Sammlung von Newsfeeds

9/11 Changed Nothing, by Kevin DeAnna and Paul Kersey

After 9/11, there was an opportunity to stop mass migration and reverse population replacement. Instead, it accelerated. Now, we are in a situation where even in Texas, white people are soon to be a despised minority in the institutions they built. The GOP has done nothing to stop this process, and despite resistance from within,...
Kategorien: Externe Ticker

The Crippling Effects of Unnecessary War, by Ron Paul

In California, gas stations are facing a unique challenge. The station signs are only configured to go up to $9.99 per gallon and at several stations the price of diesel has reached that maximum. Diesel prices are higher than they have ever been in history. Worse, according to some news reports the advertising of the...
Kategorien: Externe Ticker

A New Washington Colossus, by Philip Giraldi

The excitement In Washington is palpable with the announcement that President Donald Trump has a new project to help beautify the city on top of the huge banners bearing his image festooning the fronts of government buildings, his billion dollar White House fortified ballroom, the paving of the rose garden, the enlarging of the helicopter...
Kategorien: Externe Ticker

The Collapse of the Saudi-American Alliance?, by Ron Unz

Late last week sudden, unexpected developments in the Middle East forced me to refocus my attention to the ongoing conflict in that region. The Houthi forces of Yemen---the widely used name for Ansar Allah--launched a sweeping ground offensive against the Saudi proxies deployed against them, quickly putting the latter to flight, as they abandoned their...
Kategorien: Externe Ticker

New Music Video: Awakening to the Truth On Every Level, by Caitlin Johnstone

Check out our latest video, Awakening To The Truth On Every Level: Here’s the text, for my subscribers who prefer to read: Different people mean different things when they talk about having an awakening. Some use “awakening” to describe the movement into revolutionary politics as you gradually discover that everything you’ve been taught about your...
Kategorien: Externe Ticker

History on a Roll: BRICS, Yemen, Hormuz, China, by Pepe Escobar

In less than 72 hours, history accelerated through a convergence of events that would normally unfold over several years. Yemen’s Ansarallah, after a lightning offensive, now holds the entire Red Sea coast from the port of Hodeidah to the Bab al-Mandab, including Mayyun Island, a volcanic rock outcrop smack in the middle of the “Gate...
Kategorien: Externe Ticker

Der „Katschka-Kos-Plan“, oder wie die EU die totale Kontrolle über die Ukraine übernehmen will

ANTI-SPIEGEL - Fundierte Medienkritik - 14. September 2026 - 6:00
In den letzten Monaten habe ich viel über den aktuellen Machtkampf in der Ukraine geschrieben, wobei man korrekterweise „Machtkampf um die Ukraine“ sagen müsste. Deutsche Medien haben lediglich über einen Aspekt der Ereignisse berichtet, nämlich über die Entlassung des ukrainischen Verteidigungsministers Fjodorow, die dem Westen überhaupt nicht gefallen hat. Von den Korruptionsskandalen im Selenskys engstem […]
Kategorien: Externe Ticker

Guatemala stellt Terrorverfahren gegen Indigene ein

Der Fall gegen vier indigene Autoritäten wurde am Freitag eingestellt. Auslöser des Verfahrens waren die Proteste von 2023. Grund für die Einstellung wohl auch Neubesetzung der Justizorgane Guatemala-Stadt/Totonicapán/Sololá. Die dritte Strafkammer in Guatemala hat am Freitag den international stark beachteten Fall gegen vier indigene Autoritäten eingestellt. Luis Pacheco, Héctor Chaclán, Basilio Puac und Esteban Toc sind wegen "Terrorismus" und Mitgliedschaft in... weiter 14.09.2026 Artikel von zu Guatemala, Politik, Menschenrechte, Soziale Bewegungen
Kategorien: Externe Ticker

Venezuela: Der Kampf um die Rückkehr in unsere Geschichte

Regierungswandel. Von antiimperialistischer Rhetorik zur Aufgabe der Souveränität. Organisation von unten und Rückkehr zum Kurs von Chávez notwendig Tatuy TV begeht sein 19-jähriges Bestehen in einem äußerst schwierigen Moment unserer Geschichte als unabhängige Nation. Angesichts einer Bevölkerung, die in alltäglicher Prekärität gefangen ist, und einer Souveränität, die an mehreren Fronten unter Druck steht, erscheint die Lage in jeder Hinsicht... weiter 14.09.2026 Artikel von zu Venezuela, Politik, Soziale Bewegungen
Kategorien: Externe Ticker

Schlagabtausch im Iran-Konflikt?

Peds Ansichten - 14. September 2026 - 4:32

Der seit Monaten regelmäßig auflodernde und dann wieder abebbende Krieg im Nahen Osten kommt allem Anschein nach als Inszenierung daher.

Die Inszenierung wie wohlgeformte Choreographie dieses skurrilen Krieges ist augenfällig. Zu widersprüchlich sind die kommunizierten Handlungen und Verlautbarungen zum Konflikt. Die Nachrichten, die den Informationsraum befüllen, lassen trotzdem Erkenntnisse zu. Eine der jüngsten Episoden im Konflikt bietet dafür weitere Anhaltspunkte.

Die US-Streitkräfte haben in der Vorwoche weitere fünf iranische Öltanker attackiert. Die Schiffe sollen laut Centcom (U.S. Central Command), dem zentralen Kommando der US-Streitkräfte mit Einsatzgebieten unter anderem im Nahen Osten, als zugehöriger „Teil eines milliardenschweren Schattennetzwerkes“ zur Finanzierung der IRGC und ihrer Stellvertreter in der Region fungieren (1).

Die US-Regierung spricht immer wieder von Schattennetzwerken und begründet damit ihr mehr oder weniger aggressives Vorgehen gegen Körperschaften bis hin zu Staaten, die mit Schattennetzwerken in Verbindung gebracht werden. Die Frage nun lautet, ob diese Behauptungen aus der Luft gegriffen sind. Im Falle des Iran konnte man erfahren (Hervorhebung durch Autor):

„Das US-Finanzministerium hat neue Sanktionen gegen ein Netzwerk verhängt, das nach US-Angaben iranisches LPG über Frontfirmen, Schattenbanken und mehrere Gastanker transportiert hat, während die Ladungen als nicht-iranisch dargestellt wurden. Die Maßnahmen betreffen Händler, Finanzintermediäre und sechs LPG-Schiffe. Washington zufolge wurden einige Lieferungen vor dem Weiterverkauf nach Süd- und Ostasien als omanisches Produkt ausgegeben.“ (2)

Das US-Finanzministerium kontrolliert Transaktionen von US-Dollar — weltweit, denn jede Transaktion läuft über eine US-Bank beziehungsweise die US-Filialen einer ausländischen Bank. Nun sanktioniert das Ministerium in immer stärkerem Maße Verstöße gegen Sanktionen. Sanktionen, die den Handel auf Basis des US-Dollars einschränken oder ganz verbieten. Massenmedial wird das emotionale Gehirn des Konsumenten bei Sanktionsverstößen quasi instinktiv auf den Iran und (zum Beispiel) die IRGC gerichtet. Und schlussfolgert beziehungsweise fühlt sich bestätigt, dass es hier tatsächlich „nur“ um einen Krieg gegen den Iran gehen könne.

Doch wenn wir von Finanzintermediären sprechen, dann sind gemeint: Banken. Banken im US-Dollar-Raum, westliche Banken, große westliche Banken. Banken, die an Sanktionen verdienen, die an Sanktionen sogar interessiert sind, weil schließlich erst Sanktionen die Schattensysteme in Wirtschaft und Finanzen notwendig machen. Das sind nicht irgendwelche Banken, es sind Banken aus dem Club des „too big to fail“ (zu groß um pleite zu gehen), zum Beispiel die britische HSBC sowie die US-Banken JP Morgan Chase, Citibank und Bank of New York Mellon (BNY) (3, 4). Sanktionen gehen mit geschürten Konflikten einher und ein weiteres Mal steht im Raum, dass beides offenbar unter anderem deshalb mit Vorsatz betrieben wird, um exklusive Geschäftsgrundlagen, verbunden mit dem Aufbau und der Pflege abhängiger politischer Strukturen in sanktionierten Staaten zu erschaffen.

Das macht aus dem Krieg gegen den Iran einen Krieg gegen Banken? Dieses Bild erscheint zu radikal. Realistischer ist der Gedanke, dass hier ein Krieg geführt wird, um Banken durch Druck von US-Ministerien einzuhegen und ihnen parallel dazu die Grundlage für ihre illegalen, politisch bisher jedoch gedeckten Geschäfte zu entziehen. Denn nicht nur in den USA ist es so, dass ein verqueres Bild politischer Einflussnahme präsentiert wird. Nicht Regierungen, die Politik also, kontrollieren effektiv den Finanzsektor, sondern eher das Gegenteil trifft zu.

Die von der Trump-Administration verhängten Sanktionen gegen den Iran scheinen daher die Grundlage für Sanktionen und Druck auf Banken und die von ihnen „gefütterten“ Strukturen zu sein. Das lässt wiederum die Vermutung zu, dass Trumps Regierung den Iran-Konflikt von kleiner Flamme, die bereits über Jahrzehnte hinweg flackerte, auf eine kontrollierte große Flamme gestellt hat und der Konflikt den Machtkampf westlicher Eliten spiegelt. Hinter dem „offiziellen“ Krieg tobt seit längerem ein weiterer, verdeckter Krieg, projiziert in die internationale Politik (5). Dieser verdeckte Krieg erodiert wiederum schrittweise über Jahrzehnte hinweg etablierte Strukturen eines illegalen, global aufgestellten Wirtschafts- und Finanzsystems, welches seine Tentakeln tief in politische Institutionen der Staaten verankert hat. Eines dieser Machtzentren lässt sich zuverlässig in Großbritannien, in der City of London (CoL), orten.

Schauen wir auf einen nächsten Aspekt der jüngsten Episode. Als „Vergeltung“ für den Angriff auf die iranischen Tanker haben die Islamischen Revolutionsgarden (eben die IRGC) des Iran einen vom US-Militär genutzten Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen. Gleichzeitig kündigte der Iran an, spiegelbildlich Öltanker vor Bahrain und Kuweit zu zerstören. Beides sind Staaten, die den US-Krieg gegen den Iran aktiv unterstützen (6).

Von den 20 Raketen, die auf den jordanischen Stützpunkt Al-Azraq (auch bekannt als Muwaffaq Salti Air Base) zielten, sollen laut offiziellen jordanischen Quellen 18 abgeschossen und zwei weitere in unbesiedelten Gebieten abgestürzt sein (7). Die iranische Seite hingegen sprach von einem (weiteren) verheerenden Angriff (8, 9). Die US-Luftwaffe hat dort Dutzende Kampfflugzeuge vom Typ F-35, F-16 und F-15, Erdkampfflugzeuge vom Typ A-10C Warthdog sowie Reaper-Angriffsdrohnen stationiert. Außerdem wurde der Stützpunkt für Luftbetankungsflugzeuge und Hubschrauber genutzt (10).

Der Wahrheitsgehalt der beiderseitigen Aussagen zu den Auswirkungen des iranischen Raketenangriffs ist derzeit schwer prüfbar. Dass 20 Raketen im Einsatz waren, wird allerdings von beiden Seiten bestätigt. Das bedeutet aber auch, dass der Stützpunkt mit einer enormen Anzahl moderner wie teurer Patriot-Raketen verteidigt werden musste. Man spricht von 60 bis 100 PAC-3-Raketen, von denen jede, abhängig von der Variante, zwischen 3,4 und 8 Millionen US-Dollar bepreist ist (11). Das bedeutet, dass dem Pentagon allein dieser Einsatz zwischen 200 und 800 Millionen US-Dollar gekostet hat. Hintergrund ist, dass für die Abwehr jeder modernen ballistischen Rakete zwischen drei und fünf Abwehrraketen gestartet werden müssen (12).

Es ist von Bedeutung, dass die USA um die Vergeltungsstrategie der iranischen Militärs wissen, ihnen also der Aufwand bekannt ist, mit dem die eigenen militärischen Objekte auf der arabischen Halbinsel geschützt werden müssen. So wie auch bekannt ist, dass die Vorräte an Patriot-Raketen bedenklich geschrumpft sind. Von etwa 2.300 Stück sind bis zum Juli des Jahres bereits 1.400 verbraucht wurden. Das bedeutet, dass die US-Streitkräfte allein zur Abwehr des oben erwähnten Angriffs ein Zehntel ihres verbleibenden Bestandes verschossen haben (12i).

Das bewusste Kalkulieren mit schwindenden Patriot-Abwehrraketen ist umso bemerkenswerter, als die Kiewer Regierung seit vielen Monaten händeringend um diese, plus der Systeme selbst, bei ihren „Verbündeten“ bittet (13). Das ist aber noch nicht alles. Es bedeutet nämlich außerdem, dass der stärkste militärische Verbündete Israels mit offenen Augen seine Kapazitäten reduziert, was bei seiner erneuten Anfeuerung der Kriege durch Israel potenziell dessen eigenen Schutz erheblich schwächt.

Machen wir uns die Antwort auf die folgende Frage nicht zu einfach: Ist das Vorgehen der Trump-Administration, gerade auch in Bezug auf die Kriege gegen den Iran und Russland, nun Inkompetenz und die Präsentation eines abgehobenen Egomanen oder Teil eines ausgeklügelten Konzepts?

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.

Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er — einschließlich der Primärquelle — gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(1) 08.09.2026; USCENTCOM; U.S. Destroys 5 IRGC Tankers After Iran Targets Another American Warship; https://www.centcom.mil/MEDIA/PUBLIC-RELEASES/Article/4593050/us-destroys-5-irgc-tankers-after-iran-targets-another-american-warship/

(2) 05.06.2026; TankerMap; USA sanktionieren iranisches Schattennetzwerk für LPG-Transporte; https://tankermap.com/de/news/us-sanctions-iran-lpg-shadow-network-2026-06-05

(3) 20.04.2026; Payment Expert; Bank giants HSBC, JPMorgan linked to Iran money laundering scheme; https://paymentexpert.com/2026/04/20/iran-money-laundering-hsbc-jpmorgan/

(4) 23.11.2024; The Economic Times, Bloomberg; US looks into JPMorgan’s ties to Iranian oil kingpin; https://economictimes.indiatimes.com/news/international/world-news/us-looks-into-jpmorgans-ties-to-iranian-oil-kingpin/articleshow/115576986.cms

(5) 21.01.2020; Bankingdive; Anna Hrushka; HSBC whistleblower says Iran sanctions could bring AML into sharper focus; https://www.bankingdive.com/news/iran-sanctions-anti-money-laundering-hsbc-whistleblower/570522/

(6) 09.09.2026; ARD-Tagesschau; USA zerstören fünf iranische Öltanker; https://www.tagesschau.de/ausland/asien/usa-iran-krieg-angriff-tanker-100.html

(7) 09.09.2026; AlJazeera; Yashraj Sharma; What is Jordan’s Al-Azraq base and why is Iran targeting it?; https://www.aljazeera.com/news/2026/9/9/what-is-jordans-al-azraq-base-and-why-is-iran-targeting-it

(8) 08.09.2026; Shafaq News; IRGC strikes Jordan’s al-Azraq airbase; https://shafaq.com/en/Middle-East/IRGC-strikes-Jordan-s-al-Azraq-airbase

(9) 11.09.2026; Top War; Evgeniya Chernova; 3 aircraft destroyed, 6 damaged – new data on the IRGC strike on the US base; https://en.topwar.ru/289519-3-samoleta-unichtozheny-6-povrezhdeny-novye-dannye-ob-udare-ksir-po-baze-ssha.html

(10) Globalmilitary.net; Muwaffaq Salti Air Base (MSAB / Al Azraq Air Base); https://www.globalmilitary.net/airbases/muwaffaq-salti-air-base/; abgerufen: 11.09.2026

(11) 15.07.2025; Vaihinger Kreiszeitung; Markus Brauer; Was kostet eine Flugabwehrrakete vom Typ Patriot; https://www.vkz.de/lokales/detailansicht/artikel/was-kostet-eine-flugabwehrrakete-vom-typ-patriot-304508/

(12, 12i) 10.09.2026; Clash Report; Ahmet Koçak; One Iranian Salvo May Have Cost US $500M in Patriot Interceptors; https://clashreport.com/defense/articles/one-iranian-salvo-may-have-cost-us-500m-in-patriot-interceptors-whlrcey4ir

(13) 22.07.2025; Deutschlandfunk; Kiew braucht laut Pistorius fünf Patriot-Systeme; https://www.deutschlandfunk.de/kiew-braucht-laut-pistorius-fuenf-patriot-systeme-100.html

(Titelbild) Rakete, Start, Raketenabwehrsystem; Autor: cagrikarip (Pixabay); 05.12.2023; https://pixabay.com/illustrations/ai-generated-missile-launcher-8430402/; Lizenz: Pixabay License

Kategorien: Externe Ticker

China to the Rescue? Why Only Beijing May Be Able To End the Iran War

Reprinted with permission from Trita Parsi’s Substack. If you’ve followed my interviews, you know I’ve been warning about the high likelihood of a third round of the war – one that would almost certainly be far more intense than the previous two. I’ve also argued that, given Trump’s erroneous reading of the current balance, perhaps […]
Kategorien: Externe Ticker

17 bei Protesten in Kobanê Festgenommene freigelassen

Insgesamt siebzehn hauptsächlich junge Menschen, die bei Protesten in Kobanê festgenommen und anschließend nach Aleppo gebracht wurden, sind freigelassen worden. Die Männer waren von Truppen der Allgemeinen Sicherheit der syrischen Übergangsregierung festgenommen worden.

In Kobanê hatten nach der Verschleppung und Ermordung des Kämpfers Sîpan Hiznî von der Hesekê-Brigade Proteste begonnen. Beim Vorgehen der Regierungstruppen gegen die Demonstrierenden kam es zu Übergriffen und zahlreichen Festnahmen.

Bei den jetzt Freigelassenen handelt es sich um Mihemed Necîb Hemo, Azad Celal Osê, Welat Mehmûd Horan, Organ Şukrî Oso, Aras Elaedîn Mişo, Behaedîn Mihemed Bozo, Omer El Hemîd Ehmed, Salih Mihemed Elî, Berxwedan Mihemed Şêxo, Hisên Şêx Mihemed Nebo, Yûsif Mistefa Berkel, Zekeriya Îsmaîl Şêxo, Emar Mehmûd Baqî, Fadil Hecî Heyder, Serdar Mihemed Îsmalî, Ehmed Mihemed Reşad und Zekeriya Îsmaîl Hemo.

https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/nach-gewaltsamem-vorgehen-gegen-proteste-neun-tote-in-gefangnis-von-kobane-52699 https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/-52683 https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/nach-mord-an-sipan-hizni-proteste-in-rojava-weiten-sich-aus-52693

 

Kategorien: Externe Ticker

Türkischer Außenminister Fidan in Damaskus

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat bei einem Besuch in Damaskus die vollständige praktische Umsetzung der Auflösung der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) und ihrer Eingliederung in die syrischen Staatsstrukturen gefordert. Sein syrischer Amtskollege Asaad al-Schaibani erklärte seinerseits, Damaskus strebe eine einzige Armee und die vollständige Eingliederung Nordostsyriens an.

Fidan und al-Schaibani äußerten sich am Sonntag nach einem gemeinsamen Treffen im Rahmen eines zweitägigen Syrienbesuchs des türkischen Außenministers. Neben den QSD standen die Beziehungen zwischen Ankara und Damaskus, die israelischen Angriffe auf Syrien und die wirtschaftliche Zusammenarbeit auf der Tagesordnung.

Fidan: Auflösung der QSD muss praktisch umgesetzt werden

Fidan bezeichnete die Erklärung über die Auflösung der QSD und ihre Integration in die syrischen Staatsinstitutionen als „wichtig und wertvoll“. „Wir erwarten, dass dies ohne Zeitverlust in die Praxis umgesetzt und abgeschlossen wird. Die Phase der Erklärung ist wichtig, aber sie muss auch verwirklicht werden“, sagte der türkische Außenminister. Al-Schaibani formulierte die Zielsetzung der syrischen Übergangsregierung noch einmal aus Sicht von Damaskus. Man gehe entschlossen den Weg, „eine einzige nationale Armee zu schaffen, die Waffen in den Händen der legitimen Institutionen zu konzentrieren und den Nordosten im Rahmen eines vollständig syrischen Prozesses wieder in die nationale Einheit einzugliedern“.

Türkisch als Wahlfach „kein Problem“

Fidan äußerte sich bei seinem Besuch auch zur Sprachenfrage im syrischen Bildungssystem. Gegen die Aufnahme des Türkischen als Wahlfach in die Lehrpläne gebe es „kein Problem“, erklärte er. Die Aussage fällt in eine Zeit massiver Proteste gegen die Bildungspolitik der syrischen Übergangsregierung in Rojava. Seit Tagen boykottieren Schüler:innen den Unterricht und demonstrieren gemeinsam mit Lehrer:innen und weiteren Teilen der Bevölkerung gegen die Beschränkung des Kurdischen auf drei Wochenstunden. Gefordert wird die Fortsetzung der muttersprachlichen Bildung auf Kurdisch.

Erdoğan plant Besuch in Syrien

Fidan kündigte zudem einen Syrienbesuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan an. Dieser wünsche sich die Reise bereits seit längerer Zeit. Ankara arbeite derzeit daran, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Sein eigener Besuch diene auch dazu, vorbereitende Arbeiten einer hochrangigen Planungsgruppe für die geplante Reise Erdoğans zu prüfen. Einen Termin nannte Fidan nicht.

Fidan beschuldigt Israel der Destabilisierung

Mit scharfen Worten wandte sich Fidan gegen die israelischen Angriffe auf Syrien. Israel versuche, das Land zu destabilisieren und greife systematisch dessen militärische Kapazitäten an. Als jüngstes Beispiel nannte er den Angriff auf den Militärflugplatz Abu ad-Duhur. Fidan behauptete darüber hinaus, die israelischen Angriffe würden Organisationen wie den IS indirekt unterstützen. Instabilität in Syrien werde nicht nur das Land selbst, sondern die gesamte Region und darüber hinaus treffen. Al-Schaibani erklärte, die israelischen Angriffe beeinträchtigten die Beziehungen zwischen Damaskus und Ankara nicht. Diese befänden sich vielmehr in ihrer bislang „besten Phase“.

Türkische Unternehmen zeigen großes Interesse

Auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit soll ausgebaut werden. Fidan sprach von einer außergewöhnlich großen Nachfrage türkischer Unternehmen und insbesondere von starkem Interesse türkischer Industrieunternehmen am syrischen Markt. Ankara arbeite daran, dafür die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Al-Schaibani kündigte an, gemeinsam an Industriegebieten in den Grenzregionen arbeiten zu wollen.

https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/-52699 https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/-52700 https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/-52682 https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/proteste-gegen-steigende-treibstoffpreise-in-syrien-52719

 

Kategorien: Externe Ticker

Hunderte demonstrieren in Wien gegen Angriffe auf Rojava

Hunderte Kurd:innen haben am Sonntag in Wien gegen die Ermordung von Sîpan Hiznî und die jüngsten Ereignisse in Kobanê demonstriert. Die Protestierenden forderten Aufklärung und Konsequenzen für die Verantwortlichen sowie die Anerkennung der politischen, sprachlichen und gesellschaftlichen Rechte der kurdischen Bevölkerung in Syrien. Die Demonstration begann am Karlsplatz. Zum Auftakt wurde Sîpan Hiznî, den neun beim Brand im Gefängnis von Kobanê ums Leben gekommenen Menschen und allen im kurdischen Freiheitskampf Gefallenen mit einer Schweigeminute gedacht.

Teil einer Reihe von Angriffen auf die Kurd:innen

Der Journalist und Politiker Binyad Cizîrî erinnerte daran, dass Sîpan Hiznî am 10. September in der Provinz Hesekê verschleppt und ermordet wurde. Bei dem wenige Tage später ausgebrochenen Brand im Gefängnis von Kobanê sind neun Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Cizîrî bezeichnete die Ereignisse nicht als voneinander isolierte Vorfälle, sondern als Teil einer Reihe von Angriffen und Rechtsverletzungen gegen die kurdische Bevölkerung Rojavas. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

 


Kritik übte er insbesondere an der Politik der syrischen Übergangsregierung. „Die Ereignisse in Kobanê und die Entsendung von Truppen aus Aleppo in die Region zeigen, dass auch das Prinzip der Selbstverwaltung der Kurd:innen abgelehnt wird“, sagte Cizîrî. Auch die Einschränkung der kurdischsprachigen Bildung sei Ausdruck dieser Politik. Die Begrenzung des Kurdischunterrichts auf drei Wochenstunden widerspreche dem Dekret Nr. 13, mit dem Kurdisch als nationale Sprache in Syrien anerkannt worden sei.

Solidarität mit dem Widerstand in Rojava

Nurcan Alagöz erklärte im Namen der Kurdischen Frauenbewegung in Europa (TJK-E), die Angriffe auf die kurdische Bevölkerung Rojavas bedrohten zugleich Sicherheit und Stabilität der gesamten Region. Die Aktivistin Stêrk Ronahî erinnerte an die Rolle der Kurd:innen im Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) und erklärte ihre Solidarität mit dem Widerstand der Bevölkerung Rojavas gegen Angriffe und Einschüchterungsversuche.

Die Redner:innen forderten, die Rechte der kurdischen Bevölkerung auf Selbstverwaltung und muttersprachliche Bildung im Rahmen des Abkommens zwischen der Selbstverwaltung und Damaskus zu garantieren. Zugleich riefen sie die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf die syrische Übergangsregierung auszuüben und sich für Frieden, Stabilität und ein gleichberechtigtes Zusammenleben in Syrien einzusetzen. Anschließend zog die Demonstration vom Karlsplatz zum österreichischen Parlament. Die Teilnehmer:innen trugen Transparente zum Gedenken an die Getöteten und forderten, die Verantwortlichen für die Angriffe auf die kurdische Bevölkerung zur Rechenschaft zu ziehen.

https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/tausende-nehmen-abschied-von-sipan-hizni-52710 https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/nach-gewaltsamem-vorgehen-gegen-proteste-neun-tote-in-gefangnis-von-kobane-52699 https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/schulboykott-fur-kurdischsprachige-bildung-dauert-an-52720

 

Kategorien: Externe Ticker

Was ist mit der Tiermedizin passiert? (Teil 1)

Transition News - 14. September 2026 - 0:07

Transition News: Sie sind nicht nur praktische Tierärztin, sondern auch Fachtierärztin für Epidemiologie und Tropenveterinärmedizin, haben einen Master of Science in Wildlife Management und ein Diploma in Animal Health Management. 2019 haben Sie im Auswärtigen Amt in Berlin an der Konferenz «One Health, One Planet, One Future» teilgenommen. Was ist Ihnen damals klargeworden?

Claudia Schoene: Dass es darum geht, die Leute daran zu gewöhnen, dass alles registriert, alles vermessen und alles in Datenbanken eingepflegt und beliebig ausgewertet wird. Und dass es eben ganz wichtig zu sein scheint, sogar Wildtiere zu impfen – was derzeit in Australien gemacht wird. Obwohl sich zum Beispiel laut den Büchern «Die Impf-Illusion» und «Ist eine Erkältung ansteckend?» die Frage stellt, ob eine solche Infektion tatsächlich möglich ist.

Und es gibt eigentlich gar keine Beweise dafür, dass die weltweiten Impfungen irgendetwas genutzt haben. Oder nehmen wir die Masern-Impfung: Masern gab es in Deutschland fast nicht mehr und erst dann wurde diese Impfung Pflicht. Es geht also nicht um die Gesundheit der Kinder, sondern um die Hersteller der Vakzine, die damit Geld verdienen.

Der One-Health-Ansatz stammt aus Überlegungen zur Arterhaltung, insbesondere durch Beteiligung der Tiermedizin. Daher basieren insbesondere in den Arterhaltungs-NGOs wie dem World Wildlife Fund (WWF) oder der Wildlife Conservation Society (WCS), seit rund 20 Jahren ein Großteil der Projekte auf dem One-Health-Credo.

Wo das Geld fließt

Als die Bill- und Melinda-Gates-Foundation begann – das war so Ende des 20., Anfang des 21. Jahrhunderts –, für HIV, Malaria und Tuberkulose Geld auszugeben, hat jedes Projekt – eben auch Projekte zur Arterhaltung oder zur landwirtschaftlichen Entwicklung in der «Dritten Welt» – versucht, eine dieser drei Krankheiten mit abzudecken, um an diese Fördertöpfe zu gelangen. Finanzierung, Forschung, Ergebnisse und Arzneimittel bilden ein Perpetuum mobile.

Etwa zur gleichen Zeit hat Gates GAVI, die Vaccine Alliance, gegründet, über die er in den Versuch involviert ist, die Tollwut auszurotten, da er eben auch in Firmen investiert, die Impfstoffe vertreiben.

Bei One Health geht es also unter anderem darum, dass einige wenige möglichst viel verdienen. Sie haben selbst viele Jahre in Afrika und Fernostrussland geforscht und waren zeitweise Teil dieser Maschinerie. Seit wann sind Sie wieder zurück in Deutschland?

Ende 2007 kam ich zurück nach Berlin und habe einige Jahre am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) gearbeitet – das ist das Robert-Koch Institut (RKI) für Tiere – und danach war ich am RKI selbst, bei der Informationsstelle des Bundes für biologische Sicherheit (IBBS). Die unterstand damals dem ZBS, dem Zentrum für biologische Sicherheit, das Lars Schaade leitete. Ich war Mitglied der IBBS Einsatzgruppe. Wir haben zum Beispiel vor dem Staatsbesuch des Papstes biologische Proben in seinem Schlafzimmer in Erfurt genommen, haben die nach Berlin geschickt und untersuchen lassen. Im Oktober 2012 habe ich freiberuflich mit Praxisvertretungen angefangen, weil ich mich weder beim FLI noch beim RKI wohlgefühlt habe. Im September 2023 folgte dann die Eröffnung meiner eigenen Kleintierpraxis.

Gewöhnung an Kontrolle

Sie haben oben die Tollwut angesprochen: Wie sinnvoll ist denn eine Tollwut-Impfung? Und gibt es in Deutschland dafür eine Impfpflicht?

In Deutschland gibt es für Klein- und Heimtiere keine Impfpflicht, obwohl es viele Praxen gibt, die darauf bestehen, nur geimpfte Tiere aufzunehmen. Dabei geht der Impfstatus eines Tieres als Zugangserlaubnis zu seiner Praxis einen Tierarzt eigentlich gar nichts an.

Für Hunde, Katzen und Frettchen besteht dann eine Tollwutimpfpflicht, wenn man sein Tier EU-weit verbringen will – hier postuliert der EU-Gesetzgeber die Sinnhaftigkeit dieser Impfung einfach. Das Tier hat einen entsprechenden EU-Heimtierausweis, in dem seine Mikrochipnummer zur eineindeutigen Identifikation und die Impfung angeblich fälschungssicher hinterlegt werden. Dieser EU-Heimtierausweis hat eine Registriernummer und ich als Tierärztin, die den Ausweis ausstellt, muss bei HI-Tier, dem Herdeninformationssystem Tier, registriert sein und bekomme dort ebenfalls eine Nummer. Die Nummer auf dem Ausweis wird, wenn ich neue Heimtierausweise bestelle, mit meiner HIT-Nummer verbunden, so dass immer nachzuvollziehen ist, wer den Ausweis ausgestellt hat. Zusätzlich hinterlegt jeder Tierarzt das auch schriftlich, mit Stempel und Unterschrift, im Ausweis selbst.

Die digitale Erfassung in einer Datenbank ist also redundante Kontrolle und Überwachung.

Auch im Bereich der Veterinärmedizin gibt es neue Technologien – mRNA, RNA. Können Sie dazu etwas sagen? Und gibt es überhaupt neue Erreger, die dieses Vorgehen notwendig machen?

Ich halte nichts von den diesen neuartigen Technologien. Seit den frühen 2000er Jahren gibt es Forschungen und erste Versuche mit mRNA-Vakzinen, insbesondere bei Mäusen, Schweinen und Geflügel.

In der Medizin und eben auch der Tiermedizin gibt es den Bereich Emerging and Re-Emerging Diseases, also neue Krankheiten oder solche, die wiederauftauchen. Auch beim RKI besteht dazu ein WHO-Kooperationszentrum. Natürlich verändern sich Erreger, insbesondere Viren, fortlaufend. Und wenn Leute ständig nach irgendwas auf der Suche sind, finden sie auch etwas Neues. So sollen in den Jahren 2002 und 2003 etwa 5000 Gorillas an Ebola gestorben sein. Die Daten würden das nahelegen, so die Autoren.

Unbrauchbare PCR-Tests

Allerdings müssen wir uns die jeweilige Diagnostik immer ganz genau angucken. PCR-Tests zum Beispiel sind für mich als Virusnachweis unbrauchbar. Wenn wir dem Erfinder des PCR-Tests Kary Mullis glauben und ich mich an das erinnere, was ich im Studium gelernt habe, sind PCR-Tests für diagnostische Zwecke nicht geeignet. Und sie sind schon gar nicht in Ausbruchssituationen einzusetzen. Das lernt eigentlich jeder Tiermedizinstudent. PCR-Tests sind immer mit den Symptomen abzugleichen, wenn sie denn verwendet werden. Sie sind eine zusätzliche Untersuchungsmethode, die zu interpretieren ist. Differenzialdiagnose ist das Zauberwort.

Sich in einer Schlange anzustellen, einen Stab in die Nase bohren zu lassen und sich dann sagen zu lassen: «Sie sind positiv und, falls Sie es noch nicht gemerkt haben, Sie haben jetzt Schnupfen und sind eventuell symptomlos erkrankt.» Dieses Vorgehen hätte eigentlich nach einem halben Tag von sämtlichen Veterinärfakultäten und tiermedizinischen Organisationen untersagt und kritisiert werden müssen. Stattdessen haben sie überzeugt mitgemacht. Und leider hält die modRNA-Technologie auch immer mehr Einzug in die Tiermedizin.

Kann hier überhaupt von «Impfstoffen» gesprochen werden?

Nein, das sind modifizierte RNA-Injektionssubstanzen, die angeblich wie eine Impfung funktionieren sollen, das heißt, das Immunsystem dazu bringen sollen, spezifische Antikörper zu produzieren.

Dem Tierärzteblatt aus dem September 2026 lag ein Werbeblatt von MSD Tiergesundheit bei. Dort wird eine RNA-Partikel-Technologie angepriesen, die sich von den klassischen mRNA-Impfstoffen unterscheidet. In das Virus der Venezolanischen Equiden Enzephaltis (VEE), wird eine Sequenz für das gewünschte Impfantigen, hier das Feline Leukosevirus (FeLV), eingebaut, zusammen mit Replikase-Genen, die nach Aufnahme in die Zelle für eine Vermehrung des Impfantigens sorgen. Dies soll auch ohne die Zugabe von Adjuvanzien, wie Aluminiumhydroxyt, zu einer starken Immunantwort führen. Dieser RNA-Partikel-Impfstoff ist laut Paul-Ehrlich Institut (PEI) der erste Tierimpfstoff mit selbstvervielfältigender RNA (saRNA).

Eine FeLV-Infektion kann verschiedene Verlaufsformen haben. Ein Großteil der Katzenpopulation ist infiziert. Deshalb sollte vor einer Impfung ein Antigen-Schnelltest durchgeführt werden. Dieser weist aber nur bei der progressiven Infektion – mit permanenten Vorkommen des Virus im Blutstrom – dieses auch nach. Oft kommt es erst im Alter, bei nachlassendem Immunsystem, zu Symptomen, wie zum Beispiel Tumoren im Magen-Darm-Trakt.

Überhaupt impfen?


Viele Tierbesitzer lassen ihren vierbeinigen Liebling wegen der Hilfsstoffe, nicht impfen. Foto: Sophia-Maria Antonulas

Welche Impfungen braucht denn ein Hund oder eine Katze wirklich?

Wer mit seinem Tier in der EU oder auch in Drittländer reisen möchte, braucht – wie erläutert – auf jeden Fall eine gültige Tollwutimpfung. Innerhalb Deutschlands benötigt ein Haustier gar keine Impfung. Das wird von der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StiKo Vet) festgelegt. Sie kategorisiert Empfehlungen für verschiedene Krankheiten nach «unbedingt empfohlen», «unter bestimmten Bedingungen empfohlen», «in Ausnahmefällen empfohlen» und «nicht empfohlen».

Die Tollwutimpfung gilt als unter bestimmten Bedingungen empfohlene Impfung, da Deutschland seit 2008 frei von silvatischer Tollwut ist. Wenn ein Tier viel im Wald unterwegs ist, ist vielleicht eine Staupeimpfung ganz sinnvoll. Auch eine Impfung gegen Leptospirose und Parvovirose erachtet die StiKoVet als unbedingt empfehlenswert.

Ich möchte mir nicht verbieten lassen, Viren infrage zu stellen, aber tun wir mal so, als gäbe es Viren: Dann würde ich, wenn ich einen Jagdhund hätte, zu einer Staupeimpfung raten, weil zum Beispiel Marderhunde auch Staupe übertragen können oder auch Fuchs und Wolf – falls der Hund die Begegnung mit einem Wolf überlebt. Wenn Sie nur einen Stadthund haben, sieht das anders aus.

Bedenkliche Hilfstoffe

Viele lassen ihr Tier wegen der Adjuvanzien, der Hilfsstoffe, nicht impfen. Es gibt allerdings eine Firma, die auch herkömmliche Hundeimpfstoffe ohne Adjuvans herstellt. Sonst ist immer zumindest eine Aluminiumverbindung enthalten. Und Aluminium ist hirngängig.

Bei mir ist ein kleiner Dackel in Behandlung, der ohne familiäre Vorbelastung plötzlich epileptische Anfälle bekam. Der war mit seinen vier Jahren relativ ausführlich durchgeimpft. Wir haben dann die Aluminiumkonzentration im Blut bestimmen lassen. Für Tiere gibt es keine Grenzwerte. Der Wert musste daher in einem humanmedizinischen Labor bestimmt werden und lag bei über 250 Mikrogramm pro Liter. Für einen erwachsenen Menschen ergibt das die Diagnose Enzephalopathie – Hirnleiden.

Wir konnten das Aluminium gut ausleiten – der Wert lag fast bei Null – stieg danach aber wieder an. Vermutlich durch Aufnahme aus der Umwelt. Das sollte uns vielleicht alle aufhorchen lassen. Momentan ist der Dackel wieder bei einem Wert von etwa 100 Mikrogramm. Die Anfälle variieren in der Stärke, gehen aber auch unter Behandlung nie ganz weg. Zumindest als Differentialdiagnose kann eine aluminiumbedingte Hirnschädigung als Ursprung der Epilepsie nicht ausgeschlossen werden.

Wie stehen Sie zur Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin? Wer nimmt überhaupt Einfluss auf das Impfregime für Tiere?

Die neun Mitglieder der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin setzen sich aus sieben Professoren von vier der fünf Veterinärmedizinischen Fakultäten in Deutschland sowie zwei praktischen Tierärzten zusammen.

Zwei der Mitglieder sind ebenfalls Autoren der MSD Information zu dem neuartigen FeLV-Impfstoff. Die «Leitlinien zur Impfung von Kleintieren» beginnt mit dem Satz: «Die Impfung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zu Verhinderung von Infektionskrankheiten und deren Verbreitung.» Quellen werden für diese Behauptung nicht angegeben.

Das überzeugt mich persönlich nicht. Die Impfleitlinie gibt einen Überblick, welche Krankheiten relativ häufig bei Hunden und Katzen vorkommen. Dabei stellt sich jedoch die Frage der Diagnostik – mir kommen die Differenzialdiagnosen immer zu kurz.

Worauf spielen Sie an?

Jeder Körper hat nur eine bestimmte Anzahl von Symptomen, um zu zeigen, dass mit den Atemwegen, dem Magen-Darm-Trakt und so weiter etwas nicht stimmt. Wenn mit den Atemwegen etwas nicht in Ordnung ist, dann haben Sie vielleicht Nasenlaufen, Husten, Kopfschmerzen, Schmerzen beim Atmen, raue Stimme, Fieber. Das kann aber ganz verschiedene Ursachen haben.

Bei der Differenzialdiagnostik geht es darum, genau das rauszufinden, sich erstmal zu überlegen: Was könnte das denn sein? Und die einzelnen Möglichkeiten, entweder aus- oder einzuschließen. Das passiert durch weiterführende Untersuchungen, und dazu kann im Notfall auch ein PCR-Test dienen. Auch Mischinfektionen sind möglich.

Der Körper hat nur bestimmte Symptome, um zu zeigen: «Ihr müsst mal bitte hier gucken, da stimmt was nicht.» Die Ursache kann aber unterschiedlich sein, und das muss ich eben rausbekommen. Und das mache ich nicht dadurch, dass ich mich in einer Schlange anstelle und mir ein Stäbchen in die Nase drücken lasse und gucke, ob das positiv oder negativ wird.

Missbrauch

Schon die Teststatistik besagt: Je weniger verbreitet oder prävalent eine Krankheit ist, desto höher ist der Anteil der Falschpositiven. So wird eine Krankheit herbeigetestet, die gar nicht vorhanden ist. Da es keinen hundertprozentig akkuraten Test gibt, müssen nur genügend Tests durchgeführt werden, um etwas herbeizutesten.

Im Nutztierbereich kann also genauso Missbrauch getrieben und in weiterer Folge den Menschen ihre Protein-Nahrungsgrundlage genommen werden?

Wenn Sie bei 1000 Männern einen Schwangerschaftstest machen, finden Sie bestimmt drei Schwangere. Und bei 1000 Kühen ohne Maul- und Klauenseuche (MKS), finden Sie bestimmt auch drei mit MKS.

Wenn es dann eine Tierseuchengesetzgebung gibt, die besagt, dass alle Kühe, die zusammen mit den drei Testpositiven auf einem Hof leben, getötet werden müssen, dann ist das so. Drei haben einen positiven PCR-Tests, niemand weiß, warum der positiv ist, und 1000 Tiere sind tot. Keine Milch, kein Fleisch, keine Häute, alles wird vernichtet.

Aber ist die Regelung tatsächlich so streng?

Laut der deutschen Tierseuchengesetzgebung, die auf entsprechenden EU-Verordnungen basiert, schon. Wenn es auf einem Bauernhof oder in einem Stall sagen wir mal 3000 Kühe gibt und einige sind positiv, dann ist der ganze Stall weg – eigentlich der ganze Hof.

Teil 2. des Interviews mit tieferen Einblicken in das Dogam «One Health» finden Sie ab 15. September hier.

Kategorien: Externe Ticker

«Vollinvasion» – Die Leitmedien haben einen neuen Kampfbegriff gefunden

Transition News - 14. September 2026 - 0:06

Das Wording in den Mainstreamartikeln ist vielsagend, bereits auf der Sprachoberfläche. «Putinversteher», «Klimaleugner», «Schwurbler»: Wenn es darum geht, Kampfbegriffe zu erfinden, kennt die Fantasie keine Grenzen. Derlei Kreationen dienen genauso als Propaganda-Instrumente wie beispielsweise die Zurückhaltung von Informationen.

Mit Begriffen kann die Bevölkerung gelenkt, aufgewiegelt oder narkotisiert werden, je nachdem, welche Agenda das jeweilige Blatt verfolgt. Im Ukraine-Krieg unterstützt die Mainstreampresse bekanntlich Kiew und damit die transatlantischen Akteure, die im Hintergrund die Fäden ziehen.

Folglich greift sie gerne zu deftigen Etiketten und Formulierungen, um Russland zu dämonisieren, als Aggressor darzustellen, als einen Staat also, der sich nicht an Recht und Gesetz hält. In der westlichen Berichterstattung hatte man lange Zeit von einem «völkerrechtswidrigen Angriff» Moskaus gesprochen.

Doch diese feste Wortwendung verschwand irgendwann, wie die deutsche Politikerin Sahra Wagenknecht im Podcast «ungeskriptet» richtig anmerkte. Warum? Wagenknecht gab eine plausible Erklärung ab: Ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg bedeutet, dass ein Staat gegen das in der UN-Charta verankerte allgemeine Gewaltverbot verstößt. Das tat aber nicht nur Russland, sondern auch die USA, als sie gemeinsam mit Israel gegen den Iran vorzugehen begannen.

Bloß keine Vergleiche!

Auch dieser Krieg ist völkerrechtswidrig. Auch die USA halten sich nicht an Recht und Gesetz, doch das soll und darf sich nicht im kollektiven Bewusstsein festsetzen, weshalb der Begriff nicht mehr verwendet wird, auch nicht im Zusammenhang mit Russland. Warum? Damit keiner auf die Idee kommt, die USA mit Russland zu vergleichen.

Zwischen beiden soll weiterhin die Aufteilung in «Gut» und «Böse» bestehen, weshalb ein neuer Begriff aus dem Hut gezaubert wurde, um das Feindbild Russlands aufrechtzuerhalten: «Vollinvasion». Diese Sprachkreation ermöglicht nun wieder eine Unterscheidung: Anders als Russland sind die USA nicht in das Territorium des Kriegsgegners eingedrungen.

Dieser Aspekt steht nun im Vordergrund, während der Verstoß gegen das Völkerrecht keine Rolle mehr spielt. Und die transatlantischen Propaganda-Medien schießen aus allen Rohren, um es der Bevölkerung einzutrichtern: «Vier Jahre russische Vollinvasion in der Ukraine», titelt das Online-Portal kurz&knapp.

Auch die Tagesschau informiert in ihrer Beschreibung unter einer Karte, dass die russischen Streitkräfte am 24.2.2022 «ihre Vollinvasion in die Ukraine» begonnen hätten. Der Spiegel, in Sachen Propaganda immer vorne dabei, darf da natürlich nicht fehlen: «Mit 50,4 Milliarden Euro hat der Bund Verbraucher und Märkte in der Energiekrise nach Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine unterstützt», beginnt das Relotius-Blatt einen Beitrag, der die deutsche Regierung trotz ihrer katastrophalen Politik auch noch in den Schutz nimmt.

Agenten in den Redaktionen

Der Begriff selbst ist irreführend. Wer ihn erfunden hat, wollte bewusst eine Schippe drauflegen. Vermutlich ist in solchen Kreationsstuben bekannt, dass die Leitmedienredaktionen alles abnehmen, was ihnen serviert wird. Von einer «Vollinvasion» kann schon deswegen nicht gesprochen werden, weil Russland bislang nur in einen Teil der Ukraine eingedrungen ist. Auch hier wollte man sich wahrscheinlich für den Fall absichern, dass die USA zumindest einen Schritt auf das iranische Territorium macht.

So offensichtlich die verbale Manipulation ist, so blind zeigen sich Spiegel und Co. Da gebe es Abstimmungsmechanismen, erklärte Wagenknecht dieses Phänomen und verwies darauf, dass Geheimdienste seit geraumer Zeit Leitmedienredaktionen mit eigenen Leuten infiltrieren. Als Beispiel nannte sie die aufgeflogene «Operation Mockingbird».

Dabei handelt es sich um ein in den 1970er Jahren begonnenes Projekt des US-Außenministeriums zur Beeinflussung der Medien. Die CIA soll damals über 400 Agenten und kompromittierte Journalisten in die Redaktionen der größten Sender und Blätter eingeschleust haben.

Die Geheimdienstbehörde verfasste die Inhalte und übergab sie ihren Leuten, die sie wiederum in den Nachrichtenmedien veröffentlichten. Nicht wenige gehen davon aus, dass diese Vorgehensweise noch heute Bestand hat und sich nicht nur auf die USA beschränkt.

Am Beispiel von 9/11

Dafür gibt es teils sehr klare Indizien. Als etwa am 11. September 2001 die angeblich von Al-Qaida-Mitgliedern gekaperten Flugzeuge in die beiden Türme des World Trade Centers (WTC) rasten, stürzte auch das WTC-Gebäude Nummer 7 ein. Doch die Fernsehzuschauer erfuhren davon schon zwanzig Minuten früher.

Die BBC-Reporterin verkündete den Einsturz, obwohl WTC 7 noch stand. Als sie später darauf angesprochen wurde, rechtfertigte sie sich damit, dass sie diese Information der Nachrichtenagentur Reuters entnommen habe. Damit verschob sie die Frage lediglich, beantworte sie jedoch nicht. Woher wusste Reuters, dass WTC 7 einstürzen würde? Eben von einem jener CIA-Journalisten, der seine Informationen wohl etwas zu früh gestreut hatte.

Die manipulierenden Geostrategen halten sich stets bedeckt, aber in solchen Ereignissen sind sie genauso erkennbar wie in Kampfbegriffen. «Vollinvasion» wird nicht ihre letzte Kreation bleiben. Umso wichtiger ist es, die Sprachoberfläche genau zu beobachten, ohne sich von deren Rauschen berieseln zu lassen. Wer die verbalen Codes entschlüsselt, findet den Weg zur Agenda. Zur Sensibilisierung eignen sich die einschlägigen Periodika, vom Spiegel bis zur Süddeutschen Zeitung. Eine bessere Einstiegslektüre gibt es nicht.

************
Eugen Zentner ist Kulturjournalist und Autor. Zuletzt sind von ihm das Sachbuch «Kunst und Kultur gegen den Strom», der Kurzgeschichtenband «Corona-Schicksale» und der Gedichtband «Die Welt steht Kopf» erschienen.

Kategorien: Externe Ticker

Achtung, Satire! – Demokratiehilfe nach deutscher Art

Transition News - 14. September 2026 - 0:05

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Globalbridge. Transition News durfte ihn mit freundlicher Genehmigung der Autorin übernehmen.

Man muss der deutschen Außenpolitik eines lassen, wenn sie Demokratie fördert, kennt sie keine halben Sachen. Russland wählt vom 18. bis 20. September sein Parlament. Deutschland schließt das letzte russische Generalkonsulat im Westen am 18. September. Timing kann man lernen. Oder haben. Das Bonner Wahllokal war bereits eingerichtet. Nummer 8322, Waldstraße 42. Am 20. September hätten dort russische Staatsbürger in Deutschland ihre Stimme zur Duma-Wahl abgeben können. Nun eben nicht.

Der demokratische Rechtsstaat Deutschland verbietet selbstverständlich niemandem zu wählen. Er entfernt nur rechtzeitig das Wahllokal. Das ist ein Unterschied. Wer im Rheinland wohnt, darf weiterhin frei entscheiden, ob er für die Ausübung seines Wahlrechts nach Berlin fährt. Aus Köln sind es schließlich nur einige hundert Kilometer. Demokratie darf auch einmal etwas kosten. Andere Menschen fliegen für ein Wochenende nach Mallorca.

Das Auswärtige Amt brachte den neuen Servicegedanken bereits auf seine kürzeste Formel: «Klar, das wird eingeschränkt.» (1) Schöner kann Verwaltung politische Philosophie kaum verdichten. Für etwa 5.000 Stimmen muss Russland nun etwas reisen. Bei der Präsidentenwahl 2024 kamen 5.071 Menschen nach Bonn. 75 Prozent stimmten für Putin. (2) Doch keine Sorge, 5.000 Menschen können eine russische Wahl mit mehr als hundert Millionen Wahlberechtigten nicht entscheiden. Das wäre also ein ausgesprochen ineffizienter Staatsstreich.

Als diplomatischer Kinderstreich wäre die Konstruktion deutlich plausibler. Man nimmt niemandem das Förmchen weg. Man verlegt nur den Sandkasten, nach Berlin. Interessant lediglich, wie präzise der deutsche Kalender arbeitet. Am 1. September wird die Schließung verkündet, am 18. September ist Schluss. Und am 18. September beginnt in Russland eben die Wahl.

2023 hatte Deutschland vier russischen Generalkonsulaten noch bis zum Jahresende Zeit gegeben – rund sieben Monate also. Diesmal reichen 17 Tage. (3) Offenbar ist auch deutsche Diplomatie inzwischen auf BonPrix-Expressversand umgestellt. Zum Glück gibt es Europa.

Die Sache hat allerdings einen Schönheitsfehler – russische Staatsbürger können ausweichen. Wer aus Nordrhein-Westfalen kommt, kann nach Brüssel fahren. Dort wartet Wahllokal Nr. 8039. Wer aus Rheinland-Pfalz oder dem Saarland kommt, fährt womöglich nach Luxemburg zu Nr. 8192. Und wem die Bundesregierung mit ihrer Russland-Unpolitik endgültig Lust auf skandinavische Gelassenheit gemacht hat, kann sogar in Stockholm wählen – Wahllokal Nr. 8336. Dort muss man nur den gültigen russischen Auslandspass im Original mitbringen, in Stockholm und Brüssel ist ausdrücklich keine Voranmeldung erforderlich. (4)

Denn das russische Wahlrecht besitzt an dieser Stelle eine kleine Bosheit gegenüber deutscher Symbolpolitik. Ein russischer Bürger darf auch an einem anderen Auslandswahllokal erscheinen, wenn er sich dort vorübergehend befindet. Die Wahlkommission kann ihn am Wahltag auf mündlichen Antrag in die Liste aufnehmen. Nur doppelt wählen darf er selbstverständlich nicht. (5)

Man schließt also Bonn, und der Wähler fährt möglicherweise nach Luxemburg. Das ist europäische Integration auf eine Weise, die vermutlich niemand – auch nicht in Brüssel – geplant hatte. Der russische Wähler als Sicherheitsrisiko?

Unterstellen wir nun tatsächlich, der Termin sei bewusst gewählt worden. Dann wollte Deutschland kaum das russische Gesamtergebnis der Duma-Wahl verändern. Selbst alle 8.359 Stimmen, die bei der Präsidentenwahl 2024 in den damals nur noch zwei deutschen Wahllokalen Bonn und Berlin abgegeben wurden, wären dafür mathematisch viel zu wenig.

Doch genau darum geht es womöglich gar nicht. Die 5.071 Bonner Wähler waren nur diejenigen, die 2024 tatsächlich bis zur Wahlurne kamen. Bonn war das Wahllokal für einen Konsularbezirk mit sechs Bundesländern. Die Schließung trifft damit nicht 5.000 Menschen, sie betrifft den Wahlzugang einer wesentlich größeren russischen Bevölkerung in West- und Süddeutschland.

Die Botschaft wäre eine andere: «Ihr dürft wählen. Nur bitte nicht hier!» Man könnte das kleinlich nennen oder diplomatische Schikane. Man könnte es für den politischen Reifegrad eines Schulhofs halten, auf dem ein Kind sagt: «Du darfst mitspielen, aber deinen Ball behalte ich». Die moderne deutsche Variante wäre wesentlich raffinierter. Das Wahlrecht bleibt unangetastet. Man erhöht lediglich die Entfernung zwischen Wähler und Wahlurne. Oder, wie es in der Sanktionssprache heißt, man erhöht den Preis. Grundrechte mit Kilometerpauschale.

Und damit endet auch schon der schwarze Humor. Denn hinter der Pointe bleibt eine vollkommen ernsthafte Frage. Die Wahltermine waren seit Juni bekannt. Das Bonner Wahllokal war offiziell eingerichtet. Die Bundesregierung wusste, dass ihre Entscheidung die konsularische Betreuung russischer Bürger im Westen einschränkt. Sie wählte trotzdem den 18. September als Stichtag. (6)

Warum? Wenn der Termin Zufall war, kann die Bundesregierung das leicht erklären. Wenn er keiner war, wäre die Erklärung noch interessanter. Merz selbst meinte am 7. September, er habe mit der öffentlichen Zuordnung des Anschlagsversuchs zu Russland «nicht länger warten» wollen. Gleichzeitig räumte er ein, die Hintergründe wahrscheinlich noch sehr viel ausführlicher erläutern und «durch mehr Fakten unterlegen» zu müssen.

Hinzu kommt inzwischen eine abweichende Darstellung des ukrainischen Journalisten Anatoli Scharij. (7) Er beruft sich auf einen anonymen Mitarbeiter des Flughafens Leipzig/Halle. Danach habe es sehr wohl eine kleine zivile Drohne gegeben, die ein Mitarbeiter selbst zu Boden gebracht habe. Fragen wirft diese Version beim angeblichen Sprengstoff und beim weiteren Ablauf auf – es gab offenbar überhaupt keinen Sprengstoff. Er beschreibt die Drohne als kleines, billiges ziviles Gerät für Foto- und Videoaufnahmen und bezweifelt, dass sie überhaupt eine zusätzliche Ladung hätte tragen können. Und es kommt etwas hinzu. Die Sicherheitskräfte, Bombenspezialisten, Feuerwehr und vor allem die Medien seien ungewöhnlich schnell vor Ort gewesen, so der Flughafenmitarbeiter. Damit stehen sich zwei sehr unterschiedliche Darstellungen gegenüber.

Und vermutlich werden Sie, liebe Leser, jetzt sagen: Dann ist noch immer nichts geklärt. Genau. Merkwürdig nur, wie schnell daraus eine außenpolitische Gewissheit und eine Konsulatsschließung werden konnten. Denn Demokratien unterscheiden sich von ihren Gegnern unter anderem dadurch, wie sie mit deren Bürgern umgehen. Auch dann, wenn deren Stimmzettel in die falsche Richtung zeigen könnten.

(Red.) Achtung:

Hier findet man alle Informationen, welche Wahllokale wo und wann offen sind.

Quellen und Anmerkungen: (abgerufen am 7. September 2026)

1.) https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressekonferenzen/regierungspressekonferenz-vom-2-september-2026-2451314
2.) https://www.t.me/s/GK_RF_Bonn?after=319
3.) https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/regierungspressekonferenz-2599836#content_2
4.) https://rushouse.be/ru/novosti-2/
5.) https://pravo.ppt.ru/postanovlenie/tsik/n-6-66-9-338449
6.) https://base.garant.ru/414402159/
7.) https://freedert.online/inland/291027-scharij-stellt-darstellung-drohnenvorfalls-in/
8.) https://www-pp.afp.com/de/anschlagsversuch-von-leipzig-merz-bekraeftigt-entschlossenen-kurs-gegen-russland
9.) https://t.me/s/rusembdeu?before=7986
10.) https://t.me/s/MID_Russia?before=88335
11.) https://t.me/rusluxemb
12.) https://t.me/s/ambrusfrance?before=8682
13.) https://t.me/s/embrusnet
14.) https://t.me/s/MID_Russia?before=88136
15.) https://t.me/s/RusBotWien_RU?q=%23%D0%92%D1%8B%D0%B1%D0%BE%D1%80%D1%8B2026
16.) https://t.me/s/rusembswe?before=6651
17.) https://www.cikrf.ru/
18.) https://t.me/cikrossii

Wichtiger Hinweis für russische Staatsbürger

Nach der Auflösung des Bonner Wahllokals Nr. 8322 bleibt innerhalb Deutschlands nach aktuellem Stand nur das Wahllokal Nr. 8315 bei der russischen Botschaft in Berlin. Russische Staatsbürger können jedoch grundsätzlich auch ein Auslandswahllokal außerhalb Deutschlands nutzen.

Nach Punkt 4.5 der aktuellen Instruktion der Zentralen Wahlkommission Russlands können am Wahltag auch Wähler auf mündlichen Antrag in das Wählerverzeichnis eines im Ausland eingerichteten Wahllokals aufgenommen werden, wenn sie dauerhaft außerhalb Russlands leben oder sich privat, dienstlich, geschäftlich, persönlich oder touristisch im Ausland aufhalten. Wer bereits elektronisch oder in einem anderen Wahllokal abgestimmt hat, darf kein zweites Mal aufgenommen werden.

Wir empfehlen deshalb dringend, das gewünschte Wahllokal vor der Fahrt per E-Mail oder telefonisch zu kontaktieren und sich die Möglichkeit zur Stimmabgabe für den konkreten Fall bestätigen zu lassen. Nach der kurzfristigen Schließung des Generalkonsulats Bonn können sich organisatorische Einzelheiten noch ändern.

Bitte einen gültigen russischen Auslandspass im Original mitnehmen. Die offiziellen Wahlankündigungen mehrerer russischer Auslandsvertretungen nennen dieses Dokument ausdrücklich. In Brüssel, Stockholm und Österreich wird zudem ausdrücklich darauf hingewiesen, dass keine vorherige Registrierung erforderlich ist.

Die folgende Übersicht nennt bestätigte Wahllokale und praktische Ausweichmöglichkeiten für russische Staatsbürger aus den bisher vom Generalkonsulat Bonn betreuten Bundesländern. Stand: 7. September 2026.

Важная информация для граждан Российской Федерации

После ликвидации избирательного участка № 8322 в Бонне на территории Германии, по состоянию на сегодняшний день,остается только избирательный участок № 8315 при Посольстве Российской Федерации в Берлине. Однако российскиеграждане в принципе могут воспользоваться и зарубежным избирательным участком за пределами Германии.

Согласно пункту 4.5 действующей Инструкции Центральной избирательной комиссии Российской Федерации, в деньголосования избиратель может быть включен в список избирателей на зарубежном избирательном участке по устномуобращению. Это относится как к гражданам, постоянно проживающим за пределами Российской Федерации, так и кгражданам, находящимся за рубежом по частным приглашениям, в служебных, деловых, личных или туристическихпоездках. Гражданин, уже проголосовавший на другом избирательном участке или получивший электронный бюллетень, повторно в список не включается.

Перед поездкой мы настоятельно рекомендуем заранее связаться с соответствующим избирательным участком поэлектронной почте или телефону и получить подтверждение возможности голосования в конкретном случае. Послекраткосрочного закрытия Генерального консульства России в Бонне возможны организационные изменения.

При себе необходимо иметь оригинал действующего заграничного паспорта гражданина Российской Федерации. Вофициальных объявлениях ряда российских загранучреждений это требование указано прямо. В Бельгии, Швеции иАвстрии также специально отмечено, что предварительная регистрация для участия в голосовании не требуется.

Ниже приведен перечень подтвержденных избирательных участков и возможных альтернатив для граждан России,проживающих в федеральных землях Германии, ранее относившихся к консульскому округу Генерального консульстваРоссии в Бонне.

Информация актуальна по состоянию на 7 сентября 2026 года.

Kategorien: Externe Ticker

Europäischer Agrar-Suizid: Brüssel kauft US-Mais, um Trumps Wirtschaft zu retten

Transition News - 14. September 2026 - 0:04

Es gibt einen perversen Mechanismus, fast einen Automatismus der Katastrophe, den die Europäische Union stur nicht beim Namen nennen will. Europa ist in Not: Die Dürre hat die Ernten dezimiert und der Alte Kontinent muss 25 Millionen Tonnen Mais importieren, um seine eigenen Viehbestände zu retten. Die einzige logische, geografische und wirtschaftliche Lösung wäre: ukrainisches Getreide.

Doch die EU hat diese Selbstverständlichkeit in ihrer Kriegstreiber-Obsession und blinden Unterordnung gegenüber Washington in einen logistischen Albtraum verwandelt.

Die Häfen am Schwarzen Meer, die einst 90 Prozent der Agrarexporte Kiews abwickelten, sind heute ein Schlachtfeld. Das ist keine abstrakte Blockade: Es sind 35 russische Raketenangriffe auf Odessa in einem Monat, 22 Angriffe auf Schiffe, 67 auf die Infrastruktur. Das mit Mais beladene Schiff Golden Leo wurde getroffen und versenkt. Die See-Exporte sind um 75 Prozent eingebrochen.

Aber es handelt sich nicht um einen einseitigen Krieg: Am 12. August trafen ukrainische Drohnen Noworossijsk, einen entscheidenden Knotenpunkt für den russischen Export am Asowschen Meer. Das Ergebnis dieser Eskalation, die vom Kiewer Regime – unterstützt von den üblichen bekannten westlichen Kriegstreibern – gewollt ist, liegt für alle offen zutage.

Und hier schnappt die Falle zu, die die Brüsseler Bürokraten heuchlerisch «Solidaritätskorridore» nennen. Enorme Getreidemengen auf dem Landweg mit Zügen und Lastwagen durch Moldau, Rumänien und Polen zu transportieren, ist langsam, chaotisch und vor allem unbezahlbar. Der ukrainische Verband UCAB schätzt, dass der Ersatz des Seetransports durch den Landtransport pro einzelner Tonne 41 Euro an Zusatzkosten verursacht. Ein Aufpreis von über 1,1 Milliarden Euro, den niemand bereit ist zu zahlen.

Und genau hier betritt der wahre Gewinner dieses Krieges die Bühne: die Vereinigten Staaten von Amerika.

Während das ukrainische Getreide in den Silos verrottet oder an den verstopften Grenzen Osteuropas strandet, richten die europäischen Käufer – verzweifelt und mit bereits leeren Geldbörsen – ihren Blick über den Atlantik. Der US-amerikanische Mais, der ohnehin auf dem Vormarsch war, nimmt mittlerweile mehr als zwei Fünftel aller EU-Importe ein.

Dabei handelt es sich nicht um einen «freien Markt», sondern um einen erzwungenen Transfer von Wohlstand. Europa nutzt das Geld seiner Steuerzahler und seiner Viehzüchter (die bereits unter den Selbstkosten verkaufen, wie die spanischen Schweinehalter anprangern), um die US-Landwirtschaft zu retten. Es ist ein «kommerzieller Erfolg», der Washington wie gerufen kommt. Während die globalen Spannungen die Düngemittel- und Treibstoffkosten für die US-Farmer in die Höhe treiben, bietet sich Europa freiwillig als Absatzmarkt an und schenkt Donald Trump und seiner republikanischen Wählerbasis einen kolossalen propagandistischen und finanziellen Sieg – für das Weiße Haus völlig kostenlos.

Und auch die ukrainischen Bauern verlieren. Agrarminister Taras Wysozkyj ist gezwungen, das Offensichtliche einzuräumen: Ohne das Schwarze Meer werden 30 Millionen Tonnen Agrarprodukte (über zehn Milliarden Dollar) nicht exportiert werden. Das BIP wird um bis zu fünf Prozent einbrechen. In der nächsten Saison werden sieben Millionen Hektar unbestellt bleiben. «Wir können unser Getreide weder exportieren noch zu einem normalen Preis verkaufen. Es ist Diebstahl», prangert der Landwirt Alexander Gramatik an, wie Politico berichtet.

Und während die kleinen ukrainischen Bauern pleitegehen, wer kauft ihr Land zu Schleuderpreisen auf? Die US-amerikanischen Agribusiness-Multis Cargill, Dupont und Monsanto, mit Finanzgiganten wie BlackRock und Blackstone im Rücken, kontrollieren bereits bis zu 17 Millionen Hektar ukrainisches Ackerland.

Das Paradoxon ist unglaublich, aber gewohnt schlüssig im Rahmen der Raubzug-Strategien von US-Konzernen in jedem Bereich: Wie die ukrainische Wirtschaftsministerin Julija Swrydenko einräumte, hat Kiew 2022–2023 zwar mehr Getreide exportiert, aber weniger eingenommen (20,7 Milliarden Dollar gegenüber 22,1 Milliarden). Die Mengen sind gestiegen, aber der Profit landete an der Wall Street.

Unterdessen zerbröckelt die europäische «Solidarität» an der Realität. In Moldau haben die Bauern dem Regierungschef ein Ultimatum gestellt: Die Transitbedingungen überprüfen oder massenhaft auf die Straße gehen, weil das billige ukrainische Getreide ihren Markt zerstört. In Rumänien sind die Terminals verstopft, so dass die einheimische Ernte keinen Platz mehr findet. In Polen haben wir es bereits gesehen: Landwirte, die Güterwaggons mit Flex-Schleifern öffnen und das ukrainische Getreide auf den Asphalt kippen.

Europa hat seine Nahrungssouveränität und die seines Nachbarn, den es angeblich unterstützen will, auf dem Altar der NATO geopfert. Es hätte eine Getreideallianz zwischen Russland, der Ukraine und Kasachstan geben können – eine Art «Getreide-OPEC», die Kiew zu einem globalen Akteur gemacht hätte. Stattdessen hat der Maidan-Putsch den Kurs in Richtung «westliche Zivilisation» eingeschlagen.

Das Ergebnis ist ein perfekter Betrug: Europa zahlt mehr, die Ukraine geht unter, und die Vereinigten Staaten kassieren ab.

***

Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung von l'AntiDiplomatico übersetzt und übernommen.

Kategorien: Externe Ticker

Absturz oder Durchstarten? Eine Lageanalyse der westlichen Zivilisation

Seit den Anfängen der Zivilisation ist die Menschheit einem doppelten Joch unterworfen. Dieses besteht erstens in verschärfter kriegerischer Bedrohung durch rivalisierende Völker und in autoritärer Beherrschung durch eine abgehobene Oberschicht. Tendenziell verschlimmerte sich die Lage vor allem durch zwei Mechanismen. Erstens setzten sich im Machtgerangel der privilegierten Kreise vor allem skrupellose, narzisstische und gegenüber Bürgerinteressen […]

<p>The post Absturz oder Durchstarten? Eine Lageanalyse der westlichen Zivilisation first appeared on ANSAGE.</p>

Kategorien: Externe Ticker

Anders will als Schichtarbeiter noch vor 67 in Rente gehen: „Genieße das Leben, solange man kann“

Nach 46 Jahren Schichtarbeit reicht es Anders – warum er nicht bis 67 arbeiten will

Als Anders Nääs 1979 seine Arbeit in der schwedischen Industriestadt Sandviken aufnahm, war er noch nicht einmal volljährig. Für seine ersten Schichten mussten seine Eltern sogar ihre Zustimmung geben, weil er das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hatte.

46 Jahre später arbeitet Nääs noch immer auf demselben Industrieareal. Seit Juni 1980 ist er sogar im selben Fabrikgebäude beschäftigt, doch bis zu seinem vorgesehenen Rentenalter von 67 Jahren will er nicht mehr in Vollzeit weitermachen.

Seine Entscheidung ist bemerkenswert, weil Nääs dafür bewusst finanzielle Einbußen akzeptiert. Nach Jahrzehnten im Schichtbetrieb ist ihm freie Lebenszeit inzwischen mehr wert als einige Tausend schwedische Kronen zusätzliches Einkommen.

Seine Haltung bringt er mit einem einfachen Satz auf den Punkt: „Man sollte das Leben genießen, solange man kann.“ Der Fall wirft auch für deutsche Arbeitnehmer eine Frage auf: Wie lange kann von Menschen verlangt werden, nach vier oder fünf Jahrzehnten körperlich belastender Arbeit weiterzumachen?

Seit 1979 in derselben Fabrik

Der Fall wurde ursprünglich vom schwedischen Gewerkschaftsmagazin Dagens Arbete beschrieben. Nääs arbeitet heute beim schwedischen Industriekonzern Alleima in Sandviken; als er dort anfing, gehörte der Betrieb noch zu Sandvik.

Sein gesamtes Erwachsenenleben ist damit eng mit diesem Arbeitsplatz verbunden. Schichtdienst war für ihn schon in jungen Jahren selbstverständlich und über Jahrzehnte prägten Arbeitskollegen, Betrieb und Gemeinschaft einen großen Teil seines Alltags.

Nääs beschreibt rückblickend, dass er zeitweise beinahe für seine Arbeit gelebt habe. Doch nach mehr als vier Jahrzehnten habe sich sein Verhältnis zum Beruf verändert.

Personalabbau und eine aus seiner Sicht zunehmend negative Stimmung im Betrieb haben dazu beigetragen. Vor allem aber stellt sich für ihn inzwischen eine andere Frage: Wie viele gesunde Jahre bleiben nach einem Arbeitsleben von fast einem halben Jahrhundert noch übrig?

Früher ging es um Partys – heute geht es um Krankheiten

Die lange Schichtarbeit ist für Nääs nicht nur eine Frage der Arbeitszeit. Im Bericht erzählt er auch von den gesundheitlichen Veränderungen, die er bei sich und seinen langjährigen Kollegen wahrnimmt.

Vor etwa acht Jahren wurde bei ihm erheblicher Bluthochdruck festgestellt. Seither nimmt er Medikamente, wobei sich aus dem Einzelfall nicht ableiten lässt, dass allein die Schichtarbeit dafür verantwortlich ist.

Nachtarbeit und wechselnde Schichten gelten allerdings als Belastung für den Organismus und werden seit Jahren gesundheitlich untersucht. Nääs selbst vermutet einen Zusammenhang mit seinem jahrzehntelangen Schichtdienst.

Besonders eindrücklich schildert er, wie sich die Gespräche unter den älter gewordenen Kollegen verändert haben. Während sich früher vieles um Wochenenden und Freizeit drehte, seien inzwischen Krankheiten und Medikamente immer häufiger Thema.

Lärm, Vibrationen und körperliche Belastung verschwinden nicht einfach

Nääs kritisiert deshalb die Vorstellung, ein höheres Rentenalter könne für sämtliche Berufe nach demselben Schema funktionieren. Ein jahrzehntelanger Industriearbeitsplatz sei aus seiner Sicht nicht mit jeder anderen Tätigkeit vergleichbar.

Dabei geht es nicht ausschließlich um Schichtarbeit. Im schwedischen Bericht werden auch jahrelange Belastungen durch Lärm, vibrierende Werkzeuge und ungünstige körperliche Bewegungen beschrieben.

Die Arbeitsbedingungen in Industriebetrieben hätten sich zwar verbessert. Für Beschäftigte, die diese Arbeit bereits seit den 1970er- oder 1980er-Jahren ausüben, kommen viele Verbesserungen nach Ansicht von Nääs jedoch sehr spät.

Die Belastungen der vergangenen Jahrzehnte lassen sich nicht nachträglich rückgängig machen. Genau deshalb hält er eine pauschale Verlängerung der Lebensarbeitszeit für problematisch.

Erst seine Partnerin verändert den Blick auf die Rente

Bemerkenswert ist allerdings, dass nicht allein gesundheitliche Beschwerden Nääs zum Nachdenken über seinen Ruhestand brachten. Einen entscheidenden persönlichen Einschnitt gab es vor rund fünf Jahren, als er seine Partnerin Ingalill kennenlernte.

Plötzlich habe sich für ihn ein Leben außerhalb der Fabrik eröffnet, das stärker in den Vordergrund rückte. Beide teilen Interessen, besuchen Musikveranstaltungen und verbringen Zeit draußen in der Natur.

Im schwedischen Bericht wird beschrieben, wie sie gemeinsam Pilze und Beeren sammeln und Zeit im Garten verbringen. Aus dem Beschäftigten, für den die Arbeit jahrzehntelang einen großen Teil seines Lebens bestimmte, wurde ein Mann, der seine verbleibende Zeit anders gewichten möchte.

Genau dieser Punkt macht den Fall für viele ältere Beschäftigte nachvollziehbar. Ein früherer Ausstieg ist nicht immer die Folge davon, dass jemand überhaupt nicht mehr arbeiten kann, sondern kann eine bewusste Entscheidung für mehr verfügbare Lebenszeit sein.

Anders Nääs will nicht von heute auf morgen aufhören

Nääs hat dabei nicht einfach seine Arbeit gekündigt und auch nicht sofort seine vollständige Altersrente beantragt. Er hat sich für einen schrittweisen Rückzug aus dem Berufsleben entschieden.

Aufgrund einer tariflichen Teilpensionsregelung kann er seine Arbeitszeit auf die Hälfte reduzieren. Dafür teilt er sich seine bisherige Tätigkeit mit einem Kollegen, der im selben Monat und Jahr geboren wurde und zuvor dieselbe Arbeit ausführte.

Beide gingen gemeinsam zum Arbeitgeber und erklärten, dass sie nur noch halbtags arbeiten wollten. Die Personalabteilung organisierte anschließend die praktische Umsetzung.

Bis zu seinem 65. Lebensjahr kann Nääs dieses Modell nutzen. Damit erreicht er etwas, das sich viele ältere Beschäftigte wünschen: Er muss nicht abrupt vom Vollzeitjob in den Ruhestand wechseln.

Für mehr Freizeit verzichtet er bewusst auf Geld

Die Entscheidung hat allerdings einen Preis. Nach seinen Angaben verliert Nääs durch die reduzierte Arbeitszeit monatlich einige Tausend schwedische Kronen.

Eine genaue Rechnung darüber, wie viel ihn sein früher Rückzug insgesamt kostet, hat er nach eigener Darstellung nicht aufgestellt. Für ihn überwiegt dennoch der Gewinn an freier Zeit.

Das macht seinen Fall auch rentenpolitisch interessant. Nääs entscheidet sich nicht gegen Arbeit, sondern gegen die Vorstellung, dass ein möglichst hohes Einkommen bis zum letztmöglichen Zeitpunkt automatisch die beste Entscheidung sein muss.

Er akzeptiert weniger Geld, weil ihm die Jahre wichtiger geworden sind, in denen er körperlich noch aktiv sein und sein Privatleben genießen kann.

Mit 65 könnte für Nääs endgültig Schluss sein

Was nach seinem 65. Geburtstag passiert, ist noch nicht endgültig entschieden. Möchte er anschließend weiter nur halbtags arbeiten, müsste nach dem beschriebenen schwedischen Modell zusätzlich auf seine angesparte betriebliche Altersversorgung zurückgegriffen werden.

Nääs deutet allerdings an, dass er nicht davon ausgeht, noch besonders lange weiterzuarbeiten. Nach 46 Jahren im Betrieb empfindet er seinen Beitrag zum Arbeitsleben offenbar als geleistet.

Damit widerspricht sein Lebensentwurf der einfachen Rechnung, wonach eine steigende Lebenserwartung zwangsläufig bedeuten müsse, dass jeder Beschäftigte entsprechend länger arbeitet. Für ihn zählt nicht nur, wie viele Lebensjahre statistisch zu erwarten sind, sondern in welchem Zustand diese Jahre verbracht werden können.

Schweden hat das Rentenalter an die Lebenserwartung gekoppelt

Hinter dem persönlichen Fall steht eine größere Rentendebatte. Schweden hat sein Rentensystem so umgebaut, dass sich Altersgrenzen stärker an der Entwicklung der Lebenserwartung orientieren.

Für die Generation von Anders Nääs liegt das relevante Richtalter bei 67 Jahren. Teile der schwedischen Alterssicherung können zwar früher beansprucht werden, doch ein früherer Ausstieg kann erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Absicherung haben.

Nääs hält es für problematisch, dabei sehr unterschiedliche Berufsbiografien weitgehend über dieselbe Altersgrenze zu erfassen. Wer Jahrzehnte körperlich gearbeitet habe, befinde sich mit Anfang oder Mitte 60 häufig in einer anderen Situation als jemand mit einem weniger belastenden Erwerbsleben.

Der Fall Anders trifft auch die deutsche Rentendebatte

Genau an dieser Stelle wird die Geschichte für Arbeitnehmer in Deutschland interessant. Auch hier gilt für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1964 grundsätzlich eine Regelaltersgrenze von 67 Jahren.

Ein besonderes gesetzliches Rentenprivileg für jahrzehntelange Schichtarbeit gibt es jedoch nicht. Wer 40 Jahre nachts gearbeitet hat, kann allein deshalb nicht automatisch früher und ohne Abschläge in Altersrente gehen.

Damit stellt sich auch hier die Frage, ob Arbeitnehmer ihren Ruhestand selbst anders organisieren können. Dafür stehen je nach Versicherungsverlauf mehrere Wege zur Verfügung.

Mit 45 Versicherungsjahren ist für viele mit 65 Schluss

Wer mindestens 45 anrechenbare Versicherungsjahre erreicht, kann die Altersrente für besonders langjährig Versicherte beanspruchen. Für den Jahrgang 1964 und alle später Geborenen liegt die Altersgrenze nach geltendem Recht bei 65 Jahren.

Damit können langjährig Beschäftigte zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze ohne Rentenabschlag ausscheiden. Anders als häufig angenommen, handelt es sich bei dieser Variante für jüngere Jahrgänge also längst nicht mehr um eine echte „Rente mit 63“.

Mehr dazu erläutern wir im Beitrag Rente mit 63 wird 64 und danach steigt es weiter.

Mit 63 geht es ebenfalls – dann aber mit Abschlägen

Wer mindestens 35 Versicherungsjahre erreicht, kann die Altersrente für langjährig Versicherte grundsätzlich schon ab 63 beanspruchen. Bei ab 1964 Geborenen liegen zwischen 63 und der regulären Altersgrenze von 67 insgesamt vier Jahre.

Für jeden Monat des vorzeitigen Rentenbezugs werden 0,3 Prozent abgezogen. Beim frühestmöglichen Rentenbeginn mit 63 ergibt sich dadurch ein dauerhafter Abschlag von 14,4 Prozent.

Aus einer Bruttorente von 2.000 Euro würden rein rechnerisch 1.712 Euro. Die Kürzung um 288 Euro endet auch mit dem 67. Geburtstag nicht, sondern wirkt grundsätzlich dauerhaft weiter.

Welche Möglichkeiten auch ohne 45 Versicherungsjahre bestehen, erklären wir ausführlich unter Rente mit 63 ohne 45 Versicherungsjahre.

Situation Frühester Beginn ab Jahrgang 1964 Folge Regelaltersrente 67 Jahre Keine Abschläge 35 Versicherungsjahre 63 Jahre Bis zu 14,4 Prozent Abschlag 45 Versicherungsjahre 65 Jahre Keine Abschläge Schwerbehinderung und 35 Versicherungsjahre 62 Jahre Bis zu 10,8 Prozent Abschlag Altersteilzeit kommt dem Modell von Anders besonders nahe

Dem Weg von Anders Nääs ähnelt in Deutschland am ehesten eine Altersteilzeitvereinbarung. Beschäftigte reduzieren dabei ihre Arbeitsbelastung vor dem eigentlichen Rentenbeginn oder wechseln im sogenannten Blockmodell nach einer Arbeitsphase in eine Freistellungsphase.

Ein automatischer Anspruch auf Altersteilzeit besteht nicht. Ob sie möglich ist, hängt unter anderem von Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder einer individuellen Vereinbarung mit dem Arbeitgeber ab.

Wer Altersteilzeit plant, sollte außerdem darauf achten, dass das Ende des Arbeitsverhältnisses und der tatsächliche Rentenbeginn zusammenpassen. Sonst kann zwischen beiden Zeitpunkten eine finanzielle Lücke entstehen.

Wie eine solche Planung aussehen kann, erläutern wir im Beitrag Mit 57 in Altersteilzeit und dann mit 65 ohne Abschlag in die Rente.

Auch in Deutschland steht die Altersteilzeit politisch zur Diskussion

Gerade deshalb sollten Beschäftigte die aktuelle politische Entwicklung beachten. Vorschläge sehen vor, das Mindestalter für Altersteilzeit anzuheben und das Blockmodell künftig einzuschränken beziehungsweise abzuschaffen.

Solche politischen Vorschläge sind jedoch nicht automatisch bereits geltendes Recht. Wer einen bestehenden Vertrag hat oder derzeit eine Vereinbarung plant, muss deshalb zwischen den heutigen Vorschriften und möglichen späteren Änderungen unterscheiden.

Den aktuellen Stand erklären wir ausführlicher unter Altersteilzeit-Blockmodell vor dem Aus – das müssen Beschäftigte jetzt prüfen.

Eine Schwerbehinderung eröffnet einen weiteren Rentenweg

Bei Arbeitnehmern, deren jahrzehntelange Tätigkeit mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen einhergeht, kann außerdem die Altersrente für schwerbehinderte Menschen relevant werden. Dafür muss zum Rentenbeginn grundsätzlich ein Grad der Behinderung von mindestens 50 vorliegen und die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt sein.

Ab dem Geburtsjahrgang 1964 ist diese Altersrente mit 65 ohne Abschlag möglich. Ein Rentenbeginn ab 62 ist ebenfalls möglich, dann können allerdings bis zu 10,8 Prozent dauerhaft abgezogen werden.

Eine Gleichstellung bei einem GdB von 30 oder 40 reicht für diese Rentenart nicht aus. Mehr dazu lesen Sie unter wann Schwerbehinderte des Jahrgangs 1964 vorzeitig in Rente gehen können.

Teilzeitarbeit und Altersrente können kombiniert werden

Ein deutscher Arbeitnehmer muss außerdem nicht zwingend zwischen voller Berufstätigkeit und vollständigem Ruhestand wählen. Wer bereits Anspruch auf eine vorgezogene Altersrente hat, kann grundsätzlich weiterarbeiten und gleichzeitig Altersrente beziehen.

Die frühere Hinzuverdienstgrenze für Altersrenten wurde zum Jahresbeginn 2023 abgeschafft. Dadurch kann beispielsweise ein Beschäftigter seine Arbeitszeit deutlich reduzieren und den Einkommensverlust teilweise durch eine Altersrente auffangen.

Auch eine Teilrente ist möglich. Sie kann zwischen 10 und 99,99 Prozent der errechneten Vollrente liegen und ermöglicht dadurch einen schrittweisen Übergang aus dem Berufsleben.

Wer frühzeitig plant, kann Abschläge ausgleichen

Wer bereits einige Jahre vor dem Rentenbeginn weiß, dass er nicht bis 67 arbeiten möchte, kann zudem mögliche Rentenabschläge prüfen lassen. Ab dem 50. Lebensjahr können Versicherte unter den gesetzlichen Voraussetzungen Sonderzahlungen leisten, um Abschläge vollständig oder teilweise auszugleichen.

Die Deutsche Rentenversicherung berechnet auf Antrag, welcher Betrag erforderlich wäre. Gerade bei einem Rentenbeginn mehrere Jahre vor der Regelaltersgrenze können die notwendigen Summen allerdings erheblich sein.

Wer anschließend doch länger arbeitet, verliert die zusätzlich eingezahlten Beiträge nicht. Sie erhöhen dann grundsätzlich die spätere Rentenleistung.

Der Fall Anders zeigt ein Problem der Rente mit 67

Anders Nääs ist kein Arbeitnehmer, der nach wenigen Berufsjahren aus dem Arbeitsleben aussteigen möchte. Als er seine Arbeitszeit halbierte, lagen bereits rund 46 Jahre Beschäftigung hinter ihm.

Seine Geschichte macht deshalb einen Konflikt sichtbar, der auch die deutsche Rentendiskussion begleitet. Eine statistisch steigende Lebenserwartung sagt wenig darüber aus, wie belastbar ein einzelner Mensch nach mehreren Jahrzehnten Schichtdienst oder körperlicher Arbeit noch ist.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Entscheidend ist nicht nur, wie viele Jahre ein Mensch insgesamt lebt. Für viele Beschäftigte stellt sich vielmehr die Frage, wie viele gesundheitlich gute Jahre nach dem Beruf noch verbleiben.

Nääs hat diese Frage für sich beantwortet. Er nimmt weniger Einkommen in Kauf, um einen größeren Teil dieser Jahre selbst bestimmen zu können.

Es geht Anders nicht darum, überhaupt nicht mehr zu arbeiten

Gerade dieser Aspekt unterscheidet seinen Fall von der klassischen Debatte über eine möglichst frühe vollständige Rente. Nääs arbeitet weiterhin, allerdings nur noch halb so viel.

Sein Modell verteilt die Belastung anders. Statt bis 67 Vollzeit zu arbeiten und anschließend schlagartig aufzuhören, gewinnt er bereits vorher Zeit für sein Privatleben.

Für viele ältere Beschäftigte könnte ein solcher gleitender Übergang attraktiver sein als die Alternative zwischen 40 Arbeitsstunden pro Woche und vollständigem Ruhestand. Allerdings müssen Arbeitgeber, Tarifregelungen und die finanzielle Situation dazu passen.

Praxisbeispiel: Ein deutscher Schichtarbeiter trifft dieselbe Entscheidung

Peter ist Jahrgang 1964 und begann mit 19 Jahren in einem Industriebetrieb. Nach mehr als vier Jahrzehnten mit Früh-, Spät- und Nachtschichten möchte er nicht mehr bis 67 in Vollzeit arbeiten.

Er erreicht 45 anrechenbare Versicherungsjahre und könnte deshalb nach geltendem Recht mit 65 ohne Abschläge in Altersrente gehen. Bis dahin vereinbart er mit seinem Arbeitgeber eine reduzierte Arbeitszeit und nimmt dafür ein geringeres Einkommen in Kauf.

Alternativ könnte er bei mindestens 35 Versicherungsjahren bereits mit 63 eine Altersrente für langjährig Versicherte beginnen. Dann müsste er jedoch bei einem Beginn vier Jahre vor seiner abschlagsfreien Altersgrenze dieser Rentenart einen dauerhaften Abschlag von 14,4 Prozent einkalkulieren.

Ähnlich wie Anders Nääs muss Peter deshalb nicht nur ausrechnen, welche Variante finanziell die höchste Rente bringt. Er muss für sich entscheiden, welchen Wert zwei zusätzliche Jahre mit deutlich mehr freier Zeit für ihn haben.

Fazit: Anders Nääs stellt die entscheidende Frage anders

Nach 46 Jahren im selben Industriebetrieb fragt Anders Nääs nicht mehr ausschließlich danach, wie viel Geld er erhält, wenn er möglichst lange arbeitet. Er fragt sich, was er mit der Zeit anfangen möchte, in der er noch gesund genug für die Dinge ist, die ihm wichtig sind.

Seine Antwort sind weniger Arbeit, weniger Einkommen und mehr Zeit mit seiner Partnerin. Konzerte, Natur, Pilze, Beeren und der eigene Garten haben für ihn einen höheren Wert bekommen als weitere Jahre Vollzeit im Schichtbetrieb.

Deutsche Arbeitnehmer können das schwedische Modell nicht einfach übernehmen. Doch auch hier ermöglichen Altersteilzeit, Teilzeit, eine vorgezogene Altersrente, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren oder bei entsprechenden Voraussetzungen die Altersrente für schwerbehinderte Menschen einen früheren beziehungsweise gleitenden Ausstieg.

Der Fall Anders Nääs zeigt deshalb vor allem eines: Die Entscheidung über den richtigen Rentenbeginn lässt sich nicht allein auf eine Prozentrechnung reduzieren. Nach vier oder fünf Jahrzehnten Arbeit wird verfügbare Lebenszeit für viele Beschäftigte selbst zu einem wichtigen Wert.

Der Beitrag Anders will als Schichtarbeiter noch vor 67 in Rente gehen: „Genieße das Leben, solange man kann“ erschien zuerst auf Gegen-Hartz.de – Sozialrecht, Rente, Pflege und Grundsicherung.

Kategorien: Externe Ticker