«Mit Brigitte Bardot verschied eine starke und unabhängige Frau, die es nicht nötig hatte, sich dem Zeitgeist unterzuordnen oder sich gar – wie leider viele deutsche Prominente – zur Systemnutte machen zu lassen, und die solches auch in der Not nicht getan hätte. Die einfach zu sich stand und standhaft war. Ein schönes Zitat von ihr als Abschluss: ‹Früher habe ich mit meinem Hintern schockiert, jetzt schockiere ich mit meinen Büchern (Meinungen). Das ist das Gleiche!›» (– Nachruf der Seite https://publikum.net/).
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NachDenkSeiten: Volks- und Raiffeisenbanken – die Mini-Finanzkrise schwelt weiter
Infosperber: Weltweit zum ersten Mal mehr Fettleibige als Untergewichtige
Ist die Zeit für E-Fahrzeuge nun reif?
Tesla, Toyota und viele andere verkünden jetzt, dass mit der neuen Batterietechnik auf Aluminium und Graphenbasis, viele Probleme, welche die Lithiumbasis bisheriger Batterien belastet hätten, nunmehr gelöst sein. Unter anderem auch die, dass die Laufleistung von 1000 km oder sogar mehr pro Ladung nun erreicht wurde, und dass man mit dieser Batterie, sie nun auch noch in 5 Minuten geladen bekäme und damit der weiten E-Mobil Verbreitung keine Grenzen mehr gesetzt wären. Allerdings sagt bspw. der Toyota Chef, dass hierfür die Infrastruktur pro „Tankstelle“ ausgebaut werden müsste, weil bei dafür nun mal wassergekühlten Kabel zum Einsatz kämen. Die Ladespannung beziffert er auf 800 V. Vermutlich meint er Gleichspannung.
https://www.youtube.com/watch?v=WSTWn-F7Vj8
und
Tesla
https://www.youtube.com/watch?v=5Fih1l0Ztiw
oder
Theorie und PraxisNun ist diese Verkündung eine Sache, und die Praxis eine ganz andere. Daher ist es ratsam – ohne sich zunächst um die Batterie zu kümmern – sich zuerst mal die übertragene Ladeleistung anzuschauen. Denn auch hier gilt zuallererst die Physik, in diesem Fall die der E-Technik.
Schauen wir uns zunächst mal die übertragen Leistung – die dann in Arbeit umgewandelt werden kann – an.
Auch hier ist Künstliche Intelligenz sehr hilfreich. In diesem Fall wurde mal wieder Grok befragt. Doch zuvor muss man wissen, dass bespw. beim Diesel die gesamte Energie für Fahren und Umgebung zwar im Tank gespeichert werden wird, aber dieser Energie mit Hilfe des Luftsauerstoffes im Verhältnis 3,4 : 1 (bezogen auf das Kilo) freigesetzt wird. So haben 55 l Diesel rd 540 kWh, passt gern in einen Tank eines Mittelklassewagens, von denen aber nur (Carnotsches Gesetz) ca. 35 – 45 % in mechanische Arbeit umgewandelt wird, und der Rest geht als Abwärme verloren. Aber immerhin sind es rd. 216 kWh (bei 40 %) die zum Vortrieb und allerlei Schnickschnak verwendet werden können.
Das muss beim E-Fahrzeug komplett in der Ladestelle zugeführt werden, einen Wirkungsgrad von ca. 95 % vorausgesetzt.
Was sagt die Physik dazu?Also schauen wir mal, was die Physik dazu sagt.
Zunächst mal die Arbeit von rd. 220 kWh für 1000 km Reichweite. Die Leistung ist definiert als P = U x I. Dabei steht P für Leistung in Watt, U für Spannung in Volt und I für Strom in Ampere. Des weiteren soll diese Leistung in 5 Minuten zugeführt werden. 5 Minuten sind 1/12 Stunden. D.h. die Gesamtleistung ist P= Energie/Zeit, in diesen Falle also P= 220 kWh/1/12 = 220 x 12 = 2.640 kW oder in Watt 2.640.000 W. Das entspricht 2.640 MW.
Und wenn wir dann den Strom berechnen, wir erinnern uns, dass der Toyota-Chef von 800 V sprach, wie es auch der Porsche Taycan, Hyundai Ioniq oder Kia EV6 verlangen, dann sind das
2.640.000 W/800 V = 3.300 A.
Und dieser gewaltige Strom – wir erinnern uns: unsere Haussischerung ist mit 16 A abgesichert- muss über die Ladestelle und über einen schnell-lösbaren Stecker, in das E-Auto zugeführt werden. Das ist die immense Aufgabe und es ist kein Wunder, dass der Toyota-Chef von wassergekühlten Kabeln sprach, doch die gibt es auch schon jetzt, sondern er muss noch einiges mehr als Lösung anbieten, sonst geht das nicht, wie wir gleich sehen werden.
Grok schreibt dazu:
Aktuelle Elektroautos (auch mit 800-V-Architektur wie Porsche Taycan, Hyundai Ioniq oder Kia EV6) erreichen maximale Ladeleistungen von ca. 250–350 kW, was Strömen von 300–600 A entspricht.
Was sagen X-User dazuDer X- User N. Schmid, seines Zeichens „Ingenieur für Unabhängigkeit von fossilen Importen durch EE & Elektrifizierung“ schreibt dazu, dass man heute nur 60 kWh benötige, hat aber dann vergessen, dazu zu schreiben, dass man – und auch das nur nominell- nur 400 km damit fahren würde. Wir aber reden von 1000 km oder mehr.
Doch zurück zu den 3.300 A, die ohne einen Lichtbogen zu erzeugen, an den Verbraucher, die Batterie des E-Mobils angeschlossen werden. Und das sollte unter einer Minute geschehen, denke ich mal, dann die Spannung von 800 V angelegt wird, ungefährlich wie umkompliziert für den Bediener und die darum liegende Umgebung, sommers wie winters, bei Tag und bei Nacht, und auch dann noch sicher, wenn viele Jahre vergangen sind, und dann mögen 3.300 A auch fließen. Für dann nur noch 4 Minuten, was den Strom weiter erhöht, oder die maximale Ladung um rd. ein Fünftel verringert.
Schütze sind dafür geeignet, oder?Nun gibt es speziell für diese Zwecke nur Schütze, die bis 1000 A schalten können. Manche davon wurden speziell für die E-Mobilität entwickelt. Für höhere Strome schreibt Grok
Ein solches Szenario mit 3 MW Leistung und 3750 A ist derzeit technisch nicht machbar für Pkw – es erfordert extrem dicke, gekühlte Kabel und ist eher für Megawatt-Ladesysteme (MCS) bei Lkw vorgesehen (bis ca. 3000–3750 A bei höherer Spannung). In der Praxis sinkt die Ladeleistung zudem mit steigendem Ladezustand der Batterie.
Und zu höheren Strömen schreibt Grok
Hochstrom-DC-Schütze für 800 V und ≥4000 A
Bei 800 V DC und Strömen von 4000 A oder mehr (das entspricht ≥3,2 MW Leistung) gibt es keine standardmäßigen elektromechanischen Hochvolt-DC-Schütze (High Voltage DC Contactors), die diese Spezifikationen erfüllen. Moderne HVDC-Schütze für Anwendungen in Elektrofahrzeugen (EV), Batteriespeichern (BESS) oder Ladeinfrastruktur sind typischerweise auf Dauerströme von 500–1000 A bei 800–1500 V ausgelegt (z. B. von Herstellern wie Sensata/GIGAVAC, TE Connectivity, TDK, Littelfuse oder Schaltbau).
Warum keine Schütze für ≥4000 A bei 800 V?
- Das sichere Schalten (insbesondere Ausschalten unter Last) hoher DC-Ströme erfordert effektives Lichtbogenlöschen (z. B. durch Gasfüllung, Keramik oder Magnetblasen).
- Bei Strömen >3000–4000 A versagen elektromechanische Schütze oft, da der Lichtbogen nicht zuverlässig gelöscht werden kann.
- Stattdessen werden in solchen Hochleistungsanwendungen (z. B. Industrie, Schienenverkehr, große ESS oder HVDC-Übertragung) kombiniert:
- Normale Schütze für das Tragen und Schalten unter niedriger Last.
- Sicherungen oder Pyrofuses (pyrotechnische Schalter) für Kurzschlussfälle und hohe Ströme.
Einzige gefundene Ausnahme: Industrielle DC-Contactor für hohe Ströme: Hubbell Industrial Controls Type 703
So ist der gegenwärtige Stand, was die Ladeseite angeht. Wir dürfen gespannt sein, wie das alles gelöst werden wird.
Und könnte es nicht sein, unabhängig von allem grünen Getue, das e-Mobil zum einzigen Mittel zur Fortbewegung zu erklären, sich die Idee von Mazda oder Honda als diejenigen erweisen, die die beste Marktakzeptanz bewirken?
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Weltwoche: Entfesselt euch! Wie es um die Freiheit im Westen bestellt ist
Mütterrente III: So hoch ist der Zuschuss bei 1,2,3,4,5 Kindern
Mit dem „Rentenpaket 2025“ hat der Gesetzgeber die dritte Stufe der Mütterrente auf den Weg gebracht. Die Reform zielt auf einen lange kritisierten Unterschied in der gesetzlichen Rentenversicherung: Die Kindererziehungszeiten wurden bislang je nach Geburtsjahr des Kindes unterschiedlich bewertet.
Wer ein Kind vor 1992 großgezogen hat, erhielt weniger rentenrechtliche Anerkennung als Eltern von Kindern, die ab 1992 geboren wurden. Genau diese Ungleichbehandlung soll nun enden.
Kindererziehung wird als gesellschaftliche Leistung bewertet, die sich in der späteren Altersversorgung stärker niederschlagen soll. Gleichzeitig zeigt die konkrete Ausgestaltung, wie komplex das Rentenrecht ist und wie viele Übergangsregeln nötig werden, wenn laufende Renten, neue Rentenzugänge und unzählige individuelle Lebensläufe unter einen Hut gebracht werden müssen.
Kindererziehung erhöht die gesetzlichen RenteIn der gesetzlichen Rentenversicherung wird Kindererziehung über besondere rentenrechtliche Zeiten abgebildet. Entscheidend ist dabei die Kindererziehungszeit. Sie wird so behandelt, als wären in dieser Zeit Beiträge gezahlt worden. Das führt zu zusätzlichen Entgeltpunkten und damit zu einer höheren Rente.
Daneben gibt es Kinderberücksichtigungszeiten, die weniger unmittelbar wirken, aber beispielsweise für Wartezeiten und die Bewertung anderer Zeiten Bedeutung bekommen können.
Praktisch heißt das: Wer wegen der Betreuung von Kindern weniger oder gar nicht arbeiten konnte, soll dadurch in der Rentenbiografie nicht dauerhaft benachteiligt sein. Das System ist aber nicht nur ein Ausgleich für individuelle Erwerbslücken, sondern auch Ausdruck eines gesellschaftlichen Ausgleichs, weil Kinder später als Beitragszahlende das Umlagesystem tragen.
Was sich mit der Mütterrente III gegenüber der bisherigen Regelung ändertBislang galt bei der Kindererziehungszeit eine klare Zäsur: Für Kinder, die ab 1992 geboren wurden, werden bis zu drei Jahre anerkannt. Für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, waren es zuletzt zweieinhalb Jahre.
Die Mütterrente III verlängert nun die Kindererziehungszeit für vor 1992 geborene Kinder um weitere sechs Monate, sodass künftig auch hier bis zu drei Jahre erreicht werden.
Damit wird die rentenrechtliche Bewertung des ersten Lebensabschnitts von Kindern vereinheitlicht. Von Seiten der Bundesregierung wird das häufig als Schließen einer Gerechtigkeitslücke begründet. Im Ergebnis steigt die Rente der Betroffenen, weil für jedes betroffene Kind zusätzliche Entgeltpunkte hinzukommen beziehungsweise ein Zuschlag gezahlt wird.
Ab wann gilt die Mütterrente III – und warum kommt das Geld später?Rechtlich ist die Reform in Stufen organisiert. Das Gesetz selbst ist Teil des Rentenpakets und tritt grundsätzlich Anfang 2026 in Kraft, die entscheidenden Regelungen zur Mütterrente III setzen aber später an. Der Anspruch soll ab dem 1. Januar 2027 bestehen.
Die praktische Auszahlung erfolgt für viele dennoch erst ab 2028, weil die Deutsche Rentenversicherung für die technische Umsetzung Vorlauf braucht und die Nachzahlung für 2027 gesammelt abgewickelt werden soll.
Für Personen, die bereits eine Rente beziehen, ist ausdrücklich vorgesehen, dass sie die Leistung im Januar 2028 rückwirkend für das Jahr 2027 erhalten. Wer 2027 anspruchsberechtigt ist, muss sich daher auf eine zeitversetzte Auszahlung einstellen. Die Reform ist damit ein Beispiel dafür, dass Anspruch und Geldfluss im Sozialrecht auseinanderfallen können, wenn die Verwaltung eine Massenumstellung vorbereiten muss.
Wie hoch ist das Plus durch die Mütterrente III?Die Höhe hängt an einem bekannten Hebel der Rentenformel: dem Entgeltpunkt und dem aktuellen Rentenwert. Für ein volles Jahr Kindererziehungszeit ergibt sich im Grundsatz ein Entgeltpunkt. Ein halbes Jahr entspricht damit einem halben Entgeltpunkt.
Da die Mütterrente III für vor 1992 geborene Kinder zusätzliche sechs Monate anerkennt, ergibt sich je betroffenem Kind ein Plus von 0,5 Entgeltpunkten. Bei einem aktuellen Rentenwert von 40,79 Euro entspricht das rechnerisch rund 20,40 Euro brutto pro Monat und Kind. Über ein volles Jahr summiert sich das auf gut 240 Euro brutto je Kind.
Wichtig ist dabei der Zeitpunkt: Der Rentenwert wird regelmäßig angepasst. Das heißt, die konkrete Euro-Summe ist keine feste Größe für alle Zukunft, sondern folgt künftigen Rentenanpassungen.
Tablle: So hoch ist die Mütterrente Anzahl vor 1992 geborener Kinder Brutto-Mehrbetrag durch Mütterrente III (bei Rentenwert 40,79 € und +0,5 Entgeltpunkten je Kind) 1 20,40 € pro Monat (≈ 244,80 € pro Jahr) 2 40,79 € pro Monat (≈ 489,48 € pro Jahr) 3 61,19 € pro Monat (≈ 734,28 € pro Jahr) 4 81,58 € pro Monat (≈ 978,96 € pro Jahr) 5 101,98 € pro Monat (≈ 1.223,76 € pro Jahr)Hinweis: Die Euro-Beträge steigen oder sinken mit dem jeweils gültigen Rentenwert im Auszahlungszeitraum; die Tabelle rechnet mit aktuellem 40,79 € je Entgeltpunkt.
Was netto ankommt: Kranken- und Pflegeversicherung sowie SteuernVon der zusätzlichen Bruttorente gehen bei vielen Rentnerinnen und Rentnern Beiträge zur Krankenversicherung der Rentner und zur Pflegeversicherung ab. In der gesetzlichen Krankenversicherung wird der Beitragssatz aus der Rente grundsätzlich erhoben; Rentenbeziehende und Rentenversicherung teilen sich die Beiträge.
Hinzu kommt der Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse, der ebenfalls beitragsrelevant ist. In der Pflegeversicherung gilt ein eigener Beitragssatz, der ebenfalls von der Rente einbehalten wird.
Wie viel netto übrig bleibt, hängt damit stark von der individuellen Versicherungssituation ab, vom kassenabhängigen Zusatzbeitrag und auch davon, ob in der Pflegeversicherung Zuschläge oder Abschläge greifen.
Zusätzlich kann Einkommensteuer anfallen, wenn die persönlichen steuerlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Eine pauschale Nettozahl für alle wäre unseriös; realistisch ist aber, dass das monatliche Plus spürbar unterhalb der Bruttosumme liegt.
Wenn der Tod 2027 dazwischenkommt: Verfällt die Nachzahlung?Die zeitverzögerte Auszahlung wirft eine naheliegende Frage auf: Was passiert, wenn eine berechtigte Person im Jahr 2027 verstirbt, bevor die Nachzahlung ausgezahlt wird?
Grundsätzlich gilt im Sozialrecht, dass fällige Ansprüche auf laufende Geldleistungen beim Tod der berechtigten Person auf sogenannte Sonderrechtsnachfolger übergehen können. Das sind bestimmte nahestehende Personen, die mit der verstorbenen Person zusammengelebt haben oder von ihr wesentlich unterhalten wurden.
Damit ist die Nachzahlung nicht automatisch „weg“. Entscheidend sind die gesetzlichen Voraussetzungen der Sonderrechtsnachfolge und die konkrete Situation im Einzelfall. In der Praxis bedeutet das regelmäßig, dass Hinterbliebene die Angelegenheit mit der Rentenversicherung klären müssen, sobald die Nachzahlung ansteht.
Muss man die Mütterrente III beantragen?In der Mehrzahl der Fälle soll die Umsetzung automatisch erfolgen. Die Rentenversicherung kann anhand der im Versicherungskonto gespeicherten Zeiten erkennen, ob ein Anspruch besteht. Genau hier liegt aber auch die Schwachstelle: Nicht jeder Versicherungsverlauf ist so vollständig, dass die Zuordnung und Anerkennung ohne weiteres funktioniert.
Relevant werden Konstellationen, in denen bestimmte Kinderzeiten im Konto nicht oder erst später erfasst sind. Das betrifft etwa Fälle, in denen ein Kind erst nach einiger Zeit in den Haushalt kam, zum Beispiel durch Adoption, oder in denen Erziehungsabschnitte im Ausland lagen und sich erst später rentenrechtlich nachvollziehen lassen. In solchen Situationen kann es notwendig werden, aktiv zu werden, Zeiten nachzuweisen und gegebenenfalls einen Antrag zu stellen.
Für Betroffene bedeutet das vor allem: Sobald 2028 der Bescheid zur Umsetzung der Mütterrente III kommt, sollte geprüft werden, ob die zusätzlichen Monate tatsächlich berücksichtigt wurden.
Warum der Rentenbeginn wichtig istDie Reform arbeitet mit einer Übergangskonstruktion, die zwischen laufenden Renten und neuen Rentenzugängen unterscheidet. Für bereits laufende Renten wird die Verbesserung über einen Zuschlag an persönlichen Entgeltpunkten organisiert. Bei späteren Rentenzugängen wird die Gleichstellung über die reguläre Anerkennung zusätzlicher Kindererziehungszeiten umgesetzt.
Das hat Folgen, die im Detail bedeutsam werden können. Bei einem Zuschlag an persönlichen Entgeltpunkten wirkt sich eine frühere Inanspruchnahme der Rente typischerweise anders aus als bei Entgeltpunkten, die über Beitrags- beziehungsweise Kindererziehungszeiten entstehen und dann mit dem Zugangsfaktor in die Rentenformel eingehen.
Wer also mit Abschlägen vorzeitig in Rente geht, sollte genau hinschauen, über welchen Mechanismus die Mütterrente III im eigenen Fall umgesetzt wird.
Auch bei der Zuordnung kann es Unterschiede geben, wenn Elternteile sich die Erziehung zeitlich geteilt haben. Bei Bestandsrenten wird zur Zuordnung in der Praxis auf bestimmte gespeicherte Indikatoren im Versicherungsverlauf abgestellt. Bei neuen Rentenzugängen ist stärker entscheidend, wie die tatsächlichen Erziehungsverhältnisse in den betreffenden Monaten nachgewiesen und im Konto hinterlegt sind.
Wer profitiert – und wie wird das finanziert?Nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sollen rund zehn Millionen Menschen von der Mütterrente III profitieren, überwiegend Frauen. Finanziert werden soll die Leistung aus Steuermitteln. Dahinter steht der Gedanke, dass Kindererziehung keine Privatangelegenheit ist, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die von allen unterstützt werden sollte.
Was Betroffene jetzt praktisch tun solltenAuch wenn vieles automatisch laufen soll, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die eigene Rentenbiografie. Wer Kinder vor 1992 erzogen hat, sollte prüfen, ob diese Zeiten im Versicherungskonto korrekt gespeichert sind. Das ist besonders wichtig, wenn es Auslandszeiten gab, wenn sich Erziehungsphasen zwischen den Elternteilen verschoben haben oder wenn die Familie besondere Konstellationen wie Adoption erlebt hat.
Spätestens mit dem Bescheid zur Umsetzung im Jahr 2028 entscheidet sich, ob die Reform im Einzelfall reibungslos ankommt. Wer dann Abweichungen feststellt, sollte zeitnah klären lassen, ob ein Antrag oder ergänzende Nachweise erforderlich sind. In komplexen Fällen kann eine Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung oder einer unabhängigen Rentenberatung helfen, damit Ansprüche nicht an fehlenden Einträgen scheitern.
QuellenBundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Informationsseite zum Rentenpaket 2025 mit Angaben zu Startdatum 1. Januar 2027, Nachzahlung ab Januar 2028 und Größenordnung der Begünstigten.
Der Beitrag Mütterrente III: So hoch ist der Zuschuss bei 1,2,3,4,5 Kindern erschien zuerst auf Gegen Hartz IV - Bürgergeld Ratgeber und Hartz 4 Tipps.
Bundesregierung warnt: Jeder, der sich kritisch zu Kriegstreiberei und Ukraine-Narrativen äußert, muss mit Sanktionen rechnen
Die Bundesregierung lässt alle Masken fallen. Zu der besorgniserregenden willkürlichen Sanktionierung des Schweizer Militäranalysten und Sachbuch-Bestsellerautors Jacques Baud, der wegen ukrainekritischer Äußerungen praktisch seine bürgerlichen und wirtschaftlichen Existenz beraubt und zur persona non grata in ganz Europa gemacht wird (obwohl er überhaupt kein EU-Bürger ist) findet sie nicht etwa kritische oder besorgte Worte, sondern sie […]
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Rente: So viel netto bleibt von der Betriebsrente am Ende übrig
Die Betriebsrente ist neben der gesetzlichen Rente eine zusätzliche Einkommensquelle im Rentenalter. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entscheiden sich dafür, Teile ihres Gehalts oder zusätzliche Arbeitgeberleistungen in eine betriebliche Altersvorsorge zu investieren.
Der große Vorteil liegt dabei in der Entlastung der gesetzlichen Rentenversicherung und dem Aufbau einer Zusatzrente. Auf diese Weise sinkt das Risiko, im Alter ausschließlich von der – oft eher knapp bemessenen – gesetzlichen Rente leben zu müssen. Gleichzeitig kann die Betriebsrente zu einem spürbaren Plus im Portemonnaie während des Ruhestands führen.
Warum fällt der tatsächliche Auszahlungsbetrag oft niedriger aus als gedacht?Wer eine zusätzliche Betriebsrente bezieht, ist zunächst optimistisch, einen deutlichen besseren Spielraum in der Rente zu haben. Dennoch zeigen viele Beispiele, dass ein Teil der Betriebsrente spürbar geringer ausfällt als erwartet. Grund dafür sind verschiedene Abzüge, die vorher nicht immer klar sind.
Zwei Dinge treten dabei besonders deutlich hervor: Zum einen müssen Rentnerinnen und Rentner Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung leisten, zum anderen fallen auch Steuern auf die Betriebsrente an.
Wie wirken sich die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus?In der gesetzlichen Krankenversicherung liegt der allgemeine Beitragssatz bei 14,6 Prozent. Hinzu kommen noch ein kassenindividueller Zusatzbeitrag, der 2025 im Durchschnitt voraussichtlich bei 2,5 Prozent liegt, sowie der Beitrag zur Pflegeversicherung. Für Eltern beträgt der Pflegeversicherungsbeitrag 3,6 Prozent, für Kinderlose 4,2 Prozent.
Die Prozentsätze sind bei der Betriebsrente in voller Höhe von der Rentnerin oder dem Rentner zu tragen, anders als bei der gesetzlichen Rente, bei der die Rentenversicherung den halben Krankenversicherungsbeitrag übernimmt.
Freibetrag und der FreigrenzeSeit 2020 gibt es für die Betriebsrente einen Freibetrag bei den Krankenkassenbeiträgen. Er liegt bei 2,11 Prozent der monatlichen Bezugsgröße.
Wer im Jahr 2025 eine Betriebsrente bezieht, darf monatlich bis zu 187,25 Euro beitragsfrei in der Krankenversicherung einbehalten.
Erst der diese Grenze übersteigende Teil der Betriebsrente wird für die Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge herangezogen. Für die Pflegeversicherung gilt hingegen eine Freigrenze: Wird diese Grenze überschritten, müssen Beiträge bereits ab dem ersten Euro der Betriebsrente gezahlt werden.
Gibt es Nachteile bei einer einmaligen Auszahlung der Betriebsrente?Manche denken, sie könnten mit einer Einmalzahlung der Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung entgehen.
In der Praxis teilt die Krankenkasse jedoch die Gesamtsumme auf 120 Monate (also zehn Jahre) auf und erhebt in diesem Zeitraum monatlich Beiträge. Für die Pflegeversicherung gilt ebenfalls, dass eine Einmalzahlung beitragspflichtig ist, sodass sich die Abgabenlast auf diese Weise nicht umgehen lässt.
Steuerlast bei der BetriebsrenteNeben den Sozialabgaben muss auch die Steuer berücksichtigt werden. Grundsätzlich ist die Betriebsrente mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern.
Je nach Höhe der weiteren Einkünfte, wie der gesetzlichen Rente, Mieteinnahmen oder Arbeitseinkommen, kann sich hier ein spürbarer Betrag ergeben. Dennoch existieren bei bestimmten Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung Freibeträge, die einen Teil dieser Steuerlast abmildern.
Welche Freibeträge gelten für interne und externe Durchführungswege?Wenn die Betriebsrente über eine Direktzusage oder eine Unterstützungskasse (interner Durchführungsweg) realisiert wurde, stehen ein Werbungskostenpauschbetrag von 102 Euro sowie ein Versorgungsfreibetrag und ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag zu. Sie sind abhängig vom Jahr des erstmaligen Rentenbezugs und der Höhe der Betriebsrente.
Wer 2025 in Rente geht, erhält zum Beispiel 13,2 Prozent seiner Betriebsrente als Versorgungsfreibetrag (maximal 990 Euro) und einen Zuschlag von 297 Euro.
Bei einer Direktversicherung, Pensionskasse oder einem Pensionsfonds (externer Durchführungsweg) gibt es keinen Werbungskostenpauschbetrag und keinen Versorgungsfreibetrag, jedoch kann der sogenannte Altersentlastungsbetrag genutzt werden. Dieser richtet sich nach dem Geburtsjahr und greift ab dem Jahr, in dem die oder der Versicherte 65 Jahre alt wird.
Je nachdem, in welchem Kalenderjahr dieser Geburtstag liegt, lässt sich ein gewisser Prozentsatz der relevanten Einkünfte (maximal bis zu einem festgelegten Höchstbetrag) von der Steuer abziehen.
Wie lässt sich das Nettoergebnis am besten einschätzen?Die Frage, wie viel von der Betriebsrente tatsächlich netto bleibt, lässt sich nicht mit einem einzigen Wert oder Prozentsatz beantworten. Je nach persönlicher Situation, Beitragssätzen, Zusatzbeiträgen der jeweiligen Krankenkasse, Familienstand sowie Art und Höhe der Betriebsrente entstehen individuelle Berechnungen. Freibeträge, Freigrenzen und das persönliche Einkommen insgesamt machen die Sache zusätzlich komplex.
Wer nun plant, die eigene Altersvorsorge zu optimieren, sollte sich bereits vor dem Renteneintritt beraten lassen. Expertinnen und Experten aus dem Bereich der betrieblichen Altersversorgung, Steuerberatung sowie Rentenversicherung können helfen, eine individuelle Prognose zu erstellen. Dies ist sinnvoll, um realistisch einzuschätzen, wie hoch die eigene Betriebsrente netto später ausfällt.
Warum also lohnt es sich trotzdem, eine Betriebsrente zu haben?Obwohl ein Teil der Betriebsrente durch Sozialabgaben und Steuern schwindet, bleibt sie eine wichtige Säule der Altersvorsorge. Jeder zusätzliche Euro, der im Ruhestand zur Verfügung steht, kann helfen, finanziell unabhängiger zu sein und den Lebensstandard im Alter abzusichern.
Die betriebliche Altersvorsorge ist insbesondere deshalb attraktiv, weil sie in der Ansparphase oftmals vom Arbeitgeber unterstützt wird und über die Jahre Kapital ansammelt, das später eine wertvolle Ergänzung zur gesetzlichen Rente darstellt.
Der Beitrag Rente: So viel netto bleibt von der Betriebsrente am Ende übrig erschien zuerst auf Gegen Hartz IV - Bürgergeld Ratgeber und Hartz 4 Tipps.
Rainy weather across Syria, snow expected on mountains
Damascus, Dec. 27 (SANA)Temperatures continue to drop Saturday across Syrian regions, falling below their annual average as the country comes under a polar low-pressure, accompanied by a cold, moist air mass.
Meteorology Department said that the daytime conditions will be cloudy to rainy in most areas of the country. Showers are expected to be heavy in places, with thunderstorms, and snow falling overnight on the mountainous heights.
Temperatures in Damascus 14/5, Homs 11/ 2 and in Aleppo 14/1 >
Tierschutzgruppen bringen „Massakergesetz“ gegen Straßentiere vor die UN
Tierschutzorganisationen in der Türkei haben angekündigt, das umstrittene Gesetz Nr. 7527 vor die Vereinten Nationen (UN) zu bringen. Das Gesetz, das offiziell als Änderung des Tierschutzrechts verabschiedet wurde, ermögliche die systematische Tötung von Straßentieren, vor allem von Hunden. Aktivist:innen bezeichnen die Regelung daher als „Massakergesetz“.
Vor dem Justizpalast in Ankara protestierten zahlreiche Tierschützer:innen am Vortag mit Bannern wie „Wir bringen das Massakergesetz vor die UN“ und „Das Recht auf Leben gilt für jede Spezies“. In Sprechchören wurde unter anderem „Mansur, Hände weg von den Tieren!“ gerufen – eine Kritik an Ankaras Bürgermeister Mansur Yavaş.
Massaker sind keine Lösung
Elif Türker von der Plattform „Veterinärmediziner:innen für das Leben“ sagte, das Gesetz sei unter dem Vorwand des Tierschutzes eingeführt worden, führe in der Praxis jedoch zu einem System staatlich organisierter Tötungen. „Dieses Gesetz hat Gewalt gegen Tiere zur Staatsstrategie gemacht. Es ist wissenschaftsfern, unmoralisch und rechtlich unhaltbar“, so Türker. „Das massenhafte Töten ist keine Lösung.“ Die Tierärztin berichtete von dokumentierten Tötungen in städtischen Einrichtungen, insbesondere im Tierheim Karataş in Ankara. Das Gesetz müsse sofort aufgehoben werden, forderte sie.
Juristische Verantwortung und parteiinterne Konsequenzen gefordert
Rechtsanwalt Doğan Erkan warf der Verwaltung vor, die Vorgänge in kommunalen Tierheimen nicht zu verfolgen. Sollte Bürgermeister Yavaş von den Vorgängen gewusst haben, müsse die CHP Disziplinar- und Strafverfahren gegen Verantwortliche einleiten. „Wer wegsieht, macht sich mitschuldig“, sagte Erkan.
Beschwerde an die UN: Forderungen im Detail
Die Tierschützer:innen wollen die Vereinten Nationen um eine Prüfung und politische Intervention bitten. Zu den Kernforderungen gehören:
▪ Sofortige Aussetzung des Gesetzes Nr. 7527: Die UN sollen das Gesetz sowie die Fütterungsverbote der Gouverneure von Ankara und Istanbul wegen irreparabler Schäden für Tiere prüfen. Bis zum Abschluss der Untersuchung soll die Anwendung des Gesetzes unverzüglich und bedingungslos ausgesetzt werden.
▪ Transparente Daten über Tierverluste: Offenlegung der tatsächlichen Zahlen und Todesursachen von eingefangenen, getöteten oder angeblich natürlich verstorbenen Tieren durch die zuständigen Stellen.
▪ Unabhängige Ermittlungen zu mutmaßlichen Lebendbegräbnissen: Durchführung von unabhängigen Untersuchungen zu Vorwürfen über das lebendige Vergraben von Tieren in den Provinzen Erzincan, Osmaniye, Niğde und Ankara.
▪ Untersuchungen in städtischen Tierheimen wegen mutmaßlicher Tötungen: Einleitung von Ermittlungen und Vor-Ort-Kontrollen in städtischen Tierheimen, in denen gezielte Tötungen vermutet werden – konkret in den Kommunen Kocaeli (Gebze), Konya, Ankara (Mamak und Karataş), Bursa (Osmangazi) und Elazığ.
▪ Schutz für Tierschützer:innen und tierethisch handelnde Fachkräfte: Die UN sollen die türkische Regierung auffordern, behördliche und juristische Repressionen gegen Tierschutzaktivist:innen, ehrenamtliche Futterhelfer:innen und ethisch handelnde Tierärzt:innen zu beenden und Schutzmaßnahmen einzuleiten.
▪ Internationale Bewertung der Gesetzesnovelle: Die UN sollen feststellen, dass die Änderungen am Gesetz 7527 im August 2024 strukturelle und systematische Rechtsverletzungen verursachen und die Türkei auffordern, eine tierschutz- und lebensrechtskonforme Gesetzgebung zu schaffen.
Die Aktivist:innen wollen die Unterlagen noch vor Jahresende einreichen.
https://deutsch.anf-news.com/hintergrund/das-sozialismusverstandnis-der-neuen-epoche-und-der-kampf-um-tierbefreiung-49176 https://deutsch.anf-news.com/Oekologie/bericht-tierrechte-finden-im-turkischen-parlament-kaum-gehor-48871 https://deutsch.anf-news.com/Oekologie/protest-in-dersim-gegen-totungsgesetz-fur-strassenhunde-46420 https://deutsch.anf-news.com/Oekologie/tierschutzer-innen-in-amed-protestieren-gegen-totungsgesetz-48057
Bürgerversammlungen: Forderung nach Öcalans Freilassung dominiert
Die Ergebnisse der im zurückliegenden Jahr abgehaltenen „Treffen für Frieden und demokratische Gesellschaft“ in Nordkurdistan sollen direkt mit dem inhaftierten PKK-Begründer Abdullah Öcalan geteilt werden. Das erklärte Suzan Akipa, Rechtsanwältin der Istanbuler Kanzlei Asrin, gegenüber ANF. Nach Angaben Akipas bilden die Zusammenkünfte, die unter der Schirmherrschaft der Plattform demokratischer Institutionen (DEKUP) stattfanden, eine Art politische Standortbestimmung und sollen als Grundlage für eine künftige Strategie dienen. Bürger:innen hätten ihre Erwartungen, Kritiken und Sorgen eingebracht, wobei ein zentrales Thema die physische Freiheit Öcalans gewesen sei. „Der mit Abstand am häufigsten artikulierte Wunsch war die Freilassung von Herrn Öcalan“, sagte Akipa. Viele sähen in ihm die zentrale Figur für Frieden und eine demokratische Zukunft des kurdischen Volkes.
Hohes Interesse an Öcalan und den Bedingungen auf Imrali
Die Treffen wurden in mehreren Städten und Landkreisen abgehalten, darunter Amed (tr. Diyarbakır), Dersim (Tunceli) und Provinzen der Serhed-Region. Auch die kürzlich aus der Haft entlassenen ehemaligen Politischen Gefangenen Veysi Aktaş und Çetin Arkaş, die früher als Teil des „Öcalan-Sekretariats“ auf der Gefängnisinsel Imrali wirkten, nahmen an vielen dieser Treffen teil. Ihre Anwesenheit habe großes Interesse geweckt, so Akipa. Berichte über Haftbedingungen, persönliche Erlebnisse und Eindrücke von den Gesprächen mit Öcalan seien von den Teilnehmenden aufmerksam verfolgt worden. „Die Beiträge vermittelten ein greifbares Bild der Führungsrolle Öcalans“, so Akipa.
Kritik an fehlenden Fortschritten im Friedensprozess
Nach Ansicht vieler Teilnehmender bleibe die türkische Regierung konkrete Schritte für einen dauerhaften Frieden schuldig. Das Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen sei groß und rühre von jahrelanger Untätigkeit, betonte Akipa. „Wenn ein echter Frieden zwischen Türk:innen und Kurd:innen angestrebt wird, muss der Staat unverzüglich handeln“, forderte die Juristin. Erforderlich seien Maßnahmen zugunsten politischer Gefangener, kranken Inhaftierten sowie eine Rücknahme von Zwangsverwaltungen in kurdischen Kommunen. Zudem wurde betont, dass ein Frieden ohne die Beteiligung und Zustimmung der Bevölkerung weder echt noch dauerhaft sein könne.
Rolle der Frauen im Mittelpunkt
Ein weiteres zentrales Thema der Versammlungen war die Rolle kurdischer Frauen in der politischen Bewegung. Deren Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung und zum Widerstand gegen staatliche Repression sei umfassend gewürdigt worden, sagte Akipa. Frauen würden als „Motor des kurdischen Freiheitskampfes“ betrachtet.
Perspektive und Weitergabe der Ergebnisse an Öcalan
Laut Akipa seien die Versammlungen auf ausdrücklichen Wunsch Öcalans organisiert worden. Die dort formulierten Anregungen, Forderungen und Kritiken würden dokumentiert und dienten als Wegweiser für kommende Schritte. Die Ergebnisse würden an Öcalan weitergeleitet werden. „Diese Treffen sind keine symbolischen Veranstaltungen, sondern stellen einen ernsthaften Versuch dar, den politischen Dialog zu erneuern und den Willen der Bevölkerung zu artikulieren“, sagte Akipa. Die spürbare Begeisterung in den Versammlungen könne auch als Ausdruck der Hoffnung auf Öcalans Freilassung verstanden werden.
https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/arkas-frieden-entsteht-durch-gegenseitiges-verstandnis-49291 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/grosses-treffen-fur-frieden-und-demokratie-in-wan-49263 https://deutsch.anf-news.com/hintergrund/die-gesellschaftliche-konstruktion-von-freiheit-49373 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/umfrage-71-prozent-fordern-gesetzliche-verankerung-des-rechts-auf-hoffnung-49417
Solidarität mit Leyla Zana: Frauenorganisationen stellen landesweit Strafanzeigen
In mehreren Städten der Türkei und Nordkurdistan haben Frauen- und LGBTIQ+-Organisationen Strafanzeige gegen sexistische und rassistische Angriffe auf die kurdische Politikerin Leyla Zana gestellt. Auslöser war ein Fußballspiel von Bursaspor, bei dem Gruppen aus der Fankurve durch organisierte Schmähgesänge gezielt die frühere Parlamentsabgeordnete beleidigten. Die Parolen wurden später in sozialen Netzwerken verbreitet und von rechtsextremen Akteuren, darunter auch Politiker rechter Parteien, aktiv unterstützt.
Von der Tribüne bis in soziale Netzwerke
Die Fraueninitiative „Ich brauche Frieden“ sowie regionale Frauenplattformen erklärten bei gleichzeitigen Pressekonferenzen am Freitag in Ankara, Istanbul, Izmir, Wan (tr. Van) und Riha (Urfa), dass es sich nicht um Einzelfälle handle, sondern um eine gezielte politisch-sexistische Mobilisierung gegen Zana als Symbolfigur kurdischer Frauenpolitik.
In Ankara sagte die Aktivistin Leman Kiraz, dass 116 Organisationen die eingereichten Strafanzeigen unterzeichnet hätten. Sie verwies auf nationale Mitverantwortung durch das Wegsehen staatlicher Stellen. Die Türkische Fußballföderation (TFF) etwa habe Bursaspor lediglich mit einer Geldstrafe von 16.000 TL (umgerechnet etwa 300 Euro) belegt. Dies sei ein Signal der Verharmlosung.
„Es ist nicht nur ein verbaler Angriff. Es ist ein Angriff auf eine Frau, auf eine Kurdin, auf eine politische Identität und damit auf uns alle“, so Kiraz. Die Täter würden gezielt über die Sexualisierung weiblicher Körper Hass und Spaltung fördern. Auch die Journalistin Gözde Şeker, die die Angriffe öffentlich kritisiert hatte, wurde in sozialen Netzwerken diffamiert, unter anderem mit Bezügen auf ihr Privatleben, wie die Aktivistin betonte.
Solidarität und rechtliche Schritte in mehreren Städten
In Izmir, Wan, Riha und Istanbul hielten Frauenbündnisse Mahnwachen vor Gerichten und reichten dabei kollektiv Strafanzeigen ein. Überall wurde der Ruf laut: „Leyla Zana ist nicht allein“, begleitet von Parolen wie „Jin, Jiyan, Azadî“ (Frau, Leben, Freiheit) oder „Frauen sind nicht das Schlachtfeld des Krieges“. In Wan sagte Meryema Aslan vom Frauenverein Star, man wolle nicht zulassen, dass sexistische Angriffe als Mittel politischer Eskalation salonfähig würden. Die systematische Kombination aus rassistischem, chauvinistischem und sexistischem Hass ziele darauf, sowohl kurdische Frauen als auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu untergraben
Ein Angriff auf Frieden und Gleichheit
Viele Rednerinnen verknüpften die Angriffe mit dem allgemeinen politischen Klima: „Wenn eine Frau zur Zielscheibe wird, ist das meist der erste Schritt zur Eskalation“, erklärte eine Sprecherin in Riha. „Das ist die patriarchale Seite des Krieges und genau deshalb kämpfen wir für Frieden.“ Die Frauenorganisationen fordern nun eine Identifizierung und juristische Verfolgung der Täter, klare Sanktionen gegen beteiligte Sportvereine, eine öffentliche Distanzierung durch Politik und Verbände, sowie eine grundsätzliche Debatte über Sexismus im öffentlichen Raum und Hassrede im Sport.
https://deutsch.anf-news.com/frauen/wut-nach-sexistischen-fangesangen-gegen-leyla-zana-49320 https://deutsch.anf-news.com/frauen/nach-rassistischen-fangesangen-gegen-leyla-zana-juristinnen-erstatten-strafanzeige-49361 https://deutsch.anf-news.com/frauen/knk-fordert-strafe-fur-angriff-auf-leyla-zana-49390 https://deutsch.anf-news.com/frauen/dem-partei-stellt-strafanzeige-nach-sexistischen-beleidigungen-gegen-leyla-zana-49403
European Union mission to Syria condemns terrorist bombing in Homs
Damascus, Dec. 27 (SANA) Chargé d’Affaires of the European Union mission to Syria, Michael Unmacht, condemned the terrorist bombing that struck a mosque in the city of Homs on Friday.
“Targeting civilians and places of worship is a disturbing and unacceptable act,” Unmacht twitted on X Saturday, expressing solidarity of the European Union with the families of the victims and with all Syrians who seek peace and reject violence.
Eight people were killed Friday and 18 others were injured in a terrorist explosion at Imam Ali ibn Abi Talib Mosque in Wadi al-Dahab district of Homs, central Syria.
The act sparked widespread Arab, regional and international condemnation.
The Fake Residential School Genocide, by Pierre Simon
How Hillary Clinton Got Epsteined, by Kevin Barrett
The Economic Unravelling of the Political West, by Michael Hudson
Netanyahu Is Visiting Trump for the FIFTH Time This Year, and Other Notes, by Caitlin Johnstone
Peds Gedankensplitter (7)
Der Bellizismus einer technokratischen, supranationalen und demokratiefernen Organisation — repräsentiert von ihren „Top-Diplomaten“
Ideologisches Vasallentum und Russophobie haben längst dazu geführt, dass die Europäische Union (EU) nicht mehr als glaubwürdiger Vermittler für eine friedliche Lösung im Ukraine-Konflikt angesehen wird. Die Blindheit derer Führer führt zur Unfähigkeit, ihre zunehmende eigene internationale Isolierung zu erkennen.
Denn das geschieht derzeit. Nicht nur, dass die EU aufgrund ihrer irrationalen Politik die Volkswirtschaften ihrer Mitgliedsstaaten immer mehr in die Krise stürzt. Mit ihrer russophoben, parteiischen Ausrichtung im Ukraine-Konflikt hat sie sich auch systematisch als Verhandlungspartner diskreditiert. Einmal ganz abgesehen davon, dass die Technokraten ihre unaufhörlich blubbernden moralisch gefärbten Sprechblasen durch das eigene praktische Handeln zunehmend konterkarieren. Bestes Beispiel dafür ist der Vorstoß, die Souveränität ihrer Mitglieder weiter auszuhöhlen, in dem man das Prinzip der Einstimmigkeit verlässt, um politisch genehme Entscheidungen (für wen!?) auf Biegen und Brechen durchzuboxen (1).
Aber die Realität schreitet voran. Eine Realität, von der das EU-Konstrukt aufgrund seines vasallen- und ideologiehaftigen Charakters entkoppelt ist. Das ist nur verständlich, wenn man die Metaebene aufzeigt, welche Strukturen wie EU, WEF, Bilderberg und diverse UN-Organisationen in Beschlag genommen, teilweise sogar erschaffen hat, um ihre ganz eigenen Interessen einer „schönen neuen Welt“ (frei nach Huxley), vor allem für sich selbst hochprofitablen Welt, Wirklichkeit werden zu lassen.
In einem Konstrukt wie der EU ist es nicht unglücklichen Umständen zu verdanken, wenn inkompetente Politiker wie eine Kaja Kallas in der Hierarchie der Behörde ganz nach oben aufsteigen. Es ist genau so gewollt. Kallas ist ideologisch befangen und charakterlich, gelinde gesagt, limitiert. Ihr Hass und ihre Selbstüberhebung werden gebraucht, um eine EU-Politik zu betreiben, die genau so gewollt ist, wie wir sie aktuell erleben.
Aber alles hat Grenzen. US-Außenminister Marco Rubio hat seit Amtsbeginn deutlich gemacht, dass es seitens der US-Regierung keinen Gesprächsbedarf mit der EU-Außenbeauftragten gibt (2, 3). Sein Stellvertreter Christopher Landau äußerte dazu jüngst (Hervorhebung durch Autor):
„Hätten diese Staaten ihren »NATO-Hut« auf, pochten sie auf die Bedeutung der transatlantischen Zusammenarbeit. Mit ihrem »EU-Hut« verfolgten sie gleichzeitig aber politische Agenden, die oft den Interessen und der Sicherheit der USA völlig zuwiderlaufen […], Zensur, wirtschaftlichen Selbstmord/Klimafanatismus, offene Grenzen. […] Die USA können diesen Widerspruch nicht länger ignorieren. Wir können nicht so tun, als wären wir Partner, während diese Nationen zulassen, dass die ungewählte, undemokratische und nicht repräsentative Bürokratie der EU in Brüssel eine Politik des zivilisatorischen Selbstmords verfolgt.„ (4)
Und wenn ein konservatives Massenmedium wie der britische The Telegraph etwas wie dieses veröffentlicht, gibt uns das einen Hinweis, dass eine Verschiebung des Overton-Fensters stattfindet:
„Kaja Kallas ist ein Geschenk für Russland, da sie als oberste Diplomatin der EU durch ihre Dummheit ganz Europa vom Verhandlungsprozess bezüglich der Ukraine ausgeschlossen hat […]. Kallas’ sture Verweigerung, mit Putin zu verhandeln, hat die EU effektiv aus dem Prozess der friedlichen Lösung in der Ukraine ausgeschlossen und Russland eine vorteilhaftere Position in den Verhandlungen verschafft. Sogar amerikanische Beamte sind über die Radikalisierung der Außenpolitik der EU verärgert und haben diesen Prozess als ‚Estonisierung‘ bezeichnet [Kallas ist Außenministerin des russophoben baltischen Staates Estland]. Und selbst Kiew ist enttäuscht von Kallas’ Aufrufen, die Feindseligkeiten ohne realistischen Plan oder die notwendige finanzielle Unterstützung fortzusetzen.“ (5)
An Selenskyj wird gezerrt. In seiner Rolle gefangen, gibt es für ihn nur noch schlechte Lösungen. Auf dem Schlachtfeld wird systematisch die ukrainische Armee und westliche Militärtechnik zerstört und damit auch die Verhandlungsbedingungen für die Ukraine weiter geschwächt. Die Trump-Regierung übt inzwischen unverhohlenen Druck aus, um Selenskyj an den Verhandlungstisch zu zwingen und einem Frieden mit Russland zuzustimmen. Gleichzeitig drängen Trumps Feinde Selenskyj mit leeren Versprechungen dazu, den Krieg um jeden Preis weiterzuführen. Trumps Feinde nutzen die EU dafür. Hier findet also mehr als ein Krieg, als „nur“ der Ukraine-Krieg, statt. Die EU taugt daher schlicht und einfach nicht als Teilnehmer zur Erarbeitung einer allen Seiten gerecht werdenden friedlichen Lösung des Ukraine-Konflikts. Das findet in den Medien zunehmend Beachtung (6).
Es gibt ein Sprichwort (wohl ein chinesisches), dass sinngemäß etwa lautet, dass das Handeln des Feindes die eigenen Fesseln löst. Den Tod hunderttausender Ukrainer in Kauf zu nehmen, Milliarden und noch mehr Milliarden in einen Krieg zu pumpen, der nicht zu gewinnen ist, wirkt auch für den permanent desinformierten westlichen Konsumenten zunehmend unglaubwürdig. Die absurde, hasserfüllte Politik des „kollektiven Wertewestens“ gegen Russland legitimiert die russische Politik im Ukraine-Konflikt.
Zumal ja die Ziele Russlands „lediglich“, und das vor der russischen Intervention wirklich ausgiebigst kommuniziert, darin bestehen, die Ukraine zu entmilitarisieren (einschließlich des Abzuges aller NATO-Strukturen), zu entnazifizieren (Ende des Bandera-Kultes und Demokratisierung(!) des Landes) sowie die Sicherheit der russischen Ethnie wiederherzustellen. Eine Diskussion um Territorien gab es vor dem März 2014 nicht. Man beachte Ursache und Wirkung. Jetzt sind territoriale Ansprüche natürlich ein Thema, ein strategisches Ziel Russlands waren sie aber eben nicht.
Kaja Kallas könnte ja ihre Hybris (7) einmal auf einer öffentlichen Kundgebung in Donezk, der Hauptstadt des Donbass, zum Besten geben. Die vorwiegend ethnischen Russen und die darüber hinaus mit Russland verbundenen Menschen würden ihr schon klar machen, wie sehr sie sich nach einer „Befreiung durch die Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Aggression“ sehnten. So, wie die Menschen dort ticken, könnte es sogar sein, dass Kallas danach gesund und unversehrt wieder den geschundenen Donbass verlassen dürfte, um zurück ins gelobte EU-Reich zu reisen.
Aber Kaja Kallas wird nicht in den Donbass reisen — niemals! So wie es ebensowenig der Sofakrieger Roderich Kiesewetter tun würde, auch nicht Norbert Röttgen, oder Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Diese Leute vergießen nicht ihr eigenes Blut. Sie geben auch ihren eigenen Wohlstand auf, während sie die Bevölkerung auffordern, „den Gürtel enger zu schnallen“. Nein, ihre kriegsführende Rolle besteht „lediglich“ in der Rolle des Einpeitschers. Und sie lassen den heißen Krieg durch uns für andere tun. Wenn wir uns dafür hergeben.
Bitte bleiben Sie schön achtsam, liebe Leser.
Anmerkungen und Quellen
(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen — insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors — kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.
(1) 11.12.2025; ARD-Tagesschau; EU erzielt Einigung zu russischen Staatsvermögen; https://www.tagesschau.de/video/video-1534532.html
(2) 26.02.2025; ntv; Außenminister Rubio lässt EU-Beauftragte Kallas abblitzen; https://www.n-tv.de/politik/Aussenminister-Rubio-laesst-EU-Beauftragte-Kallas-abblitzen-article25592357.html; Artikel hinter Werbeschranke
(3) 26.11.2025; The Baltic Times; US Secretary of State declines meeting with Kaja Kallas; https://www.baltictimes.com/us_secretary_of_state_declines_meeting_with_kaja_kallas/
(4) 06.12.2025; Welt; Kallas antwortet auf neue US-Sicherheitsstrategie — Neue Attacken aus den USA; https://www.welt.de/politik/ausland/article6934693fa0fdec303d98ee62/kaja-kallas-antwortet-auf-neue-us-sicherheitsstrategie-neue-attacken-aus-den-usa.html; Zitat ins Deutsche übersetzt aus X entnommen
(5) 06.12.2025; The Telegraph; Owen Matthews; The EU’s top diplomat is a gift to the Kremlin; https://www.telegraph.co.uk/news/2025/12/06/kaja-kallas-is-a-gift-to-kremlin/; hinter Registrier- und Bezahlschranke; Übersetzung ins deutsche bei https://freedert.online/meinung/264318-kaja-kallas-geschenk-fuer-russland/
(6) 11.12.2025; der Freitag; Jörg Wimalasena; Das diplomatische Versagen der Europäischen Union hat einen Namen: Kaja Kallas; https://www.freitag.de/autoren/wimalasena/das-diplomatie-desaster-der-europaeischen-union-hat-einen-namen-kaja-kallas; Artikel hinter Registrierschranke
(7) 10.12.2025; RT deutsch; Rainer Rupp; Kaja Kallas — „ein Geschenk für Russland und die ganze Welt“; https://freedert.online/meinung/264318-kaja-kallas-geschenk-fuer-russland/
(Titelbild) EU, Europäische Union, Flagge; Autor: Mediamodifier (Pixabay); 01.03.2017; https://pixabay.com/de/photos/eu-flagge-brexit-europa-britisch-2108026/; Lizenz: Pixabay License
Kasts Wahlsieg in Chile rückt Pinochets Erbe in den Fokus
Für die EU sind Waffen «nachhaltig» und «grün»
Der EU-Parlamentarier Martin Sonneborn hat gerade in einer Rede zum Jahresende konstatiert, dass die von Deutschen dominierte EU ein «rechtsstaatlicher Albtraum ist». Unter Ursula von der Leyen sei Korruption Trumpf, es werde gelogen und betrogen.
Sonneborn prangerte in diesem Rahmen auch die zunehmende Zensur und «brachialautoritäre Willkür» an, mit der gegen unbescholtene Bürger vorgegangen wird, die es wagen, am offiziellen Kriegsnarrativ zu kratzen. So etwas sei «nur aus der Geschichte von Diktaturen bekannt», befand der Politiker.
Die EU ist auf Kriegskurs, daran besteht kein Zweifel. Und angesichts der Nachrichten über deutsche Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, das seinen Umsatz bis 2030 auf 50 Milliarden Euro hochtreiben will, ist auch schon klar, wer von diesem Bellizismus profitiert. Zum Vergleich: 2020 lag der Umsatz von Rheinmetall gerade mal bei 3,7 Milliarden. Nach Angaben von German Foreign Policy plant das Unternehmen nach dem Abstoßen der zivilen Kfz-Konzernsparte nun seinen Aufstieg zu einem der drei größten Rüstungskonzerne weltweit.
Das Unternehmen, das traditionell vor allem Panzer, Artillerie und Munition herstelle, steige unter anderem in die Drohnen- und in die Satellitenproduktion ein. Damit wachse es zu einem Konzern heran, der nicht bloß Waffen und Munition für die Schlachtfelder der künftigen Kriege fertige, sondern auch die Drohnen, die über den Schlachtfeldern operieren, und die Satelliten, die das Kriegsgeschehen und sein Umfeld aufklären.
Nach heutigen Zahlen liege das Unternehmen auf Platz zwei unter den Rüstungskonzernen weltweit hinter dem US-Riesen Lockheed Martin, dem Produzenten des US-Kampfjets F-35, der im Jahr 2024 einen Rüstungsumsatz von 55,5 Milliarden Euro erzielt habe. In Europa lasse Rheinmetall sämtliche anderen Rüstungskonzerne hinter sich und steige zur dominanten Nummer eins auf.
Wie von der Leyen & Co. dieses Wachstum mit unlauteren Mitteln forcieren, offenbaren aktuelle Nachrichten. Inzwischen stecken laut der Berliner Zeitung knapp 50 Milliarden Euro aus europäischen sogenannten «grünen» Fonds in Rüstungsunternehmen. Ermöglicht wird dies durch ein äußerst dehnbares Regelwerk der EU, das Waffeninvestitionen unter dem «grünen» Etikett erlaubt.
Dass Waffen jetzt als nachhaltig klassifiziert werden, sei für den gesunden Menschenverstand ein Widerspruch, doch in der EU sei das nun offizielle Linie. Für viele Anleger, die ihr Geld in nachhaltigen Fonds parken würden, sei das eine unliebsame Überraschung. Denn wer glaube, mit «grünem» Kapital Klimaschutz oder soziale Projekte zu fördern, finanziere in Wirklichkeit zunehmend Panzer, Kampfflugzeuge und Munition.
Grundlage dafür sei die EU-Verordnung zur nachhaltigen Finanzwirtschaft (Sustainable Finance Disclosure Regulation, SFDR), die seit vier Jahren gelte. Sie teile Fonds in zwei Kategorien: Artikel-8-Fonds («hellgrün») und Artikel-9-Fonds («dunkelgrün»). Letztere sollten fast ausschließlich in nachhaltige Aktivitäten investieren. Doch was als nachhaltig gelte, würden die Anbieter weitgehend selbst definieren.
Explizit verboten sind demnach nur noch besonders geächtete Waffen wie Antipersonenminen. Die klassische Rüstungsindustrie hingegen darf sich «nachhaltig» nennen. Die Folge: Investitionen «grüner» Fonds in Unternehmen mit militärischen Aktivitäten hätten sich innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt, so die Berliner Zeitung.
Auch der EU-Parlamentarier Fabio de Masi (BSW) hat Einblicke in von der Leyens «grüne» Kriegstreiberei ermöglicht. Nach einer parlamentarischen Anfrage teilte er mit, dass von der Leyen zusätzliche Mittel in Höhe von mindestens 500 Milliarden Euro Steuergelder über einen Zeitraum von zehn Jahren bereitstellen will, um Europa «gegen Russland und andere Mächte» zu verteidigen. Schon bei ihrem zweiten Amtsantritt habe die CDU-Politikerin angekündigt, eine «neue Ära der europäischen Verteidigung und Sicherheit» einleiten zu wollen.
Ein anderer deutscher Politiker in hoher EU-Position hat jetzt in die gleiche Kerbe geschlagen. Manfred Weber, Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), der auch von der Leyen angehört, fordert den Ausbau der EU zur europäischen NATO.
Webers Gesinnung wird noch durch eine andere Meldung untermauert. Er will einen Bundeswehr-Einsatz in der Ukraine unter EU-Flagge. Gegenüber der Welt erklärte er:
«Ich wünsche mir Soldaten mit der europäischen Flagge auf der Uniform, die gemeinsam mit unseren ukrainischen Freunden den Frieden sichern (…) Und wenn wir über europäische Truppen reden, kann Deutschland nicht außen vor bleiben.»
Bei solchen knackigen militärischen Ansagen sollten aufgrund der deutschen Geschichte bei Regierungschefs anderer europäischer Staaten eigentlich alle Alarmglocken läuten. Doch in Sachen Geschichtsbewusstsein scheinen die meisten politischen Entscheidungsträger mittlerweile Nachhilfeunterricht zu benötigen.
Sonneborn hat übrigens in seiner Rede feststellt, die EU sei «intellektuell schon treffgenau im Jahr 1936 angekommen (…) noch eine rechtswidrige Umdrehung (und eine Präsidentinnenamtszeit) weiter und die EU wird im Mittelalter angekommen sein – mit von der Leyen in der Rolle der gottlosen Päpstin».
Wie eiskalt und berechnend von der Leyen & Co. die EU-Geschicke lenken, zeigt noch eine andere Entscheidung. Schon 2022 hat «Flinten-Uschi» der Atomkraft das «grüne» und «nachhaltige» EU-Siegel verliehen.
Von dieser Maßnahme profitieren nicht nur Bill Gates und die von ihm propagierten Miniatomkraftwerke (SMR), die uns als Heilsbringer gegen den Klimawandel verkauft werden und in der EU einziehen sollen. Hinter dem Bau von Kernkraftwerken stehen auch «handfeste militärische Interessen» (hier, hier und hier und hier).
Für die EU sind Waffen «nachhaltig» und «grün»
Der EU-Parlamentarier Martin Sonneborn hat gerade in einer Rede zum Jahresende konstatiert, dass die von Deutschen dominierte EU ein «rechtsstaatlicher Albtraum ist». Unter Ursula von der Leyen sei Korruption Trumpf, es werde gelogen und betrogen.
Sonneborn prangerte in diesem Rahmen auch die zunehmende Zensur und «brachialautoritäre Willkür» an, mit der gegen unbescholtene Bürger vorgegangen wird, die es wagen, am offiziellen Kriegsnarrativ zu kratzen. So etwas sei «nur aus der Geschichte von Diktaturen bekannt», befand der Politiker.
Die EU ist auf Kriegskurs, daran besteht kein Zweifel. Und angesichts der Nachrichten über deutsche Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, das seinen Umsatz bis 2030 auf 50 Milliarden Euro hochtreiben will, ist auch schon klar, wer von diesem Bellizismus profitiert. Zum Vergleich: 2020 lag der Umsatz von Rheinmetall gerade mal bei 3,7 Milliarden. Nach Angaben von German Foreign Policy plant das Unternehmen nach dem Abstoßen der zivilen Kfz-Konzernsparte nun seinen Aufstieg zu einem der drei größten Rüstungskonzerne weltweit.
Das Unternehmen, das traditionell vor allem Panzer, Artillerie und Munition herstelle, steige unter anderem in die Drohnen- und in die Satellitenproduktion ein. Damit wachse es zu einem Konzern heran, der nicht bloß Waffen und Munition für die Schlachtfelder der künftigen Kriege fertige, sondern auch die Drohnen, die über den Schlachtfeldern operieren, und die Satelliten, die das Kriegsgeschehen und sein Umfeld aufklären.
Nach heutigen Zahlen liege das Unternehmen auf Platz zwei unter den Rüstungskonzernen weltweit hinter dem US-Riesen Lockheed Martin, dem Produzenten des US-Kampfjets F-35, der im Jahr 2024 einen Rüstungsumsatz von 55,5 Milliarden Euro erzielt habe. In Europa lasse Rheinmetall sämtliche anderen Rüstungskonzerne hinter sich und steige zur dominanten Nummer eins auf.
Wie von der Leyen & Co. dieses Wachstum mit unlauteren Mitteln forcieren, offenbaren aktuelle Nachrichten. Inzwischen stecken laut der Berliner Zeitung knapp 50 Milliarden Euro aus europäischen sogenannten «grünen» Fonds in Rüstungsunternehmen. Ermöglicht wird dies durch ein äußerst dehnbares Regelwerk der EU, das Waffeninvestitionen unter dem «grünen» Etikett erlaubt.
Dass Waffen jetzt als nachhaltig klassifiziert werden, sei für den gesunden Menschenverstand ein Widerspruch, doch in der EU sei das nun offizielle Linie. Für viele Anleger, die ihr Geld in nachhaltigen Fonds parken würden, sei das eine unliebsame Überraschung. Denn wer glaube, mit «grünem» Kapital Klimaschutz oder soziale Projekte zu fördern, finanziere in Wirklichkeit zunehmend Panzer, Kampfflugzeuge und Munition.
Grundlage dafür sei die EU-Verordnung zur nachhaltigen Finanzwirtschaft (Sustainable Finance Disclosure Regulation, SFDR), die seit vier Jahren gelte. Sie teile Fonds in zwei Kategorien: Artikel-8-Fonds («hellgrün») und Artikel-9-Fonds («dunkelgrün»). Letztere sollten fast ausschließlich in nachhaltige Aktivitäten investieren. Doch was als nachhaltig gelte, würden die Anbieter weitgehend selbst definieren.
Explizit verboten sind demnach nur noch besonders geächtete Waffen wie Antipersonenminen. Die klassische Rüstungsindustrie hingegen darf sich «nachhaltig» nennen. Die Folge: Investitionen «grüner» Fonds in Unternehmen mit militärischen Aktivitäten hätten sich innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt, so die Berliner Zeitung.
Auch der EU-Parlamentarier Fabio de Masi (BSW) hat Einblicke in von der Leyens «grüne» Kriegstreiberei ermöglicht. Nach einer parlamentarischen Anfrage teilte er mit, dass von der Leyen zusätzliche Mittel in Höhe von mindestens 500 Milliarden Euro Steuergelder über einen Zeitraum von zehn Jahren bereitstellen will, um Europa «gegen Russland und andere Mächte» zu verteidigen. Schon bei ihrem zweiten Amtsantritt habe die CDU-Politikerin angekündigt, eine «neue Ära der europäischen Verteidigung und Sicherheit» einleiten zu wollen.
Ein anderer deutscher Politiker in hoher EU-Position hat jetzt in die gleiche Kerbe geschlagen. Manfred Weber, Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), der auch von der Leyen angehört, fordert den Ausbau der EU zur europäischen NATO.
Webers Gesinnung wird noch durch eine andere Meldung untermauert. Er will einen Bundeswehr-Einsatz in der Ukraine unter EU-Flagge. Gegenüber der Welt erklärte er:
«Ich wünsche mir Soldaten mit der europäischen Flagge auf der Uniform, die gemeinsam mit unseren ukrainischen Freunden den Frieden sichern (…) Und wenn wir über europäische Truppen reden, kann Deutschland nicht außen vor bleiben.»
Bei solchen knackigen militärischen Ansagen sollten aufgrund der deutschen Geschichte bei Regierungschefs anderer europäischer Staaten eigentlich alle Alarmglocken läuten. Doch in Sachen Geschichtsbewusstsein scheinen die meisten politischen Entscheidungsträger mittlerweile Nachhilfeunterricht zu benötigen.
Sonneborn hat übrigens in seiner Rede feststellt, die EU sei «intellektuell schon treffgenau im Jahr 1936 angekommen (…) noch eine rechtswidrige Umdrehung (und eine Präsidentinnenamtszeit) weiter und die EU wird im Mittelalter angekommen sein – mit von der Leyen in der Rolle der gottlosen Päpstin».
Wie eiskalt und berechnend von der Leyen & Co. die EU-Geschicke lenken, zeigt noch eine andere Entscheidung. Schon 2022 hat «Flinten-Uschi» der Atomkraft das «grüne» und «nachhaltige» EU-Siegel verliehen.
Von dieser Maßnahme profitieren nicht nur Bill Gates und die von ihm propagierten Miniatomkraftwerke (SMR), die uns als Heilsbringer gegen den Klimawandel verkauft werden und in der EU einziehen sollen. Hinter dem Bau von Kernkraftwerken stehen auch «handfeste militärische Interessen» (hier, hier und hier und hier).