Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht, zu Allem seinen Senf dazu zu geben wie an einer Würstelbude. Es ist das Recht, Behauptungen der Mächtigen in Frage zu stellen, Erklärungen und Fakten einzuklagen und Alternativen einzufordern. Das mag unbequem sein, lästig, nerven, bremsen. Aber es ist der Motor des Fortschritts. Ohne Nörgler, Zweifler und Besserwisser kein Fortschritt. Zweifel ist eine gesellschaftliche Produktivkraft. Seine Diffamierung durch angeblich alternativlose Politik ist Rückschritt in vormoderne Zeiten. Deutschland braucht wieder einen Grundkurs in Debatte und Wiederbelebung der Streitkultur.» (- Roland Tichy, Journalist und Publizist)
Sammlung von Newsfeeds
The Data Doesn’t Support the Charge: Iran and the “Number One Sponsor of Terrorism” Claim, by Larry C. Johnson
The Dead, by Chris Hedges
The Casual Cruelty of America’s Energy Embargo of Cuba, by Philip Kraske
The Odyssey and the Futility of Fake Cultural Universalism, by Hua Bin
The Ceuta Mess: Echoes of JFK, 9/11, Iran War, by Kevin Barrett
Federal Judge Dismisses Trump’s Bogus Anti-semitism Lawsuit Against Harvard University, by Paul Craig Roberts
The War of All Against All, by Kevin DeAnna
Today In Dystopia: "We Have Cameras Everywhere In That Town", by Caitlin Johnstone
Flush ‘Em: Ceasefires À la Israel and America Are Layers of Loo-Paper, by Ilana Mercer
Honduras: Garífuna protestieren für Land und Gerechtigkeit
Venezuela schickt Rettungskräfte nach Erdbeben in Kolumbien
Kolumbiens Präsident bittet Trump nach Erdbeben um Zollpause
Viele Rentner bekommen gerade eine Mahnung über 41,60 Euro von der “Bundesnetzagentur” – Was steckt dahinter?
Eine vermeintliche Mahnung der Bundesnetzagentur sorgt bei Rentnern von Photovoltaikanlagen für Verunsicherung. In dem Schreiben werden 41,60 Euro verlangt und bei ausbleibender Zahlung deutlich höhere Folgen angedroht. Die Bundesnetzagentur stellt jedoch klar: Diese Briefe sind gefälscht und stammen nicht von der Behörde.
Besonders gefährlich ist die Masche, weil die Täter ihre Forderung mit einer tatsächlich bestehenden Pflicht für Betreiber von Solaranlagen verbinden. Dadurch kann das Schreiben auf den ersten Blick glaubwürdig wirken und Betroffene zu einer schnellen Überweisung verleiten. Viele Rentnerinnen und Rentner wandten sich an unsere Redaktion, wir klären nun auf.
Gefälschte Mahnung verlangt 41,60 EuroNach Angaben der Bundesnetzagentur behaupten die Absender, eine Photovoltaikanlage sei nicht ordnungsgemäß im Marktstammdatenregister eingetragen worden. Wegen dieses angeblichen Verstoßes werde ein Verfahren eröffnet und eine Zahlung verlangt.
Die Empfänger sollen 41,60 Euro auf ein angebliches Konto der Bundesnetzagentur überweisen. Erfolgt die Zahlung nicht innerhalb von 14 Tagen, drohen die Verfasser mit einer angeblichen Forderung von 208 Euro und weiteren rechtlichen Schritten.
Genau diese Mischung aus relativ niedrigem Ausgangsbetrag, kurzer Zahlungsfrist und deutlich höherer Drohung kann dazu führen, dass Menschen vorschnell zahlen. Die Bundesnetzagentur warnt ausdrücklich davor, die geforderte Summe zu überweisen oder persönliche Daten an die Absender zu schicken.
Betrüger greifen eine tatsächlich bestehende Pflicht aufDie Betrugsmasche ist deshalb besonders überzeugend, weil Betreiber von Photovoltaikanlagen tatsächlich Pflichten gegenüber dem Marktstammdatenregister haben. Nach Angaben der Bundesnetzagentur muss grundsätzlich jede Anlage zur Erzeugung erneuerbarer Energie innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister eingetragen werden.
Wer eine neue Solaranlage besitzt, sollte deshalb durchaus prüfen, ob die Registrierung erfolgt ist. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Forderung aus dem kursierenden Schreiben berechtigt ist.
Die Bundesnetzagentur erläutert zudem, dass nach der aktuellen Rechtslage eine fehlende Registrierung allein nicht automatisch die in dem Betrugsbrief behauptete Zahlung auslöst. Bei bestimmten Sanktionszahlungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz müssen weitere Voraussetzungen vorliegen.
Echte EEG-Sanktionen laufen anders abAuch bei tatsächlich bestehenden Pflichtverstößen passt die Zahlungsaufforderung der Betrüger nicht zum üblichen Verfahren. Nach den Erläuterungen der Bundesnetzagentur werden gesetzlich vorgesehene Sanktionszahlungen nach dem EEG vom zuständigen Netzbetreiber erhoben.
Bei einem fehlenden Eintrag im Marktstammdatenregister kann außerdem die Auszahlung von EEG-Förderzahlungen zunächst ausgesetzt werden. Eine Sanktionszahlung wegen der Registrierung kann nach Darstellung der Behörde bei der aktuellen Rechtslage insbesondere dann entstehen, wenn zusätzlich die vorgeschriebene EEG-Jahresmeldung nicht rechtzeitig gegenüber dem Netzbetreiber abgegeben wurde.
Für Anlagenbetreiber ist diese Unterscheidung wichtig. Eine echte Registrierungspflicht macht eine überraschende Zahlungsaufforderung mit frei erfundenen Bank- und Kontaktdaten nicht glaubwürdiger.
An diesen Angaben lässt sich der falsche Brief erkennenDie Bundesnetzagentur nennt mehrere Auffälligkeiten, mit denen sich die bisher bekannten Schreiben erkennen lassen. Empfänger sollten allerdings nicht davon ausgehen, dass zukünftige Varianten dieselben Fehler enthalten müssen.
Merkmal Was beim gefälschten Schreiben auffällt Geforderter Betrag Es werden zunächst 41,60 Euro verlangt, später werden 208 Euro angedroht. Absender Im Schreiben wird eine angebliche Außenstelle der Bundesnetzagentur in Sömmerda genannt, die nicht existiert. Telefonnummer Die angegebenen Telefonnummern beziehungsweise Vorwahlen passen nicht zu den tatsächlichen Kontaktdaten der Behörde. E-Mail-Adresse Die Adresse „bnetza@mail.de“ gehört nach Angaben der Bundesnetzagentur nicht zur Behörde. Unterschrift Die bekannten Schreiben enthalten keine Unterschrift einer verantwortlichen Person. Zahlungsfrist Mit einer kurzen Frist und einer angeblich deutlich höheren Zahlung wird zusätzlicher Druck aufgebaut. Nicht über die Kontaktdaten aus dem Brief reagierenWer ein solches Schreiben erhält, sollte weder die dort angegebene Telefonnummer anrufen noch die genannte E-Mail-Adresse verwenden. Eine Überprüfung sollte ausschließlich über selbst aufgerufene offizielle Internetseiten oder bekannte Kontaktdaten erfolgen.
Das gilt auch dann, wenn im Schreiben persönliche Informationen oder Angaben zur Photovoltaikanlage enthalten sind. Solche Daten allein beweisen nicht, dass ein Brief tatsächlich von einer Behörde stammt.
Ähnliche Methoden werden auch bei anderen gefälschten Behördenbriefen eingesetzt. Gegen-Hartz berichtete beispielsweise bereits über gefälschte Schreiben im Namen von Jobcentern, bei denen ebenfalls der Eindruck eines offiziellen Behördenkontakts erweckt wurde.
Was Empfänger mit dem Schreiben machen solltenDie Bundesnetzagentur empfiehlt ausdrücklich, kein Geld auf das im Schreiben genannte Konto zu überweisen. Auch persönliche Daten wie die IBAN sollten nicht mitgeteilt werden.
Betroffene können die örtliche Polizei informieren und Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten. Das Schreiben sollte dafür aufbewahrt werden, da Angaben zum Konto, zur E-Mail-Adresse oder zum Absender für die Ermittlungen hilfreich sein können.
Wer gleichzeitig unsicher ist, ob die eigene Photovoltaikanlage korrekt registriert wurde, kann dies unabhängig vom Brief über das offizielle Marktstammdatenregister prüfen. Für Anlagen und Stromerzeugungseinheiten beträgt die reguläre Registrierungsfrist grundsätzlich einen Monat ab Inbetriebnahme.
Wer bereits gezahlt hat, sollte schnell handelnWurde das Geld bereits überwiesen, sollte die eigene Bank möglichst sofort verständigt werden. Die Polizei empfiehlt bei einem Betrugsverdacht, umgehend zu versuchen, eine Überweisung stoppen beziehungsweise zurückrufen zu lassen.
Ob das noch gelingt, hängt unter anderem davon ab, ob die Zahlung bereits vollständig ausgeführt und dem Empfängerkonto gutgeschrieben wurde. Eine Garantie für die Rückholung gibt es deshalb nicht.
Zusätzlich sollte Strafanzeige erstattet und der Brief aufbewahrt werden. Auch Überweisungsbeleg, Kontodaten des Empfängers und weitere Nachrichten sollten gesichert werden.
Mahnung bedeutet nicht automatisch, dass eine Forderung berechtigt istGrundsätzlich sollten Verbraucher Zahlungsaufforderungen nicht allein deshalb bezahlen, weil Begriffe wie Mahnung, Verfahren oder rechtliche Schritte verwendet werden. Zunächst muss geklärt werden, wer die Forderung stellt und auf welcher Grundlage überhaupt Geld verlangt wird.
Das gilt ebenso für Schreiben privater Unternehmen oder Inkassodienstleister. Welche Grenzen dabei gelten, zeigt der Gegen-Hartz-Beitrag „Schulden: Inkasso dürfen das alles nicht, tun es aber immer wieder“.
Auch Drohungen mit negativen Bonitätsfolgen sollten Betroffene nicht dazu bringen, ungeprüft zu zahlen. Wie weit Verbraucherrechte bei unberechtigten Forderungsmeldungen reichen können, zeigt ein aktueller Beitrag über einen unzulässigen SCHUFA-Eintrag und Schadensersatzansprüche.
Kleine Beträge bei Betrugsversuchen sind gefährlich41,60 Euro wirken im Vergleich zu vielen anderen Betrugsforderungen zunächst überschaubar. Gerade deshalb kann die Hemmschwelle für eine schnelle Überweisung geringer sein, insbesondere wenn zugleich mit einer Verfünffachung des Betrags gedroht wird.
Hinzu kommt, dass viele Besitzer einer Photovoltaikanlage wissen, dass es tatsächlich Melde- und Registrierungspflichten gibt. Wer sich nicht mehr sicher erinnert, ob der Installationsbetrieb sämtliche Formalitäten erledigt hat, kann durch ein scheinbar amtliches Schreiben zusätzlich verunsichert werden.
Die Behörde weist selbst darauf hin, dass Installateure oder Verkäufer die Registrierung häufig für ihre Kunden übernehmen. Anlagenbetreiber bleiben dennoch gut beraten, den tatsächlichen Eintrag über das offizielle Register zu überprüfen, anstatt Angaben aus einem unerwarteten Brief zu vertrauen.
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Tote Wale für deutsches Gas in Argentinien
Das Ende einer „Speziellen Militärischen Operation“
Die jüngsten russischen Angriffe auf militärische Infrastruktur in der Ukraine und was dies noch bedeutet
In Russland wurde seit längerem über die Art und Weise der russischen Kriegsführung diskutiert. Seit dem Mai 2022 galt es, die NATO-ukrainischen Streitkräfte zu zermürben. Aber in dem Maße, in dem dies fortschritt, stieg der Einsatz des Westens. Eine stetige Eskalation setzte ein. Russlands angestrebte Ziele erfordern einen immer höheren Preis. Und es zeigt sich, dass dies auch mit einer Fehleinschätzung zu tun hat.
Rückblick und KlarstellungFühren wir eingangs noch einmal kurz auf, was Russland im Februar 2022 veranlasste, in der Ukraine zu intervenieren:
- die immer weiter fortschreitende NATO-Integration der ukrainischen Streitkräfte, sowie deren stetige Aufrüstung,
- die systematische Ausgrenzung, Schikanierung und Verfolgung von ethnischen Russen in der Ukraine,
- der immer weiter um sich greifende und faschistoide Nationalismus in der Ukraine.
Führende russische Politiker hatten zuvor seit mindestens 15 Jahren unzählige Male darauf hingewiesen, dass die Fortdauer dieser strategisch begründeten Prozesse für Russland selbst als existenzielle Gefährdung wahrgenommen und irgendwann auch nicht mehr hingenommen werden würde. Das galt insbesondere für die sogenannte NATO-Osterweiterung (1).
Konkreter Anlass für die russische Intervention war eine Mitte Februar 2022 im Anlaufen begriffene großangelegte Offensive der Kiewer Truppen gegen die beiden selbsternannten Republiken im Donbass (Donezk, Lugansk). Dieses Gebiet wird überwiegend von ethnischen Russen bewohnt und noch mehr Bürger dort sprechen russisch als ihre Muttersprache. Aufgrund der militärischen Bedrohung dieser Gebiete durch Kiew hatten sich die Republiken von der Ukraine losgesagt und sich nachfolgend mit einem Hilfeersuchen zur militärischen Unterstützung an Russland gewandt.
Dies sei nochmals all jenen ins Stammbuch geschrieben, welche unverdrossen die Mär von einem unprovozierten russischen Angriffskrieg verbreiten und jede andere Sicht pauschal als russische Propaganda abqualifizieren.
Nun währt der Ukraine-Konflikt bereits so lange wie der Erste Weltkrieg. Und es ist zu konstatieren, dass keines der offen von der russischen Führung kommunizierten strategischen Ziele erreicht wurde.
Opfer und KostenDie russische Ethnie und ihre Kultur wird in der Ukraine unverändert verfolgt und demontiert. Die NATO-Integration der Ukraine ist keiner militärisch-politischen Neutralität gewichen, sondern hat sich sogar noch verstärkt. Und die faschistischen Traditionen der Ukraine werden gefeiert und kultiviert. Die russische Führung musste sich selbstkritisch hinterfragen, was warum falsch gelaufen ist.
In großen Teilen der russischen Gesellschaft lässt sich seit mehreren Monaten eine wachsende Unzufriedenheit feststellen — und zwar mit der grundsätzlichen Art und Weise, wie der Krieg gegen die Kiewer Regierung und der NATO-gestützten Streitkräfte geführt wird. Es kulminiert in Forderungen, die Spezielle Militärische Operation (SMO) zu den Akten zu legen. Ein Krieg mit angezogener Handbremse würde nur die menschlichen wie materiellen Verluste auf beiden Seiten unnötig erhöhen und jenen in die Hände spielen, die auf die Verstetigung des Krieges setzen.
Anders ausgedrückt, ist durch die andauernde Involvierung Russlands in den Ukraine-Konflikt sogar eben das eingetreten, was sich die Feinde eines souveränen Russlands erhofft haben. Moskau, das bis zum Jahre 2022 seine Feinde im Sinne eines Strebens nach Zusammenarbeit und Diplomatie als „Partner“ bezeichnete, ist in den vergangenen Jahren gründlich desillusioniert worden. Der aus gutgläubigen Wünschen beruhende Selbstbetrug, „Partner“, die keine Partner sind, als solche zu behandeln, ist einer nüchternen Betrachtung dessen was ist, gewichen.
Die jahrelang angewendete Taktik, die ukrainischen Streitkräfte schrittweise aus dem Donbass zu verdrängen, dagegen den Krieg gegen das ukrainische Hinterland nur punktuell und unter Vermeidung ziviler Opfer zu führen, hat in eine strategische Falle geführt. Nicht nur, dass sich vor allem die russische Ethnie auf ukrainischem und russischen Boden seit über vier Jahren gegenseitig auslöscht, was eine Tragödie ersten Ranges darstellt. Eines der vorrangigen Ziele — eben die russische Ethnie zu schützen — ist vollständig fehlgeschlagen. Sowohl der Donbass und die Krim als auch das russische Hinterland und potenziell auch das Weißrusslands sind NATO-ukrainischen Langstreckendrohnen ausgesetzter denn je.
„Die Fortsetzung eines zermürbenden Stellungskriegs unter den gegenwärtigen Bedingungen kommt allein dem kollektiven Westen zugute. Mit ihrem kolossalen finanziellen und technologischen Potenzial ist die NATO in der Lage, das Kiewer Regime endlos mit Waffen zu versorgen und die Ukraine selbst in eine riesige Produktionsstätte für tödliche Drohnen und Raketensysteme zu verwandeln. Die Verteidigung verstreut gelegener Kraftstoff- und Energieversorgungs-, Luftabwehr- und Logistikanlagen tief im Hinterland Russlands erfordert unvergleichlich mehr Ressourcen, als der Feind für kombinierte Luftangriffe aufwendet.“ (2)
Das dies über kurz oder lang zu einer Änderung der operativen Kriegsführung Russlands führen wurde, konnte die mit dem Thema vertrauten Beobachter kaum überraschen. Legitime Anlässe bot die NATO-ukrainische Kriegsführung zuhauf.
Konkrete AuslöserMehrfach hatten russische Politiker davor gewarnt, dass die russischen Streitkräfte einer Eskalation der Kampfhandlungen des Gegners spiegelbildlich, jedoch in vielfach stärkerer Intensität begegnen würden.
Drei Aspekte waren es nun, die eine auffällige Änderung der Art und Weise russischer Kriegsführung bewirken würden. Seit Monaten führten die NATO-geführten Kiewer Streitkräfte systematische, groß angelegte Angriffe auf den russischen Öl- und Kraftstoffsektor durch, was im zivilen Bereich zu einer handfesten Kraftstoffknappheit auf russischem Boden führte (3). Dafür nutzten die Kiewer Truppen zügig weiterentwickelte Drohnen mit höherer Reichweite und Zerstörungskraft — was nur durch die konzertierte Unterstützung des Wertewestens möglich war. Technologien, Satellitenaufklärung, nachrichtendienstliche Aufklärung, Kommunikationssysteme, operative Steuerung, massive Lieferung von Waffensystemen oder deren Bestandteilen: Ohne all dies würde es längst keinen Bruderkrieg mehr in Osteuropa geben.
Dann forcierte Kiew den Krieg gegen die Halbinsel Krim:
„Mychajlo Fedorow, der ukrainische Verteidigungsminister, sagte [Mitte Juni], die ukrainischen Streitkräfte würden »die Krim mit Drohnen isolieren«, und fügte hinzu: »Es sieht so aus, als würde die Krim in nächster Zeit zu einer Insel werden.«“ (4)
Der ukrainische Kriegsminister setzte noch einen drauf:
„Wir haben einen logistischen Lockdown angekündigt. Für die Russen beginnt jetzt die Hölle. Die Logistik wird zerschnitten, die Krim wird isoliert.“ (5)
War sich Fedorow nicht im Klaren darüber, dass die russische Reaktion auf diese Eskalation erwartet werden musste — einfach weil diese überfällig war? Wer flüstert der ukrainischen Führung solche Abenteuer ein? Woher stammen die fatalen Fehleinschätzungen zur eigenen Stärke und der des Gegners? Werden diese absichtsvoll gefüttert? Wer trieb Selenskyj in den sogenannten 40-Tage-Plan, um Russland „zum Frieden zu zwingen“ (6)? Wie erklärt sich die Realitätsfremde der Kiewer Führung?
Die Krim wurde erwartungsgemäß nicht „mit Drohnen isoliert“. Dafür wird nun die gesamte Ukraine zunehmend vom Schwarzen Meer isoliert, wobei sie gleichzeitig strategisch wichtige Stützpunkte um Odessa herum verliert, von denen aus der Krieg gegen die Krim und andere russische Küstenregionen am Schwarzen Meer maßgeblich geführt wurde.
Im Juli begannen ukrainische Drohnen im gesamten Schwarzen Meer sowie im Asowschen Meer, Schiffe zu attackieren, die russische Seehäfen anliefen oder verließen — wohlgemerkt zivile russische Schiffe und zivile Schiffe anderer Nationen. Das war der zweite Auslöser, die Hafenanlagen von Odessa und weiteren Städten als legitimes Kriegsziel zu deklarieren. Spiegelbildlich hat Russland begonnen, alle Schiffe anzugreifen, die (zum Beispiel) den Hafen von Odessa als Umschlagplatz benutzen oder dies versuchen. Zusätzlich werden systematisch die Hafenanlagen selbst zerstört (5i, 7).
Parallel zur zwangsweisen Umwandlung der Ukraine in ein Binnenland wird Schritt für Schritt, Nacht für Nacht und inzwischen auch am helllichten Tage der militärisch-industrielle Komplex auf ukrainischem Boden angegriffen, und dazu alles, was noch benötigt wird, um Krieg zu führen: Versorgungswege, strategisch wichtige Brücken, Tankstellen, Gasstationen, Bahnanlagen und Lokomotiven. Das sind keine neuen Ziele, das Ausmaß und die Beständigkeit der Angriffe sind es dagegen sehr wohl (8).
FazitDie Ukraine hat die russische Reaktion geradezu herbeigebettelt. Für eine entscheidende Wende im Krieg taugte die Eskalation nie, die NATO-Ukraine ist einem strategischen Sieg über Russland ferner denn je. Und die Strategen im Westen, insbesondere die in London, waren sich erst recht darüber im Klaren, weil sie stets um die Kapazitäten der Luftabwehr der Ukraine wussten, sowohl qualitativ als auch quantitativ (9). So gesehen ergibt die eskalierte Kriegsführung auf russisches Hinterland keinen rechten Sinn.
Es sei denn, es geht primär darum, diesen Krieg am Laufen zu halten, darum, jede Friedenslösung, die den Namen auch wirklich verdient, zu hintertreiben. So betrachtet, erscheint die im ersten Augenblick irrationale Politik wie auch Kriegsstrategie der Kiewer Führung in einem anderen Licht. Sie ist eingebettet in den Informationskrieg, der gegen die Bevölkerungen der „wertewestlichen Allianz“ geführt wird und die Menschen weiter und weiter in das Konzept ewiger Kriege presst. Was — nicht zu vergessen — mit einem stetigen Verlust persönlicher Freiheit verbunden ist.
Abschließend noch ein paar wenige Gedanken zur Finanzierung der Ukraine. Es ist eben nicht die Ukraine, die vom Westen für einen angeblichen Verteidigungskrieg gegen angeblich russische Aggressoren finanziert wird. Was bei der Betrachtung des Konflikts oft untergeht, besteht in der gewichtigen Tatsache, dass die Geldströme in Richtung Kiew eine Transformation durchlaufen. Geschöpft als staatliche oder EU-Anleihen (also Schulden) ein großer, wahrscheinlich sogar der größte Teil dieser öffentlichen Gelder über die Ukraine zurück in den Westen geleitet. Wo sie schließlich auf privaten Konten die Bilanzen veredeln — zum Beispiel die von Konzernen, Banken, Vermögensverwaltern und „Weltverbesserern“. Entweder ganz legal oder/und über korrupte Netzwerke. Alles wie in der PLandemie erlebt, alles so, wie es in jedem Krieg gehandhabt wird.
Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.
Anmerkungen und Quellen(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.
(1) AG Friedensforschung; Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der 43. Münchner „Sicherheitskonferenz“ in deutscher Übersetzung; https://www.ag-friedensforschung.de/themen/Sicherheitskonferenz/2007-putin-dt.html; abgerufen: 04.07.2026
(2) 27.06.2026; Reporter; Sergej Marschetskj; Operation „Liquidation“: A Scenario That Will Save Russia from a Strategic Trap; https://en.topcor.ru/72375-operacija-likvidacija-scenarij-kotoryj-spaset-rossiju-ot-strategicheskoj-lovushki.html; https://de.topcor.ru/72375-operacija-likvidacija-scenarij-kotoryj-spaset-rossiju-ot-strategicheskoj-lovushki.html
(3) 10.07.2026; ARD-Tagesschau; Lilia Becker; Langes Warten an Russlands Tankstellen; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/russland-krieg-ukraine-tanken-kraftstoff-100.html
(4) 30.06.2026; Merkur; Krim ruft Notstand aus: Treibstoff weg, Strom weg — und Putiin kann die Halbinsel nicht schützen; https://www.merkur.de/politik/ukraine-isoliert-halbinsel-mit-drohnen-krim-ruft-notstand-aus-zr-94371724.html
(5, 5i) 24.07.2026; ARD-Tagesschau; Droht die Rückkehr der Getreidekrise?; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/schwarzes-meer-angriffe-schiffe-100.html
(6) 25.06.2026; Welt; Ukraine startet nach eigenen Angaben 40-tägige Geheimdienstoperation; https://www.welt.de/politik/ausland/article6a3d7aa7afe845031b3ae5b8/druck-auf-russland-ukraine-startet-nach-eigenen-angaben-40-taegige-geheimdienstoperation.html
(7) 16.07.2026; Reporter; Russian military strikes on Odessa ports have disrupted Ukrainian grain exports — Reuters; https://en.topcor.ru/72814-udary-vs-rf-po-portam-v-odesse-obrushili-jeksport-ukrainskogo-zerna-reuters.html
(8) 03.07.2026; Southfront, Death By A Thousand Strikes: Russia Targets Ukraine’s War Machine; https://www.southfront.press/death-by-a-thousand-strikes/
(9) 10.08.2026; Deutsche Welle; Ukraine-Krieg: Wie Kyjiw die Flugabwehr sichern will; https://www.dw.com/de/ukraine-krieg-flugabwehr-patriot-us-abhaengigkeit-v2/a-78307835
(Titelbild) Ukraine, NATO, Flagge; Autor: Wilfried Pohnke (Pixabay); 15.04.2022; https://pixabay.com/photos/nato-ukraine-flag-solidarity-7131948/; Lizenz: Pixabay License
Let Your Love For This World Fill You With Joy And Compel You To Action
Love and cherish our world. That’s the secret to remaining both (A) deeply happy and (B) well-informed about the dystopian abuses of the empire.
You don’t have to choose. You can have both.
I sometimes get called a Debbie Downer for my nonstop writing about all the evils that are being inflicted upon our world by powerful people every day, but readers who meet me or listen to my podcasts have often expressed surprise at how upbeat and cheerful I am in real life. They see me focusing on extremely dark subject matter day after day and expressing rage and revulsion at the horrors we are witnessing, so they expect me to show up as some kind of dour, jaded misanthrope.
But the truth is I am a very happy person. I don’t generally mention it because this writing project isn’t about me, but my overall experience of life from moment to moment is one of awe, wonder and delight. I experience the full range of emotions and I get my heart ripped out of my chest by Gaza just like anybody else, but after feeling my feelings all the way through I return to marveling at this astonishingly beautiful planet we get to walk around on.
And I only mention this now because I sense an urgent need for the message that you don’t actually have to choose between living a joyful, satisfying life and ferociously opposing the abuses of the machine. I can assure you from personal experience with one hundred percent confidence that you can do both.
I keep hearing people say they avoid news and politics because they find it too depressing. I often see replies to my posts talking about how it’s so hard to go on while knowing about all the war, starvation, tyranny and ecocide the empire is inflicting upon our world. People engaged in activism, real journalism and meaningful politics often look like they’re carrying the weight of the world in their faces, and exhaustion drips from every syllable they speak.
And I’m here to assure you that it really does not need to be this way. The idea that there’s some conflict between personal happiness and engagement with the harsh realities of our world is just empty mind fluff born of flawed perception. It does not deserve to be taken seriously. You can recognize this in your own direct experience with a simple adjustment in your thinking.
It’s actually easy to be both happy and well-informed, and the reason is very simple: because the source of both is the same. The same impulse which drives someone to learn about the abuses of the powerful so they can fight for a better future is also the gateway to joy and wonder. That impulse is called love.
Yes, love. That might land a little corny in an online space generally dedicated to discussing militarism and state tyranny, but it’s the truth. If you didn’t have some love for the world, you wouldn’t care that oligarchs and empire managers are destroying it, and you wouldn’t be in this online space reading this paragraph. You are reading this sentence right now because love for the world is already shining within you.
And if you have love for the world, you have the gateway to happiness right in front of you.
Love and cherish the world with all your heart, and happiness will inevitably follow. Make a practice of pulling your attention away from the grumbling narratives in your mental monologue, and place it instead on the wonders of this beautiful planet in each moment.
The sight of the sky. The scent of the air. The sound of birdsong and playing children. The human hubbub of a bustling city. The rich field of felt sensation in your body (which most adults are only dimly aware of). There is always something beautiful happening in your immediate sensory experience. Always. If you look hard enough, you will find it.
That’s what love is. Deeply appreciating what’s showing up here and now.
Relish your terrestrial human experience from moment to moment to moment, and with practice you will open up a joyful way of living that becomes exponentially better than anything you ever could have imagined. You will begin enjoying your time on this planet because you are actually present for it.
Do you see what I am pointing to here? Can you see how there is no difference between loving your experience of being in this world and loving the world so much that you want to help improve it? Between cherishing each moment on this earth and fighting to stop it from being destroyed?
It’s the same impulse. The same movement. There’s no separation and no contradiction between these two invitations. They are one.
Let your love grow and expand. Let it draw you into an intimate delight in your moment to moment experience of life on this planet, and let it compel you to action in the fight against the imperial machine. Fall in love with the world, and let it compel you to action. It’s all happening in the same motion.
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How the US-EU Partnership Is Fracturing
Support the Troops: Bring Them Home!
Scharfe Kritik am Rückzug einer Studie über möglichen Zusammenhang von COVID-«Impfstoffen» mit der Übersterblichkeit
Letzte Woche hat das wissenschaftliche Fachjournal The BMJ eine Studie aus dem Jahr 2024 zurückgezogen (wir berichteten). Darin wurde davor gewarnt, dass einige Todesfälle im Zusammenhang mit der «Pandemie» möglicherweise durch die Injektionen gegen «COVID» und indirekte Auswirkungen von Corona-Maßnahmen verursacht worden seien. Die Autoren forderten weitere Untersuchungen.
Die Arbeit, die oft von Kritikern der experimentellen mRNA-Präparate zitiert wurde, wurde neun Monate lang einem Peer-Review-Verfahren unterzogen und vom BMJ als korrekt anerkannt. Nach einer Flut von Beschwerden und einer Untersuchung durch das Princess Máxima Centre in Utrecht, wo drei der vier Autoren tätig waren, wurde sie jedoch zurückgezogen.
Obwohl die Untersuchung keine Hinweise auf böswillige Absicht, Erfindung oder Fälschung von Daten feststellen konnte, wurde die Arbeit dennoch als «irreführend» und «selektiv» eingestuft, da sie «nicht den wissenschaftlichen Konsens widerspiegelte» und sich unverhältnismäßig stark auf die negativen Auswirkungen von Impfungen konzentriert habe.
Das BMJ begründete den Rückzug damit, dass «in der Diskussion über die möglichen Ursachen der Übersterblichkeit Fehlinformationen enthalten» und «die Einschränkungen der ursprünglichen Arbeit der Autoren nicht ausreichend beschrieben worden» seien.
Saskia Mostert, Erstautorin der Studie, schrieb auch im Namen eines weiteren Autoren der Studie, Marcel Hoogland, der nicht am Princess-Máxima-Zentrum tätig ist, an das Journal, dass sie mit der Entscheidung zum Rückzug nicht einverstanden seien. Ihr zufolge verletzt die Untersuchung ihrer Arbeit die akademische Freiheit und stellt Zensur dar. Sie ist inzwischen vom Princess Máxima Centre zurückgetreten und erklärte laut dem Telegraph, sie sei auf die «irrationale und blinde Wut», die auf die Veröffentlichung folgte, nicht vorbereitet gewesen.
Wie der Telegraph mitteilt, haben sich nun drei Experten aus den Niederlanden schriftlich an die BMJ-Redaktion gewandt und erklärt, sie seien schockiert über den Rückzug der Veröffentlichung. Sie hätten die Redaktion aufgefordert, ihre Entscheidung zu überdenken. Sie stellten klar:
«Der Rückzug ist unverhältnismäßig und wirft ernsthafte Fragen darüber auf, inwieweit politische Erwägungen bei Ihrer Entscheidung eine Rolle gespielt haben. Ein solcher Rückzug schadet nicht nur der Integrität der verfügbaren wissenschaftlichen Veröffentlichungen, sondern schafft auch einen schrecklichen Präzedenzfall in Zeiten zunehmenden politischen Drucks auf Wissenschaftler.»
Ronald Meester, Professor für Wahrscheinlichkeitstheorie an der Vrije Universität in Amsterdam und einer der Verfasser des Schreibens, erklärte gegenüber dem Telegraph, es gebe «keinen wissenschaftlichen Grund für einen Rückzug». Er ergänzte:
«Ich glaube, dass das BMJ unter Druck gesetzt worden sein könnte, aber es ist nicht klar, von wem. Wie wir in unserem Brief geschrieben haben, ist der Rückzug in diesem Fall bizarr, denn an der Arbeit ist eigentlich nichts auszusetzen. Daher muss der wahre Grund politischer Natur sein. Das ist wirklich sehr traurig für die Wissenschaft. Ich sehe nicht, wie wir die Wissenschaft noch ernst nehmen können, wenn Herausgeber bereit sind, Entscheidungen aus solchen Gründen zu treffen.»
Zwei der Autoren, Prof. Gertjan Kaspers und Dr. Minke Huibers, erklärten, sie hätten den Rückzug «aufgrund von Bedenken hinsichtlich einer Fehlinterpretation der Arbeit durch andere und des daraus resultierenden Risikos für die öffentliche Gesundheit» beantragt, seien jedoch nicht der Meinung, dass die Arbeit Fehlinformationen enthalte.
Dr. Jona Walk, eine niederländische Forscherin auf dem Gebiet der Immunologie und Infektionskrankheiten und ebenfalls Mitautorin des Briefs an die BMJ-Redaktion, behauptete laut dem Telegraph, die Studie sei lediglich aufgrund der Berichterstattung in den Medien zurückgezogen worden. Auf X schrieb sie:
«Das ist ein politischer und kein wissenschaftlicher Grund. Mit dieser Entscheidung schafft das BMJ einen weiteren gefährlichen Präzedenzfall in Zeiten zunehmender politischer Einmischung in die wissenschaftliche Forschung.»
Der Telegraph weist darauf hin, dass mehr als 22.000 Menschen einen Antrag beim staatlichen britischen Entschädigungsprogramm für Impfschäden (VDPS) gestellt haben, da sie glauben, dass sie selbst oder ihre Angehörigen durch die Injektionen geschädigt wurden. Aktuellsten Zahlen zufolge habe die Regierung im Rahmen des VDPS fast 30 Millionen Pfund an 249 Personen ausgezahlt. Auch erinnert die Zeitung daran, dass die Präparate nun Warnhinweise auf seltene gefährliche Nebenwirkungen tragen.
Im Juni sagte Mostert vor dem US-Senat aus und behauptete, der Abschnitt über potenzielle Impfschäden sei ursprünglich «viel kürzer» gewesen, die Gutachter des BMJ hätten jedoch weitere Belege verlangt. «Da Beweise vorliegen, haben wir sie aufgenommen», so Mostert. In ihrer schriftlichen Stellungnahme erklärte sie:
«Von Anfang an war es ein ungleicher Kampf. Unsere Forderung nach einer Untersuchung der zugrunde liegenden Ursachen musste auf die eine oder andere Weise zensiert und gestrichen werden.
Um es klar zu sagen: Ich habe meine Stelle verloren, nachdem ich offizielle staatliche Sterblichkeitsdaten veröffentlicht und weitere wissenschaftliche Untersuchungen zu anhaltenden überhöhten Sterbezahlen gefordert hatte. Wissenschaft kann nicht funktionieren, wenn das Stellen berechtigter Fragen beruflich gefährlich wird. Wenn Wissenschaftler berufliche Nachteile befürchten, verliert die Öffentlichkeit den Zugang zu ehrlicher wissenschaftlicher Forschung.»
Dem Telegraph zufolge sagte ein Sprecher des BMJ:
«Das Peer-Review vor der Veröffentlichung ist nicht perfekt und übersieht sowohl kleinere als auch größere Probleme in Artikeln, weshalb wir das Peer-Review nach der Veröffentlichung und die genaue Prüfung aller von uns veröffentlichten Beiträge sehr schätzen.
Insgesamt kommt die Zeitschrift zu dem Schluss, dass die Diskussion über die Todesursachen unausgewogen ist, es an Stringenz mangelt und sie Fehlinformationen enthält. Wir haben der Erstautorin die Möglichkeit gegeben, die Schlussfolgerung zu korrigieren, doch ihre vorgeschlagene Korrektur ging nicht weit genug, und die Probleme hinsichtlich der Originalität der Arbeit konnten nicht behoben werden.
Wir haben den Artikel nicht wegen der breiten Berichterstattung über die Arbeit zurückgezogen. Dies ist kein Kriterium für einen Rückzug.»
Der Telegraph hat die Forscher um eine Stellungnahme gebeten.
Neuer mRNA-Grippe-«Impfstoff» von Moderna: Deutlich mehr Nebenwirkungen als beim Standardimpfstoff
Laut dem medizinischen Kommentator Dr. John Campbell werfen die eigenen klinischen Studiendaten von Moderna ernsthafte Fragen darüber auf, ob die US-Arzneimittelbehörde FDA den neuen mRNA-Grippe-«Impfstoff» des Unternehmens hätte zulassen sollen. In einem Video, über das The Defender berichtet, wies Campbell darauf hin, dass die Studie nur eine geringe Verringerung der Grippefälle zeige, während sie wesentlich höhere Raten von Nebenwirkungen bei Personen melde, die die Injektion erhielten.
Die FDA hat Modernas mFlusiva diesen Monat für Erwachsene im Alter von 50 bis 64 Jahren zugelassen, mit einer beschleunigten Zulassung für Erwachsene ab 65 Jahren (wir berichteten). Es ist die erste mRNA-Grippeinjektion, die in den USA zugelassen wurde.
Campbell hinterfragte auch, warum die Zulassung nur für ein Jahr erfolgte, nachdem das US-Gesundheitsministerium (HHS) eine koordinierte Abwicklung der mRNA-Impfstoffentwicklung auf Bundesebene angekündigt hatte. Er kommentierte:
«Ich verstehe nicht, wie die USA funktionieren, aber es sieht so aus, als ob die [Gesundheitsbehörde] HHS nicht das Sagen hat.»
Wie The Defender erklärt, nahmen an Modernas Phase-3-Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, 40.703 Personen teil, von denen etwa die Hälfte den experimentellen mRNA-«Impfstoff» und die andere Hälfte einen Standard-Grippe-Impfstoff erhalten hat. Die Teilnehmer wurden über einen Median von 181 Tagen beobachtet.
Eine laborbestätigte Grippe trat bei 2,0 % der Teilnehmer auf, die den mRNA-Impfstoff erhielten, verglichen mit 2,8 % derjenigen, die den Standardimpfstoff erhielten. Moderna beschrieb diese Ergebnisse als eine relative Impfstoffwirksamkeit von 26,6 %. «Nicht sehr beeindruckend, um ganz ehrlich zu sein», stellte Campbell fest. Er merkte an, dass die Studie eine absolute Risikoreduktion von weniger als 1 % zeige, und fragte:
«Wollen Sie also einen neuen Influenza-mRNA-Impfstoff einnehmen, um Ihre Chance, an Influenza zu erkranken, in absoluten Zahlen um 0,8 % zu verringern? Ihre Entscheidung.»
Campbell wies darauf hin, dass die Studie wesentlich höhere Raten bei fast jeder gemeldeten Nebenwirkung unter den Empfängern des mRNA-Präparats zeige, im Vergleich zu denen, die den Standard-Grippeimpfstoff erhielten.
Bei den leichteren Nebenwirkungen traten zum Beispiel Müdigkeit bei 45,1 % der Empfänger der mRNA-Injektion auf, gegenüber 20,3 %, die den Standardimpfstoff erhielten, Kopfschmerzen bei 37,8 % gegenüber 18,0 % und Muskelschmerzen bei 35,4 % gegenüber 11,6 %. Die Probanden in der mRNA-Gruppe hatten zudem sechsmal mehr Fieber im Vergleich zur Kontrollgruppe. Ebenso waren Gelenkschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schüttelfrost in der mRNA-Gruppe weit verbreiteter. Campbell zufolge erstreckt sich dieses Ungleichgewicht über fast jede Kategorie der gemeldeten Reaktionen.
«Ein völlig inakzeptabler Anstieg der Nebenwirkungen», stellte er klar.
Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden laut der Studie bei 2,2 % der Teilnehmer gemeldet, die den mRNA-Impfstoff erhielten, gegenüber 1,9 % in der Kontrollgruppe. Schwerere Reaktionen des Grades 3, die normale Aktivitäten beeinträchtigen oder medizinische Hilfe erfordern können, traten hingegen bei 6,4 % der mRNA-Empfänger auf, gegenüber 1 % bei denjenigen, die den Standard-Grippeimpfstoff erhielten.
Angesichts all dessen fragte sich Campbell, warum die FDA die Injektion zugelassen hat. Er würde sich die Spritze bei diesen Zahlen sicherlich nicht geben lassen.
Der Experte gab zudem zu bedenken, dass die Studie breitere Probleme hinsichtlich der mRNA-Technologie nicht behandle, wie zum Beispiel die Lipid-Nanopartikel «und andere Komplikationen». In diesem Zusammenhang weist The Defender darauf hin, dass früher veröffentlichte Studien COVID-19-mRNA-«Impfstoffe» mit Myokarditis und Perikarditis, Krampfanfällen und Krebserkrankungen in Verbindung gebracht haben.