältigung des Angreifers nicht zumindest die Möglichkeit eines Terroranschlags prominent thematisiert, riskiert, einen wesentlichen Teil der Geschichte zu unterschlagen.

Das gilt umso mehr, als israelische Behörden den Vorfall sehr früh als möglichen jihadistischen Anschlag einordneten. Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem «Versuch eines jihadistischen Anschlags», während der israelische Minister für Nationale Sicherheit den Angreifer als «Terrorist» bezeichnete. Gleichzeitig blieb die offizielle Bestätigung der tatsächlichen Motivation zunächst aus. Angesichts dieser Fülle von Hinweisen scheint es Absicht der Leitmedien zu sein, das mutmaßliche Motiv des Täters gar nicht erst zu diskutieren.

Auch ein Pilotenkollege des Angreifers beschrieb diesen gegenüber israelischen Medien später als religiösen Extremisten und berichtete, der Mann habe tagsüber häufig gebetet und Frauen nicht die Hand gegeben. Diese Aussagen sind Hinweise, aber selbstverständlich kein abschließender Beweis für ein terroristisches Tatmotiv. Und genau diese Unterscheidung sollte seriöser Journalismus leisten.

Er muss weder einen Terroranschlag als sicher bezeichnen, bevor die Fakten geklärt sind, noch darf er die Möglichkeit eines solchen Anschlags kleinreden. Er muss die relevanten Hinweise nennen, ihre Herkunft offenlegen und den Stand der Ermittlungen transparent machen.

Das vorliegende Geschehen ist dafür geradezu ein Lehrbeispiel. Gesichert beziehungsweise breit berichtet sind der Angriff im Cockpit, die Verletzung des Piloten, der massive Sinkflug, die Intervention von Passagieren und die Notlandung. Hinzu kommen die Aussagen über «Allahu Akbar»-Rufe und die Einschätzungen israelischer Sicherheitsbehörden. Gleichzeitig war das Motiv zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht abschließend geklärt.

Die angemessene journalistische Formulierung lautet deshalb: «Die Umstände sind so schwerwiegend, dass ein terroristisches beziehungsweise jihadistisches Motiv ernsthaft geprüft werden muss.» Das ist weder Alarmismus noch Vorverurteilung. Es ist schlicht die Pflicht, eine relevante Hypothese dort zu prüfen, wo die vorliegenden Hinweise sie nahelegen. Umso fragwürdiger wirkt es, wenn aus einem Angriff auf ein Cockpit mit 174 Menschen an Bord sprachlich eine «Prügelei» wird.

«Prügelei» klingt nach einem eskalierten persönlichen Streit. Ein Messerangriff auf einen Piloten, ein anschließender dramatischer Sinkflug und Berichte über religiöse Rufe zeichnen dagegen ein Szenario, bei dem eine weit gravierendere Erklärung zumindest ernsthaft untersucht werden muss. Und Medien sollten ihre Leser nicht mit einer verharmlosenden Wortwahl davon abhalten, diese Frage überhaupt zu stellen.

Bei einem Flugzeug mit 174 Menschen an Bord, einem niedergestochenen Piloten, einem massiven Sinkflug und berichteten «Allahu Akbar»-Rufen ist «Prügelei» jedenfalls eine bemerkenswert verharmlosende Bezeichnung für ein bemerkenswert großes Ereignis.

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Wie Bill Gates sich mit Milliarden Einfluss auf die US-Gesundheitspolitik erkaufte

Transition News - 4. Oktober 2026 - 0:05

Das Brownstone Institute hat sich mit Bill Gates beschäftigt. Dieser wird von vielen Menschen bewundert, insbesondere seit er seine Position als Microsoft-Chef aufgab, um sich und einen Großteil seines Vermögens der «Philanthropie» zu widmen. Doch schon während der «Pandemie» hat sein Ruf stark gelitten. Auch die Enthüllungen über seine Verbindung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und seine eigenen problematischen Beziehungen zu Frauen trüben das Image des vermeintlichen Wohltäters.

Wie das Brownstone Institute nahelegt, wirft nun obendrein «eine Fülle von Dokumenten von Whistleblowern aus dem Bundesapparat» erneut Fragen darüber auf, wie sich Gates mit viel Geld einen Einfluss auf die Gesundheitspolitik der US-Regierung erkauft hat. Kritiker empfänden das als unangemessen. Auf jeden Fall hat sein wichtigstes Machtinstrument, die Bill and Melinda Gates Foundation, in fast einem Vierteljahrhundert Hunderte Millionen Dollar an die National Institutes of Health (NIH) gespendet. Das hat es Gates ermöglicht, die Ausrichtung der Gesundheitspolitik des Landes auf eine Weise zu beeinflussen, die seinen eigenen Prioritäten zugutekam und zugleich sein Image als wohlwollender globaler Wohltäter aufpolierte.

In einer Zeit wachsender Besorgnis über die Macht von Milliardären wie Elon Musk, Jeff Bezos und Sam Altman würden Gates' Bemühungen hervorstechen, befindet das Brownstone Institute. Statt bei Bundesbehörden für bestimmte politische Maßnahmen Lobbyarbeit zu betreiben, habe Gates seinen Reichtum eingesetzt, um innerhalb der Regierung zu arbeiten. Dabei sei er sogar Partnerschaften mit hochrangigen NIH-Beamten eingegangen, um die steuerfinanzierte Forschungsförderung zu lenken und wissenschaftliche Strategien für mehrere Bundesprogramme zu entwickeln.

Die Sammlung von mehreren Dutzend E-Mails und Dokumenten, die ein NIH-Whistleblower erstmals öffentlich gemacht habe, untermauere nun frühere Berichte über Gates' weitreichenden Einfluss auf die biomedizinische Forschung in den USA. Auf dem Höhepunkt der COVID-«Pandemie» habe sich Kate Elder, eine leitende Beraterin für Impfstoffpolitik bei Ärzte ohne Grenzen, gegenüber Politico beklagt: «Was qualifiziert Bill Gates dazu, der US-Regierung Ratschläge zu geben und sie dabei zu beraten, wohin sie die enormen Ressourcen lenken sollte?»

Die neu veröffentlichten E-Mails und interne Pläne zeigen beispielsweise, dass die NIH – der weltweit größte Geldgeber für biomedizinische Forschung – der Gates Foundation bei den gemeinsamen Workshops und Treffen auf Bundesgelände den Vortritt ließ.

Wie das Brownstone Institute schreibt, reagierten weder die Gates Foundation noch die NIH auf wiederholte Bitten um Stellungnahme.

Hier lesen Sie den ganzen interessanten Artikel (auf Englisch).

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Bei Faucis Experimenten mit Ebola-Aerosolen starben 80 % der geimpften Primaten

Transition News - 4. Oktober 2026 - 0:03

Senator Rand Paul hat eine neue Sammlung von Anthony Faucis privaten Notizen und E-Mails veröffentlicht. Diese enthüllen ein beunruhigendes Experiment mit Ebola-Aerosolen an nicht-menschlichen Primaten, das 2015 im Biolabor USAMRIID der US-Armee in Fort Detrick durchgeführt wurde. Finanziert wurde es vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID).

Laut Faucis eigenen Notizen vom 7. März 2016 starben 16 von 20 geimpften Primaten nach der Exposition gegenüber dem Aerosol-Virus (Sterblichkeitsrate von 80 %). Auch die beiden ungeimpften Kontrolltiere starben.

Die beunruhigendste Entdeckung betraf jedoch die Lungen. Fauci hielt später fest, dass die geimpften Tiere «Nekrosen, Entzündungen und Fibrinablagerungen in der Lunge» entwickelten, während die beiden ungeimpften Kontrolltiere «keine Entzündung in der Lunge» aufwiesen.

So reagierte Fauci auf die Experimente: «Dies hätte ein als geheim eingestuftes Experiment sein müssen, das von vornherein niemals hätte durchgeführt werden dürfen.» Später bekräftigte er in einer E-Mail, dass das US-Verteidigungsministerium (DoD) die Daten zwar veröffentlichen wollte, er jedoch der Ansicht war, sie «sollten als geheim eingestuft werden».

Die Ergebnisse dieses Experiments sorgten im Vorfeld größerer Ebola-Impfstoffstudien in Westafrika für Alarmstimmung. Fauci schrieb, «die Vorstellung, dass der Impfstoff Schaden anrichten kann, bereitet den Menschen nun große Sorge». Er beschrieb zudem, wie Verantwortliche in Liberia, Guinea und Sierra Leone angesichts der Ergebnisse «völlig ausrasteten», da dort größere Ebola-Impfstoffstudien geplant waren.

Als Vertreter des Verteidigungsministeriums das Weiße Haus darüber informierten, dass das NIAID die Studie mitfinanziert hatte, schrieb Fauci: «Ich wäre fast vom Stuhl gefallen.»

Nicolas Huscher von Focal Points, der auf diese neu veröffentlichten Dokumente hinwies, kommentierte:

«Dies ist ein weiteres Beispiel für die ungeheuerlichen biologischen Experimente, die hinter verschlossenen Türen durchgeführt wurden, sowie einer von vielen Versuchen Faucis, der Öffentlichkeit Informationen vorzuenthalten.»

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Protest in Hannover gegen Polizeieinsatz im kurdischen Zentrum

In Hannover haben mehrere hundert Menschen gegen den Polizeieinsatz im Demokratischen Kurdischen Gesellschaftszentrum (DKTM) demonstriert. Mit einem Protestzug und einer Kundgebung wandten sie sich gegen Polizeigewalt und die fortgesetzte Kriminalisierung politisch aktiver Kurd:innen.

Auslöser war der Polizeieinsatz bei einer Gedenkveranstaltung für Gefallene der kurdischen Freiheitsbewegung am Sonntag vor einer Woche. Dabei waren rund 200 Menschen etwa sechs Stunden lang von der Polizei festgehalten worden.

 


Die Demonstration begann am Samstagnachmittag vor dem Hauptbahnhof mit einer Schweigeminute für die Gefallenen des kurdischen Freiheitskampfes. Anschließend zog der Protestzug durch Hannover. Die Teilnehmer:innen trugen Transparente zum Anlass der Demonstration und Fahnen von TEV-DEM. Gerufen wurden unter anderem die Parolen „Jin, Jiyan, Azadî“, „Bijî Yekîtiya Gelê Kurd“ und „Şehîd Namirin“.

Forderung nach Ende der Kriminalisierung

Bei der anschließenden Kundgebung wurden deutschsprachige Erklärungen verlesen und Redebeiträge gehalten. Die Demonstrierenden forderten ein Ende von Polizeieinsätzen gegen kurdische Einrichtungen und der Politik, mit der politisches Engagement von Kurd kriminalisiert wird. Zu den Redner:innen gehörte auch Mizgin Çiftçi, Ko-Vorsitzender der Regionsfraktion der Partei Die Linke in der Region Hannover.

Der Politiker kritisierte den Umgang der Behörden mit der kurdischen Community und forderte Konsequenzen aus dem Polizeieinsatz. Çiftçi rief Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay dazu auf, alle ihm zur Verfügung stehenden rechtlichen und politischen Möglichkeiten zu nutzen, um einen Beitrag zu Frieden und Demokratie in der Türkei zu leisten. Zugleich nahm er die hannoverschen Behörden unmittelbar in die Verantwortung. Die Stadt müsse aufhören, „politisch aktive Kurd:innen mit Polizeigewalt zu schikanieren“, erklärte Çiftçi.

https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-52952 https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-52904 https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-52893 https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-52888

 

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Frau in Elkê tot in ihrer Wohnung aufgefunden

In Elkê (tr. Beytüşşebap) in der nordkurdischen Provinz Şirnex (Şırnak) ist eine Frau unter verdächtigen Umständen tot aufgefunden worden. Angehörige von Fikriye Cin hatten den Notruf verständigt, nachdem sie die Frau nicht mehr erreichen konnten. Daraufhin wurden Rettungskräfte und die türkische Gendarmerie zu ihrer Wohnung geschickt.

Nach dem Betreten der Wohnung stellten die Rettungskräfte den Tod von Fikriye Cin fest. Ihr Leichnam wurde zur Obduktion in die Leichenhalle des staatlichen Krankenhauses von Şırnak gebracht.

Zu den Umständen und der Ursache ihres Todes liegen bislang keine gesicherten Angaben vor. Die Behörden leiteten Ermittlungen zu dem verdächtigen Todesfall ein.

https://deutsch.anf-news.com/frauen/-52666

 

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Wird Kaliningrad bald blockiert?

Transition News - 4. Oktober 2026 - 0:00

In dieser Woche war der Politologe und Publizist Herrmann Ploppa mal wieder an der Reihe mit einer Folge von apolut Uncut. Es geht um Beschämendes bei der UNO, um Wadephuls Handshake mit Lawrow, Robert Habecks Pläne, um die Unabhängigkeit unserer Bundesrichter und um die Heuchelei unserer Medien. Zum Gespräch geht es hier.

«Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.» Mit diesem Credo ist das wöchentliche apolut-Format UNCUT im Wesentlichen auf den Punkt gebracht.

Die apolut-Redaktion stellt einmal die Woche einem bekannten Influencer – diese Woche Hermann Ploppa – eine Handvoll Fragen, die in der öffentlichen Debatte aktuell die Top-Themen markieren: «Dann erhalten wir dazu völlig subjektive Antworten und stellen diese online. That's it.»

Im Anschluss setzt apolut auf eine lebhafte Diskussion bei den Konsumenten des Formates, denn die von uns veröffentlichten Antworten entsprechen in der Regel nicht dem aktuellen Mainstream-Narrativ, noch geben sie vor, DIE Wahrheit zu sein.

Sie geben jede Woche die subjektive Meinung des Befragten zum Besten. Und damit das Meinungsspektrum möglichst breit bleibt, wechseln jede Woche die Befragten.

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Tacheles #223 ist online

ANTI-SPIEGEL - Fundierte Medienkritik - 3. Oktober 2026 - 23:49
Auch am letzten Donnerstag haben Robert Stein und ich wieder eine aktuelle Folge von Tacheles aufgenommen, die seit Freitagabend online ist. Sollte YouTube die Sendung löschen, finden Sie sie auch hier bei NuoViso.
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Imrali-Delegation berät mit Kurtulmuş über weitere gesetzliche Schritte

Die Imrali -Delegation der Partei der Völker für Gleichheit und Demokratie (DEM-Partei) hat ihre politischen Gespräche zum Prozess für Frieden und eine demokratische Gesellschaft fortgesetzt. Pervin Buldan und Mithat Sancar kamen im türkischen Parlament mit Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş zusammen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die nach dem Rahmengesetz vorgesehenen weiteren gesetzlichen Regelungen in der neuen Legislaturperiode sowie das geplante Monitoring-Gremium. Buldan und Sancar tauschten sich mit Kurtulmuş über den Stand der Vorbereitungen aus und übermittelten dem Parlamentspräsidenten ihre Vorschläge für die weiteren Schritte.

Zuvor hatte die Imrali-Delegation den türkischen Vizepräsidenten Cevdet Yılmaz getroffen. Bei diesem Gespräch waren die bisherigen Arbeiten des Begleit- und Evaluierungsgremiums und seiner vier Unterkommissionen erörtert worden.

https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/imrali-delegation-trifft-vizeprasident-yilmaz-52967

 

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Brüsseler Konferenz: Kurdische Einheit als Grundlage internationaler Vertretung

Die Debatte über eine internationale Vertretung der Kurd:innen hat auf der KNK-Konferenz in Brüssel die Frage der nationalen Einheit in den Mittelpunkt gerückt. Vertreter:innen politischer Parteien und Institutionen aus verschiedenen Teilen Kurdistans sprachen sich dafür aus, diplomatische Initiativen künftig stärker zu bündeln und eine gemeinsame politische Grundlage für das Streben nach internationalem Status zu schaffen.

Zübeyir Aydar vom Exekutivrat der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK) forderte, möglichst bald eine kurdische Nationalkonferenz einzuberufen. Dort sollten die weiteren Schritte beschlossen und eine gemeinsame Struktur für die internationale Arbeit geschaffen werden. Die internationale Vertretung der Kurd:innen könne nicht einzelnen Parteien oder den Staaten überlassen werden, auf die Kurdistan aufgeteilt wurde. „Türk:innen, Araber:innen und Perser:innen können uns nicht vertreten. Sie können ihre eigenen Nationen vertreten“, sagte Aydar.

Vertretung auf allen internationalen Plattformen

Für Aydar muss der kurdische Freiheitskampf neben Kurdistan auch konsequent auf internationaler Ebene geführt werden. Die Konferenz müsse deshalb die Frage beantworten, wie Kurd:innen in internationalen Institutionen mit eigener Stimme vertreten sein können. „Wir sind in unserem Land präsent und wir werden auf allen Plattformen präsent sein“, sagte Aydar. Bislang könnten kurdische Vertreter:innen internationale Institutionen lediglich als Gäste betreten, ohne selbst Teil dieser Strukturen zu sein. „Das ist für uns eine Wunde, eine tiefe Wunde für unser Volk.“

 


Diese Situation müsse überwunden werden. Die KCK werde die Initiative deshalb mit aller Kraft unterstützen und den Kampf fortsetzen, bis eine eigene kurdische Vertretung erreicht sei. Aydar erinnerte in diesem Zusammenhang an den Vertrag von Lausanne und dessen Folgen für die Kurd:innen. „Seit mehr als einem Jahrhundert werden wir von Staaten vertreten, deren politische Ordnung unsere eigene nationale Existenz nicht anerkennt.“ Als konkrete nächste Schritte schlug Aydar die Bildung eines Komitees für die internationale Initiative sowie eine Unterschriftenkampagne vor, mit der Kurd:innen über politische und regionale Grenzen hinweg zusammengebracht werden sollen.

Entscheidend sei jedoch eine gemeinsame politische Grundlage. „Dieser Kampf kann nur durch Einheit zum Erfolg führen“, sagte Aydar und richtete einen Aufruf an alle kurdischen Parteien: „Lasst uns so schnell wie möglich unsere Nationalkonferenz durchführen, dort über diese Arbeiten entscheiden und den Kampf gemeinsam führen.“

 

Bahai Kakai von der PDK-I

Omar: Alle vier Teile und die Diaspora einbeziehen

Der Vertreter Rojavas, Dr. Abdulkarim Omar, bezeichnete die Konferenz als Beginn eines langfristigen Kampfes. Kurd:innen müssten ihre Anliegen selbst auf die internationale Agenda tragen. Die Rojava-Revolution und der Widerstand von Kobanê hätten wesentlich dazu beigetragen, die Kurd:innen weltweit bekannt zu machen und Millionen Menschen für ihre Sache zu gewinnen. Auf dieser Grundlage müsse die internationale Arbeit nun weiterentwickelt werden.

Omar forderte, alle vier Teile Kurdistans und die Diaspora in eine gemeinsame Vertretung einzubeziehen. Auch die großen kurdischen Parteien müssten sich an diesem Prozess beteiligen. Zugleich schlug er vor, eine ständige Gruppe von Fachleuten für internationales Recht einzurichten. Diese solle die rechtlichen Möglichkeiten für einen internationalen Status und eine Vertretung der Kurd:innen kontinuierlich untersuchen und begleiten. Parallel dazu müsse die diplomatische Arbeit gegenüber internationalen Institutionen und einflussreichen Staaten intensiviert werden.

YNK sieht Chance für gemeinsame nationale Haltung

Şêx Şemal erklärte im Namen der Patriotischen Union Kurdistans (YNK), eine gemeinsame und starke internationale Vertretung sei für die Kurd:innen notwendig. Eine besondere Rolle könne dabei eine kurdische Nationalkonferenz spielen, die alle vier Teile Kurdistans umfasst. Eine solche Konferenz könne die gesellschaftliche und nationale Willensbildung auf eine gemeinsame Grundlage stellen.

Şemal bekräftigte zugleich das Selbstbestimmungsrecht der Kurd:innen und die Notwendigkeit, bestehende internationale Mechanismen wirksamer für die Sicherung ihrer Rechte zu nutzen. „Kurden müssen mit ihrer eigenen Identität und in ihrem eigenen Namen international vertreten sein und sich aktiv an der Arbeit internationaler Institutionen beteiligen. Dafür braucht es Strukturen, die einen gemeinsamen politischen Willen nach außen tragen können.“

„Wenn wir heute geeint wären, befänden wir uns in einer völlig anderen Situation“

Auch Imam Taşçıer von der DEM-Partei stellte die kurdische Einheit ins Zentrum. Die während der Konferenz vorgelegten rechtlichen und diplomatischen Vorschläge seien wichtig, könnten jedoch nur Wirkung entfalten, wenn politische Parteien und Institutionen Verantwortung für ihre Umsetzung übernähmen. „Notwendig ist deshalb eine gemeinsame diplomatische Struktur. Politiker:innen und Diplomat:innen müssen daran ebenso beteiligt werden wie kurdische Institutionen und Parteien.“

 


Die Herstellung einer solchen Einheit gehöre zu den schwierigsten Aufgaben, sei aber möglich, sagte Taşçıer: „Wenn wir heute geeint wären, befänden wir uns in einer völlig anderen Situation.“ Die Veränderungen im Mittleren Osten könnten zugleich nicht an den Kurd:innen vorbeigehen. Sie seien eine dynamische Kraft der regionalen Entwicklungen, und Veränderungen, die sie ausschlössen, könnten keinen dauerhaften Bestand haben.

Jónasson sagt Unterstützung für Beobachterstatus zu

Unterstützung für die Initiative kam auch vom ehemaligen isländischen Außenminister Ögmundur Jónasson. Er kündigte an, die Bemühungen um einen Beobachterstatus der Kurd:innen bei den Vereinten Nationen zu unterstützen. „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, damit die Kurden bei den Vereinten Nationen Beobachterstatus erhalten“, sagte Jónasson.

 


Mehr als 60 Millionen Kurd:innen werde nicht nur ein eigener Staat verweigert. Ihnen fehle zugleich eine eigene Stimme in den UN, wo staatliche Macht international organisiert sei. Gerade deshalb sei eine kurdische Vertretung notwendig. Jónasson verband die Frage mit einer grundsätzlichen Kritik an der internationalen Ordnung. „Das Problem sind die Staaten, nicht die Menschen“, sagte der frühere Außenminister. Zugleich werde die regelbasierte internationale Ordnung zunehmend geschwächt und militärischen Interessen untergeordnet.

Gemeinsame Vertretung darf Unterschiede nicht einebnen

Sümeyye Boz, Abgeordnete der DEM-Partei, setzte in ihrem Beitrag für die Bewegung Freier Frauen (TJA) einen weiteren Akzent. Kurdische Einheit dürfe nicht als Vereinheitlichung unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Erfahrungen verstanden werden. Die Aufteilung Kurdistans habe dazu geführt, dass Kurd:innen seit einem Jahrhundert unter unterschiedlichen Staaten, politischen Regimen und gesellschaftlichen Systemen leben. Daraus seien zugleich unterschiedliche Erfahrungen, politische Vorstellungen und eine große kulturelle Vielfalt hervorgegangen.

 


„Unsere Vielfalt ist kein Grund für Trennung, sondern Stärke und Reichtum unserer gemeinsamen Zukunft“, erklärte Boz. Eine gemeinsame kurdische Politik müsse diese Unterschiede aufnehmen. Zugleich müsse die freiheitliche Haltung der kurdischen Frauen im Zentrum stehen. „Frauen sind nicht lediglich Teil gesellschaftlicher Kämpfe, sondern mit ihrer eigenständigen politischen Organisierung und ihrem politischen Willen zu einer treibenden Kraft gesellschaftlicher Veränderung geworden.“

Eine Einheit oder ein Lösungsmodell, das die politische Vorreiterrolle und den Willen der Frauen außer Acht lasse, könne deshalb keinen dauerhaften Bestand haben, betonte die Politikerin. Eine gemeinsame kurdische Perspektive müsse sowohl die gesellschaftliche Vielfalt als auch die freiheitliche Position der Frauen zu ihrer Grundlage machen.

Einheit als Voraussetzung internationaler Vertretung

Auch Vertreter der PDK-I, der Suryoye-Gemeinschaft und der Gorran-Bewegung griffen die Frage des gemeinsamen Handelns auf. Dabei wurde zugleich darauf verwiesen, dass fehlende internationale Vertretung nicht ausschließlich äußeren Kräften zugeschrieben werden könne. Politische Spaltungen und Defizite der eigenen Zusammenarbeit müssten ebenfalls überwunden werden.

 


Der Gouverneur von Silêmanî, Heval Ebubekir, bezeichnete die Forderung nach einem Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen als wichtigen Schritt. Eine solche Vertretung sei nicht mit der Forderung nach Staatlichkeit gleichzusetzen, könne aber den Beginn eines weitergehenden Prozesses markieren. Seit Lausanne bestehe das grundlegende Problem fort, dass Kurd international nicht in ihrem eigenen Namen vertreten seien.

Damit zeichnet sich in der Konferenzdebatte neben der Forderung nach internationalem Status eine zweite zentrale Frage ab: Nicht allein wo die Kurd:innen international vertreten sein sollen, sondern wer mit welchem gemeinsamen Mandat für sie spricht. Die Forderung nach einer Nationalkonferenz und einer gemeinsamen diplomatischen Struktur soll darauf eine politische Antwort geben.

https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/knk-konferenz-kurdische-diplomatie-soll-globaler-werden-52971 https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/konferenz-in-brussel-kurd-innen-streben-vertretung-bei-den-vereinten-nationen-an-52968 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/-52738

 

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