Die Krisenkinder: Gesundheitsmaßnahmen sind das Symptom einer chronisch kranken Politik

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Die Krisenkinder: Gesundheitsmaßnahmen sind das Symptom einer chronisch kranken Politik
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Die Krisenkinder:

Gesundheitsmaßnahmen sind das Symptom einer chronisch kranken Politik

von Susanne Begerow, Diplompsychologin und Publizistin | RUBIKON

Um eine außergewöhnliche soziale Situation besser zu verstehen, hilft es oft, auf unsere frühesten sozialen Erfahrungen zu schauen.

Welche familiären Muster können wir in der augenblicklichen gesellschaftlichen Entwicklung wiederfinden?

Maedchen-Teddy-Maskenpsychose-Krisenkinder-Kinderaengste-Entwicklungstrauma-Kritisches-Netzwerk-Kinderseele-Maskenkind-Kindheitstrauma-KindheitstraumataWas sagt das eventuell über das System aus, von dem wir ein Teil sind?

Welche Rollen und Funktionen nehmen Menschen in Krisen häufig ein?

Sind unsere Reaktionen vielleicht ein Symptom für eine „chronische Erkrankung“ unserer Politik?

Eine Suche nach Parallelen und Mustern.

Kabarettisten sind Menschenkinder mit besonders unerbittlich geschärften Zungen, spitzen Federn mit Tragweite und Adleraugen für die Fehler der Mitmenschen, bevorzugt die der politisch Tätigen. Dafür schätzen wir sie — zumal wir als Publikum meist relativ sicher vor ihnen schmunzelnd, nickend, unsere unvollkommenen Körper und Charaktere Kekse knabbernd in weiche Sessel sinken lassen können.

Sie schauen den Mächtigen unter die Deckmäntelchen, „dem Volk aufs Maul“, karikieren und treffen dabei oft auf schmerzhafteste Weise ins Schwarze — zum Beispiel auch, wenn Spitznamen für ihre Opfer ersonnen und im kollektiven Gedächtnis verankert werden. Sie erinnern sich an „Birne“? Der „Genosse der Bosse“? „Schmidt Schnauze“?

Eine herausstechende Eigenschaft wird auf den Punkt gebracht und quasi zum Markennamen. Heute haben wir „Mutti“. Und an dieser Stelle — Sie müssen entschuldigen — klingeln bei mir als Psychologin plötzlich Alarmglocken. NEIN. Auf meinem Hausdach springt ein Dutzend Sirenen an.

Ich weiß ja nicht, was Sie dabei assoziieren, bei mir ist es nichts Gutes. Das hat einen Grund darin, dass ich berufsbedingt von Klienten Geschichten in großer Zahl kenne, in denen Mütter — die tatsächlich meist nur das Beste für ihre Kinder wollten — massiven Schaden an Seele und Gesundheit ihres Nachwuchses hinterließen. Da hilft auch kein Deminutiv.

Selbstmord-Coronafrust-Coronaapathie-Selbstmordrate-Kritisches-Netzwerk-Maskenzwang-Bundeslockdown-Depressionen-Suizidgedanken-Bundesnotbremse-Megalockdown-Covid Mütter, die ihre Kinder schützen und zum Guten erziehen wollten und sie dabei psychisch misshandelten, schädigten, blockierten oder traumatisierten fürs ganze Leben. Es handelt sich um Mütter mit erheblichen eigenen emotionalen Problemen, ungesunden Verhaltensweisen, gestörten Beziehungs- und Bindungsmustern, die sie aus ihren eigenen Biografien mitbrachten, im Psycho-Jargon „dysfunktionalen Mustern“.

Um hier der Gendergerechtigkeit Genüge zu tun — Väter können ebenfalls enormen Flurschaden anrichten. Dennoch wage ich — als Frau darf ich das! — die Behauptung, dass Mütter noch tieferen Einfluss haben — siehe zum Beispiel pränatale Schäden durch Stress. Aber widersprechen Sie mir gern!

Nehmen wir das Beispiel einer Mutter mit einer Zwangsstörung. Sie möchte vordergründig ihr Kind schützen, indem sie zum Beispiel möglichst weitgehend kontrolliert, was ihr Kind den lieben langen Tag so treibt:

Was spielt es? Ist das auch nicht zu gefährlich?

Mit wem trifft es sich und wo?

Neil-Postman-Kinder-Kultur-Das-Verschwinden-der-Kindheit-Disappearance-of-Childhood-Kritisches-Netzwerk-Kinderrechte-Kinderseele-Kindesgefaehrdung-Corona-Covid-19Ist das auch guter Umgang und wann muss es wieder zu Hause sein?

Hat es die Hausaufgaben fehlerlos gemacht?

Das Zimmer ordentlich aufgeräumt?

Hat es sich nicht schmutzig gemacht, die Hände gründlich gewaschen?

Unter der Bettdecke keine verbotenen Bücher gelesen?

Artig sein Gemüse aufgegessen?

Keine Widerworte gegeben?

Niemanden enttäuscht oder traurig gemacht?

Lernt es brav, was gelehrt wird?

Erkennen die Lehrer auch die besondere Begabung des Kindes?

Spiegelt es wider, dass man eine gute Mutter ist auch im Nachbarschaftsvergleich?

Gibt die Oma nicht zu viel Schokolade?

Erlaubt der Vater zu langes Fernsehen, vergisst dauernd den Fahrradhelm und hat ein Schweizer Taschenmesser geschenkt und so weiter ...?

Mit eng gesetzten Leitplanken aus Belohnungen, die es sich verdienen muss mit Wohlverhalten, und natürlich auch Strafen wird der Sicherheit versprechende Pfad systematisch gebahnt. Sie erkennen, im Ansatz alles gut und richtig, doch: Die Dosis macht das Gift!

Die Engmaschigkeit, das aus der Starre der Angst resultierende Gefängnis, das fehlende Vertrauen in das Kind, das Umfeld, Natur und zuletzt in sich selbst zerrütten die Familie. Kontrolle wird zu einem zentralen Element, das scheinbar größtmögliche Sicherheit schafft. Das Kind verkrüppelt dabei.

Kindesmisshandlung-Kinderfolter-Kindesfolter-Kinderqualen-Kinderquaelerei-Misshandlung-von Schutzbefohlenen-Kritisches-Netzwerk-Traumatisierung-weisse-Folter

Zur Psychodynamik dieser dysfunktionalen Muster in Familien gibt es reichlich Literatur, die zu lesen lohnt. Doch ich möchte an dieser Stelle Reaktionsmuster betroffener Kinder betrachten, da diese als „Symptomträger“ uns unter Umständen für unsere heutige gesellschaftliche Situation mit einigen Zaunpfählen zuwinken.

Wenn Eltern psychisch erkranken — welche Bewältigungsstrategien entwickeln Kinder, um durchzukommen? Hier haben einige Psychologen Ähnlichkeiten gefunden in kindlichen Verhaltensweisen, die sie als „Rollen“ vereinfacht zusammenfassten — welche sich meist sogar lebenslänglich abzeichnen von der Schule über den Job, in Teams und anderen sozialen Zusammenhängen.

Vielleicht erkennen Sie etwas von den folgenden Rollen in sich selbst, in Ihren Mitmenschen oder gar Muster-Entsprechungen in unserem System, denn vieles, was wir in Familien sehen, findet sich in Gruppen und Gesellschaften wieder. Wie gesagt, die Dosis scheidet den Nutzen vom Schaden und alles davon ist in jedem von uns angelegt!

Elternstreit-streitende-Eltern-unglueckliches-Elternhaus-Suendenbock-Kindheitstrauma-Kritisches-Netzwerk-Ehekrise-Krisenkinder-Konfliktvermeidung-Kindheitserlebnisse

► Das fügsame Kind

Die Familie steckt in einer Krise, das Kind beschließt, sich brav, unauffällig, angepasst zu verhalten, um nicht noch zusätzlich zur Last zu fallen. Man könnte auch sagen: Es ist solidarisch — die Eltern haben schon genug Probleme, da darf das Kind keine eigenen haben oder produzieren. Ungehorsam zu sein oder zu opponieren würde das Problem der Eltern verschlimmern. Also ist es besser, still zu sein, keinen Streit zu provozieren, Konflikte werden nicht ausgetragen oder gelöst. Dieses Kind agiert oft sehr verantwortungsbewusst, wird eigene Bedürfnisse zurückstellen, hilft unter Umständen beim Vertuschen der Probleme, um eine vorübergehende Balance herzustellen.

Auch die Beobachtung, was passiert, wenn jemand ausschert und in die Schusslinie gerät, kann massive Angst hinterlassen, die dem Kind ratsam scheinen lässt, sich zu verbergen — auch seine Bedürfnisse, Nöte, Wünsche, Lebendigkeit et cetera. Es macht sich unsichtbar. Es ist oft alleine. Es wird nicht vermisst. Weil es scheinbar so „gut funktioniert“, ist es oft auch das „vergessene Kind“.

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► Das schwarze Schaf

Das Kind ist widerspenstig, frech, ungehorsam, aufmüpfig, verstößt gegen Regeln, hält sich nicht an Verbote, verweigert Leistung, läuft weg, beschimpft Eltern/Lehrer, macht Ärger und Lärm. Es ist verhaltensauffällig. Dieses Kind spürt, dass im System etwas völlig falsch läuft und auch ihm Unrecht geschieht. Darauf reagiert es mit Wut und Aggression. Es erkämpft sich unter Umständen notwendige Freiheiten damit. Die negative Aufmerksamkeit, die es von den Eltern erhält, ist ihm vielleicht sogar lieber, als völlig vergessen oder ignoriert zu werden.

Anerkennung erhält es eher von anderen „schwarzen Schafen“, Rebellen, mit denen es sich gegebenenfalls zusammentut, wofür es dann noch mehr Prügel einsteckt. Es ist für die Familie ein idealer Sündenbock, es bekommt die Schuld an der Misere zugeteilt plus zugehöriger Strafe. Aber es kämpft und zahlt oft einen hohen Preis dafür, dass es der Vertuschung des eigentlichen Problems der Eltern entgegenarbeitet.

Kinderaengste-sozialer-Rueckzug-Traurigkeit-Kinderdepression-Verlassensangst-Liebesentzug-Versagensaengste-Schuldgefuehle-Gefuehlsabstumpfung-Kritisches-Netzwerk

► Der Held

Die Helden übernehmen Verantwortung und wachsen über sich hinaus. Oft übernehmen sie Pflichten der Erwachsenen, was sie massiv überfordert und sie oft irgendwann aufreibt, unter Umständen auch erst im Erwachsenenalter. Sie versuchen zu helfen, beschützen die Mutter vor dem gewalttätigen Vater, beseitigen verräterische Spuren und auffälliges Chaos, stellen sich vor kleinere Geschwister, nehmen drakonische Strafen auf sich, oder sie offenbaren sich Vertrauenspersonen oder Behörden, brechen die Mauer des Schweigens, prangern Missstände an. Oft sind sie noch dazu sehr leistungsorientiert, gut in der Schule und Ähnlichem, geben überall ihr Bestes. Lachen, spielen, ruhen oder die Freiheit, sich auszuprobieren — das können sie sich angesichts der Gefahr, in der die Familie steckt, nicht leisten.

Sie übernehmen Verantwortung dafür, dass die Familie nicht zerbricht, wollen, dass niemand zu Schaden kommt, wollen Ordnung wiederherstellen et cetera. Bis zur Selbstverleugnung sind sie Helfer, Retter, Beschützer, Friedensstifter und manchmal stützen sie etwas, das längst im Kern zerrüttet ist, halten nur eine marode Fassade aufrecht.

► Der Clown oder das Maskottchen

Der Clown hat erkannt, dass Lachen Spannung reduziert und versucht, die Lage durch Spaß, Albernheiten, Witze zu entschärfen. Kaspereien können ablenken, deeskalieren, der Clown muntert auf, bringt wieder Fröhlichkeit ins Haus, hat unter Umständen Narrenfreiheiten, einen Schutzraum, wird wahrgenommen. Warum wird denn nicht mehr gelacht im Haus? Wo ist die Freude, die Leichtigkeit?

Junge-Grimasse-Albernheiten-Frohnatur-Kaspereien-Clown-Spass-Kritisches-Netzwerk-kindliche-Lebensfreude-Ausgelassenheit-Unbeschwertheit-Einschmeicheln-Kinder

Der Clown vertreibt die dunklen Wolken, seine Scherze bringen kurzfristig Erleichterung, man kann gemeinsam lachen, die Probleme vergessen. Er wird meist dafür gemocht als „Frohnatur“ und erhält positive Aufmerksamkeit — zumindest wenn er die „richtigen“ Scherze macht, die „falschen“ werden bestraft, er lernt den Unterschied schnell. In ihm sieht es oft ganz anders aus. Das Maskottchen ist besonders lieb und macht sich gefällig, wirkt niedlich und schutzbedürftig, singt und malt Blumenbilder, ein Sonnenschein der leidgeprüften Familie, ist aber innerlich nicht weniger verzweifelt.

► Die Unverwundbaren

Diese Kinder sind eigentlich ein Wunder: Sie überstehen unbeschadet die schlimmsten Verhältnisse. Ihre Strategien sind inzwischen recht gut erforscht und unter „Resilienz“ bekannt geworden. An dieser Stelle mein heißer Tipp: Nachlesen! Es lohnt sich, dieses Phänomen mehr zu vertiefen, als hier möglich ist, besonders in Krisenzeiten.

Alle Kinder verlieren Kindheit dabei, einen unwiederbringlichen Lebensabschnitt: Entwicklungsaufgaben und -chancen, Lebensfreude, Unbeschwertheit, eigene Erfahrungen sammeln, altersgerecht unterstützt werden in Autonomie und Persönlichkeitsentfaltung und vieles mehr. Sie tragen Narben davon. Diese geben sie oft später ihren Kindern weiter.

Mir ist eine Klientin, eine junge Mutter, in Erinnerung, die zunächst einfach sympathisch mit gepflegtem Äußeren und einer aprilfrischen Wohnung in Erscheinung trat, nur eigenartig gestresst, bis herauskam, dass sie sich hoch verschuldet hatte durch den Kauf von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, ihr drohte wegen Mietschulden die Kündigung. Das Kind war verhaltensauffällig. [s. Bildbeschreibung #9; H.S.]

Kleinkind-Desinfektionswahn-Hygienwahnsinn-Desinfektionsmittel-Handdesinfektion-Dauerbetueddelung-Mutterglucke-Kritisches-Netzwerk-Helikoptermuetter

Und nun der Sprung in die aktuelle Situation:

Was haben Sie eventuell in den letzten Monaten verloren?

Was vermissen Sie?

Welche erwähnten Stichworte haben Sie berührt?

In welchen Rollen möchten und können Sie sich momentan bewegen?

Empfinden Sie, dass Sie Schutz und Vertrauen „von oben“ erfahren?

Wie reagieren Sie auf Kontrolle und Restriktionen?

Leiden Sie allmählich unter dem andauernden Ausnahmezustand?

Ein Kabarettist oder Schauspieler hat vielleicht manches vom Clown. Polizisten können zu Helden werden. Viele Unzufriedene machen sich unsichtbar, passen sich oberflächlich der Macht und Majorität an in der Hoffnung, dass die „alte Normalität“ sich bald wieder einstelle. Ängstliche sind oft übergehorsam und richten ihre Aggression gegen sich selbst oder gegen Sündenböcke.

Ich wäre zu gern ein Friedensstifter — Harmoniesuchtproblem —, dennoch mussten Sie an meinen aktuellen Assoziationen zu „Mutti“ teilhaben und ich muss gestehen: Die Erfahrung von Hausarrest ist mir ebenso neu wie zuwider, meinem inneren schwarzen Schaf wachsen Hörner und ich spüre, dass ich gleich ganz schnell meine Atemübungen machen muss — oder doch schnell ein Täfelchen Schokolade zur Beruhigung und ein Fläschchen Rotwein zur Entspannung?

Dass ein Leid „wertvoller“ oder wichtiger sei als ein anderes, weil es aus einer Infektionskrankheit statt aus einer psychischen Notlage entstanden ist, das halte ich für falsch. Wir müssen die Gesamtheit sehen: aller Menschen und ihres individuellen Leids.

► Regression unter Stress

Momentan leben wir definitiv alle in einer chronischen Stress-Situation. Egal ob die Bedrohung der Gesundheit, der wirtschaftlichen Existenz oder die der Grundrechte im Vordergrund steht, wir spüren Gefahr und tendieren zum Notfall-Modus (Flight-Fight-Freeze-System, kurz FFFS) [1] und dazu, in alte Muster zu regredieren — familiär und stammesgeschichtlich, Regression unter Stress. Und wir kennen die Wiederholung von Mustern in unterschiedlichen Bezugsgrößen nicht nur in der Psychologie: Betrachten Sie die Selbstähnlichkeit im sich filigran immer feiner verästelnden Farnblatt oder Fraktale in der Mathematik — eine Form wiederholt sich auf der jeweils folgenden Ebene.

Depression-Maskenpsychose-Psychose-Maskenpflicht-Coronapsychose-Kritisches-Netzwerk-Flight-Fight-Freeze-Fawn-psychische-Stoerung-Angststoerung-Angstsymptome

Verhaltensmuster und Rollen in Familien lassen sich in Teams, Gemeinschaften, Ministerpräsidenten-Konferenzen oder ganzen Gesellschaften wiederfinden. Zusätzlich wiederholen sie sich durch transgenerationale Weitergabe im Zeitverlauf.

Gesunde Bedingungen stärken hierbei gesunde Muster, schädliche Bedingungen fördern ungünstige Muster. Und allgegenwärtige Angst ist psychologisch, physiologisch und sozial eine extrem schädliche Bedingung. Im Gegensatz zum Farn haben wir jedoch Gehirne und Augen, sprich Erkenntnis, und Beine statt Wurzelgeflecht, also Beweglichkeit. Auch Sprache scheint uns evolutionär vorübergehend zum Vorteil zu gereichen, das heißt Kommunikation.

Fragen wir uns also bewusst:

Sind wir noch resilient gegen schwierige Bedingungen?

Haben wir gesunde Bewältigungsstrategien oder lassen wir unsere gesunden Muster und Rollenverständnisse dekonstruieren?

Agieren wir differenziert als eigenverantwortliche, kompetente Erwachsene oder reflexhaft als eingeschüchterte Zöglinge in dysfunktionalen Strukturen?

Oder wird uns der zarte Farn mittelfristig doch überlegen sein?

Weil er in schwierigen Zeiten seinen Kindern gesündere Muster mitgibt fürs Gedeihen?

PS.:

Wenn die Ehe ihrer Eltern aus dem Lot ist, werden Kinder durch die Macht des Systems wie auch durch ihr eigenes Bedürfnis nach Selbstschutz getrieben, die Familienharmonie wiederherzustellen. Sie werden dabei so weit gehen, ihre eigene physische oder seelische Gesundheit zu opfern, um die Familienharmonie zu bewahren.“ (John Bradshaw, "Familiengeheimnisse. Warum es sich lohnt, ihnen auf die Spur zu kommen", Goldmann, ISBN: 978-3-442-17512-3 oder gebraucht/antiq. bei booklooker)

Bei diesem Rollen-Konzept handelt es sich nicht um eine naturwissenschaftlich erarbeitete Kategorisierung, es ist ein von Praktikern angebotenes Denk-Modell, das man nutzen und diskutieren kann!

Bleiben Sie ... resilient, offen, neugierig und nahbar!

Susanne Begerow, Diplompsychologin und Publizistin             


Ein paar Anmerkungen von Helmut Schnug:

[1] Fight-flight-freeze system (System der Kampf/Angriff - Flucht - Erstarrung/Herunterfahren): Das FFFS-System ist ein neurobehaviorales System, von dem angenommen wird, dass es Abwehrreaktionen auf alle aversiven / bestrafenden Bedrohungsreize (konditioniert und unkonditioniert) vermittelt, das Vermeidungsverhalten reguliert und das subjektiv mit der Emotion Angst verbunden ist.

Pete Walker, ein kalifornischer Psychotherapeut und Experte im Bereich Entwicklungs- und Bindungstrauma, hat darüber hinaus noch eine vierte Stress-Reaktion benannt: Das Einschmeicheln (Fawn). Erlebt ein Kind wiederholt, dass die anderen drei Reaktionen nicht erfolgreich sind, es sich dadurch also nicht in Sicherheit bringen kann, sondern im Gegenteil die Gefahr vielleicht noch verstärkt wird, versucht es (unbewusst), die Person, von der die Bedrohung ausgeht, für sich zu gewinnen. Die eigenen Grenzen, Wünsche und Bedürfnisse fallen dem Überleben zum Opfer. Das Kind unterwirft sich, dient dem anderen und sorgt für dessen gute Laune. So soll (unbewusst) der eigene Wert für den anderen gesteigert und somit die Chance aufs Überleben gesichert werden. Dieses Muster ist dann auch im Erwachsenenalter häufig noch zu beobachten. (-Hanna Voß) >> weiter.
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Kampf, Flucht, Erstarren - wir sind mit der dreiteiligen systematischen Reaktion auf Bedrohungen vertraut, die nur unsere Reaktion auf Stress und Angst ist. Es gibt aber noch mehr Reaktionen als nur kämpfen, flüchten, erstarren.

Kämpfen/Angreifen: Unser angeborenster Reaktionstyp ist wohl der Kampf. Wenn wir uns bedroht fühlen, sind wir, wenn auch nur für einen Moment, inspiriert, uns zu wehren und etwas zu tun. Viele Menschen werden von ihrem starken Wunsch zu kämpfen überrascht. Sie ergreifen Maßnahmen, die sie von sich selbst nicht erwarten würden. Manchmal kämpfen wir, indem wir tatsächlich, körperlich kämpfen. Andere Male kämpfen wir, indem wir verbal für uns eintreten. Was auch immer wir tun, wir handeln in irgendeiner Form defensiv gegen eine reale oder wahrgenommene Bedrohung.

Flucht: Unsere Fluchtreaktion ist eine unserer eher animalischen Reaktionen. Kaninchen, zum Beispiel, haben sich entwickelt, um schnell zu sein, damit sie schnellen Raubtieren wie Füchsen entkommen können, die ebenfalls entwickelt wurden, um schnell zu sein. Wenn wir nicht kämpfen können oder keine Verbindung zu einer anderen Reaktionsform herstellen können, ergreifen wir die Flucht, das heißt, wir rennen. Menschen können eine ungesunde Erfahrung machen, wenn sie völlig konfliktscheu werden und nie für sich selbst einstehen oder in irgendeiner Weise kämpfen.

Einschmeicheln: Als Verb bedeutet das Wort "fawn", dass man sich übertrieben verhält, "um sich einen Vorteil zu verschaffen". Fawn wird am häufigsten auf diese Weise in einer Aussage wie "They fawned over the celebrity" (Sie schwärmten für den Promi) verwendet. Für jemanden, der mit einer Bedrohung konfrontiert ist, bedeutet "fawn", dass er sich strategisch oder vielleicht unbewusst der Bedrohung und den Forderungen der Bedrohung unterwirft. Um Verletzungen, Schmerzen, noch mehr Angst oder andere Konsequenzen zu vermeiden, ist Kriecherei eine Antwort.

Überflutung: Comedy-Filme neigen dazu, eine solche Situation zu nutzen, um aus einer gefährlichen Situation eine leichte zu machen. Eine Gruppe wird vielleicht als Geisel genommen oder gerät in eine gefährliche Situation. Jede Figur verkörpert eine andere Reaktion, oft auch eine, die in Hysterie ausbricht. Der Täter wird überrumpelt und die Person kann nicht anders, als übermäßig emotional zu werden. Dies ist der Flooding-Effekt, bei dem wir mit Emotionen überflutet werden, die losgelassen werden müssen.

Müdigkeit: Schließlich ist dies die am wenigsten bekannte Reaktion auf eine Bedrohung. Wenn der Körper und das Gehirn durch Stress, die Reaktion auf Angst, so überwältigt sind, kann der Körper abschalten. Müdigkeit ist die totale Erschöpfung von Geist und Körper. Manche Menschen werden im Angesicht einer Bedrohung sehr schläfrig und haben das Gefühl, dass das Einzige, was sie tun können, Schlaf ist.

Das 3Fs-Model "Fight, Flight, Freeze" bezieht sich auf die unbewusste, autonome Physiologie eines Traumas und deren Wiederaufleben, wenn sie ausgelöst wird. Das 4Fs-Modell versucht, die Persönlichkeiten von Menschen mit entwicklungsbedingter 'Posttraumatischen Belastungsstörung' (PTBS) zu kategorisieren. Die Persönlichkeit eines Menschen ist eine große Sammlung von Eigenschaften und Kognitionen. Sie umfasst Verhaltensmuster, Muster der Sinneswahrnehmung ("Denken"), emotionale Reaktionen auf Reize ("Fühlen"), Selbstkonzept und Identität, etc. Sie umfasst nicht die unbewusste Physiologie.

Die 3Fs sind ein Weg, die physiologischen Phänomene zu beschreiben, die in Situationen von akutem Stress auftreten, einschließlich traumatisierender Ereignisse, PTBS-Episoden und (leider) alltäglicher Stressoren durch das Leben in einer neoliberalen kapitalistischen Gesellschaft, die - fatalerweise - von Ausbeutung, Leistungsdruck und von einem schier idiotischem Wachstumswahn geprägt ist. Die 4Fs sind eine Möglichkeit, komplexe Traumata in Pete Walkers Methode zu betrachten.

Bitte hier weiter runterscrollen und die nachfolgend verlinken Artikel lesen - tolles Material!


Lesetipps:

«Die Zerstörung der Psyche: Das Menschliche verwelkt, das Autoritäre erblüht!

Angst, Einsamkeit, Stress durch Zukunftsängste. Ein Gefängnis ohne Mauern!» by Neue Debatte / Elisabeth Mayerweck, im KN am 21. Juli 2021 >> weiter.

«Jede Angst ist zunächst einmal das Ergebnis einer Erwartung. Der nächste Lockdown kommt. Mit wem auch immer man spricht, ob mit Menschen, die sich die Impfung aus tiefster Sorge ums Überleben herbeigesehnt haben, ob mit strikten Impfgegnern, die sich niemals mit diesen nicht erprobten Vaccinen gentechnisch verändern lassen wollen - in Einem sind sich alle einig: Der nächste Lockdown kommt, spätestens nach der Bundestagswahl, vielleicht aber auch schon zum 1. September 2021.» von Egon W. Kreutzer, im KN am 7. Juli 2021 >> weiter.

«Die Krisenkinder: Gesundheitsmaßnahmen sind das Symptom einer chronisch kranken Politik.» von Susanne Begerow, im KN am 5. Juli 2021 >> weiter.

«Geschäftsmodell „Schnelltesteria“: Betrug im großen Stil? Unternehmerisches Handeln à la Christian Lindner.» von Egon W. Kreutzer, im KN am 2. Juni 2021 >> weiter.

 «Schulfrei: Vom Teilzeitgefängnis Schule zum Vollzeitgefängnis Familie?» von Bertrand Stern, im KN am 22. Mai 2021 >> weiter.

«Dringender Aufruf: Keine Corona-Impfpflicht für Kinder», im KN am 15. Mai 2021 >> weiter.

«Kinder der Nacht: Maskenzwang wird nachfolgende Generation nachhaltig prägen» von Thomas Castellini, 14. April 2021 >> weiter.

«Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Wie der Staat derzeit mit den schwächsten Menschen der Gesellschaft umgeht erfüllt den Tatbestand der physischen und psychischen Folter.» von Karolin Ahrens, im KN am 11. April 2021 >> weiter.

«Geraubte Kindheit: Von den verordneten Masken geht vor allem für Kinder und Jugendliche eine höchst gefährliche Symbolwirkung aus.» Exklusivabdruck aus „Generation Maske“. von Stefan W. Hockertz, 01. April 2021 >> weiter.

«12 Beweise, 13 Prüfinstanzen, 11 Fakten und Argumente: Der Impfstoff ist sicher!» von Egon W. Kreutzer», im KN am 26. März 2021 >> weiter.

«Goldrausch – oder wie man einen Run auf Impfstoffe auslöst. Über Stimmungs- und Panikmache, Notzulassungen, Impfeuphorie, Testomanie, Kollateralschäden für Psyche, Existenzen und Wirtschaft.» von Egon W. Kreutzer, Elsendorf, im KN am 11. März 2021. >> weiter.

«Das fremdgesteuerte Leben: Eine Hypothek fürs Leben. Seit wir Kinder sind, bringt man uns bei, brav zu sein — erkämpfen wir uns das Recht, endlich wir selbst zu sein.» von Elke Grözinger, 09. März 2021 >> weiter.

«Mit Kanonen auf Schüler. Seelendeformation bei den Kleinen. Mit rigorosen Mitteln versucht die Politik den Maskenzwang gegen die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft durchzusetzen: Kinder.» von Flo Osrainik, 06. März 2021 >> weiter.

«Die deformierte Generation: Wer Kindheitstraumata sät, wird Totalitarismus ernten.» von Michael Hüter, 04. März 2021 >> weiter.

«Die Stärke des Volkes bemisst sich am Wohl der Schwachen.

Eine spannende Aussage, da es doch vielmehr den Anschein macht, sie bemäße sich an sich ständig verändernden, sich je näher man der Sache kommt ins Unendliche hinausschiebenden, willkürlich festgelegten, unerreichbaren Fantasiezielen. Ebenso wie „Flatten the curve“, die „Zero-Covid“-Strategie oder die absolut nachvollziehbar klingende Forderung „die Zahlen(!)“ auf unter 50 pro Tag zu bringen, was für mich genauso einleuchtend ist, wie die Forderung, dass ab jetzt nur mehr an ungeraden Tagen gestorben werden darf.» Essay von Elisabeth Mayerweck, veröffentlicht am 14. Februar 2021 auf keinzustand.at/ >> weiter.

«Prof. Karl Lauterbach: Trotz Lipobay-Skandal Berater der Deutschen Regierung. Immer wieder Skandale und Fehlverhalten. Durch den Lebenslauf des sogenannten „Experten“ Karl Lauterbach ziehen sich zahlreiche Skandale. Konsequenzen für sein wiederholtes Fehlverhalten musste er jedoch nie fürchten.

[..] Der Skandal geht bis heute weiter, da ausgerechnet die Doktoren, die für den Lipobay Skandal mitverantwortlich waren, heute wieder agieren – dazu zählt Prof. Karl Lauterbach. 2004 schrieb der Spiegel: „Offiziell ist Lauterbach nur ein Wissenschaftler, der die Politik berät, ein junger Professor, dessen kleines Institut über einem Supermarkt an einer Durchgangsstraße liegt. Tatsächlich jedoch hat er die Grenze zur Politik längst überschritten; mit allen Tricks will er seine Vorstellungen durchsetzen.“ Schon 2004 war Karl Lauterbach den „Standesvertretern der Ärzteschaft noch verhasster als die Gesundheitsministerin (damals Ulla Schmidt) selbst.[..]

[..] Karl Lauterbach hatte zuvor zahlreiche Hinweise erhalten, dass Lipobay gefährlich ist und das Menschen sterben werden, wenn das Medikament auf den Markt kommt. Diese Warnungen ignorierte Karl Lauterbach damals ebenso wie es seine Auftraggeber taten. [..]»

Der Wochenblick, eine Zeitung aus Oberösterreich, hat sich die Laufbahn des umstrittenen Politikers genauer angesehen. Recherche von AA, Wochenblick, 16. Januar 2021 >> weiter.

«Die verratene Generation durch Konformismus und Unterwerfung. Millionen Kinder verbringen ihre prägenden Jahre unter Masken- und Hygienezwang — das dürfte sie schwer beschädigen.» von Michael Hüter, 03. Dezember 2020 >> weiter.

«Staatliche Kindesgefährdung. Die Regierenden zwingen den Heranwachsenden Masken ins Gesicht, wollen aber nicht für die Folgen haften.» von Evi Kühnlein, 13. November 2020  >> weiter.

«Atemberaubende Kindheit. Sollen unsere Kinder in Corona-Zeiten nicht ernsthaft Schaden nehmen, brauchen sie Schutz vor ihren „Beschützern“.» von Kerstin Bahrfeck, 23. September 2020 >> weiter.

«Lasst die Kinder in Ruhe! Abstandsregeln und Maskenpflicht sind ein schwerer Angriff auf das Selbstvertrauen und die gesunde Entwicklung von Heranwachsenden.» von Katrin McClean, 17. September 2020 >> weiter.

«Gefährliche Masken-Pädagogik. Kinder sollen angeblich durch die Anti-Corona-Maßnahmen geschützt werden — stattdessen werden sie massiv gefährdet.» von Lisa Marie Binder, 05. Juni 2020 >> weiter.

«Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen.

COVID-19-Strategiepapier aus dem Bundesinnenministerium:VS-NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH» - März 2020 >> weiter.


► Quelle: Der Artikel erschien am 08. Juni 2021 als Erstveröffentlichung bei RUBIKON >> rubikon.news/ >> Artikel. RUBIKON versteht sich als Initiative zur Demokratisierung der Meinungsbildung, vertreten durch den Geschäftsführer Jens Wernicke. RUBIKON unterstützen >> HIER.

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ACHTUNG: Die Bilder und Grafiken sind nicht Bestandteil der Originalveröffentlichung und wurden von KN-ADMIN Helmut Schnug eingefügt. Für sie gelten ggf. folgende Kriterien oder Lizenzen, s.u.. Grünfärbung von Zitaten im Artikel und einige zusätzliche Verlinkungen wurden ebenfalls von H.S. als Anreicherung gesetzt.

Bild- und Grafikquellen:

1. Kleines Mädchen mit Maske und Teddy: Unsere Schuldigkeit an den Kindern. „Wir können das den Kindern nicht mehr länger zumuten, was wir hier machen. Das ist eigentlich unbegreifbar, wie es eine Erwachsenengeneration fertigbringt, den Kindern solche Auflagen vorzugeben, die die Kinder eigentlich nur erfüllen können, indem sie ihre eigene Lebendigkeit, ihre lebendigen Bedürfnisse unterdrücken. Kinder müssen doch spielen, Kinder müssen doch kuscheln, die müssen doch mit anderen zusammen sein, was ist denn das für ein Leben, wenn sie das alles nicht mehr können“, sagte Hirnforscher Gerald Hüther. Foto: Gustavo Fring. Quelle: Pexels.com . Verwendung: Alle Fotos und Videos auf Pexels können kostenlos verwenden. Eine Namensnennung ist nicht erforderlich. Dem Fotografen oder Pexels zu erwähnen ist also nicht notwendig, im KN geschieht dies aus Respekt. Du kannst die Fotos und Videos auf Pexels ganz nach Wunsch ändern. Lass deiner Kreativität freien Lauf und ändere sie ganz nach Belieben. >> Lizenz. >> Foto.

2. Suizidgedanken: Die unverhältnismäßigen, teilweise auch nutzlosen und grundgesetzwidrigen Coronamaßnahmen lösen neben Angststörungen, Apathie, Frust, psychosomatische Beschwerden, Depressionen, Kinderheitstraumata, seelische Schäden, Vereinsamung, Verzweiflung etc. aus und fördern zudem die Kindeswohlgefährung, die häusliche Gewalt, soziale Spaltung, Denunzierung, eine verschärfte Polarisierung der Gesellschaft, Selbstmordgedanken und vieles mehr. Die Selbstmordrate dürfte steigen, wird aber sicher als Kollateralschaden geflissentlich in Kauf genommen. Die Kollateralschäden des Lockdowns sind inzwischen höher als der Kollateralnutzen. Foto: Engin_Akyurt / Engin Akyurt, Türkçe. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

Gestresste Frau: Mütter, die ihre Kinder schützen und zum Guten erziehen wollten und sie dabei psychisch misshandelten, schädigten, blockierten oder traumatisierten fürs ganze Leben. Es handelt sich um Mütter mit erheblichen eigenen emotionalen Problemen, ungesunden Verhaltensweisen, gestörten Beziehungs- und Bindungsmustern, die sie aus ihren eigenen Biografien mitbrachten, im Psycho-Jargon „dysfunktionalen Mustern“. Helikoptereltern kreisen ständig über ihren Kindern, um jederzeit eingreifen zu können - wie Hütehunde, die rastlos ihre Herde umrunden und immer in Alarmbereitschaft sind.

3. »Es ist nicht vorstellbar, dass unsere Kultur vergisst, dass sie Kinder braucht. Aber dass Kinder eine Kindheit brauchen, hat sie schon halbwegs vergessen.« (- Neil Postman: »Das Verschwinden der Kindheit«).

Neil Postman (* 8. März 1931 in New York; † 5. Oktober 2003 ebenda) war ein US-amerikanischer Medienwissenschaftler, insbesondere ein Kritiker des Mediums Fernsehen und in den 1980er-Jahren ein bekannter Sachbuchautor. Einige seiner bekanntesten Werke wurden von KN-ADMIN Helmut Schnug bereits vor Jahren mit Begeisterung mehrmals gelesen: (die Bücher gibt es mittlerweile antiquarisch für sehr wenig Geld bei BOOKLOOKER.de

»Das Verschwinden der Kindheit«, Fischer, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-596-23855-2. (The Disappearance of Childhood, 1982)

»Wir amüsieren uns zu Tode. Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie«, Fischer, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-10-062407-6. (Amusing Ourselves to Death, 1985.).

»Die Verweigerung der Hörigkeit«, Fischer, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-10-062408-4. (Conscientious Objections: Stirring Up Trouble About Language, Technology and Education, 1988)

»Das Technopol. Die Macht der Technologien und die Entmündigung der Gesellschaft«, Fischer, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-10-062413-0. (Technopoly. The Surrender of Culture to Technology, 1992).

»Wir informieren uns zu Tode.«, 1992 DNB 948188960. (How to Watch TV News, mit Steve Powers, 1992)

»Keine Götter mehr. Das Ende der Erziehung.«, dtv, München 1995, ISBN 3-423-36046-1. (The End of Education, 1995).

4. Kinderfuß im Schraubstock: »Schatz, Du willst wirklich nicht freiwillig Maske tragen, Dich testen und impfen lassen?« Foto: schuahanita. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

5. Streitende Eltern sind sich meist nicht tiefgreifend bewusst, dass sie ihm Kind / ihren Kindern erheblich schaden. Neben einer unglücklichen Kindheit schädigt jahrelange Streiterei einer psychisch und seelisch gesunden Kindesentwicklung - nicht selten mit lebenslangen Auswirkungen wie seelischer Verkrüppelung, mangelhaftes Selbstwertgefühl, geschädigte Persönlichkeitsentwicklung und gestörtes, oft destruktives Sozialverhalten. Oft setzen Eltern ihre Kinder ganz bewusst als Druckmittel ein, um sich selbst Vorteile zu verschaffen und dem Partner zu schaden. Mütter und Väter versuchen dabei auf perfide Weise, Kinder auf 'ihre Seite' zu ziehen, was Kinder in enorme innere Konflikte bringt. Foto: yanalya. Quelle: freepik >> https://de.freepik.com/ . Freepik-Lizenz: Die Lizenz erlaubt es Ihnen, die als kostenlos markierten Inhalte für persönliche Projekte und auch den kommerziellen Gebrauch in digitalen oder gedruckten Medien zu nutzen. Erlaubt ist eine unbegrenzte Zahl von Nutzungen, unbefristet von überall auf der Welt. Modifizierungen und abgeleitete Werke sind erlaubt. Eine Namensnennung des Urhebers und der Quelle (Freepik.com) ist erforderlich. >> Foto.

6. Das fügsame Kind: Die Familie steckt in einer Krise, das Kind beschließt, sich brav, unauffällig, angepasst zu verhalten, um nicht noch zusätzlich zur Last zu fallen. Es macht sich unsichtbar. Es ist oft alleine. Es wird nicht vermisst. Weil es scheinbar so „gut funktioniert“, ist es oft auch das „vergessene Kind“. Foto: _Alicja_ / Alicja, Polski. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

7. Die negative Aufmerksamkeit, die ein Kind von den Eltern erhält, ist ihm vielleicht sogar lieber, als völlig vergessen oder ignoriert zu werden. Es ist für die Familie ein idealer Sündenbock. Foto: Inactive account – ID 3938030. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

8. Grimassen und Albernheiten sind Ausdruck kindlicher Lebensfreude, können aber auch als Strategiemittel eingesetzt werden. Der Clown hat erkannt, dass Lachen Spannung reduziert und versucht, die Lage durch Spaß, Albernheiten, Witze zu entschärfen. Kaspereien können ablenken, deeskalieren, der Clown muntert auf, bringt wieder Fröhlichkeit ins Haus, hat unter Umständen Narrenfreiheiten, einen Schutzraum, wird wahrgenommen. Foto: loreva34 / MAGGY BURLET, Vias/France. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

9. Hygienewahn einer psychisch gestörten und/oder überängstlichen Helikoptermutter. Händedesinfektion bei Kleinkindern ist Hygieneterror und gesundheitsschädlich obendrein. Mit der Anwendung von Desinfektionsmitteln ist kein genereller hygienischer Nutzen verbunden. Vielmehr können die Produkte bei Kindern und Erwachsenen gesundheitliche Risiken (Vergiftungsunfälle, Allergiebildung) sowie das Risiko einer Resistenzbildung von Mikroorganismen gegen biozide Wirkstoffe bergen. Foto: freepik. (detaillierter Urhebername nicht benannt!) Quelle: freepik >> https://de.freepik.com/ . Freepik-Lizenz: Die Lizenz erlaubt es Ihnen, die als kostenlos markierten Inhalte für persönliche Projekte und auch den kommerziellen Gebrauch in digitalen oder gedruckten Medien zu nutzen. Erlaubt ist eine unbegrenzte Zahl von Nutzungen, unbefristet von überall auf der Welt. Modifizierungen und abgeleitete Werke sind erlaubt. Eine Namensnennung des Urhebers und der Quelle (Freepik.com) ist erforderlich. >> Foto.

10. Psychosen und Stress haben viele Ursachen, z.B. ein Gefühl der Angst und Hilfslosigkeit, der Bedrohung der Gesundheit, der wirtschaftlichen Existenz, familiäre Probleme etc. So tendieren viele Menschen zum Notfall-Modus (Flight-Fight-Freeze-System, kurz FFFS). Foto: Engin_Akyurt / Engin Akyurt, Türkçe. Quelle: Pixabay. Alle Pixabay-Inhalte dürfen kostenlos für kommerzielle und nicht-kommerzielle Anwendungen, genutzt werden - gedruckt und digital. Eine Genehmigung muß weder vom Bildautor noch von Pixabay eingeholt werden. Auch eine Quellenangabe ist nicht erforderlich. Pixabay-Inhalte dürfen verändert werden. Pixabay Lizenz. >> Foto.

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