Sammlung von Newsfeeds

Better to Lose as Leftists Than Lose as Corporatists, by Ted Rall

People who follow the news are familiar by now with the general dynamic of the civil war within the Democratic Party that has been raging with greater intensity since 2016. Most of the party's voters lean progressive, which is to say significantly to the left of its ruling elites, members of the Democratic National Committee,...
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America’s Next Strategic Partner Is Hiding in Plain Sight, by James Durso

Uzbekistan is emerging as Central Asia’s pivotal power, combining rapid economic growth, a population approaching 40 million and a strategic location between China, Russia, Afghanistan and the Caspian. Washington has a major opportunity to expand its influence through investment, critical minerals, trade and the Middle Corridor, offering Tashkent alternatives to dependence on China and Russia....
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LewRockwell.Com Again Memory-Holing Authors and Articles, by Marco de Wit

Summary image: Mises Institute and LewRockwellcom Memory-Holing. (This Substack distills every article into clear syllogistic infographics—saving readers time and preventing shaky premises and reasoning from being hidden behind a torrent of words. All readers receive at least one summary infographic, but paid subscribers often get more plus special links and videos.) Introduction Libertarians have always...
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Squatters, Trespassers and Other Criminals, by Walter E. Block and Oded Faran

Suppose that you, gentle reader, are taken from your home at gunpoint. Not for an afternoon. You are held for thirty-two months. Eventually you are ransomed, released, and you make your way back. You find your house occupied. Other people live in it now. You explain, politely, that it is yours. They decline to leave....
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Exclusive: How Trump Tried to Bribe the Head of the IRGC, by Pepe Escobar

Mafia, piracy, bribing, extortion: talk about a flexible Empire at work Empire of Chaos, Lies, Plunder, Piracy. And bribes. Mike Pompeo, former aspiring Tony Soprano, admitted: “We lie, we cheat, we steal.” And we bribe. A Transition Protocol source, as we revealed live, is unequivocal: The President of the United States – despite having “won”...
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Pflegegrad auch wegen Antriebslosigkeit

Ausgeprägte Antriebslosigkeit kann bei der Feststellung eines Pflegegrades berücksichtigt werden. Ein Pflegegrad wird jedoch nicht allein deshalb vergeben, weil eine Person antriebslos ist oder eine Depression diagnostiziert wurde.

Wichtig hierfür ist, wie stark die gesundheitlichen Einschränkungen die Selbstständigkeit im täglichen Leben beeinträchtigen und wie häufig Unterstützung durch andere Menschen benötigt wird.

„Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage“ ist ausdrücklich als eigenes Kriterium in den Begutachtungs-Richtlinien des Medizinischen Dienstes aufgeführt. Selbst eine täglich auftretende Antriebslosigkeit führt über dieses einzelne Kriterium rechnerisch allerdings noch nicht automatisch zu Pflegegrad 1.

Antriebslosigkeit ist ausdrücklich Bestandteil der Pflegebegutachtung

Der Medizinische Dienst führt die „Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage“ unter der Ziffer 4.3.11 im Bereich „Verhaltensweisen und psychische Problemlagen“. Gemeint ist dabei nicht lediglich fehlende Lust auf bestimmte Tätigkeiten oder eine vorübergehende Erschöpfung. Die Richtlinien beschreiben Antriebslosigkeit als eine sehr schwere Form einer Antriebsstörung.

Als typische Anzeichen nennt der Medizinische Dienst unter anderem ein geringes Interesse an der Umgebung, kaum vorhandene Eigeninitiative sowie die Notwendigkeit einer aufwendigen Motivation durch andere Personen. Gerade der letzte Punkt ist für die Begutachtung wichtig, weil dadurch ein konkreter personeller Unterstützungsbedarf sichtbar werden kann.

Nicht jede Form von Antriebsmangel führt zu Punkten

Die Begutachtungs-Richtlinien unterscheiden ausdrücklich zwischen einer ausgeprägten Antriebslosigkeit und leichteren Formen wie Antriebsarmut, Antriebsmangel oder Antriebschwäche. Deshalb genügt es nicht, im Antrag lediglich das Stichwort „Antriebslosigkeit“ zu nennen. Beschrieben werden muss, was im Alltag tatsächlich geschieht und welche Unterstützung regelmäßig notwendig ist.

Ein Beispiel wäre eine Person, die zwar körperlich in der Lage ist, sich zu waschen, ohne intensive Motivation aber über Tage keine Körperpflege beginnen würde. Ähnliches kann beim Essen, Anziehen, Einnehmen von Medikamenten oder bei der Tagesgestaltung auftreten. In der Begutachtung kommt es deshalb darauf an, Fähigkeiten und tatsächliche selbstständige Durchführung voneinander zu unterscheiden.

So viele Punkte kann Antriebslosigkeit bringen

Im Bereich „Verhaltensweisen und psychische Problemlagen“ wird nicht nur geprüft, ob eine Einschränkung vorhanden ist. Bewertet wird auch, wie häufig deswegen personelle Unterstützung erforderlich wird. Für die einzelnen Kriterien werden abhängig von der Häufigkeit 0, 1, 3 oder 5 Punkte vergeben.

Häufigkeit des Unterstützungsbedarfs Bewertung im Modul 3 Nie oder sehr selten 0 Einzelpunkte Ein- bis dreimal innerhalb von zwei Wochen 1 Einzelpunkt Zweimal bis mehrmals wöchentlich, aber nicht täglich 3 Einzelpunkte Täglich 5 Einzelpunkte

Bei täglich bestehender Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage können für dieses einzelne Kriterium somit 5 Einzelpunkte entstehen. Ein Summenwert von 5 bis 6 Punkten im gesamten Modul 3 wird anschließend in 11,25 gewichtete Punkte umgerechnet.

Warum tägliche Antriebslosigkeit allein noch keinen Pflegegrad ergibt

Pflegegrad 1 beginnt bei insgesamt 12,5 gewichteten Punkten. Würde bei einer Person ausschließlich das Kriterium der täglichen Antriebslosigkeit mit 5 Einzelpunkten berücksichtigt und gäbe es keinerlei weitere Einschränkungen, ergäben sich daraus im Modul 3 lediglich 11,25 gewichtete Punkte. Die Schwelle für Pflegegrad 1 wäre damit noch nicht erreicht.

In der Praxis bleibt eine schwere Antriebslosigkeit jedoch häufig nicht auf diesen einen Bewertungsbereich beschränkt. Sie kann sich beispielsweise darauf auswirken, ob Körperpflege, Essen, Medikamenteneinnahme oder die Gestaltung des Tages ohne Unterstützung gelingen. Diese Auswirkungen müssen bei der Begutachtung konkret beschrieben und den jeweiligen Kriterien zugeordnet werden.

Sechs Bereiche entscheiden über den Pflegegrad

Bei der Pflegebegutachtung werden sechs Lebensbereiche untersucht. Dazu gehören Mobilität, geistige und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, der Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen sowie die Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Die Bereiche werden unterschiedlich gewichtet. Mobilität fließt mit 10 Prozent ein, Selbstversorgung mit 40 Prozent, krankheits- und therapiebedingte Anforderungen mit 20 Prozent und die Gestaltung des Alltagslebens mit 15 Prozent. Für geistige und kommunikative Fähigkeiten sowie Verhaltensweisen und psychische Problemlagen werden zusammen höchstens 15 Prozent berücksichtigt.

Bei den Modulen 2 und 3 gibt es eine Besonderheit

Geistige und kommunikative Einschränkungen aus Modul 2 werden nicht einfach zu den Punkten für psychische Problemlagen aus Modul 3 addiert. Für die Berechnung wird aus diesen beiden Bereichen nur der jeweils höhere gewichtete Wert übernommen. Das kann bei Menschen mit mehreren psychischen oder kognitiven Einschränkungen für die spätere Gesamtpunktzahl erheblich sein.

Das bedeutet beispielsweise, dass eine ausgeprägte Antriebslosigkeit und gleichzeitig vorhandene kognitive Schwierigkeiten nicht automatisch zu 30 Prozent Gewichtung führen. Die Pflegebegutachtung folgt hier einer festgelegten Berechnungssystematik. Andere Einschränkungen aus Selbstversorgung, Therapieanforderungen oder Alltagsgestaltung können dagegen zusätzlich berücksichtigt werden.

Besonders wichtig ist die tatsächliche Hilfe im Alltag

Bei psychischen Erkrankungen kann eine Begutachtung leicht ein verzerrtes Bild ergeben. Eine Person kann während eines kurzen Gesprächs höflich, orientiert und körperlich beweglich wirken und trotzdem zu Hause täglich intensive Unterstützung benötigen. Der Begutachtungstermin sollte deshalb nicht als Prüfung verstanden werden, bei der Betroffene zeigen müssen, was sie unter größter Anstrengung gerade noch schaffen.

Beschrieben werden sollte vielmehr der typische Alltag. Muss ein Angehöriger jeden Morgen mehrfach zum Aufstehen auffordern, anschließend zum Waschen motivieren und später kontrollieren, ob gegessen wurde, sind diese Abläufe für die Einschätzung wesentlich aussagekräftiger als die pauschale Formulierung „braucht viel Hilfe“.

Auch Körperpflege und Ernährung können betroffen sein

Eine körperlich bewegliche Person kann aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung trotzdem erhebliche Schwierigkeiten mit der Selbstversorgung haben. Wenn Waschen, Duschen, Anziehen, Essen oder Trinken ohne personelle Unterstützung regelmäßig nicht ausreichend stattfinden, sollte dies gegenüber dem Gutachter offen angesprochen werden. Der Bereich Selbstversorgung fließt mit bis zu 40 Prozent besonders stark in die Gesamtbewertung ein.

Allerdings sollte nicht aus jeder vergessenen Mahlzeit automatisch Pflegebedürftigkeit abgeleitet werden. Relevant sind dauerhafte gesundheitlich verursachte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit. Das Gesetz verlangt außerdem, dass die Pflegebedürftigkeit voraussichtlich mindestens sechs Monate besteht.

Medikamente und Therapien können ebenfalls berücksichtigt werden

Bei einer Depression oder anderen psychischen Erkrankungen kann Unterstützung auch bei der Behandlung erforderlich sein. Manche Betroffene müssen regelmäßig an Medikamente erinnert werden oder benötigen Hilfe dabei, ärztliche und therapeutische Vorgaben umzusetzen. Solche Einschränkungen können im Bereich der krankheits- und therapiebedingten Anforderungen berücksichtigt werden, wenn die Voraussetzungen des jeweiligen Kriteriums erfüllt sind.

Eine Medikamentenliste, aktuelle Arztberichte und therapeutische Unterlagen können deshalb bei der Begutachtung hilfreich sein. Sie ersetzen allerdings nicht die Beschreibung des tatsächlichen Alltags. Eine Diagnose zeigt, welche Erkrankung besteht, während das Pflegegutachten zusätzlich klären muss, welche Unterstützung daraus konkret entsteht.

Eine Depression allein garantiert keinen Pflegegrad

Auch eine schwere Diagnose führt nicht automatisch zu einem bestimmten Pflegegrad. Das SGB XI knüpft die Einstufung an gesundheitlich verursachte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten und an den daraus entstehenden Hilfebedarf. Zwei Menschen mit derselben Diagnose können deshalb unterschiedliche Pflegegrade erhalten.

Umgekehrt darf ein Antrag nicht allein deshalb abgelehnt werden, weil eine Person laufen, sprechen oder sich während des Begutachtungstermins gut darstellen kann. Psychische Einschränkungen gehören ausdrücklich zum gesetzlichen Pflegebedürftigkeitsbegriff. Auch deshalb enthält das Begutachtungsverfahren einen eigenen Bereich für Verhaltensweisen und psychische Problemlagen.

Ein Pflegetagebuch kann Antriebslosigkeit sichtbar machen

Gerade schwankende psychische Beschwerden lassen sich während eines einzelnen Termins nur schwer vollständig erfassen. Hilfreich kann deshalb eine Dokumentation über mehrere Tage oder Wochen sein. Darin sollte nicht nur festgehalten werden, dass jemand „antriebslos“ war, sondern welche konkrete Handlung ohne fremde Unterstützung nicht funktioniert hat.

Ein aussagekräftiger Eintrag wäre beispielsweise: „Dienstag: Ohne mehrmalige Aufforderung bis 13 Uhr nicht aufgestanden; anschließend mehrfach zum Waschen und Anziehen motiviert; Mittagessen erst nach Vorbereitung und wiederholter Aufforderung gegessen.“ Solche Beobachtungen zeigen Häufigkeit, Art und Umfang der notwendigen Unterstützung deutlich besser als allgemeine Aussagen.

Die Pflegebedürftigkeit muss voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen

Für einen Pflegegrad reicht eine kurzfristige Phase mit geringer Selbstständigkeit grundsätzlich nicht aus. Nach § 14 SGB XI muss die Pflegebedürftigkeit auf Dauer bestehen und voraussichtlich mindestens sechs Monate andauern. Dabei ist nicht erforderlich, dass die Einschränkungen zum Zeitpunkt des Antrags bereits sechs Monate bestanden haben, wenn absehbar ist, dass sie entsprechend lange bestehen werden.

Das kann bei länger andauernden psychischen Erkrankungen ebenso erfüllt sein wie bei körperlichen oder kognitiven Erkrankungen. Bei einer vorübergehenden Krise mit schneller zu erwartender Besserung kann die Voraussetzung dagegen fehlen. Entscheidend sind die individuelle Prognose und der festgestellte Hilfebedarf.

Was tun, wenn Antriebslosigkeit im Gutachten kaum berücksichtigt wurde?

Wird ein Pflegegrad abgelehnt oder niedriger festgestellt als erwartet, sollte zunächst das vollständige Pflegegutachten geprüft werden. Dort lässt sich erkennen, wie die einzelnen Lebensbereiche bewertet wurden und ob die Antriebslosigkeit überhaupt unter den psychischen Problemlagen erfasst wurde. Auch fehlende Angaben bei Selbstversorgung oder Tagesgestaltung können das Ergebnis beeinflussen.

Gegen den Bescheid der Pflegekasse kann grundsätzlich innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch eingelegt werden. Bei der Begründung sollte nicht nur auf die Diagnose verwiesen werden, sondern möglichst genau beschrieben werden, welche Bewertungen im Gutachten nicht mit dem tatsächlichen Alltag übereinstimmen.

Kurzes Beispiel aus der Praxis

Frau M. leidet seit längerer Zeit unter einer schweren depressiven Symptomatik und lebt allein. Körperlich kann sie aufstehen, sich anziehen und einfache Mahlzeiten zubereiten, tatsächlich bleibt sie ohne Unterstützung ihrer Schwester jedoch häufig bis zum Nachmittag im Bett. Die Schwester ruft morgens mehrfach an, kommt regelmäßig vorbei und motiviert sie zum Waschen, Anziehen und Essen.

Zusätzlich muss Frau M. regelmäßig an ihre Medikamente und therapeutischen Termine erinnert werden. Während der Begutachtung wirkt sie freundlich und kann alle Fragen beantworten, weshalb ihre Schwierigkeiten zunächst weniger auffällig erscheinen. Die Schwester schildert jedoch den üblichen Tagesablauf und legt eine mehrwöchige Dokumentation der benötigten Unterstützung vor.

Bei der Bewertung wird deshalb nicht nur die Antriebslosigkeit im Bereich der psychischen Problemlagen betrachtet. Auch die konkreten Auswirkungen auf Selbstversorgung, Behandlung und Tagesgestaltung werden geprüft. Erst aus der Gesamtbewertung ergibt sich, ob die Punktzahl für einen Pflegegrad erreicht wird.

Fragen und Antworten zum Pflegegrad bei Antriebslosigkeit 1. Kann Antriebslosigkeit einen Pflegegrad begründen?

Ja, ausgeprägte Antriebslosigkeit kann bei der Pflegebegutachtung berücksichtigt werden. Ein Pflegegrad entsteht aber erst, wenn die gesundheitlich verursachten Einschränkungen in der Gesamtbewertung die notwendige Punktzahl erreichen.

2. Reicht tägliche Antriebslosigkeit allein für Pflegegrad 1?

Nicht zwingend. Wird ausschließlich das Kriterium „Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage“ täglich bewertet, ergeben sich daraus 5 Einzelpunkte beziehungsweise 11,25 gewichtete Punkte im Modul 3; Pflegegrad 1 beginnt erst bei 12,5 Gesamtpunkten.

3. Muss eine Depression ärztlich diagnostiziert sein?

Eine ärztliche Diagnose und entsprechende Befunde können den Antrag deutlich unterstützen. Für die Einstufung untersucht die Pflegeversicherung jedoch zusätzlich, welche konkreten Einschränkungen der Selbstständigkeit und welcher Hilfebedarf im Alltag bestehen.

4. Kann auch reine Motivation durch Angehörige als Hilfe berücksichtigt werden?

Ja, intensive personelle Motivation kann bei ausgeprägter depressiver Antriebslosigkeit relevant sein. Die Richtlinien nennen ausdrücklich Situationen, in denen eine Person kaum Eigeninitiative zeigt und eine aufwendige Motivation durch andere benötigt.

5. Wie lange müssen die Einschränkungen bestehen?

Die Pflegebedürftigkeit muss voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen. Entscheidend ist die Prognose, sodass der Antrag nicht erst nach Ablauf von sechs Monaten gestellt werden muss.

6. Was kann man tun, wenn der Pflegegrad wegen unterschätzter Antriebslosigkeit abgelehnt wurde?

Betroffene sollten das Pflegegutachten anfordern beziehungsweise genau prüfen und die dortigen Bewertungen mit dem tatsächlichen Alltag vergleichen. Gegen den Bescheid kann grundsätzlich innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt und anschließend mit konkreten Beispielen, medizinischen Unterlagen und einer Dokumentation des Hilfebedarfs begründet werden.

Der Beitrag Pflegegrad auch wegen Antriebslosigkeit erschien zuerst auf Gegen-Hartz.de – Sozialrecht, Rente, Pflege und Grundsicherung.

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Eigentumswohnung treibt Rentner-Paar regelrecht in die Pleite

Altersvorsorge wird zur Kostenfalle: Wie eine Eigentumswohnung ein Rentner-Paar ruinieren kann

Eine abbezahlte Eigentumswohnung gilt für viele Menschen als sichere Altersvorsorge. Keine Miete mehr, überschaubare Wohnkosten und ein Sachwert, der im Notfall verkauft werden kann – so lautet zumindest die verbreitete Vorstellung.

Ein Fall aus dem sächsischen Mockrehna zeigt jedoch, wie schnell diese Rechnung scheitern kann. Ein Rentner-Ehepaar mit einer längst abbezahlten Wohnung sollte plötzlich mehr als 2.000 Euro zusätzlich im Monat an seine Wohnungseigentümergemeinschaft zahlen, obwohl das Paar selbst keine entsprechenden Schulden verursacht hatte.

Abbezahlte Wohnung – und trotzdem mehr als 2.300 Euro Wohnkosten

Iris und Klaus-Jürgen Schmidt hatten ihre Vier-Raum-Wohnung nach Medienberichten bereits vollständig abbezahlt. Das gemeinsame monatliche Einkommen des Ehepaars soll bei rund 2.200 Euro gelegen haben.

Trotzdem wurden von ihnen aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten innerhalb der Eigentümergemeinschaft monatlich 2.058,25 Euro als Sonderzahlung verlangt. Zusätzlich fiel die reguläre monatliche Umlage von rund 304 Euro an.

Damit hätten allein die Zahlungen für die Wohnung das gesamte verfügbare Monatseinkommen des Paares überstiegen. Lebensmittel, Strom, Versicherungen, Medikamente, Mobilität und andere Ausgaben wären dabei noch nicht einmal berücksichtigt gewesen.

Der Fall ist deshalb ein warnendes Beispiel dafür, dass eine schuldenfreie Wohnung nicht automatisch niedrige Wohnkosten garantiert. Wer eine Eigentumswohnung besitzt, trägt nicht nur die Kosten innerhalb der eigenen vier Wände, sondern hängt finanziell auch von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer ab.

Die Ursache liegt in der Insolvenz eines großen Immobilieneigentümers

Die vier Wohnblöcke in Mockrehna umfassen nach regionalen Medienberichten rund 170 Wohneinheiten. Mehr als 100 davon gehörten der Thüringisch-Sächsischen Gesellschaft für Kommunales Wohnen mbH, kurz ThüSa, deren Wohnungen von der Vivet-Gruppe verwaltet wurden.

Ende 2025 und Anfang 2026 gerieten mehrere Unternehmen aus diesem Firmenumfeld in erhebliche Zahlungsschwierigkeiten. Im Februar 2026 wurde für die ThüSa die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet; auch weitere Gesellschaften der Vivet-Gruppe befanden sich in Insolvenzverfahren.

Dadurch fehlte der Eigentümergemeinschaft Geld für laufende Rechnungen. Betroffen waren unter anderem Zahlungen an Versorger und Dienstleister, während gleichzeitig die Versorgung der Wohnanlage mit Wärme und Wasser sichergestellt werden musste.

Warum andere Wohnungseigentümer für Zahlungsausfälle einspringen können

Für Eigentümer klingt das zunächst widersprüchlich: Warum soll jemand mehr bezahlen, nur weil ein anderer Eigentümer seine Verpflichtungen nicht erfüllt?

Der Grund liegt in der Konstruktion einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Rechnungen für das Gemeinschaftseigentum, die Versorgung oder andere gemeinschaftliche Ausgaben müssen weiterhin bezahlt werden, selbst wenn ein einzelner Eigentümer seine Beiträge nicht überweist.

§ 28 Wohnungseigentumsgesetz erlaubt Eigentümern, Vorschüsse für die gemeinschaftlichen Kosten sowie spätere Nachschüsse zu beschließen. Dadurch kann eine Gemeinschaft zusätzliche Beiträge einfordern, wenn die vorhandenen Mittel nicht ausreichen.

Gerichte haben zudem mehrfach bestätigt, dass eine Sonderumlage grundsätzlich genutzt werden kann, um Liquiditätsprobleme einer Wohnungseigentümergemeinschaft aufzufangen. Das kann auch dann gelten, wenn die Finanzlücke ursprünglich durch den Zahlungsausfall eines anderen Eigentümers entstanden ist.

Besonders gefährlich wird ein insolventer Mehrheitseigentümer

Das finanzielle Risiko steigt erheblich, wenn zahlreiche Wohnungen innerhalb einer Anlage einem einzigen Unternehmen gehören. Fallen dessen Beiträge aus, fehlt nicht nur der Anteil einer einzelnen Wohnung, sondern möglicherweise ein großer Teil der laufenden Einnahmen der Gemeinschaft.

Das Kammergericht Berlin beschäftigte sich bereits mit einer vergleichbaren Situation. Bei der Zahlungsunfähigkeit eines Mehrheitseigentümers darf eine Eigentümergemeinschaft bei einer Sonderumlage sogar berücksichtigen, dass weitere Zahlungen dieses Eigentümers wahrscheinlich ebenfalls ausbleiben werden.

Auch der Bundesgerichtshof hat beschrieben, dass bei Zahlungsausfällen einzelner Wohnungseigentümer Deckungslücken entstehen können, die durch zusätzliche Beiträge ausgeglichen werden müssen. Für die zahlungsfähigen Eigentümer bedeutet das im schlimmsten Fall erhebliche zusätzliche finanzielle Belastungen.

In Mockrehna ging es zeitweise um 250.000 Euro

Bereits im Januar 2026 stand in Mockrehna eine Sonderumlage von insgesamt rund 250.000 Euro zur Diskussion. Sie sollte nach damaligen Berichten vor allem dazu dienen, die Versorgung und Zahlungsfähigkeit für weitere Wochen sicherzustellen.

Die Eigentümergemeinschaft bestand den Berichten zufolge aus rund 40 Mitgliedern. Ein erheblicher Teil der Wohnungen gehörte jedoch dem großen gewerblichen Eigentümer, dessen Zahlungen ausblieben.

Für kleinere private Eigentümer entstanden dadurch Beträge, die mit gewöhnlichem Hausgeld kaum noch vergleichbar waren. Beim Ehepaar Schmidt wurden 2.058,25 Euro monatlich zusätzlich zur regulären Umlage genannt.

Warum eine Eigentumswohnung niemals völlig kostenfrei wird

Eine abbezahlte Immobilie bedeutet lediglich, dass für den Kauf normalerweise keine Kreditraten mehr anfallen. Laufende Kosten bleiben jedoch bestehen.

Bei einer Eigentumswohnung kommen insbesondere Hausgeld, Verwaltungskosten, Grundsteuer, Versicherungen, Betriebskosten sowie Beiträge zur Erhaltungsrücklage hinzu. Werden größere Reparaturen notwendig und reicht die vorhandene Rücklage nicht aus, können weitere Zahlungen beschlossen werden.

Die Verbraucherzentrale warnt deshalb besonders bei älteren Wohnanlagen vor einer zu niedrigen Erhaltungsrücklage. Bereits eine größere Heizungsreparatur oder eine umfangreiche Gebäudesanierung kann vorhandene Rücklagen schnell aufzehren.

Sonderumlagen können fünf- oder sogar sechsstellige Beträge erreichen

Das Problem betrifft nicht ausschließlich Insolvenzen großer Eigentümer. Auch Dachsanierungen, Fassadenarbeiten, neue Heizungen, Aufzüge oder Schäden am Gemeinschaftseigentum können außergewöhnlich hohe Kosten auslösen.

Bei unzureichenden Rücklagen müssen Eigentümer dann zusätzliches Geld bereitstellen. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass entsprechende Forderungen je nach Gebäude und Eigentumsanteil fünf- oder sogar sechsstellige Größenordnungen erreichen können.

Für Erwerbstätige mit gutem Einkommen kann bereits eine Zahlung von 20.000 oder 30.000 Euro problematisch sein. Für Rentnerinnen und Rentner mit einem weitgehend festen Monatseinkommen kann eine solche Forderung existenzbedrohend werden.

Warum ein Verkauf dann ebenfalls schwierig werden kann

Theoretisch könnte ein Eigentümer versuchen, die Wohnung zu verkaufen. Praktisch kann genau das in einer finanziell angeschlagenen Wohnanlage schwierig werden.

Kaufinteressenten dürfen sich vor einem Erwerb unter anderem Eigentümerbeschlüsse, Abrechnungen und Informationen über anstehende Ausgaben ansehen. Eine hohe Sonderumlage, offene Forderungen oder die Insolvenz eines Groß- beziehungsweise Mehrheitseigentümers können den Verkaufswert erheblich drücken.

Auch die BILD berichtete beim Ehepaar Schmidt davon, dass sich die Wohnung nicht ohne Weiteres verkaufen lasse. Öffentlich frei zugängliche Details zu den konkreten Verkaufshindernissen enthält der Bericht allerdings nicht.

Eigentümer sollten vor dem Kauf nicht nur die eigene Wohnung prüfen

Wer eine Eigentumswohnung als Altersvorsorge kauft, sollte deshalb nicht ausschließlich Badezimmer, Fenster, Energieverbrauch oder Kaufpreis betrachten. Ebenso wichtig ist die wirtschaftliche Verfassung der gesamten Eigentümergemeinschaft.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Höhe der Erhaltungsrücklage, geplante Sanierungen, bereits beschlossene Sonderumlagen und offene Forderungen. Auch die Eigentümerstruktur kann erhebliche Folgen haben.

Besitzt beispielsweise ein einzelnes Unternehmen einen sehr großen Anteil der Wohnungen, entsteht eine Abhängigkeit von dessen Zahlungsfähigkeit. Der Fall Mockrehna zeigt, welche Folgen diese Konstellation für kleinere Eigentümer haben kann.

Protokolle der Eigentümerversammlungen können Warnsignale enthalten

Vor dem Kauf sollten deshalb möglichst mehrere Protokolle vergangener Eigentümerversammlungen geprüft werden. Dort finden sich häufig Hinweise auf Reparaturstau, Streitigkeiten, ausstehende Zahlungen oder geplante Investitionen.

Auch Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung und Vermögensbericht liefern wichtige Informationen. Nach § 28 WEG muss der Verwalter unter anderem einen Vermögensbericht erstellen, aus dem auch der Stand der Rücklagen hervorgeht.

Wer dort bereits hohe Zahlungsrückstände einzelner Eigentümer entdeckt, sollte die Ursache klären. Bei älteren Anlagen ist außerdem zu prüfen, ob die Rücklage zum Zustand des Gebäudes passt.

Der Lastenzuschuss kann Eigentümern mit kleiner Rente helfen

Geraten selbstnutzende Eigentümer wegen ihrer laufenden Wohnkosten finanziell unter Druck, kann Wohngeld eine Möglichkeit sein. Eigentümer erhalten dabei keinen Mietzuschuss, sondern den sogenannten Lastenzuschuss.

Berücksichtigt werden können unter anderem bestimmte Belastungen aus Finanzierung und Bewirtschaftung. Auch Eigentümer ohne laufenden Immobilienkredit sollten einen Anspruch nicht vorschnell ausschließen.

Gegen-Hartz hat ausführlich erläutert, unter welchen Voraussetzungen auch Eigentümer Wohngeld erhalten können: Lastenzuschuss 2026: Wohngeld auch für Eigentümer.

Eine außergewöhnlich hohe Sonderumlage wird über das Wohngeld allerdings nicht einfach in tatsächlicher Höhe erstattet. Die Wohngeldberechnung arbeitet bei bestimmten Bewirtschaftungskosten unter anderem mit Pauschalen und gesetzlichen Höchstbeträgen.

Auch Grundsicherung im Alter kommt unter Umständen infrage

Reicht eine geringe Rente nicht für den notwendigen Lebensunterhalt, kann auch Grundsicherung im Alter geprüft werden. Selbstgenutztes Wohneigentum schließt diese Leistung nicht automatisch aus.

Nach dem SGB XII können angemessene Unterkunftskosten grundsätzlich auch bei einer selbstgenutzten Eigentumswohnung berücksichtigt werden. Bei notwendigen Instandhaltungs- und Reparaturkosten sieht § 35a SGB XII ebenfalls Unterstützungsmöglichkeiten vor, wobei Angemessenheitsgrenzen und im Einzelfall auch Darlehen relevant werden können.

Ob eine Immobilie als geschütztes Vermögen gilt, hängt allerdings vom Einzelfall ab. Gegen-Hartz hat die aktuelle Rechtsprechung zur Angemessenheit von Wohneigentum bei Grundsicherung im Alter ausführlich dargestellt.

Wer Grundsicherung im Alter erhält, bekommt allerdings nicht gleichzeitig Wohngeld beziehungsweise Lastenzuschuss. Diese Leistungen schließen sich hinsichtlich der bereits berücksichtigten Wohnkosten grundsätzlich aus.

Können Sozialleistungen sogar bei einer Sonderumlage helfen?

Unter bestimmten Voraussetzungen können außergewöhnliche Kosten einer selbstbewohnten Eigentumswohnung sozialrechtlich relevant sein. Das Bundessozialgericht hat bereits entschieden, dass unabweisbare Kosten einer notwendigen Instandsetzung als Unterkunftsbedarf berücksichtigt werden können.

Eine von einer Wohnungseigentümergemeinschaft beschlossene Sonderumlage für notwendige Instandhaltungsarbeiten kann deshalb unter bestimmten Voraussetzungen berücksichtigt werden. Gegen-Hartz hat dazu den Beitrag Bürgergeld: Jobcenter muss bei Wohneigentum Hausgeld zahlen veröffentlicht.

Der Mockrehnaer Fall unterscheidet sich allerdings von einer normalen Sanierungsumlage. Dort ging es den Berichten zufolge vor allem darum, finanzielle Ausfälle anderer Beteiligter sowie laufende Betriebskosten der Gemeinschaft aufzufangen.

Deshalb kann nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass eine Sozialbehörde eine solche Forderung vollständig übernimmt. Betroffene sollten hohe Forderungen deshalb möglichst vor Zahlung sozialrechtlich und wohnungseigentumsrechtlich prüfen lassen.

Gegen eine Sonderumlage kann juristischer Widerstand möglich sein

Eine beschlossene Sonderumlage ist nicht allein deshalb rechtmäßig, weil die Mehrheit dafür gestimmt hat. Auch Beschlüsse einer Eigentümergemeinschaft müssen die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

In Mockrehna wollten sich die betroffenen privaten Eigentümer nach Medienberichten juristisch gegen die Zahlungen wehren. Bei einem weiteren Treffen am 16. Februar 2026 wurde demnach gegen eine weitere Sonderumlage gestimmt.

Ob ein Beschluss angreifbar ist, hängt jedoch von seiner Ausgestaltung, dem Finanzbedarf, der Verteilung der Kosten und weiteren Umständen ab. Wegen der gesetzlichen Fristen sollten Betroffene bei hohen Forderungen frühzeitig anwaltlichen Rat einholen.

Die Insolvenz des Eigentümers beseitigt dessen Schulden gegenüber der Gemeinschaft nicht automatisch

Wichtig ist außerdem: Wenn ein großer Eigentümer insolvent wird, verschwinden seine Verpflichtungen gegenüber der Wohnungseigentümergemeinschaft nicht einfach. Forderungen können je nach Zeitpunkt und rechtlicher Einordnung als Insolvenzforderungen oder als Verpflichtungen der Insolvenzmasse behandelt werden.

Die rechtliche Abgrenzung kann kompliziert sein. Für die privaten Eigentümer besteht das praktische Problem trotzdem darin, dass Rechnungen der Gemeinschaft kurzfristig bezahlt werden müssen, während die Durchsetzung von Forderungen gegen einen insolventen Eigentümer Zeit benötigt.

Genau deshalb können solche Situationen zu enormen Liquiditätsproblemen führen. Das Geld wird heute für Wasser, Wärme oder andere Rechnungen benötigt, während mögliche Rückzahlungen erst sehr viel später erreichbar sind.

Der Insolvenzverwalter wollte die Versorgung stabilisieren

Im Februar 2026 wurde Rechtsanwalt Andreas Kleinschmidt zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Gesellschaften der Vivet-Gruppe bestellt. Die Gruppe hielt nach Angaben der Kanzlei über rund 20 Gesellschaften etwa 7.000 Wohneinheiten, vor allem in kleineren und mittleren Städten Mittel- und Ostdeutschlands.

Der Insolvenzverwalter erklärte damals, dass Kontakte zu Versorgern und Dienstleistern aufgenommen worden seien, um Strom, Wärme und Wasser zu sichern beziehungsweise wiederherzustellen. Auch eine geordnete Verwaltung der Immobilien sollte wieder aufgebaut werden.

Für betroffene Eigentümer bedeutete dies zumindest die Aussicht auf eine Stabilisierung. Die bereits entstandenen finanziellen Probleme innerhalb einzelner Eigentümergemeinschaften waren damit jedoch nicht automatisch beseitigt.

Eigentumswohnungen bleiben eine mögliche Altersvorsorge – aber nicht ohne Risiko

Der Fall aus Mockrehna spricht nicht grundsätzlich gegen Wohneigentum. Eine abbezahlte Wohnung kann die Wohnkosten im Alter erheblich reduzieren und bietet vielen Menschen dauerhaft Sicherheit.

Problematisch wird es jedoch, wenn der Kaufpreis nahezu das gesamte Vermögen bindet und daneben keine ausreichenden finanziellen Reserven vorhanden sind. Eigentümer müssen auch nach vollständiger Tilgung jederzeit mit größeren Ausgaben rechnen.

Besonders bei Wohnungseigentum hängt die finanzielle Situation außerdem von Entscheidungen und Problemen der gesamten Gemeinschaft ab. Wer seine Altersvorsorge plant, sollte deshalb neben dem Wert der Wohnung ausreichend liquide Rücklagen behalten.

Häufige Fragen zur Eigentumswohnung als Altersvorsorge 1. Kann eine abbezahlte Eigentumswohnung tatsächlich zur finanziellen Belastung werden?

Ja. Auch ohne Immobilienkredit bleiben Hausgeld, Grundsteuer, Betriebskosten, Erhaltungsrücklage und mögliche Sonderumlagen bestehen.

Besonders hohe Forderungen können entstehen, wenn größere Reparaturen notwendig werden oder andere Wohnungseigentümer ihre Beiträge nicht mehr zahlen können.

2. Muss ich für Schulden anderer Wohnungseigentümer bezahlen?

Die persönlichen Schulden eines Nachbarn werden nicht einfach auf andere Eigentümer übertragen. Entsteht durch dessen Zahlungsausfall jedoch eine Liquiditätslücke bei der Wohnungseigentümergemeinschaft, kann die Gemeinschaft zusätzliche Beiträge beschließen, um ihre eigenen Rechnungen weiterhin bezahlen zu können.

Das wirtschaftliche Ergebnis kann deshalb dazu führen, dass zahlungsfähige Eigentümer vorübergehend deutlich mehr Geld bereitstellen müssen.

3. Kann eine Sonderumlage beliebig hoch sein?

Nein. Sie muss auf einem wirksamen Beschluss beruhen und einen nachvollziehbaren Finanzbedarf der Eigentümergemeinschaft abdecken.

Bei finanziellen Schwierigkeiten eines anderen Eigentümers darf ein zu erwartender weiterer Zahlungsausfall allerdings unter bestimmten Voraussetzungen bereits bei der Finanzplanung berücksichtigt werden.

4. Können Rentner mit Eigentumswohnung Wohngeld erhalten?

Ja. Selbstnutzende Eigentümer können bei niedrigem Einkommen einen Lastenzuschuss beantragen.

Ein Anspruch kann sogar bestehen, wenn die Wohnung bereits abbezahlt ist, weil auch bestimmte Bewirtschaftungskosten in die Berechnung einfließen.

5. Muss eine Eigentumswohnung verkauft werden, bevor Grundsicherung im Alter gezahlt wird?

Nicht automatisch. Ein angemessenes selbstgenutztes Eigenheim beziehungsweise eine angemessene Eigentumswohnung kann als geschütztes Vermögen behandelt werden.

Entscheidend ist eine Betrachtung der konkreten Immobilie und der persönlichen Umstände. Die Rechtsprechung berücksichtigt dabei unter anderem Wohnfläche, Wert und weitere Eigenschaften des Wohneigentums.

6. Was sollte man vor dem Kauf einer Eigentumswohnung für das Alter prüfen?

Besonders wichtig sind Jahresabrechnungen, Wirtschaftsplan, Vermögensbericht, Höhe der Erhaltungsrücklage sowie die Protokolle vergangener Eigentümerversammlungen. Auch größere Zahlungsrückstände und die Eigentümerstruktur sollten überprüft werden.

Wer erkennt, dass ein einziges Unternehmen einen sehr großen Anteil der Anlage besitzt, sollte außerdem bedenken, welche Folgen dessen finanzielle Schwierigkeiten für die übrigen Eigentümer haben könnten. Der Fall Mockrehna zeigt, dass dieses Risiko im Extremfall die gesamte private Altersplanung gefährden kann.

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USA stoppen Unterseekabel zwischen Chile und China

Neue Erkenntnisse zum Baustopp des Kabels. USA drohen mit Strafen Santiago de Chile. Neue Enthüllungen belegen, dass der Stopp des chinesischen Unterseekabelprojekts auf direkte US-Sanktionsdrohungen zurückgeht. Damit steht die offizielle Begründung der ehemaligen Regierung Boric infrage, die das Ende des Vorhabens bisher mit Bedenken der "... weiter 21.08.2026 Artikel von zu Chile, China, USA, Politik, Wirtschaft
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Venezuelas Gold in Großbritannien soll in US-Verwaltung

Caracas. Die venezolanischen Staatsgoldreserven, die von der Bank of England verwahrt werden, sollen freigegeben und unter die Verwaltung des US-Finanzministeriums gestellt werden. Nach von den USA unterstützten Gesprächen zwischen der amtierenden Regierung von Delcy Rodríguez... weiter 21.08.2026 Artikel von zu Venezuela, England, USA, Politik, Wirtschaft
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Fragen zu einem Drohnenvorfall — in Bulgarien

Peds Ansichten - 21. August 2026 - 4:40

Akte des Terrorismus werden im Wertewesten seit jeher sehr kreativ eingeordnet.

Während der Drohnenvorfall auf dem Leipziger Flughafen sich immer mehr als ziemlich plumpe Inszenierung zur Unterstützung und Durchsetzung politischer Maßnahmen entpuppt, werden Vorfälle mit Drohnen anderswo bezeichnenderweise von den Medien stiefmütterlich behandelt. Ukrainisch (?) verursachte Schadensmeldungen bei „Verbündeten“ werden im Informationsraum knapp wie nüchtern behandelt. Im Gegensatz zu anderen Drohnenvorfällen, die man „dem Russen“ unterschieben kann oder wenigstens im Informationskrieg gegen Russland ausschlachten kann. Oder steckt hinter den jüngsten Vorfällen in Bulgarien doch mehr und es handelt sich um politische Provokationen?

Provokationen verfolgen stets ein wohlkalkuliertes Ziel, und wenn die Drohnenvorfälle (Mehrzahl?) tatsächlich Provokationen darstellen, darf man sich fragen, wer die Skripte für diese terroristischen Aktionen schreibt.

Was ist geschehen — nur ein Unfall?

„In den Luftraum des NATO- und EU-Mitgliedstaates Bulgarien ist eine mutmaßlich ukrainische Drohne eingedrungen und nahe einer Gas-Pipeline explodiert. Nach einer ersten Untersuchung der Trümmer erklärte das bulgarische Verteidigungsministerium, es handle sich um einen Drohnentyp, der von den ukrainischen Streitkräften »häufig verwendet« werde.“ (1)

Die enorme Wucht der Explosion weist darauf hin, dass diese mit Sprengstoff beladen war. Die Explosion ereignete sich nur einhundert Meter von der rumänischen Grenze entfernt — nicht etwa der ukrainischen Grenze. Bulgarien hat keine gemeinsame Grenze mit der Ukraine. Was ebenfalls von Bedeutung ist: Nur einen Kilometer entfernt befindet sich eine Verdichterstation der Transbalkan-Pipeline.

Die besagte ukrainische Angriffsdrohne flog also mindestens 150 Kilometer über rumänisches Territorium. Folgende offizielle Verlautbarung erklärte deren Eindringen in das bulgarische Hoheitsgebiet:

„[Der bulgarische Verteidigungsminister] erklärte, dass das Gerät [eine ukrainische Drohne vom Typ Maja] möglicherweise durch Maßnahmen der elektronischen Kampfführung (EW) vom Kurs abgebracht wurde. Laut dieser Version nutzte ein russischer Operator, der versuchte, die Drohne über dem Kampfgebiet abzufangen, starke Störsignale, die das Navigationssystem des UAV [Unmanned Aerial Vehicle] desorientierten. Infolgedessen änderte die Drohne ihren Flugvektor, überschritt die Grenze zu Rumänien und detonierte im bulgarischen Luftraum, da sie weder zur Basis zurückkehren noch ihre Kampfaufgabe erfüllen konnte.“ (2)

Reden wir erst einmal nicht über Bulgarien, sondern über dessen nördlichen Nachbarn. Eine ukrainische Angriffsdrohne ist also mindestens 150 Kilometer ungestört über das Territorium eines NATO-Staates geflogen. Wie kann das sein? Hat man die ukrainische Drohne in diesem gesamten Bereich der „NATO-Ostflanke“, gemeint ist Rumänien, tatsächlich übersehen? Warum das dem Autor absurd erscheint, möge eine Episode aus dem Jahr 2024 verdeutlichen:

„Die NATO wirft Russland eine erneute Luftraumverletzung vor. Nach Angaben von Generalsekretär Mark Rutte drang am Donnerstagabend ein Flugkörper unerlaubt in den Luftraum des an die Ukraine grenzenden Bündnismitglieds Rumäniens ein. Die rumänischen Behörden und der Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa hätten schnell und wirksam reagiert, sagte er bei einer Pressekonferenz nach einem Treffen der Verteidigungsminister der Bündnisstaaten in Brüssel.“ (3)

Wie hatte der damalige NATO-Generalsekretär Rutte die russische Luftraumverletzung belegt? Ganz einfach: gar nicht:

„Nach Angaben aus Rumänien waren bereits vor dem Grenzübertritt des Flugkörpers zwei spanische F-18-Kampfjets der NATO-Luftraumüberwachung alarmiert worden, um die Situation zu kontrollieren. Die rumänische Luftwaffe schickte zusätzlich zwei F-16-Flugzeuge. Eingreifen mussten die Piloten allerdings nicht. Den Informationen zufolge gab es rund 20 Minuten nach dem Eintreten des Flugkörpers in den rumänischen Luftraum kein Radarsignal mehr.“ (3i)

Beachtlich, dieser Aufwand, finden Sie nicht auch, liebe Leser? Welche Details gab es nun über das russische Flugobjekt zu berichten? Auch ganz einfach: nämlich gar keine:

„Eine Möglichkeit ist, dass es sich bei dem Flugkörper um eine außer Kontrolle geratene russische Drohne handelte. Die Kampfflugzeuge hatten allerdings keinen Sichtkontakt und Trümmer wurden bis zuletzt auch nicht gefunden.“ (3ii)

Diese ganze obige Geschichte mag unter Umständen der Wahrheit entsprechen. Wahrscheinlicher ist, dass sie nur in Teilen stimmt. Insgesamt enthält sie zu viele Inkonsistenzen, taugt dafür für den Informationskrieg gegen die westlichen Gesellschaften. Letzteres wird vom Autor favorisiert, allerdings vermutet er dahinter eine weitere Geschichte. Schließlich werden Drohnen sogar nachgewiesen, wenn man sie als solche nie gesehen hat. So extrem wachsam ist die NATO — bei russischen Drohnen:

„An der NATO-Ostflanke [hier gemeint ist Rumänien] bereiten sich die westlichen Partner derweil auf neue Provokationen vor. Russland habe zwar die Zahl der Überwachungsflüge zurückgefahren, berichtet ein Besatzungsmitglied an Bord des Tankflugzeugs. Der Kreml sei derzeit an anderen Fronten ausgelastet, mutmaßt er. Doch von Entspannung könne keine Rede sein. Die Nato gibt sich wachsam — ob über dem Schwarzen Meer oder der Ostsee.“ (4)

Wir erfahren aus dem öffentlich-rechtlichen Qualitätsmedium außerdem:

„Wir beweisen, dass wir fähig sind, den europäischen Luftraum vor potenziellen Aggressionen zu schützen.“ (4i)

Nun, im August 2026 hatte die NATO-Ostflanke auf dem gesamten rumänischen Territorium einen, wie soll man es ausdrücken, Aussetzer? Da gondelt also eine Kampfdrohne hunderte Kilometer über NATO-Territorium und wird nicht einmal als solche erkannt? Wurde sie durch die bulgarische Luftabwehr identifiziert? Oder wurde sie einfach nur gefunden? Oder ist auch das nur eine Geschichte? Wurde die Drohne überhaupt bekämpft? Allem Anschein nach nicht (5), denn es

„änderte die Drohne ihren Flugvektor, überschritt die Grenze zu Rumänien und detonierte im bulgarischen Luftraum, da sie weder zur Basis zurückkehren noch ihre Kampfaufgabe erfüllen konnte.“ (1i)

Die Drohne sprengte sich demnach selbst in die Luft. Ja, das ist möglich. Man kann eine Drohne entsprechend programmieren. Aber warum sprengte sich die Drohne erst in die Luft, nachdem sie bulgarisches Hoheitsgebiet erreicht hatte? Warum flog sie zuvor noch hunderte Kilometer über NATO-Gebiet?

Die ukrainische Drohne gab es und sie war mit Sprengstoff beladen. Zumindest wird das offiziell von allen Seiten eingeräumt (6). Nun stellen wir uns doch einmal folgendes vor: Die Drohne ist überhaupt nicht vom Kurs abgekommen. Sie flog kontrolliert über den NATO-Staat Rumänien hinweg nach Bulgarien, um gleich hinter der Grenze zur Explosion gebracht zu werden. Die Drohne sollte genau dort explodieren. Und sie sollte auch so explodieren, dass sie keinen Schaden anrichtet.

Ja, das ist Spekulation und immer noch fällt es schwer, darin einen Sinn zu erkennen. Es sei denn, man ist sich gewahr, dass ganz in der Nähe des Absturzortes die Balkan-Gaspipeline verläuft und kaum einen Kilometer entfernt sich eine Verdichterstation für diese Pipeline befindet.

Eine ukrainische Drohne fliegt hunderte Kilometer über NATO-kontrolliertem Territorium (Ukraine und Rumänien), ohne erkannt, geschweige denn, bekämpft zu werden (5i). Sie erreicht kritische Infrastruktur hinter der Grenze zu einem weiteren NATO-Staat, um sich dann in unmittelbarer Nähe dieser Infrastruktur selbst zu zerstören — oder zerstört zu werden. Was hält der geneigte Leser von einem Szenario, in dem dieser Vorfall wohlkalkuliert, kontrolliert und gesteuert herbeigeführt wurde?

Dann müsste man natürlich auch nach dem Zweck fragen. Man müsste sich auch fragen, warum diesmal keine angeblich russische Drohne gefunden oder identifiziert wurde, warum es nicht einmal „wahrscheinlich“ eine russische Drohne war. Warum war es eine ukrainische Drohne und warum wurde das unverzüglich und freimütig im Informationsraum eingeräumt?

Spinnen wir den Gedanken weiter. Wenn Flug, Absturz und Explosion der Drohne genau so geplant waren, wie es dann auch geschah: Wem galt also die Botschaft?

So es sich hier um eine politische Geste, um eine Drohung gehandelt haben sollte: Wer ist der Urheber der Drohung? Wird es die Ukraine sein? Vordergründig ja, aber erinnern wir uns, dass die Drohne über NATO-kontrolliertes Gebiet flog. Die Mechanismen, welche das Bündnis zumindest im Informationsraum bezeugt, lassen Abfangjäger aufsteigen. So geschehen in den baltischen Staaten und so auch zuvor und danach in Rumänien geschehen, erfährt man im Informationsraum (3iii, 4ii, 7). Abgesehen davon, dass es auch simplere Methoden gibt, um diesen Drohnentyp zu eliminieren. Aber entscheidend ist, dass der Luftraum über Rumänien nicht von der Ukraine, sondern von Rumänien beziehungsweise der NATO kontrolliert wird.

Drohnen des Typs Maja sind keine klassischen Kampfdrohnen. Diese recht großen und langsamen Quadcopter mit großer Reichweite fungieren als sogenannte Lockdrohnen:

„Technisch betrachtet sind Lockdrohnen vor allem dafür gebaut, Sensoren und Entscheidungsprozesse zu beschäftigen. Während eine klassische Kampfplattform auf Wirkung gegen ein Ziel optimiert ist, versucht eine Lockdrohne typischerweise, Aufmerksamkeit zu binden, Abwehrmittel zu triggern oder Abklärungen zu verlangsamen.“ (8)

Drohnen dieser Art sollen also gesichtet und bekämpft werden. Sie sind dafür gedacht, Luftabwehrsysteme zu erkennen und zu beschäftigen. Das erhärtet die Vermutung, dass die Drohne keinesfalls unerkannt durch den rumänischen Luftraum schwebte. Das Ereignis sollte nicht nur geschehen, es sollte auch den Weg in den Informationsraum finden. Nachrichten füttern den Informationsraum und Nachrichten werden gezielt verbreitet, damit sie an bestimmte Empfänger, Zielgruppen gelangen und deren Denken und Handeln beeinflussen.

Eine mit einer großen Menge Sprengstoff beladene Lockdrohne fliegt, angeblich unerkannt, stundenlang über rumänischem, sprich NATO-Luftraum, um dann spektakulär, gleich nach Passage der bulgarischen Grenze und in unmittelbarer Nähe zu kritischer Infrastruktur „von selbst“ zu explodieren. Die bis dahin nicht erkannte Drohne wurde kurz vor der Explosion sowohl von rumänischen als auch bulgarischen Grenzbeamten wahrgenommen (9). So deutlich wurde es als Nachricht im Informationsraum nicht formuliert, aber genau diese Fakten lassen sich aus der Nachricht herauslesen. Nun, wem galt die Nachricht? Vielleicht hilft uns ein kurzer Blick auf kürzlich in Bulgarien stattgefundene politische Ereignisse weiter?

Im April des Jahres fanden in Bulgarien Wahlen für ein neues Parlament statt. Die Wahlen gewann das Bündnis Progressives Bulgarien mit dem parteilosen Rumen Radew an der Spitze (10). Radew kam als Kampfpilot vom Militär, war Kommandeur der Luftwaffe und mehre Jahre Präsident Bulgariens. Im Mai nun wurde Radew vom neu gewählten Parlament zum Ministerpräsidenten ernannt. Als Ministerpräsident hat er damit einen deutlich größeren Einfluss auf die bulgarische Politik, als ihm das in seiner eher repräsentativen Funktion als Staatspräsident möglich war. Dazu ist zu sagen:

„Während seiner Präsidentschaft hat sich Radew den Ruf erworben, wohlwollend gegenüber Russland und kritisch gegenüber einer Unterstützung der Ukraine eingestellt zu sein. Er zeigte sich skeptisch gegenüber Sanktionen gegen Moskau und bei Waffenlieferungen für die Ukraine. Allerdings kündigte er an, EU-Beschlüsse bei diesen Themen nicht zu blockieren. Seine Anhänger rekrutieren sich aus Menschen mit EU-kritischen und russlandfreundlichen Ansichten und Leuten, die der Korruption in Bulgarien überdrüssig sind.“ (11)

Rumen Radew hat die Notwendigkeit eines pragmatischen Dialogs mit Russland angemahnt, was von der russischen Regierung ausdrücklich gewürdigt wurde (12). Damit reiht sich Bulgarien in die Reihe jener EU- und NATO-Staaten ein, die den Krieg des „Wertewestens“ gegen Russland bis zu dessen „strategischer Niederlage“ nicht mittragen wollen, also die Slowakei und Ungarn.

Was fällt auf? Alle drei Staaten liegen in der „Ostflanke“ der NATO. Sie spielen im Dauerkrieg gegen Russland auf unterschiedliche Art und Weise eine wichtige, fast unverzichtbare Rolle. Und jetzt können wir gemeinsam grübeln, wie man die politischen Eliten dieser Staaten bei der Stange halten könnte, wenn fassadendemokratische Maßnahmen der „Guten“ an ihre Grenzen stoßen. Man kann die Politik eines „Bündnispartners“ auf vielerlei Weise von außen gestalten.

Radew reagierte moderat auf den Drohnenvorfall. Dagegen bezeichnete der bulgarische Oppositionsführer Kostadin Kostadinow den Vorfall als Aggression. Er verdächtigt die Ukraine, Druck auf Bulgarien auszuüben, das kürzlich seine Unterstützung für die Regierung in Kiew gekürzt hatte (13). Man kann das noch weiter denken, nämlich als terroristischen Akt beziehungsweise verdeckte Kriegsführung. Zwar handelte es sich um eine ukrainische Drohne. Das sagt uns aber noch lange nicht, wer wirklich für deren Einsatz verantwortlich zeichnet. Und da fallen dem Autor durchaus auch noch andere Kandidaten ein als zum Beispiel die Regierung in Kiew.

Um dem Ganzen noch etwas Würze hinzuzufügen und lediglich um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten so existieren, eine ukrainische Drohne auch über rumänisches Territorium leiten zu können: Am 3. Dezember 2025 zerstörte die rumänische Marine eine etwa 36 Seemeilen vor ihrem Seehafen Constanta „parkende“ ukrainische Seedrohne, die offensichtlich als Funk-Relay für die Starlink-Kommunikation mit Kampfdrohnen fungierte (14).

Um das Gedankenexperiment noch etwas weiter auszubauen: Sollte tatsächlich in naher oder mittlerer Zukunft Bulgarien seinen Kurs auf eine Verständigung mit Russland beibehalten oder gar verstärken und „zufällig“ eine Drohne tatsächlich kritische Infrastruktur in Bulgarien treffen, dann würde diese Drohne möglicherweise als russische Drohne identifiziert. Und trotzdem ahnten/wüssten die bulgarischen Eliten, wer tatsächlich der Absender der Drohne war.

So spekulativ dies auch sein mag, gibt es doch gute Gründe, zu spekulieren. Zu viele inkonsistente Details der Nachricht über diesen Drohnenvorfall in Bulgarien sind es, die unsere gesunde Skepsis anregen sollten.

Bitte bleiben Sie schön aufmerksam, liebe Leser.

Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(1) 08.08.2026; Tagesschau; Mutmaßlich ukrainische Drohne explodiert in Bulgarien; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/drohne-bulgarien-100.html

(2) 09.08.2026; XAB.info; Drohne „Maya‘ in Bulgarien: Admiral Eftimow erklärt Explosion nahe Gasleitung durch russische EW-Maßnahmen; https://xab.info/de/posts/drohne-maya-in-bulgarien-admiral-eftimow-erklart-de 

(3 bis 3iii) 18.10.2024; ntv, ses, dpa; Flugobjekt löst Luftalarm an NATO-Ostflanke aus; https://www.n-tv.de/politik/Flugobjekt-loest-Luftalarm-an-NATO-Ostflanke-aus-article25300196.html

(4 bis 4ii) 16.06.2026; zdf heute; Luis Jachmann; Frankreichs Rolle an der Nato-Ostflanke; https://www.zdfheute.de/politik/ausland/nato-ostflanke-frankreich-verteidigung-luftraum-100.html

(5, 5i) 08.08.2026; ntv, AFP, dpa; Ukrainische Drohne explodiert nahe wichtiger Pipeline in Bulgarien; https://www.n-tv.de/politik/Ukrainische-Drohne-explodiert-nahe-wichtiger-Pipeline-in-Bulgarien-id31172957.html

(6) 08.08.2026; Deutschlandfunk; Abgestürzte Drohne in Bulgarien kam wohl aus der Ukraine; https://www.deutschlandfunk.de/abgestuerzte-drohne-in-bulgarien-kam-wohl-aus-der-ukraine-102.html

(7) 16.08.2026; ARD-Tagesschau; NATO-Kampfjet schießt Drohne über Rumänien ab; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/nato-abschuss-drohne-rumaenien-100.html

(8) 08.08.2026; IT Boltwise; Drohnenvorfall in Bulgarien: Lockdrohne Maja explodiert nahe Grenze; https://www.it-boltwise.de/drohnenvorfall-in-bulgarien-lockdrohne-maja-explodiert-nahe-grenze.html

(9) 11.08.2026; msn, APA, dpa; Ukrainische Drohne mit Sprengstoff in Bulgarien explodiert; https://www.msn.com/de-at/technik/luftfahrt/ukrainische-drohne-mit-sprengstoff-in-bulgarien-explodiert/ar-AA29FCxW

(10) 20.04.2026; ARD, MDR; Ex-Präsident gewinnt Parlamentswahlen in Bulgarien; https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/sieg-radew-parlamentswahl-bulgarien-pro-russland-100.html

(11) 08.05.2026; ARD-Tagesschau; Radew neuer Ministerpräsident in Bulgarien; https://www.tagesschau.de/ausland/europa/bulgarien-radew-ministerpraesident-100.html

(12) 27.04.2026; The European Times; Kreml: Moskau zeigt sich beeindruckt von Radews Äußerungen zum Dialog mit Russland; https://europeantimes.news/de/2026/04/Der-Kreml-und-Moskau-sind-von-Radevs-Aussagen-zum-Dialog-mit-Russland-beeindruckt./

(13) 14.08.2026; Southfront; Lucas Leiroz; Ukraine Provoking Bulgaria With Drone Incident; https://www.southfront.press/ukraine-provoking-bulgaria-with-drone-incident/

(14) 03.12.2025; Topwar; The Romanian Navy destroyed a Ukrainian naval drone in the Black Sea.; https://en.topwar.ru/274608-vms-rumynii-unichtozhili-ukrainskij-morskoj-dron-v-chernom-more.html

(Titelbild) ukrainische FPV-Drohne, Angriffsdrohne, Autor: ukrainisches Militär; 21.09.2023; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:UA_military_FPV_drones_05.jpg; Lizenz: Creative Commons 4.0

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Be Quiet, Be Quiet: We Are All On the Decoy Plane Now



Not to alarm, but everything in America - our economy, military, education, environment, health, moral fiber - is being decimated by a petty, fragile, flailing child in a fact-free bubble who just turned our foreign policy over to North Korea because its dictator "has always been nice to me." Otherwise, he's grifting, lying, babbling, losing wars, slathering gold, raving about his vanity projects - "If you're grass, you're very happy" - and posting AI slop with George Washington, who's spinning in his grave.

This week, the war in Iran sank deeper into the quagmire it was always doomed to be when the 60-day negotiating period expired with little public comment. Trump shrugged off the lack of new talks because "the situation is so good," then threatened the "MOST CRUSHING ECONOMIC OPERATION EVER TAKEN" against Iran, which said it's working with Oman to monitor shipping through Hormuz Strait, which prompted Trump to threaten to "bomb the shit out of Oman," even though it's supposedly mediating on Iran. Having announced that after "we finish defeating Iran" he wanted to declare the Strait "a territory of the U.S," Trump went online and did just that with his magic Sharpie; Iran, in turn, vowed to "correct the delusions of this delusional individual," and who could blame them. Whiplash City.

At home, alas, America will likely continue getting dumber thanks to the moronic regime deleting or altering nearly 400 federal datasets - tracking police misconduct, violence against children, pollution - to wipe out facts they don't like. Of online data released last week from over 60 agencies - environment, education, labor, law enforcement - by far the largest slice is health information, much on substance abuse, mental health, infectious disease, queer and trans people in keeping with the surreal executive order “Defending Women from Gender Ideology Extremism and Restoring Biological Truth to the Federal Government." Entirely logically, experts decry the destruction - Facts: who needs 'em? - arguing once these cretins crawl back to their caves "we are not going to have the information we need...We’re erasing our institutional memory for public health.”

Speaking of: Just in time for fall, we have "Bobby Jr's Back to School Special: Free Measles!" The folks who won't give out free lunch are instead giving us over a quarter of a million kids entering kindergarten susceptible to measles, which has hit a 36-year high along with an all-time high of vaccine exemptions after rules were loosened - a vax rate so low health experts say it cannot provide herd protection. Just to keep us on our toes, polio, diphtheria, tetanus, pertussis and chickenpox vax rates are also down, good news for a regime whose only strong point is spreading preventable disease. Dems wrote a letter urging Trump to halt substituting “anti-vaccine ideology for decades of scientific evidence”; good luck to them and us on what besieged health officials deem ongoing "chaos and confusion in vaccination recommendation systems."

Meanwhile, as Americans struggle to afford food, gas, health care - 8 million have lost coverage - the mad king is insisting his "REAL Polling Numbers (are) the best they have ever been" - ie: low 20s for Independents, 13% for Black voters, down 27 points for his Latino voters as Dems flip 30 state seats, including where Mar-a-Lago is - and covering everything in gold. Like, everything. One sage: "His super power is the ability to ruin shit you didn’t even know existed." He's spent up to $900 million on vanity pr0jects and $200 million to turn the White House into a brothel-like, gimcrack-packed "Middle Eastern bazaar crossed with an opulent Cracker Barrel" - complete with gold Trump coin glued to the Oval Office door - in a lavish, tacky, Let-Them-Eat-Gold-or-at-least-Home-Depot-plastic-appliques shopping junket with (obviously) our money.

He's ordered a "golden fleet" of 15 new "Trump-class" nuclear-powered warships estimated to cost about $275 billion, though he's said he'd rather get 25 ships for $455 billion. He announced the White House was buying 250 giant new Cadillac Escalade SUVs - retail price $90,000 each, over $300,000 for armored version - because, "That’s how we look sharp in those cavalcades." Last month, he spent over $5 million to gaudily gild two 19-foot, 80,000-pound equestrian statues, Arts of War and Arts of Peace, in 23.75-karat gold leaf (though they're bronze and should have been polished), rendering them like "very, very gold" oversized children's trophies next to the austere Lincoln Memorial. "We made them the way they were plus," he moronically bragged, "and everyone’s so proud." We wonder: Is "everyone" in the room with us?

As the national debt just hit $40 trillion for the first time - it took nearly 200 years for it to reach $1 trillion in 1981- Trump remains fixated on his feckin' $600 million ballroom - oops, sorry: "military complex" - that no one asked for. After a court blocked construction, he called the National Trust for Historic Preservation, who successfully brought the suit to stop it, “TREASONISTS” who are threatening national security and exposing "top secret military features.” More weirdly, the guy supposedly worried about "national security" just imploded seven decades of careful diplomacy with South Korea - and a 1950s mutual defense treaty the State Department calls "the linchpin for security and stability in the Indo-Pacific” - to punish a longtime democratic ally for declining to join his Iran debacle and instead appease a nuclear-armed dictator.

His abrupt move Sunday night to “substantially reduce” joint exercises with South Korea, hours before 18,000 South Korean troops and thousands of Americans were set to kick off their annual Ulchi Freedom Shield drills, was widely panned as "an unforced error" and "another inane, haphazard decision (by) a chaotic administration" - one made, as usual, not jointly with Congress but unilaterally, on social media, based on wildly false, revisionist history. His "reasons": The drills are "costly" (see statues, ballroom, mountain of gold crap), they send a signal that's "inappropriate and hostile" toward a regime that's "unthreatening," and “Kim Jong Un has always treated me with great respect...I understand him, and he understands me." In other words, he is Sally Fields at the 1985 Oscars: "You like me!"

Never mind his "unthreatening" North Korea has weapons that reach the US; they're shipping weapons to Putin's forces in Ukraine; and Thursday they shrugged off Trump's paltry olive branch by launching a barrage of missiles, dismissing the "recent measure (of) so-called good faith," and denying Trump's claim his bestie had reached out. Sen. Tim Kaine: "North Korea tests ballistic missiles and Trump decides the problem is with...our ally, South Korea." These are also the guys who killed Otto Warmbler, a 21-year-old U.S. student on a 2016 tour charged with a "hostile act against the state" after allegedly stealing a hotel poster. He was put away after a show trial; when the U.S. got him released 17 months later, he came home blind, deaf, vegetative, howling, with catastrophic brain damage and signs of torture. He died six days later. But sure, Trump and Kim Jong Un "get along GREAT!"

Along with America’s rebuff of ally South Korea, the Pentagon just chose to relieve the beleaguered USS Lincoln with the USS Washington, the Navy’s only aircraft carrier in the Asia Pacific. The move leaves no U.S. presence there for the first time since 1944, “vaporizing” U.S. influence in the region and marking “the end of an era” - maybe just as well, given the Navy’s belated admission that last month U.S. destroyer USS Benfold lost power and ran adrift in the South China Sea for four days with no food, water, AC or toilets. Heckuva job, Pete. No wonder the rude mad king lost it Monday when CNN reporter Kristen Holmes did her job and challenged him on the wisdom of said “policies.” "What I'm doing is making things safer," he snarled. Admirably, she persisted. "Quiet! You're very disrespectful, you're a loud boisterous person," he snapped. "Be quiet. Be quiet. Be quiet."

The rancor didn't end there. Holmes also dared to ask about a now-viral speech by Sen. Jon Ossoff, who noted the "crook president" doesn't want "to do the job." Instead, "he wants to build his ballroom and travel with Natalie on their apparently defenseless flying palace gifted by the emir of Qatar" - a brief, incendiary reference to "weird stalker-slash-diaper-nurse" Natalie Harp, who Trump calls "sweetie." Trump brushed off Holmes' question with the always bizarre tactic of a grotesquerie tossing puerile insults at better-looking people: Ossoff is "a Pee-wee Herman look-alike." Still, the fragment of discomfiting reality - Ossoff: “Apparently, in the White House, the truth hurts” - in a 30-minute speech sparked a telling torrent of fury from MAGA cultists unaccustomed to hearing it. As a result - and 'cause they're dumb - the meltdown was laughable.

The White House declared Ossoff “the biggest cuck loser in politics,” a “feminine theater kid,” a “lightweight.” They also went for Holmes, “a disgraceful, humiliating embarrassment." “These scumbags are the lowest of the low,” they said. “Someday, your children will come across your disgusting and inhumane question. They will be sickened and embarrassed.” (Cue lowest of the low.) Many others chimed in. Ossoff is “a mean-spirited jerk who traffics in slander,” “Who does this and holds their head high? This guy should be ashamed.” Hilariously, some ran with the news the quiet, studious Ossoff, known “for keeping his head down and doing the work,” spent $2,887 on make-up and prep for TV appearances. Laura Ingraham: "Beneath that pancake bronzer and rouge, we have an ambitious man, (the) most dangerous type of politician." America: "Fox ridiculing men who wear makeup is really something to behold."

Amidst the eruptions, Trump took to Truth Social, his tawdry security blanket, in a weekend spree of over 40 posts in six hours, most of it AI slopaganda. No more hiding in catering trucks: Here he is triumphant, a svelte Elvis - "President Trump ages in reverse!” - building a “WALL OF STEEL" around Iran's ports in a made-for-TV movie war where, in Nazi typeface, “We are going to win.” Also beware Elizabeth "Pocohontas" Warren, Abdul El-Sayed, and women in hijab who "are coming for your home and your belongings!" Enamored of George Washington, he saves him at Mt. Rushmore, splits a portrait with him, rides beside him on horseback - the bad guy on a black horse - and, before two huge American flags with the wrong number of stripes, consults him, shrunk shorter than Trump, on his feckin' ballroom: "Thank you, George, for some of your brilliant ideas." Consensus: "Psychotic stuff."

Dean Blundell cites the screaming dissonance of Trump’s infatuation with a leader of grace and integrity who over time “refused a crown, a palace, a third term, power itself” as he “diligently sought the public welfare.” In He’s No Washington, Blundell helpfully offers “the most humiliating side-by-side in American history.” With no fancy education, Washington had and read one key book of philosophy: A 1702 translation of Seneca’s Morals. Its chapter headings became the moral axioms Washington followed through "a lifetime of deliberate self-discipline," starting at 14 when he copied “110 Rules of Civility” into a notebook "and spent the next 50 years living them." A man who could "command a room by saying less" but naturally "most tremendous in his wrath,“ Washington's composure was "a construction project...He was a volcano that decided, every single day, not to erupt."

Blundell describes ”the moral weight of a man who asked nothing for himself.” When he took office, the Senate debated for weeks what to call him - “His Highness the President of the United States," "His High Mightiness“ - but he chose the unfussy ”Mr. President." Same with his residence; the original plan was a European-style palace four times bigger. He twice gave up power at the height of his own, for which King George called him "the greatest man in the world.” His favorite piece of writing was a play about the Roman Stoic senator Cato, who chose death over submission to Julius Caesar’s tyranny. With his army barefoot and freezing at Valley Forge, he had Cato performed for them "to remember what they were freezing for." In his farewell address, he warned of demagogues who would "ride public rage to power." He understood that in America, "the office was supposed to be bigger than the man. Power was never the prize. Character was the prize." Blundell: "Compare and weep."

Wednesday, the “visibly incoherent” current president, laser-focused on our most vital issues, led the press on a giddy tour of the work he’s ordered on the White House grounds in a scene like “a lost episode of the 1980s Lifestyles of the Rich and Famous.” He bragged about the driveway’s “flawless granite,” autographed the ornate helipad “he insists he needs” - “It’s very strong stone, it will never break, it will never do— it’s rated million-year plus” - claimed the "military complex will have a drone-proof uh roof, and you’re gonna have on top of the roof, many drones,” and for perhaps the 10th time intoned “grass has a life like humans”: "We put brand new earth on top, so if you’re grass, you’re very happy.” America: "Hey Ma, Grandpa is in the front yard again yelling at people," "What an incredible babbling idiot," "A million years - that's how long his presidency has felt," and, "Fix the country you broke, asshole." Trump moved on to his new flagpoles. "This is a great pole," he said. "I'm very good at flagpoles."

- YouTube www.youtube.com

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“What Radicalized You?”

Caitlin Johnstone - 21. August 2026 - 3:23

Reading by Tim Foley:

“What radicalized you?”

I dunno man maybe it was all the wars based on lies or the corporate ecocide or the live-streamed genocide or the people sleeping on sidewalks while billionaires become trillionaires or the plundering of the global south or the mass surveillance or the police drones or the Israeli torture prisons or the IDF rape dogs or the starvation sanctions or the proxy wars or the acts of nuclear brinkmanship or the encircling of our planet with hundreds of US military bases or the CIA black sites or the Epstein files or the government secrecy or the increasing persecution of journalists and whistleblowers or the fact that the US just openly assassinates and kidnaps the leaders of sovereign nations or the internet censorship or the way all western media and all Silicon Valley tech platforms operate as propaganda services for the US empire or the aggressive push to outlaw pro-Palestine demonstrations or the legalized corruption of western governments or the way AI is being shoved down our throats while data centers choke our ecosystem or the thinly disguised rush to develop militarized robots for domestic use or the glaring plot holes in the official 9/11 story or the glaring plot holes in the official October 7 story or the complete impotence of electoral politics in an oligarchy where the rich get everything they want or the vanishing ice caps or the vanishing rainforests or the vanishing wildlife or the plummeting insect population or the ocean desertification or the giant continent of plastic in the North Atlantic or the microplastics in our brains and in our blood or the fact that we live under a globe-spanning empire that cannot exist without mass-scale violence and exploitation or the fact that younger generations are economically far worse off than their parents and grandparents or the fact that ordinary people are having to work harder and harder as everything gets more and more expensive while the capitalist class reaps record profits?

At this point “What radicalized you?” is a much less interesting question to ask people than “Why aren’t you radicalized yet? Seriously, how is that possible? How have you successfully managed to avoid conversion to a radical political worldview despite everything you are seeing right in front of your eyes?”

Because to the rest of us, that shit looks like a goddamn magic trick. It looks like a superhuman feat of willpower to continue believing everything’s basically okay and our leaders will sort this all out for us if we just vote for the correct plutocratic meat puppet in the next election. You’re just chilling out while everything burns, like that Buddhist monk sitting calmly in meditation after setting himself on fire. How are you even doing that?

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Feature image by Jaber Jehad Badwan — Jaber Jehad Badwan, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=159482733

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Has Trump Turned the Tables on Iran – or Is Another Round of War Coming?

Reprinted with permission from Trita Parsi’s Substack. The Trump administration believes it has turned the tables on Iran. Washington assesses that the rerouting of maritime traffic through the Omani corridor, combined with a global shift away from Persian Gulf oil, has reduced the effectiveness of Tehran’s closure of the Strait of Hormuz. At the same […]
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Really, O’Reilly? Bill Demands War Crimes In Iran

Hasn’t Bill O’Reilly done enough harm beating the drums for America’s failed foreign wars? But he’s still around somewhere, trying to top his earlier act with more of his trademark fever-swamp rants, now offering advice to President Donald Trump on the Iran War. His latest advice is the stuff of world historic war crimes. The […]
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Another Trump-Kim Carnival?

A Trump-Kim summit would be a spectacle like no other. A carnival extravaganza with the Korean Peninsula holding center stage, and every handshake, expression, seating arrangement, and stray remark dissected by troupes of North Korea pundits across the world’s news networks. But like any great traveling carnival, a few days later ticket holders will be […]
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JPMorgan sagt für 2027 globale Nahrungsmittelkrise und Inflation voraus

Transition News - 21. August 2026 - 0:08

JPMorgan, die größte Bank der USA, hat für 2027 eine globale Nahrungsmittelkrise vorhergesagt. Wie die International Business Times schreibt, macht JPMorgan dafür vor allem die durch den Iran-Krieg ausgelöste Düngemittel-Knappheit und den sich verstärkenden Super-El-Niño-Effekt verantwortlich.

In einem Bericht, der den Titel «Nahrungsmittelsicherheit ist nationale Sicherheit: Ein sich verschärfender Sturm» trägt, warnte ein Team von JPMorgan unter der Leitung der in London ansässigen leitenden globalen Ökonomin Nora Szentivanyi, «dass Störungen in der Straße von Hormus und das Auftreten eines potenziell historischen El Niño die Ernteerträge schmälern, die landwirtschaftliche Produktion einschränken und die Lebensmittelinflation bis Mitte 2027 hoch halten könnten».

Das Team um Szentivanyi fand demnach heraus, dass die globalen Lebensmittelpreise um etwa 1,3 bis 1,5 Prozentpunkte gegenüber einem historischen Durchschnitt von 0,7 Prozentpunkten steigen könnten. Der Bericht führt den Preisdruck insbesondere auf den Schwachpunkt «Düngemittel» zurück. Reis, Zucker, Kaffee und Kakao werden als die am stärksten betroffenen Agrarprodukte genannt.

Solche Warnungen haben kritische Journalisten und Aktivisten bereits vor einigen Monaten ausgesprochen. Im April hatte der Finanzjournalist Ernst Wolff vor dieser Entwicklung gewarnt. Er sah teurere Lebensmittel und sogar eine Hungerkatastrophe voraus. Wie immer würden Milliardäre wie Bill Gates oder Jeff Bezos, große US-Konzerne und Investmentfirmen wie BlackRock und Vanguard profitieren (wir berichteten).

Im Mai zog der Gesundheitsaktivist und Gründer von Natural News nach. Er warnte, dass bis 2027 Millionen Menschen verhungern könnten, sollte die Blockade der Straße von Hormus bestehen bleiben. Diese Hungersnot werde bewusst herbeigeführt, so Mike Adams, der betonte: «Hunger ist die perfekte Waffe» (wir berichteten).

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Deutschland: Erneutes Versagen der Justiz in einem Corona-Fall

Transition News - 21. August 2026 - 0:06

Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Schwab hat über ein erneutes eklatantes Versagen der deutschen Justiz berichtet, das offensichtlich zum Ziel hat, das offizielle «Pandemie»-Narrativ der Regierung am Leben zu erhalten. So hatte das Landgericht Nürnberg-Fürth den Arzt Wolfgang Urmetzer wegen angeblich falscher Maskenatteste in 26 Fällen zu einer Geldstrafe verurteilt. Urmetzer war gegen dieses Urteil in Revision gegangen (wir berichteten).

Wie Schwab informiert, wurde diese Revision am 19. August am Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt – und sie wurde abgeschmettert. Genau genommen: Von den 26 Fällen blieben 14 übrig. Aber für diese 14 Fälle ist Wolfgang Urmetzer jetzt rechtskräftig verurteilt. Lediglich das Strafmaß muss jetzt vom Landgericht Nürnberg-Fürth neu verhandelt werden. Schwab schreibt dazu:

«Der Einsatz von Masken zum Schutz gegen Virus-Übertragungen war ein gesetzlich erzwungener Off-Label-Use, weil OP-Masken nur zum Schutz gegen bakterielle Ansteckung und FFP2-Masken nur zum Schutz gegen Feinstaub dienen. Und das permanente Maskentragen geht mit gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen einher, die in der Fachliteratur auch hinlänglich dokumentiert sind. Die Maskenpflicht war daher ihrerseits ein – in Gesetzes- und Verordnungsform gegossener – rechtswidriger Angriff auf die Gesundheit der Menschen. Und das unter dem Vorwand, eben diese Gesundheit zu schützen.»

Umso fassungsloser stimme ihn, dass die deutsche Justiz der Politik der Regierung immer noch den Rücken stärke – obwohl von Tag zu Tag deutlicher werde, dass die «Pandemie»-Erzählung und die darauf gegründeten Maßnahmen nur auf Lügen gebaut waren.

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Die Schweiz wächst – aber wo bleiben die Kinder?

Transition News - 21. August 2026 - 0:05

Die Schweiz wächst. Und trotzdem wird sie jünger? Nein – genau das Gegenteil zeichnet sich ab. Während die Gesamtbevölkerung weiter zunimmt, ist die Zahl der 0- bis 19-Jährigen rückläufig. Blick spricht von einer «dramatischen Entwicklung» und verweist auf Folgen für Arbeitsmarkt, Altersvorsorge und Infrastruktur.

Damit bestätigt ausgerechnet jenes Medium, das die Entwicklung nun prominent aufgreift, einen Befund, auf den das Aktionsbündnis freie Schweiz (ABF Schweiz) seit Längerem hinweist: Das demografische Problem lässt sich nicht allein daran messen, wie viele Menschen in der Schweiz leben. Entscheidend ist auch, wer hier lebt – und ob genügend Kinder nachkommen.

Die offiziellen Daten des Bundesamts für Statistik lassen wenig Raum für Beschönigung. 2024 wurden 78.256 Kinder geboren, 2.2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau fiel auf 1.29 – den niedrigsten je registrierten Wert. 2025 ging die Zahl der Lebendgeburten nochmals auf rund 77.900 zurück; die Geburtenziffer sank provisorisch auf 1.28.

Zum Vergleich: Für den Bestandserhalt der Bevölkerung (Zu- und Abwanderung nicht eingerechnet) wären ungefähr 2.1 Kinder pro Frau erforderlich. Die Schweiz liegt damit nicht knapp darunter, sondern deutlich.

Und genau hier wird die Blick-Berichterstattung interessant. Sie beschreibt den demografischen Befund ausführlich, diskutiert regionale Unterschiede und lässt Expertinnen zu Wort kommen. Was jedoch auffällt: Die Frage, warum der Einbruch gerade in dieser zeitlichen und plötzlichen Dynamik erfolgt, wird nicht in derselben Schärfe gestellt.

Denn der Geburtenrückgang ist keineswegs erst gestern entstanden. Nach einem vorübergehenden Anstieg 2021 setzte 2022 ein markanter Einbruch ein. Eine wissenschaftliche Untersuchung zur Schweizer Fertilitätsentwicklung bestätigt, dass die Geburtenhäufigkeit bereits seit 2018 rückläufig war, 2021 jedoch vorübergehend anstieg und 2022 wieder deutlich zurückging.

Genau an diesem Punkt setzt die Argumentation von ABF Schweiz sowie der Gesundheitsökonomen Konstantin Beck und Cristina Gianocca an. Ihre These lautet nicht einfach: «Die Geburten gehen zurück, also sind die Impfungen schuld.» Sie versuchen vielmehr, den zeitlichen und regionalen Zusammenhang statistisch zu untersuchen und verschiedene Erklärungen gegeneinander abzuwägen. In ihrer Analyse «Der unsichtbare Tod – Geburtenrückgang» stellen sie insbesondere die Frage, ob die seit 2022 beobachtete Entwicklung durch herkömmliche demografische Erklärungen ausreichend erklärt werden kann.

Besonders brisant ist dabei der von ABF Schweiz hervorgehobene Vergleich zwischen regionalen Geburtenentwicklungen und Covid-Impfquoten. Eine solche Korrelation ist für sich allein kein Beweis für Kausalität. Sie ist aber durchaus ein Anlass für weitere Forschung – gerade wenn gleichzeitig ein ungewöhnlich starker und zeitlich auffälliger Einbruch der Geburten registriert wird.

Auch frühere Analysen von Beck verwiesen bereits auf regionale Zusammenhänge zwischen Impfquote und späterem Geburtenrückgang. In einer Zürcher Regierungsratsvorlage wird diese Argumentation dokumentiert – gleichzeitig wird ausdrücklich festgehalten, dass aus solchen Vergleichen allein kein abschließender Kausalitätsnachweis folgt.

Die Blick-Geschichte ist deshalb bemerkenswert. Sie liefert zahlreiche Puzzleteile: sinkende Geburten, weniger Jugendliche, eine alternde Bevölkerung, regionale Unterschiede und zunehmenden Druck auf AHV, Pflege und Arbeitsmarkt.

Doch die entscheidende Frage bleibt im Hintergrund: Warum hat sich der Geburtenrückgang nach 2021 derart beschleunigt? Das Bundesamt für Statistik selbst beschreibt den jüngsten Rückgang als außergewöhnlich: Seit Ende der 1970er Jahre sei ein vergleichbarer mehrjähriger Rückgang dieser Größenordnung nicht mehr beobachtet worden. Das macht die Ursachenfrage umso dringlicher.

Natürlich existieren zahlreiche mögliche Erklärungen: spätere Familiengründung, wirtschaftliche Unsicherheit, Wohnkosten, veränderte Lebensentwürfe oder die Nachwirkungen der «Pandemie». Keine dieser Hypothesen sollte vorschnell verworfen werden. Aber dasselbe Prinzip muss auch für die Impf-Hypothese gelten.

Das ist der Punkt, an dem die Blick-Berichterstattung kritisch zu hinterfragen ist. Wer den demografischen Niedergang zum politischen Thema macht, kann nicht gleichzeitig die Ursachenfrage auf jene Erklärungen beschränken, die politisch oder gesellschaftlich bequem sind. Wenn eine Hypothese anhand von Zeitreihen, regionalen Daten und weiteren statistischen Verfahren überprüfbar ist, gehört sie untersucht – ergebnisoffen und mit derselben wissenschaftlichen Strenge wie jede andere.

Das gilt umso mehr, weil die Covid-«Impfung» in der Schweiz ausdrücklich auch Schwangeren empfohlen wurde. Gerade deshalb wäre eine saubere wissenschaftliche Untersuchung so wichtig: Nicht um eine politische Vorentscheidung zu bestätigen, sondern um eine mögliche Ursache belastbar auszuschließen oder zu erhärten. Die Entwicklung ist inzwischen jedenfalls nicht mehr mit einem einzelnen schlechten Jahr abzutun.

2021: 1.52 Kinder pro Frau
2022: 1.39
2023: 1.33
2024: 1.29
2025: provisorisch 1.28

Die offizielle Statistik bestätigt damit einen dramatischen und anhaltenden Abwärtstrend. ABF Schweiz sieht darin ein Warnsignal und fordert, die mögliche Rolle der Covid-«Impfungen» ernsthaft zu untersuchen. Beck und Gianocca gehen in ihrer Analyse noch weiter und vertreten die These, dass die konventionellen Erklärungen den Einbruch nicht ausreichend erklären.

Ob diese These am Ende wissenschaftlich Bestand hat, ist eine offene Frage. Sie als erledigt zu behandeln, wäre allerdings ebenso unwissenschaftlich wie sie vorschnell als bewiesen darzustellen.

Und genau hier liegt die Schwäche der Blick-Berichterstattung: Sie zeigt eindrücklich, dass der Nachwuchs fehlt. Sie diskutiert aber deutlich weniger konsequent, warum.

Vielleicht ist das die eigentlich brisante Nachricht: Die Schweiz wächst – und wird gleichzeitig älter. Die Bevölkerungspolitik diskutiert über zehn Millionen Einwohner, während die natürliche Reproduktion immer weiter zurückfällt.

Wer diese Entwicklung ernst nimmt, sollte nicht nur zählen, wie viele Menschen in die Schweiz kommen. Er sollte endlich genauer hinsehen, warum hier immer weniger Kinder geboren werden.

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Luxus unter dem Berg: Wenn sich Milliardäre für den Ernstfall ein eigenes Versteck leisten

Transition News - 21. August 2026 - 0:04

Was tun, wenn die Welt unsicherer wird – und man sich selbst und sein Vermögen möglichst weit davon entfernen möchte? Eine Schweizer Firma setzt auf eine Antwort, die kaum spektakulärer sein könnte: Tief im Brünigmassiv im Schweizer Kanton Obwalden sollen unterirdische Tresorräume entstehen, die nicht nur wertvolle Besitztümer schützen, sondern ihren Eigentümern im Krisenfall auch als Rückzugsort dienen können.

Das Projekt der Schweizer Firma Brünig Mega Safe sieht bis zu 25 unterirdische Hohlräume im Kalksteinmassiv des Brünig vor. Die Anlagen sollen mehr als 100 Meter unter der Erdoberfläche liegen und vor allem der Aufbewahrung besonders wertvoller Güter dienen – darunter Kunstwerke, Sammlerautos, Wein und andere Vermögenswerte. Nach Angaben des Unternehmens soll das Sicherheitsniveau mit jenem der Schweizerischen Nationalbank vergleichbar sein.

Der Zugang soll entsprechend streng geregelt werden. Bereits bei der Zufahrt sind mehrere Kontrollen vorgesehen. Die Kunden sollen das unterirdische Areal rund um die Uhr über einen Tunnel erreichen können, der groß genug für Lastwagen ist. Die Betreiber sprechen zudem von einer permanenten Bewachung. Erste Mietverträge mit einer Laufzeit von 99 Jahren sollen bereits abgeschlossen worden sein.

Besonders bemerkenswert ist allerdings, dass das Konzept über einen klassischen Tresor hinausgeht. Die unterirdischen Räume werden ausdrücklich auch als mögliche Zuflucht für Menschen beworben. In einzelnen Bereichen könnten demnach Räume für einen zeitweisen Aufenthalt, diskrete Besprechungen oder Lounges eingerichtet werden.

Damit trifft das Projekt den Nerv einer Zeit, in der geopolitische Spannungen, Kriegsängste und andere Krisenszenarien wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Für die Anbieter ist die Nachfrage Ausdruck eines wachsenden Sicherheitsbedürfnisses unter vermögenden Kunden. Ein Teil des eigenen Vermögens solle an einem Ort lagern, der möglichst unabhängig von politischen und gesellschaftlichen Erschütterungen ist.

Die Kehrseite dieses Geschäftsmodells ist jedoch kaum zu übersehen: Sicherheit wird hier zur Luxusdienstleistung. Wer sich den Zugang leisten kann, bekommt nicht einfach einen Schutzraum, sondern ein hochgesichertes privates Refugium tief im Berg. Nach den vorliegenden Angaben liegt die Einstiegsschwelle bei mehr als 580.000 Euro.

Das wirft eine grundsätzliche Frage auf: Was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn sich die einen auf den Ernstfall vorbereiten können, indem sie sich für Hunderttausende einen Platz unter einem Berg sichern, während der Schutz vor Krisen für die breite Bevölkerung eine staatliche Aufgabe bleibt?

Gerade die Schweiz bietet dafür einen interessanten Kontrast. Das Land verfügt über eine lange Tradition des zivilen und militärischen Schutzraumbaus. Laut dem vorliegenden Bericht haben grundsätzlich alle Einwohner Anspruch auf einen Schutzplatz. Gleichzeitig werden alte militärische Anlagen zunehmend auch für kommerzielle Zwecke genutzt – etwa als Tresore oder Rechenzentren.

Auch international erlebt der Schutzraumbau eine Renaissance. In Finnland etwa sind unter Helsinki tausende geschützte Räume in den Fels gebaut worden, die im Ernstfall Platz für einen großen Teil der Bevölkerung bieten. Dort steht nicht das exklusive Sicherheitsbedürfnis Einzelner im Mittelpunkt, sondern die staatliche Vorsorge für die Bevölkerung.

Brünig Mega Safe verfolgt dagegen ein anderes Modell. Hier verschmelzen Vermögensschutz, Privatsphäre und Krisenvorsorge zu einem Produkt für eine zahlungskräftige Kundschaft. Die Betreiber reagieren damit auf eine reale Nachfrage: Wer sehr viel zu verlieren hat, kann bereit sein, erhebliche Summen für zusätzliche Sicherheit auszugeben.

Doch genau darin liegt auch die gesellschaftliche Brisanz des Projekts. Ein privater Bunker kann Vermögen und einzelne Menschen schützen – er löst aber keine der Krisen, vor denen seine Nutzer sich fürchten. Geopolitische Konflikte, gesellschaftliche Spannungen oder die Folgen von Naturkatastrophen lassen sich nicht einfach 100 Meter unter die Erde verlagern.

Der geplante Komplex ist deshalb mehr als ein ungewöhnliches Bauprojekt in den Alpen. Er ist auch ein Symbol für eine wachsende Kluft beim Umgang mit Unsicherheit: Während Staaten wieder stärker über Schutzräume und Krisenvorsorge nachdenken, können sich die Reichsten zusätzlich eine private Sicherheitsinfrastruktur kaufen.

Der Berg wird damit zum Tresor – und zugleich zum Rückzugsort. Die eigentliche Frage ist jedoch, wie viel Sicherheit sich eine Gesellschaft insgesamt leisten kann und wer Zugang dazu hat.

Bunker für Superreiche gibt es längst auch anderswo

Das Konzept des Brünig Mega Safe ist allerdings keine Schweizer Besonderheit. Bunker und private Rückzugsorte für Superreiche gibt es seit Jahren auch in anderen Teilen der Welt. Besonders Neuseeland gilt in der Tech- und Finanzelite als möglicher Zufluchtsort für den Krisenfall. Die geografische Abgeschiedenheit, politische Stabilität und die Möglichkeit, auf großen Grundstücken eine gewisse Selbstversorgung aufzubauen, machen das Land attraktiv. Der PayPal-Mitgründer Peter Thiel etwa besitzt dort Grundstücke und hat sich wiederholt für Neuseeland als Rückzugsort interessiert.

In den USA wiederum werden ehemalige Militäranlagen zu privaten Luxus-Bunkern umgebaut. Ein bekanntes Beispiel ist das Survival Condo in Kansas, ein ehemaliges Atomsilo, das in eine unterirdische Wohnanlage mit Luxuswohnungen, Pool, Fitnessräumen und Möglichkeiten zur Lebensmittelproduktion umgebaut wurde.

Auch in Europa gibt es entsprechende Projekte, etwa den unterirdischen Komplex The Oppidum in Tschechien. Und auf der hawaiianischen Insel Kauai entsteht auf dem großen Anwesen von Mark Zuckerberg und Priscilla Chan nach Medienberichten ebenfalls ein unterirdischer Schutzraum mit eigener Wasser-, Energie- und Lebensmittelversorgung.

Der Schweizer Bunker ist damit Teil eines internationalen Trends zur privaten Krisenvorsorge der Superreichen. Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, im Ernstfall einige Tage in einem Betonraum zu überleben. Die modernen Luxus-Bunker sollen ihren Bewohnern möglichst ein weitgehend autarkes und komfortables Leben ermöglichen – abgeschirmt von politischen Unruhen, Krieg, Pandemien oder anderen Katastrophen. Das Grundprinzip ist überall ähnlich: Wer über genügend Vermögen verfügt, kann sich zusätzliche Sicherheit kaufen – sei es durch einen Bunker tief unter der Erde, ein abgeschottetes Anwesen oder einen Rückzugsort am anderen Ende der Welt. Brünig Mega Safe ist deshalb weniger eine exotische Schweizer Ausnahme als ein Beispiel für ein globales Geschäft mit der Angst vor der Zukunft.

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«Totalitäre Gesellschaft»: Kusturica übt scharfe Kritik nach YouTube-Sperre

Transition News - 21. August 2026 - 0:03

Der weltbekannte serbische Filmemacher Emir Kusturica hat YouTube vorgeworfen, einen «Krieg» gegen Menschen zu führen, die unabhängig denken und «die Wahrheit sagen», nachdem die zu Google gehörende Plattform seinen Kanal ohne Vorwarnung gelöscht hatte.

Wie RT mitteilt, hat YouTube Kusturicas Kanal «My Life» laut Medienberichten am Mittwoch gelöscht, ohne die Entscheidung öffentlich zu begründen. Das gemeinsam mit dem serbischen Dienst von Sputnik produzierte Projekt habe mehr als 200 Videos umfasst und rund 30.000 Abonnenten gehabt. Einige der Videos würden sich dem Schicksal Jugoslawiens, dem Kampf der Kulturen und dem Zusammenprall zwischen christlichen und westlichen Werten widmen.

Das russische Portal erinnert daran, dass YouTube nach der Eskalation des Ukraine-Konflikts im Jahr 2022, als der Westen umfassende Sanktionen gegen Russland verhängte, sowohl Sputnik als auch RT sperrte. Moskau habe das harte Vorgehen des Westens gegen die Medien als Beweis für eine antirussische Agenda und westliche Zensur verurteilt.

In einem Kommentar zu dem Verbot erklärte Kusturica gegenüber der russischen Presseagentur TASS, hinter dieser Maßnahme stecke eine «totalitäre Gesellschaft», er fügte hinzu:

«Für sie ist es normal, dass sie den Kanal auf YouTube geschlossen haben. Sie befinden sich im Krieg mit uns, mit Menschen, die denken, die die Wahrheit sagen und die Wahrheit unter die Massen bringen.»

An anderer Stelle sagte er, dass «sie niemanden in diesem Chor haben wollen, der nicht ein Lied singt, in dem die Algorithmen das widerspiegeln, was diejenigen an der Spitze wollen – diese reichsten Menschen der Welt, zusammen mit den Nachrichtendiensten.»

Sputnik Balkan merkte laut RT an, dass die YouTube-Richtlinien zwar vorsehen, dass ein Kanal aufgrund von Nutzerbeschwerden über Videoinhalte und nach drei aufeinanderfolgenden Verwarnungen geschlossen werden kann. Allerdings hätten weder die Redaktion des Senders noch Kusturica eine entsprechende Benachrichtigung erhalten.

Auch RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan verurteilte gemäß dem Portal den Schritt und bezeichnete Kusturica als ihren engen Freund. «Willkommen im Club, Maestro!», habe sie geschrieben und damit auf die westlichen Sanktionen gegen andere Medien angespielt.

RT zufolge hat Kusturica Moskaus Haltung zur Ukraine-Krise unterstützt und argumentiert, der Konflikt sei «mit Hilfe des Pentagons seit langem vorbereitet worden» und stelle «einen Krieg gegen die Orthodoxie» dar. Die ukrainische Regierung habe er hingegen als «pro-nazistisch» bezeichnet.

Kusturica, 1954 in Sarajevo geboren, ist einer der meistausgezeichneten Filmemacher Europas. Er gewann 1985 die Goldene Palme in Cannes für «Papa ist auf Dienstreise» und 1995 erneut für «Underground», während «Zeit der Zigeuner», «Arizona Dream» und «Schwarze Katze, weißer Kater» seinen Ruf als Schöpfer surrealer und politisch aufgeladener Balkanfilme festigten.

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