Meinungsfreiheit ist nicht nur das Recht, zu Allem seinen Senf dazu zu geben wie an einer Würstelbude. Es ist das Recht, Behauptungen der Mächtigen in Frage zu stellen, Erklärungen und Fakten einzuklagen und Alternativen einzufordern. Das mag unbequem sein, lästig, nerven, bremsen. Aber es ist der Motor des Fortschritts. Ohne Nörgler, Zweifler und Besserwisser kein Fortschritt. Zweifel ist eine gesellschaftliche Produktivkraft. Seine Diffamierung durch angeblich alternativlose Politik ist Rückschritt in vormoderne Zeiten. Deutschland braucht wieder einen Grundkurs in Debatte und Wiederbelebung der Streitkultur.» (- Roland Tichy, Journalist und Publizist)
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Felix Kolb, „seine Demokratie“ und die AfD
Der prägende Kopf der Kampagnenorganisation Campact sorgt sich um die Demokratie?
Der Spätsommer des Jahres 2026 ist geprägt von anstehenden Landtagswahlen in Deutschland. Dem etablierten politischen Establishment in Deutschland treibt das die Sorgenfalten auf die Stirn. Sie sehen ihre politische Macht in Gefahr. Im Informationsraum setzen diese Eliten ihre politische Macht mit „der Demokratie“ gleich. Schlussfolgernd sehen sie nun „ihre“ Demokratie, eben ihre Macht in Gefahr. Zumal trotz intensiver Bearbeitung im Informationsraum immer größere Teile der Bevölkerung partout nicht mehr „korrekt“, politisch korrekt im Sinne der Eliten, zu wählen gewillt sind. Dabei haben die Frontkämpfer der Eliten, zu denen die Kampagnenorganisation Campact gehört, selbst nicht viel mit Demokratie am Hut.
VorwortBeginnen wir mit einem Zitat aus der Webpräsenz von Campact:
„Die AfD ist verfassungswidrig — das belegt ein juristisches Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). Ein Verbotsantrag hätte vor dem Bundesverfassungsgericht gute Erfolgsaussichten. Doch das Gericht urteilt erst, wenn Bundesregierung, Bundestag oder Bundesrat ein Parteiverbot beantragen. Hunderttausende fordern bereits ein AfD-Verbot. Bundeskanzler Friedrich Merz muss jetzt handeln.“ (1)
Und Millionen fordern, dass die AfD Regierungsverantwortung auf Landes- und Bundesebene übernimmt. Warum diese Ergänzung? Weil dies darauf hinweist, dass es eine Minderheit ist, die hier aktiviert wird, um ein Parteiverbot zu erzwingen. Der Wille einer Minderheit soll demokratisch gegen eine relative, in Teilen Deutschlands gar potenziell absolute Mehrheit umgesetzt werden? Eine Mehrheit soll demokratisch mundtot gemacht werden? Finde den Widerspruch.
Doch so ist das nun einmal bei einer Kampagnenorganisation wie Campact. Mit der Wiedergabe der Realität nehmen ihre Protagonisten es nicht so genau. Sie haben sich vor geraumer Zeit zu regierungstreuen Frontkämpfern gemausert, die keine Probleme damit haben, politische Gegner unter der Gürtellinie anzugreifen. Das „juristische“ Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) behauptet, aber es belegt eben nicht, dass die AfD verfassungswidrig wäre. Den Autor verwundert nur, dass da nicht auch noch behauptet wurde, das Gutachten wäre unabhängig erstellt worden. Und das Prädikat „juristisch“ ist ebenso wie das des „wissenschaftlich“ eine Anmaßung, denn allzu auffällig tendenziös und selektiv ist der Erguss (2). So gehandhabt, würde jedes Gutachten über die etablierten Parteien, insbesondere CDU/CSU, SPD, FDP, DieLinke und Grüne problemlos zu einem ähnlichen, nein härteren Ergebnis führen.
Die GFF tönt auf ihrer Webseite:
„Das Grundgesetz garantiert allen Menschen ein Leben in Würde, Freiheit und Gleichberechtigung. Die Grundrechte sind die Grundlage unserer Demokratie und unserer offenen Gesellschaft.“ (3)
Um das zu übersetzen: Bei der GFF sind zwar alle gleich, aber die einen sind besonders viel gleich und andere sind weniger gleich. Und die weniger gleichen haben nun einmal keinen Anspruch auf Würde, Freiheit und Gleichberechtigung.
Das plakative Werben der GFF, gleich dem von Campact und anderer, mit ihrer angeblichen Unabhängigkeit und rein spendenfinanzierten Tätigkeit täuscht darüber hinweg, wer einen Großteil der Gelder an die Organisationen ausreicht. Campact und GFF leben in enger Symbiose miteinander (4).
Die Gesellschaft für Freiheitsrechte und deren SponsorenDiese NRO zählt zu ihren Partnerorganisationen das European Centre for Constitutional and Human Rights (ECCHR) (5). Und das ECCHR nennt wiederum Partnerorganisationen wie das Center for Constitutional Rights (CCR), welches in den vergangenen zehn Jahren über 8,3 Millionen US-Dollar von den Open Society Foundations (OSF) erhielt (6, 7).
Über 16 Millionen US-Dollar spendeten die OSF im gleichen Zeitraum an die American Civil Liberties Union (ACLU) und der dieser anhängenden Stiftungen. Die von der Bewegungsstiftung geförderte Gesellschaft für Freiheitsrechte arbeitet laut eigenem Bekunden eng mit der ACLU zusammen (5i, 8). Das Gleiche gilt für die Electronic Frontier Foundation (EFF), der seit 2016 über eine Million US-Dollar von den OSF zuflossen (9).
Die Krönung des Ganzen bildet allerdings die Tatsache ab, dass die in Deutschland eingetragene und von der Bewegungsstiftung geförderte Gesellschaft für Freiheitsrechte höchstselbst etwa zwei Millionen US-Dollar aus den Soros-Schatullen ausgereicht bekam (10).
Diese NRO ist seit 2019 Vollmitglied von European Digital Right (EDRi), und auch diese Vereinigung durfte bereits Geld aus den Soros-Netzwerken empfangen (11). Weitere Partner-NROs der Gesellschaft für Freiheitsrechte, die sich an milden Gaben aus den OSF erfreuen durften, sind zum Beispiel Amaro Foro e.V. (12), die Digitale Gesellschaft e.V. (13) und Privacy International (14, 15). Und diese Liste ist keineswegs vollständig.
Diese Einführung erscheint dem Autor notwendig, um auf den eklatanten Widerspruch zwischen dem proklamierten Anliegen einer Rettung der Demokratie auf der einen und dem aktiven Niederreißen dieser Demokratie in der Vergangenheit auf der anderen Seite aufmerksam zu machen. Und welches Ereignis taugt als Lackmustest für dieses Phänomen von Anspruch und Wirklichkeit am besten? Richtig, die PLandemie, die politisch von oben organisierte Pandemie. Als dieses regierungsseitig organisierte Schleifen von „Würde, Freiheit und Gleichberechtigung“ (siehe oben) betrieben wurde, da standen unter anderem Organisationen wie Campact bereit, mitzumachen.
Es ist leider kein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet die PLandemie-Claqueure sich heute aufschwingen, zehntausenden AfD-Mitgliedern und Millionen Wählern dieser Partei, politische Teilhabe zu verbieten, sie auszugrenzen und zu kriminalisieren. Im Gegenteil: Es ist nur logisch.
Mitgründer und prägender Kopf von Campact ist Felix Kolb. Sein Auftreten bei der politisch organisierten PLandemie hat ihn bloßgestellt. In jener Zeit hat er klar zum Ausdruck gebracht, wie er Demokratie auffasst: Als Fassade politischer Macht. Und mit den Mächtigen kann Felix Kolb gut. Seine Worte im Mai 2020 taugen hervorragend, um das zu belegen.
Selbstbetrug: „Es ist ungewohnt“Als Felix Kolb den hier sezierten Text im Mai 2020 schrieb, war es für ihn eben längst nicht mehr „ungewohnt“. Er hatte sich längst daran gewöhnt, opportun zu protestieren. Er hatte sich daran gewöhnt, gefeiert und mit Aufmerksamkeit beschenkt zu werden. Worum ging es ihm eigentlich früher bei seiner Kritik an „der Politik von Regierungen und Konzernen“?
„Seit über 25 Jahren organisiere ich Proteste und kritisiere die Politik von Regierungen und Konzernen. Mehr als einmal musste ich als friedlicher Demonstrant den Kontakt mit der Staatsmacht in Form von Wasserwerfern machen. Erleben, wie Medien unsere Proteste diskreditierten — ohne über unsere Forderungen zu berichten. Warum ich das schreibe? Um zu unterstreichen, wie ungewohnt es für mich ist, vor Protesten zu warnen —, den aktuellen Corona-Protesten oder sogenannten Hygiene-Demonstrationen. Und doch bin ich überzeugt, dass das jetzt nötig ist. Lasst mich erklären, warum.“ (16)
Das, was Felix Kolb hier betrieb, war schlicht und einfach Verrat an den Prinzipien, die er zuvor zumindest nach außen vertreten hatte. Er warnte nämlich im Mai 2020 tatsächlich und ausdrücklich vor Protesten gegen „die Politik von Regierungen und Konzernen“. Er warnte vor dem, was er zuvor selbst vertreten hatte.
Nachgeplappert: „Deutschland ist bisher erfolgreich in der Eindämmung des Virus“Kritik an der Politik von Regierungen und Konzernen war Felix Kolb im Mai 2020 fremd geworden. Oder war seine Kritik zuvor nur vorgetäuscht und spiegelte lediglich den Populismus eines Tatmenschen, der Aufmerksamkeit und Beifall erheischen will? Kolb plapperte einfach den Unsinn von Regierungen und den ihnen an den Lippen hängenden Medien nach (Hervorhebung und gesetzter Link durch Felix Kolb):
„Das dürfen wir in der aufgeregten Debatte nicht vergessen und nur deshalb haben wir heute diese Diskussion: Deutschland ist bislang deutlich besser durch die Corona-Krise gekommen als viele andere Länder. Überlastete Intensivstationen wie in Italien oder eine enorme Ausbreitung wie in den USA kennen wir zum Glück nicht. Doch das liegt nicht daran, dass das Virus weniger gefährlich ist als gedacht. Der einfache Grund: Die bisherigen Maßnahmen haben gut funktioniert.“ (16i)
Die von Regierungen und einflussreichen Konzernvertretern in die Welt geblasenen Phrasen fanden nicht Kolbs Kritik, sondern wurden stattdessen von ihm multipliziert. Wir reden von Phrasen, die bei bereits in jenen ersten Wochen bei wachen Geistern durch jede Realitätsprüfung fielen. All die Lügen und Verdrehungen waren bereits damals auffällig. So die von angeblich durch sogenannte Covid-Kranke „überlasteten Intensivstationen“, die der „Gefährlichkeit des Virus“, die „enorme Ausbreitung in den USA“. Gipfelnd in der jeder Wissenschaft hohnsprechenden Propaganda, dass „die Maßnahmen“ gut funktioniert hätten.
Hier sprach kein Skeptiker, kein wacher, kritischer Geist, sondern ein Konformist, ein Mitläufer und Populist (Hervorhebung und gesetzter Link durch Felix Kolb):
„Die Gesundheitsbehörden haben früh, viel und systematisch getestet. Dadurch konnten sie das Infektionsgeschehen rechtzeitig eindämmen. So waren die Krankenhäuser auf stark steigende Patientenzahlen vorbereitet. Auch deswegen sind in Deutschland der Seuche im Pro-Kopf-Vergleich viel weniger Menschen zum Opfer gefallen als beispielsweise in Spanien, Schweden, Großbritannien, Italien oder den USA.“ (16ii)
Das Nachplappern von abenteuerlichen, wissenschaftsfernen Hypothesen über die Sinnhaftigkeit von „Corona-Tests“ zur „Eindämmung des Infektionsgeschehens“ und die absurden statistischen Erhebungen über angebliche „Opfer der Seuche“ hätten auch die Redakteure öffentlich-rechtlicher wie privater etablierter Sender nicht besser an ihr Publikum bringen können. Da sprach kein Rebell, kein Querdenker, kein freier Geist. Das waren Worte, die einen Systemling erkennen lassen. Es waren die Worte eines Menschen, der längst im System angekommen war und es sich in selbem gemütlich gemacht hatte.
Der Untertan: „Wir dürfen stolz sein“Felix Kolb missbrauchte das allzu blinde Vertrauen der Unterstützer von Campact, in dem er ein Loblied auf Konformismus, Mitläufertum, Gehorsam und Idiotie sang. Denn das Mittragen von noch so idiotischen Maßnahmen, fern jeder gesundheitsdienlichen Wirkung ist nun einmal Idiotie (Hervorhebung und Verlinkung von Kolb):
„Wir alle haben auf soziale Kontakte und Mobilität verzichtet, sind zu Hause geblieben, wenn es ging — und wir halten weiterhin Abstand. Die Politik hat Orte, an denen man sich leicht ansteckt, konsequent geschlossen — zum Beispiel Geschäfte, Schulen oder Veranstaltungen. So haben wir gemeinsam unzählige Menschenleben gerettet, darauf dürfen wir stolz sein. Gleichzeitig schrumpft die Wirtschaft bei uns zwar — aber nicht stärker als in den Ländern, die zögerlicher auf das Virus reagierten. Großbritannien und die USA wird die Wirtschaftskrise vermutlich sogar noch deutlich härter treffen.“ (16iii)
Mitmachen, nicht aufmucken, kritiklos die Politik und sinnfreie Argumentation der Regierung mittragen und weiterverbreiten, wurde von Kolb auch noch unter Solidarität subsumiert: „So haben wir gemeinsam unzählige Menschenleben gerettet, darauf dürfen wir stolz sein“.
Niemanden, absolut niemanden hat Kolb damit gerettet. Freie Geister bewahren ihre Prinzipien, Mitläufer achten peinlich genau darauf, wo sie schmerzfrei anecken können und wo nicht. Der politisch korrekte Kolb wählte sorgfältig die politisch korrekte Sprache, und mit dieser kritisierte er dort, wo er sich sicher war, nicht in Probleme zu geraten (Hervorhebung und verhunzte Muttersprache von Felix Kolb):
„Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen, Schul- und Geschäftsschließungen haben unser aller Leben verändert — und bringen unzählige Menschen in existenzielle Nöte. Das höre ich von befreundeten Freiberufler*innen und während ich beim Italiener an der Ecke auf meine Pizza-to-go warte. Ihnen muss der Staat helfen — und tut es bereits. Teilweise zu wenig. Zum Beispiel bei Empfänger*innen von Arbeitslosengeld II: Sie brauchen jetzt Unterstützung, um wegfallende Schulessen und höhere Lebensmittelpreise zu kompensieren. Dass sich hier nichts tut, ist erbärmlich.“ (16iv)
Unterwürfige Kritik: „Manches war überzogen“Ein Systemdiener und Scheinkritiker offenbart sich in der Sprache (Hervorhebung durch Kolb):
„Natürlich: Alle Maßnahmen dürfen kritisiert werden. Und manche waren eindeutig überzogen — wie die anfänglichen Verbote, auf einer Parkbank frische Luft zu tanken. Auch mangelnde Hilfen in der Krise sind ein wichtiger Teil des Diskurses. Ebenso die fehlende Schutzausrüstung und die schlechte Bezahlung von Pflegepersonal in Krankenhäusern und Altenwohnheimen. Campact hat sich hier bereits eingemischt.“ (16v)
Beachten wir, wie Kolb plakativ den Bürgern zugestand: „Natürlich: Alle Maßnahmen dürfen kritisiert werden“. Und was er dabei über sich selbst erzählte. Laut Kolb „dürfen“ wir kritisieren. „Dürfen“ bedeutet, dass es uns erlaubt wurde, zu kritisieren. Wessen Erlaubnis meint Kolb? Wir müssen um Erlaubnis fragen, um kritisieren zu dürfen? Wohl kaum, bei Felix Kolb schon.
Kolb meinte dann auch, dass alle Maßnahmen kritisiert werden dürften. Orwellsche, manipulative Sprache hat viele Gesichter. Was waren denn das für „Maßnahmen“? Es waren Verbote, Grundrechtseinschränkungen, Gängeleien, Verordnungen. Und alle diese „Maßnahmen“ durfte man kritisieren? So hatte das Felix Kolb „natürlich“ (siehe Zitat oben) nicht gemeint. Wer ans Eingemachte ging, fiel der öffentlichen Stigmatisierung anheim — und das war das mindeste. Ausufernde, willkürliche Verbote, Gängeleien und „Lockerungen“, wie man in einer angeblich freiheitlich-demokratischen Bundesrepublik Deutschland seinen Alltag zu bestreiten hat, waren für Kolb nie ein Problem. Na ja, mit den Parkbankverboten, das war ein wenig überzogen… So klingt Kritik eines Systemlings, nicht die eines aufrichtigen Demokratiebewahrers.
Und dann erzählte ein Kolb Wahrheiten — oder doch nicht:
„Bei aller Kritik dürfen aber nicht vergessen, mit welcher Wucht die Pandemie uns überrannt hat. Und wie schnell die Regierungen weltweit Entscheidungen treffen mussten — ohne viel über das Virus zu wissen.“ (16vi)
Wieso viel? Über das Virus wusste und weiß man praktisch gar nichts. Aber Regierungen trafen Entscheidungen, und was für welche! Das nämlich kennzeichnete die Wucht der PLandemie — nicht etwa der Pandemie.
Das folgende wirkt geradezu als Vorlage dafür, wie die politisch Verantwortlichen zur Durchführung der PLandemie nach derer offiziellen Beendigung die „Aufarbeitung der Pandemie“ betrieben. Kolb hätte bereits damals auch als Pressesprecher von Bundes- und Landesregierungen eine gute Figur gemacht (Hervorhebung durch Kolb):
„Im Detail haben die Verantwortlichen sicher Fehler gemacht – auch in Deutschland. Aber: Im Kern waren die Maßnahmen zum Infektionsschutz richtig und angemessen. Die Alternative wären mit hoher Sicherheit Tausende, wenn nicht Zehntausende zusätzliche Tote gewesen — bevor die Bundesregierung dann doch die Notbremse gezogen hätte. Denn dem Coronavirus einfach freien Lauf zu lassen, bedeutet den Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Das kann niemand wollen, der bei Verstand ist.“ (16vii)
Ein Idiot sieht die Vernünftigen als „nicht bei Verstand“. Aber das hier war tatsächlich Idiotie: „Denn dem Coronavirus einfach freien Lauf zu lassen, bedeutet den Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Das kann niemand wollen, der bei Verstand ist“.
Felix Kolb war bei Verstand — genau das hatte er damit ausdrücken wollen. Die, welche nicht korrekt kritisierten, die den gigantischen Betrug durchschauten, waren für Kolb nicht bei Verstand. Wer waren die Idioten (die nicht bei Verstand sind)? Kolb oder jene, die gegen die idiotischen „Maßnahmen“ aufbegehrten?
Felix Kolb war und ist kein purer Mitläufer, er fungiert als aktiver Wahrer des Systems, deshalb auch trifft der Begriff Systemling bei ihm zu. Ein Systemling ist mutig genug, Kritiker des Systems unter der Gürtellinie anzugreifen. Schließlich hat er die Macht des Systems auf seiner Seite. Er steht sozusagen auf der richtigen Seite. Das System, welches Kolb stützt, ist ein Machtsystem. Diese Systeme erhalten sich durch Spaltung.
Der Spalter: „Warum die Corona-Proteste gefährlich sind“Wer bei Verstand ist, und wer nicht, das hatte Kolb bereits weiter oben zum besten gegeben. Wie spaltet man am wirkungsvollsten? Indem man statt mit belastbarer, kritikfähiger Argumentation Ängste schürt.
„Viele der Menschen, die gerade samstags auf die Straße gehen, verleugnen, wie gefährlich das Virus ist. Andere tun so, als sei die Gefahr gebannt. Das ist leider nicht der Fall.“ (16viii)
Exakt diese hohle Argumentation der Lauterbachs, Drostens, Wielers, Buyxs, Brinkmanns und wie sie alle hießen, war auch die von Felix Kolb. Kein kritisches Hinterfragen, nur nachplappern, ein PLandemiker und damit Demokratieschleifer in Reinkultur. Doch eben dieser Felix Kolb möchte uns über Demokratie aufklären und malt beständig die AfD in den schwärzesten Farben. Welche Kompetenzen hat er dazu? In Bezug auf Demokratie hat er keine.
Wer sprach da? War es Jens Spahn, Angela Merkel, der Scharfmacher Markus Söder, der dressierte Michael Kretschmer — Leute, die damals in Regierungsverantwortung standen? Nein, es war Felix Kolb, der brav das Geschäft der Regierung betrieb, deren beleglose, unwissenschaftliche Behauptungen nachplapperte (Verlinkung und Hervorhebung durch Kolb):
„Nach allem, was wir wissen, hat sich bislang nur ein Bruchteil der Bevölkerung infiziert. Wenn unsere Vorsicht nachlässt und die Lockerungen zu weit gehen, ist eine zweite Infektionswelle unausweichlich. Diese Welle wäre wahrscheinlich deutlich schlimmer als die erste. Denn das Virus hat sich mittlerweile flächendeckend in Deutschland ausgebreitet. Es drohen dann nicht ein Heinsberg — ein Landkreis in NRW, der zum ersten großen Infektionsherd in Deutschland wurde — sondern unzählige.“ (16vix)
Seine Angstmache vor einem Virus endete dort natürlich nicht, der Frontmann der Fassadendemokratie verdingte sich als Spalter, täuschte geschickt mit plakativen Verständnis, und machte im gleichen Atemzug Angst vor Menschen, welche die verordnete Idiotie nicht mitzutragen gewillt waren (Hervorhebung durch Kolb):
„Deswegen sind die Proteste, die in einigen Städten entstehen, auch so gefährlich. Klar, eine Pandemie mit ihren gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Folgen macht Angst und verunsichert — auch mich. Denn so schnell die Wissenschaft auch forscht: Viele Fragen werden vorerst ungeklärt bleiben: Wie infektiös sind Kinder? Welche Rolle spielen Schulen, Restaurants oder Geschäfte? Wie viel hilft das Händewaschen? Antworten auf diese Fragen werden vorläufig bleiben, sich wieder ändern, wenn es neue Erkenntnisse gibt — so funktioniert Wissenschaft.“ (16x)
Nein, so funktioniert Wissenschaft eben nicht. Das Wort Wissenschaft erlebte in jenen Jahren eine Vergewaltigung sondersgleichen. Aber beachten wir noch einmal das Geschäft, welches Kolb betrieb: „Deswegen sind die Proteste, die in einigen Städten entstehen, auch so gefährlich“. Warum? Die offiziellen Antworten, die Kolb fleißig nachplapperte, genügten diesen Menschen nicht. Und dazu hatten sie jeden Grund! Felix Kolb fand das gefährlich — nachvollziehbar bei einem Systemling.
Felix Kolb und „sein“ Campact sind Bewahrer der Demokratie? Mitnichten, sie sind eine perfide Täuschung zur Bewahrung und Stärkung eines Systems, das sich spätestens bei „Corona“ die Maske heruntergerissen hat.
Der Intrigant: „Vorgegaukelte Sicherheit“Kolb versteht sich, sagen wir es ungeschminkt, auf psychologische Kriegsführung. Er weiß, wie man sein Publikum einwickeln kann, er beherrscht das Vortäuschen von Empathie (Hervorhebung durch Kolb):
„Diese Unsicherheiten auszuhalten, kostet Kraft. Aber Verschwörungstheorien und Fake-News bieten keine Lösung, sie verführen. Sie gaukeln eine Eindeutigkeit und eine Sicherheit vor, die es gerade leider nicht gibt. Eindeutigkeit und Sicherheit fühlen sich für manche Menschen erst einmal gut an, insbesondere wenn sie ökonomisch hart von der Krise getroffen sind. Doch die Folgen dieser Ideologien sind real und gefährlich für uns alle.“ (16xi)
Wir lesen aus dem Standardbaukasten der Propaganda, wir lesen die Sprache eines Ideologen, der vor Ideologien warnt. Das ist nicht lustig. Weil man so Menschen verwirrt, desorientiert, spaltet. Und dann gibt es Dinge, die ich Kolb nicht verzeihen werde, auch wenn ich versuche zu verstehen. Die folgende Aussage versteht der Autor als Kulminationspunkt von Kolbs Stellungnahme und außerdem als unmissverständliche Offenlegung seiner Gedankenwelt. Wenn jemand eine Gefahr heraufbeschwört, dann ruft er implizit dazu auf, diese Gefahr zu beseitigen. Denn Gefahren sind nun einmal gefährlich, man darf sie nicht ignorieren. Felix Kolb also sagt heute, dass die AfD rechtsextrem ist. Wirklich rechtsextrem, gleichzeitig obrigkeitshörig und in höchstem Maße intrigant ist das hier (Hervorhebung, Verlinkung und Sprachverhunzung durch Kolb):
„Die Gefahr läuft auf diesen Protesten mit. Viele Demonstrant*innen verweigern Masken und missachten sogar grundlegende Abstandsregeln. Die Demonstrant*innen gefährden damit völlig unnötig sich selbst — aber auch ihre Familien, Polizeibeamt*innen, Ärzt*innen, Pfleger*innen und letztlich uns alle.“ (16xv)
Wie kann ich, im Wissen um seine intrigante, spaltende Rolle in einer der größten Gesellschaftskrisen der vergangenen Jahrzehnte, diesem Menschen jemals achtungsvoll entgegentreten, mit ihm in einen ehrlichen Diskurs gehen, ihm auch nur eines seiner Worte als authentisch abkaufen?
Der Autor ruft, das sei hier ausdrücklich betont, mitnichten zur Hatz auf Felix Kolb auf. Das ist auch ein entscheidender Unterschied zu Kolbs perfider Agitation gegen Andersdenkende. Der Autor stellt daher ebenso ausdrücklich fest, dass er einen Diskurs mit diesem Menschen für sinnfrei hält. Er stellt allerdings auch fest, dass er Menschen mit dem Wesen eines Kolb als Zeitgenossen zu akzeptieren hat. Mehr ist schwer vorstellbar.
Wie wahr: „Ideologie statt Wissenschaft“Die regierungsseitigen Narrative spiegelten genau das wieder, was Kolb den Kritikern dieser Pandemie-Inszenierung vorwarf. Nur, dass sie eben mit ihren Behauptungen im Grund auf sich selbst zeigten. Die Begrifflichkeiten wurden ihrer wahren Inhalte entleert und dann in ihr Gegenteil verkehrt. Nichts an der PLandemie war wissenschaftlich, alles dagegen ideologisch. Idiotie wurde plötzlich vernünftig. Macht braucht Angst um der Macht willen (Links, Hervorhebungen und verhunzte Muttersprache von Kolb):
„Zudem untergraben die Proteste auch die öffentliche Unterstützung für die Schutzmaßnahmen. Zwar befürwortet noch immer eine Mehrheit die Corona-Regeln. Aber die Zahl der Befürworter*innen schrumpft. Und der lauten Minderheit scheint es sogar zu gelingen, das Handeln einiger Landesregierungen zu beeinflussen. Wenn nicht mehr Vorsicht und Wissenschaft die Corona-Politik bestimmen — sondern Ideologien und Emotionen — , schweben bald viele Menschen in Lebensgefahr.“ (16xvi)
Mehr von Orwellscher Sprache? Bitteschön, da sind sie: „Schutzmaßnahmen“, „Corona-Regeln“, „Corona-Politik“. Und wenn man schon ein Systemling ist, dann richtig, ist es nicht so, Herr Kolb? Es konnte also nicht ausbleiben, dass der Campact-Chef auch die Rechtextremismus- und Reichsbürgerkeule schwingen würde. Kreativität ist das nicht, aber seinen Gönnern wird es gefallen haben — und dabei immer schön die Muttersprache durch den Dreck ziehen, auch das gehört zum Konformismus (Link, Hervorhebungen und verhunzte Muttersprache von Kolb):
„Nicht jede*n mögen diese Argumente überzeugen, und das ist okay. Aber selbst diese Menschen sollten den Corona-Demonstrationen fernbleiben. Denn viele der Proteste werden von einer beunruhigenden Mischung aus Reichsbürger*innen, Rechtsextremen und einschlägigen Verschwörungsideolog*innen organisiert. Wer an ihren Demonstrationen teilnimmt, macht sich mit diesen Menschen gemein. Zudem ist das Gewaltpotenzial in den Reihen der Protestierenden erschreckend groß: Polizei und Journalist*innen werden aus den Demonstrationen heraus angegriffen und in Großbritannien zünden Randalierer*innen Dutzende Mobilfunkmasten an.“ (16xvii)
2020 betrieb Kolb Angstkampagnen gegen Kritiker von Grundrechteeinschränkungen. Heute tut er das gegen demokratisch gewählte und im Rahmen des Rechtsstaates agierende Parteien. Diese Leute wollen unsere Demokratie retten? Wer sind hier wirklich die Rattenfänger?
Ratschläge eines Systemlings„Was wir tun können, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern“, schrieb Kolb im Mai 2020 in seiner nächsten Titelzeile. Das folgende ähnelt verdächtig den damaligen Pressekonferenzen, die der Leiter des RKI, Lothar Wieler zum besten gab:
„Wir haben gemeinsam so viel erreicht: Für viele andere Staaten ist Deutschland in der Krise weiterhin ein Vorbild. Um das Erreichte zu sichern, müssen wir eine zweite Infektionswelle verhindern. Jede*r kann hierzu einen Beitrag leisten: Dazu gehört zunächst — auch wenn es manchmal unheimlich schwerfällt -, sich weiter penibel an Abstandsregeln und das Tragen von Masken zu halten. Wir sollten weiterhin genau überlegen, wann und wie häufig es wirklich nötig ist, die wiedergewonnene Freiheit zu genießen.“ (5xviii)
Warum nur kam mir sofort der damalige RKI-Chef in den Sinn? Es gab da eine denkwürdige Aussage (Hervorhebung durch Autor)?
„»Diese Regeln werden wir noch monatelang einhalten müssen«, so Lothar Wieler: »Die müssen also der Standard sein. Die dürfen nie hinterfragt werden. Das sollten wir einfach so tun.«“ (17)
Das ist die Sprache, die in totalitären Systemen üblich ist. „Wir“ wird als Abgrenzung gegen „die“ benutzt, um die Guten von den Schlechten zu trennen. Und dann werden „Empfehlungen“ für die Guten gereicht, dringende „Empfehlungen“. Ätzende Empfehlungen, die Wieler auch nicht besser ausgedrückt hätte. Es war die zynische „Empfehlung“, immer schön den Gesslerhut zu grüßen.
Kolb ein Verfechter von Demokratie und Freiheitsrechten? Lächerlich. Was soll da an der AfD schlimmer sein? Natürlich nichts. Gegen eine demokratische Partei, und das ist die AfD, und zwar formal als auch in ihrer Programmatik, machen Kolb und Co. nun im Landtagswahlkampf von Sachsen-Anhalt ungeniert Front. Dabei eine ausgesprochen plumpe Propaganda einsetzend (18).
Wer ist rechter?Das eine sind Symbole, das andere sind gelebte Haltungen. Bei der von Felix Kolb mitgegründeten, regierungsfinanzierten, als Coronalügner praktizierenden (19) Campact-Partnerorganisation HateAid (20) klingt Symbolik so:
„Du hast ein Recht auf freie Meinung. Und auf ein Netz in dem du sie äußern kannst.“ (21)
Wer totalitär denkt, hält andere Meinungen nicht aus. Statt sich mit diesen auseinanderzusetzen, sucht er sie lieber zu verbieten. Das nationalsozialistische Regime in Deutschland war totalitär und seine Ausgrenzung Andersdenkender ist wohlbekannt. Wo beginnt Faschismus? Er beginnt im Kopf. Es beginnt bei Verboten. Und das geht bis hin zu Verboten, unbequeme Fakten zu veröffentlichen (22, 23).
Nicht umsonst wird Kolbs Mitgründung HateAid so intensiv regierungsseitig und von anderen einflussreichen NROs gepampert. Denn HateAid betreibt das Geschäft der politisch Herrschenden, und dafür werden sie auch von der Regierung hochgejazzt (24, a1). Man beachte im folgenden Zitat vor allem den internen HateAid-Link zu dessen permanent wiederholten Coronalügen:
„Trotz der Lehren, die Facebook angeblich aus der US-Wahl gezogen hat, erzielt die AfD in diesem Wahlkampf auf Facebook enorme Reichweite mit Beiträgen, die militante Verschwörungsideologien beinhalten, die Pandemie leugnen oder Desinformationen rund um einen vermeintlichen Wahlbetrug verbreiten.“ (19i)
Womit wir wieder bei der PLandemie und ihren Aktivisten angekommen sind. Desinformanten wollen uns über Desinformation aufklären? HateAid zeigt uns auch, in welcher Blase sich ein Felix Kolb permanent bestätigt sieht. Gern geht der Autor mit den Verantwortlichen bei HateAid in eine Sachdiskussion (wohlgemerkt!) zu Dichtung und Wahrheit im Rahmen der „Pandemie“.
Nun ist die Macht jener politischen Eliten, die hinter dem Campact-Netzwerk stehen, das durch Felix Kolb mitgestaltet wird, nicht grenzenlos. Das ist es ja auch in Wirklichkeit, worum es hier geht: um einen Machtkampf, in dem Campact und Co. nicht auf der gleichen Seite wie die AfD stehen. Nüchtern betrachtet, wird rasch offensichtlich, dass es hier um unterschiedliche politische Konzepte und den Kampf um Einflussnahme auf die fassadendemokratische Politik, nicht nur in Deutschland geht (25, 26).
Der Autor findet es im übrigen bemerkenswert, dass die russophobe Kriegstreiberin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sich engagiert für die Denunziationsplattform HateAid einsetzt (27). HateAid treibt Zensur voran, und untergräbt so das Recht auf freie Meinungsäußerung, so einfach ist das. Und das ist eingebettet in eine demokratieferne EU-Richtlinie, den Digital Service Act (28). Ein Gesetz, das Bürokraten in Brüssel entwickelt haben. Die Bürger hat man gar nicht erst gefragt. Es hat schon eine gewisse Komik, wenn die Zensurwütigen, HateAid wie Strack-Zimmermann, sich beschweren, dass sie ihrerseits zensiert werden (29).
Kommen wir zum Schluss. Am Ende dieser Recherche habe ich einmal „spaßeshalber“ bei HateAid und Campact nach Jacques Baud gesucht. Der Schweizer Militäranalyst wäre schließlich das Thema im Bereich Recht auf freie Meinungsäußerung (30). Es wird den geneigten Leser kaum überraschen, wenn ich ihn davon in Kenntnis setze, dass Baud für Campact wie HateAid kein Thema wert ist.
Fazit: Felix Kolb und seine vorgeblich „überparteiliche, zivilgesellschaftliche Organisation“ sind so ziemlich die letzten Instanzen, die uns Lektionen in Demokratie, Menschen- und Grundrechten oder gar in Rechtsextremismus erteilen dürften (31). Ihnen fehlt dafür schlicht die Kompetenz, die fachliche wie ethische Kompetenz.
Bitte bleiben Sie achtsam, liebe Leser.
Anmerkungen und Quellen(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung — Nicht kommerziell — Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.
(a1) HateAid-Selbstdarstellung ohne weiteren Kommentar: „HateAid ist Trägerin der Theodor-Heuss-Medaille 2023, des Rothenburger Preises für Erinnerung und Zukunft, des Wertepreises für Demokratie der Werte-Stiftung, des For..Net Awards der Technischen Universität München und des Günter-Wallraff-Preises für Pressefreiheit und Menschenrechte 2026. 2025 nahm Anna-Lena von Hodenberg stellvertretend für die NGO das Bundesverdienstkreuz entgegen.“ (32)
(1) Campact; AfD-Verbot jetzt auf den Weg bringen; https://www.campact.de/rechtsextremismus/afd-verbot/; abgerufen: 21.08.2026
(2) GFF; Nach einem Jahr Prüfung ist unser Gutachten fertig: Die AfD ist nachweislich verfassungswidrig; https://freiheitsrechte.org/themen/starke-grundrechte-fuer-eine-lebendige-demokratie/afd-gutachten; abgerufen: 21.08.2026
(3) GFF; Zusammen verteidigen wir die Grundrechte vor Gericht; https://freiheitsrechte.org/; abgerufen: 21.08.2026
(4) GFF; Jahresbericht 2025; https://freiheitsrechte.org/uploads/publications/GFF-Jahresbericht-2025.pdf; S. 14, 22/23
(5, 5i) Gesellschaft für Freiheitsrechte; Netzwerk; https://freiheitsrechte.org/netzwerk; abgerufen: 09.09.2025
(6) ECCHR; Partnerorganisationen 2024; https://www.ecchr.eu/fileadmin/Jahresberichte/ECCHR_JB24_DE_WEB.pdf; S. 94
(7) Open Society Foundations; Awarded Grants; Center for Constitutional Rights; https://www.opensocietyfoundations.org/grants/past?filter_keyword=Center+for+Constitutional+Rights; abgerufen: 09.09.2025
(8) Open Society Foundations; Awarded Grants; American Civil Liberties Union; https://www.opensocietyfoundations.org/grants/past?filter_keyword=American+Civil+Liberties+Union; abgerufen: 09.09.2025
(9) Open Society Foundations; Awarded Grants; Electronic Frontier Foundation; https://www.opensocietyfoundations.org/grants/past?filter_keyword=Electronic+Frontier+Foundation; abgerufen: 09.09.2025
(10) Open Society Foundations; Awarded Grants; Gesellschaft für Freiheitsrechte; https://www.opensocietyfoundations.org/grants/past?filter_keyword=Gesellschaft+f%C3%BCr+Freiheitsrechte; abgerufen: 09.09.2025
(11) Open Society Foundations; Awarded Grants; European Digital Right (EDRi); https://www.opensocietyfoundations.org/grants/past?filter_keyword=European%20Digital%20Rights&page=2&grant_id=OR2017-37400; abgerufen: 09.09.2025
(12) Open Society Foundations; Awarded Grants; Amaro Foro e.V.; https://www.opensocietyfoundations.org/grants/past?filter_keyword=Amaro+Foro+e.V.; abgerufen: 09.09.2025
(13) Open Society Foundations; Awarded Grants; Digitale Gesellschaft e.V.; https://www.opensocietyfoundations.org/grants/past?filter_keyword=Digitale+Gesellschaft+e.V.; abgerufen: 09.09.2025
(14) Open Society Foundations; Awarded Grants; https://www.opensocietyfoundations.org/grants/past?filter_keyword=Privacy+International&grant_id=OR2018-44550; abgerufen: 09.09.2025
(15) Privacy International; Financials; https://www.privacyinternational.org/about/financials; abgerufen: 09.09.2025
(16 bis 16xviii) 15.05.2020; Campact-Blog; Felix Kolb; Was jetzt passiert; https://blog.campact.de/2020/05/was-jetzt-passiert/
(17) 28.07.2020; DLF; Volkart Wildermuth; RKI-Präsident: Die Entwicklung macht uns größte Sorgen; https://www.deutschlandfunk.de/mehr-covid-19-faelle-in-deutschland-rki-praesident-die.676.de.html?dram:article_id=481382
(18) Campact; Sachsen-Anhalt: Strategisch wählen gegen die AfD; https://www.campact.de/strategisch-waehlen/sachsen-anhalt-2026/
(19, 19i) Hate Aid; Facebook versagt beim Schutz der Bundestagswahl; https://hateaid.org/facebook-versagt-beim-schutz-der-bundestagswahl/; abgerufen: 23.08.2026
(20) 05.12.2024; Deutscher Bundestag; Förderung von Vereinen durch den Bund; https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1033114
(21) HateAid; Wir stehen an deiner Seite: Denn Menschenrecht gilt auch digital; https://hateaid.org/das-ist-hateaid/; abgerufen: 22.08.2026
(22) 11.09.2024; Nachdenkseiten; Florian Warweg; Wie bewertet Bundesregierung Spende und Wahlaufruf von Campact für die Grünen?; https://www.nachdenkseiten.de/?p=121242
(23) 25.12.2025; RT deutsch; Kein Anspruch auf Zensur ganzer Facebook-Gruppen: Deutsche Umwelthilfe unterliegt vor Gericht; https://freedert.online/inland/265708-kein-anspruch-auf-zensur-ganzer/
(24) 15.08.2026; RT deutsch; NGO Campact unterstützt Grünen- und SPD-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt mit jeweils 310.000 Euro; https://freedert.online/inland/288791-ngo-campact-unterstuetzt-gruenen-und/
(25) 24.12.2025; ARD-Tagesschau; Scharfe Kritik an „inakzeptablen“ US-Sanktionen; https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/reaktionen-einreiseverbot-hateaid-usa-100.html
(26) 24.12.2025; ARD, rbb24; US-Einreisesperre für Berliner „Hate Aid“-Aktivistinnen; https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-sanktion-der-trump-administration-us-einreisesperre-fuer-berliner-hate-aid-aktivistinnen-100.html
(27) 27.12.2025; Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann MdEP; Strack-Zimmermann verteidigt sanktionierte HateAid-Chefinnen; https://www.strackzimmermann.de/strack-zimmermann-verteidigt-sanktionierte-hateaid-chefinnen
(28) HateAid; Digital Services Act — Das EU-Digitalgesetz; https://hateaid.org/digital-services-act/; abgerufen: 23.08.2026
(29) 24.12.2025; RT deutsch; Dagmar Henn; Die USA zensieren die Zensoren; https://freedert.online/meinung/265695-usa-zensieren-zensoren/
(30) 12.06.2026; Verfassungsblog; Die EU-Sanktionen gegen Jacques Baud und die Krise der Meinungsfreiheit; https://verfassungsblog.de/sanktionen-baud-meinungsfreiheit/
(31) 18.08.2026; Campact Blog; „Warum müssen wir in Sachsen-Anhalt strategisch wählen?“: 7 Fragen an Felix Kolb; https://www.campact.de/blog/2026/08/warum-muessen-wir-in-sachsen-anhalt-strategisch-waehlen-fragen-an-felix-kolb/
(32) HateAid; Faktencheck zu Falschbehauptungen der AfD-Arbeitsgruppe zu zivilgesellschaftlichen Organisationen; https://hateaid.org/faktencheck-zu-falschbehauptungen-der-afd/; abgerufen: 23.08.2026
(Titelbild) Finger, Druck, Netz, Hinweis; Autor: geralt (Pixabay); 30.01.2019; https://pixabay.com/photos/web-network-technology-developer-3963945/; Lizenz: Pixabay License
Don’t Let The Values Of This Dystopian Society Shape How You Live Your Life
Anna on Twitter asks, “Is anyone else really stressed about their future and where they are in life and what they’ve accomplished and their worth as a person?”
I understand what you’re saying, but that’s mostly just head noise that gets indoctrinated into us by the unhealthy society we live in.
Life isn’t about racking up a bunch of accomplishments or hitting certain milestones, it’s about living. Literally physically being alive, and making sure you fully live it.
When I say “fully live” your life, I don’t mean having a bunch of exciting experiences like going skydiving or running with the bulls, and I don’t mean ticking a bunch of boxes like getting married and having kids. I mean actually being present for it. Having your attention in what’s really going on instead of in a bunch of made-up thought fluff in your head. And that actually gets a lot easier to do once you let go of the notion that you’re doing life wrong and that your story isn’t unfolding correctly.
According to the rules of our dysfunctional society, you are inadequate unless you’ve become a productive gear-turner for capitalism and obtained enough wealth to consume products at large volume. Ideally you’ll have also produced some children who can grow up to become good consumers and gear-turners themselves. Your life is nothing but a story of academic goals to career goals to relationship goals to family goals, purchasing larger and larger chunks of real estate along the way until you catch some disease and die.
Your enjoyment of life? Worthless. Your relishing of your own sensory experiences from moment to moment upon this unfathomably beautiful planet? Entirely without value. Marveling about the miraculous nature of this strange and wonderful terrestrial experience? Irrelevant. All that matters in this civilization is what boxes you have ticked and what products you have purchased.
This is an insane way to live. Only the human brain could come up with such spectacular hallucinations.
Only humans are crazy enough to believe life is going wrong even when they’ve got a beating heart, a full belly, and no physical threats in the immediate vicinity. No frog is sitting there worrying about its worth as a frog. No eagle is flooding its body with stress hormones because it hasn’t accomplished enough in life. They get their food and they relax. That’s their whole day.
How to live? The cells in your body already know how to live. Your mind has no idea, but your cells know. All your mind can do is make stuff up about what a life well-lived looks like, and meanwhile your living cells are already doing life without your mind’s supervision or understanding. They’re doing it in your sleep, that’s how irrelevant your mind is to the process of living. Your mind thinks it’s driving this life, but it’s actually just a loud and bratty passenger.
When you stop listening to the mind barking instructions from the back seat and learn to simply sit in the wonder of sensory experience like the animals do, that’s when you really start living. When you stop listening to the babbling mental monologue and the labeling, dividing mind which thinks it knows what everything is, you start seeing everything for the first time. Each moment of this incarnation is fascinating and awe-inspiring when you learn to see it with fresh eyes, whether you’re climbing Mount Everest or sitting at home drinking coffee.
That’s what living is really about. It’s about truly showing up for your one precious life. Not the story of your life. Not other people’s ideas about your life. Not your arguments with life or your assumptions about what it should look like. Your actual life, as it’s actually appearing, in the here and now, from moment to moment.
Don’t let the madness of our dystopian society trick you into missing out on this. Don’t take your guidance on how to live your life from a profoundly sick civilization.
Take your guidance instead from your own living cells. From your senses. From the felt experience of the living body. From the air in your lungs. From the colors and shades in your visual field. From the vibrations in your eardrums. From the wind on your skin and in your hair.
That’s the only place life is actually happening. Start there. Start there over and over again. Every instant is a brand new beginning.
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No Coming Back from Genocide: Israel’s Global Counter-Offensive Has Begun
An American Soldier in the Persian Gulf Sent Me a Picture. It Went Viral.
Crans-Montana: Immer mehr Fragen – und immer weniger Vertrauen
Die Brandkatastrophe im «Le Constellation» im Walliser Skiort Crans-Montana an Neujahr war für eine Weile weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Nun werfen aktuelle Ereignisse neue Fragen auf. Nicht nur die Verantwortung der Betreiber und der Gemeinde, sondern auch das Vorgehen der Ermittlungsbehörden rückt dabei ins Zentrum.
41 Menschen verloren in der Silvesternacht ihr Leben, mehr als hundert weitere wurden teilweise schwer verletzt (wir berichteten zum Beispiel hier, hier und hier). Sieben Monate später sind zentrale Fragen zur Brandentstehung, zum verwendeten Material und zu den Verantwortlichkeiten noch immer Gegenstand der Ermittlungen.
Besonders brisant ist dabei die Frage nach dem Schaumstoff, der beim Brand eine entscheidende Rolle gespielt haben soll. Nach Recherchen von Sonntagszeitung-Chefredaktor Arthur Rutishauser soll im Club ein günstiger, leicht entflammbarer Schaumstoff verbaut worden sein. Der damalige Eigentümer der Liegenschaft, Julien Beytrison, soll 2015 rund 6670 Euro an einen deutschen Lieferanten überwiesen haben. Die Summe passt offenbar eher zu einer günstigen, brennbaren Variante als zu hochwertigem feuerfestem Material.
Noch schwerer wiegt, was danach geschah. Jacques Moretti hatte bei einer ersten Einvernahme erklärt, den Schaumstoff bei Hornbach gekauft zu haben. Die später von ihm vorgelegte Rechnung einer deutschen Firma sollte diese Version offenbar stützen. Doch das Dokument erwies sich nach den vorliegenden Recherchen als gefälscht. Jessica Moretti räumte bei einer späteren Konfrontationseinvernahme ein, die Rechnung gefälscht zu haben. Die Staatsanwaltschaft erweiterte daraufhin die Untersuchung gegen sie wegen Urkundenfälschung.
Damit stellt sich eine zentrale Frage: Welcher Schaumstoff wurde tatsächlich eingebaut – und wer wusste davon? Hinzu kommen Aussagen eines ehemaligen Lieferanten der Inneneinrichtung. Dieser soll den Morettis bereits 2015 eine feuerfeste Ausführung der Polsterung empfohlen haben. Die beiden hätten diese offenbar abgelehnt. Auch bei den Wandverkleidungen soll auf eine feuerfeste Behandlung verzichtet worden sein. Sollten sich diese Aussagen bestätigen, wäre das angesichts der späteren Katastrophe von kaum zu überschätzender Bedeutung.
Besonders explosiv ist nun die Entwicklung innerhalb der Betreiberfamilie selbst. Jacques Moretti soll seine Ehefrau Jessica derart schwer geschlagen haben, dass sie ins Spital eingewiesen wurde, wie zum Beispiel Inside Paradeplatz berichtet. Jacques befindet sich deswegen inzwischen in Untersuchungshaft. Beide stehen im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe unter dem Verdacht der fahrlässigen Tötung.
Damit ist die bisherige Konstellation plötzlich eine völlig andere: Aus einem Ehepaar, das sich gegenüber den Ermittlern in derselben Angelegenheit verantworten muss, sind offenbar zwei Menschen geworden, zwischen denen selbst die Fronten aufbrechen.
Sind Jacques und Jessica Moretti noch auf derselben Linie? Oder beginnt Jessica nun, ihre eigene Version der Ereignisse zu erzählen? Die Frage ist keineswegs nebensächlich.
Jessica Moretti soll die brennenden Kerzen auf den Champagnerflaschen gefilmt haben. Sie soll zudem nach den bisherigen Recherchen eine Rolle bei der Organisation der Situation im Untergeschoss gespielt haben. Und sie hat inzwischen selbst eingeräumt, die umstrittene Schaumstoff-Rechnung gefälscht zu haben.
Sollte sie sich nun entschliessen, gegenüber den Walliser Staatsanwälten umfassender auszusagen, könnte das für die Ermittlungen erhebliche Konsequenzen haben. Noch ist nicht bekannt, ob Jessica Moretti tatsächlich «auspacken» will. Aber allein die Tatsache, dass ihr Ehemann nach einer mutmasslichen Attacke gegen sie in Untersuchungshaft sitzt, verändert die Dynamik des gesamten Verfahrens.
Und genau hier liegt eine der grossen Fragen: Was weiss Jessica Moretti über die Vorgänge vor und nach der Brandnacht – und was würde sie sagen, wenn sie nicht mehr bereit wäre, ihren Mann zu schützen?
Mindestens ebenso schwer wiegen die Fragen an die Walliser Ermittlungsbehörden. Mehrere Vertreter der Opferfamilien kritisieren das Vorgehen der Ermittler scharf. Ein zentraler Zeuge, Julien Beytrison, wurde offenbar erst Monate nach der Katastrophe ausführlich befragt. Dabei soll es um die Finanzierung des Schaumstoffs und der Einrichtung gegangen sein – also um einen Bereich, der für die Frage der Verantwortlichkeit zentral sein könnte.
Besonders irritierend wirkt der Vorwurf, dass die Ermittler bei der Einvernahme offenbar auf Unterlagen zurückgriffen, die sich bereits seit Monaten in den Akten befanden. Gleichzeitig soll Beytrison andere Dokumente, die zur Aufklärung der Geldflüsse hätten beitragen können, nicht vorlegen müssen.
Noch heikler ist der Vorwurf, ein Ermittler habe mit dem Zeugen ausserhalb des Sichtfelds der anwesenden Anwälte dessen Unterlagen daraufhin durchgesehen, was «relevant» sein könnte.
Sollten sich diese Darstellungen bestätigen, wäre das angesichts der Dimension dieser Katastrophe ein schwer erklärbares Vorgehen. Denn es geht nicht um einen gewöhnlichen Wirtschaftsstreit. Es geht um 41 Tote.
Auch die Rolle Beytrisons wirft Fragen auf. Er soll nicht nur den Schaumstoff bezahlt, sondern auch Teile der Einrichtung finanziert haben. Später kauften die Morettis ihm das Lokal für rund zwei Millionen Franken ab. Woher dieses Geld stammte und wie die damaligen Finanzierungen genau strukturiert waren, ist unklar und ebenfalls von erheblichem Interesse.
Noch auffälliger ist, dass ein ehemaliger Lieferant der Morettis die Behörden unmittelbar nach der Katastrophe kontaktiert und ihnen offenbar Unterlagen angeboten haben soll. Nach seinen Angaben reagierten die Ermittlungsbehörden jedoch nicht ausreichend darauf. Er zog sich später aus dem Verfahren zurück und erhob schwere Vorwürfe gegen die zuständige Staatsanwältin.
Das Gesamtbild ist deshalb verstörend. Da sind die widersprüchlichen Angaben über die Herkunft des Schaumstoffs. Da ist eine nach den bisherigen Erkenntnissen gefälschte Rechnung. Da sind Hinweise auf bewusst abgelehnte Brandschutzmassnahmen. Da sind ungeklärte Geldflüsse. Und da ist ein Lokal, dessen Untergeschoss nach den vorliegenden Aussagen offenbar nie umfassend behördlich kontrolliert wurde.
Und nun zerbricht offenbar auch noch die persönliche Beziehung zwischen den beiden Betreibern. Natürlich gilt für Jacques und Jessica Moretti die Unschuldsvermutung. Die strafrechtliche Verantwortung für die Katastrophe muss ein Gericht klären. Auch die Vorwürfe gegen die Ermittlungsbehörden müssen anhand der Akten überprüft werden. Aber genau deshalb braucht es jetzt mehr denn je eine lückenlose, transparente und professionelle Aufklärung.
Denn für die Angehörigen der 41 Todesopfer dürfte es unerträglich sein, wenn sieben Monate nach der Katastrophe der Eindruck entsteht, dass entscheidende Fragen erst verspätet verfolgt werden.
Die jüngste Eskalation zwischen Jacques und Jessica Moretti könnte zum Wendepunkt in einem Verfahren werden, in dem die Wahrheit über die tödliche Silvesternacht noch längst nicht vollständig auf dem Tisch liegt.
Zwei neue Studien schlagen Alarm wegen potenzieller Verunreinigung von Blutreserven durch COVID-«Impfstoffe»
Seit Beginn der Verabreichung der mRNA-Injektionen gegen «COVID» besteht bei manchen «Ungeimpften» die Sorge, dass Bluttransfusionen mit Spike-Proteinen und/oder anderen Bestandteilen dieser Präparate verunreinigt sein und bei den Empfängern gesundheitliche Schäden verursachen könnten. Forscher haben sogar vor potenziell tödlichen Risiken gewarnt (wir berichteten).
Auch eine neue zweiteilige Preprint-Studie wirft nun ernsthafte Bedenken auf hinsichtlich der Transfusion von Blut, das von Spendern stammt, die COVID-Injektionen erhalten haben. Wie der Epidemiologe Nicolas Hulscher, einer der Autoren der Arbeit, feststellt, untersuchen Blutbanken Spenden routinemäßig auf bekannte Infektionserreger. Dennoch werde das derzeitige Blutangebot nicht routinemäßig auf «Impfstoff»-abgeleitete mRNA, Spike-Protein, Plasmid-DNA, Amyloid, Fibrin-Mikrokoagel-Komplexe oder andere relevante, mit den Präparaten gegen «COVID» assoziierte Bestandteile untersucht.
Teil I präsentiert eine retrospektive Fallserie von neun Personen, die keine COVID-Injektionen erhalten haben und nach Bluttransfusionen schwere medizinische Komplikationen erlitten. Zu den berichteten Ereignisse zählten Thromboembolien, progressive Gerinnungsstörungen, Myokarditis, Perikarditis, disseminierte intravaskuläre Koagulopathie, Multiorganversagen und Tod.
Den Autoren zufolge geben diese Fälle zusammen mit der bestehenden Literatur Anlass zu der Annahme, dass biologisch aktive, vom «Impfstoff» stammende Bestandteile im Spenderblut vorhanden sein könnten, die zu unerwünschten klinischen Folgen führen können. Die Fallberichte und zitierten Studien würden Fragen aufwerfen, die weiterer Forschung bedürfen.
Alle pathogenen Komponenten des COVID-19-Impfstoffs oder dessen Abbauprodukte seien in mehreren Studien im Blut «geimpfter» Spender nachgewiesen worden. Die Forscher fordern Gesundheitsdienstleister deshalb auf, die ethischen Grundsätze der Patientenautonomie und des Nichtschadens zu wahren sowie den Wunsch von Patienten nach körpereigenem und zielgerichtetem Spenderblut zu unterstützen. Die Untersuchung von Blutspenden auf die genannten Bestandteile sollte von den zuständigen Gesundheits- und Aufsichtsbehörden, einschließlich der CDC und FDA, weiter evaluiert werden.
Teil II erweitert die Untersuchung auf das Meldesystem für unerwünschte Ereignisse nach Impfungen der CDC/FDA (VAERS) und analysiert Berichte vom 1. Januar 1990 bis zum 26. Juni 2026. Dabei werden COVID-Injektionen mit Grippeimpfstoffen, DPT-haltigen Impfstoffen und allen Nicht-COVID-Impfstoffen zusammen verglichen. Laut den Autoren identifizierte die Analyse statistisch signifikante Sicherheitssignale für alle untersuchten Endpunkte, darunter folgende berichtete Ratenverhältnisse:
- Blutung: bis zu 101-fach
- Blutung in der Schwangerschaft: bis zu 108-fach
- Bluttransfusion: bis zu 62-fach
- Komplikationen nach Transfusion: bis zu 30-fach
- Hyperkoagulabilität: bis zu 452-fach
- Thrombotische Ereignisse: bis zu 1.221-fach
- Morbus Parkinson: bis zu 282-fach
- Creutzfeldt-Jakob-Krankheit: bis zu 1.333-fach
- Prionenerkrankung: 60-fach
Hulscher zufolge sind diese Signale besonders wichtig, da sie sich mit vielen der in Teil I beobachteten klinischen Muster überschneiden, darunter Thrombose, Blutung, disseminierte intravaskuläre Koagulopathie (DIC) und Multiorganversagen. der Epidemiologe schließt:
«Um die Integrität der globalen Blutversorgung zu gewährleisten, sollten die regulatorischen Rahmenbedingungen rasch die direkte quantitative Spike-Protein-Analyse und hochsensitive digitale PCR-Tests für aus Impfstoffen stammendes genetisches Material in Spendernetzwerken implementieren. Gleichzeitig muss untersucht werden, ob diese Bestandteile nach Spende, Lagerung, Verarbeitung und Transfusion biologisch aktiv bleiben.»
Ärzte fordern RFK Jr. auf, den mRNA-Grippe-«Impfstoff» von Moderna vom Markt zu nehmen
Letzte Woche berichteten wir über eine Analyse der klinischen Studie mit dem neuen mRNA-Grippe-«Impfstoff» von Moderna seitens des medizinischen Kommentators John Campbell. Dieser kam zu dem Schluss, dass das Präparat deutlich mehr Nebenwirkungen verursachte als der Standardimpfstoff.
Nun kommt auch eine Untersuchung des Kardiologen Dr. Peter McCullough, des Epidemiologen Nicolas Hulscher und des Naturheilkundlers Dr. John Catanzaro zu demselben Ergebnis. Sie veröffentlichten ihre Resultate am letzten Mittwoch auf dem Preprint-Server Zenodo.
Wie The Defender berichtet, stellten sie bei der mRNA-Injektion im Vergleich zum Standardimpfstoff ein höheres Risiko für unerwünschte Ereignisse fest, einschließlich Todesfällen. Dies bei einer äußerst geringen Wirksamkeit des Moderna-Präparats bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten.
Aufgrund dieser Beobachtungen haben die drei Forscher nun dem US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. einen Brief gesendet, in dem sie ihn nachdrücklich auffordern, die Zulassung des mRNA-«Impfstoffs» erneut zu prüfen, ein Rücknahmeverfahren einzuleiten und den Vertrieb zu stoppen.
Ceuta-Krise: Pedro Sánchez hat den Nationalen Sicherheitsrat einberufen
Fast vier Wochen nach dem massiven Grenzübertritt illegaler Migranten von Marokko nach Ceuta hat Ministerpräsident Pedro Sánchez für Dienstagmorgen den Nationalen Sicherheitsrat einberufen. Die Regierung reagiere spät und schlecht, hieß es gestern in den Medien. Angesichts der dramatischen Verhältnisse in der spanischen Exklave ist das eine harmlose Bezeichnung.
Mit seiner praktisch ersten Aktion nach der politischen Sommerpause will der Regierungschef offenbar nun Entschlossenheit demonstrieren. Das kommt in der Öffentlichkeit nur bedingt gut an: Man hält ihm vor, er sei «27 Tage abgetaucht gewesen, während Ceuta am Ertrinken war».
Sánchez weilte zum Urlaub auf Lanzarote und sein Einsatz in der Migrationskrise begrenzte sich auf einen anfänglichen Besuch mit ein paar Ankündigungen in der Exklave und später zwei Videokonferenzen. Derweil behauptet Innenminister Fernando Grande-Marlaska, man habe im Vorfeld keine Hinweise gehabt, die auf den Ansturm hingewiesen hätten. Diese Darstellung widerspricht jedoch Informationen aus Geheimdienstkreisen.
Unterdessen ist die Lage in Ceuta immer noch höchst angespannt. Nach der Invasion von etwa 80.000 illegalen Migranten Ende Juli sind zwar viele nach Marokko zurückgekehrt, aber mehrere Tausend befinden sich noch in der Stadt, davon 2.500 Minderjährige. Zum Teil sind sie im vorübergehenden Aufenthaltszentrum (das gerade auf 4.500 Plätze aufgestockt wird), zum Teil im Stadtzentrum und zum Teil am Strand.
Die Sicherheitskräfte stünden enorm unter Druck, klagen die Gewerkschaften. Der Polizeinotruf sei überlastet, weil dort täglich 200 Anrufe eingingen, und dahinter stehe immer ein potenzieller Einsatz. Es wurde auch von Übergriffen und Vergewaltigungen berichtet. Die Regierung plane, 500 unbegleitete Mädchen «dringend» auf das spanische Festland zu verlegen.
Im Fernsehen spricht man von einer Überlastung des medizinischen Systems und einer humanitären Notlage. Man zeigte Leute mit Gesichtsmaske und weißem Schutzanzug und sprach ausführlich von vorsorglichen Massenimpfungen. Zufällig hatte die Regierung gerade im Juni dieses Jahres ihre Strategien zur Impfung von «irregulären Migranten» veröffentlicht.
Das Stichwort «Epidemie» wurde in den Medien für diese Situation eingeführt – nur, um direkt zu ergänzen, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dies dementiert habe. Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo brachte zudem Quarantäne-Maßnahmen ins Gespräch, wofür er jedoch kritisiert wurde.
Etliche Migranten gelangen aufs spanische Festland, und nicht nur Minderjährige. Letzte Woche berichteten Zeugen von einem Vorfall an der Küste von Cartagena. Dort war an einem Touristenstrand am hellichten Tage ein Schnellboot von Schleusern aufgetaucht, aus dem etwa drei Dutzend Migranten ins Wasser sprangen, an Land schwammen und eilig verschwanden. Ob dies jedoch im Zusammenhang mit Ceuta steht, ist nicht bekannt.
Man darf gespannt sein, was sich die links-sozialistische Regierung in den nächsten Tagen einfallen lässt, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Allerdings wurde ihr schon bei früheren Krisen, wie der Flutkatastrophe in Valencia, eher Untätigkeit vorgeworfen. Zumindest hinsichtlich von Hilfen für die Bevölkerung, aber teils auch im Vorfeld im Sinne ihrer Sorgfaltspflicht.
Auftritt bei «ungeskriptet by Ben» – Ulf Poschardt gibt den Corona-Rebellen
«ungeskriptet by Ben» ist derzeit der erfolgreichste Podcast in diesen Breiten. Das liegt zum Teil am Charisma des Gastgebers. Weitaus mehr ins Gewicht fällt jedoch die Auswahl der Gäste. Zu Ben kommen sie alle, ehemalige Milieugrößen und Kriminelle, Bodybuilder und erfolgreiche Unternehmer, bekannte, aber im Mainstream gefallene Comedians, hochumstrittene Politiker wie Björn Höcke, Influencer und Bürgerrechtler oder auch Shaolin-Meister.
Sie kommen und sprechen, sie geben das von sich, was ihnen auf der Seele brennt, fast schon wie bei einem Psychologen. Ben braucht ihnen nur ein paar Stichworte zu geben, und schon sprudelt es aus ihnen heraus, teilweise so ungebremst, dass es geradezu entlarvend ist.
Der Podcast setzt voraus, dass die Zuhörer oder Zuschauer mitdenken, vor allem aber, dass sie ihre eigenen Schlüsse ziehen. Die brisanten Details verbergen sich oftmals zwischen den Zeilen. Die Gäste sprechen über ein ganz bestimmtes Thema, doch in ihren Worten spiegelt sich die Verfassung einer ganzen Branche, manchmal einer ganzen Gesellschaft.
Im Vergleich zur ehemaligen Spiegel-ChefinDas lässt sich an der aktuellen Folge mit Ulf Poschardt veranschaulichen. Der ehemalige Chefredakteur und Herausgeber der Zeitung Welt war nicht der erste Top-Journalist aus dem Mainstream, der bei Ben auftrat. Zuvor hatte ihm schon die ehemalige Spiegel-Chefin Melanie Amann einen Besuch abgestattet.
Wenn man die beiden Folgen vergleicht, werden schon in den ersten Minuten die Unterschiede deutlich – obwohl beide Gäste die letzte Dekade des Mainstream-Journalismus geprägt haben. Amann glaubt immer noch, dass ihre Zunft einen guten Job macht. Sie spricht von der Notwendigkeit der Einordnung, ohne zu sehen, dass diese mittlerweile immer mehr durch die ideologische Brille erfolgt.
Poschardt ist da schon realistischer. Ihm entgeht nicht, dass das Meinungsspektrum enger wird, dass es gerade die Redaktionen sind, die diesen Raum zu einem kleinen Gehege machen. In «ungeskriptet» erzählt er fast schon wehmütig von seiner Zeit bei der Süddeutschen Zeitung, die vor knapp zehn Jahren tatsächlich noch liberal war.
Dort habe es damals noch mehr Pluralismus gegeben, auch in dem des Personals. Heute ist dieses woke, wie mittlerweile nicht nur Poschardt bemerkt haben dürfte. Anders als Amann ist er sich auch der Arroganz der Mainstream-Journalisten bewusst, und das nicht erst seit gestern, wie er mit Verweis auf seine Ausbildung anmerkt.
Ende der 1980er-Jahre stieß er in der Deutschen Akademie auf die Attitüde, in allen Belangen gut Bescheid zu wissen. «Wir erklären euch, wie die Welt funktioniert», lautet das Motto, unter dem Poschards Kollegen bis heute die Feder führen.
Poschards WidersprüchlichkeitObwohl er das kritisiert, ist er von diesem Denken nicht ganz befreit. Als er nämlich die Axel-Springer-Presse verteidigt, greift er zu dem Argument, dass die Menschen ihr vertrauen, insbesondere wenn sie auf «Iran und USA» gucken. Die Springer-Presse erklärt also, wie die Welt funktioniert, und die Leser glauben es, ja vertrauen ihr. Das ist es doch, was Poschardt sagen will.
Nein, das Vertrauen schwindet, egal wohin die Axel-Springer-Presse oder andere Mainstream-Medien blicken – ob in den Nahen Osten oder in den Westen. Nach Corona glaubt man ihnen nicht – und Poschardt genauso wenig, weil er sich quasi als Stellvertreter dieser Zunft immer wieder als Wendehals erweist, so auch bei Ben.
Wenn man im Podcast seine Ausführungen zur Corona-Zeit hört, könnte der Eindruck entstehen, er wäre der härteste Kritiker der Maßnahmenpolitik gewesen. Er tadelt den Spiegel für seine Rhetorik und Drosten-Protektion, er fordert eine Aufarbeitung, er prangert die Art und Weise der Diskussion in den Talkshows an. «Die Rolle des Journalismus war einmal mehr einfach in vielen Teilen echt erbärmlich», gibt Poschardt zu.
Er geht sogar so weit, die Corona-Politik als «Experiment» zu bezeichnen, bei dem es herauszufinden galt, wie weit die «Shitbürger» gehen könnten: «Wie weit können wir den Staat autoritär hochrüsten zu einem System, in dem die individuelle Freiheit so kujoniert wird, dass sie nur noch spuren?»
Warum plötzlich so streng?Geharnischte Worte! Warum hörte man sie aber nicht, während dieses Experiment durchgeführt wurde? In dieser Zeit gab sich Poschardt recht «schüchtern», wie der Journalist Henning Rosenbusch in einem Telegram-Post richtig feststellt. Der damalige Chefredakteur der Welt verwies zwar auf mögliche Kollateralschäden, blieb aber ansonsten kleinlaut. Nun, sechs Jahre später, spricht er von «Lockdown-Faschos».
Der X-User Franz Höllner konnte diese Steilvorlage nicht ungenutzt lassen: «Liebes Tagebuch», schreibt er in einem Beitrag sarkastisch: «nun trauen sich die wahren Querdenker aus dem Hinterhalt des Coronawiderstands, jene die schon immer kritisch waren. Poschardt, Reichelt, Lanz, Precht».
Unrecht hat er nicht. Mittlerweile trauen sich immer mehr Prominente, klare Worte zu formulieren. Ob sie glaubwürdig sind, ist eine andere Frage. Einfach beantworten lässt sie sich nicht. Wie Rosenbusch richtig bemerkt, war Poschardt zu jener Zeit kein einfacher Welt-Autor, sondern Chefredakteur und hatte «die gesamte Blattlinie zu verantworten», auch «den Hass und die Hetze gegen Andersdenkende». Er konnte zweifellos etwas mehr machen, zumindest aber seine Leute zügeln.
In seinem Fall fällt es tatsächlich schwer zu glauben, dass er damals genauso dachte, wie er es heute darstellt. Es ist aber auch gut möglich, dass er in der Zwischenzeit seine Meinung geändert hat und sich nun zum Corona-Rebellen stilisiert. Festhalten lässt sich jedoch, dass tatsächlich immer mehr Menschen öffentlich Kritik üben, wenn auch rückwirkend.
Immer mehr bemerken, dass in jener Zeit zivilisatorische Barrieren übertreten wurden, dass einiges schiefgelaufen ist. Selbst Gastgeber Ben bekam erst nach der zweiten «Impfung» Zweifel. Auf der zweiten großen Demonstration am 29. August 2020 sang die Gruppe «Alien's Best Friend» den Song «Wir sind so viel mehr». Das gilt heute, sechs Jahre später, mehr als damals.
Wer «ungeskriptet» regelmäßig sieht und hört, wird das bestätigen. Dort lassen immer mehr Leute ihre eigentliche Meinung zur Corona-Politik durchblicken, nachdem sie mit ihr lange Zeit hinterm Berg gehalten haben.
Die Poschardt-Folge ist nur ein Beispiel. Es bleibt daher spannend, wer sich noch so als Corona-Kritiker outet – nicht nur aus der Prominenz, sondern auch aus dem Mainstream-Journalismus.
***
Eugen Zentner ist Kulturjournalist und Autor. Zuletzt sind von ihm das Sachbuch «Kunst und Kultur gegen den Strom», der Kurzgeschichtenband «Corona-Schicksale» und der Gedichtband «Die Welt steht Kopf» erschienen.
Zwei weibliche Gefangene in Iran ohne ausreichende medizinische Versorgung
Die Menschenrechtsorganisation HRANA berichtet über die gesundheitlich bedenkliche Situation zweier weiblicher Gefangener in iranischen Haftanstalten. Im Vakilabad-Gefängnis von Maschhad befindet sich die im Zuge der landesweiten Proteste letzten Winter festgenommene Mahboubeh Shabani seit vier Tagen im Hungerstreik. Im Adelabad-Gefängnis von Schiraz wird der inhaftierten Bahai Roya Sabet trotz schwerwiegender gesundheitlicher Beschwerden nach Angaben der Internationalen Bahai-Gemeinde eine angemessene medizinische Behandlung verweigert.
Mahboubeh Shabani seit vier Tagen im Hungerstreik
Mahboubeh Shabani trat nach Angaben von HRANA am Donnerstag, 20. August, in den Hungerstreik. Sie protestiert damit gegen die Haftbedingungen, die weiterhin ungeklärte Situation ihres Verfahrens und die ausbleibende medizinische Behandlung. Eine der Familie nahestehende Quelle erklärte gegenüber HRANA, Shabani sei inzwischen in Abteilung 6 des Vakilabad-Gefängnisses verlegt worden. Seit ihrer Inhaftierung sei sie bereits sechsmal zwischen der sogenannten Ruheabteilung und der Quarantäne verlegt worden.
Während ihrer Haft habe Shabani zudem eine schwere Hauterkrankung im Bereich des Nackens entwickelt, ohne bislang angemessen medizinisch versorgt worden zu sein. Bereits im Juli war sie nach Angaben der Menschenrechtsorganisation unter Anwendung von Gewalt zur Strafe in die Quarantäneabteilung gebracht worden.
Shabani wurde Anfang Februar festgenommen und befindet sich seither ohne abschließende gerichtliche Entscheidung in Haft. Ihr werden unter anderem Handlungen zur Unterstützung Israels, der USA und mit oppositionellen Gruppen verbundener Akteur:innen vorgeworfen. Das Verfahren wird vor der ersten Kammer des Revolutionsgerichts von Maschhad geführt.
Die Proteste hatten Ende Dezember 2025 mit Streiks und Kundgebungen von Geschäftsleuten und Basarhändler:innen in Teheran begonnen und sich anschließend auf zahlreiche Städte und gesellschaftliche Gruppen ausgeweitet. Die Regimekräfte gingen mit massiver Gewalt gegen die Protestbewegung vor; Zehntausende Menschen wurden festgenommen oder vorgeladen.
Roya Sabet medizinische Behandlung verweigert
Auch aus dem Adelabad-Gefängnis in Schiraz werden schwere Vorwürfe wegen mangelnder medizinischer Versorgung bekannt. Die dort inhaftierte Bahai Roya Sabet leidet nach Angaben der Internationalen Bahai-Gemeinde unter erheblichen Verletzungen im Rücken- und Nackenbereich und benötigt medizinische Behandlung. Diese werde ihr ebenso verweigert wie eine krankheitsbedingte Haftunterbrechung. Besonders besorgniserregend ist ein Vorfall vom 7. August: Nach Angaben der Gemeinde sank Sabets Sauerstoffsättigung an diesem Tag auf 70 Prozent. Dennoch seien weder die erforderlichen medizinischen Untersuchungen noch entsprechende Behandlungsmaßnahmen erfolgt. Zudem bestehe die Sorge, dass gegen Sabet innerhalb des Gefängnisses ein neues Verfahren wegen angeblicher „Propaganda für das Bahaitum“ eingeleitet werden könnte.
Roya Sabet © Bahai International Community
Zehnjährige Haftstrafe
Roya Sabet war bereits im Februar 2024 während eines Aufenthalts in Schiraz vom Geheimdienst der Revolutionsgarden festgenommen worden. Nach rund fünf Monaten kam sie gegen Kaution frei. Im Mai 2025 verurteilte das Revolutionsgericht von Schiraz sie wegen angeblicher Zusammenarbeit und Kontakte mit israelischen Staatsangehörigen und Institutionen sowie wegen der Bildung und Leitung einer gegen die staatliche Sicherheit gerichteten Gruppe jeweils zu zehn Jahren Haft. Wegen „propagandistischer Aktivitäten einer religiösen Sekte im Widerspruch zum heiligen islamischen Recht“ erhielt sie weitere fünf Jahre.
Zusätzlich wurden ein zweijähriges Ausreiseverbot unter Einziehung ihres Passes sowie der fünfjährige Entzug gesellschaftlicher Rechte und ein ebenso langes Verbot von Aktivitäten in sozialen Medien verhängt. Ein Berufungsgericht bestätigte das Urteil. Nach Anwendung der iranischen Regelungen zur Zusammenführung mehrerer Strafen dürfte die höchste Einzelstrafe von zehn Jahren vollstreckt werden. Vergangenen Oktober wurde Sabet im Haus ihrer Schwester erneut festgenommen und zum Antritt ihrer Haftstrafe in das Adelabad-Gefängnis gebracht.
Bahai besonders von Repression betroffen
Die Bahai gehören zu den am stärksten von staatlicher Verfolgung betroffenen religiösen Gemeinschaften in Iran. HRANA verweist in diesem Zusammenhang auf seine Auswertung der Menschenrechtsverletzungen des vergangenen Jahres: Demnach betrafen 62,41 Prozent der von der Organisation dokumentierten Fälle von Rechtsverletzungen gegen religiöse Minderheiten Angehörige der Bahai-Gemeinschaft.
https://deutsch.anf-news.com/frauen/schwere-missstande-fur-frauen-im-vakilabad-gefangnis-dokumentiert-51489 https://deutsch.anf-news.com/frauen/-52336 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/-52176
Hatimoğulları: Friedensprozess ist Ergebnis des jahrzehntelangen Kampfes
In der nordkurdischen Provinz Colemêrg (tr. Hakkari) ist eine Trauerfeier für die 2018 ums Leben gekommene Guerillakämpferin Axîn Awent (Berivan Aşkan) eingerichtet worden. Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, erklärte bei einem Besuch, der gegenwärtige Prozess für Frieden und eine demokratische Gesellschaft sei auch Ergebnis des jahrzehntelangen Kampfes und der dafür gebrachten Opfer.
Die Trauerfeier findet unter Federführung des Vereins MEBYA-DER im Dorf Sûman (Tümsek) statt. Neben Hatimoğulları nahmen Abgeordnete der DEM-Partei sowie Vertreter:innen der DEM-Partei und der DBP an dem Gedenken teil. Nach einer Schweigeminute riefen die Anwesenden wiederholt „Şehîd namirin“ (Die Gefallenen sind unsterblich).
„Mit einem würdevollen Frieden krönen“
Hatimoğulları erklärte, der Kampf der kurdischen Bevölkerung und die dabei gebrachten Opfer hätten die Grundlage für die heutige Entwicklung geschaffen. Die Gefallenen und ihr Einsatz würden nicht vergessen. „Heute wurden die Namen Hunderter Gefallener bekanntgegeben. Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass jeder Mensch, der sein Leben gegeben hat, eine Ehre für das kurdische Volk und alle demokratischen Kräfte ist“, sagte Hatimoğulları. Durch die gebrachten Opfer und den geführten Kampf seien die Kurd:innen heute weltweit bekannt.
„Die Errungenschaften in Rojava, die Errungenschaften in der Region und der Prozess für Frieden und eine demokratische Gesellschaft, den Abdullah Öcalan derzeit auf Imrali führt – all dies ist Ergebnis dieser Opfer.“ Die Parteivorsitzende verwies auf die Hoffnung auf einen dauerhaften und würdevollen Frieden. „Wenn heute auf Imrali ein Tisch steht, dann ist es dieser organisierte Kampf, der dafür gesorgt hat, dass dieser Tisch zustande kam“, sagte sie. „Wir hoffen, dass wir den Frieden in dieser Region gemeinsam mit einem würdevollen Frieden krönen werden.“
Familie will Kampf fortsetzen
Für die Familie sprach anschließend Axîn Awents Bruder Berzan Aşkan. „Wir werden den Spuren unserer Gefallenen und all jener folgen, die gekämpft haben“, erklärte er. Der Widerstand werde im Sinne ihrer Ziele und Hoffnungen fortgesetzt.
https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/trauerfeiern-fur-gefallene-in-wan-und-colemerg-52514 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/pkk-gefangene-erinnern-an-gefallene-guerillakampfer-innen-52512 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/unser-schmerz-ist-gross-aber-wir-tragen-den-kopf-hoch-52509
Explosion in Palmyra: Ein Toter und zwei Verletzte
Bei einer Explosion in Palmyra in der syrischen Provinz Homs ist am Montag ein Mann ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt. Über die Ursache der Explosion gibt es unterschiedliche Angaben.
Nach Informationen aus örtlichen Quellen ereignete sich die Explosion in der Nähe der Bezirksverwaltung. Eine Darstellung besagt, dass eine Frau beim Sammeln von Altmetall auf einen Sprengsatz gestoßen sei, der daraufhin detonierte. Nach einer anderen, lokal verbreiteten Version soll eine Frau eine Handgranate auf das Gebäude der Bezirksverwaltung geworfen haben. Welche der beiden Darstellungen zutrifft, ist bislang nicht geklärt.
Bei dem Getöteten handelt es sich den Angaben zufolge um den 40-jährigen Mohammed Nader al-Taha. Zur Identität der verletzten Personen lagen zunächst keine Angaben vor. Weitere gesicherte Informationen zu den Umständen der Explosion liegen bislang nicht vor.
https://deutsch.anf-news.com/rojava-syrien/funf-kinder-bei-minenexplosion-in-til-temir-verletzt-52474
What’s behind Israel’s growing assault on West Bank healthcare
Seeking to push Palestinians off their land, Israel is targeting the infrastructure that sustains life — and the institutions long tied to the anti-colonial struggle.
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Was die Korruption der Bidens und der US-Demokraten mit dem Ukraine-Krieg zu tun haben
Das Napoleon-Syndrom und die wachsende nukleare Bedrohung
Napoleon Bonaparte (1769-1821) war zweifellos ein hochintelligenter und staatsorganisatorisch fähiger Mann. Doch sein chronischer Militarismus und seine autokratische Herrschaft stellten einen historischen Störfall dar, einen Verrat an den Errungenschaften der Französischen Revolution und eine Abkehr vom freiheitlich-demokratischen Vorbild der jungen USA. Der beeindruckende Erfolg des amerikanischen Modells führte Europa zur Zeit Napoleons eine historische Gesetzmäßigkeit […]
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Weihnachtsbäume und Stadtbilder: Brauchtum vor Gericht
Ein Weihnachtsbaum ist zunächst ein denkbar friedlicher Gegenstand. Er steht, leuchtet, nadelt, wird geschmückt und nach einigen Wochen entsorgt. Generationen von Kindern haben ihn als selbstverständlichen Bestandteil der Adventszeit erlebt, ohne dass zuvor ein Diversitätskonzept, eine religionssoziologische Einordnung oder eine Debatte über institutionelle Neutralität nötig gewesen wäre. In Hamburg aber wurde ein solcher Baum zum Gegenstand eines […]
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Trump’s Renewed Economic War on Iran Risks Blowback
Ryan Costello, Policy Director with the National Iranian American Council (NIAC), issued the following statement as the Trump administration moves to intensify its economic pressure campaign against Iran following months of war and instability:
“President Trump, the ultimate gambler in geopolitics, is poised to double down on a bad hand on Iran yet again.
“We’ve been down the maximum pressure road with Iran many times. What we’ve learned is that President Trump can impose extensive economic pain on Iran, but ordinary Iranians overwhelmingly bear the cost.. The ruling elite in Iran remains largely insulated, while Tehran has repeatedly refused to capitulate to Washington’s demands.. Trump’s gamble is that this time, amid the destruction of war, and with the reinforcement of a blockade, time is on his side and ultimately Iran will be forced to concede defeat.
“The pivot back to economic coercion comes with enormous risks the administration appears determined to ignore. After all, it was the United States that waived sanctions on Iranian oil already at sea during the height of the war in March, and again issued a waiver allowing Iran to sell oil freely in June. Now attempting to choke off those same oil sales exposes the contradiction at the heart of Trump’s strategy: Washington needed to relieve economic pressure when the consequences became too costly, yet is now betting that it can reimpose that pressure without suffering the same blowback.
“Within the United States, ordinary Americans are paying the price for this deeply unpopular war at the gas pump and in their grocery bills. Trump’s polls have plummeted amid the war - one he said he’d avoid - heading into all-important midterms. Continuing economic warfare risks deeper turmoil in the energy markets and the global economy, which could cascade into a full-blown catastrophe. Moreover, starting a trade war with China risks retaliatory measures that the U.S. economy can ill afford.
“Iran has also indicated clearly that it will not tolerate economic warfare and will escalate across the region, if necessary, to target any nation that supports President Trump’s efforts to cripple the Iranian economy. While the President may think economic warfare is less risky than military warfare, ultimately Tehran will view it as a different tactic in the same campaign to crush the country.
“None of this appears likely to snatch victory from the jaws of defeat. Rather, it appears intended to delay and avoid a deal that ends not just the war, but also the maximum pressure campaign that the President has waged since 2018. Oftentimes, admitting you have a problem is necessary in order to stop an addiction. President Trump has proven unable and unwilling to stop his gambling on Iran that risks further undermining U.S. and regional security and the global economy.”
Ups! China schaltet ein Viertel seiner unnötigen, „erneuerbaren Energie“ ab – mehr als Australien jährlich überhaupt verbraucht.
Von Jo Nova
In China wurden bereits in diesem Jahr Wind- und Solarenergieanlagen mit einer hochgerechneten Energie von 360 TWh abgeschaltet – da deren Strom gerade keiner brauchte.
Die Abregelung von Strom aus chinesischen Wind- und Solaranlagen entwickelt sich angesichts des Überangebots an unzuverlässiger Energie rasant zu einem massiven Problem. Allein in den letzten sechs Monaten wurden Anlagen abgeregelt – fast 50 % mehr als im Vorjahr (hochgerechnet etwa 50 % mehr als Australiens im Jahr benötigt).
Die unzuverlässige Energie traf zur falschen Zeit oder am falschen Ort ein und wurde ungenutzt verworfen. Dieses sich verschärfende Problem war nicht auf ein Wetterereignis zurückzuführen, sondern wurde beunruhigender Weise als „strukturell“ beschrieben und wird voraussichtlich noch, nun ja, „den Rest dieses Jahrzehnts“ andauern.
Reuters formuliert dies so, als ob man mit dem rasanten Ausbau [der Infrastruktur für] erneuerbarer Energien nicht Schritt halten könne, als wäre der Strom dieser Energien heiß begehrt und die Regierungen täten etwas dagegen, weil sie sie nicht verteilen könnten. In Wahrheit trifft ein schlecht gemanagter, durch staatliche Subventionen begünstigter Ausbau auf einen weiteren schlecht gemanagten Ausbau – eine von der Regierung selbst geschaffene Blase.
Diese Zahlen lagen deutlich über den offiziellen chinesischen Schätzungen. Im März hatte die chinesische Regierung die Drosselung sowohl bei Wind- als auch bei Solarenergie mit rund 9 % angegeben, die neuen Schätzungen gehen jedoch von 26 % aus. Die inoffiziellen Zahlen wurden vom Global Energy Monitor und dem Center for Research on Energy and Clean Air berechnet.
Die Planwirtschaft tut, was sie am besten kann: Überproduktion und Verschwendung.
PEKING/SINGAPUR, 17. August (Reuters) – China hat in den sechs Monaten bis Juni so viel „erneuerbare Energie“ abgewiesen, dass damit Mexiko ein Jahr lang versorgt werden könnte, da seine Stromnetze an ihre Grenzen stießen. Auch in vielen anderen Ländern wie Australien und Japan konnten die Netze mit dem rasanten Ausbau der erneuerbaren Energien nicht Schritt halten.
Die Abschaltung von Wind- oder Solarenergie, also die vorsorgliche Ablehnung dieser Energiequelle, weil ein Stromnetz seine Kapazitätsgrenze erreicht, stellt weltweit eine wachsende Herausforderung für erneuerbare Energien dar und unterstreicht die anhaltende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Analysten zufolge erzwingen unzureichende Übertragungsinfrastruktur und Lieferverträge, die den Betrieb neu gebauter Kohlekraftwerke in China gewährleisten, die Ablehnung der reichlich vorhandenen erneuerbaren Energieerzeugung.
„Die Produktionskürzungen in China sind strukturell bedingt und kein vorübergehender Engpass. Wir gehen davon aus, dass der Druck zur Produktionskürzung bis zum Ende dieses Jahrzehnts anhalten wird“, sagte Yuan Ren, Analystin beim Beratungsunternehmen Wood Mackenzie.
Alles basiert auf Lügen…
Chinas Nationale Energieverwaltung, die im März die Veröffentlichung monatlicher Daten über die Drosselung nach Provinzen eingestellt hat, erklärte letzten Monat, dass 8,6 % der Solarstromproduktion und 9,1 % der Windstromproduktion des Landes in der ersten Hälfte des Jahres 2026 gedrosselt wurden.
GEM und CREA schätzen jedoch, dass China in den sechs Monaten bis Juni 26,1 % seiner gesamten Wind- und Solarstromproduktion nicht genutzt hat. Dabei wurden wetterbereinigte Daten verwendet, um nicht gemeldete Abschaltungen zu berücksichtigen.
Dies stellt chinesische Industrielle vor große Herausforderungen, wenn sie versuchen vorherzusagen, ob sich der Bau weiterer Wind- und Solarkraftwerke noch lohnt.
Die Drosselung der Stromerzeugung ist natürlich auch in Australien ein zunehmendes Problem. Im vierten Quartal des letzten Jahres haben wir rund 18 % der verfügbaren Kapazität erneuerbarer Energien ungenutzt gelassen. Das Frühjahr ist zwar unser ineffizientestes Quartal, aber der Wert für das erste Quartal lag wieder bei 8 %.
China scheint also noch mehr nutzlosen und unzuverlässigen Strom zu haben als wir. „Glückwunsch.“
Hinweis zum Thema:
Die Infrastruktur – also Trafostationen, Schaltfelder und vor allem Stromleitungen in allen Spannungsebenen, werden nach dem Bedarf der angeschlossenen Verbraucher dimensioniert. Zufällig aufgrund von viel Sonnenschein und viel Wind erzeugte „erneuerbarer Strom“ findet gerade keinen Abnehmer. Üblicherweise werden zuverlässige Kraftwerke „runtergefahren“, soweit es die Physik zulässt. Ist trotzdem das Stromangebot zu hoch, werden überall auf der Welt die unnötigen Wind- und Solaranlagen abgeriegelt.
Situation in China (Recherche Unterstützung durch Gemini)
In China erhalten Betreiber von Wind- und Solaranlagen im Gegensatz zu Deutschland grundsätzlich keine staatliche finanzielle Entschädigung (wie das deutsche Ausfallarbeit- oder Redispatch-Prinzip) für Strom, der wegen Netzüberlastung oder fehlender Abnehmer abgeregelt wird. Der wirtschaftliche Verlust durch nicht eingespeisten Strom („Curtailment“) liegt dort voll aufseiten der Anlagenbetreiber.
Carbon Brief
Chinas Solar- und Windparks werden künftig [Strom] nicht mehr zu einem Festpreis, der an Kohle-Benchmarks gekoppelt ist, garantiert verkauft werden. Dies sieht eine neue Richtlinie der Zentralregierung vor.
Die Richtlinie fordert die lokalen Regierungen auf, neue Wind- und Solarenergieprojekte bis Ende 2025 auf ein stärker marktorientiertes Preissystem umzustellen. …
Dieser Schritt ist Teil umfassenderer Bemühungen , den Betrieb des riesigen chinesischen Stromsystems hin zu stärker marktorientierten Signalen und weg von administrativ festgelegten Preisen zu verlagern.
….
Der Beitrag Ups! China schaltet ein Viertel seiner unnötigen, „erneuerbaren Energie“ ab – mehr als Australien jährlich überhaupt verbraucht. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Ezid:innen warnen vor Aufweichung des Überlebendengesetzes
Ezidische Überlebende des Genozids von Şengal haben sich gegen Bestrebungen gewandt, das 2021 vom irakischen Parlament verabschiedete Gesetz für ezidische Überlebende in wesentlichen Punkten zu verändern. Anlass sind aktuelle Initiativen zur Ausweitung einzelner Bestimmungen auf weitere von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) betroffene Gemeinschaften. Die Überlebenden betonen, dass sie deren Rechte ausdrücklich unterstützen. Diese dürften jedoch nicht durch eine Aufweichung jenes Gesetzes verwirklicht werden, das nach dem Genozid an der ezidischen Gemeinschaft geschaffen wurde.
Änderungsantrag der Irakischen Turkmenenfront
Das Gesetz ist schon heute nicht ausschließlich auf Ezid:innen beschränkt. Bestimmte Leistungen stehen auch Frauen und Mädchen aus der turkmenischen, christlichen und Şabak-Gemeinschaft sowie Überlebenden von Massentötungen des IS zu. Anders verhält es sich bei Menschen, die als Minderjährige vom IS verschleppt wurden: Diese Kategorie ist bislang auf Ezid:innen begrenzt. Genau hier setzt die aktuelle Änderungsinitiative an. Die entsprechende Regelung soll auf als Minderjährige verschleppte Angehörige weiterer vom IS betroffener Gemeinschaften ausgeweitet werden. Arshad al-Salihi von der Irakischen Turkmenenfront hatte Mitte August eine Ausweitung dieser Bestimmung gefordert und dabei insbesondere auf turkmenische Kinder verwiesen, die der IS aus Tal Afar verschleppt hatte.
‚Eine Schwächung bedeutet, sich der Verantwortung zu entziehen‘
In ihrer Erklärung erinnern die Überlebenden daran, dass das Gesetz als Reaktion auf die Verbrechen des IS und die jahrelangen Folgen des Genozids geschaffen wurde. Zwölf Jahre nach dem Angriff auf Şengal seien die Folgen weiterhin nicht überwunden. „Noch immer werden Tausende Menschen vermisst, und das Schicksal vieler ist ungeklärt. Zahlreiche Massengräber sind bis heute nicht geöffnet worden“, heißt es in der Erklärung. Das Gesetz sei vom irakischen Staat geschaffen worden, um dem Leid und dem erlittenen Unrecht der Ezid:innen Rechnung zu tragen. „Jede Änderung oder Neuregelung dieses Gesetzes beziehungsweise seine Schwächung – unter welchem Vorwand auch immer – bedeutet, sich den bestehenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu entziehen.“
‚Das Gesetz ist kein Privileg‘
Zugleich wenden sich die Überlebenden ausdrücklich gegen den Eindruck, ihre Haltung richte sich gegen die Ansprüche anderer Gemeinschaften, die Opfer des IS geworden sind. „Wir stellen uns nicht gegen die Rechte irgendeiner Gemeinschaft im Irak, die mit der Barbarei des IS konfrontiert war. Wir respektieren die Rechte aller Opfer“, heißt es. Abgelehnt werde jedoch, die Ansprüche anderer Betroffener durch eine Veränderung des besonderen Gesetzes zu regeln, das auch der Anerkennung des Genozids an den Ezid:innen dient. Ebenso dürfe keine Neuregelung dazu führen, dass Personen oder Familien mit Verbindungen zum IS von den vorgesehenen Leistungen profitieren könnten. Das Gesetz müsse gegenüber Verantwortlichen für die Verbrechen sowie gegenüber Kräften geschützt werden, die diese zu verschleiern versuchten. Das Überlebendengesetz sei „kein Privileg“, sondern eine Konsequenz aus den Verbrechen, denen die ezidische Gemeinschaft aufgrund ihrer Identität und ihres Glaubens ausgesetzt gewesen sei.
Leid der Ezid:innen nicht politisch instrumentalisieren
Die Überlebenden fordern zugleich, ihr Leid nicht zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen zu machen. Sie verlangten keine Sonderstellung, sondern die Wahrung der ihnen zugesprochenen Rechte und die Übernahme staatlicher Verantwortung für die Folgen des Genozids. „Der Schutz der Rechte der ezidischen Überlebenden ist nicht allein Aufgabe und Verantwortung der ezidischen Gemeinschaft, sondern ebenso Aufgabe und Verantwortung des irakischen Staates“, heißt es abschließend.
Gesetz als Konsequenz aus dem Genozid
Das irakische Parlament verabschiedete das Gesetz für ezidische Überlebende am 1. März 2021, rund sechseinhalb Jahre nach dem Angriff des IS auf Şengal. Es trägt offiziell die Bezeichnung Gesetz Nr. 8 von 2021. Mit ihm wurde erstmals auf gesamtirakischer Ebene ein umfassendes Entschädigungsprogramm für Überlebende der IS-Verbrechen geschaffen. Das Gesetz sieht unter anderem monatliche finanzielle Leistungen, Unterstützung bei Wohnraum und Bildung, Beschäftigungsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst sowie medizinische und psychosoziale Hilfen vor. Zugleich erkennt es die vom IS an Ezid:innen, Christ:innen, Turkmen:innen und Şabak begangenen Verbrechen als Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an.
Beitragsbild: Ezidisches Heiligtum in Hezex (tr. Idil) mit den für ezidische Sakralstätten charakteristischen kegelförmigen Spitzen und farbigen Bändern © Uğur Art/Pexels
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Trauerfeiern für Gefallene in Wan und Colemêrg
Nach der Bekanntgabe der Namen zahlreicher gefallener HPG- und YJA-Star-Guerillakämpfer:innen finden auch in den Provinzen Wan (tr. Van) und Colemêrg (Hakkari) Trauerfeiern und Gedenkveranstaltungen statt. In Ertemêtan (Edremit) kamen am Montag Hunderte Menschen zusammen. In Gever (Yüksekova) beginnt am Dienstag eine dreitägige Trauerfeier, die mit einer Gedenkveranstaltung abgeschlossen werden soll.
Die Trauerfeier in Ertemêtan wurde auf Initiative des Vereins der Familien von Gefallenen MEBYA-DER organisiert. Im Gedenkbereich waren die Bilder der Gefallenen aufgestellt und Transparente mit Aufschriften wie „Wir erinnern an die Gefallenen der Freiheit“, „Unsere Gefallenen sind unsere Würde“ und „Die Gefallenen sind unser Licht“ angebracht.
Hunderte Menschen besuchten im Laufe des Tages die Trauerfeier und sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus. Nach einer Schweigeminute wurde die Hymne „Çerxa Şoreşê“ gesungen. Wiederholt waren die Parolen „Şehîd namirin“ und „Bijî Serok Apo“ zu hören.
Dreitägige Trauerfeier in Gever
Auch in Gever wird der in unterschiedlichen Jahren und Regionen gefallenen Guerillakämpfer:innen gedacht. MEBYA-DER richtet dazu ab Dienstag um 9 Uhr eine dreitägige Trauerfeier im Çayır-Saal im Stadtteil Güngör aus. Am dritten und letzten Tag ist eine Gedenkveranstaltung vorgesehen.
Unabhängig davon wurde im zu Gever gehörenden Dorf Dêlezî eine Trauerfeier für den HPG-Kämpfer Serhat Özdemir ausgerichtet. Özdemir war vor zehn Jahren bei einem Gefecht in der südkurdischen Region Gare ums Leben gekommen. Auch seine Trauerfeier wurde von zahlreichen Menschen besucht.
https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/unser-schmerz-ist-gross-aber-wir-tragen-den-kopf-hoch-52509 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/pkk-gefangene-erinnern-an-gefallene-guerillakampfer-innen-52512 https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/arkas-der-heutige-friedensprozess-ist-auch-das-vermachtnis-der-gefallenen-52505