Externe Ticker

Krankengeld steigt und sinkt

Lesedauer 4 Minuten

Bei anderen Sozialleistungen ist eine regelmäßige Anpassung in Form von Erhöhungen bekannt, etwa bei der gesetzlichen Rente. Beim Krankengeld erwarten viele dagegen eine starre Leistung, die einmal berechnet wird und dann über Monate unverändert bleibt. Genau hier setzt die gute Nachricht an: Wer lange Krankengeld erhält, kann tatsächlich mit einer Erhöhung rechnen.

Hintergrund ist eine gesetzliche Anpassungsregel: Die Berechnungsgrundlage, die dem Krankengeld zugrunde liegt, wird nach Ablauf eines Jahres an die Entwicklung der Bruttoarbeitsentgelte angepasst. Gemeint ist damit keine individuelle Gehaltserhöhung, sondern eine pauschale Fortschreibung entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung in Deutschland. Wer lange krank ist, soll nicht vollständig von der Lohnentwicklung abgekoppelt bleiben, die bei Beschäftigten in dieser Zeit weiterläuft.

Was „ein Jahr nach Ende des Bemessungszeitraums“ in der Praxis bedeutet

Der Gesetzestext ist technisch formuliert, und genau deshalb entstehen Missverständnisse. Entscheidend ist nicht, dass jemand „ein Jahr Krankengeld“ bezogen haben muss. Maßgeblich ist vielmehr der Zeitpunkt ein Jahr nach dem Ende des Bemessungszeitraums, also nach dem Abrechnungszeitraum, aus dem das Krankengeld ursprünglich berechnet wurde.

Das führt zu einem wichtigen Effekt: Weil vor dem Krankengeld in der Regel noch die sechswöchige Entgeltfortzahlung liegt, kann die Anpassung bereits eintreten, obwohl der Krankengeldbezug selbst noch keine zwölf Monate dauert. Für Betroffene ist am Ende nicht die juristische Feinheit entscheidend, sondern die praktische Frage: Ab wann erhöht sich der Zahlbetrag tatsächlich? Diese Schwelle hängt an einem Datum, das sich aus dem letzten abgerechneten Entgeltzeitraum vor der Erkrankung ergibt.

Das Beispiel „Nicole“

Ein Praxisbeispiel: Nicole erkrankt erstmals am 21.09.2024. Zunächst erhält sie sechs Wochen Entgeltfortzahlung. Danach rutscht sie ins Krankengeld. Für die Berechnung zählt der Monat vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit; im Beispiel ist das der August 2022. Dieser August bildet den Bemessungszeitraum.

Ein Jahr nach dem Ende dieses Bemessungszeitraums ist im Beispiel Ende August 2025 erreicht. Ab dem Folgemonat kann die Anpassung greifen. Der Knackpunkt: Die Erhöhung knüpft an die allgemeine Lohnentwicklung an und wird über einen sogenannten Anpassungsfaktor umgesetzt. Dieser Faktor gilt jeweils für einen Zeitraum von zwölf Monaten, der sich an den Stichtag 1. Juli anlehnt. Praktisch bedeutet das: Das Datum, an dem bei einer Person die Jahresfrist abläuft, entscheidet darüber, welcher Anpassungsfaktor zur Anwendung kommt.

Die Höhe der Erhöhung: Pauschal, nicht individuell

Die Erhöhung richtet sich nicht nach dem eigenen Beruf, nicht nach dem Arbeitgeber und nicht nach zwischenzeitlichen Tarifabschlüssen im persönlichen Umfeld. Sie folgt vielmehr der durchschnittlichen Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales macht den maßgeblichen Anpassungsfaktor bekannt; veröffentlicht wird er im Bundesanzeiger. Für Betroffene ist das zugleich beruhigend und ernüchternd: Beruhigend, weil kein Antrag und keine „Verhandlung“ nötig sind, ernüchternd, weil die Anpassung nicht die individuelle Lebensrealität abbildet, sondern eine statistische Größe ist.

In den vergangenen Jahren lagen diese Faktoren spürbar über eins, also im Bereich einer Erhöhung. So gab es beispielsweise für die Zeit ab 1. Juli 2022 einen Anpassungsfaktor, der einer Erhöhung um 3,48 Prozent entsprach. Für die Zeit vom 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 wurde ein Faktor veröffentlicht, der einer Erhöhung um 6,11 Prozent entspricht, und für die Zeit vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026 ein Faktor, der einer Erhöhung um 5,33 Prozent entspricht. Solche Werte zeigen: Bei längeren Krankheitsphasen kann die Anpassung spürbar helfen, sie ersetzt aber nicht das frühere Einkommen.

Wichtiges Detail: Es gibt Grenzen nach oben – und keine Absenkung

Auch nach einer Anpassung bleibt das Krankengeld an Höchstgrenzen gebunden. Steigt der Zahlbetrag durch den Anpassungsfaktor, kann er dennoch gedeckelt sein, wenn bereits die maximale Berechnungsgröße erreicht ist. Wer vorher schon nah am Höchstkrankengeld lag, merkt von der Dynamisierung unter Umständen weniger als jemand, dessen Krankengeld klar unter den Obergrenzen lag.

Umgekehrt gilt: Bei einer negativen Lohnentwicklung wird die Leistung nicht abgesenkt. Das System arbeitet also nicht wie ein Börsenkurs, sondern wie eine Einbahnstraße nach oben, wenn der Anpassungsfaktor über eins liegt.

Warum „lange im Krankengeld bleiben“ nicht immer einfach ist

Häufig fällt ein Satz, der in Beratungsstellen immer wieder bestätigt wird: Selbst bei schweren Erkrankungen ist es in Deutschland nicht automatisch garantiert, über lange Zeit nahtlos im Krankengeldbezug zu bleiben. Das liegt nicht daran, dass es keinen Anspruch gäbe, sondern an den Bedingungen, die während des Bezugs eingehalten werden müssen, und an den Prüfmechanismen.

Krankenkassen können den Medizinischen Dienst einschalten, wenn Fragen zur Arbeitsunfähigkeit zu klären sind. Das betrifft zwar nur einen vergleichsweise kleinen Anteil der Fälle, wird von Betroffenen aber als sehr belastend erlebt, weil neben die Krankheit ein Prüfverfahren tritt. Hinzu kommen Mitwirkungspflichten: Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Krankenkasse Versicherte auffordern, einen Antrag auf medizinische Rehabilitation oder Leistungen zur Teilhabe zu stellen.

Wer eine solche Frist verstreichen lässt, riskiert zeitweise den Wegfall des Krankengeldanspruchs, bis ein Antrag nachgeholt wird. In der Praxis spielt das besonders bei längeren Verläufen eine Rolle, weil die Frage „Reha oder andere Leistung?“ irgendwann auf den Tisch kommt.

Gerade bei psychischen Erkrankungen berichten Beratungsstellen häufiger von Konflikten und Unsicherheiten, weil Verläufe schwanken können und eine klare Prognose schwerer zu fassen ist. Gleichzeitig entstehen organisatorische Risiken: Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen müssen lückenlos festgestellt werden, und auch wenn die elektronische Übermittlung inzwischen vieles erleichtert, bleiben Fristen und Nachweisanforderungen ein Thema, wenn es zu Pannen oder Verzögerungen kommt. Für Betroffene heißt das: Wer ohnehin erschöpft ist, muss trotzdem darauf achten, dass die Formalien stimmen.

Aussteuerung: Wenn das Krankengeld endet

So wichtig die Dynamisierung ist, sie ändert nichts daran, dass Krankengeld zeitlich begrenzt ist. Für dieselbe Krankheit wird es längstens für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt, gerechnet ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Endet die Zahlung, spricht man umgangssprachlich von Aussteuerung. Dieser Moment ist für viele Betroffene ein Einschnitt, weil er die Frage erzwingt, wie es finanziell und sozialrechtlich weitergeht.

Je nach Situation kommen unterschiedliche Anschlusswege in Betracht. Manche Menschen können schrittweise in den Beruf zurückkehren, andere benötigen Rehabilitation, wieder andere müssen klären, ob eine Erwerbsminderungsrente in Frage kommt. Wenn die Erwerbsfähigkeit unklar ist und eine Entscheidung der Rentenversicherung noch aussteht, kann auch Arbeitslosengeld unter besonderen Voraussetzungen eine Brückenfunktion erfüllen. In jedem Fall ist die Aussteuerung kein Randereignis, sondern ein Punkt, an dem Beratung und vorausschauende Planung besonders wertvoll werden.

Was Betroffene aus der Anpassungsregel mitnehmen können

Die Regel zur Erhöhung des Krankengeldes nach Ablauf eines Jahres ist kein großes Versprechen, aber ein wichtiges Detail im Sozialrecht, das vielen nicht bekannt ist. Sie zeigt, dass der Gesetzgeber lange Krankheitsverläufe nicht vollständig von der allgemeinen Lohnentwicklung abkoppeln will. Für Betroffene kann das im Alltag bedeuten, dass die finanzielle Lücke nach vielen Monaten wenigstens etwas kleiner wird.

Gleichzeitig sollten die Anpassungen beim Krankengeld nicht darüber hinwegtäuschen, dass Krankengeld eine Absicherung auf Zeit ist. Wer längere Ausfälle absehen kann, braucht häufig mehr als eine prozentuale Anpassung: klare Informationen, eine realistische Haushaltsplanung und frühzeitig die Klärung, welche Leistungen und Schritte nach dem Krankengeld in Frage kommen. Seriöse Beratung kann hier helfen, gerade weil die Regeln im Detail kompliziert sind und sich die persönliche Lage selten in Standardschemata pressen lässt.

Quellen

Gesetze im Internet (Bundesministerium der Justiz): Regelungen zur Höhe des Krankengeldes in § 47 SGB V.

Der Beitrag Krankengeld steigt und sinkt erschien zuerst auf Gegen Hartz IV - Bürgergeld Ratgeber und Hartz 4 Tipps.

Kategorien: Externe Ticker

Systemisches zum Jahresende: Kulturelle Brüche bei Partnerwahl und Fortpflanzung

Beim Spazierengehen und Philosophieren, noch dazu in sonniger Natur, muss man nicht unbedingt in evolutionäre Dimensionen vordringen. Tut man es doch, kann es passieren, dass sich aus vielen Beobachtungen und Banalitäten plötzlich ein Bild ergibt, das man eigentlich ganz gern wieder aus dem Kopf herausbekäme. Ausgangspunkt meines heutigen intensiven familiären Wandergesprächs war die über allem […]

<p>The post Systemisches zum Jahresende: Kulturelle Brüche bei Partnerwahl und Fortpflanzung first appeared on ANSAGE.</p>

Kategorien: Externe Ticker

Internal Security in Jableh arrests man linked to ‘Saraya al-Jawad’ cell

SANA - Syrian Arab News Agency - 28. Dezember 2025 - 9:52

Lattakia, Dec. 28 (SANA) The Interior Ministry announced that the Internal Security Directorate in Jableh arrested Basil Issa Ali Jamahiri, linked to the Suhil al-Hassan criminal cell, and confiscated weapons and ammunition.

On Sunday, the Ministry posted on its Telegram channel that the arrest was part of a security operation carried out by the Internal Security Command in Lattakia province. The operation targeted the so-called “Saraya al-Jawad” criminal cell in Dweir Baabda village, located in the Jableh countryside.

The Ministry added that the arrested individual provided detailed information during questioning about the locations of weapons and ammunition. Specialized teams subsequently seized machine guns and various types of ammunition, following proper procedures.

Earlier, on December 24, the Lattakia Internal Security Directorate announced a special security operation targeting a group affiliated with the “Saraya al-Jawad” cell in the Jableh countryside, suspected of carrying out killings and targeting the Army and Interior Security Forces.

R.A

Kategorien: Externe Ticker

Niederländischer Impfprozess gegen Gates und Bourla: Sasha Latypova publiziert vollständiges Gutachten

Transition News - 28. Dezember 2025 - 9:45

Die renommierte Pharma-Expertin Sasha Latypova hat in einem Substack-Beitrag ihr umfassendes schriftliches Expertengutachten für die laufende Zivilklage in den Niederlanden erstmals vollständig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dies markiert eine signifikante Neuigkeit in dem hochbrisanten Fall, da Latypovas detaillierte Ausführungen – basierend auf ihrer 25-jährigen Expertise in der Pharmaindustrie – bisher nicht in dieser Tiefe öffentlich waren.

Der Beitrag mit dem Titel «COVID-Impfstoffe sind von biochemischen Waffen nicht zu unterscheiden» rahmt das Gutachten mit frischen Kommentaren zu aktuellen Entwicklungen ein und unterstreicht die Dringlichkeit des Prozesses gegen globale Figuren wie Bill Gates und Pfizer-CEO Albert Bourla. Wie Transition News am 18. Dezember in einem Beitrag bereits andeutete, haben fünf internationale Experten – neben Sasha Latypova sind das Mike Yeadon, Katherine Watt, Catherine Austin Fitts und Joseph Sansone – Videobotschaften an das Gericht gerichtet, um auf angebliche Täuschungen im COVID-19-Kontext hinzuweisen.

Latypovas gestriger Beitrag baut darauf auf und liefert nun erstmals den vollen Text ihres Affidavits, was den Fall in ein neues Licht rückt und die Debatte über Impfschäden und mögliche Biowaffen-Vorwürfe weiter anheizt. Einer der zentralen Punkte, den Latypova in ihrem am 26. Dezember 2025 erschienenen Substack-Beitrag hervorhebt, ist die kürzlich ergangene Anordnung des Bezirksgerichts in Leeuwarden, dass Beklagte wie Bill Gates, Albert Bourla, Mark Rutte (ehemaliger niederländischer Premierminister und aktueller NATO-Generalsekretär) sowie Hugo de Jonge (ehemaliger Gesundheitsminister) persönlich zur mündlichen Verhandlung im Jahr 2026 erscheinen müssen.

Diese Anordnung ist ein bedeutender Schritt in dem Zivilverfahren, unterstreicht er doch die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe von ursprünglich sieben impfgeschädigten Personen (eine ist mittlerweile verstorben) gegen eine Gruppe von Beklagten von insgesamt 17 Personen und Institutionen. Die Kläger werfen ihnen vor, die Öffentlichkeit über Sicherheit und Wirksamkeit der COVID-19-mRNA-Injektionen getäuscht zu haben.

Latypova sieht darin einen potenziellen Wendepunkt und betont, dass dies die Chance biete, die Beklagten direkt mit Beweisen zu konfrontieren. Der 2023 initiierte Prozess dreht sich um Ansprüche auf Schadensersatz wegen angeblicher Täuschung über die mRNA-COVID-Injektionen. Latypova macht in diesem Zusammenhang in ihrem Substack-Artikel klar, dass diese Produkte nach ihrer Analyse keine regulären Impfstoffe, sondern potenziell schädliche «Biowaffen» seien – entwickelt unter militärischen Regelungen wie dem US-PREP-Act und Operation Warp Speed, die normale Sicherheitsstandards umgingen.

Für diese Aussagen liefert Latypova erstmals detaillierte Belege, darunter Verweise auf geleakte Dokumente und Verträge.

Trotz der Ablehnung ihrer mündlichen Anhörung im August 2025 hat Anwalt Peter Stassen am 7. Dezember 2025 schriftliche Gutachten und Video-Statements der fünf Experten eingereicht, die nun Teil der Akten sind – sowohl in Leeuwarden als auch im Berufungsverfahren in Amsterdam.

Sasha Latypovas Substack-Beitrag stellt auch eine scharfe Abrechnung mit einer gezielten Schmutzkampagne gegen sie selbst, andere Experten und den niederländischen Gerichtsfall dar. Sie beschreibt diese Kampagne als koordinierte Desinformationsoperation, die von militärisch-intelligence- und privatwirtschaftlich finanzierten Akteuren gesteuert wird. Konkret nennt sie den Account «Jikky Leaks» (auch bekannt unter Pseudonymen wie «Mouse Piss», «Saidi» oder «canceledmouse») sowie Dr. Ah Kahn Syed, den sie als dieselbe Person oder zumindest eng verbunden identifiziert.

Dazu gehören nach ihrer Darstellung weitere Accounts wie OpenVAET und ein ganzes Netzwerk anonymer Trolls, die sich durch «Mouse-Logos» in ihren Profilen erkennen lassen – eine Gruppe, die sie spöttisch als «mouse army» oder «Moussad» bezeichnet. Das Ziel dieser Kampagne sei es, gezielt «ambiguity» zu erzeugen, also absichtlich Unklarheit und Verwirrung zu stiften. Dadurch solle von den zentralen Punkten abgelenkt werden: nämlich dass die COVID-Injektionen keine regulären Pharmaprodukte, sondern unter militärischem Recht eingesetzte Waffen seien, die in einer global koordinierten Attacke auf die Zivilbevölkerung verwendet wurden.

Auch würden diese Akteure die Debatte in endlose, unproduktive Diskussionen über «gold standard science» und Big-Pharma-Korruption lenken, obwohl die eigentliche Straftat in der militärischen und rechtlichen Koordination liege (DoD-Verträge*, PREP-Act**, Operation Warp Speed***). Latypova begründet ihre Vorwürfe mit konkreten Beispielen: Kurz nach einem positiven Artikel über sie in einem alternativen Medium verbreitete «Jikky Leaks» die Lügengeschichte, sie arbeite weiterhin für die Pharmaindustrie (obwohl sie die Branche vor fast zehn Jahren verlassen hatte), sie sei mit der Boston Consulting Group verbunden und würde Klagen «derailen» (sprich, sie lenke durch ihre These, mRNA-Injektionen seien militärische Biowaffen, von «echten» oder «gewinnbaren» Klagen ab und mache seriöse rechtliche Ansätze unglaubwürdig).

Latypova zeigt in diesem Zusammenhang auch Screenshots und eine Collage von Identitäten, beschreibt «Jikky» als «psychotischen fake Doctor», der sich auf das Mobbing von Frauen spezialisiert habe und seine gesamte Zeit mit bezahlten Trolling-Operationen verbringe. Diese «chaos agents» täuschten vor, auf der richtigen Seite zu stehen – sie posteten technisch korrekte Informationen und kritisierten Impfungen –, um glaubwürdiger zu wirken, während sie systematisch von den wirklich greifbaren Fortschritten (wie ihrem und Katherine Watts Material oder dem niederländischen Verfahren) ablenkten. Latypova sieht darin ein klares Muster: Die Angriffe träfen genau die Personen, die substanzielle rechtliche und investigative Erfolge erzielen, und dienten letztlich dem Schutz der Verantwortlichen vor echter Strafverfolgung unter Militärrecht.

Und damit nicht genug. Latypova erwähnt in ihrem Substack-Beitrag zwei weitere Entwicklungen: Sie verweist auf die laufende Untersuchung der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) zu den EU-Impfstoffkäufen, die sie als potenziellen Hebel gegen räuberische Verträge (insbesondere von Ursula von der Leyen mit Pfizer) sieht, und berichtet über den laut Medienberichten im Sommer inhaftierten Anwalt Arno van Kessel, der auch am Prozess in den Niederlanden beteiligt war.

Der Vorwurf: mutmaßliche Zugehörigkeit zu einem «kriminellen Netzwerk» mit «anti-institutionellem Gedankengut». Latypova sieht dies als einen Versuch, den niederländischen Prozess zu behindern. Beide Punkte dienen ihr als Beleg für anhaltende Unterdrückung, aber auch für mögliche Fortschritte in der Aufklärung.

* DoD-Verträge: Verträge des US-Verteidigungsministeriums (Department of Defense) mit Pharmafirmen wie Pfizer und Moderna im Rahmen von Operation Warp Speed. Sie klassifizieren COVID-19-Impfstoffe als «Prototypen» oder «Countermeasures», ermöglichen risikoreiche Produktion parallel zu Tests und teilweise normalen Regulierungen – zum Beispiel über Other Transaction Authority, OTA – zu umgehen.

** PREP-Act (Public Readiness and Emergency Preparedness Act, 2005): US-Gesetz, das bei erklärter Gesundheitsnotlage Hersteller, Verteiler und Verabreicher von «Countermeasures» (z. B. Impfstoffen) vor Haftungsklagen schützt (außer bei vorsätzlichem Fehlverhalten). Für COVID-19 seit 2020 aktiviert, gewährt es breite Immunität.

*** Operation Warp Speed: 2020 gestartetes US-Programm (HHS + DoD) zur Beschleunigung von Entwicklung, Produktion und Verteilung von COVID-19-Impfstoffen. Ziel: 300 Millionen Dosen bis 2021; finanzierte Firmen wie Pfizer/Moderna mit Milliarden, übernahm Risiken durch Vorauszahlungen und militärische Logistik.

Kategorien: Externe Ticker

Niederländischer Impfprozess gegen Gates und Bourla: Sasha Latypova publiziert vollständiges Gutachten

Transition News - 28. Dezember 2025 - 9:45

Die renommierte Pharma-Expertin Sasha Latypova hat in einem Substack-Beitrag ihr umfassendes schriftliches Expertengutachten für die laufende Zivilklage in den Niederlanden erstmals vollständig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dies markiert eine signifikante Neuigkeit in dem hochbrisanten Fall, da Latypovas detaillierte Ausführungen – basierend auf ihrer 25-jährigen Expertise in der Pharmaindustrie – bisher nicht in dieser Tiefe öffentlich waren.

Der Beitrag mit dem Titel «COVID-Impfstoffe sind von biochemischen Waffen nicht zu unterscheiden» rahmt das Gutachten mit frischen Kommentaren zu aktuellen Entwicklungen ein und unterstreicht die Dringlichkeit des Prozesses gegen globale Figuren wie Bill Gates und Pfizer-CEO Albert Bourla. Wie Transition News am 18. Dezember in einem Beitrag bereits andeutete, haben fünf internationale Experten – neben Sasha Latypova sind das Mike Yeadon, Katherine Watt, Catherine Austin Fitts und Joseph Sansone – Videobotschaften an das Gericht gerichtet, um auf angebliche Täuschungen im COVID-19-Kontext hinzuweisen.

Latypovas gestriger Beitrag baut darauf auf und liefert nun erstmals den vollen Text ihres Affidavits, was den Fall in ein neues Licht rückt und die Debatte über Impfschäden und mögliche Biowaffen-Vorwürfe weiter anheizt. Einer der zentralen Punkte, den Latypova in ihrem am 26. Dezember 2025 erschienenen Substack-Beitrag hervorhebt, ist die kürzlich ergangene Anordnung des Bezirksgerichts in Leeuwarden, dass Beklagte wie Bill Gates, Albert Bourla, Mark Rutte (ehemaliger niederländischer Premierminister und aktueller NATO-Generalsekretär) sowie Hugo de Jonge (ehemaliger Gesundheitsminister) persönlich zur mündlichen Verhandlung im Jahr 2026 erscheinen müssen.

Diese Anordnung ist ein bedeutender Schritt in dem Zivilverfahren, unterstreicht er doch die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe von ursprünglich sieben impfgeschädigten Personen (eine ist mittlerweile verstorben) gegen eine Gruppe von Beklagten von insgesamt 17 Personen und Institutionen. Die Kläger werfen ihnen vor, die Öffentlichkeit über Sicherheit und Wirksamkeit der COVID-19-mRNA-Injektionen getäuscht zu haben.

Latypova sieht darin einen potenziellen Wendepunkt und betont, dass dies die Chance biete, die Beklagten direkt mit Beweisen zu konfrontieren. Der 2023 initiierte Prozess dreht sich um Ansprüche auf Schadensersatz wegen angeblicher Täuschung über die mRNA-COVID-Injektionen. Latypova macht in diesem Zusammenhang in ihrem Substack-Artikel klar, dass diese Produkte nach ihrer Analyse keine regulären Impfstoffe, sondern potenziell schädliche «Biowaffen» seien – entwickelt unter militärischen Regelungen wie dem US-PREP-Act und Operation Warp Speed, die normale Sicherheitsstandards umgingen.

Für diese Aussagen liefert Latypova erstmals detaillierte Belege, darunter Verweise auf geleakte Dokumente und Verträge.

Trotz der Ablehnung ihrer mündlichen Anhörung im August 2025 hat Anwalt Peter Stassen am 7. Dezember 2025 schriftliche Gutachten und Video-Statements der fünf Experten eingereicht, die nun Teil der Akten sind – sowohl in Leeuwarden als auch im Berufungsverfahren in Amsterdam.

Sasha Latypovas Substack-Beitrag stellt auch eine scharfe Abrechnung mit einer gezielten Schmutzkampagne gegen sie selbst, andere Experten und den niederländischen Gerichtsfall dar. Sie beschreibt diese Kampagne als koordinierte Desinformationsoperation, die von militärisch-intelligence- und privatwirtschaftlich finanzierten Akteuren gesteuert wird. Konkret nennt sie den Account «Jikky Leaks» (auch bekannt unter Pseudonymen wie «Mouse Piss», «Saidi» oder «canceledmouse») sowie Dr. Ah Kahn Syed, den sie als dieselbe Person oder zumindest eng verbunden identifiziert.

Dazu gehören nach ihrer Darstellung weitere Accounts wie OpenVAET und ein ganzes Netzwerk anonymer Trolls, die sich durch «Mouse-Logos» in ihren Profilen erkennen lassen – eine Gruppe, die sie spöttisch als «mouse army» oder «Moussad» bezeichnet. Das Ziel dieser Kampagne sei es, gezielt «ambiguity» zu erzeugen, also absichtlich Unklarheit und Verwirrung zu stiften. Dadurch solle von den zentralen Punkten abgelenkt werden: nämlich dass die COVID-Injektionen keine regulären Pharmaprodukte, sondern unter militärischem Recht eingesetzte Waffen seien, die in einer global koordinierten Attacke auf die Zivilbevölkerung verwendet wurden.

Auch würden diese Akteure die Debatte in endlose, unproduktive Diskussionen über «gold standard science» und Big-Pharma-Korruption lenken, obwohl die eigentliche Straftat in der militärischen und rechtlichen Koordination liege (DoD-Verträge*, PREP-Act**, Operation Warp Speed***). Latypova begründet ihre Vorwürfe mit konkreten Beispielen: Kurz nach einem positiven Artikel über sie in einem alternativen Medium verbreitete «Jikky Leaks» die Lügengeschichte, sie arbeite weiterhin für die Pharmaindustrie (obwohl sie die Branche vor fast zehn Jahren verlassen hatte), sie sei mit der Boston Consulting Group verbunden und würde Klagen «derailen» (sprich, sie lenke durch ihre These, mRNA-Injektionen seien militärische Biowaffen, von «echten» oder «gewinnbaren» Klagen ab und mache seriöse rechtliche Ansätze unglaubwürdig).

Latypova zeigt in diesem Zusammenhang auch Screenshots und eine Collage von Identitäten, beschreibt «Jikky» als «psychotischen fake Doctor», der sich auf das Mobbing von Frauen spezialisiert habe und seine gesamte Zeit mit bezahlten Trolling-Operationen verbringe. Diese «chaos agents» täuschten vor, auf der richtigen Seite zu stehen – sie posteten technisch korrekte Informationen und kritisierten Impfungen –, um glaubwürdiger zu wirken, während sie systematisch von den wirklich greifbaren Fortschritten (wie ihrem und Katherine Watts Material oder dem niederländischen Verfahren) ablenkten. Latypova sieht darin ein klares Muster: Die Angriffe träfen genau die Personen, die substanzielle rechtliche und investigative Erfolge erzielen, und dienten letztlich dem Schutz der Verantwortlichen vor echter Strafverfolgung unter Militärrecht.

Und damit nicht genug. Latypova erwähnt in ihrem Substack-Beitrag zwei weitere Entwicklungen: Sie verweist auf die laufende Untersuchung der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) zu den EU-Impfstoffkäufen, die sie als potenziellen Hebel gegen räuberische Verträge (insbesondere von Ursula von der Leyen mit Pfizer) sieht, und berichtet über den laut Medienberichten im Sommer inhaftierten Anwalt Arno van Kessel, der auch am Prozess in den Niederlanden beteiligt war.

Der Vorwurf: mutmaßliche Zugehörigkeit zu einem «kriminellen Netzwerk» mit «anti-institutionellem Gedankengut». Latypova sieht dies als einen Versuch, den niederländischen Prozess zu behindern. Beide Punkte dienen ihr als Beleg für anhaltende Unterdrückung, aber auch für mögliche Fortschritte in der Aufklärung.

* DoD-Verträge: Verträge des US-Verteidigungsministeriums (Department of Defense) mit Pharmafirmen wie Pfizer und Moderna im Rahmen von Operation Warp Speed. Sie klassifizieren COVID-19-Impfstoffe als «Prototypen» oder «Countermeasures», ermöglichen risikoreiche Produktion parallel zu Tests und teilweise normalen Regulierungen – zum Beispiel über Other Transaction Authority, OTA – zu umgehen.

** PREP-Act (Public Readiness and Emergency Preparedness Act, 2005): US-Gesetz, das bei erklärter Gesundheitsnotlage Hersteller, Verteiler und Verabreicher von «Countermeasures» (z. B. Impfstoffen) vor Haftungsklagen schützt (außer bei vorsätzlichem Fehlverhalten). Für COVID-19 seit 2020 aktiviert, gewährt es breite Immunität.

*** Operation Warp Speed: 2020 gestartetes US-Programm (HHS + DoD) zur Beschleunigung von Entwicklung, Produktion und Verteilung von COVID-19-Impfstoffen. Ziel: 300 Millionen Dosen bis 2021; finanzierte Firmen wie Pfizer/Moderna mit Milliarden, übernahm Risiken durch Vorauszahlungen und militärische Logistik.

Kategorien: Externe Ticker

The Least Among Us: The Elemental Heart of the Story



This holiday season, writes John Pavlovitz, "it’s a Herculean task to let our hearts be light." Daily, we confront the afflictions of an impossibly dark time - the cruelties wrought by a vile assemblage of hacks, liars, racists, sadists who delight in Christmas-decked thugs menacing brown people with, "YOU'RE GOING HO HO HOME." Instead, we celebrate the judges, artists, pastors, organizers, brave pols and regular people, aka "Radical Left Scum," refusing to bow to fascism. Go towards the light, and fuck these people.

We started this on Boxing Day - a British holiday described as the day when either gifts were given to servants and the poor or when mythical, hung-over, Scottish haggis fight it out in boxing matches, either which we'll take - feeling grateful to be more or less still standing after almost a year of brute insanity enacted by "some of the worst human beings on Planet Earth." Alas, they're still here, led by "the small, bitter man" and hateful worst of the worst who spent his sour "Christmas" trashing we the scum, hailing the end of "transgender for everyone," and ripping "the many sleazebags who loved Jeffrey Epstein" like he did. In a 100-plus-post frenzy, he then attacked Somali immigrants, urged Ilhan Omar be deported and his opponents be jailed, called Stephen Colbert a “dead man walking” who CBS should "put to sleep," and warned, "Enjoy what may be your last Merry Christmas." One response: "Sorry Jesus, I know it's your birthday but Jesus fucking Christ."

Ditto to everything else he and his underlings - underthings? - are up to, which over at the "unbiased" News Nation were unfathomably praised by one gushing fan as best summarized with the blessed return of "dignity." Which in the real world means, having ensured millions of Americans' health insurance will soar after refusing to extend ACA benefits that cost a fraction of their tax breaks to the rich, Trump continues his rampage on rational governance. He's slashed funding for climate research, victims of human trafficking, wind energy projects - in that case, after the "Department of War" declared them a made-up national security threat. After plastering his obscene name on the Kennedy Center and Institute of Peace (JFC) he's now emulating a 1950s TV show by putting it on a new, faster, yuger "Trump-class" battleship - "Our adversaries will know...American victory at sea is inevitable" - one prominent admiral calls "exactly what we don’t need.”

His flunkies are equally, grotesquely feckless. Cringey, hollow, "cynical shapeshifter" JD, who not long ago called Trump "cultural heroin" - just this once, rightly - has been cosplaying as a paunchy Navy Seal, pretending to "train" with them and posting pictures that were swiftly, savagely mocked for their performative bullshit. "Cool," said one. "When you’re done cosplaying, can you and your boss do something about housing and grocery prices?" Also, "Holy propaganda," "GI Jello," and, "You should just keep running, and I don't mean for office." The FBI's Inept Keystone Kash, after a famous jacket fiasco, flubbing two high-profile shootings and using a $60 million government jet to visit his girlfriend, just bought a custom fleet of armored BMWs so he can stay safe from the AK-47s the DOJ now wants legal in D.C., because what could go wrong? But not to worry: FBI officials say the cool new rides will save taxpayers money, because "more efficient cost structures."

Meanwhile, the GOP is infested with fascists. Rabid Goebbels Miller raves Dems equal not just communism but "the worst kind, which is DEI communism...LITERALLY a recipe for national death: "We're going to import massive numbers of illiterate refugees, and give all your wealth to them." One comment: "Some people will commit human rights violations rather than go to therapy." Hitler/Stalin fan Nick Fuentes has evidently picked up Charlie Kirk's tiki torch and attacked both J.D. for his Indian wife and son Vivek - "I'm not a racist or something but do we really believe a guy like that is gonna support white identity?" - and Vivek Ramaswamy: "It is time for you to go home..This anchor baby cannot become governor of Ohio." And after ending reunification programs for thousands of relatives of brown migrants awaiting green cards, union-busting racist ghoul Kristi Noem brags it's "amazing" 2.5 million people have left our country"; she has apparently never heard of a brain drain, state terror or MAGA being translated into, "Making America God Awful."

Finally, continuing his famous good will toward (white) men, the Peace President (sic) chose Christmas Day to approve military strikes against alleged Islamic State targets - "ISIS terrorist scum" - in Nigeria, charging innocent Christians are being killed. As usual, experts say the situation is far more complex, and news reports say the strikes hit either empty fields, or a peaceful village that has “no known history" of terrorist groups there. That didn't stop Pete Drunktank from braying, "The (Pentagon) is always ready, so ISIS found out tonight. Merry Christmas!" MAGA fans were gleeful at "the killing of these barbarians," calling it "an amazing Christmas present!" "I can't think of a better way to celebrate Christmas," wrote Laura Loomer. "You’ve got to love it! Death to all Islamic terrorists!" At home, their bellicose spirit spread to Indiana state senator Chris Garten, who posted AI pics of himself beating the shit out of Santa Claus - because bureaucrats? - and then ripped critics who didn't see the hilarity of it: "Some of you clowns are just insufferable." Pot/kettle redux.

Indiana GOP thug Chris Garten beats up Santa Claus because ...bureaucratsImage from Chris Garten X account

The worst atrocities remain those committed at home by ICE and other federal agents: "The nightmare is happening here." The abuses are boundless. Due process and the rule of law routinely shredded. Innocent workers, parents, citizens, elderly, children, community leaders profiled, terrorized, dragged from cars, torn from families, tear-gassed, pepper-sprayed, beaten, slammed to the ground, cuffed, detained, held incommunicado, shipped to foreign concentration camps, and killed for fleeing in fear from mobs of masked, anonymous, bestial stormtroopers who see only their brown skin and feel free to do whatever the fuck they want to them. Of the tens of thousands abused, held, deported to date, the vast majority have no criminal convictions or even charges. They are roofers, landscapers, restaurant workers, teachers, kids with cancer, mothers and babies, decades-long, tax-paying residents and green-card-holders and relatives of U.S. military, the wrong color caught in a gruesome historic moment.

Orchestrating these horrors is loathsome, soulless, cosplaying ICE Barbie, whose cruelties and transgressions moved not-a-fan Dem Rep. Bennie Thompson to practically beg her in a recent House hearing, "Do a real service to the country and just resign." "You have systematically dismantled the Department of Homeland Security," he said. "and you are making America less safe." Among other ills, he charged her with putting her own interests first, violating multiple laws, and handing friends "$220 million to follow you around the country with a camera" - in, he could have added, costumes that would make Bollywood blush. She's also spent over $50 million - out of an insane ICE budget of $76 billion, but no money for food stamps, sorry not sorry - on repulsive, often juvenile agit-prop videos aimed at bullying and terrifying immigrants into self-deporting, or unearthing enough worst-of-the-worst racist basement dwellers to take on the repugnant gig of rounding them up.

The ad campaign has been vile from the start - fake or "misleading videos of other places and people, "I love the smell of deportations in the morning" movie rip-offs, unauthorized Pokémon-inspired "Gotta catch 'em all" montages, a baffling, histrionic debacle featuring Bigfoot, Mel Gibson's Patriot, George Washington in a Chevy as "The Last Best Hope of Man on Earth," ad nauseum. Still, they pale before the depravities conjured up to rip off and suck dry the once-kindly spirit of Christmas.There were hard-sell pitches for "a fantastic gift this holiday season" - just leave already. "(DHS) announces the holiday deal of a lifetime for all illegal aliens! You will receive a free flight home for the holidays and a "$1,000 gift," later upped to $3,000, which has usually, reportedly failed to materialize. Color us shocked. There was The Deportation Express - Polar Express, get it? - its dreamy kid looking up from a snow-covered scene with, "This holiday season, believe you can go home again."

There was foul video from Broadview, with Lana Del Rey music and protesters being attacked, with, "Womp womp, cry all you want." Thugs lined up in fatigues and Christmas gear, their tanks in lights, with, "YOU'RE GOING HO HO HOME." The Grinch, smirking and dangling handcuffs, with, "How The Illegals Stole Health Care." An obscene Trump "driving" Santa's sleigh while "dancing." An ICE Air jet taking off with, "Merry Christmas, America!" A "Message to criminal illegal aliens" offers Sinatra singing Jingle Bells with sounds of jangling handcuffs, videos of chained immigrants shuffling onto planes, and, "Oh what fun it is to ride on a free flight out of our country" - this, from the official United States government social media account. Mehdi Hasan: "It’s like real life Idiocracy." We have, indeed, come a long and sorrowful way from, "I was a stranger and you welcomed me."

— (@)

Still, hope glimmers. Many judges, even GOP-appointed, are holding the line on Kilmar Abrego Garcia, troops in our cities, gulags. Rebuking use of the Alien Enemies Act, stalwart U.S. District Judge James Boasberg ruled Venezuelans shipped to El Salvador’s CECOT torture camp can challenge their detentions even if they've returned to their country, and he's ordered the regime to facilitate their return to the US or give them the due process they were denied. Other judges have at least temporarily blocked ICE from arresting migrants at San Francisco courthouses; blocked Homeland Security funds being cut from blue states that oppose ICE abuses: "To hold hostage funding based on defendants’ political whims (is) unconscionable and, at least here, unlawful"; and ruled masks on goons only sow terror: “ICE goes masked for a single reason - to terrorize Americans into quiescence...Our national troops do not ordinarily wear masks...It is a matter of honor - and honor still matters.”

Even some Dem lawmakers are finding their spines, with over a dozen - Crockett, Padilla, Garcia, Raskin, Warren, Murphy et al - steadfastly speaking out. Dems have moved to unmask the goons with Congressional legislation, restored the rights of a million federal workers, and, in a memorable House hearing on Homeland Security, showed just how to destroy MAGA lies. First, Benny Thompson confronted a top FBI lackey who labeled antifa "the most immediate violent threat we’re facing." Where are their headquarters, he asked. Claptrap response: "We’re building out the infrastructure." Bennie: “What does that mean?” “Well, that’s very fluid...It’s ongoing for us to understand that." Bennie, on fire: “Sir, you wouldn’t come to this committee and say something you can’t prove, I know. But you did." Then came Rep. Seth Magaziner (R.I.) who ripped ICE Barbie a new one so effectively we were treated to the glorious spectacle of seeing her meekly, repeatedly grovel to her victims.

"Madame Secretary, how many US military veterans have you deported?” Magaziner began. Noem: "We have not deported any US citizens or military veterans." Bingo. Cue aide with laptop. Magaziner: "We are joined on Zoom by a gentleman named Sae Joon Park," an Army combat veteran, Purple Heart recipient shot twice in Panama in 1989," and a green-card holder deported to South Korea, which he left when he was 7. And so it went. Calmly, Magaziner introduced others in the room. A Navy veteran in the Gulf War whose Irish wife came here legally 48 years ago and has been in detention for months. A corporal whose landscaper father raised three Marine sons before he was tackled by ICE goons and detained. With each, he cuts her off mid-babble, asks if she'll thank these good folks for their service, waits as she mumbles her thanks. "These people are not the worst of the worst," he notes. The biggest of the many problems with her leadership: "You don't seem to know the difference between the good guys and the bad guys." Soon after, Noem left the hearing early for another meeting, which had been cancelled.

- YouTube www.youtube.com

Many more continue to step up. Thousands marching in frigid Minneapolis. Artists from South Park to Jesse Welles - Join ice! The L.A. jury, ensuring the DOJ lose again in court, who found a tow-truck driver not guilty of "theft of government property" after he towed an ICE agent's rig. The Louisiana convenience store manager who locked out Greg Bovino and his Nazi goons, fresh from terrorizing New Orleans, when they tried to get in. "Whaddya want man, you want some chicken?" he asked through the door. "You ain't gettin' it here." He waved "bye, bye" with a middle finger. In Montreal, a gang of 40 Santas, joined by 40 elves, marched into a Metro supermarket, loaded their bags with about $3,000 of groceries, and fled into the night. The Robins des Ruelles, Robins of the Alleys, left some food under a Christmas tree at Place Valois, and gave the rest to area food banks. On social media, they decried big companies "holding our basic needs hostage" as they make record profits. "For us, that's theft, and they are the real criminals," they wrote. "The hunger justifies the means."

Churches have spoken with their Nativity scenes, quoting Jesus: “Whatever you do to the least among us, you do to me." Outside Boston, a Catholic church has an empty manger, no Mary or Joseph. "ICE was here," reads a sign. "The Holy Family is safe in the Sanctuary. If you see ICE, please call LUCE." Their tradition is to "hold the mirror up to what’s happening," said Father Stephen Josoma, never mind officials' claims it's "sacrilegious." Illinois churches display Mary in a gas mask, report "Joseph didn't make it," explain, "Due to ICE activity, the Holy Family is in hiding,” offer baby Jesus wrapped in a reflective blanket, his small hands zip-tied. "More than any time in recent memory, we sit in the profound tension between the cultural cues and the condition of our hearts," writes John Pavlovitz of the season, and the need to make it "fiercely, steadfastly, unrepentantly anti-fascist." "The elemental heart of the story,“ of any righteous story, is to "defend those imperiled by the powerful." Today more than ever, "Resistance to the darkness (is) the entire point."

Kategorien: Externe Ticker

Ein Sieg für die Pressefreiheit

Transition News - 28. Dezember 2025 - 9:29

Ein bedeutender Schritt für die Pressefreiheit in der Schweiz: Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat entschieden, das Strafverfahren gegen den Herausgeber von Inside Paradeplatz (IP), Lukas Hässig, wegen einer vermeintlichen Verletzung des Bankgeheimnisses einzustellen. Dies berichtet Hässig auf seiner Plattform. Diese Entscheidung stärkt nicht nur den unabhängigen Journalismus, sondern sorgt auch für Klarheit in Bezug auf die ausgedehnten Bestimmungen des Bankgeheimnisses, das 2015 durch einen Zusatz (Artikel 47.1.c) erweitert wurde.

Die Erweiterung des Bankgeheimnisses, die «Dritte» wie Journalisten unter Strafe stellte, wenn sie geschützte Bankinformationen verbreiten, sorgte für Unruhe, als IP im Jahr 2019 mit einer Razzia konfrontiert wurde. Der Journalist, der Informationen zu einem brisanten Fall um den ehemaligen Bankmanager Pierin Vincenz veröffentlicht hatte, sah sich nicht nur mit einer strafrechtlichen Ermittlung, sondern auch mit der Beschlagnahmung von Arbeitsmaterialien konfrontiert.

Hässig hatte praktisch im Alleingang den Skandal um den gefallenen Raiffeisen-Chef Pierin Vinzenz und seinen Compagnon Beat Stocker aufgedeckt, der die Anklage gegen Hässig verantwortet.

Doch nun, mehr als sechs Jahre nach der Razzia, stellt die Staatsanwaltschaft klar: Es gibt keine ausreichenden Beweise, um den Vorwurf einer Bankgeheimnisverletzung zu erhärten. So heißt es in der Verfügung:

«Die zur Verfügung stehenden Dokumente bieten keine Grundlage für einen zweifelsfreien Nachweis des Vorwurfs.»

Die bei der Razzia beschlagnahmten Geräte und Notizbücher werden ungeöffnet und unausgewertet an den Journalisten zurückgegeben. Dieser Entscheid hat nicht nur Bedeutung für den betreffenden Fall, sondern auch für die gesamte Medienlandschaft der Schweiz. Zum ersten Mal wurde das erweiterte Bankgeheimnis einem Härtetest unterzogen – und dieser hat dem Journalismus den Rücken gestärkt. Die Staatsanwaltschaft gab dem Argument des Journalisten Recht, dass er seine Recherche auf mehrere unabhängigen Quellen stützte und dass es nicht ausreicht, aufgrund von «Ähnlichkeiten» in den Dokumenten zu schlussfolgern, dass die Informationen aus einer internen Quelle bei der Bank Julius Bär stammten.

Der Fall brachte nicht nur den Journalismus in der Schweiz ins Rampenlicht, sondern zog auch internationale Aufmerksamkeit auf sich, als ein kleines Medienhaus wie IP von der Staatsanwaltschaft durchsucht wurde. Die Entscheidung der Zürcher Staatsanwaltschaft, keine weiteren rechtlichen Schritte einzuleiten, setzt ein Zeichen für die Bedeutung des Schutzes von Quellen und Journalisten – insbesondere im digitalen Zeitalter, in dem die Verbreitung von Informationen oft schnell und global erfolgt.

Nicht zuletzt stellt der Entscheid eine klare Botschaft dar: Die Pressefreiheit bleibt in der Schweiz auch im Umgang mit heiklen Themen wie dem Bankgeheimnis geschützt, solange Journalisten verantwortungsbewusst und mit der gebotenen Sorgfalt arbeiten. Der Beschluss stärkt das Vertrauen in die Rolle der Medien als Wachhunde der Gesellschaft.

Obwohl der Fall hiermit für den Moment abgeschlossen ist, bleibt abzuwarten, ob Stocker die Entscheidung anfechten wird. Doch auch ein möglicher weiterer Rechtsweg kann den positiven Einfluss dieses Urteils auf die Freiheit der Presse nicht mindern.

Kategorien: Externe Ticker

Nur echte Unterschrift bei Kündigung sonst gibt es eine Abfindung

Lesedauer 2 Minuten

Eine Kündigung ist unwirksam, wenn sie nicht mit einer echten Unterschrift versehen ist. Ein Namenskürzel reicht dazu nicht aus. So entschied das Landesarbeitsgericht Hamm (17 Sa 1400/21).

Gekündigter beklagt Verstoß gegen die Schriftform

Der Kläger arbeitete in einem Dienstleistungsunternehmen mit rund 750 Beschäftigten als Betreuer für Menschen mit Behinderungen. Sein Arbeitgeber sprach ihm am 19.05.2021 eine außerordentliche und fristlose Kündigung mit sofortiger Wirkung aus.

Das Kündigungsschrieben enthielt die maschinengeschriebenen Namen zweier Vorgesetzter. Eine von beiden setzte über ihren maschinengeschriebenen Namen eine nahezu senkrecht verlaufende Linie mit kurzem wellenförmigen Auslauf und daneben die Buchstaben ppa.

Am 20.05.2021 kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis hilfsweise außerordentlich mit sozialer Auslauffrist bis zum 30.11.2021.

Konkret ging es in dem Fall unter anderem um diese beiden Kündigungsschreiben. Der gekündigte Mitarbeiter erhob eine Kündigungsschutzklage und machte darin geltend, dass die Handschriften in den Kündigungen gegen die vorgeschriebene Schriftform verstießen, da es sich nicht um echte Unterschriften handelte.

Erfolg vor dem Arbeitsgericht

In der ersten Instanz, dem Arbeitsgericht, hatte er mit seiner Klage Erfolg. Die Richter erklärten die außerordentliche Kündigung für unwirksam. Es sei nicht zu erkennen, dass die Vorgesetzte eine Unterschrift hätte leisten wollen, es handle sich um eine bloße Paraphe. Auch das Schriftzeichen des anderen Vorgesetzten sei fragwürdig.

Berufung vor dem Landesarbeitsgericht

Der Arbeitgeber ging in Berufung vor das Landesarbeitsgericht Hamm, doch dieses stärkte das Urteil der ersten Instanz. Die Richter erklärten: „Eine Unterschrift setzt einen individuellen Schriftzug voraus, der sich – ohne lesbar sein zu müssen – als Wiedergabe eines Namens darstellt und die Absicht einer vollen Unterschriftsleistung erkennen lässt (…) Unter diesen Voraussetzungen kann selbst ein vereinfachter, von einem starken Abschleifungsprozess gekennzeichneter Namenszug als Unterschrift anzuerkennen sein (…) Die Unterschrift ist von einer bewussten und gewollten Namensabkürzung (Handzeichen, Paraphe) zu unterscheiden (…).“

Auch gesetzlich würde zwischen einer Namensunterschrift und einem Handzeichen unterschieden. Ein Handzeichen wäre in der Schriftform nur bei notarieller Beglaubigung gültig.

Das Schriftzeichen ist keine Unterschrift

Das Schriftzeichen über dem maschinengeschriebenen Namen stelle keine Unterschrift dar. Es könne allenfalls als einzelner Buchstabe gedeutet werden. Es handle sich um ein Handzeichen, also eine bewusste und gewollte Namensabkürzung.

Dafür spreche auch, dass der Name der Vorgesetzten aus zwölf Buchstaben bestehe, das Schriftzeichen aber lediglich 1,15 cm lang sei. Das äußere Erscheinungsbild entspreche nicht ansatzweise einer vollen Unterschrift. Dies würden auch andere Unterschriften der Vorgesetzten belegen.

Eine bewusste und gewollte Namensabkürzung

Wörtlich erklärten die Richter: „Der Nachname besteht aus einem 3 – 3,5 cm langen Schriftgebilde, welches mehrere Buchstaben erkennen lässt und zudem mehrere Auf- und Abschwünge enthält, um die Buchstaben des Nachnamens abzubilden.

Ein Vergleich mit dieser Unterschrift (…) macht deutlich, dass das Schriftzeichen unter der hier streitgegenständlichen Kündigung keine Wiedergabe eines Namens, sondern eine bewusste und gewollte Namensabkürzung darstellt. Nach dem gesamten Schriftbild ist nicht mehr als ein Handzeichen zu erkennen.“

Die Kündigung ist unwirksam

Dieser Formfehler war einer der Gründe, wegen denen das Landesarbeitsgericht die Kündigung für unwirksam erklärte. Das Urteil ist rechtskräftig, die Richter betonten, dass ein rechtsmittel gegen die Entscheidung nicht gegeben ist. Der Beklagte kann nun auf eine Abfindung pochen.

Der Beitrag Nur echte Unterschrift bei Kündigung sonst gibt es eine Abfindung erschien zuerst auf Gegen Hartz IV - Bürgergeld Ratgeber und Hartz 4 Tipps.

Kategorien: Externe Ticker

Krankfeiern führte zurecht zur fristlosen Kündigung – Urteil

Lesedauer 3 Minuten

Sich krankschreiben lassen und währenddessen auf einer Wild Night Ibiza Party zu feiern, rechtfertigt eine fristlose Kündigung wegen vorgetäuschter Erkrankung. So entschied das Arbeitsgericht Siegburg. (Ca 1200/22)

Krankgeschrieben bei Wild Night Ibiza

Die Betroffene arbeitete als Krankenpflegeassistentin. Sie hätte am 02.07.2022 und am 03.07.2022 Spätdienst gehabt und meldete sich für diese Dienste bei ihrem Arbeitgeber krank. Fotos des zuständigen Partyveranstalters und im WhatsApp Status der Betroffenen zeigten sie während der Krankschreibung auf einer Wild Night Ibiza Party. Kolleginnen nahmen die Beschäftigte zu dieser Party mit.

Ärztliches Attest und Partyzeuge

Am 04.07.2022 erschien sie wieder zum Dienst und gab eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für den 02.07. und den 03.07.2022 ab. Der Arbeitgeber wies sie an, zukünftig ab dem ersten Tag der Erkrankung ein ärztliches Attest vorzulegen. Am 07.07.2022 erfuhr die Personalleitung durch einen Mitarbeiter, dass die Betroffene an der Party teilgenommen hatte.

Teilnahme an Klärungsgespräch abgesagt

Am 12.07.2022 folgte ein Klärungsgespräch zwischen der Beschäftigten, dem Arbeitgeber und der Mitarbeitervertretung. Die Betroffene teilte per E-Mail mit, sie könne wegen Erkrankung an dem Gespräch nicht teilnehmen und auch ein Alternativtermin sei wegen eines bevorstehenden Urlaubs nicht möglich.

Dringender Verdacht der Täuschung

Das Gericht führt aus: „Die Beklagte informierte die Klägerin daraufhin am 13.07.2022 darüber, dass der dringende Verdacht besteht, dass die Klägerin mit der Krankmeldung am 02.07. eine Arbeitsunfähigkeit vorgetäuscht hat. Ihr wurde zugleich die Gelegenheit gegeben, sich zu dem gegen sie bestehenden Verdacht zu äußern.

Hierfür wurde ihr eine Frist bis zum 15.07.2022 um 12:00 Uhr gesetzt. Mit E-Mail vom 14.07.2022 ließ sie sich zu den gegen sie bestehenden Verdachtsmomenten ein.“

Außerordentliche fristlose Kündigung

Mit Schreiben vom 19.07.2022 sprach der Arbeitgeber eine außerordentliche fristlose, hilfsweise ordentliche, Kündigung aus. Dagegen klagte die Betroffene vor dem Arbeitsgericht Siegburg. Sie argumentierte, die darstellung des Arbeitgeber sei tendenziös und vermittle ein völlig falsches Bild.

Beschäftigte stellt Arbeitgeber als tendenziös dar

Sie sei tatsächlich auf der Party gewesen, habe sich aber von einer Kollegin um 2:30 nach Hause fahren lassen, weil es ihr nicht gut gegangen sei. Sie hätte einem vim Gericht befragten zeugen gegenüber zwar genannt, sich fiebrig zu fühlen. In Wirklichkeit habe es sich um psychische Gründe gehandelt. Ihre Erkrankung habe die Ursache in Mobbing durch andere Mitarbeiter. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung würde ihre Erkrankung vollumfänglich beweisen.

Richter halten Klägerin für unglaubwürdig

Die Richter erklärten die Klage für unbegründet und hielten die Betroffene nicht für glaubwürdig. Auf den Fotos ließe sich unschwer erkennen, dass sie sich auf der Party keinesfalls unwohl gefühlt hätte.

Gelogen ist gelogen

Die Richter erklärten: „Auf den Grund für die Lüge kommt es nicht an, gelogen ist gelogen. Deshalb ist die erkennende Kammer zudem der Überzeugung, dass die weitere Einlassung der Klägerin, wonach sie sich in einer innerbetrieblichen Mobbingsituation befunden haben soll, nicht der Wahrheit entspricht.

Dass die Klägerin sich mit, zumindest einem Teil ihrer Kolleginnen, bestens versteht, ergibt sich daraus, dass sie mit selbigen trotz der angeblich bestehenden Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer psychischen Zweitageserkrankung auf der “XXX Party” feiern ging, anstatt ihre Krankheit auszukurieren.“

Keine zwei Tage rückwirkende Krankschreibung wegen psychischer Erkrankung

Die Richter bezeichneten es als ausgeschlossen, dass ein „Facharzt für psychische Erkrankungen bei einer ordnungsgemäßen Untersuchung und der Feststellung einer tatsächlichen psychischen Erkrankung die Klägerin an einem Tag, an dem sie gesund ist, rückwirkend für 2 Tage krankgeschrieben hätte, ohne weitere therapeutische Schritte zu unternehmen.

Dies erst Recht nicht, wenn der Arzt wüsste, dass die Klägerin just an den Tagen, an denen sie aufgrund einer psychischen Erkrankung arbeitsunfähig gewesen sein soll, auf der XXX Party mit Arbeitskolleginnen feiern war.“

Die fristlose Kündigung ist gerechtfertigt

Die Richter teilten die Ansicht des Arbeitgebers, dass die Betroffene eine Erkrankung vorgetäuscht hätte, um ungestört an der Party teilzunehmen. Eine weitere Beschäftigung sei dem Arbeitgeber nicht zuzumuten, eine Abmahnung in diesem Fall nicht nötig und eine fristlose Kündigung gerechtfertigt.

Der Beitrag Krankfeiern führte zurecht zur fristlosen Kündigung – Urteil erschien zuerst auf Gegen Hartz IV - Bürgergeld Ratgeber und Hartz 4 Tipps.

Kategorien: Externe Ticker

Ein neuer kausaler Zusammenhang bzgl. des Klimawandels

H. Sterling Burnett

Eine neue Studie eines internationalen Teams aus Forschern des öffentlichen und privaten Sektors aus Australien und Thailand, die in der Fachzeitschrift Advances in Oceanography and Marine Biology veröffentlicht wurde, liefert eine alternative Erklärung für den Anstieg der Kohlendioxid-Konzentrationen in den letzten fünfzig Jahren: Der leichte Rückgang der Alkalität der Ozeane führt zu einer Freisetzung von Kohlendioxid.

Dieser Theorie zufolge verursacht die Erwärmung einen Anstieg des Kohlendioxids (CO₂), und nicht umgekehrt. Diese mit Proxy-Daten aus der Vergangenheit übereinstimmende Hypothese legt nahe, dass vergangene Erwärmungsphasen stets einem Anstieg des CO₂-Gehalts vorausgingen. Mit anderen Worten: CO₂ ist kein Frühindikator, sondern ein Spätindikator für Veränderungen.

Diese Hypothese lässt sich, wie von The Quadrant zusammengefasst, wie folgt beschreiben:

Die seit den 1960er Jahren gestiegene CO₂-Konzentration in der Atmosphäre wurde durch die Erwärmung verursacht und nicht umgekehrt.

Die Erwärmung, möglicherweise durch Sonnenaktivität, fördert die Ausfällung von Kalziumkarbonat (Kalkstein) im Oberflächenwasser der Meere, wodurch CO₂ aus der Atmosphäre absorbiert wird. Das absorbierte CO₂ wiederum, verstärkt durch die Kalziumkarbonatausfällung, versauert das Oberflächenwasser der Meere. Die Versauerung führt dann im Herbst und Winter zur Emission von CO₂ in die Atmosphäre. Diese CO₂-Emission ist größer als die Absorption, gerade wegen der anhaltenden Versauerung im sich erwärmenden Wasser. Letztendlich sehen wir einen Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre und eine Erwärmung. Es ist leicht, die falsche Schlussfolgerung zu ziehen. Tatsächlich hat das IPCC genau das getan.

Um es klar zu sagen: Diese Hypothese widerspricht nicht nur der vorherrschenden Darstellung, dass die Treibhausgasemissionen des Menschen für die jüngste Erwärmung verantwortlich sind, sondern auch den Theorien vieler Klimaskeptiker, die den Einfluss der CO₂-Emissionen des Menschen auf die Temperaturen zwar anerkennen, aber als abnehmend bewerten.

Obwohl die Autoren der Studie argumentieren, dass ihre These fest in der physikalischen Chemie verankert ist, räumen sie ein, dass sie überprüft werden muss, und schlagen Testverfahren vor. Insbesondere schlagen die Forscher Feldversuche (Probenahmen) zur Ablagerungsrate von Kalziumkarbonat (CaCO₃) im Meerwasser vor, kombiniert mit gleichzeitigen Messungen der saisonalen und jährlichen CO₂-Schwankungen und einer Isotopenanalyse der in der nördlichen und südlichen Hemisphäre gemessenen chemischen Zusammensetzung.

Das ist erfrischend, da es in der Mainstream-Klimawissenschaft fast unbekannt ist, dass Forscher sagen, ihre Theorien oder Behauptungen müssten anhand der Realität überprüft werden, um sich als wahr zu erweisen. Doch genau so sollte die wissenschaftliche Methode funktionieren, und sie ist der beste Weg, um Fortschritte beim Erwerb von Wissen über den Zustand der Welt zu gewährleisten.

Peter Smith beschrieb die Bedeutung dieser Tatsache für die Klimaforschung in The Quadrant wie folgt:

Ob Kennedy [Hauptautor der Studie] Recht hat (oder Lindzen und Happer oder Clauser), ist nebensächlich. Alternative Hypothesen stehen in der skeptischen wissenschaftlichen Tradition, nach Theorien zu suchen, die die Fakten besser erklären als die gängige Theorie. Das ist in diesem Fall besonders wichtig. Die gängige Theorie stellt unser Leben, wie wir es kennen, auf den Kopf, während sie durch Geld, Politik und Pseudoreligiosität vor konkurrierenden Theorien geschützt wird.

Quellen: Advances in Oceanography and Marine Biology; The Quadrant

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-566-big-banks-no-longer-bound-by-federal-climate-accounting-rules/, dritte Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Ein neuer kausaler Zusammenhang bzgl. des Klimawandels erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

Kategorien: Externe Ticker

Wintereinzug in den Qendîl-Bergen

In den Qendîl-Bergen in Südkurdistan kündigt sich der Winter an. Während sich die Täler und Hänge in den Farben Gelb, Braun und Weiß präsentieren, wandelt sich die eindrucksvolle Naturkulisse zur stummen Zeugin eines neuen Jahreszyklus und zur lebendigen Erinnerung an eine lange Geschichte des Widerstands.

Die Region, die sich durch ihre zerklüfteten Bergrücken und ihr raues Klima auszeichnet, gehört zu den Medya-Verteidigungsgebieten. Die dortigen Landschaften gelten nicht nur als geografische, sondern auch als symbolische Räume: Orte der Poesie, der kollektiven Erinnerung und des Kampfes „Die Berge haben die Freundschaft der Kurden nie verraten“, heißt es in einem überlieferten Sprichwort, und kaum eine Region verkörpert diese Vorstellung so deutlich wie Qendîl.

 


Die Qendîl-Berge, Teil eines weitläufigen Gebirgssystems, verbinden symbolisch und geografisch den Norden, Osten und Süden Kurdistans. Ihre unwegsamen Hänge und tief eingeschnittenen Täler haben über Jahrzehnte hinweg nicht nur als Schutzräume für Guerillagruppen gedient, sondern auch als Quelle künstlerischer Inspiration.

Von Gedichten über Fotografien bis hin zu Liedern ist Qendîl zum Katalysator kurdischer Identität geworden. Die Region ist ein Naturraum, in dem sich Schönheit und Widerstand verschränken.

In den kälteren Monaten fällt das Thermometer in Qendîl regelmäßig unter den Gefrierpunkt. Die Bäume, deren Blätter sich im Herbst golden verfärben, verlieren bald ihr Laub. Die Gipfel sind bereits von Schnee bedeckt. Es ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Winter Einzug hält.

In Vorbereitung auf die kommenden Monate beginnen die Anwohner:innen der umliegenden Dörfer damit, Brennholz zu sammeln, um sich gegen die Kälte zu wappnen. Die Quellen und Bäche füllen sich derweil mit Regenwasser und Schmelze von den Bergen, was der Region trotz des harschen Klimas eine frische, lebendige Ausstrahlung verleiht.

Kategorien: Externe Ticker

Tişrîn: Die Revolution des Sieges und historischer Errungenschaften

Syrien erlebt seit dem 27. November 2024 äußerst gravierende Entwicklungen, die sich weiterhin fortsetzen. Neben einigen positiven Veränderungen hat dieser Prozess auch zutiefst negative Folgen gehabt. Was dieser Zeit jedoch einen grundlegend positiven Charakter verliehen hat, war der Widerstandsgeist der Kämpfer:innen der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) und der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) sowie die unerschütterliche Unterstützung durch die Bevölkerung von Kobanê im Besonderen und die Bevölkerung Nord- und Ostsyriens im Allgemeinen.

Der revolutionäre Volkskrieg von Tişrîn, der mit der Unterstützung des Widerstands durch die Bevölkerung in Tişrîn, Qereqozax und Dair Hafir begann, entwickelte sich zu einem historischen Wendepunkt. Dieser Prozess förderte die Einheit in Nord- und Ostsyrien, während bestehende Widrigkeiten in den Hintergrund traten und die kollektive Entschlossenheit in der gesamten Region gestärkt wurde.

Die Wendung

In der Anfangsphase war die Atmosphäre von großer Unsicherheit und tiefer Besorgnis geprägt. Als „Hayat Tahrir al-Sham“ (HTS) vorrückte, schien das Assad-Regime in Damaskus seine letzten Tage in den Annalen der Geschichte zu erleben. Gleichzeitig verschärften sich die Angriffe der dschihadistischen und von der Türkei aufgebauten „Syrischen Nationalarmee“ (SNA) und des türkischen Staates auf Nord- und Ostsyrien erneut. Diese Angriffe zielten nicht nur auf die Errungenschaften der Revolution in Nord- und Ostsyrien ab, sondern auch darauf, die kurdisch-arabischen Beziehungen in der gesamten Region zu untergraben.

Die Ereignisse in Tel Rifat (Tall Rifaat) und Şehba, gefolgt von der Besetzung, lösten tiefe Besorgnis aus und führten zu Tagen, die von angstbesetzten Reaktionen auf den sich abzeichnenden Prozess geprägt waren. Doch plötzlich überschwemmten Bilder des Widerstands aus Tişrîn und Qereqozax alle Medien. Diese Bilder zeigten die Leichen von Söldnern, von den QSD- und YPJ-Kräften zerstörte Fahrzeuge und die Überreste der Kriegshandlungen. Sie waren die ersten deutlichen Anzeichen für einen großen Erfolg und starken Widerstand.

Die Bevölkerung im Widerstand

Über einen Zeitraum von Wochen bis Monaten wurden alle Angriffe von türkisch unterstützten Söldnergruppen, die Tişrîn und Qereqozax besetzen wollten, von den QSD- und YPJ-Kräften zurückgeschlagen. Der Widerstand, der in diesen Gebieten begann, breitete sich bald auf ganz Nord- und Ostsyrien aus und verwandelte sich in einen kollektiven Kampf, der von der breiten Bevölkerung mitgetragen wurde.

Die Operation „Aziz Ereb“ vereinte Nord- und Ostsyrien

Fast zwei Wochen lang schlugen die Kämpfer der QSD und der YPJ alle Angriffe von Söldnergruppen auf den Tişrîn-Damm zurück und griffen direkt in den Verlauf der Ereignisse ein- Die selbstaufopfernde Tat des Gefallenen Aziz Ereb in Qereqozax wurde zu einer starken Inspirationsquelle für alle QSD- und YPJ-Kräfte [Die Operation Aziz Ereb war eine im Februar 2016 gestartete Militäroperation der QSD zur Befreiung des Gebiets südlich des Tişrîn-Damms vom IS. Aziz Ereb fiel 2015 in Qereqozax. Er war ein arabischer Kommandant der YPG und gilt als Symbol der arabisch-kurdischen Verbundenheit. Anm. d. Red.]

Mit großer Entschlossenheit starteten die Widerstandskräfte der QSD und YPJ, die Tişrîn verteidigten, schließlich eine Operation, die sowohl auf die Stärkung der Verteidigungspositionen als auch auf die Zurückdrängung des Feindes abzielte. Mit Beginn dieser Operation verschwanden alle negativen Wahrnehmungen rund um den Prozess. In allen Städten Nord- und Ostsyriens entstand ein starkes Gefühl der Einheit gegen die Angriffe.

Durch die Operation verkörperten die Kämpfer:innen der QSD und YPJ ihre wahre Identität im Geiste Aziz Erebs als Widerstandskräfte und schmiedeten gleichzeitig ein noch stärkeres Band mit den Völkern Nord- und Ostsyriens. Der Geist der Revolution vom 19. Juli, der allen in der Region vertraut ist, schien wieder zum Leben zu erwachen.

Diese Tage waren geprägt von Momenten, in denen jeder Winkel von Tişrîn zu einer Festung des Widerstands wurde. Es waren historische Momente, in denen die Gefallenen Ronahî, Yektas und Hebûn jeden Winkel von Tişrîn zu einer Position des Widerstands machten.

Jede Mauer, jeder Stein, jeder Baum und jeder Hügel in Tişrîn, bis hin zum Körper des Tişrîn-Staudamms selbst, war von Widerstand erfüllt. Dieser Widerstand entwickelte sich zu einem sozialen Kampf, der sich über alle Völker Nord- und Ostsyriens ausbreitete. Der Kampf vereinte nun alle Städte Rojavas entlang einer gemeinsamen Linie des Widerstands.

Revolutionärer Volkskrieg

Insbesondere mit der Entscheidung, einen revolutionären Volkskrieg zu beginnen, begann eine neue Phase, in der das Volk eine Entschlossenheit und Entschiedenheit an den Tag legte, die der der Streitkräfte in nichts nachstand. Mit dem Beginn dieses Prozesses schlug die Revolution in Nord- und Ostsyrien ein völlig neues Kapitel in den Seiten der Geschichte auf.

Der Widerstand erreichte einen Punkt, an dem weder die QSD und YPJ als militärische Kräfte noch die Völker der Region in Diskussionen über den revolutionären Volkskrieg auf die Beispiele Vietnam oder Palästina verweisen mussten. Angesichts des historischen Widerstands, den die Menschen in Tişrîn gezeigt haben, wäre es zutreffender, diesen Kampf als den revolutionären Volkskrieg der Tişrîn-Revolution zu bezeichnen.

Der Friedenskonvoi vom 8. Januar 2025

Mehrere Szenen aus diesem Prozess haben sich in das kollektive und historische Gedächtnis eingebrannt. Die erste davon war der zivile Friedenskonvoi zum Tişrîn-Staudamm durch Menschen, die aus Kobanê und anderen Städten kamen. Unter unerbittlichem Artilleriefeuer und Luftangriffen setzten die Menschen ihren Freiheitsmarsch fort, während ihre Parolen durch die Luft hallten. Diese Entschlossenheit war eine der eindrucksvollsten Szenen vom ersten Tag des revolutionären Volkskriegs.

Als die Menschen ihren ersten Marsch zum Tişrîn-Damm begannen, nahm der revolutionäre Volkskrieg von Tişrîn effektiv seinen Lauf. Es ist nach wie vor sehr schwierig, diesen Moment zu beschreiben. Die Szene glich einem Freiheitsmarsch im wahrsten Sinne des Wortes. Vor allem war es der Freiheitsmarsch der Völker Nord- und Ostsyriens, angeführt vor allem von der Bevölkerung Kobanês.

Auch ältere Menschen und Kinder führten diesen Friedenskonvoi an. Diejenigen, die an diesem historischen Zug teilnahmen, stellten sich dem Krieg an seinen intensivsten Fronten entgegen und weigerten sich, ihn in ihre Städte vordringen zu lassen. Artilleriegeschosse und Bomben regneten vom Himmel auf die vorrückende Menge herab, und noch bevor das Ziel erreicht war, gab es bereits Gefallene.

Ein epischer Prozess des Widerstands

Luftangriffe machten die Straßen unpassierbar, doch der Marsch eines Volkes, das im Namen der Freiheit dem Tod trotzte, wurde nicht aufgehalten. All dies ereignete sich am ersten Tag. Die Szene selbst war ein vollständiges und unverkennbares Bild eines revolutionären Volkskrieges.

Um die Willenskraft und Opferbereitschaft zu verstehen, die die Revolution und der revolutionäre Volkskrieg erfordern, muss man nur die Tişrîn-Revolution verstehen. Im Rahmen des revolutionären Volkskrieges von Tişrîn wurde der Konvoi selbst zu einem epischen Prozess des Widerstands.

Freiheitstänze

Viele Szenen haben sich unauslöschlich in unser Gedächtnis eingebrannt. Einer der eindrucksvollsten Momente war, als die Menschen wieder anfingen, für Frieden und Freiheit zu tanzen, bereits kurz nachdem der Feind sie während des Tanzes angegriffen hatte. Hunderte von Menschen waren anwesend. Frauen, Kinder und ältere Menschen versammelten sich auf dem Tişrîn-Damm, fassten sich an den Händen und tanzten widerständig den Govend (traditioneller kurdischer Kreistanz).

Durch diesen Tanz stärkten die Menschen die Geschwisterlichkeit der Völker und wurden gleichzeitig zu einer wichtigen Quelle der Moral für ihre Kinder, die an der Front Widerstand leisteten. Viele derjenigen, die Hand in Hand auf dem Damm standen, hatten sich zuvor noch nie gesehen oder gekannt. Was sich dort abspielte, war eine kraftvolle Szene sozialer Einheit, kollektiver Zusammengehörigkeit und gemeinsamer Zielsetzung. Auf diesem Damm stand die greifbare Realität des Tişrîn-Widerstands, der die Geschwisterlichkeit der Völker symbolisierte.

Der unbändige Widerstand führte zum Sieg

Da der Feind die Entschlossenheit der Menschen und ihre Unterstützung für den Widerstand der Kämpfer:innen nicht tolerieren konnte, eskalierte er erneut den Angriff und bombardierte die Tanzenden mit einer Drohne. Sofort erfüllten Schreie die Luft, und die Verwundeten wurden unter den Rufen „Em ji mirinê mezintir in (Wir sind größer als der Tod)“ in das Dammgebäude getragen.

Nach einem kurzen Moment der Panik und Verwirrung kehrten die Menschen an den Ort zurück und setzten den Tanz der Freiheit fort. Die Szene lässt sich nicht leicht beschreiben. Man tanzt Hand in Hand mit anderen; einige sind gefallen oder verwundet, Blut bedeckt den Boden. Dennoch kehrt man zum Tanz zurück, um den Kampf der Gefallenen und Verwundeten fortzusetzen. Dies zeugt von einem immensen Willen und einem unerschütterlichen Widerstand, ohne zu zögern, ohne zu fragen, ob ein weiterer Angriff kommen könnte. So muss ein Freiheitstanz aussehen. Solche Momente trugen dazu bei, dass die Tişrîn-Revolution zum Sieg führte.

Während dieses gesamten Widerstandsprozesses wurde auf jede Bedrohung und jede Notlage, mit der die Völker Nord- und Ostsyriens konfrontiert waren, mit der lebendigen Verkörperung des Slogans „Em ji mirinê mezintir in“ reagiert. Dies war nicht nur ein Slogan, sondern drückte eine kollektive Haltung, eine Form des Widerstands und eine gemeinsame Identität aus.

Ein einziger, vereinter Körper

Der Widerstand beschränkte sich nie nur auf Tişrîn. Vier Monate lang fanden täglich Zeremonien auf Gefallenenfriedhöfen statt, in den Dörfern wurden zivile Bataillone gebildet und in den Häusern wurden Mahlzeiten für die Frontlinien zubereitet. Die Tişrîn-Revolution mobilisierte die Völker Nord- und Ostsyriens vollständig und organisierte sie zu einem einzigen, vereinten Körper.

Genau das war es, was die Revolution forderte: sich selbst und seine Umgebung intellektuell, praktisch und physisch als Ganzes zu organisieren und den Fokus auf den Sieg zu richten. Die Tişrîn-Revolution war eine Revolution des Sieges und des tiefgreifenden Gewinns. Sie steht als lebendige Erinnerung und direktes Zeugnis dafür, was die Völker der Region bereit waren, wenn nötig aufzugeben, und was sie dafür erreichen konnten.

Nach der Kobanê-Revolution wurde die Tişrîn-Revolution zur größten materiellen und moralischen Errungenschaft der Völker Nord- und Ostsyriens. Ein Jahr ist seit dem Tişrîn-Widerstand vergangen, doch er lebt in unseren Gedanken und Herzen weiter. Dieser Widerstand hat sich als neues Stalingrad, als neuer Widerstand der Burg Dimdim in die Weltgeschichte und das kollektive Gedächtnis eingegraben.

https://deutsch.anf-news.com/kultur/song-fur-den-tisrin-widerstand-bendava-me-ye-45253 https://deutsch.anf-news.com/frauen/ronahi-yekta-vorbild-unserer-generation-49411 https://deutsch.anf-news.com/frauen/ypj-kampferin-destan-rojhat-bei-luftangriff-gefallen-45823

 

Kategorien: Externe Ticker