«Mit Brigitte Bardot verschied eine starke und unabhängige Frau, die es nicht nötig hatte, sich dem Zeitgeist unterzuordnen oder sich gar – wie leider viele deutsche Prominente – zur Systemnutte machen zu lassen, und die solches auch in der Not nicht getan hätte. Die einfach zu sich stand und standhaft war. Ein schönes Zitat von ihr als Abschluss: ‹Früher habe ich mit meinem Hintern schockiert, jetzt schockiere ich mit meinen Büchern (Meinungen). Das ist das Gleiche!›» (– Nachruf der Seite https://publikum.net/).
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apolut: Kein Frieden für die Ukraine
Erwerbsminderung: Mehr Hinzuverdienen zur EM-Rente ab 2026
Wer eine Erwerbsminderungsrente bezieht und dennoch arbeiten möchte oder muss, bewegt sich rechtlich in einem eng abgesteckten Rahmen. Anders als bei vielen Altersrenten gibt es hier weiterhin feste Hinzuverdienstgrenzen.
Für das Jahr 2026 steigen diese Grenzen erneut, weil sich die Rechengrößen in der Sozialversicherung verändern. Entscheidend ist dabei nicht nur die Frage, wie viel Geld zusätzlich erzielt werden darf. Ebenso wichtig ist, ob die ausgeübte Tätigkeit überhaupt noch zum medizinisch festgestellten Leistungsvermögen passt.
Genau an dieser Stelle entstehen in der Praxis häufig Missverständnisse, die im ungünstigen Fall zu Rentenkürzungen oder sogar zu einer Überprüfung des Rentenanspruchs führen können.
Warum Hinzuverdienst bei Erwerbsminderungsrenten besonders sensibel istDie Erwerbsminderungsrente ist an gesundheitliche Voraussetzungen gebunden. Bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung geht die Rentenversicherung davon aus, dass Betroffene aus gesundheitlichen Gründen weniger als drei Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes arbeiten können.
Bei teilweiser Erwerbsminderung liegt das Leistungsvermögen typischerweise zwischen drei und unter sechs Stunden täglich. Damit geht es beim Hinzuverdienst nicht allein um eine finanzielle Grenze, sondern stets auch um die Frage, ob die konkrete Beschäftigung die Annahmen über das Leistungsvermögen bestätigt oder ihnen widerspricht.
In der öffentlichen Diskussion steht oft die Euro-Grenze im Vordergrund, weil sie leicht greifbar ist. Für Betroffene ist jedoch mindestens ebenso bedeutsam, dass die Rentenversicherung bei auffälligen Beschäftigungsumfängen oder Tätigkeitsprofilen prüfen kann, ob die medizinischen Voraussetzungen weiterhin erfüllt sind.
Wer also „formal“ innerhalb der Euro-Grenze bleibt, ist nicht automatisch auf der sicheren Seite, wenn die Arbeit nach Art und Umfang eher nach einer höheren Leistungsfähigkeit aussieht.
Tabelle: Hinzuverdienstgrenzen bei EM-Rente ab 2026 Rentenart / Regel (2026) Hinzuverdienstgrenze Volle Erwerbsminderungsrente (jährlich) 20.763,75 € pro Kalenderjahr Volle Erwerbsminderungsrente (monatliche Orientierung) 1.730,31 € pro Monat Teilweise Erwerbsminderungsrente (Mindestgrenze, jährlich) 41.527,50 € pro Kalenderjahr Teilweise Erwerbsminderungsrente (Mindestgrenze, monatliche Orientierung) 3.460,63 € pro Monat Teilweise Erwerbsminderungsrente (individuelle Grenze, falls höher als Mindestgrenze) (höchste Entgeltpunkte aus den 15 Jahren vor Eintritt) × Bezugsgröße × 9,72 Die Bezugsgröße 2026 als RechengrundlageDie Hinzuverdienstgrenzen werden seit der Reform mit dynamischen Formeln aus der sogenannten Bezugsgröße der Sozialversicherung abgeleitet. Für 2026 beträgt diese Bezugsgröße 3.955 Euro pro Monat beziehungsweise 47.460 Euro pro Jahr.
Daraus ergeben sich die maßgeblichen Grenzbeträge für die volle und die teilweise Erwerbsminderungsrente. Weil die Bezugsgröße bundesweit festgelegt wird, wirkt jede Veränderung unmittelbar auf die erlaubten Hinzuverdienste.
Volle Erwerbsminderungsrente 2026: die jährliche Grenze und die monatliche OrientierungBei der vollen Erwerbsminderungsrente gilt 2026 eine kalenderjährliche Hinzuverdienstgrenze von 20.763,75 Euro. Diese Grenze wird über die Formel „3/8 der 14-fachen monatlichen Bezugsgröße“ ermittelt. In der Alltagspraxis rechnen viele Betroffene den Betrag auf einen Monatswert herunter, weil sie monatliche Lohnabrechnungen vor Augen haben. Rechnerisch entspricht die Jahresgrenze einem Monatswert von 1.730,31 Euro.
Wichtig: Wichtig ist grundsätzlich der kalenderjährliche Hinzuverdienst. Der Monatswert ist eine Orientierung, aber rechtlich wird am Jahresbetrag gemessen. Das spielt besonders dann eine Rolle, wenn Einkommen ungleichmäßig anfällt, etwa durch saisonale Arbeit, durch Einmalzahlungen oder durch wechselnde Stundenumfänge.
Die Jahresgrenze gilt auch bei kurzem Rentenbezug oder kurzer BeschäftigungEin Punkt, der in vielen Kurz-Erklärvideos untergeht, ist die zeitliche Logik der Grenze. Die kalenderjährliche Hinzuverdienstgrenze kann auch dann gelten, wenn der Hinzuverdienst nicht während des gesamten Kalenderjahres erzielt wird, etwa weil die Rente erst im Laufe des Jahres beginnt oder endet oder weil eine Beschäftigung nur einige Monate ausgeübt wird.
Das kann im Einzelfall entlastend sein, weil der volle Jahresbetrag nicht automatisch auf Teilzeiträume gekürzt wird. Es kann aber auch zu falscher Sicherheit führen, wenn die Jahreseinkünfte unterschätzt werden, weil nur wenige Monate betrachtet werden.
Was passiert bei Überschreiten der Grenze: Anrechnung mit 40 ProzentWird die Hinzuverdienstgrenze überschritten, wird die Rente nicht schlagartig komplett gestrichen. Stattdessen reduziert sich der Anspruch auf eine anteilige Rente. Die Rentenversicherung ermittelt zunächst den Betrag, der über der Hinzuverdienstgrenze liegt. Dieser Mehrbetrag wird durch zwölf geteilt und anschließend zu 40 Prozent auf die monatliche Rente angerechnet, also von der Monatsrente abgezogen.
Ein Beispiel macht das Verfahren anschaulich: Liegt der Hinzuverdienst im Jahr 2026 um 1.200 Euro über der Grenze, ergibt sich daraus ein monatlicher Mehrbetrag von 100 Euro. Von diesen 100 Euro werden 40 Prozent angerechnet. Die monatliche Rente würde in diesem Beispiel also um 40 Euro sinken. In der Praxis können dabei Rundungen eine Rolle spielen, weil Rentenbeträge auf Cent genau berechnet werden.
Arbeitszeit bleibt ein eigener PrüfmaßstabDer finanzielle Grenzbetrag ist nur die eine Seite. Bei der vollen Erwerbsminderungsrente ist die zeitliche Komponente rechtlich besonders heikel, weil die Rente an ein Leistungsvermögen von unter drei Stunden täglich geknüpft ist. Wer regelmäßig darüber liegt, läuft nicht nur Gefahr, dass die Rentenversicherung die Erwerbsminderung neu bewertet, sondern im Extremfall, dass der Anspruch entfällt, weil die Voraussetzungen nicht mehr als erfüllt gelten.
Dabei geht es nicht darum, ob jemand „fleißig“ ist, sondern um die rechtliche Folgerichtigkeit: Eine Tätigkeit, die nach außen wie eine belastbare Teilzeit- oder gar Vollzeittätigkeit wirkt, kann als Indiz verstanden werden, dass das festgestellte Restleistungsvermögen höher ist als angenommen.
Die Rentenversicherung weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit nur im Rahmen des eingeschränkten Leistungsvermögens ausgeübt werden darf. Unberührt bleiben besondere Konstellationen wie Versuche der Arbeitserprobung, die gerade dazu dienen können, schrittweise zu prüfen, was gesundheitlich möglich ist.
Teilweise Erwerbsminderungsrente 2026: Mindestgrenze und individuelle BerechnungBei der teilweisen Erwerbsminderungsrente ist die Lage rechnerisch anspruchsvoller. Es gibt zunächst eine Mindest-Hinzuverdienstgrenze, die 2026 bei 41.527,50 Euro pro Jahr liegt. Dieser Mindestbetrag ergibt sich aus „6/8 der 14-fachen monatlichen Bezugsgröße“. Auf den Monat umgerechnet entspricht das 3.460,63 Euro.
Damit ist aber nicht immer Schluss. Zusätzlich gibt es eine individuelle Berechnung, die sich am bisherigen Versicherungsverlauf orientiert. Die Rentenversicherung schaut hierfür auf die letzten 15 Kalenderjahre vor Eintritt der Erwerbsminderung und ermittelt das Jahr mit den höchsten Entgeltpunkten.
Dieser Wert wird dann mit der monatlichen Bezugsgröße und dem Faktor 9,72 multipliziert. Aus dieser Rechnung kann sich eine höhere persönliche Hinzuverdienstgrenze ergeben als der Mindestbetrag. Liegt die individuell berechnete Grenze darunter, bleibt es beim Mindestbetrag.
Warum Entgeltpunkte bei der Teilrente so wichtig sindEntgeltpunkte sind das Maß dafür, wie ein Einkommen im Verhältnis zum Durchschnittsentgelt bewertet wird und welche Rentenanwartschaften daraus entstehen. Für die individuelle Hinzuverdienstgrenze bei teilweiser Erwerbsminderung zählt nicht ein Durchschnitt über viele Jahre, sondern der Spitzenwert aus dem genannten 15-Jahres-Fenster.
Das begünstigt Versicherte, die in einzelnen Jahren besonders hohe beitragspflichtige Einkommen hatten, und führt bei höheren Entgeltpunkten zu spürbar größeren Hinzuverdienstspielräumen.
Rechnerisch lässt sich das verdeutlichen: Wer im besten Jahr 1,5 Entgeltpunkte erreicht hat, kommt 2026 auf eine persönliche Hinzuverdienstgrenze von 57.663,90 Euro.
Wer im besten Jahr nur 0,75 Entgeltpunkte erreicht hat, läge rechnerisch bei 28.831,95 Euro und damit unter dem Mindestbetrag, sodass in diesem Fall die Mindest-Hinzuverdienstgrenze von 41.527,50 Euro greift. Daraus folgt eine praktische Faustregel: Erst ab gut 1,08 Entgeltpunkten im besten Jahr liegt die individuelle Rechnung ungefähr auf Höhe des Mindestbetrags; darüber kann sie deutlich höher ausfallen.
Welche Einnahmen als Hinzuverdienst zählenAls Hinzuverdienst berücksichtigt die Rentenversicherung insbesondere Arbeitsentgelt aus Beschäftigung, Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit sowie vergleichbare Einkünfte. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch beitragspflichtige Sozialleistungen als Hinzuverdienst zählen, etwa Krankengeld, Übergangsgeld oder Arbeitslosengeld.
Seit 2023 wird bei solchen Sozialleistungen nicht mehr an ein Bemessungsentgelt angeknüpft, sondern an die beitragspflichtige Einnahme, die der Leistung zugrunde liegt. Das kann die Bewertung im Einzelfall verändern, gerade wenn mehrere Leistungsarten zusammentreffen.
Praktische Einordnung: Was Betroffene für 2026 mitnehmen solltenFür die volle Erwerbsminderungsrente bedeutet 2026 vor allem, dass ein Hinzuverdienst bis 20.763,75 Euro im Kalenderjahr grundsätzlich ohne Rentenkürzung möglich ist, solange die Tätigkeit dem eingeschränkten Leistungsvermögen entspricht. Wer darüber hinauskommt, muss mit einer anteiligen Kürzung rechnen, die über die 40-Prozent-Anrechnung auf den monatlichen Mehrbetrag arbeitet.
Bei der teilweisen Erwerbsminderungsrente ist die Botschaft zweigeteilt: Der Mindestbetrag ist mit 41.527,50 Euro vergleichsweise hoch und schützt viele Versicherte vor Kürzungen, selbst wenn die individuelle Rechnung niedriger wäre. Wer früher deutlich überdurchschnittlich verdient hat, kann jedoch eine noch höhere persönliche Grenze haben, weil die Entgeltpunkte im besten Jahr der letzten 15 Jahre den Ausschlag geben.
In beiden Fällen gilt, dass nicht nur die Lohnhöhe, sondern auch Arbeitszeit, Tätigkeitsprofil und Stabilität der Beschäftigung im Blick bleiben sollten. Wer plant, die Grenzen auszuschöpfen, sollte zudem beachten, dass unregelmäßige Zahlungen oder mehrere Einkommensquellen im Jahresverlauf schnell zu einem Überschreiten führen können, obwohl einzelne Monate unauffällig wirken.
FazitDie Hinzuverdienstgrenzen 2026 eröffnen Erwerbsminderungsrentnerinnen und -rentnern spürbar mehr Spielraum, weil die Bezugsgröße steigt. Bei der vollen Erwerbsminderungsrente liegt die Grenze bei 20.763,75 Euro jährlich, bei der teilweisen Erwerbsminderungsrente beträgt der Mindestwert 41.527,50 Euro, ergänzt um eine individuelle Berechnung, die für frühere Besserverdienende deutlich höhere Werte ergeben kann.
Wer den Hinzuverdienst plant, sollte jedoch nicht allein auf den Euro-Betrag schauen. Denn die Erwerbsminderungsrente bleibt an ein begrenztes Leistungsvermögen gebunden, und genau dieser Zusammenhang kann in der Praxis über den Fortbestand des Anspruchs mitentscheiden.
QuellenDeutsche Rentenversicherung Bayern Süd, „Zahlen und Tabellen der gesetzlichen Rentenversicherung – Werte ohne Knappschaft – 1.1. bis 30.6.2026“: Bezugsgröße 2026 (3.955 Euro monatlich), Hinzuverdienstgrenze volle Erwerbsminderungsrente 2026 (20.763,75 Euro), Berechnungsweg der 40-Prozent-Anrechnung sowie Mindest- und Individualberechnung bei teilweiser Erwerbsminderungsrente (Mindestwert 41.527,50 Euro; Faktor 9,72; höchste Entgeltpunkte aus 15 Jahren).
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Qatar pledges $1 million to UN Emergency Fund for 2026
New York, Dec. 10 (SANA) Qatar has pledged $1 million to support the United Nations Central Emergency Response Fund (CERF) in 2026, the country’s UN envoy announced Wednesday.
Alya Ahmed bin Saif, Qatar’s Permanent Representative to the UN, made the announcement at the high-level pledging conference in New York. “Based on our belief in CERF’s vital role in responding to urgent humanitarian needs and our longstanding partnership with the United Nations, the State of Qatar is pleased to pledge $1 million to support CERF for 2026,” she said.
Bin Saif highlighted CERF’s track record in delivering life-saving aid during complex crises, from conflict zones to climate-related emergencies, providing food, shelter, medical care, and essential services when rapid intervention can mean the difference between life and death.
UN Secretary-General António Guterres praised CERF as “the world’s global lifeline in emergencies,” noting that the fund has provided nearly $10 billion in aid to more than 100 countries since 2006. Guterres called CERF “fast, flexible, and fair,” crediting its partnerships with over 20 UN agencies and hundreds of global partners for reaching tens of millions of people each year
New York Times Wants The US Military Built Up For War With China
Just as the United States hits its first official trillion-dollar annual military budget, the New York Times editorial board has published an article which argues that the US is going to need to increase military funding to prepare for a major war with China.
The article is titled “Overmatched: Why the U.S. Military Must Reinvent Itself,” and to be clear it is an editorial, not an op-ed, meaning it represents the position of the newspaper itself rather than solely that of the authors.
This will come as no surprise to anyone who knows that The New York Times has supported every American war throughout its entire history, because The New York Times is a war propaganda firm disguised as a news outlet. But it is surprising how brazen they are about it in this particular case.
The article opens with graphics I saw one commenter describe as “Mussolini-core” because of their conspicuously fascistic aesthetic, accompanied by three lines of text in all-caps which reads as follows:
“AMERICA’S MILITARY HAS DEFENDED THE FREE WORLD FOR 80 YEARS.
OUR DOMINANCE IS FADING.
RIVALS KNOW THIS AND ARE BUILDING TO DEFEAT US.”
they get mad when you say “you scratch a liberal and a fascist bleeds” and then the NYT publishes Mussolini-core https://t.co/VA6orRsoql
— the thicc husband & father (@lukeisamazing) December 9, 2025The narrative that the US war machine has “defended the free world” during its period of post-world war global dominance is itself insane empire propaganda. Washington has abused, tyrannized and starved the world at levels unrivaled by any other power during that period while spearheading the theft of hundreds of trillions of dollars from the global south via imperialist extraction. The US empire has not been defending any “free world”, it has been actively obstructing its emergence.
The actual text of the article opens with another whopper, with the first sentence reading, “President Xi Jinping of China has ordered his armed forces to be ready to seize Taiwan by 2027.”
This is straight-up state propaganda. The New York Times editorial board is here uncritically parroting a completely unsubstantiated claim the US intelligence cartel has been making for years, which Xi Jinping explicitly denies. While it is Beijing’s official position that Taiwan will eventually be reunited with the mainland, not one shred of evidence has ever been presented to the public for the 2027 timeline. It’s a US government assertion being reported as verified fact by the nation’s “paper of record”.
And it doesn’t get any better from there. The Times cites a Pentagon assessment that the US would lose a hot war with China over Taiwan as evidence of “a decades-long decline in America’s ability to win a long war with a major power,” arguing that this is a major problem because “a strong America has been crucial to a world in which freedom and prosperity are far more common than at nearly any other point in human history.”
“This is the first of a series of editorials examining what’s gone wrong with the U.S. military — technologically, bureaucratically, culturally, politically and strategically — and how we can create a relevant and effective force that can deter wars whenever possible and win them wherever necessary,” The New York Times tells us.
It’s never enough for militarism mouthpieces like the NYT editorial board. The US spends more money on its military than the next 9 countries COMBINED yet we are somehow always “behind” alleged existential enemies whose intrinsically sinister nature is simply taken for granted. https://t.co/Cx9odMKblq pic.twitter.com/lxJFj67ctt
— Adam Johnson (@adamjohnsonCHI) December 8, 2025The Times argues that the US needs to reshape its military to defeat China in a war, or to win a war with Russia if they attack a NATO member, saying “Evidence suggests that Moscow may already be testing ways to do this, including by cutting the undersea cables on which NATO forces depend.”
The “evidence” the Times cites for this claim is a hyperlink to a January article titled “Norway Seizes Russian-Crewed Ship Suspected of Cutting an Undersea Cable,” completely ignoring the fact that Norway released that ship shortly thereafter when it was unable to find any evidence linking it to the event, and completely ignoring reports that US and European intelligence had concluded that the undersea cable damage was the result of an accident rather than sabotage.
And then, of course, comes the call for more military funding.
“In the short term, the transformation of the American military may require additional spending, primarily to rebuild our industrial base. As a share of the economy, defense spending today — about 3.4 percent of G.D.P. — remains near its lowest level in more than 80 years, even after Mr. Trump’s recent increases,” the Times writes, adding that US allies should also be pressured to ramp up spending on the war machine.
“A more secure world will almost certainly require more military commitment from allies like Canada, Japan and Europe, which have long relied on American taxpayers to bankroll their protection,” the authors write, saying “China’s industrial capacity can only be met by pooling the resources of allies and partners around the world to balance and contain Beijing’s increasing influence.”
Of course the idea that perhaps the United States should avoid fighting a hot war with China right off the coast of its own mainland never enters the discussion. The suggestion that it’s insane to support waging full-scale wars with nuclear-armed great powers to secure US planetary domination never comes up. It’s just taken as a given that pouring wealth and resources into preparations for a nuclear-age world war is the only normal option on the table.
But that’s the New York Times for you. It’s been run by the same family since the late 1800s and it’s been advancing the information interests of rich and powerful imperialists ever since. It’s a militarist smut rag that somehow found its way into unearned respectability, and it deserves to be treated as such. The sooner it ceases to exist, the better.
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Tages-Anzeiger: Zu Unrecht an Einreise gehindert Die Schweiz muss dem rechtsextremen Österreicher Martin Sellner 3000 Franken zahlen
Was haben Macrons und Wadephuls Chinareisen gebracht?
Netanyahu’s pardon request is a lens into Israel’s political psyche
The prime minister’s refusal to acknowledge wrongdoing mirrors a society conditioned to interpret remorse as weakness and brute force as destiny.
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Erwerbsminderung: Oft führt erst der Widerspruch zur EM-Rente
Häufig entscheidet erst der Widerspruch: Viele Menschen erhalten zunächst eine Ablehnung ihrer Erwerbsminderungsrente, obwohl ärztliche Unterlagen deutliche Einschränkungen belegen. Die Ursache liegt selten in der medizinischen Situation, sondern in unzureichend ermittelten Tatsachen und oberflächlichen Leistungsbewertungen.
Das Sozialrecht verlangt jedoch eine vollständige und nachvollziehbare Prüfung der tatsächlichen Arbeitsfähigkeit. Genau deshalb führt ein Widerspruch so häufig zur späteren Bewilligung.
Gesetzliche Anforderungen: Was die Deutsche Rentenversicherung rechtlich prüfen muss§ 43 SGB VI definiert die Erwerbsminderung über die konkrete tägliche Leistungsfähigkeit unter den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Die Deutsche Rentenversicherung muss nach § 20 SGB X alle relevanten Tatsachen ermitteln und nach § 35 SGB X eine nachvollziehbare, gut begründete Entscheidung treffen.
Die funktionelle Leistungsfähigkeit entscheidetEntscheidend ist nicht die Diagnose, sondern die funktionelle Leistungsfähigkeit. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, etwa dem Urteil B 13 R 7/18 R, müssen Gutachten konkret beschreiben, wie sich Erkrankungen auf Ausdauer, Konzentration, Belastungswechsel und sozial-interaktive Anforderungen auswirken.
Pauschale Bewertungen wie „leichte Tätigkeiten sind möglich“ verstoßen gegen diese Anforderungen. Viele Ablehnungen kommen zustande, weil genau diese rechtlich vorgeschriebene Funktionsanalyse nicht vollständig dokumentiert ist.
Warum die Ablehnung der Erwerbsminderungsrente häufig Fehler enthältIm Erstverfahren setzen Gutachter und Sachbearbeiter in der Regel auf standardisierte Abläufe. Kurze Untersuchungen, Stichproben des Gesundheitszustands und unzureichend dokumentierte Funktionsbeschreibungen führen regelmäßig zu Fehleinschätzungen.
Typische Fehlerquellen im AblehnungsbescheidManche Fehler kommen in Ablehnungsbescheiden immer wieder vor: Die Bewertung der Tagesstruktur fehlt oder bleibt oberflächlich. Leistungsschwankungen chronischer Erkrankungen finden kaum Beachtung. Es existiert keine konkrete Beschreibung möglicher Tätigkeiten.
Bei psychische Erkrankungen fehlt oft die sozial funktionale Analyse, und Widersprüche zwischen Arztberichten und Gutachten bleiben in der Ablehnung oft unerklärt.
Solche Defizite sind juristisch unvereinbar mit dem Untersuchungsgrundsatz und der Begründungspflicht. Genau an dieser Stelle entfaltet ein Widerspruch gegen die Ablehnung der EM-Rente seine Wirkung: Er zwingt die Rentenversicherung, alle offenen Punkte rechtlich korrekt zu klären.
Widerspruch gegen die Erwerbsminderungsrente: Warum er so oft erfolgreich istEin Widerspruch setzt ein neues rechtliches Prüfprogramm in Gang. Die DRV muss alle medizinischen und sozialen Aspekte erneut und umfassend bewerten. Betroffene legen zusätzliche Arztberichte, Funktionsdiagnostik und alltagsbezogene Nachweise vor. Dadurch entsteht ein deutlich vollständigeres Bild der tatsächlichen Leistungsfähigkeit.
Die Rentenversicherung muss Fehlentscheidungen offen legenJuristisch besonders wirksam: Die DRV muss Gutachten auf Widersprüche prüfen. Sie muss Leistungsschwankungen und Alltagsbelastbarkeit bewerten. Sie muss konkrete Tätigkeiten benennen, wenn sie eine Verweisung begründet. Die Rentenversicherung muss eine klare, nachvollziehbare Leistungsfeststellung liefern.
Rechtsbeistände nutzen diese Phase, um Gutachten methodisch zu prüfen und fehlerhafte Bewertungen offenzulegen. Deshalb korrigieren viele Widerspruchsverfahren Fehlentscheidungen, die im Erstverfahren unentdeckt bleiben.
Praxisfälle: Wie ein Widerspruch zur EM-Rente führteEine Betroffene mit schwerer Panikstörung erhielt eine Ablehnung auf Basis eines einzelnen Kurztests. Im Widerspruch legte sie eine ausführliche psychosoziale Funktionsanalyse vor. Die DRV erkannte daraufhin die volle Erwerbsminderungsrente an.
Ein Lagerarbeiter mit erheblichen Wirbelsäulenschäden wurde auf „leichte Tätigkeiten“ verwiesen. Sein Widerspruch verlangte eine konkrete Beschreibung solcher Tätigkeiten. Die DRV konnte diese nicht benennen und bewilligte eine befristete EM-Rente.
Eine Frau mit Autoimmunerkrankung scheiterte zunächst, weil das Gutachten Leistungsschwankungen ignorierte. Die rechtliche Rüge verwies auf die Pflicht zur Berücksichtigung tagesformabhängiger Einschränkungen. Ein neues Gutachten bestätigte die reduzierte Leistungsfähigkeit.
Rechtsprechung stärkt ErwerbsgeminderteGerichte setzen klare Maßstäbe, die die Rentenversicherung einhalten muss. Das Bundessozialgericht fordert nachvollziehbare Leistungsbewertungen, die reale Arbeitsbedingungen abbilden (B 13 R 7/18 R). Pauschale Verweisungen auf „leichte Tätigkeiten“ sind unzulässig, wenn solche Tätigkeiten nicht konkret benannt werden können (ständige Rechtsprechung seit BSGE 80, 24). Psychische Erkrankungen müssen umfassend sozial funktional bewertet werden; Momentaufnahmen reichen nicht.
Die Gerichtsentscheidungen erhöhen die juristische Messlatte für die Rentenversicherung – und erklären, warum Widersprüche erfolgreich sein können, wenn Gutachten und Bescheide den rechtlichen Standards nicht entsprechen. Ihre Chancen, bei einem gut begründeten Widerspruch doch noch eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen, sind also hoch.
Checkliste für einen erfolgreichen WiderspruchPrüfen Sie den Bescheid auf Widersprüche und fehlende Begründungen. Sammeln Sie Arztberichte, die Funktionsstörungen und Tagesstruktur exakt beschreiben. Bitten Sie Fachärzte um eine juristisch verwertbare Einschätzung zur 3-Stunden-Grenze des § 43 SGB VI. Benennen Sie im Widerspruch unklare Gutachten und fordern Sie eine vollständige Nachermittlung nach § 20 SGB X. Nutzen Sie Unterstützung von Sozialverbänden oder Fachjuristen.
FAQ – Die wichtigsten Fragen zur Erwerbsminderungsrente und zum WiderspruchWarum wird die EM-Rente im Widerspruch häufiger bewilligt?
Weil im zweiten Verfahren die Rentenversicherung alle Ermittlungsfehler korrigieren muss und die rechtlichen Anforderungen strenger angewendet werden.
Welche Rolle spielt die Diagnose?
Die Diagnose ist nur der Ausgangspunkt. Rechtlich entscheidend ist die funktionelle Arbeitsfähigkeit im realen Alltag.
Welche Unterlagen stärken meinen Widerspruch?
Facharztberichte mit Funktionsbeschreibung, Reha-Berichte, psychosoziale Stellungnahmen und Dokumentationen der täglichen Belastbarkeit.
Brauche ich zwingend einen Anwalt?
Nein, aber juristische Unterstützung erhöht die Chance, dass die DRV die Rechtsprechung vollständig anwendet.
Der Widerspruch ist ein entscheidendes Instrument im Verfahren um die Erwerbsminderungsrente. Er korrigiert Defizite im Erstverfahren, zwingt die Rentenversicherung zu vollständiger Tatsachenermittlung und stellt sicher, dass die gesetzlichen Anforderungen an die Leistungsbewertung tatsächlich eingehalten werden. Ohne diesen zweiten Schritt bleiben viele berechtigte Ansprüche unerkannt.
Wer seine Erwerbsminderungsrente sichern möchte, sollte den Widerspruch nicht als Formalie begreifen, sondern als den Moment, in dem das Sozialrecht seine volle Wirkung entfaltet.
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Tages-Anzeiger: Angststörungen unter Kindern werden häufiger – Tageskliniken nehmen schon Fünfjährige auf
Syrian Watchdog recovers 90 billion Syrian pounds linked to former regime corruption
Damascus, Dec. 10 (SANA) The Central Agency for Control and Inspection announced that it has recovered nearly 90 billion Syrian pounds and resolved 1,198 cases since Syria’s liberation. This comes as part of the agency’s ongoing efforts to combat entrenched corruption, strengthen transparency, and improve performance.
According to the Agency’s statistics, a copy of which was obtained by SANA, it has collected 89.7 billion pounds out of 338.9 billion pounds that were sought. The Agency referred 186 cases to the judiciary, completed 1,198 others, and sent 1,203 individuals to court. Additionally, 127 were referred to disciplinary councils, while 1,744 faced administrative penalties.
November investigations also revealed losses of approximately $7 million caused by a corrupt procurement contract in the Ministry of Public Works and Housing during the former regime.
Bürgergeld deckt mehr Kosten für Gesundheit ab, als die Jobcenter verraten
Viele Bürgergeld-Bezieher zahlen Brillen, Zahnersatz oder medizinische Fahrtkosten aus eigener Tasche, obwohl das Sozialgesetzbuch klare Hilfen garantiert. Jobcenter verschweigen häufig, dass medizinische Ausgaben als unabweisbarer Mehrbedarf gelten und in Härtefällen übernommen werden können. Wer seine Ansprüche kennt, schützt seine Gesundheit und verhindert Kostenfallen, die im Bürgergeld-System oft übersehen werden.
Warum Gesundheitskosten für Bürgergeld-Beziehende zur ernsten Belastung werdenZuzahlungen, gestrichene Kassenleistungen und lange Wege zu Fachärzten sprengen den Regelsatz schneller als jede andere Ausgabenart. Das Bürgergeld soll genau dann greifen, wenn Gesundheitskosten die wirtschaftliche Existenz bedrohen und ein unabweisbarer Bedarf vorliegt.
Wichtig ist ein belastbarer Nachweis und die Erklärung, warum der Regelsatz die Kosten nicht decken kann. Viele Jobcenter nutzen Informationslücken aus – nicht das Gesetz stellt sich quer, sondern die Praxis.
Fünf Praxisbeispiele, in denen das Jobcenter Gesundheitskosten übernehmen kannOrthese für Alleinerziehende wird zum Härtefall: Eine alleinerziehende Mutter mit schweren Rückenproblemen benötigt eine Orthese, die die Krankenkasse nur teilweise zahlt. Das Jobcenter übernimmt den Rest, weil ein Härtefall vorliegt und ohne das Hilfsmittel ihre Erwerbsfähigkeit gefährdet wäre.
Verlorene Brille bedroht den MinijobEin Lagerarbeiter verliert seine Brille, die er für die Arbeit dringend braucht. Da die Kasse nicht leistet, kann das Jobcenter die neue Sehhilfe als unabweisbaren Bedarf anerkennen und finanzieren.
Wurzelbehandlung überfordert das MonatsbudgetEine ältere Bedarfsgemeinschaftsangehörige wird mit einer hohen Zahnbehandlungsrechnung konfrontiert. Das Jobcenter kann den Eigenanteil übernehmen, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist und ein Härtefall eindeutig nachgewiesen wird.
Diabetespatient kämpft mit hohen FahrtkostenEin Mann mit Diabetes muss regelmäßig in eine entfernte Fachambulanz. Die Krankenkasse zahlt nur einen Teil, das Jobcenter kann die Restkosten übernehmen, wenn die Fahrten medizinisch notwendig und wirtschaftlich unzumutbar aus eigenen Mitteln wären.
Zahnersatzrechnung bringt Familie in ExistenznotEine Mutter erhält kurzfristig eine hohe Zahnersatzrechnung, die das Konto überzieht. Das Jobcenter gewährt eine einmalige Härtefallleistung, um die Behandlung abzuschließen und gesundheitliche Schäden zu verhindern.
Jobcenter verweigern oft rechtswidrig – obwohl die Gesetzeslage klar istViele Jobcenter erklären sich bei medizinischen Kosten routinemäßig „für nicht zuständig“ und verweisen Betroffene an Krankenkassen. Tatsächlich verpflichtet das Gesetz das Jobcenter, unabweisbare gesundheitliche Bedarfe zu decken, wenn keine andere Stelle zahlt oder nur eine Teilkostenerstattung erfolgt.
Wer Atteste, Rechnungen und eine präzise Härtefallbegründung einreicht, verschafft sich eine solide rechtliche Position. Ein schriftlicher Bescheid verhindert, dass mündliche Ablehnungen unkontrolliert im Raum stehen.
Wie komme ich an die Gesundheits-Hilfen des Jobcenters?Betroffene stellen zuerst einen formlosen Antrag, der klar benennt, welcher medizinische Bedarf besteht und warum er nicht aus dem Regelsatz finanzierbar ist. Sobald Atteste, Rezepte oder Kostenpläne vorliegen, reichen sie diese nach und bitten das Jobcenter ausdrücklich um eine schriftliche Entscheidung. So entsteht ein nachweisbarer Leistungsanspruch, der im Zweifel per Widerspruch durchgesetzt werden kann.
Darauf müssen Sie achtenWichtig bleibt ein sauber dokumentierter Ablauf: Datum des Antrags, Gesprächsnotizen, eingereichte Unterlagen. Wer sich durch komplizierte Aussagen des Jobcenters verunsichern lässt, kann sich Unterstützung holen – etwa durch Sozialberatungen, Erwerbsloseninitiativen oder Rechtsberatungen. Oft reicht ein klarer, rechtlich fundierter Antrag, damit das Jobcenter Leistungen bewilligt, die Betroffenen zustehen.
Checkliste für BetroffeneBetroffene sammeln alle medizinischen Unterlagen, damit das Jobcenter die Notwendigkeit sofort erkennt. Sie verfassen eine kurze Erklärung, warum die Kosten unzumutbar sind und welche gesundheitlichen Risiken ein Verzicht hätte.
Sie verlangen einen schriftlichen Bescheid, um Widerspruchsrechte zu sichern, und prüfen parallel, ob Krankenkasse oder andere Träger zuständig sind. Sie reichen alle Dokumente rechtzeitig ein und vermeiden dadurch Mahnkosten, die das Jobcenter sonst nicht übernimmt.
FAQ: Die wichtigsten Fragen zur KostenübernahmeÜbernimmt das Jobcenter Brillen oder Kontaktlinsen?
Das Jobcenter kann helfen, wenn die Sehhilfe für Erwerbsfähigkeit oder Alltag zwingend notwendig ist und die Krankenkasse nicht leistet. Eine ärztliche Bestätigung stützt den Härtefall.
Zahlt das Jobcenter Zahnersatz oder größere Zahnbehandlungen?
Das Jobcenter übernimmt den Eigenanteil, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist und ein unabweisbarer Härtefall vorliegt. Heil- und Kostenpläne bilden die Grundlage für die Prüfung.
Erstattet das Jobcenter Fahrtkosten zu Ärzten oder Therapien?
Das Jobcenter kann medizinisch notwendige Fahrten übernehmen, wenn keine andere Stelle zahlt und die Kosten wirtschaftlich unzumutbar wären. Dokumentation und Begründung sind entscheidend.
Finanziert das Jobcenter Hilfsmittel wie Orthesen oder Kompressionsstrümpfe?
Das Jobcenter zahlt, wenn der Eigenanteil unzumutbar ist oder die Krankenkasse nur teilweise leistet. Rezepte und eine schlüssige Härtefallbegründung erhöhen die Erfolgschancen.
Hilft das Jobcenter bei plötzlichen, existenzbedrohenden Gesundheitsrechnungen?
Ja, im Härtefall übernimmt das Jobcenter sofort notwendige medizinische Kosten. Betroffene müssen die wirtschaftliche Notlage nachvollziehbar darlegen.
Gesundheitskosten sind einer der größten Stressfaktoren im Bürgergeld. Wer seine Rechte nicht kennt, verzichtet oft auf Leistungen, die das Jobcenter im Härtefall übernehmen kann. Mit gut dokumentierten medizinischen Unterlagen, einer plausiblen Begründung und dem Beharren auf eine schriftliche Entscheidung sichern Betroffene existenzielle Hilfen. Wer aktiv handelt, erhält Unterstützung, die im gesetzlichen Rahmen längst vorgesehen ist.
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Ohne Bewerbungen wird das Wohngeld eingestellt – Urteil
Auch das Wohngeld ist an die Aufnahme an einer “zumutbaren Beschäftigung” geknüpft, wie das Verwaltungsgericht in Berlin urteilte. Wer sich nicht um einen Arbeitsplatz nachweislich bemüht, dem kann das Wohngeld gestrichen werden.
Unterlässt ein erwerbsfähiger Antragsteller ernsthafte Bewerbungsbemühungen, ist der Wunsch nach Wohngeld als unangemessen und sozialwidrig anzusehen, entschied das Verwaltungsgericht Berlin in einem Urteil (Az.: VG 21 K 170/20).
Damit hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg zu Recht den Wohngeldantrag eines gelernten Informatikers als missbräuchlich abgelehnt.
Ohne ernsthafte Bewerbungsbemühungen kein WohngeldDer 1959 geborene, arbeitslose Mann arbeitete nach seinem Informatikstudium zunächst als Systemprogrammierer und EDV-Dozent und zuletzt bis 2014 als Nachhilfelehrer für Mathematik und Englisch.
Seinen Lebensunterhalt bestreitet er aus familiären Zuwendungen. Als Mieter bewohnt er allein ein Einfamilienhaus mit mindestens 90 Quadratmetern Wohnfläche und vier Zimmern.
Das Verwaltungsgericht hielt den ablehnenden Wohngeldbescheid des Bezirksamtes mit Urteil vom 18. Januar 2022 für rechtmäßig.
Die Inanspruchnahme der Sozialleistung sei hier unzumutbar und sozialwidrig. Nach den gesetzlichen Bestimmungen sei es einem Wohngeldantragsteller zuzumuten, zunächst zu versuchen, die finanziellen Belastungen aus eigenen Mitteln aufzubringen.
Verwaltungsgericht Berlin: Informatiker ist Arbeit zumutbarDer Kläger befinde sich in einem Alter, in dem eine Erwerbstätigkeit zumindest im Umfang einer geringfügigen Beschäftigung ohne weiteres möglich und zumutbar sei.
Er habe jedoch keine ernsthaften Bemühungen um eine Arbeitsstelle nachgewiesen. Bei den vorgelegten Bewerbungen habe es sich um nichtssagende Scheinbewerbungen gehandelt.
Ein für ihn gut geeignetes Stellenangebot als Junior Software Tester in Niedersachsen habe er mit dem Hinweis auf den auswärtigen Arbeitsort abgelehnt, ohne jedoch nachzufragen, ob die Tätigkeit nicht auch in Berlin ausgeübt werden könne, rügte das Gericht. fle/mwo
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Wohngeldjoker für mehr Wohngeld auf die das Amt nicht hinweist
Viele Haushalte erfüllen die Voraussetzungen für Wohngeld, stellen jedoch keinen Antrag oder erhalten eine Ablehnung. Häufig liegt das nicht am Einkommen selbst, sondern an fehlenden oder unvollständigen Angaben im Antrag. Wichtig ist nämlich das nach dem Wohngeldgesetz berechnete Einkommen nach den Abzügen. Aber genau darauf weist das Wohngeldamt meistens nicht hin.
Das Wohngeldamt bewertet nicht das Bruttoeinkommen, sondern das sogenannte zu berücksichtigende Einkommen. Dieses kann durch Absetzungen und Freibeträge erheblich sinken. Wer diese Möglichkeiten kennt und nutzt, erhöht seine Chancen auf Wohngeld deutlich.
Welche Kosten das Wohngeld-Einkommen tatsächlich mindernNach Paragraf 17 WoGG können bestimmte notwendige und unvermeidbare Belastungen vom Einkommen abgezogen werden. Dazu zählen medizinische Zuzahlungen, Krankheitskosten und ärztlich verordnete Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte. Diese Ausgaben müssen belegt sein und können das Einkommen deutlich reduzieren.
Auch behinderungsbedingte unvermeidbare Fahrtkosten werden anerkannt, sofern sie dokumentiert sind. Gesetzliche Unterhaltsleistungen mindern das Einkommen ebenfalls, wenn sie nachgewiesen werden. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung oder zur Altersvorsorge zählen nur dann, wenn sie nicht bereits im Nettoeinkommen berücksichtigt wurden.
Warum viele berufliche Kosten nicht absetzbar sindViele Antragsteller gehen fälschlicherweise davon aus, dass Werbungskosten wie Arbeitsmittel, Fortbildungen oder berufliche Fahrten absetzbar sind. Diese Posten sind im Wohngeldrecht jedoch nicht relevant, da sie im allgemeinen Werbungskostenabzug bereits pauschal abgegolten sind. Anders als im Steuerrecht werden sie daher nicht einzeln berücksichtigt.
Dieser Unterschied führt häufig zu Fehlannahmen und falschen Erwartungshaltungen. Wer nur steuerrechtliche Regelungen kennt, übersieht leicht die besonderen Regeln des Wohngeldgesetzes. Eine korrekte Einschätzung hängt daher immer von den spezifischen Vorgaben des WoGG ab.
Wichtige Freibeträge, die das Einkommen zusätzlich senkenNeben den Absetzungen existieren Freibeträge nach Paragraf 18 WoGG, die sich sogar noch stärker auswirken können. Für bestimmte Gruppen sind diese besonders hoch: Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung erhalten je nach Grad der Behinderung oder Pflegebedarf einen jährlichen Freibetrag, der das anrechenbare Einkommen reduziert. Auch Personen mit Pflegegrad können von zusätzlichen Entlastungen profitieren.
Alleinerziehende erhalten einen besonderen Freibetrag pro Kind, der den Wohngeldanspruch deutlich verbessern kann. Zusätzlich gibt es Freibeträge für Haushalte, in denen Kinder oder hilfebedürftige Angehörige leben. Diese Freibeträge müssen jedoch aktiv beantragt werden, da sie nicht automatisch berücksichtigt werden.
Warum das Wohngeldamt Absetzungen nicht automatisch berücksichtigtWohngeldstellen berechnen den Anspruch ausschließlich auf Grundlage der eingereichten Unterlagen. Fehlen Belege, können Belastungen nicht berücksichtigt werden. Daher führen unvollständige Anträge häufig zu Ablehnungen, obwohl ein Anspruch bestehen könnte.
In vielen Fällen verändert die Nachreichung von Unterlagen die gesamte Berechnung. Eine Korrektur ist möglich und kann zu einer Bewilligung führen, wenn das Einkommen nach Abzug der Belastungen unter die Grenze fällt. Leistungen werden jedoch nur ab dem Monat der Antragstellung gewährt.
Wie Absetzungen in der Praxis den Anspruch verändern könnenEine Antragstellerin, die ihre medizinischen Zuzahlungen vollständig nachweist, kann ihr Einkommen erheblich reduzieren und damit einen zuvor abgelehnten Antrag erfolgreich machen.
Unterhaltspflichtige senken ihr anrechenbares Einkommen deutlich, sobald sie ihre Zahlungsverpflichtungen korrekt dokumentieren. Menschen mit Schwerbehinderung können durch Fahrtkosten und Freibeträge oft erstmals einen Anspruch erreichen.
Auch Rentnerinnen und Rentner, die hohe Eigenanteile für notwendige medizinische Hilfsmittel tragen, profitieren stark von diesen Abzugsmöglichkeiten. In vielen Fällen entscheidet die Dokumentation über den tatsächlichen Wohngeldanspruch. Vollständige Unterlagen sind daher der zentrale Faktor für eine korrekte Entscheidung.
Welche Haushalte besonders profitierenBesonders profitieren Haushalte mit hohen Gesundheits- und Hilfsmittelkosten sowie Personen mit anerkannter Schwerbehinderung. Alleinerziehende haben durch ihre Freibeträge ebenfalls häufig einen erhöhten Anspruch. Für Rentnerinnen und Rentner führt die Anerkennung von Krankheitskosten oft erstmals zu Wohngeldberechtigung.
Unterhaltspflichtige Haushalte reduzieren ihr anrechenbares Einkommen zusätzlich durch dokumentierte Unterhaltsleistungen. Pflegende Angehörige können notwendige Pflegekosten geltend machen, wenn diese unvermeidbar sind. In all diesen Fällen ergeben sich deutliche Entlastungen, die die Wohngeldberechnung maßgeblich beeinflussen.
Vermögensgrenzen: Ein wichtiger Faktor bei der WohngeldprüfungNeben dem Einkommen spielt auch das Vermögen eine wesentliche Rolle. Nach Paragraf 21 WoGG liegt die Vermögensgrenze derzeit bei 60.000 Euro für die erste Person im Haushalt und 30.000 Euro für jede weitere. Wird diese Grenze überschritten, besteht trotz eines geringen Einkommens kein Anspruch auf Wohngeld.
Viele Haushalte übersehen diesen Punkt und wundern sich über Ablehnungen. Eine rechtzeitige Prüfung des Vermögens vor der Antragstellung verhindert Missverständnisse. Damit lassen sich unnötige Verzögerungen oder fehlerhafte Anträge vermeiden.
Praxisbeispiele: Wie Haushalte durch Absetzungen doch noch Wohngeld erhaltenViele Wohngeldanträge scheitern zunächst knapp an der Einkommensgrenze. Erst durch die Anerkennung absetzbarer Belastungen und der gesetzlich vorgesehenen Freibeträge sinkt das zu berücksichtigende Einkommen spürbar. Die folgenden drei Beispiele zeigen, wie Abzüge nach Paragraf 17 und Freibeträge nach Paragraf 18 WoGG in der Praxis zu einem Wohngeldanspruch führen können.
Beispiel 1: Rentnerin mit hohen Gesundheitskosten
Frau Krüger erhält eine monatliche Altersrente von 1.150 Euro, was zunächst zu einer Ablehnung ihres Antrags führt. Im Jahr hat sie jedoch 820 Euro medizinische Zuzahlungen, 360 Euro Medikamenten-Eigenanteile und 1.200 Euro für verordnete Hörgeräte gezahlt.
Mit insgesamt 2.380 Euro absetzbaren Kosten sinkt ihr anrechenbares Einkommen von 13.800 Euro auf 11.420 Euro jährlich, also auf 951,67 Euro monatlich – und sie erhält 142 Euro Wohngeld.
Beispiel 2: Alleinerziehender Vater mit Unterhaltspflichten
Herr Becker verdient 1.650 Euro netto im Monat und liegt damit über der Wohngeldgrenze. Da er jedoch 275 Euro monatlichen gesetzlichen Unterhalt für ein zweites Kind zahlt und zusätzlich den Alleinerziehenden-Freibetrag von 1.320 Euro erhält, reduzieren sich seine 19.800 Euro Jahreseinkommen um 4.620 Euro.
Das anrechenbare Einkommen sinkt auf 15.180 Euro jährlich beziehungsweise 1.265 Euro monatlich – und er erhält 198 Euro Wohngeld.
Beispiel 3: Ehepaar mit Schwerbehinderung und hohen Fahrtkosten
Das Ehepaar Yilmaz verfügt über 2.150 Euro monatliches Nettoeinkommen. Aufgrund einer Schwerbehinderung (GdB 80) von Frau Yilmaz entstehen jährlich 1.480 Euro unvermeidbare Arztfahrtkosten, zusätzlich steht ihr der Behindertenfreibetrag von 1.860 Euro zu.
Somit reduziert sich das Einkommen von 25.800 Euro jährlich auf 22.460 Euro beziehungsweise 1.871,67 Euro monatlich – und das Ehepaar erhält 116 Euro Wohngeld.
Checkliste: Was Sie vor dem Wohngeldantrag unbedingt prüfen solltenVor dem Wohngeldantrag sollten Sie alle notwendigen Unterlagen sammeln, insbesondere Belege über medizinische Zuzahlungen, ärztlich verordnete Hilfsmittel, behinderungsbedingte Fahrtkosten und gesetzliche Unterhaltszahlungen. Ebenso sollten Sie prüfen, ob ein Freibetrag aufgrund von Schwerbehinderung, Pflegegrad oder Alleinerziehung besteht. Ordnen Sie alle Dokumente sorgfältig, denn das Wohngeldamt berücksichtigt ausschließlich nachgewiesene Belastungen.
Überprüfen Sie zusätzlich Ihr Vermögen, da überhöhte Werte einen Anspruch ausschließen können. Eine vollständige und gut vorbereitete Antragstellung erhöht die Wahrscheinlichkeit einer korrekten und fairen Berechnung erheblich. Sorgfalt und Vollständigkeit sind dabei entscheidend.
FAQ: Die fünf wichtigsten Fragen zum Thema Wohngeld-Absetzungen1. Welche Kosten kann ich beim Wohngeld absetzen?
Absetzbar sind notwendige und unvermeidbare Belastungen wie medizinische Zuzahlungen, Krankheitskosten, behinderungsbedingte Fahrtkosten, ärztlich verordnete Hilfsmittel und gesetzliche Unterhaltsleistungen. Voraussetzung ist immer ein aussagekräftiger Nachweis.
2. Werden Absetzungen automatisch berücksichtigt?
Nein. Das Wohngeldamt berücksichtigt nur Kosten, die Sie aktiv angeben und belegen. Ohne Nachweise bleibt das Einkommen ungekürzt.
3. Kann ich fehlende Unterlagen nachreichen?
Ja, Nachreichungen sind zulässig und führen häufig zu einer neuen Berechnung. Eine Bewilligung ist möglich, wenn das Einkommen nach Abzügen unter die Grenze fällt. Leistungen gelten jedoch stets erst ab dem Monat der Antragstellung.
4. Wie stark kann das Einkommen durch Absetzungen sinken?
Die Höhe hängt von Art und Umfang der Belastungen ab. Hohe Gesundheitskosten oder Unterhaltspflichten können das Einkommen erheblich reduzieren. In Verbindung mit Freibeträgen kann die Entlastung deutlich ausfallen.
5. Wer profitiert besonders?
Besonders profitieren Menschen mit hohen Gesundheitskosten oder Schwerbehinderung, Alleinerziehende, Unterhaltspflichtige sowie Rentnerinnen und Rentner mit hohen medizinischen Eigenanteilen. Oft entsteht der Wohngeldanspruch erst durch die Nutzung dieser Abzugsmöglichkeiten.
Absetzungen und Freibeträge gehören zu den wirksamsten Mechanismen des Wohngeldrechts, werden jedoch häufig übersehen. Wer seine Belastungen vollständig dokumentiert und die bestehenden Freibeträge nutzt, senkt sein anrechenbares Einkommen oft erheblich. Dadurch entsteht häufig erst der Anspruch auf Wohngeld, der zuvor unerreichbar erschien.
Eine sorgfältige Vorbereitung ist daher entscheidend für eine erfolgreiche Antragstellung. Wer die gesetzlichen Möglichkeiten versteht und konsequent nutzt, sichert sich wertvolle finanzielle Unterstützung bei steigenden Wohnkosten. Vollständige Unterlagen und genaue Angaben zahlen sich beim Wohngeld unmittelbar aus.
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Merz-Arena und „Die 100“: Im Zenit der irren ARD-Propaganda
Der vergangene Montag dürfte als einer der unterirdischsten öffentlich-rechtlichen Fernsehabende in der Geschichte dieses Landes in die Annalen eingehen. Bornierter und psychopathischer trieben es die ARD-Fernsehmacher selten als mit der doppelten Zumutung: Zuerst ein Lügenkanzler, der die verwaschensten und nichtigsten Phrasen grinsend in einer eigens für ihn einberufenen “Arena” auf die Fragen von pflegeleichten, alibi-kritischen […]
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Batterienanbieter: Die «Kriegsgewinnler» der Energiewende
Das Geschäft mit Batteriespeicher boomt: Weil immer mehr fluktuierender Ökostrom anfällt, werden händeringend Speichermöglichkeiten gesucht. Mit Batterien kann man zwar reich werden. Die Probleme der Energiewende werden sie trotzdem nicht lösen.
Von Peter PantherDer Vorgang hatte Symbolcharakter: Am 29. Oktober fand im bayerischen Gundremmingen auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks der Spatenstich für Deutschlands grössten Batteriespeicher statt. Erst wenige Tage zuvor waren zwei Kühltürme des früheren KKW gesprengt worden.
Der neue Speicher soll 700 Megawattstunden Energie speichern können und eine Leistung von 400 Megawatt besitzen – fast so viel wie ein grosses Gaskraftwerk. Damit lässt sich fast eine Million Haushalte versorgen. Allerdings nur zwei Stunden lang. Dann sind die Batterien leer.
Ganz Europa lechzt nach Speichern für den vielen Sonnen- und Windstrom, der in wettermässig günstigen Zeiten im Übermass vorhanden ist. Weil mehr und mehr Solaranlagen und Windräder aufgestellt werden, sinken die Strompreise immer häufiger in den negativen Bereich. Umgekehrt fehlt es an Strom, wenn die Sonne und der Wind fehlen (Dunkelflaute). Batterien können da ein Stück weit für Ausgleich sorgen – allerdings nur kurzzeitig im Bereich weniger Stunden. Typischerweise helfen sie, Ökoenergie, die am Tag entsteht, für die Nacht zwischenzuspeichern.
Australien, China und die USA haben die Nase vorneLösen Batteriespeicher also immer mehr die Atomkraft ab? Man könnte es meinen. Denn in Europa boomt das Geschäft mit Batterien. Dennoch haben bei dieser Technologie momentan Länder auf anderen Kontinenten die Nase vorne – die USA, Australien und China. Dort gibt es sogenannte «Gigabatterien» mit einer Kapazität von über einer Gigawattstunde (1000 Megawattstunden).
Der grösste Batteriespeicher der Welt steht in der sonnigen Mojave-Wüste in Kalifornien. 120’000 Batteriemodule mit einer Gesamtkapazität von 3,2 Gigawattstunden sind dort in der Lage, bis zu 75 Prozent der Tagesproduktion einer riesigen Photovoltaikanlage aufzunehmen, die sich über fast 19 Quadratkilometer erstreckt. Diese Batterie kann rechnerisch sogar drei Millionen Haushalte versorgen – allerdings auch nur für zwei Stunden.
Doch Europa holt auf. Im November kündigte etwa der Schweizer Energiekonzern BKW an, gleich vier grosse Batteriespeicher bauen zu wollen. Der grösste davon soll auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Mühleberg entstehen und 800 Megawattstunden (0,8 Gigawattstunden) Energie speichern können. Bereits im Februar hat das Technologieunternehmen Flexbase bekannt gegeben, in Laufenburg – ebenfalls in der Schweiz – eine Batterie mit sogar 1,6 Gigawattstunden Kapazität mit der neuartigen Redox-Flow-Technologie bauen zu wollen.
Verzehnfachung der Kapazität in nur vier JahrenInsgesamt waren 2024 in Europa Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 21,9 Gigawattstunden vorhanden. Das war fast zehnmal mehr als vier Jahr zuvor, als man erst 2,3 Gigawattstunden zählte. Der grösste Anteil betrifft kleine Speicher von Privathaushalten mit Solaranlagen, die damit überschüssige Energie für die Nacht oder neblige Phasen aufbewahren.
Der Boom ist massgeblich von einem Preiszerfall getrieben: Während die Batteriespeicherung einer Kilowattstunde Energie 2010 noch rund 1000 Euro kostete, sind es heute nur noch etwa 100 Euro. Grossbatterien aufzustellen ist aber vor allem lukrativ, weil sich immer mehr Geschäftschancen bieten. Denn je stärker die Versorgung auf fluktuierenden Sonnen- und Windstrom abstellt, desto grösser werden die Probleme mit Phasen mit zu viel oder zu wenig Strom.
Bei Überschüssen, wenn die Strompreise tief oder sogar negativ sind, lassen sich Batterien kostengünstig laden. Bricht die Nacht an oder flaut der Wind ab, gehen die Preise durch die Decke und die gespeicherte Energie kann mit hohem Gewinn abgesetzt werden. Ein tolles Geschäft! Zum Teil winken jährliche Renditen von mehr als zehn Prozent auf das eingesetzte Kapital. Man könnte die Anbieter von Batteriespeicher als «Kriegsgewinnler» der Energiewende bezeichnen: Sie profitieren von der Not der Wirtschaft und der Gesellschaft, denen immer häufiger der Strom auszugehen droht.
Batteriespeicher können Kernkraftwerke nicht ersetzenEin Ende des Batterienbooms ist nicht abzusehen. Der Branchenverband Solar Power Europe schätzt, dass die Gesamtkapazität der Batteriespeicher auf dem Kontinent bei einem mittleren Szenario bis 2029 auf 118 Gigawattstunden steigt – das wäre nochmals mehr als eine Verfünffachung gegenüber 2024. Gemäss dem hohen Szenario erreicht die Batteriekapazität bis 2029 sogar 183 Gigawattstunden – eine Verachtfachung verglichen mit letztem Jahr.
Die Kernenergie ersetzen können Batteriespeicher dennoch nicht. Überhaupt sind sie nicht in der Lage, die Speicherprobleme, die im Zuge der Energiewende entstehen, zu lösen. Sie sind von der Kapazität her höchstens in der Lage, kurzzeitig – im Bereich von Minuten oder ein bis zwei Stunden – Lücken zu stopfen.
Das ist zwar durchaus nützlich. Aber bei tage- oder gar wochenlangen Dunkelflauten, wie sie in Europa typischerweise im Winter regelmässig auftreten, sind auch Gigabatterien keine Hilfe. Denn man kann an einer Hand abzählen, dass es ressourcenmässig unmöglich ist, Batterien in einer Menge bereitzustellen, die für mehr als maximal einige Stunden ausreichend Strom liefern. Die Kosten, um längere Dunkelflauten mit Batterien zu überbrücken, würden allein für Deutschland wohl die Billionengrenze überschreiten.
«Keine nennenswerte Energie»Trotzdem erwecken gewisse Promotoren der Energiewende immer wieder den Eindruck, Batterien seien generell eine Lösung für die Speicherprobleme der Ökostrom-Produktion. So hat der Schweizer Photovoltaik-Lobbyist Jürg Grossen nach der Ankündigung der BKW-Pläne in Mühleberg auf X geschrieben: «Batterien statt AKW! Das ist genau, was das Stromsystem heute und in Zukunft braucht.»
Eine ehrliche Einschätzung lieferte dagegen Wolf-Peter Schill, Energieexperte am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): «Für die Dunkelflaute können sie [Batteriespeicher] auch bei einem starken weiteren Zubau keine nennenswerte Energie bereitstellen.» Wir danken für die klaren Worte!
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Lied „Dilşêrîn“ erinnert an Hebun Farqin
Inspiriert vom Leben und Kampf des kurdischen Guerilleros Mehmet Şirin Bilir (Hebun Farqin) hat Cewad Merwanî den Text und die Musik für das Lied „Dilşêrîn“ geschrieben, wie sich der junge Kämpfer auch nannte. Med Huner hat den zugehörigen Videoclip nun auf YouTube veröffentlicht.
„Der Genosse Dilşêrîn stammte aus dem Dorf Zinzinê in der Region Farqîn (tr. Silvan). Er war das einzige Kind seiner Familie. Dreieinhalb Jahre war er Teil der Guerilla und kämpfte zusammen mit dem Genossen Atakan Mahir in Dêrsim“, erzählte Merwanî.
Im Alter von nur 23 Jahren fiel Hebun Farqin am 21. März 2018 im Kampf. Doch in Folge weigerte sich der türkische Staat, die Leiche an dessen Familie zu übergeben. Hebûn Farqins trat daraufhin in eine monatelange Dauermahnwache vor dem rechtsmedizinischen Institut, was den Künstler Merwanî tief beeindruckt habe. Bewegt von dem Trauma dieses Prozesses und der Wirkung des Kampfes der Mutter schrieb er sein Werk für Farqîn.
Der Entstehungsprozess
Cewad Merwanî beschrieb den Entstehungsprozess des Werks wie folgt: „Das Schreiben des Songs dauerte ein oder eineinhalb Jahre. Man denkt über die Zukunft und die Geschichte nach, man möchte, dass es literarisch und nachhaltig ist. Man möchte, dass die Musik anderen Werken nicht ähnelt. Aus diesem Grund dauert es lange, wenn ich Songs schreibe und komponiere.
Nachdem ich den Text und die Musik fertiggestellt hatte, nahm ich sie in Köln im Studio meines Freundes Memo Gül auf. Memo Gül übernahm auch das Arrangement. Dann gingen wir zur Aufnahme über. Wir haben ihn zusammen mit Binevş Roj, Zozan Zudem, Gulîstan, Bêrîvan und Yeşim İncedursun aufgenommen. Den Videoclip haben wir zusammen mit Binevş Roj, Zozan Zudem und Gulistan gedreht.“
Der Clip zu „Dilşêrîn“ wurde von Med Huner Production gedreht und auf dem YouTube-Kanal von Med Huner veröffentlicht.
https://deutsch.anf-news.com/kultur/musikalische-lesung-werde-der-du-bist-in-bremen-49102 https://deutsch.anf-news.com/kultur/heval-birako-ein-film-uber-verlust-erinnerung-und-die-kraft-des-kollektiven-erzahlens-48764 https://deutsch.anf-news.com/kultur/du-Ciya-ein-lied-fur-kaytan-und-altun-47887
Mercune: „Öcalan spielt eine einsame Melodie des Friedens“
Prof. Dr. Ibrahim Mohammed Ali Mercune ist einer der führenden ägyptischen Wissenschaftler für islamische Geschichte und Zivilisation. Im Interview mit ANF hat er eine umfassende Einschätzung der Philosophie Abdullah Öcalans, der Natur des Friedensprozesses und seiner regionalen Auswirkungen gegeben.
Der erste Teil dieses Interviews kann hier gelesen werden.
Aus meiner Perspektive war Öcalans Entscheidung, diesen Prozess bei sich selbst zu beginnen, bemerkenswert...
Absolut. Schritte wie die Beendigung des bewaffneten Kampfes und die Auflösung der Organisationsstruktur der PKK sind seltene und mutige Taten in einer Welt, die von Machtpolitik dominiert wird. Dieser Aufruf steht für einen Ansatz, der die Stärke des Friedens und nicht die Waffen in den Mittelpunkt stellt.
Deshalb sehe ich Öcalan als einen großen historischen, geistigen und moralischen Kopf des Ostens und als einen „Lenker“ in dieser schwierigen Zeit. Unter den blutigen Bedingungen der Region, die an das Mittelalter erinnern, spielt er eine einsame Melodie des Friedens; er kämpft darum, die Völker an einen Tisch zu bringen, sie auf gemeinsame Interessen auszurichten und ihnen zu helfen, sich gemeinsam gegen externe Bedrohungen zu stellen.
Was ist mit der anderen Seite? Dem türkischen Staat? Was sollte jetzt getan werden?
Leider liegen die Interessen externer Mächte in der Fortsetzung des Konflikts. Ein erfolgreicher Frieden würde eine starke Einheit zwischen den Völkern der Region schaffen, was zu einem erheblichen Widerstand gegen das kapitalistisch-imperialistische System führen würde. Alle Staaten, in denen Kurd:innen leben, insbesondere die Türkei, müssen die Rechte der Kurd:innen anerkennen und dieses Projekt unterstützen. Die Türkei und die Kurd:innen verbindet eine lange Geschichte der Partnerschaft und gegenseitiger Beiträge. Die Kurd:innen haben niemals mit externen Feinden kollaboriert oder in einer Weise gehandelt, die die Staaten, in denen sie lebten, gefährdet hätte.
Aus diesem Grund muss das türkische Regime diese geschichtlichen Wahrheiten berücksichtigen, die Bedeutung von Öcalans Botschaft und Philosophie verstehen und Raum für deren Umsetzung vor Ort schaffen. Die Isolation von Abdullah Öcalan muss beendet und sein Recht auf Hoffnung garantiert werden. Die Nichtanerkennung der kurdischen Identität als Teil der Lösung stellt ein großes Hindernis für den Erfolg dieses Prozesses dar. Die Türkei sollte diesen Moment mit praktischen Schritten unterstützen. Dies würde die Türkei nicht schwächen, sondern im Gegenteil stärken.
Was lässt sich in Bezug auf die Länder der Region sagen?
Mit dieser Philosophie würde ich sagen, dass wir vor einer Chance stehen, die der gesamte Nahe Osten nicht verpassen sollte. In einer Zeit, in der die Länder der Region ihre inneren Spaltungen überwinden müssen, um den unvorhersehbaren und unbekannten Gefahren aus dem Westen zu begegnen, sollte diese Chance nicht verpasst werden. Wir befinden uns in einer Zeit, die von großen Schwierigkeiten geprägt ist, weshalb dieser Aufruf genau zum richtigen Zeitpunkt kommt. Wenn die externen Bedrohungen zunehmen, ist die Stärkung der inneren Einheit unverzichtbar.
Aus der Geschichte lernen
Im Laufe der Geschichte waren wir immer dann erfolgreich, wenn wir uns gegen einen gemeinsamen Feind vereinigt haben, der unser Land besetzen und unsere Ressourcen an sich reißen wollte. In der Armee von Saladin Ayyubi kämpften Kurden, Türken und Araber Seite an Seite, und der Sieg bei Hattin war das Ergebnis dieser Einheit. Wir müssen aus der Geschichte lernen.
Wir leben in einer Zeit, in der wir deutlich sehen können, dass die Außenwelt auf unseren Zusammenbruch wartet. Wenn man sieht, wie skrupellose Mächte versuchen, einen psychologisch und moralisch zu besiegen, mit ihrer gnadenlosen Wirtschaft und ihren gnadenlosen Waffen, gibt es kein Entkommen und keine andere Lösung als das Überleben, und zwar das gemeinsame Überleben. Auch heute können wir dem wirtschaftlichen und militärischen Druck externer Mächte nur standhalten, wenn wir geeint bleiben. Unabhängig davon, welches Volk die Führung übernimmt, ist die Achtung der Identität und Kultur von entscheidender Bedeutung.
Wie sehen Sie angesichts all dessen die Zukunft dieses Prozesses?
Es ist klar, dass dieser Prozess schwierig sein wird und dass wir einen langen Weg vor uns haben, insbesondere in einem Kontext, in dem der Einfluss internationaler Akteure und Interessensnetzwerke in der Region allen bekannt ist. Trotz aller Entwicklungen sprechen wir immer noch von einem Prozess, der noch in den Kinderschuhen steckt und Geduld erfordert.
In jeder Region und in jedem Bereich stößt jeder Schritt, der dem Pragmatismus oder bestehenden Interessen zuwiderläuft, selbst wenn er in die richtige Richtung weist, immer auf zahlreiche Hindernisse und Herausforderungen; er durchläuft einen schwierigen Übergang und zahlt einen hohen Preis, bevor er sichtbar wird.
„Jede Identität muss bewahrt werden“
Trotz alledem hat der von Abdullah Öcalan initiierte Aufruf das globale Gewissen für das kurdische Volk geweckt, wie ein Stein, der in stilles Wasser geworfen wird. Dieser Aufruf hat Fanatismus oder ethnische Unterschiede nicht zu Slogans gemacht, sondern im Gegenteil die Koexistenz mit anderen Völkern betont und sie als Teile eines gemeinsamen Ganzen betrachtet. Heute ist es dieses Verständnis, das den Frieden verteidigt, das die Vereinigung aller Völker und sozialen Komponenten innerhalb einer politischen, kulturellen und zivilisatorischen Perspektive unterstützt und gleichzeitig darauf besteht, dass jede Identität bewahrt werden muss. Mit anderen Worten: Das kurdische Volk ist kein Instrument der Zerstörung, sondern des Aufbaus; es strebt nicht danach, Vielfalt auszulöschen, sondern sie zusammenzuhalten und in eine kreative Kraft zu verwandeln.
In diesem Zusammenhang möchte ich besonders betonen, dass Abdullah Öcalans Friedensaufruf zwar noch nicht die erhofften Ergebnisse gebracht hat, aber dennoch eine echte politische und soziale Bewegung darstellt, deren Auswirkungen sich daher zwangsläufig, wenn auch vielleicht mit Verzögerung, aber mit Sicherheit zeigen werden.
Möchten Sie noch etwas hinzufügen?
Ich möchte insbesondere Folgendes hervorheben: Die meisten hochrangigen Politiker und sogar viele revolutionäre Redner halten Reden und entwickeln Projekte, schaffen jedoch nicht die notwendigen Mechanismen, um diese umzusetzen. Selbst ein streng wissenschaftliches Verständnis lehrt uns, dass „für jedes Vorhaben ein strategischer Plan und ein entsprechender Aktionsplan erforderlich sind“. Die Ausarbeitung eines strategischen Plans ist einfach; die eigentliche Herausforderung besteht darin, die Mechanismen zu schaffen, die die Umsetzung ermöglichen.
Genau dieser Punkt unterscheidet Abdullah Öcalan von anderen. Er ist nicht nur ein intellektueller Vorreiter und Philosoph dieser Phase, sondern hat sich nicht damit begnügt, lediglich einen Plan vorzulegen, sondern auch die Mechanismen entwickelt, mit denen dieser Plan in die Praxis umgesetzt werden kann. Darüber hinaus begann er bei der Umsetzung mit dem Teil, der ihn selbst betraf. Ein Bestandteil dieser Umsetzungsmechanismen war die Auflösung der Organisationsstruktur der PKK.
Abdullah Öcalans Wirken in der Praxis
Abdullah Öcalan entschied sich dafür, die schwierigen Bedingungen im Irak nicht auszunutzen, obwohl diese Umstände es ihm ermöglicht hätten, viele Ziele zu verfolgen. Er nutzte weder Schwächen noch anhaltende Konflikte, um ein Stück Land zu erlangen oder die Vorherrschaft über eine bestimmte Region des Irak zu erlangen. Seiner Ansicht nach steht das Gemeinwohl weit über persönlichen Interessen oder den Prioritäten einer kleinen Gruppe.
Wirklich lobenswert ist, dass er seinen Ansatz auf einer Philosophie der Einheit, des gemeinsamen Lebens, des Friedens und des Mitgefühls gründet und dass er diese Philosophie nicht auf einer theoretischen Ebene belässt, sondern sie mit einem strategischen Plan und einem umsetzbaren Programm untermauert.
https://deutsch.anf-news.com/hintergrund/bayhan-demokratische-integration-ist-der-pfad-zur-demokratischen-gesellschaft-49146 https://deutsch.anf-news.com/hintergrund/prof-fisas-es-gibt-viele-internationale-beispiele-fur-die-turkei-48814 https://deutsch.anf-news.com/hintergrund/demokratische-integration-als-antwort-auf-die-frage-wie-leben-48778
Russia-Indonesia talks
Vladimir Putin held talks with President of the Republic of Indonesia Prabowo Subianto, who is in Moscow on a working visit.
Palestinian NGO Network urges international action over Israeli policies
Occupied Jerusalem, Dec. 10 (SANA) The Palestinian NGO Network has called for coordinated international efforts under the United Nations to stop the escalating Israeli aggressive policies against Palestinians since October 7, 2023 that have resulted in widespread casualties and significant damage in the Gaza Strip.
According to the Palestinian news agency WAFA, the Network issued a statement Wednesday, on the occasion of International Human Rights Day, highlighting daily incidents in Jerusalem and the West Bank, including home demolitions, land seizures, movement restrictions, and settler attacks, which threaten Palestinians’ rights.
The Network urged international authorities to hold Israel accountable, enforce international law, and protect Palestinians’ rights, including the right of return and the right to self-determination.
It also warned that continued impunity for occupation-related actions has fueled ongoing human rights violations, including forced displacement and attacks on prisoners and journalists.
Autofahren soll für Rentner 2026 teurer werden – Was wirklich dahinter steckt
Auf YouTube kursiert derzeit ein Video, dass für 2026 einen doppelten Kostenschub ankündigen: Tanken werde teurer, und zugleich würden Kfz-Versicherungen stärker anziehen – besonders für diejenigen, die eine Rente beziehen.
Der Grundton ist alarmistisch, die Faktenlage wirkt auf den ersten Blick eindeutig. Doch hinter den Schlagworten stehen Entscheidungen, Marktmechanismen und Tariflogiken, die man auseinanderhalten muss, um die tatsächliche Belastung einschätzen zu können.
Tatsächlich ist für 2026 eine Veränderung beim nationalen CO₂-Preis vorgesehen, die an der Zapfsäule spürbar werden kann.
Gleichzeitig ist die Kfz-Versicherung seit einiger Zeit in einer Phase deutlicher Prämienbewegungen, weil Schäden und Reparaturen für Versicherer erheblich teurer geworden sind.
Für viele Rentnerinnen und Rentner ergibt sich daraus nicht zwingend ein „Schock“ im engen Sinn, wohl aber eine Kombination aus mehreren Preisfaktoren, die im Alltag besonders dann drückt, wenn das Auto nicht Luxus, sondern Voraussetzung für Selbstständigkeit ist.
Der CO₂-Preis 2026: Warum sich das System ändertSeit 2021 wird in Deutschland im Verkehr und bei Gebäudewärme ein nationaler CO₂-Preis erhoben. Rechtlich läuft das über den nationalen Emissionshandel, geregelt im Brennstoffemissionshandelsgesetz.
Bis einschließlich 2025 gilt eine Festpreisphase: Zertifikate werden zu einem politisch festgelegten Preis verkauft, der stufenweise steigt. Ab 2026 ist ein Übergang vorgesehen, bei dem Zertifikate nicht mehr ausschließlich zum Fixpreis ausgegeben werden, sondern über ein Versteigerungssystem in einem Preisrahmen gehandelt werden. Dieser Rahmen liegt zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO₂. Damit wird die Preishöhe weniger „automatisch“, sondern stärker von Angebot, Nachfrage und den konkreten Auktionsregeln geprägt – allerdings mit klarer Unter- und Obergrenze.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist wichtig: Der CO₂-Preis wird nicht an der Zapfsäule „erhoben“, sondern bei den Inverkehrbringern der Brennstoffe. In der Praxis landet er dennoch im Endpreis, weil Unternehmen die Kosten üblicherweise weiterreichen. Wie stark der Effekt im Alltag ausfällt, hängt deshalb nicht nur vom CO₂-Preis ab, sondern ebenso von Rohölnotierungen, Raffineriemargen, Wettbewerb, saisonalen Nachfrageeffekten und Steuern.
Was das an der Zapfsäule bedeutet: Centbeträge, die sich summieren könnenAuf Youtube wird von einem Rechtsanwalt behauptet, Benzin werde zum Jahreswechsel „bis zu 2,9 Cent pro Liter“ teurer, Diesel „bis zu 13,2 Cent“.
An dieser Stelle lohnt sich allerdings eine Einordnung, weil sich hier leicht Missverständnisse einschleichen. Für 2026 wird in seriösen Berechnungen vor allem mit einer Mehrbelastung im Bereich weniger Cent pro Liter gegenüber 2025 gerechnet, sofern der Preis im Korridor Richtung Obergrenze tendiert.
Bei Diesel geht es dabei typischerweise nicht um zweistellige Centbeträge als zusätzlicher Sprung von einem Jahr aufs nächste, sondern ebenfalls um einen Zuwachs im niedrigen einstelligen Centbereich.
Zugleich ist die Gesamtsumme, die heute bereits im Literpreis „mitläuft“, größer als viele vermuten. Betrachtet man nicht nur den Schritt 2025 zu 2026, sondern die komplette CO₂-Komponente im Kraftstoffpreis, dann liegt sie – je nach Höhe des CO₂-Preises im Korridor – bei Benzin im Bereich von rund 15,7 bis 18,6 Cent pro Liter und bei Diesel im Bereich von rund 17,3 bis 20,5 Cent pro Liter. Diese Spanne zeigt: Der CO₂-Preis ist längst ein relevanter Baustein im Literpreis, auch wenn der jährliche Zuwachs für sich genommen oft „nur“ nach wenigen Cent aussieht.
Wer die Wirkung auf das eigene Budget grob abschätzen will, kann es über den Verbrauch denken. Fährt ein Haushalt beispielsweise im Jahr so, dass etwa 700 Liter Benzin benötigt werden, dann bedeuten zusätzliche 2,9 Cent pro Liter Mehrkosten von rund 20 Euro im Jahr allein durch den Schritt von 2025 in Richtung einer oberen Korridor-Variante 2026. Das ist nicht der Betrag, der über Mobilität entscheidet, aber es ist Geld, das im Alltag fehlt – und es kommt zu anderen Preissteigerungen hinzu.
Warum Rentnerinnen und Rentner die Entwicklung oft stärker spüren als andereDass Rentnerinnen und Rentner in Beiträgen und Youtube-Videos besonders betont werden, hat einen Hintergrund: Viele Renten sind kalkulierbar, viele Ausgaben sind es dagegen nicht.
Selbst wenn Renten regelmäßig angepasst werden, folgt der Anstieg nicht automatisch den Kostenblöcken, die im Alltag dominieren.
Mobilitätskosten sind dabei ein typisches Beispiel, weil sie aus mehreren Komponenten bestehen, die sich gegenseitig verstärken: Kraftstoff, Versicherung, Wartung, Reparaturen, gelegentlich auch Finanzierung oder Leasing sowie Gebühren rund ums Halten eines Fahrzeugs.
Hinzu kommt eine Frage, die gerade im ländlichen Raum sichtbar ist. Wo Bus- und Bahnangebote ausgedünnt sind, wird der Pkw schnell zum Schlüssel für Arztbesuche, Einkauf, Pflege von Angehörigen oder soziale Teilhabe. Wer dann sparen muss, spart nicht „am Auto“, sondern reduziert Wege, Termine oder Kontakte.
Genau an dieser Stelle kann selbst ein moderater Preisanstieg eine deutlich größere Bedeutung bekommen als bei Haushalten, die problemlos auf Alternativen ausweichen können.
Die Kfz-Versicherung als zweite Preisfront: Warum Prämien steigenOft heißt es, die Kfz-Haftpflicht werde 2026 „noch teurer“, und es wird an frühere Erhöhungen von „bis zu 20 Prozent“ erinnert. Solche Größenordnungen sind nicht aus der Luft gegriffen, allerdings sind sie nicht automatisch ein reiner „Senioren-Effekt“.
Die wichtigste Triebkraft der letzten Jahre ist, dass Schäden deutlich teurer geworden sind. Moderne Fahrzeuge sind aufwendiger zu reparieren, Ersatzteile sind teurer, Werkstattstunden steigen, und selbst vermeintlich einfache Schäden – etwa am Glas – sind durch Assistenzsysteme und Kalibrierungen kostspieliger als früher.
Für Versicherer führt das zu höheren durchschnittlichen Schadenkosten, was sich zeitversetzt in der Beitragskalkulation niederschlägt.
Neben der allgemeinen Kostenlage spielen außerdem die jährlichen Einstufungen nach Regionalklassen und Typklassen eine Rolle. Wer in einem Zulassungsbezirk wohnt, in dem die Schadensbilanz ungünstiger wird, oder ein Modell fährt, das statistisch häufiger und teurer Schäden verursacht, kann selbst dann höhere Beiträge sehen, wenn der eigene Fahrstil unverändert bleibt.
Seniorenzuschläge: Ab wann Alter in der Prämie sichtbar wirdDer heikelste Punkt ist oft die Aussage, Versicherer stuften Fahrer „ab 65“ in Seniorentarife mit deutlichen Aufschlägen ein. Hier ist Differenzierung nötig, weil es keine einheitliche gesetzliche Altersgrenze gibt.
Viele Versicherer berücksichtigen das Alter in ihren Risikomodellen, und es ist möglich, dass Beiträge ab einem bestimmten Geburtstag spürbar steigen. Die Schwelle liegt aber nicht überall gleich: In der Praxis reicht die Spanne von Tarifen, die bereits ab 65 Jahren teurer werden können, bis zu Modellen, bei denen erst ab etwa 68 Jahren Zuschläge typischer werden.
Versicherungsseitig wird das mit Statistik begründet. Gleichzeitig zeigen Unfallzahlen, dass „älter“ nicht automatisch „riskanter“ bedeutet. In amtlichen Statistiken ist der Anteil älterer Beteiligter an Unfällen mit Personenschaden nicht zwangsläufig höher als ihr Anteil an der Bevölkerung.
Das Bild verändert sich allerdings, wenn man nicht nur absolute Unfallzahlen betrachtet, sondern die Fahrleistung einbezieht. Dann steigt das Risiko in höheren Altersgruppen, besonders deutlich jenseits der Mitte 70. Genau dieses Spannungsfeld erklärt, warum Versicherer teils pauschal mit Alter arbeiten, während Verbraucherschützer dazu raten, Zuschläge nicht einfach hinzunehmen, sondern aktiv zu vergleichen.
Regionalklassen und Typklassen 2026: Der stille Preistreiber neben dem AlterWährend Seniorenzuschläge emotional schnell als „Altersstrafe“ wahrgenommen werden, passieren viele Beitragssprünge aus einem anderen Grund: Die Regionalklassen und Typklassen werden regelmäßig neu berechnet. Regionalklassen hängen vom Zulassungsbezirk ab und bilden Schadenhäufigkeit und Schadenhöhe in der Region ab. Typklassen hängen vom Fahrzeugmodell ab und spiegeln wider, wie riskant oder teuer ein Auto aus Sicht der Versicherungsstatistik ist.
Für 2026 werden erneut Veränderungen erwartet, die Millionen Versicherte betreffen können – manche profitieren, andere zahlen mehr, viele bleiben unverändert.
Für Menschen, die eine Rente beziehen, ist das besonders relevant, weil sie häufig längere Zeit beim gleichen Auto bleiben und Beitragsänderungen deshalb weniger als „Marktbewegung“, sondern als unerklärlicher Bruch im gewohnten Budget wahrnehmen. Wer die Mechanik kennt, kann wenigstens prüfen, ob der neue Beitrag tatsächlich „marktüblich“ ist oder ob ein Wechsel sinnvoll wäre.
Wie Rentner Kosten begrenzen können, ohne Mobilität zu verlierenDie wichtigste Stellschraube bei der Versicherung ist aktives Prüfen statt passives Hinnehmen. Ein Wechsel kann sich lohnen, weil die Spannen zwischen Anbietern groß sind und nicht jeder Versicherer Alter, Wohnort und Fahrzeug identisch bewertet.
Wer eine Beitragserhöhung erhält, sollte außerdem wissen, dass es bei bestimmten Konstellationen ein außerordentliches Kündigungsrecht geben kann. Das spielt gerade dann eine Rolle, wenn die reguläre Kündigungsfrist zum Jahresende verpasst wurde oder wenn die Information über neue Beiträge spät eintrifft. Im Einzelfall entscheidet die genaue Erhöhungsmitteilung, ob und wie lange man reagieren kann.
Ebenso wirksam sind Vertragsdetails, die viele Versicherte jahrelang unverändert lassen. Die Höhe der Selbstbeteiligung in der Kasko, die vereinbarte Fahrleistung, der Kreis der Fahrerinnen und Fahrer sowie Zusatzbausteine können den Beitrag deutlich beeinflussen.
Bei älteren Autofahrern kommt ein weiterer Punkt hinzu: Wer tatsächlich weniger fährt als früher, sollte das nicht nur „für sich“ wissen, sondern im Vertrag abbilden lassen. Weniger Kilometer sind in vielen Tarifen bares Geld.
Beim Tanken liegt der Hebel weniger in komplizierten Strategien als im Timing. Auswertungen zeigen seit Jahren, dass Kraftstoffpreise im Tagesverlauf stark schwanken und abends häufig günstiger sind als morgens.
Wer flexibel tanken kann, kann damit im Jahr einen merklichen Betrag sparen, ohne auf Mobilität zu verzichten. Zusätzlich helfen Preis-Apps und der Vergleich innerhalb der eigenen Region, denn die Unterschiede zwischen Tankstellen sind oft größer als der Effekt eines einzelnen CO₂-Schritts.
Wer noch weiter gehen will, kann über Fahrtenplanung nachdenken: Termine so legen, dass Wege zusammenfallen, oder bei regelmäßigen Arztfahrten Mitfahrgelegenheiten nutzen. Das ist kein Allheilmittel, aber es reduziert Liter, die gar nicht erst gekauft werden müssen.
Bei der Frage nach „kleinerem Auto“ oder alternativen Antrieben ist Zurückhaltung angebracht. Ein Fahrzeugwechsel ist eine große Investition, und er lohnt sich nicht automatisch nur wegen einiger Cent pro Liter.
Für manche Haushalte kann ein kleinerer Wagen im Unterhalt, in der Versicherungseinstufung und beim Verbrauch Vorteile bringen. Für andere ist es wirtschaftlicher, ein vorhandenes Fahrzeug weiterzufahren, solange es zuverlässig ist, und die laufenden Kosten über Versicherung und Nutzung zu optimieren.
Was am Ende bleibt: 2026 wird für Autofahrer teurer – aber nicht für alle gleich2026 kommen mehrere Kostenbewegungen zusammen, und Rentnerinnen und Rentner können davon überdurchschnittlich betroffen sein, weil ihr Spielraum geringer ist und Mobilität häufig keine Option, sondern Notwendigkeit ist.
Zugleich ist es wichtig, die Größenordnungen korrekt zu benennen. Beim CO₂-Preis ist der jährliche Zusatzschritt im Korridor eher im Bereich weniger Cent pro Liter zu erwarten, während die bereits bestehende CO₂-Komponente im Literpreis insgesamt deutlich größer ist.
Bei der Versicherung wiederum ist der Preisdruck vor allem durch teure Reparaturen und die statistischen Einstufungen getrieben, und Alter ist nur ein Faktor unter mehreren – allerdings ein Faktor, der ab einem bestimmten Lebensalter spürbar werden kann.
Für Rentnerinnen und Rentner ist die Botschaft deshalb weniger „Angst vor 2026“, sondern die Aufforderung, das eigene Mobilitätsbudget nüchtern zu prüfen: Was davon ist unvermeidbar, was ist verhandelbar, und wo gibt es Stellschrauben, die ohne Komfortverlust wirken. Wer das rechtzeitig tut, kann den Preistrend nicht aufhalten, aber er kann verhindern, dass er das eigene Monatsbudget unnötig stark trifft.
QuellenBrennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), Preiskorridor 2026, Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt): nEHS – Verkauf und Versteigerung, Regeln und Preiskorridor, Umweltbundesamt: Pressemitteilung zum Übergang auf Versteigerungen 2026 im nationalen Emissionshandel, ADAC: Tabelle zur Entwicklung der CO₂-Komponente beim Tanken (Benzin/Diesel) und Einordnung für 2026.
Der Beitrag Autofahren soll für Rentner 2026 teurer werden – Was wirklich dahinter steckt erschien zuerst auf Gegen Hartz IV - Bürgergeld Ratgeber und Hartz 4 Tipps.