Holger Balodis und Dagmar Hühne: Renten-Fake News demaskiert

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Holger Balodis und Dagmar Hühne: Renten-Fake News demaskiert
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Renten-Fake News demaskiert

Rentengehirnwäsche muß ein Ende haben!

von Holger Balodis und Dagmar Hühne / vorsorgeluege.de

Holger-Balodis-Dagmar-Huehne-Altersarmut-Armutsrente-Kritisches-Netzwerk-Rentenluege-Rentenpolitik-Rentnerverarschung-Rentengehirnwaesche-RentenkahlschlagSeit vielen Jahren wird die Rentendebatte von krassen Falschbehauptungen geprägt: Die demografische Entwicklung gefährde die Rente, nur durch den Bundeszuschuss werde eine Pleite verhindert, Altersarmut gäbe es unter heutigen Rentnern praktisch nicht und vieles mehr. Elf solcher Mythen haben wir für die Rosa-Luxemburg-Stiftung genau geprüft und Fakten dagegengesetzt.

Entstanden ist ein handliches Bändchen, das all jenen, die in der Rentenpolitik mitreden wollen, die richtigen Argumente liefert. Beispielsweise, dass schon heute nachweislich jeder fünfte Rentner arm ist. Dass die Einbeziehung aller Erwerbstätigen das beste Mittel ist, um die Rentenfinanzen zu stabilisieren. Dass auch künftig genug Beitragszahler da sind, um gute Renten zu zahlen. Dass der Bundesanteil seit vielen Jahren viel zu niedrig ausfällt. Dass durch Riester-Rente und die neuen Betriebsrenten die Altersversorgung nicht sicherer, sondern nur extrem teuer wird. All dies und mehr wird durch seriöse Quellen belegt.

Das Heft enthält ein Glossar, das die wichtigsten Rentenfachbegriffe verständlich erklärt. Kostenlos kann es über die Rosa-Luxemburg-Stiftung bezogen werden, entweder als Download oder als gedruckte Ausgabe.

Es gibt keine Altersarmut in Deutschland“ Mythen und Fakten zur Rentenpolitik, in der Reihe ‚luxemburg argumente’, Autoren: Holger Balodis und Dagmar Hühne, 52 Seiten, ISSN 2193-5831.

Vorbemerkung (Leseprobe aus dem Heft):

Die Mär von den reichen Rentner*innen, die auf Kosten der jungen Generation leben, wird seit vielen Jahren gehegt und gepflegt. In Fernsehberichten werden die reichen Alten vorgeführt, die den Wohlstand der heute Jungen angeblich in Saus und Braus verfrühstücken.[1] Ökonomen wie Hans-Werner Sinn beklagen, dass sich «Heerscharen von Rentnern» mit ihren üppigen Renten «von Luxuslinern durch die Weltmeere» schaukeln lassen und die Vergnügungsviertel weltweit bevölkern.[2] In ungezählten Kommentaren der Tagespresse wird mehr Generationengerechtigkeit angemahnt und in Talkshows sind sich neoliberale Ökonom*innen mit den sogenannten Vertreter*innen der nachwachsenden Generation einig: So könne es nicht weitergehen. Während die Alten immer wieder Rentengeschenke bekämen, werde den Jungen viel zu viel aufgebürdet.

Um es gleich vorweg deutlich zu sagen: Die Faktenlage deckt eine solche Meinungsmache nicht. Die Wahrheit ist: Jahr für Jahr gibt es immer mehr arme Rentner*innen. Durch eine Vielzahl von Gesetzen wurden die Renten in den vergangenen 30 Jahren für die meisten Rentner*innen um rund 40 Prozent beschnitten. Gleichzeitig ist der Beitragssatz für Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen mit 18,6 Prozent so gering wie in den 1980er Jahren. Von diesem politisch bewusst niedrig gehaltenen Beitragssatz haben insbesondere die Arbeitgeber*innen profitiert.[3] Direkt profitiert hat auch die Finanzwirtschaft, der mit der Riester-Rente und den neuen Betriebsrenten lukrative Geschäftsfelder eröffnet wurden. Klare Verlierer*innen sind die Rentner*innen: Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag liegt derzeit deutlich unter 1.000 Euro monatlich.

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Das muss sich ändern: Wir brauchen deutlich höhere Renten für alle und eine ausreichende Mindestrente für Geringverdiener*innen. Um das durchzusetzen, müssen wir die These von der angeblich fehlenden Generationengerechtigkeit als Meinungsmache entlarven. Es ist ein Mythos, der von Arbeitgeber*innen, Finanzindustrie und den mit ihnen verbundenen Wissenschaftler*innen gepflegt wird. Ihr Ziel: Der Rentenkahlschlag der vergangenen 30 Jahre soll nicht korrigiert werden. Zahlreiche kursierende Unwahrheiten bestärken diese Tendenz. Mit dieser Schrift widerlegen wir elf oft gehörte Falschaussagen und setzen ihnen Fakten und Argumente für eine bessere Rente entgegen.

INHALT

1 Es gibt keine Altersarmut in Deutschland . . . . . . . . 2

2 Der demografische Wandel macht die Renten unbezahlbar . . . . . . . . 5

3 Wer länger lebt, soll auch länger arbeiten . . . . . . . . 10

4 Die umlagefinanzierte Rente ist nicht nachhaltig finanziert . . . . . . . . 14

5 Ohne Bundeszuschuss wäre die Rentenkasse längst pleite . . . . . . . . 18

6 Die deutschen Renten sind im internationalen Vergleich spitze . . . . . . . . 21

7 Private Altersvorsorge ist besser und effizienter als die gesetzliche Rente . . . . . . . . 25

8 Nur auf drei Säulen steht die Rente sicher . . . . . . . . 29

9 Die Erwerbstätigenversicherung schadet mehr, als sie nutzt . . . . . . . . 34

10 Die neue Grundrente verhindert Altersarmut . . . . . . . . 36

11 Die Angleichung der Rentenwerte in Ost und West bringt endlich Gerechtigkeit . . . . . . . . 41

Glossar . . . . . . . . 44

2. KAPITEL (Leseprobe aus dem Heft!)

DER DEMOGRAFISCHE WANDEL MACHT DIE RENTEN UNBEZAHLBAR

«Zentrales Resultat dieser Studie ist, dass die Finanzen des sozialen Sicherungssystems in Deutschland aufgrund des ausgeprägten demografischen Wandels unter dem geltenden Recht nicht langfristig tragfähig sind.» Martin Werding, Ruhr-Universtität Bochum[15]

Was wird gesagt?

Wir haben zu wenig Kinder und immer mehr Alte, die oben drein immer länger leben. Dieser demografische Wandel gilt als größte Bedrohung für die gesetzliche Rente. Deshalb kritisiert die Wirtschaftswoche: «Andere Länder stemmen sich mit aller Kraft gegen den demografischen Niedergang. Doch Deutschland bleibt blind auf Katastrophenkurs. Vermutlich beendet erst der Zusammenbruch des Rentensystems den Gebärstreik der Deutschen.»[16] Bereits 2004 brachte 'Der Spiegel' ein Baby aufs Titelblatt und textete ketzerisch: «Der letzte Deutsche – auf dem Weg in die Greisenrepublik».[17] Und 2015 fragte das Magazin Focus: «Sind die Deutschen in 400 Jahren ausgestorben?»[18] Gerade in der umlagefinanzierten Rente, in der immer weniger Junge für immer mehr Alte einzahlen müssen, kann eine solche Entwicklung nur zum Kollaps führen.

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Was ist dran?

Tatsächlich gibt es den demografischen Wandel. Doch dieser Prozess dauert schon seit mehr als 100 Jahren an. Der größte Teil davon liegt bereits hinter uns, ohne dass die gesetzliche Rente massiv Schaden genommen hätte. Die Fakten sind eindeutig: 1910 kamen auf eine Person ab 65 Jahren 10,3 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. 1960 waren es 5,2. Heute sind es gerade mal 2,7 Personen im arbeitsfähigen Alter, die auf eine Person ab 65 Jahren kommen.[19] Zudem stieg die Lebenserwartung im Laufe des 20. Jahrhunderts um über 30 Jahre.[20]

Wie hat sich der demografische Wandel auf die Rente ausgewirkt?

Holger-Balodis-Dagmar-Huehne-Rente-rauf-Altersarmut-Armutsrente-Etikettenschwindel-Rentenluege-Rentenfinanzierung-Rentenniveau-Riesterrente-Kritisches-NetzwerkDer gesamtgesellschaftliche Wohlstand ist ebenso wie die Löhne und Renten erheblich gestiegen. Seit der Einführung der dynamischen Rente im Jahr 1957 stieg das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen der Versicherten von 2.578 Euro auf 40.551 Euro im Jahr 2020. Die Standardrente, die all jene erhalten, die 45 Jahre stets dieses Durchschnittseinkommen erzielt haben, stieg von brutto 1.478 Euro auf brutto 18.463 Euro jährlich,[21] bei sinkender Wochenarbeitszeit und mehr Urlaubstagen.

Deutlich wird: So schlagend das Argument mit dem Geburtenrückgang zunächst scheint, für ein Urteil über die Zukunftsfähigkeit der Rente taugt es nicht. Denn es lässt die entscheidenden Aspekte außer Acht.

Zunächst muss die Entwicklung der Produktivität angeschaut werden: Pro Kopf und Stunde erwirtschaften die Beschäftigten im Schnitt real ein bis zwei Prozent mehr als im Vorjahr.[22] Dies eröffnet den Spielraum für gute Löhne und höhere Renten, auch wenn sich das zahlenmäßige Verhältnis von Jungen zu Alten verschlechtert.

Viel wichtiger als das Verhältnis von Jung zu Alt ist übrigens das Verhältnis von Beitragszahler*innen zu Rentner*innen. Und das entwickelt sich – anders, als die Demografie-Mahner*innen uns einreden wollen – seit Jahren durchaus positiv. Ende September 2019 betrug die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten 33,9 Millionen, zehn Jahre zuvor waren es sechs Millionen weniger gewesen.[23]

Die Gründe liegen auf der Hand: Die Arbeitslosigkeit ging zurück, die Erwerbsquote der Frauen stieg, das tatsächliche Renteneintrittsalter ging nach oben und eine vermehrte Zuwanderung sorgte für ein größeres Arbeitskräfteangebot. All diese Entwicklungen sind noch lange nicht ausgereizt.

Wie die Forschenden vom 'Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung' (IMK) feststellten, kann die in den kommenden Jahren einsetzende Verrentung der Generation Babyboomer am Arbeitsmarkt nahezu komplett kompensiert werden, wenn konsequent auf eine noch höhere Frauenerwerbsquote gesetzt wird, die Bedingungen für die Beschäftigung der Älteren in den Betrieben verbessert werden, die bestehende Arbeitslosigkeit weiter reduziert und Migrant*innen besser integriert werden.[24]

Grundrentner-Lebenserwartung-Rentenschwindel-Rentner-Rentenbezieher-Rentenluege-Kritisches-Netzwerk-Rentenkuerzung-Abgehaengte-Altersarmut-Altersrente«Der demografische Wandel ist keine Monsterwelle», urteilt der [bis zum 31. März 2019; H.S.] langjährige Direktor des IMK Gustav A. Horn, «wenn die Politik die aufgezeigten Spielräume entschlossen nutzt, wird er klar beherrschbar bleiben».[25]

Außerdem gibt es speziell für die gesetzliche Rente einen naheliegenden Weg, um die Gruppe der Beitragszahlenden dauerhaft zu steigern und so den verbreiteten Ängsten vor dem demografischen Wandel die Spitze zu nehmen: die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung. Darunter versteht man die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in die Rente, das heißt, auch Beamt*innen, Selbstständige, Freiberufler*innen, alle geringfügig Beschäftigten, aber auch alle Politiker*innen und Vorstände von Aktiengesellschaften würden in diese Versicherung einzahlen. Die Zahl der Rentenversicherten würde so um rund zehn Millionen steigen.

Die Demografie werde ganz bewusst als Dämon aufgebaut, um Einschnitte im Sozialsystem zu rechtfertigen, «doch das gibt die demografische Entwicklung gar nicht her», so Statistikprofessor Gerd Bosbach.[26] Die angeblich objektiven Demografie-Argumente dienten aber, so Bosbach, prächtig dazu, wirtschaftliche Interessen durchzusetzen – etwa die Schröder’sche Rentenreform, die einseitig den Arbeitgeber*innen und der Finanzwirtschaft genutzt hat.

Die geschürte Angst vor dem demografischen Wandel war für die damalige Bundesregierung ein Mittel, um die Teilprivatisierung der Rente in Form der Riester-Rente durchzusetzen. Außerdem seien, so Bosbach, die Bevölkerungsprognosen sehr unsicher und die koordinierten Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes müssten regelmäßig schon nach wenigen Jahren korrigiert werden, zum Teil sogar drastisch um mehrere Millionen Personen.

Holger-Balodis-Dagmar-Huehne-Altersarmut-Armutsrente-Kritisches-Netzwerk-Rentenluege-Rentenpolitik-Rentnerverarschung-Rentengehirnwaesche-RentenkahlschlagVon solchen Prognosen die Rentenpolitik abhängig zu machen sei «bestenfalls moderne Kaffeesatzleserei, im schlimmsten Falle interessengeleitete Panikmache».[27] Noch im Jahr 2009 rechnete das Statistische Bundesamt mit einer stark schrumpfenden Bevölkerung und schätzte für das Jahr 2060 die Einwohnerzahl in Deutschland auf nur noch 67 Millionen.[28]

Schon wenige Jahre später war diese Prognose Schall und Rauch. Nun prognostizierten die Bundesstatistiker*innen eine konstante Bevölkerungszahl. Tatsächlich sehen die Zahlen so aus: Seit 2011 steigt die Bevölkerung in Deutschland ständig an. Von rund 80 Millionen auf mittlerweile 83,2 Millionen.[29] Noch nie lebten in Deutschland so viele Menschen wie heute.

Fazit

Es stimmt einfach nicht, dass wegen einer gesunkenen Geburtenrate die Rente nicht mehr funktionieren könnte. Es gibt genug Menschen, die die Rente sichern können. Es kommt allerdings zum einen darauf an, alle Erwerbstätigen auch einzahlen zu lassen. Zum anderen ist entscheidend, für die vielen Köpfe – möglichst gut bezahlte – Arbeit zu kreieren, damit genug Beiträge für gute Renten fließen. Wer diesen ökonomischen Zusammenhang begreift, erkennt unmittelbar, dass die Behauptung, nur eine höhere Geburtenrate mache bessere Renten möglich, ein reines Ablenkungsmanöver ist.
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Quelle: Leseprobe ausEs gibt keine Altersarmut in Deutschland“ Mythen und Fakten zur Rentenpolitik, in der Reihe ‚luxemburg argumente’, Die Autoren: Holger Balodis und Dagmar Hühne, 52 Seiten, ISSN 2193-5831.

Am einfachsten zu bestellen über die Homepage der Rosa-Luxemburg-Stiftung www.rosalux.de (dort bei Publikationen nachschauen) oder direkt diesen Link anklicken.

Holger Balodis und Dagmar Hühne


Über die Autoren

Holger Balodis und Dagmar Hühne leben in Köln. Sie forschen und berichten seit über 30 Jahren zu den Themen Rente und Altersvorsorge. Sie waren Fachautoren für TV-Magazine wie Monitor und plusminus im „Ersten“, haben zahlreiche Ratgeber für die Stiftung Warentest und Verbraucherzentralen geschrieben sowie mehrere Bücher veröffentlicht, darunter den Spiegel-Bestseller „Die Vorsorgelüge. Wie Politik und private Rentenversicherungen uns in die Altersarmut treiben“; ebenso in 2. Auflage „Rente rauf - so kann es klappen“. Daneben bieten sie Schulungen zum Thema Renten, sind als Vortragsreisende unterwegs und erstellen Studien zu Fragen der Rente und Altersvorsorge.

Die beiden engagierten Autoren Holger Balodis und Dagmar Hühne sind zu erreichen über

balodis [@] vorsorgeluege.de / huehne [@] vorsorgeluege.de

www.vorsorgeluege.de

Das Portal „vorsorgeluege.de“ informiert die kritische Öffentlichkeit mit einem aktuellen Newsletter aus dem Bereich der Altersversorgung, ganz egal ob gesetzlich oder privat. Immer provokant, immer unabhängig. Zeitungen, online- Dienste oder TV-Sender sind gerne eingeladen, mit Holger Balodis und Dagmar Hühne weiter über die angerissenen Themen zu diskutieren. Gerne kommen die beiden auch als Referenten im Rahmen von Vortragsveranstaltungen, Lesungen und Diskussionen zu den Themen Rente, Private Altersvorsorge und Altersarmut zu Ihnen.


weitere Lesetipps: (bitte auch die älteren Artikel zum Thema Altersarmut, Rente, Grundrente etc. lesen)

"Renten-Fake News demaskiert. Rentengehirnwäsche muß ein Ende haben!" von Holger Balodis und Dagmar Hühne, 15. November 2020 >> weiter.

"Die Rentenerhöhung, nur ein Schlückchen aus der Pulle!" von von Holger Balodis und Dagmar Hühne, 2. Juli 2020 >> weiter.

"Plan zur Rettung der Rente. Rente rauf! – So kann es klappen." von Tobias Weißert / isw MÜNCHEN e.V., 3. April 2020, im KN am 14. April 2020 >> weiter.

"Rentnerverarschung: Grundrente – kaum Wirkung gegen Altersarmut. Schon der Name Grundrente ist eine Fälschung." von Tobias Weißert / isw München, 26. Feb. 2020 >> weiter.

"Verdeckte Altersarmut: zustehende Grundsicherung oft nicht beansprucht. Rund 60 % der Personen in Privathaushalten, denen Grundsicherung zustünde, nehmen diese nicht in Anspruch." von Laurenz Nurk, 27. Jan. 2020 >> weiter.

"Die Sackgasse private Altersvorsorge wird immer deutlicher." von Berger, NachDenkSeiten, 20. Jan. 2020, im KN am 23. Jan. 2020 >> weiter.

"Die Ruhigstellung der Massen. Das Existenzminimum als Musterbeispiel politischer Bigotterie." von Egon W. Kreutzer, 22. Dez. 2019 >> weiter.

SPD: Aufbruch in die neue Zeit. Beschluss Nr. 1 vom Bundesparteitag Dezember 2019 - 17 Seiten >> weiter. [ein Etikettenschwindel par excellence! H.S.].

"Mehr GROKO, weniger GROKO, Hauptsache GROKO. Das Abbruchunternehmen SPD. AUFBRUCH IN DIE NEUE ZEIT." von Ulrich Gellermann, 9. Dez. 2019 (im KN am 13. Dez.) >> weiter.

"Rentnerverarschung: Grundrente für langjährig Versicherte. Fauler Kompromiss mit beschämendem Ergebnis." von Tobias Weißert / isw München e.V., 12. Dezember 2019 >> weiter.

"Der SPD-Parteitag in Berlin: ein Parteitag der Verzweiflung. Aufbruch in die Vergangenheit und Verschärfung des Klassenkampfs." von Ulrich Rippert, wsws, 10. Dezember 2019 >> weiter.

"Parteispitze der SPD: Neue Gesichter - gleiche rechte Politik." von Peter Schwarz, wsws, 2. Dezember 2019 >> weiter.

"Die Ruhigstellung der Massen. Das Existenzminimum als Musterbeispiel politischer Bigotterie." von Egon W. Kreutzer (EWK), 28. November 2019 (im KN am 22. Dez. 2019) >> weiter.

"Weitere Demontage und letztlich die Zerstörung der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Rentenpläne der Bundesbank. Bis zum Umfallen arbeiten und dann kaum noch Rente?" von Tobias Weißert / isw München e.V., 23. November 2019 >> weiter.

"Skandalöse Ungleichheit. Der Bluff mit der Grundrente" von Marianne Arens, 14. November 2019 >> weiter.

"Armutspolitischer Etikettenschwindel: Sollbruchstelle Grundrente" von Egon W. Kreutzer (EWK), 4.11.2019 >> weiter.

"Einkommensungleichheit auf neuem Höchststand. Arme Haushalte zunehmend tiefer unter der Armutsgrenze. Neuer WSI-Verteilungsbericht" von Hans-Böckler-Stiftung, 18.10.2019 >> weiter.

"Heils-Versprechen und die Teufelsaustreibe" von Tobias Weissert / isw München e.V., 21. Juni 2019 >> weiter.

"Die SPD modernisiert Hartz IV. Neue Runde sozialer Angriffe ist eingeläutet." von Peter Schwarz, 12. Februar 2019 >> weiter.


ACHTUNG: Die Bilder und Grafiken sind nicht Bestandteil der Originalveröffentlichung und wurden von KN-ADMIN Helmut Schnug eingefügt. Für sie gelten ggf. folgende Kriterien oder Lizenzen, s.u.. Grünfärbung von Zitaten im Artikel und einige zusätzliche Verlinkungen wurden ebenfalls von H.S. als Anreicherung gesetzt.

► Bild- und Grafikquellen:

1. Cover des Heftes "Es gibt keine Altersarmut in Deutschland. Mythen und Fakten zur Rentenpolitik", in der Reihe ‚luxemburg argumente’, Autoren: Holger Balodis und Dagmar Hühne, 52 Seiten, ISSN 2193-5831.

2. Rentnerarmut: Klare Verlierer*innen der neoliberal verseuchten menschenfeindlichen Rentenpolitik sind die Rentenempfänger: Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag liegt derzeit deutlich unter 1.000 Euro monatlich. Auch das neue angedachte Grundrentenmodell ist nach kritischer Analyse als Rentenbetrug zu enlarven. Von wegen Respektrente als Wertschätzung für jahrzehntelange Lebensarbeit. An der skandalösen Ungleichheit wird das aktuelle Grundrenten-Projekt der Großen Koalition nichts ändern. Foto: vitaliy-m / Vitaliy, Berlin. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

3. Kleinkind beim Spaziergang mit seinen Eltern. Im Jahr 2019 betrug die Anzahl der minderjährigen Kinder in Familien in Deutschland ungefähr 13,5 Millionen, davon ungefähr 10,65 Millionen Kinder unter 14 Jahren. Nach einem Rückgang in den Vorjahren hatte sich die Anzahl der Kinder seit dem Jahr 2014 jedes Jahr erhöht. Die Familie umfasst im statistischen Sinn im Mikrozensus alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche (gemischtgeschlechtliche) und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter mit ledigen Kindern im Haushalt. Einbezogen sind in diesen Familienbegriff –neben leiblichen Kindern– auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder ohne Altersbegrenzung. Damit besteht eine Familie immer aus zwei Generationen (Zwei-Generationen-Regel), Eltern/-teile und im Haushalt lebende ledige Kinder.

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4. "Rente rauf! – So kann es klappen", DVS (Verlag und Druckerei), leicht überarbeitete 2. Auflage, © 2020 Holger Balodis und Dagmar Hühne; kartoniert, Kt., 210 Seiten, ISBN 978-3-932246-98-2, Preis: 18,00 € inkl. Versandkosten über DVS oder portofrei direkt über die Autoren (info@vorsorgeluege.de).

Inhalt:

Über das Buch

Es muss etwas geschehen!

A: "Rente rauf!"

        Der Kampf um höhere Renten ist nicht verloren
        Wie die Rente demontiert wurde
        Zaghafte Reparaturversuche – die Zerstörung geht weiter
        Wer es besser macht als wir: Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande, Dänemark
        Der Widerstand wächst: Wer für die Rentenwende kämpft
        Das Modell "Rente rauf!" – Wie viel Rente brauchen wir? Wie kann "Rente rauf!" funktionieren?
        Wie lässt sich "Rente rauf!" finanzieren?

B: Rente kompakt

        Wie funktioniert die gesetzliche Rente?
        Rätselhaftes Rentenniveau
        Ramsch-Riester-Rente
        Etikettenschwindel Entgeltumwandlung
        Überlegenes Umlageverfahren statt riskanter Kapitaldeckung
        Achtung, Altersarmut
        Dämon Demografie

C: Positionen von Unterstützern

        DGB
        IG Metall
        ver.di Baden Württemberg
        Der Paritätische
        SoVD Sozialverband Deutschland
        Seniorenaufstand
        Rente zum Leben
        Bündnis für Rentenbeitragzahler und Rentner
        ADG Aktion Demokratische Gemeinschaft

Anmerkungen

Literatur

Anhang

5. Rentnerpärchen beim Spaziergang: Kann man nach erbrachter Lebensleistung zukünftig noch in Würde alt werden? Kaum vorstellbar angesichts der asozialen Vorstellung der Deutschen Bundesbank. Die Lebensarbeitszeit müsse über das 67te Lebensjahr hinaus angehoben werden, nachdem die Lebenserwartung von 84,4 im Jahr 2018 bis auf 89,0 Jahre in 2070 ansteige. 

Das Renteneintrittsalter soll in 2070 dann bei 69 Jahren und vier Monaten liegen. Danach am besten sterben. Der dann überflüssige Mensch hat der neoliberalen Agenda zufolge seine Schuldigkeit getan. Urheber: cozmicphotos / Nathan Wright, Berlin. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

6. Cover des Heftes "Es gibt keine Altersarmut in Deutschland. Mythen und Fakten zur Rentenpolitik", in der Reihe ‚luxemburg argumente’, Autoren: Holger Balodis und Dagmar Hühne, 52 Seiten, ISSN 2193-5831.