2023 geht es ums Brot, nicht um die Butter

Inflation, Energiekrise und Rezession

von Dagmar Henn

Man muss 50 Jahre zurückgehen, um eine Inflation zu finden, die so hoch war wie heute. Damals reagierten die (Bundes-)Deutschen nicht mit Pessimismus, sondern mit höheren Lohnforderungen. Heute wird für Spekulanten gelitten.

geldboerse_armutsrente_portmonee_bargeld_pleite_portemonnaie_kritisches_netzwerk_armut_altersarmut_altersvorsorge_verarmung_mindestrente_sozialabbau_kapitalismus_konsumverzicht.jpg Es ist lange her, dass in Deutschland, genauer, der Bundesrepublik, eine derart hohe Inflation gemessen worden war. Mitte der 1970er hatte es zuletzt ähnliche Zahlen gegeben. Allerdings – damals war das das Ende einer langen Phase des Ausbaus des Sozialstaats gewesen, und auf die Preissteigerungen waren sofort entsprechende Lohnforderungen der damals starken Gewerkschaften gefolgt.

Die allgemein optimistische Stimmung hatte das nicht wesentlich dämpfen können, und ein tiefgreifendes Gefühl der Unsicherheit hatte das auch nicht ausgelöst, obwohl die Hyperinflation der Weimarer Zeit deutlich näher gewesen war.

Die Inflation des Jahres 2022 führt zuallererst zu einer Einschränkung des Konsums. Drei Viertel der Deutschen schränken sich inzwischen ein, berichtete DIE WELT [weiterer Artikel HIER] unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage. Kleidung und Elektronikprodukte sind als Erste dran; 56 Prozent wollen auf entsprechende Einkäufe verzichten. Aber auch die Pizza vom Lieferdienst, das Fitnessstudio sowie Restaurant- und Kinobesuche stehen auf der Streichliste. Damit erwischt es viele Branchen, die bereits von der Corona-Krise massiv getroffen wurden.

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Erlebnisbericht einer Britin, die krank wurde.

«Ich habe Angst, jemals wieder ins Krankenhaus gehen zu müssen»

Mit-Patienten mussten den Tag ohne Schmerzmittel aushalten.

von Martina Frei, Aargau/CH | für die Online-Zeitung INFOsperber

Red. INFOsperber – Im ersten Teil dieses Artikels berichtete Infosperber über die Zustände im britischen Gesundheitsdienst NHS (National Health Service). Im Folgenden schildert eine Britin ihre Erlebnisse. Sie ist der Redaktion namentlich bekannt. Da sie im Fall einer Erkrankung auf den NHS angewiesen wäre und Nachteile befürchtet, möchte sie anonym bleiben.

Sie schreibt:

«Ich bin mein ganzes Leben lang sehr gesund gewesen, abgesehen von meiner Arthrose. Vor einigen Jahren habe ich eine neue Hüfte bekommen, nachdem ich zwei höllische Jahre lang auf der Warteliste gestanden hatte. Die Operation fand in einem der besten Lehrkrankenhäuser des Vereinigten Königreichs statt und war ein voller Erfolg.

Operation_Krankenhaus_Krankenhausbett_Gesundheitsunterversorgung_Gesundheitswesen_Patientenunterversorgung_Patientenversorgung_Kritisches-Netzwerk

Aber die Tage im Krankenhaus waren katastrophal. Tagsüber gab es nicht genügend Pflegepersonal auf der Station, und nachts war nur eine Pflegekraft für drei Stationen zuständig. Ich habe mich schließlich selbst entlassen, weil ich realisierte, dass ich im Krankenhaus gefährdet und zu Hause besser aufgehoben war.

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2022 war das Jahr der rot-gelb-grünen Ampelkoalition

Sie hat keine Zeitenwende eingeläutet — sie ist die Zeitenwende.

von Roberto J. De Lapuente

Ampelkoalition-Ampelregierung-Annalena-Baerbock-Demokratur-Gruenomanie-SPD-FDP-Die-Gruenen-Klimawahn-Kritisches-Netzwerk-Scholz-Soeder-Robert-Habeck-Lindner Alles sollte anders, alles sollte besser werden. Die lange Ära Merkel würde abgelöst werden durch eine moderne, zeitgemäße Politik, suggerierte man den Bürgern. Eine Politik sollte umgesetzt werden, die den Wähler respektiert, die Belange der Menschen im Blick behält und endlich die Investitionsverschleppungen der Jahrzehnte zuvor beendet.

Ja, es sollte eine neue Epoche eingeläutet werden. Die bekamen wir dann auch: Zeitenwende nannte sie sich. Normalerweise verbindet man mit diesem Begriff jene 100 Milliarden Euro Sondervermögen, die zur militärischen Aufrüstung abgestellt wurden. Aber der Begriff birgt viel mehr. Diese Koalition ist die Zeitenwende — sie hat das Land verändert, ob es das will oder nicht. Von den Vorhaben, die das Alte vergessen machen sollten, ist wenig geblieben.

Auch wenn die Bundesregierung so tut, als habe sie allerlei umgesetzt. Wir sprechen heute ungeniert über Kriegsführung — der Altbundespräsident Joachim Gauck erklärte erst neulich noch einmal im Brustton der Selbstverständlichkeit, dass man seine Freiheit mit der Waffe in der Hand verteidigen müsse, falls nötig.

Der Sound der Republik hat sich sehr gewandelt.

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Ukraine - Kosovo: der nächste Konflikt steht ins Haus

Die Spaltung Europas in Ost und West

Ziel: Die nachhaltige Zerstörung Europas

by Gerhard Mersmann | NEUE DEBATTE

NATO-Friedensbewegung-Kriegsbuendnis-Kriegsverbrechen-Militaerallianz-Ruestungsausgaben-Militaerbuendnis-Kritisches-Netzwerk-Angriffsbuendnis-Angriffspakt-OTAN Vor einigen Tagen kam die erste Meldung. Quintessenz: Serbien scheint sich aggressiv aufzustellen. Am Mittwoch ein zweiter, etwas längerer Bericht. Unter dem Strich lief die Erzählung auf die Sichtweise der ersten Meldung hinaus. Serbien mache sich daran, die freie und liberale Republik Kosovo, die nebenbei bemerkt völkerrechtlich nicht anerkannt ist, zu bedrohen [1].

Da die Arbeit der Meinungsschmieden hierzulande hinreichend bekannt ist, fällt die Prognose nicht schwer. Nach der Ukraine steht nun der nächste Konflikt ins Haus. Und bei näherer Betrachtung fallen erhebliche Parallelen zur Ukraine auf. Es existiert dort eine ethnische wie kulturelle Bruchlinie zwischen den ethnischen Russen in Donezk und Luhansk sowie auf der Insel Krim, die in der Minderheit sind, und dem weitaus größeren ukrainischen Rest.

► Der Kosovo

Verträge, die den Namen Minsk trugen, sollten diese Minderheit schützen und ihr eine Teilautonomie gewähren. Das Gegenteil war der Fall und führte unter anderem zu der Eskalation. Alles mit Wissen und aktivem Zutun der freiheitlichen Demokratien, die sich im Kriegsbündnis NATO gegenseitige Sicherheit gewähren.

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Die Zustände im britischen Gesundheitswesen sind desaströs.

Über sieben Millionen Menschen warten auf ein Spitalbett

Viele Spitäler sind heruntergewirtschaftet.

von Martina Frei, Aargau/CH | für die Online-Zeitung INFOsperber

Etwa 7’100’000 Menschen in Großbritannien warteten Ende September 2022 auf eine Spitalbehandlung. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2007. Vor der Pandemie waren es 4,4 Millionen gewesen. In den ärmeren Gegenden verlängerten sich die Wartelisten stärker als in reichen.

Rund 400’000 dieser wartenden Kranken müssen sich schon über ein Jahr lang gedulden. Eine Prognose ging 2021 sogar von einer künftigen Warteliste mit 13 Millionen Patientinnen und Patienten aus.

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► Notfälle müssen im Ambulanzwagen ausharren

Selbst Notfälle brauchen viel Geduld: In Cornwall dauerte es in den letzten beiden Jahren durchschnittlich eine Stunde und 40 Minuten [siehe Tabelle], bis die Ambulanz eintraf – viel zu lang, um beispielsweise Menschen mit einem Schlaganfall bestmöglich zu helfen. Die Chance, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall (ohne Behinderung) zu überleben, steigt oder fällt in Großbritannien mit dem Wohnort. Zu den Gegenden mit der größten Wahrscheinlichkeit auf rasches Eintreffen der Ambulanz zählen die Londoner Nobelviertel Chelsea und Kensington mit durchschnittlich sechs Minuten, bis die Ambulanz da ist.

Eine 93-jährige Waliserin habe nach einem Hüftbruch 25 Stunden lang unter großen Schmerzen daheim am Boden gelegen, bevor ein Rettungswagen kam – «und das, obwohl ihre Familie wieder und wieder beim Notdienst angerufen hatte», schrieb der «Tages-Anzeiger«.

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Windkraft als vermeintliche Zukunftstechnologie

Selbst Investoren glauben nicht mal mehr

an die Zukunft des Windkraftwahns

Von Jason Ford | ANSAGE.org

Seltsam: Obwohl sie bereits fett subventioniert werden und die Politik sich alle Mühe gibt, den Ausbau zu beschleunigen, rechnen sich Windkraftanlagen offenbar so wenig, dass sich kaum noch Investoren finden lassen, die deren Bau finanzieren. So schreibt die „WELT” zum wachsenden Desinteresse der Anleger an der vermeintlichen Zukunftstechnologie:

Der Windkraftausbau in Deutschland stockt. Es finden sich immer weniger Interessenten, die unter den bestehenden Marktbedingungen Anlagen bauen wollen. Ganz schlimm endete die letzte Ausschreibungsrunde am Dienstag dieser Woche. Weil das geringe Interesse von Investoren bereits absehbar war, hatte die Bundesnetzagentur die Versteigerung der Fördergelder vorsichtshalber halbiert.” (WELT, 23. Dezember 2022, Bezahlschranke)

Windenergie-Landesschaftsbild-Verspargelung-Schallverschmutzung-Laermbelastigung-tieffrequente-Landschaftsverschandelung-Kritisches-Netzwerk-Klimanotstand

Das geförderte Kapazitätsziel war dabei deutlich verfehlt worden: Mit 203 Megawatt hatte sich für nur rund ein Drittel der ausgeschriebenen 600 Megawatt Interessenten gefunden, die tatsächlich bereit waren, für das ausgelobte Fördergeld Windräder zu bauen. Allen anderen, so die Zeitung, „reichte diese Summe nicht”. Und das, obwohl der Wind uns doch angeblich „keine Rechnung schickt”, wie naive grüne Nachhaltigkeitsphilosophen nicht müde werden zu behaupten!

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Die Menschen haben sich in eine Schläfrigkeit begeben

Die Schönheit des Lebendigen scheint vergessen.

von Thomas Eblen | RUBIKON

Der freischaffende Künstler, Dichter, Musiker und Maler Thomas Eblen hat auf die Dichter-Kollegen gewartet, auf ihr Wort zu dieser Zeit. Dieses Wort blieb aus. Und so hat er selber nach diesen Worten gesucht, nach Worten, die vor Augen führen, was in dieser Zeit geschieht. Herausgekommen ist ein essayistischer, mit Bildern durchsetzter Text eines „Außenseiters“, der bei aller Beklemmnis einen Weg aufzeichnet.

political-correctness-Politische-Korrektheit-oeffentliche-Meinung-Kritisches-Netzwerk-Konditionierung-Gruppendruck-Systemhure-Meinungsfuehrerschaft-Angepasstheit Wie werden wir mit der Macht, die über uns und in uns ist, fertig?

In dem Sinn, dass wir mit ihr leben können?

Neuerdings darf sie sich nicht mehr bemerkbar machen, sie muss zwischen den Menschen ein schleichendes Dasein führen. Sie darf keinen Namen haben, so wie es in der Diktatur, der Nation, der Monarchie, auch der Demokratie, üblich ist. Der Machterhalt ist da reine Gewalt.

Ein Menschenleben zählt nicht.

Das wird heutzutage verbrämt.

Es müssen permanent Geschichten in Umlauf gebracht werden, in denen Personen, die die Macht repräsentieren, farblos, blass und glatt erscheinen. Sie dürfen alles darstellen nur nicht Lebendigkeit, gar Außergewöhnlichkeit oder Originalität. Deshalb gibt man ihrer Rede kein großes Gewicht.

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Gemeinsam und mit Ruhe in die Ferne blicken

Auf der Bank

by Gerhard Mersmann | NEUE DEBATTE

Wer auf einer Bank verweilt und in die Ferne schaut, ohne sich durch die dröhnenden Schläge getakteter Zeit aus der Ruhe bringen zu lassen, dem offenbaren sich einfache Wahrheiten. Da wird deutlich, wie nichtig die gewaltig erscheinende Maschinerie um uns herum letztendlich ist. Und wie seltsam die Erwägung, man selbst spiele in dem Prozess künstlicher Erregung eine bedeutsame Rolle.

Es geht seinen Gang, das hatten schon die Riesen der Vergangenheit begriffen und erzählt. Nur wissen, wissen wollten wir es lange Zeit nicht.

Parkbank_Entspanntheit_Holzbank_Waldbank_Sitzbank_Ruhe_Gelassenheit_in_die_Ferne_schauen_Naturbeobachtung_Wahrnehmung_Fernblick_Weitblick_Kritisches-Netzwerk

Wir wollten glauben, dass da eine Instanz sei, die die Welt zum Besseren gedeihen lasse, sei es die Vernunft, das Gesetz oder gar ein höheres Wesen. Dass da etwas herrsche wie der Fortschritt, der das Hohe suche und das Niedere in die Archive der Vergangenheit verweise.

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Rückzug aus der Gesellschaft, auf Isolierstation

Zeugnis eines Verzweifelten und zugleich Hoffenden.

von Thomas Eblen | RUBIKON

Hier geht es um einen Menschen, der sich vollkommen aus der Gesellschaft zurückgezogen hat — er ist nur noch Beobachter, der Wahnsinn des Normalen macht ihn ohnmächtig. Er hat viele Möglichkeiten. Er kann sich ausdrücken in Musik, Bild und Sprache. Doch er ist anachronistisch, wie es so schön heißt. Er kann nicht an die heutige Welt andocken, zu hermetisch sind seine Aussagen. Deshalb verharrt er in einem seltsamen Inneren.

Das Äußere überwältigt ihn, ohne ihn zu berühren. Er ist fassungslos. Er ist nicht fähig, Widerstand zu leisten, zu weich ist sein innerer Kern. Er kann nur seine Welt, seinen Sehnsuchtsort, nach außen tragen. Ja, es ist die Reise eines Abenteurers ohne Mut, eines Feiglings, der trotzdem genug Kraft aufbringt, um etwas aus sich selbst heraus zu schaffen, um es der Öffentlichkeit preis zu geben. Hier nun Teile seiner Aufzeichnungen.

Ausgrenzung_Enttaeuschung_Resignation_Seelenschmerz_Gesellschaftsekel_Selbstisolierung_Verzweifelte_Verzweiflung_sozialer_Rueckzug_Kritisches-Netzwerk

Er hätte Mut brauchen können.

Aber die Gelegenheit ist vorüber. Sie ist an ihm vorbeigezogen, wie ein Peitschenhieb. Den Knall hat er noch gehört, doch zu langsam war er, nach all den Lügen, die sein Denken aufgebrochen haben. Nun sitzt er da, verloren und Vergeheimnist in seinen Handlungen. Die Anderen nennen ihn anders, die Gleichgesinnten fremd. Er beugt sich nach vorne, er will leidend sein. Er kreuzt die Hände vor der Brust, er presst die Lippen aufeinander und Tränen rinnen über seine Wangen. Es hilft nicht, das Mitleid der anderen ist wie ein Brandmal, gesetzt von den Herrschern der Welt.

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Willensfreiheit? Freier Wille liegt in Fesseln

In unserer Vorstellung genießen wir immer noch weitgehende Freiheit.

Mit der Realität hat dies jedoch wenig zu tun.

von Willy Meyer | RUBIKON

Freiheit, Willensfreiheit,Ein selbstbestimmtes Leben nach eigenen Vorstellungen gilt den meisten Menschen heute als Selbstverständlichkeit. Man hält sich für den Meister des eigenen Schicksals und weist Eingriffe in die persönliche Entscheidungshoheit weit von sich. Dabei räumt man gewisse Sachzwänge ein, moniert lästige Pflichten. Dies relativiert den Eindruck der Mehrheit, ihr Dasein individuell gemäß ihrem freien Willen gestalten zu können, jedoch nur unwesentlich.

Etwaige kognitive Dissonanzen löst man behände auf, indem das eigene Weltbild an die veränderte aktuelle Lage angepasst wird. Schließlich haben Kriege, Seuchen und andere Katastrophen doch seit jeher dazugehört, und ebenso gilt gekonnte Anpassung als immenser Evolutionsvorteil. Oder etwa nicht?

Bei genauerer Betrachtung ist es mit der von den meisten so beliebten Freiheit aber nicht weit her. Neurowissenschaftler stellen das Konzept des freien Willens schon länger infrage. In der politischen Debatte kommt die Freiheit hauptsächlich im Zusammenhang mit rücksichtsloser Gefährdung von Gesundheit und Umwelt vor. Und auch wir selbst wirken bei unserer Fesselung bereitwillig mit. Vor allem aus Bequemlichkeit und Konformismus nutzen die meisten von uns ihre Spielräume nicht annährend aus.

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Wahrheit, Freiheit, Redlichkeit und Unbestechlichkeit

Die Unfreiheit wird durch Lügen und Unterwürfigkeit etabliert

Von Herbert Ludwig | FASSADENKRATZER

Der langjährige Chefarzt und Medizinhistoriker Dr. Gerd Reuther machte kürzlich angesichts des gegenwärtig auf allen Ebenen erneut anwachsenden Totalitarismus einerseits auf die sich zwangsläufig fortzeugenden Lügen aufmerksam, mit denen Diktaturen arbeiten müssen, und andererseits auf die kriechenden Helfershelfer sowie die Masse der unterwürfigen Sklaven, ohne die es niemals eine autoritäre Herrschaft geben könnte. [1]

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Er bringt die Dinge knapp und eindrucksvoll auf den Punkt, so dass hier noch für die weihnachtliche Verinnerlichung davon berichtet werden soll.

Der erste und bisher gottlob einzige kommunistische Staat auf deutschem Boden“, schreibt Dr. Reuther, „hatte vier Feinde: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Diese Bedrohung teilt der hoffentlich kurzlebige Dauer-Krisen-Staat mit seinem Vorgänger. Entweder ist es im Sommer nicht heiß genug, um eine stetige Erderwärmung für die Staatsbürger glaubhaft zu machen, oder im Winter zu kalt, um mit der verknappten Energie das Auslangen zu finden. Die wahre Gefahr für die Zeugen des Dauernotstands reicht jedoch tiefer. Die vier Todfeinde sind: die Wahrheit, die Freiheit, die Redlichkeit und die Unbestechlichkeit. Sobald nur eine dieser vier Kardinaltugenden auch nur für kurze Zeit das mediale Tageslicht erblicken darf, ist das Kartenhaus der Lügen einsturzgefährdet.

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Nach oben buckeln, nach unten treten!

Neue deutsche Härte: Fahrradfahren im Winter

Von Cantaloop | ANSAGE.org

Zum Thema „Fahrradfahren im Winter” (also auch bei Glatteis) gab der „Bayerische Rundfunk” seinen Zuschauern und Social-Media-Followern, quasi stellvertretend fürs öffentlich-rechtliche Erziehungsfernsehen, die folgende Empfehlung ab:

Darauf achten… Tempo reduzieren – Abstand halten – Möglichst wenig lenken – Maßvoll bremsen, bevorzugt mit der Hinterradbremse – Reifendruck reduzieren, bessere Haftung / Alternativ: Winterreifen nutzen – Kurze Strecken Sattel etwas nach unten stellen, Füße erreichen den Boden leichter”. 

Da soll noch einer sagen, wir wären verweichlicht!

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In Zeiten von Klimakatastrophen und anderen die Menschheit in ihrer Existenz bedrohenden Szenarien muss man schließlich Prioritäten setzen. Galt noch bis vor kurzem die vernunftgeleitete Maxime, bei Schnee, Kälte und Glätte das Zweirad im Sinne der eigenen Sicherheit und Gesundheit besser ganz stehen zu lassen, so kann diese Sichtweise heutzutage getrost als obsolet gelten.

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Die Schweiz ist Spitzenreiterin bei den Retouren

Der Skandal mit der schnelllebigen Wegwerf-Mode

Von Pascal Derungs, Zürich | für die Online-Zeitung INFOsperber

85 Prozent der zurückgegebenen Kleider landen auf Deponien oder werden verbrannt. Die meisten Menschen schauen darüber hinweg. Doch die US-Journalistin und Autorin Rachel Greenley ließ sich temporär als Lagerarbeiterin anstellen, um die Auswirkungen unserer Gewohnheiten beim Kleiderkauf an der Front zu erleben.

Am 25. November hat sie in DNYUZ und in der New York Times über ihre Erfahrungen berichtet.

«Ich bin Saisonarbeiterin im Lager eines Online-Supermarktes. An fünf Tagen in der Woche verdiene ich 18,75 Dollar pro Stunde, während ich an einem Stehpult mit gelben Behältern voller zurückgegebener Kleidung stehe. Meine Aufgabe ist es, in weniger als zwei Minuten zu entscheiden, ob ein Kleidungsstück weiterverkauft werden soll.»

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► Umsatzbolzerei führt zu Verschleuderung

Rachel Greenley schildert anschaulich die Mühsal dieser manchmal abstoßenden Sortierarbeit mit getragener Kleidung. Vor diesem Knochenjob hatte sie in der Teppichetage desselben Online-Supermarktes gearbeitet. Sie hatte Unternehmensstrategien entwickelt, die auf die Steigerung von Tempo und Umsatz zielten. Dann wechselte sie ins Warenlager, um herauszufinden, wie sich diese Strategie an der Front auswirkt, dort, wo die Retoursendungen bearbeitet werden. Ihre Erkenntnis:

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Steigende Preise: Das Geschäft mit der Inflation

Preisdatenbank könnte Gewinninflation eindämmen

Von KONTRAST Redaktion | Magazin KONTRAST.at

Eine aktuelle Studie des ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. - zeigt, dass ein Teil der massiven Teuerung nicht mit höheren Kosten zu erklären ist. Stattdessen würden Unternehmen die Inflation als Vorwand verwenden, um ihre Preise überproportional zu erhöhen und so ihre Gewinne zu steigern. Das würde auch für Österreich gelten, sagt der Direktor des WIFO, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung mit Sitz in Wien, Gabriel Felbermayr.

Die Reallöhne sinken in Österreich heuer um rund 4 Prozent. Die Inflation trifft auch viele Unternehmen hart. „Wir werden aufgrund der hohen Preise alle ärmer“, fasste das Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher einmal zusammen. Doch Kochers Darstellung hat mit der Realität nicht viel zu tun: Denn während die Sozialmärkte überfüllt [1] sind und sich 20 Prozent der Bevölkerung nur noch lebensnotwendige Güter leisten können, haben manche ein Geschäft aus der Teuerung gemacht.

Sozialmarkt_Sozialmaerkte_Sozialkaufhaus_Sozialkaufhaeuser_Armut_Armutsgefaehrdung_Armutsschwelle_Verarmung_Verelendung_Kritisches-Netzwerk

► Gewinnsteigerungen der Unternehmen heizen Preise weiter an

Die aktuelle Studie des ifo Instituts zeigt, dass die Unternehmen mancher Branchen die Preise deutlich stärker erhöhten, als es aufgrund der Kosten gerechtfertigt wäre. Die Studie vergleicht, grob gesagt, die Preiserhöhungen, die die Branchen betrafen, mit den an die Konsument:innen weitergegebenen Preisen. Dabei stechen vor allem folgende Bereiche heraus: Die Preise von landwirtschaftlichen Produkten wurden um 60 Prozent teurer als nötig. Das Baugewerbe erhöhte seine Preise um 20 Prozent und der Handel um 9 Prozent stärker, als man erwarten konnte. Die Ökonom:innen kommen in ihrer Studie zu dem Schluss:

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Stefan Meisters Empfehlungen für eine neue Ostpolitik

Politikberater fordert Ausweitung der Konfrontation mit Russland

Von Gert Ewen Ungar

Russland_Ukraine_Konflikt_Deutschland_Rolle_Neutralitaet_deeskalierender_Vermittlerrolle_Ambiguitaet_unabhaengiger_Verfassungsstaat_Geopolitik_Geostrategie_Kritisches-Netzwerk Mit seinen Empfehlungen für eine neue Ostpolitik bereitet der Politologe Stefan Meister Deutschland den Weg in die Isolation, die Verelendung und den Krieg. Die Bundesregierung wird seinen Vorschlägen voraussichtlich dennoch folgen.

Wer erfahren möchte, in welche Richtung sich die deutsche Außenpolitik entwickelt, sollte die Webseite der 'Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik' (DGAP) im Blick haben. Der mit Steuergeldern finanzierte Think-Tank (gefördert vom Auswärtigen Amt aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages; H.S.] berät die Politik und liefert dabei mehr als nur Hintergrundinformationen für Politiker, um diesen eine gute, sachliche Grundlage für ihre Entscheidungen bereitzustellen.

Vielmehr bietet die DGAP fertig ausgearbeitete Konzepte, die von der aktuellen Regierung bereitwillig übernommen und umgesetzt werden. Wer etwa die Vorschläge des Auswärtigen Amtes zur China-Strategie betrachtet, erkennt darin eins zu eins die Ideen der DGAP wieder. Auch in Richtung China sind die Weichen auf Konfrontationskurs gestellt.

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Anthroposophie: ein Spezialfall der Wissenschaft

Über die Wissenschaftlichkeit der Anthroposophie

von Herbert Ludwig | FASSADENKRATZER

Rudolf_Steiner_Seelenkraefte_anthroposophische_Geisteswissenschaft_Medizin_Anthroposophie_Empfindungsseele_Wissenschaftlichkeit_Kritisches-NetzwerkDie Anthroposophie wird in der herrschenden öffentlichen Meinung als eine esoterische Lehre betrachtet, deren Inhalte Rudolf Steiner aus alten gnostischen, mystischen und theosophischen Anschauungen sowie eigenen Spekulationen zusammengestellt habe. Insbesondere das Urteil der etablierten Wissenschaft lautet unisono geringschätzig, sie sei alles andere, nur keine Wissenschaft. Denn eine Wissenschaft vom Geiste – wenn dieser überhaupt existiere – könne es grundsätzlich nicht geben, an eine geistige Welt könne sich allenfalls der Glaube wenden. – All diese Urteile stammen aus vielfach medial genährten Antipathien, wissenschaftsdogmatischen Behauptungen und Vorurteilen, denen nachfolgend der Versuch einer Widerlegung entgegengestellt werden soll. *

Rudolf Steiner machte von Anfang an – auch innerhalb der Theosophischen Gesellschaft [TG in D], der er einige Jahre angehörte – das, was er an esoterischen Inhalten vertrat und lehrte, ausschließlich als Ergebnisse eigener übersinnlicher Forschung geltend, deren streng wissenschaftliche Methode an Exaktheit der naturwissenschaftlichen Methode nicht nachstehe. Und mit der Bezeichnung „anthroposophische Geisteswissenschaft“ entwarf er die Anthroposophie als einen Spezialfall der Wissenschaft. Dies zeigt, dass die Wissenschaftlichkeit der Anthroposophie für Rudolf Steiner von fundamentaler Bedeutung ist. Die Anthroposophie hätte keine Daseinsberechtigung, wenn sie nicht dem Bedürfnis des modernen Menschen nach wissenschaftlicher Klarheit und Sicherheit gerecht werden könnte.

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Niveau- und Sittenverfall in der TV-Landschaft

Verrohung auf der Mattscheibe

von Roberto J. De Lapuente | RUBIKON

Das Akronym „TV“ steht für „Television“. Im Falle des öffentlich-rechtlichen Fernsehens (ÖRR) könnte es auch „Totale Verrohung“ bedeuten. Jahrzehntelang wurde der Niveau- und Sittenverfall in der TV-Landschaft dem Privatfernsehen angelastet, bis Böhmermann, Krömer und Co. im Öffentlich-Rechtlichen erschienen.

Was sich einige der bekannten Gesichter des ÖRR an Respektlosigkeit und Beschimpfung rausnehmen, hätten manche Privatsender selbst an der Talsohle des Niveaus nicht zu senden gewagt. Galt die Gebührenfinanzierung des öffentlichen Rundfunks früher als Garant für Qualität und Ausgewogenheit, so sichert dieser grenzenlose Geldfluss mittlerweile die Narrenfreiheit der Jan Böhmermanns und Kurt Krömers. Sie sind in einer Position, in welcher sie meinen, sich alles erlauben zu können.

Zwerg_Zwerge_Schatten_Fernsehkultur_Medienkultur_Medienverkommenheit_mediale_Hirnverschmutzung_ARD_ZDF_Niveaulosigkeit_Kritisches-Netzwerk

Beschimpfung, Hetze und Gossensprache — im Elfenbeinturm der Sender scheint nichts mehr heilig zu sein. Wenn es gegen Menschen geht, die den Kurs der Regierung oder einen bestimmten Zeitgeist kritisch sehen, gibt es keine rhetorischen Beißhemmungen mehr — die Zwangszahlungen der in Ungnade gefallenen Gebührenzahler nimmt man indes, ungeachtet der bestehenden Antipathie, dann doch sehr gerne an.

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Österreich: Illegale Preisabsprachen

Kleine Bundeswettbewerbsbehörde kämpft gegen große Kartelle

Von Lena Krainz | Magazin KONTRAST.at

Die Raffinerien haben ihren Anteil am Gewinn verdreifacht – und sind damit für die Hälfte der Preissteigerungen von Benzin und Diesel verantwortlich – das hat die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) im Sommer festgestellt. Ob die massiven Preissteigerungen bei Pellets durch illegale Preisabsprachen zustande kamen, untersucht die Behörde derzeit – auch mittels Hausdurchsuchungen. Sie hat das größte Kartell der Zweiten Republik aufgedeckt, was in der Baubranche zu Strafzahlungen in Millionenhöhe führte.

Und auch der kommende Bericht über die Lebensmittelbranche wird „ein sehr, sehr interessanter Bericht werden“, erzählt die interimistische Leiterin der Behörde, Natalie Harsdorf-Borsch, im Gespräch mit KONTRAST. Dennoch gehen internationale Schätzungen davon aus, dass nur 15-25% der illegalen Preisabsprachen aufgedeckt werden.

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Kontrast.at: Wie kann man sich das vorstellen: Wie arbeitet die Bundeswettbewerbsbehörde eigentlich?

Natalie Harsdorf-Borsch: Man kann sich die BWB wie eine Art Sonderpolizei und Staatsanwaltschaft vorstellen – speziell für Verstöße gegen das Kartellrecht. Wir gehen zum einen Verdachtsmomenten selbst nach. Das heißt, die BWB agiert ähnlich wie Ermittler:innen bei der Polizei. Zum anderen bringen wir das auch selbst vor das Gericht – ähnlich wie eine Staatsanwaltschaft. Wir arbeiten dabei sehr eng mit anderen Stellen, wie den Staatsanwaltschaften und den Kriminalämtern zusammen.

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Orchestrierte Angriffe auf die Meinungsfreiheit

Die nächste Runde Zensur zielt auf Telegram

Von Dagmar Henn

Man muss zugeben: es ist konsequent. Solange es noch Plattformen gibt, auf denen unzensiert Meinungen geteilt werden können, ist die NATO-Welt nicht in Ordnung. Die Washington Post (WaPo) bläst schon mal zum nächsten Halali, begleitet von einem Trupp NATO-freundlicher Denkfabriken.

zensur_staatszensur_meinungsfreiheit_deutungshoheit_pressefreiheit_staatsterrorismus_political_correctness_meinungsmacher_staatsterror_stigmatisierung_konditionierung_kritisches_netzwerk.jpg In der wievielten Runde sind wir eigentlich inzwischen? Immer wieder werden mehr oder weniger künstlich inszenierte "politische Ereignisse" skandalisiert, dann wird wieder die Geschichte von den "unkontrollierten" sozialen Medien und der "russischen Propaganda" aufgebraten, die angeblich schuld sind, dass nicht alle Deutschen zufrieden in ihren kalten Wohnungen sitzen und allerhöchstens für mehr (statt gegen) Waffen für die Ukraine demonstrieren. Und so wird dann das Fenster der zulässigen Meinung noch etwas "besser" abgedichtet (an den Ritzen könnte man schon Experimente zur Lichtbeugung machen), indem eine weitere Runde Zensurmaßnahmen ergriffen wird.

Manchmal möchte man hoffen, dass die Verbreiter dieses Unsinns ihn wenigstens nicht auch noch selbst glauben; allerdings reden wir hier

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Die Reformvorschläge der „Lauterbach-Kommission“

Fallpauschalen sollen durch Vorhaltepauschalen ergänzt werden

Einfalltor für den Kahlschlag im Krankenhaussystem

von Jens Berger | NachDenkSeiten

Hinterfragen_Hinterfragung_Nachdenken_Selbstdenken_Selbstdenker_Andersdenker_Andersdenkende_analysieren_nachrecherchieren_anzweifeln_Skepsis_Misstrauen_Schnug_Kritisches-Netzwerk Das deutsche Krankenhaussystem soll umgebaut werden. Wieder einmal. In dieser Woche nahm Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Reformvorschläge einer von ihm einberufenen „Expertenkommission“ entgegen. Um es vorwegzunehmen: Das Papier enthält viele gute Ansätze, deren Erfolg jedoch ganz massiv von der konkreten Ausgestaltung abhängt. Und hier sind durchaus Zweifel angebracht.

Das Papier eignet sich nämlich auch als Blaupause für den vor Corona bereits geplanten Kahlschlag im Krankenhaussystem. Scharf zu kritisieren ist auch der PR-Rummel, den Lauterbach selbst veranstaltet. Von dem von ihm angekündigten „Ende der Fallpauschalenkann keine Rede sein und eine „Revolution“ ist die geplante Reform auch nicht.

Auch wenn alle Reformvorschläge sinnvoll umgesetzt würden, wären die Probleme nicht weg, sondern nur auf andere Ebenen verschoben.

Es gibt wohl heute keinen Experten mehr, der das System der Fallpauschalen verteidigen würde. Fallpauschalen sind eine Art Vergütung zum Festpreis. Als sie 2004 verpflichtend für nahezu alle in den Krankenhäusern erbrachten ambulanten und stationären Behandlungen eingeführt wurden, versprachen sich die Befürworter mehr Wettbewerb im System.

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Deutschlands Ende wirtschaftlicher Vormachtstellung

Seine zukünftige Position in Amerikas neuer Weltordnung

Deutschland schafft sich selbst ab.

Gastbeitrag von Michael Hudson | NachDenkSeiten

Die US-Politik verfolgt nur ein Ziel: die politische und finanzielle Weltherrschaft und die militärische Dominanz. Deutschland ist zu einem wirtschaftlichen Satelliten von Amerikas neuem Kalten Krieg mit Russland, China und dem Rest Eurasiens geworden. Deutschland und andere NATO-Länder wurden aufgefordert, sich selbst Handels- und Investitionssanktionen aufzuerlegen, die den heutigen Stellvertreterkrieg in der Ukraine überdauern werden.

bundesadler_sturzflug_absturz_bundesregierung_deutscher_bundestag_bundeswappen_wappentier_staatswappen_kritisches_netzwerk_demokratie_entdemokratisierung.pngDer US-Präsident Joe Biden und die Sprecher des Außenministeriums haben erklärt, dass die Ukraine nur der erste Schauplatz einer viel umfassenderen Dynamik ist, die die Welt in zwei gegensätzliche Gruppen von Wirtschaftsbündnissen spaltet. Den größten “Kollateralschaden” aller Länder wird bei dieser Entwicklung Deutschland erleiden.

Dieser globale Bruch verspricht ein zehn- oder zwanzigjähriger Kampf zu werden, in dem es darum geht, ob die Weltwirtschaft eine unipolare, auf den US-Dollar ausgerichtete Wirtschaft oder eine multipolare, auf mehrere Währungen ausgerichtete Welt sein wird, die sich auf das eurasische Kernland mit gemischten öffentlichen/privaten Wirtschaften konzentriert. Präsident Biden hat diese Spaltung als eine zwischen Demokratien und Autokratien bezeichnet.

Die Terminologie ist eine typische Orwell’sche Doppeldeutigkeit. Mit “Demokratien” meint er die USA und die verbündeten westlichen Finanzoligarchien. Ihr Ziel ist es, die Wirtschaftsplanung aus den Händen gewählter Regierungen an die Wall Street und andere Finanzzentren unter US-Kontrolle zu verlagern. US-Diplomaten nutzen den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank, um die Privatisierung der weltweiten Infrastruktur und die Abhängigkeit von US-amerikanischen Technologie-, Öl- und Lebensmittelexporten zu fordern.

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DER VOLKSWAGEN ID.3: EINE GRÜN-GEWASCHENE SCHIMÄRE

Von Peter A. Weber, Klotten

Stellvertretend für andere E-Auto-Fabrikate und Modelle steht der Volkswagen ID.3 für eine üble Greenwashing-Inszenierung. Dr. Helmut Zell hat sich des Falls Volkswagen ID.3 angenommen und sowohl die vielversprechenden Verkaufsargumente von VW als auch die fragwürdige politische Förderung (Subventionierung) von E-Autos kritisch hinterfragt und ad absurdum geführt.

Der Schwindel rund um die angebliche Umweltverträglichkeit von E-Autos, die eine vermeintlich erheblich positivere Klimabilanz gegenüber Verbrennern aufweisen sollen, ist geradezu grotesk. Dem Bürger und Konsumenten soll der Bär aufgebunden werden, daß er oder sie sich bei Kauf eines E-Autos als verantwortungsbewusster Umweltschützer und "Klimaretter" mit reinem Gewissen fühlen soll. Dabei handelt es sich aber um einen arglistigen Trugschluss basierend auf falschen Aussagen und Werten - zudem werden viele Millarden Euro Steuergelder als Subventionen vergeudet.

Diese Ausschüttung der Subventionsmillarden ist obendrein völlig unsozial, denn sie begünstigen vorrangig Käufer, die ohnehin begütert sind und sich die horrenden Preise solcher E-Vehicles auch ohne staatliche Alimentierung leisten könnten. Die ärmeren Schichten gehen dabei wieder leer aus. Begünstigt wird durch diese Subventionierung der Bau und Absatz tonnenschwerer SUVs, Luxuskarossen und Sportwagen im oberen Preissegment, während kleinere und leichtere Fahrzeuge ins Hintertreffen geraten.

Es ist ein sofortiger Stopp dieser irrsinnigen Geldverbrennung zu fordern!

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Von wegen Emissionslosigkeit: Der Fall des Volkswagen ID.3

Der Traum von der Emissionslosigkeit.

Tatsächlich stimmen VWs Behauptungen nicht!

Gastbeitrag von Dr. Helmut Zell | NachDenkSeiten

Die VW-Website mit der Überschrift „Die CO₂-Bilanz des Elektro-Fahrzeugs“ versichert dem Besucher stolz, dass der ID.3 kein CO2 ausstößt: „CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km²“ und „Der ID.3 ist der erste „bilanziell CO2-neutrale Volkswagen.

Wie klimafreundlich ist dieses E-Autos denn wirklich? Bei VW weiß man, dass ein Elektroauto bei der Herstellung und bei der Erzeugung für den Ladestroms erhebliche Mengen an CO2 ausstößt. Wir prüfen diese Fragen anhand einer VW-Studie, die VW-Mitarbeiter aus der Technischen Entwicklung (alle mit Doktortitel!) zum ID.3 erarbeitet haben.

Greenwashing_Greenwash_Gruenfaerberei_gruenwaschen_gruenes_Maentelchen_umhaengen_Schoenfaerben_Klimabilanzen_Kundentaeuschung_Kritisches-Netzwerk

► So rechnen sich sechs VW-Doktoren die CO2-Bilanz des ID.3 schön

Mit der Studie wollen die sechs Mitarbeiter den Nachweis erbringen, dass der ID.3 umweltverträglich ist. Dafür haben sie den ID.3 mit zwei von Größe und Ausstattung her ähnlichen Verbrennern der Kompakt-Klasse (VW Golf 8, einmal als Benziner, zum andern als Diesel) verglichen. Gemessen wurde, wie viel CO2 die Fahrzeuge über die angenommene Lebenszeit von 200.000 km hinweg verursachen.

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Dr. Paul Brandenburg: Wir leben im Zeitalter des Gratismutes

Wir müssen Leute wie Steinmeier und Lauterbach vor Gericht sehen

Freiheitsstrafe, Mord, Schuldfähigkeit, Strafverteidiger, Totschlag, Unverjährbarkeit, Unverjährbarkeitsregelung, Verjährungsfrist, Wolfgang Mitsch "Wir leben im Zeitalter des Gratismutes", meint der Mediziner, Unternehmer und Publizist Dr. Paul Brandenburg im Interview mit dem Journalisten und Moderator Flavio von Witzleben. Brandenburg bezieht Position zu der Doppelmoral von Innenministerin Nancy Faeser, der Verlogenheit linker "Klimaaktivisten" und zu dem Agieren des Westens im Ukraine-Krieg. Corona-"Täter" wie Frank-Walter Steinmeier oder Karl Lauterbach möchte er vor Gericht sehen.

Wir leben in verrückten Zeiten: In einem Wüstenstaat findet eine WM statt, die dort niemals hätte stattfinden dürfen. In Deutschland kleben sich "Klimaaktivisten" an Straßen fest und beschmieren Kunstgemälde mit Kartoffelbrei. In der Ukraine wird vom Westen weiter der Konflikt geschürt, anstatt selbstkritisch Ursachenforschung zu betreiben und nach Auswegen zu suchen.

Und obendrein schwebt über allem immer noch das Corona-Thema. "Die Washington Post gibt mittlerweile auch ganz offen zu, dass die Mehrheit der Covid-Toten "geimpfte" Menschen sind. Das steht ganz offen zu  lesen. HIER + HIER" (von Witzleben).

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Annalena Baerbock und ihr "Zivilisationsbruch"

Eine echte Option auf eine friedliche Lösung wurde versenkt.

Nein, geradezu verhöhnt!

von Dagmar Henn

Wenn man Olaf Scholz und Annalena Baerbock so lauscht, hat man den Eindruck, sie hätten vor dem 24. Februar 2022 nichts mit der Ukraine zu tun gehabt und nie auch nur gehört oder gelesen, was ein Krieg ist. Dabei könnte man, wäre dieser Krieg eine Parkbank, gerade auch ihre Namen unter "gestiftet von" eingravieren. [Der Zustand der Bank entspricht der desaströsen Politik von Scholz und Baerbock. H.S.]

Parkbank_Waldbank_Stiftung_Sitzbank_Holzbank_Bankspende_Banksponsering_gesponsert_gestiftetet_von_Olaf_Scholz_Annalena_Baerbock_Spendentext_Kritisches-Netzwerk

► Reden wir doch einmal über Krieg.

Wie unter Erwachsenen, also ohne dieses "furchtbar, furchtbar"-Genöle. Was das ist, ein Krieg, und wie das abläuft. Denn irgendwie muss da eine ganz große Unordnung herrschen in den Köpfen vieler Politiker, auf der Regierungsbank wie in den Parteien, als hätte niemand in den letzten Jahrzehnten auch nur einen Blick geworfen, auf all die anderen Kriege – die, die die NATO geführt hat, und auf die westlichen Sanktionen und deren Folgen; als wären diese Politiker alle erst am 24. Februar aus einem Ei gekrochen und nichts davor hätte bei ihnen irgendeinen Eindruck hinterlassen oder irgendeine Bedeutung erlangt.

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Gute Proteste, böse Proteste und Persilscheine

Himmlischer Frieden: Aluhüte auf dem Tian’anmen!

by Gerhard Mersmann | NEUE DEBATTE

Sie wummern jeden Tag: die Abrissbirnen der Zivilisation. Waren es noch vor wenigen Tagen die omnipräsenten Empörungswellen über das Gastgeberland der Fußballweltmeisterschaft Katar, ist es jetzt einmal wieder China. Die Komplexität deutschen Handelns, die von einigen hämischen Geistern auch Doppelmoral genannt wird, bildet dabei den Leitfaden.

#KopfInDenSand. #ScheissAufDieFakten. #MachtAlleMit.

So wie es eine der ständig nörgelnden Gazetten verbreitete, hat die jetzige Regierung seit ihrem Amtsantritt insgesamt einundzwanzig (!!) Waffenexporte nach Katar genehmigt. Das Land, dies sei nebenbei bemerkt, führte bis 2017 zusammen mit Saudi-Arabien einen völkerrechtswidrigen Krieg im Jemen [1]. Die Anzahl der Toten dort übersteigt bei Weitem, das nur als Vergleichsgröße, die beklagenswerten Fälle in der Ukraine (und schon zeigt sich zudem eine rassistische Komponente).

Gute Proteste, böse Proteste und Persilscheine

Aber, und das ist das System, wie schön, wenn man sich moralisch echauffieren kann über eine von einem Sportler bei einem Wettkampf getragenen Armbinde. Das wäre, kühl betrachtet, einfach nur ein Akt einfältiger Propaganda, wenn es nicht – als System und kontinuierlich – dazu beitrüge, eine gesamte Zivilisation in Schutt und Asche zu legen. Wer da mitmacht, gesellt sich zum Barbarentum.

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Der Stromkrieg in der Ukraine

Er wird im Wesentlichen als Taktik geführt

Die aktuelle russische Taktik sei das absolute Gegenteil der von Napoleon entwickelten Militärtheorie der konzentrierten Kräfte, meint der Autor Pepe Escobar. Und das sei nur die Einstimmung, denn noch habe "es gar nicht richtig angefangen".

von Pepe Escobar, unabhängiger geopolitischer Analyst und Autor

Man denke nur an den polnischen Landwirt, der Fotos von einem Raketenwrack machte – von dem sich später herausstellte, dass es zu einer ukrainischen S-300 gehörte. Auf diese Weise könnte somit ein polnischer Bauer, dessen Handlung in unserem kollektiven Gedächtnis widerhallt, die Welt vor dem 3. Weltkrieg gerettet haben, entfesselt durch eine schäbige Verschwörung, die von angloamerikanischen Geheimdiensten ausgeheckt wurde.

Pepe_Escobar_Brasilien_Brasil_unabhaengiger_geopolitischer_Analyst_Autor_Raging_Twenties_Russland_Ukraine_Geopolitik_Kritisches-Netzwerk

Zu diesem Schmuddel gesellte sich noch eine lächerliche Vertuschung: Die Ukrainer feuerten auf russische Raketen aus einer Richtung, aus der sie unmöglich kommen konnten. Das heißt: aus Polen.

Und dann gab der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin Russland in jedem Fall die Schuld, weil seine Kiewer Vasallen auf russische Raketen schossen, die nicht in der Luft hätten sein sollen. Man nenne es das Pentagon, das schamloses Lügen zu einer ziemlich schäbigen Kunst erhoben hat. Der Zweck dieses angloamerikanischen Schwindels war, einen "globalen Aufruhr" gegen Russland zu entfachen. Der Schwindel wurde aufgedeckt – diesmal.

Das bedeutet aber nicht, dass die üblichen Verdächtigen es nicht noch einmal versuchen werden. Demnächst.

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Besinnung, Selbstreflexion und Aufklärung wären dringend geboten

Selbstbesinnung in der institutionalisierten Wissenschaft

von Prof. Dr. Jesper Larsson Träff | für tkp und NEUE DEBATTE

Wissenschaftsglaeubiger_Wissenschaftsleugner_institutionalisierte_Wissenschaft_Auftragssimulationen_Auftragsstudien_Gefaelligkeitsstudien_Kritisches-NetzwerkEs wäre mehr als begrüßenswert, ein „window of opportunity", wenn die institutionalisierte Wissenschaft die ruhige Auslaufphase – oder nur trügerische Ruhe – der akuten Corona-Maßnahmen zum Anlass nehmen würde, zu reflektieren, was in den vergangenen mehr als zwei Jahren passiert ist, wie es passieren konnte, welche aktive oder passive Rolle die wissenschaftlichen Institutionen gespielt haben, welche Rolle die „Wissenschaft“ gespielt hat, was es mit der Vorstellung von Wissenschaftlichkeit (und einfach Gedanken- und Meinungsfreiheit) auf sich hat.

Und vor allem: wie kann verhindert werden, dass ähnliches wieder passiert und dass sich diese oder auch andere noch dunklere Geschichten wiederholen.

Die wissenschaftlichen Institutionen – und auch „die Wissenschaft“ selbst – sind nicht gestärkt, sondern in unterschiedlichen Hinsichten nach innen und nach außen be- und geschädigt aus der Situation herausgegangen.

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Auch in Deutschland verunglücken viele Menschen auf dem Bau

Missstände auf dem Bau gibt es nicht nur in Katar

von Laurenz Nurk, Dortmund

Nach Informationen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) kamen 97 Bau-Beschäftigte im Jahr 2020 bei ihrer Arbeit ums Leben. Ein Anstieg von 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Statistisch gesehen hatte sich auf dem Bau bundesweit alle vier Tage ein tödlicher Unfall ereignet. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich durch Abstürze, dabei sind kleinere Baubetriebe mit bis zu neun Beschäftigten am meisten von den Unfällen betroffen.

Bauarbeiter_Bauarbeiterunfall_Bauunfall_Abstuerze_illegale_Beschaeftigung_Todesursache_Schwarzarbeit_Tageloehner_Wanderarbeiter_Kritisches-Netzwerk

Die IG BAU fordert, die staatliche Arbeitsschutzkontrolle deutlich auszubauen. Eine eigene Analyse hatte ergeben, dass in den Arbeitsschutzbehörden der Länder im Schnitt rechnerisch nur ein Aufsichtsbeamter für 26.000 Beschäftigte zuständig ist. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) empfiehlt eine Quote von 1 zu 10.000.

Der Ruf nach mehr staatlicher Arbeitsschutzkontrolle ist zwar berechtigt, weil in den vergangen Jahren Stellen im Kontrollbereich kontinuierlich abgebaut wurden, doch sollte das Augenmerk auch auf die strukturellen Probleme auf dem Bau gerichtet werden.

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Die fatalen Folgen der Zwangsmaßnahmen durch Schweizer Fürsorgebehörden

Studie der Berner Fachhochschule:

Vergessene Nachkommen von Weggesperrten und Fremdplatzierten

Das Leiden der Eltern vergällt den Kindern das Leben

von Pascal Derungs, Zürich | für die Online-Zeitung INFOsperber

Viele Kinder der Opfer von 'fürsorgerischen Zwangsmaßnahmen', kurz FSZM, leiden noch heute an den Folgen. Das deckt eine Studie auf. Bis ins Jahr 1980 haben Schweizer Fürsorgebehörden armutsbetroffene oder unangepasste Kinder, Jugendliche und Erwachsene systematisch fremdplatziert oder administrativ weggesperrt. Die psychischen, sozialen und finanziellen Folgen währten ein Leben lang. Jetzt zeigt sich, dass sie oft auch den Nachkommen weitergegeben worden sind. – Das belegt eine neue Studie der Berner Fachhochschule (BFH).

► Das Leiden der Eltern vergällt den Kindern das Leben

Die skandalösen Umstände dieser 'fürsorgerischen Zwangsmaßnahmen' und die oft tragischen Folgen für die Direktbetroffenen sind in der Schweiz mittlerweile breit dokumentiert und im Bundesrecht offiziell anerkannt worden. Viele der Opfer haben finanzielle Entschädigungen und andere Hilfe erhalten.

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Bürgergeld: menschenverachtende Fortführung von Hartz IV

Von der Ungleichheit der Armen und einer zutiefst verlogenen Politik

von Dagmar Henn

Buergergeld_Etikettenschwindel_Hartz_IV_Altersarmut_Massenarmut_Sanktionen_Sanktionierung_Entwuerdigung_Repressionen_Vermoegenspruefung_Kritisches-NetzwerkVoraussicht ist eine Eigenschaft, die in der deutschen Politik schon Exotenstatus hat. Dementsprechend wurde die Einigung zum Bürgergeld bzw. zur Fortführung von Hartz IV getroffen, ohne an mögliche oder gar wahrscheinliche künftige Probleme zu denken.

Jetzt haben sie sich also geeinigt, und im Ergebnis ist das neue "Bürgergeld" das alte Hartz IV. Denn ohne Bedrohung der Armen will das die Union nicht, und die Sozialdemokratie und die Grünen, die das ganze Hartz-System schließlich einmal eingeführt haben, meinen das mit der Abschaffung der Sanktionen auch nur begrenzt ernst.

Allerdings wurde bei der Einigung ein großes Problem übersehen. Denn seit dem Sommer wurde eine große Gruppe von Menschen in das System übernommen, die im Verhältnis zu den Hiesigen bevorzugt behandelt wird. Alle Flüchtlinge aus der Ukraine erhalten nicht die niedrigeren Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), sondern die etwas höheren Leistungen des ALG II, und das ohne die aufwendige Vermögensprüfung, der die Einheimischen unterworfen sind.

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Yuval Hararis Vision physischer Unsterblichkeit

Die lebenden Toten

von Herbert Ludwig | FASSADENKRATZER

Gehirn-maschinell-optimierte-Uebermenschen-Elitenoptimierung-Entmenschlichung-Homo-Deus-Transhumanismus-Kritisches-Netzwerk Prof. Yuval Noah Harari, der scheinwissenschaftliche Prophet einer totalen technologischen Zukunft des „Tieres Mensch“, das zum göttlichen Übermenschen aufsteigen soll, sieht in seinem Buch „Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen“ diesen auch ernsthaft die Unsterblichkeit anstreben. Denn der Tod sei kein „metaphysisches Mysterium“, sondern ein rein technisches Problem. Gentechnik, regenerative Medizin und Nanotechnologie würden das Lebensende immer weiter hinausschieben und allmählich den Tod ganz besiegen können. – Der Traum vom Erhalt der „Maschine des materiellen Körpers“ mag ein Stück weit gelingen, die Konsequenzen für das geistige Wesen des Menschen können nur fatal sein.

► „Die letzten Tage des Todes“

Unter dieser Unterüberschrift im langen Einleitungskapitel „Die neue menschliche Agenda“ des Buches „Homo Deus“ sieht Yuval Harari voraus, im 21. Jahrhundert würden „die Menschen vermutlich ernsthaft nach der Unsterblichkeit greifen“. Denn der Wert des menschlichen Lebens sei der höchste Ausdruck der gegenwärtigen Kultur. Die Allgemeine Erklärung der Menschrechte der UNO stelle kategorisch fest, „grundlegendster Wert der Menschheit sei das ´Recht auf Leben`. Da der Tod eindeutig gegen dieses Recht verstößt, ist er ein Verbrechen gegen die Menschheit, und deshalb sollten wir den totalen Krieg gegen ihn führen.

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München: Eine Stadt im Novembertaumel

Das Bild der Großstädte gleicht dem Inneren einer Geisterbahn

Die Folgen nach zweieinhalb Jahren der „neuen Normalität“

von Wolf Reiser | RUBIKON

Früher, da war die Fahrt in einer Geisterbahn auf eine Rundfahrt limitiert. Mit einem Monatsticket kann man dieser Tage nun unendlich lange mit der Geisterbahn fahren. Eine Fahrt mit der Trambahn durch die anthrazitfarbene Innenstadt lässt die verbliebenen wachsamen Beobachter des Zeitgeschehens erschaudern ob des Grauens und des Verfalls, die sich ihnen innerhalb wie außerhalb der Fahrgastkabine darbieten.

Überall sieht man Menschen, die nur noch der Schatten ihrer selbst sind — Körper, Geist und Seele sichtlich gezeichnet von den Schäden der als Allheilmittel angepriesenen Spritzen. Leere Augen, zitternde Gliedmaßen, geistige Apathie. Der nahende Tod kündigt sich — im Außen sichtbar — bei vielen der Menschen bereits an, die mittlerweile nahezu leblos durch die Straßen taumeln.

Gesellschaftsspaltung-Atomisierung-Spaltung-Gesellschaft-Ewiggestrige-Ewiggestrigkeit-soziale-Isolation-Teilhabe-Kritisches-Netzwerk-Individualisierung-Zusammenleben

Mit einer bitteren Melange aus Belustigung und Trauer malt der Autor ein niederschmetterndes Bild einer Trambahnfahrt durch das im Dunst von Trostlosigkeit versinkende Münchner Stadtviertel Schwabing.

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Waffenlobbyistin Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Die gefährlichste Frau Deutschlands

Von Gert Ewen Ungar

Marie-Agnes-Strack-Zimmermann-FDP-Russenhasserin-Russophobie-Transatlantikerin-Kriegstreiberin-Bellizismus-Kriegsrhetorik-Kriegsverherrlichung-Kritisches-Netzwerk Sie plädiert für militärische Eskalation und verhöhnt alle, die sich für eine Verhandlungslösung einsetzen. Strack-Zimmermann ist eine Gefahr für Deutschland. Als Waffenlobbyistin sind ihr die Gewinnmargen der Rüstungsindustrie näher als der Frieden und das Wohl der Bürger.

Sie ist Deutschlands einflussreichste Waffenlobbyistin und radikalste Verfechterin einer immer weiteren militärischen Eskalation gegenüber Russland. Sie ist Dauergast in deutschen Talkshows, wo sie zu immer härterer Aggressivität gegen Russland aufruft. Sie propagiert offen Russland als das "neue" Feindbild für die deutsche Bundeswehr. Strack-Zimmermann (FDP) betreibt in deutschen Medien Volksverhetzung und bekommt dafür Applaus nicht nur aus ihrer eigenen "liberalen" Partei, sondern auch von Teilen der Grünen, aus der SPD und selbstverständlich von der CDU/CSU.

Auf den Vorwurf, Lobbydienste für die Rüstungsindustrie zu leisten, reagiert Strack-Zimmermann stets pikiert und beleidigt, weist so etwas weit von sich. Dennoch ist es eine Tatsache, dass Strack-Zimmermann als Vorsitzende des Verteidigungsausschusses gleichzeitig mit hohen Posten in Organisationen tätig ist, welche die Interessen der Rüstungsindustrie gegenüber den Regierenden vertreten. Sie muss als befangen gelten.

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Die deutsche Kriegskamarilla

Reframing: letzter Trost und Hoffnungsschimmer

by Gerhard Mersmann | NEUE DEBATTE

Jene Technik, mit der man Defizite oder Missstände in einen anderen Rahmen einfasst und daraus eine Stärke macht. Beispiel? Die Reaktion eines Teils des politischen Personals auf den Versuch des Ukrainers Wolodymyr Selenskyj, den Krieg gegen Russland zu einem NATO-Bündnisfall zu machen.

Appelle und Versuche des schillernden Präsidenten der an Russlands Grenze liegenden „liberalen Demokratie“ waren bis dato unerhört geblieben. Da lag es nahe, die nächste Stufe der Eskalation auszuprobieren und Raketen auf das NATO-Mitgliedsland Polen zu richten. Und kaum waren sie eingeschlagen, wussten nicht nur die ukrainischen Initiatoren, dass, wie sollte es anders sein, der Russe dahintersteckt, sondern auch die deutsche Kriegskamarilla.

Olaf-Scholz-SPD-transatlantischer-Kadavergehorsam-Kriegskamarilla-Scholzismus-Kanzlerdarsteller-Eskalationspolitik-Russophobie-Kanzlerpuppe-Kritisches-Netzwerk

► Sogar dem Herren zu bissig

Dass die Bild-Zeitung gleich von einem russischen Raketenangriff sprach, wundert nicht. Und dass die Frau mit dem Kurzhaarschnitt aus der freidemokratischen Waffenlobby auf Twitter schon den Bündnisfall ausrief, ebenso wenig. [Marie-Agnes Strack-Zimmermann löschte zwar den Tweet, antwortete aber danach in einem ZDF-Interview auf die Frage, ob sie die verfrühte Aussage (volksverhetzende Vorverurteilung!) bereue, mit den Worten: »Nein, ich bereue gar nichts, [..] hab ich's gelöscht und grade gerückt. Ich glaube das ist das Mindeste was man tun kann«. Ergä. H.S.]. Dass allerdings die amtierende Außenministerin in den emotionalen Kriegszustand einstimmte, ohne zu wissen, was da eigentlich vor sich ging, ist ein Skandal, der den Staat ins Wanken bringt [1].

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Pläne für dauerhafte, geordnete Massenmigration

Süd-Nord-Migration ein großangelegtes, zentral orchestriertes

Unterfangen. Planung und Orchestrierung: die UN mit Hilfe von NGOs

von Herbert Ludwig | FASSADENKRATZER

Massenmigration_Zielland_Deutschland_Migration_Migranten_Migrantenflut_Masseneinwanderung_Arbeitsmigration_Armutsmigranten_Migrantenwelle_Kritisches-NetzwerkAus den Aussagen afghanischer Migranten, die auf dem Weg in die USA in Guatemala ankamen, ergibt sich, dass Mitarbeiter der Vereinten Nationen (UN) und anderer Hilfsorganisationen sie mit Karten, Informationen und sicher auch Geld versorgen, um durch Nicaragua, Honduras und schließlich Mexiko illegal in die USA zu gelangen.

Zusammen mit vielen programmatischen Stellungnahmen hoher UN- und auch EU-Vertreter in den zurückliegenden Jahren muss man zu dem Schluss kommen, dass die derzeitige Massenmigration ein großangelegtes und zentral orchestriertes Unternehmen ist, westliche Staaten im wahrsten Sinne des Wortes kulturell zu unterwandern.

► Afghanen in Guatemala

Der Wissenschafts-Blog ScienceFiles stellte kürzlich grundsätzliche Überlegungen zur Migration aus fernen Ländern an. Wie kommen z.B. arme Afrikaner aus Akiéni in Gabun, Zentralafrika, nach Bremen? Durch die Sahara nach Libyen und von dort nach Italien?

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Ohne Psychologie wird die Menschheit nicht weiterkommen

Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit sind weiterhin
erstrebenswerte Ziele aller Menschen

By Dr. Rudolf Hänsel, Diplom-Psychologe | GlobalReasearch

Auch wenn die Überlebensfrage der Menschheit angesichts eines möglichen präventiven Atomkriegs [1] gegenwärtig im Zentrum aller Überlegungen steht, sollten weise Aufklärer „über den Tag hinaus“ denken und überlegen, wie die Mitmenschen in einer Neuen Weltordnung asiatischer Prägung leben wollen. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit sind weiterhin erstrebenswerte Ziele aller Menschen.

Wie auch immer sich die Welt entwickeln wird – ohne die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Psychologie wird die Menschheit nicht weiterkommen. Als langjähriger Psychologe und Psychotherapeut steht der Autor zu seiner Prognose. Im Folgenden soll die Entwicklung der modernen Psychologie kurz dagestellt werden.

KELLEPICS

Es wird nicht leicht sein, Mitbürgern mit verschiedenem Bildungsgrad sowie Jung und Alt das Wissen über sich selbst und die Menschen generell zu vermitteln. Bis heute werden sie von Eltern, Kirche und Staat autoritär und religiös erzogen und so programmiert, dass es schwer sein wird, sie auf ihre Probleme aufmerksam zu machen.

Doch Bildung bedeutet, den Menschen zu vermitteln, wie sie ihre Probleme lösen und wie sie leben können. Auch sollten sie erfahren, welche Meinung sie über sich selbst, ihre Partner, Nachbarn, über den Staat und die Gemeinde und welche Haltung sie gegenüber ihren Kindern haben sollen.

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Rotterdam: Domizil der Zurückgespülten

Das alte Europa ohne Europäer

by Gerhard Mersmann | NEUE DEBATTE

Rotterdam. Delfshaven. Nur wenige Kilometer vom früheren und heutigen Zentrum entfernt [1], in dem Ossip Zadkines Skulptur der verwüsteten Stadt immer noch herzlos auf die deutschen Bomben verweist und dennoch ein neues, buntes Gesicht zeigt. Von dort weiter Richtung Meer. Hier fing alles an. Der große Transfer über die Ozeane. Der alte Mittelpunkt ist heute das Domizil der Zurückgespülten.

Delfs_Delfshaven_Delft_Rotterdam_Niederlande_Suedholland_Nieuwe_Maas_De_verwoeste_stad_Flusshafen_Niederlaendische_Ostindien_Kompanie_Kritisches-Netzwerk

Sie kamen mit den Kolonien und den Schätzen. Aus Indonesien, Surinam, den ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao), Sint Maarten [2], Ghana, Brasilien. Die Liste ist lang. Voll beladene Schiffe aus aller Welt. Heim ins Reich der protestantischen Ethik. Und der Lehre vom Geld. Die Menschen, die nachkamen, sitzen hier in den Kneipen, überall ein leichter Hauch von Cannabis, dazu guten Kaffee, ein leichtes Bier oder, wenn der Tag und das Portemonnaie es zulassen, ein Gläschen Genever.

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Kriminelle Klimaaktivisten: Die woken Kunstzerstörer

von Nicolas Riedl | RUBIKON

Die Wertschätzung für Kunst ist ein Gradmesser dafür, wie frei eine Gesellschaft ist — die jüngsten Angriffe auf Kunstwerke durch Klimaaktivisten geben Anlass zur Sorge, wie der Autor und Kunstmaler Raymond Unger im Interview ausführt.

Bildergalerien werden in jüngster Zeit zu ideologischen Schlachtfeldern. Suppen besudeln kulturell bedeutsame Kunstwerke, Aktivisten kleben sich an Skulpturen fest. Was wichtiger wäre, schreien die Vandalen anschließend die Kunstgaleriebesucher an: Kunst oder Leben?

Schizophrenie-Psychose-Realitaetsverlust-Wahrnehmungsstoerung-Klimahysterie-Klimaretter-Klimaschizophrenie-Klimapopulismus-Kritisches-Netzwerk-Klimapsychose-Klimaparanoia

In ihrem Eifer, das Weltklima zu retten, scheint den selbst ernannten Aktivisten jedes Mittel recht. Vor dem Hintergrund einer angenommenen Klimaapokalypse muss der Rettung des Planeten alles untergeordnet werden. So etwas wie Kultur, die tiefe Wurzeln hat und auf einer langen Tradition basiert, hat in der Welt dieser Aktivisten keinen Wert mehr. Im Gegenteil, je mehr die Kunst unter den Einflüssen der westlichen, von „alten weißen Männern“ dominierten Kultur entstanden ist, desto geringer schätzen sie diese Werke. Denn erst eine patriarchale Struktur hätte die heutige, desaströse Ausgangslage herbeigeführt.

Sind diese Angriffe die Taten einer im Denken ideologisch infiltrierten, entwurzelten, gar entfremdeten Generation? Auf den Spuren der Aktivisten — im Interview mit Raymond Unger.

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Berliner Wahldebakel: desorganisiert und prinzipienlos

Die Berliner Farce zur Bundestagswahl – III. Akt

von Dagmar Henn

Die Durchführung der Bundestagswahlen in Berlin im letzten Herbst verlief auf typisch Berliner Weise: desorganisiert und prinzipienlos. Jetzt geht es um die Wiederholung. Doch alle Zeichen deuten darauf hin, dass diese in einer kollektiven politischen Anstrengung auf der ganz langen Bank landet.

Berlin ist und bleibt eine Farce, aber der Umgang mit der Entscheidung des Berliner Wahlausschusses über die Wiederholung der letzten Bundestagswahl ist sozusagen die Inszenierung des Satzes "Egal, was meine Wähler denken" von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock mit vielen Komparsen.

Berlin_Berlinwahl_Abgeordnetenhauswahl_Bezirkswahl_Bezirksverordnetenversammlung_Wahldebakel_Waehlertaeuschung_Wahlwiederholung_Kritisches-Netzwerk

Klar, man kann sich auf die Detailfragen einlassen, in wie vielen Wahlbezirken die Wahl tatsächlich wiederholt werden soll, die letztes Jahr im Chaos versunken war – mit geschätzten Wahlergebnissen, falschen Stimmzetteln, Wählern, die gar nicht wahlberechtigt waren etc. pp. Der Bundeswahlleiter hatte die Ergebnisse in sechs Wahlkreisen für ungültig erklärt, genau jedem zweiten in Berlin, die zusammen 1.200 Stimmbezirken entsprechen. Die Koalitionsmehrheit im Wahlprüfungsausschuss des Bundestages will in nur 431 davon erneut wählen lassen. Die CDU/CSU fordert eine Wiederholung in allen 1.200 Stimmbezirken und will vor das Verfassungsgericht ziehen, wodurch die Wahl erst kurz vor der nächsten Bundestagswahl wiederholt werden dürfte.

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Albert Camus‘ Revolte gegen das Unrecht

Zur Aktualität des franz. Philosophen-Schriftstellers
und Existentialisten atheistischer Prägung

By Dr. Rudolf Hänsel, Diplom-Psychologe | GlobalReasearch

Albert-Camus-Revolte-Philosophie-des-Absurden-Sinnwidrigkeit-Sisyphos-Existentialismus-Algerien-Villeblevin-Facel-Vega-Absurditaet-Kritisches-NetzwerkIn den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in einer Zeit materiellen Wohlstands und vielfältiger Zukunftsperspektiven, hat der Autor die Werke des Literaturnobelpreisträgers Albert Camus zwar eifrig gelesen, jedoch ihre historische, philosophische und psychologische Tiefe nicht wirklich erfasst und empfunden.

Ein viertel Jahrhundert später, nach einem „gelebten Leben“ und inmitten finsterer Zeiten (Brecht), möchte er dazu anregen, Camus‘ Dramen, Romane und philosophische Essays wieder zu lesen: Zum einen bieten sie bei der individuellen Bewältigung der absurden Welt Orientierung und Unterstützung, zum anderen – und das ist ebenso wichtig wie das eigene „Überleben“ – bedeuten sie eine Schulung im Geiste der Revolte, jener Geisteshaltung, die die Gerechtigkeit bereits auf dieser Erde, und nicht erst im Himmel verwirklichen will.

Es ist schmerzlich, zu erleben, dass sich die Mitmenschen nur sehr schwer dafür gewinnen lassen. - Trotz aller Absurdität des Weltenlaufs und der Dämonie der Menschheitsgeschichte werden Camus‘ düstere Schilderungen von einer großen Liebe zur Welt und zum Mitmenschen überstrahlt.

So lautet seine letzte (schriftlich überlieferte) Nachricht: „Geben, wenn man kann. Und nicht hassen, wenn das möglich ist.“ [1]

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RA Dirk Sattelmaier zur Änderung des § 130 StGB

"Der geänderte § 130 des Strafgesetzbuchs ist verfassungswidrig"

Von Felicitas Rabe

Im Interview mit RT DE bewertete der Kölner Strafrechtler RA Dirk Sattelmaier die Einführung des neuen Straftatbestands in § 130 Absatz 5 des deutschen Strafgesetzbuchs. Die Änderung des Strafgesetzes über Volksverhetzung berge bedeutende Gefahren für die Meinungsfreiheit.

Aber wenn man sich das geänderte Gesetz genau anschaue, beinhaltete es auch – und das wolle der Jurist direkt vorneweg mitteilen – vom Gesetzgeber eingebaute Hürden, die einer missbräuchlichen Auslegung und damit der Behinderung der Meinungsfreiheit im Wege stünden.

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► Die Gefahr bei einem Gesetzesbeschluss per Omnibusverfahren

Zunächst ging der Jurist auf die Gefahren ein, die ein Verfahren mit sich bringt, bei dem direkt mehrere Gesetze auf einmal verabschiedet werden – wie es auch im Fall der Änderung des § 130 StGB geschehen ist. [>> Drucksache 20/4085, 19.10.2022; H.S.]

Das Gesetz sei quasi in einer Nacht-und-Nebel-Aktion bei einem sogenannten Omnibusverfahren vom Bundestag beschlossen worden. Das Omnibusverfahren bedeutet, dass in einer Sitzung gleich über mehrere Gesetze abgestimmt wird. Am 20. Oktober wurde vom Bundestag in der Hauptsache über Änderungen zum Bundeszentralregistergesetz votiert. Doch ohne dass dies inhaltlich dazu gepasst hätte, wurde dann im Omnibusverfahren weitgehend unbemerkt auch über ein diesbezüglich sachfremdes Gesetz entschieden und die Einführung eines neuen Straftatbestands im Absatz 5 des § 130 StGB beschlossen.

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Die Notwendigkeit bestehender Machtverhältnisse

Wir können die gesellschaftlichen Realitäten verändern,

wenn wir unseren Glauben daran konsequent aufgeben.

von Felix Feistel

Nach-oben-buckeln-nach-unten-treten-bestrafen-Neoliberalismus-neoliberale-Agenda-Abstiegsaengste-Diskriminierung-Disziplinierung-Konditionierung-systemische-GewaltWir nehmen heutzutage die Dinge so, wie sie sind, als gegeben hin. Die einen Menschen haben Geld und Macht, die anderen eben nicht. Die einen sind arm, während andere reich sind, und wir haben uns daran gewöhnt, dass Reiche den Armen Befehle erteilen. Regierungen entscheiden über unsere Köpfe hinweg über unsere Leben und richten dabei nicht selten erheblichen Schaden an. Doch all diese Zustände müsste es so nicht geben, denn sie haben eine gemeinsame Basis: unseren Glauben an ihre Notwendigkeit.

Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht“ (Abraham Lincoln).

Schon oft in der Geschichte haben Menschen die Umstände, in denen sie lebten, als unerträglich empfunden und den Drang verspürt, sie zu verändern. Und schnell stellen sich die Fragen:

Wie verändert man eine so erdrückende, gesellschaftliche Normalität?

Ist es der richtige Weg, die Macht zu erringen?

Ist es Geld, das die Welt verändert?

Macht und Geld scheinen die Grundlage zu sein, auf der alles beruht. Die Macht schafft Hierarchien und Abhängigkeiten, überzieht die Menschen mit einem dichten Netz an Regeln, die strikt zu befolgen sind. Machthaber können sich gütig verhalten oder willkürlich, nach Belieben die Spielregeln ändern und Gehorsam notfalls mit Gewalt einfordern.

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Toleranz ist nicht gleichbedeutend mit Nachgeben

Es ist eine Illusion zu glauben, man könne gegen den

Staat aufkommen. Der Staat ist gut gerüstet

By Dr. Rudolf Hänsel, Diplom-Psychologe | GlobalReasearch

Albert-Camus-Mythos-des-Sisyphos-Existentialismus-Kritisches-Netzwerk-Der-Fremde-Existenz-Essenz-Mensch-Revolte-Philosophie-des-Absurden-Villeblevin-Facel-Vega Immer wieder erliegen Menschen der Illusion, dass sie auf die Straße gehen und Fensterscheiben einschlagen müssen, wenn ihnen Unrecht geschieht. Politiker aller Schattierungen fabulieren bereits von kommenden Volksaufständen und vom Bürgerkrieg.

Dieses Aufbegehren gegen die Gewalt „von oben“ ist verständlich, weil Menschen sie nur schwer ertragen und sie ebenfalls mit Gewalt abwehren wollen. Hundert und mehr Jahre Geschichte haben jedoch gezeigt, dass der verspielt, der so dumm ist zu glauben, dass er gegen den Staat aufkommen kann. Der Staat ist gut gerüstet.

Eine pazifistische Welt kann nur durch eine tiefgreifende Änderung der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse entstehen. Um dies zu erreichen, muss die Menschheit aber einen anderen Weg wählen als den der Gewalt.

Bereits zu Beginn des Zweiten Weltkriegs schrieb der französische Schriftsteller und Philosoph Albert Camus in sein Tagebuch: „Treiben Sie niemanden zum Aufruhr. Man muss mit dem Blut und der Freiheit der anderen schonend umgehen.“ Er empfiehlt, die Mitmenschen umfassend aufzuklären und als erstes Gebot Selbstbeherrschung zu lernen [1].

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Die wissenschaftliche Psychologie als Kompass

Wer die Welt ändern will, muss den Menschen ändern!

Wichtigste Maßnahmen: Aufklärung und Erziehung

By Dr. Rudolf Hänsel, Diplom-Psychologe | GlobalReasearch

Menschen mit viel Geld und Einfluss, die der übrigen Menschheit nicht wohlgesonnen sind und nur ihren eigenen Profit im Sinn haben, versuchen auf verschiedene Weise, die Welt „aus den Angeln zu heben“. Der Weltkrieg gegen Russland gehört dazu. Der frühere Präsident von Greenpeace, Dr. Patrick Moore, sagte vor kurzem, dass die Eliten einen „Selbstmordpakt“ hätten, um die Weltbevölkerung zu reduzieren:

Wir stehen jetzt vor einer Situation, in der eine große Anzahl sehr mächtiger Organisationen und Eliten auf internationaler und nationaler Ebene eine Politik fordern, die im Grunde ein Selbstmordpakt ist. Im Grunde eine Art Todeswunsch.“ [>> kurzer Videoausschnitt]

Besorgte Zeitgenossen wollen diesen destruktiven Prozess gerne schnell und nachhaltig stoppen. Doch die Frage ist: Wie?

Da die Geschichte ein Werk des Menschen ist, muss der Mensch geändert werden, um die Welt zu ändern.

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Gut gemeinte Appelle verfehlen oft ihr Ziel. Dagegen bietet die moderne wissenschaftliche Psychologie ein geeignetes Instrumentarium. Damit der Mensch für eine humane, friedliche und freiheitliche Gesellschaft gewonnen werden kann und sich in Bewegung setzt, muss er sowohl über die Vorgänge in der Welt aufgeklärt sein, als auch seine eigene Natur, seine seelische Verfassung sowie seine Reaktionsweisen und die der anderen kennen.

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Fallpauschalensystem: Private Gewinne auf Kosten unserer Gesundheit

Ökonomisierung & Privatisierung im Gesundheitswesen

Krankenhaus im Ausverkauf

Von Ralf Wurzbacher | NachDenkSeiten

Nach der Lektüre dieses Buch will man um deutsche Hospitäler einen großen Bogen machen. Thomas Strohschneider beschreibt in „Krankenhaus im Ausverkauf“ ein Gesundheitswesen als Tummelplatz von Profitjägern, Kostendrückern und Pleitegeiern, auf dem Profit über alles geht und das Patienteninteresse an einer bestmöglichen Versorgung nachrangig ist. Im Interview mit den NachDenkSeiten berichtet der ehemalige Chefarzt eines Privatklinikums über Multimorbide, die sich nicht rechnen, Hüft-OPs als Kassenschlager, ausgepumpte Pflegerinnen und Abnutzungsschlachten im Zeichen eines kranken Fallpauschalensystems. Mit ihm sprach Ralf Wurzbacher.

Stethoskop-Bestechlichkeit-Bestechung-Schmiergeld-Schmiergelder-Vorteilsnahme-NOVARTIS-Kritisches-Netzwerk-Kaeuflichkeit-Korrumpierbarkeit-Korrumpierung-Korruption

Thomas Strohschneider, Jahrgang 1955, ist Facharzt für Allgemein- und Gefäßchirurgie. Er studierte Chemie und Humanmedizin an den Universitäten Tübingen und Montpellier, war in der Katastrophenhilfe in verschiedenen Ländern Afrikas aktiv und arbeitete acht Jahre als Chefarzt für Gefäßchirurgie an einer privatwirtschaftlich geführten Klinik in Baden-Württemberg. Von ihm erschien im Frühjahr im WESTEND VerlagKrankenhaus im Ausverkauf. Private Gewinne auf Kosten unserer Gesundheit“.

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Menschenopfer. Stellvertreterkriege. Altar der Eitelkeiten.

von Nadine Rebel | RUBIKON

Die eigene Eitelkeit hindert politisch Verantwortliche daran, ihre Taten selbstkritisch zu reflektieren — in der Folge werden Millionen Menschen für Kriege und Pharmaexperimente geopfert. Früher waren sie Teil besonders extremer religiöser Kulte — heute werden Menschenopfer eher für weltliche Zwecke durchgeführt. Sie heißen nur anders: zum Beispiel Landesverteidigung, friedensschaffende Maßnahme, Sonderoperation oder auch Immunschutz.

Rohrzange_Herrschaft_Aggression_Gewaltherrschaft_Machtelite_Menschenopfer_Folter_Totalitarismus_Toetung_Unterdrueckung_Angstnarrativ_Kritisches-Netzwerk

Menschenopfer stellen die Umkehrung des Kant’schen Satzes dar, wonach Menschen immer nur Zweck, niemals Mittel verantwortungsvollen Handelns sein sollten. Nun werden von den „Eliten“ Zwecke definiert, für die zu sterben man Menschen zwingt oder manipuliert. Meist sind es zutiefst egoistische Motive der Mächtigen: Profit, Machtzuwachs oder schlicht Eitelkeit.

Die Weigerung, die engen Grenzen der eigenen Einsichtsfähigkeit einzugestehen und Fehler zu korrigieren. So perfide ihre Taten auch sein mögen: Stets wirken die Regierenden wie frisch verliebt in sich selbst. Es sind ja immer die Opfer, nie sie selbst, die die Konsequenzen zu tragen haben.

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Hungerspiele werden auch in Deutschland gespielt

von Egon W. Kreutzer, Elsendorf (N.-Bay.)

Es ist ungeheuerlich, was sich momentan vor aller Augen in Deutschland abspielt.

- Bundeskanzler Scholz, Wirtschaftsminister Habeck und Bundespräsident Steinmeier schwören die Bevölkerung auf harte Zeiten ein. Die Tafeln rufen vergebens um Hilfe, weil sie der schieren Masse der Neukunden nicht mehr Herr werden.

Ricarda_Lang_fetten_Jahre_Rezession_Inflation_Buendnisgruene_Spardiktat_Dekarbonisierung_Heizkostenexplosion_Feminismus_Kohleausstieg_Kritisches-Netzwerk- Die Differenz zwischen der veröffentlichten Inflation und der gefühlten Inflation war nie so groß wie heute.

- Weite Teile der Wirtschaft warnen vor dem Zusammenbruch ihres Geschäftsmodells und kündigen Reduzierung ihrer Belegschaft, Betriebsschließungen und Produktionsverlagerungen an.

- Die Regierung greift zur Gießkanne und versucht mit hastig zusammengeborgten 300-Euro-Scheinen den Brand zu löschen.

- Die EZB erhöht die Leitzinsen, damit sich – obwohl der Zusammenhang so direkt nicht besteht – die Staatsverschuldung für die Gläubiger auch rentiert.  

- Die Steuerschätzer gehen von mehr als 100 Milliarden zusätzlicher Steuereinnahmen aus, weil die Inflation gut ist, für die Mehrwertsteuer, und weil inflationsbedingte Lohnerhöhungen, obwohl sie die Inflation nicht einmal ausgleichen, über die kalte Progression unmittelbar zu steigenden Steueranteilen am Lohn führen.

Wäre es nicht höchste Zeit, jetzt, acht Wochen vor Weihnachten, die Frage zu stellen, wer den Nutzen davon hat?

Ja, schon. Aber das hilft jetzt auch nicht mehr weiter.

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Brandstifter Frank-Walter Steinmeier schwadroniert von WIR

Sein Durchhalterede an die Deutschen

Dieses "Wir" gibt es nicht.

von Dagmar Henn

Ein unschuldiger Bundespräsident Steinmeier hilft der unschuldigen Ukraine? Mitnichten. Steinmeier hat mit dafür gesorgt, diese Bandera-Ukraine zu schaffen, er ist einer der Brandstifter. Und jetzt bedenkt er die Deutschen mit Durchhalteparolen.

Wenn es eine Person gibt, die die Hintergründe des Konflikts in der Ukraine genau kennen muss, dann ist das Frank-Walter Steinmeier. Von 1999 bis 2005 war er Chef des Kanzleramts. Während der ersten Farbrevolution in der Ukraine, im Jahr 2004, war er damit der Geheimdienstkoordinator und hatte dementsprechend alle verfügbaren Informationen über diesen ersten westlichen Versuch, die Ukraine vollständig unter die Ideologie von Stepan Bandera zu stellen und gegen Russland zu richten. Er weiß mit Sicherheit auch genau über die deutsche Rolle in diesem Spiel Bescheid.

Frank-Walter-Steinmeier-SPD-Bundespraesident-Schloss-Bellevue-Selbstherrlichkeit-Selbstueberhoehung-Heuchler-Transatlantiker-Kritisches-Netzwerk-Russophobie-Demokratur

2014, während des zweiten Anlaufs durch den Maidan, war er deutscher Außenminister. Er schloss zusammen mit seinen polnischen und französischen Kollegen das verhängnisvolle Abkommen mit der "Opposition", das dazu führte, dass der rechtmäßig gewählte ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch die Bewachung der Regierungsgebäude zurückzog, woraufhin sie am Folgetag gestürmt werden konnten. Steinmeier hat die Putschisten sofort anerkannt.

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Das neue Erzählformat der ROT-GELB-GRÜNEN Ampelregierung

ROT-GELB-GRÜN

von Egon W. Kreutzer, Elsendorf

Ampelkoalition-Ampelregierung-Annalena-Baerbock-Demokratur-Gruenomanie-SPD-FDP-Die-Gruenen-Klimawahn-Kritisches-Netzwerk-Scholz-Soeder-Robert-Habeck-Lindner Ein Schriftsteller, der beschließt einen Roman zu verfassen, hat die Wahl zwischen zwei grundsätzlichen Perspektiven, aus deren Sicht er seine Geschichte aufbaut. Er kann entweder zum Stilmittel des Ich-Erzählers greifen oder einen allwissenden Erzähler einsetzen. Beide Erzählperspektiven haben Vor- und Nachteile. Die höhere Authentizität des Ich-Erzählers wird durch erhebliche Einschränkungen in der „Breite“ der Geschichte erkauft, während die unbegrenzten Möglichkeiten des allwissenden Erzählers dazu verleiten, die Zahl der Handlungsstränge über das vom Leser noch gebilligte Maß hinaus auszuweiten.

Die Erzählungen unserer Regierung haben inzwischen jedoch ein neues Erzählformat angenommen, nämlich das einer Gruppe alleswissender Ich-Erzähler. Dies ist gewöhnungsbedürftig, auch weil sich dabei logische Brüche in der Erzählung ergeben, die nicht nur mit dem Wechsel der Regierung von der schwarz-roten GroKo zur rot-gelb-grünen Ampel erklärt werden können, sondern den Verdacht aufkommen lassen, mit einer ganzen Wagenladung kognitiver Dissonanzen konfrontiert zu sein, die sowohl intrapersonell als auch im gruppendynamischen Prozess in Erscheinung treten.

Als Beispiel möge hier die Nord Stream 2 Erzählung dienen.

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Regierung verschärft Volksverhetzungsparagrafen

Maulkorbgesetz: Wie man die Wahrheit zum Verbrechen macht

von Dagmar Henn

Andersdenkende_eigene_Meinung_Nonkonformismus_Nonkonformitaet_Selbstdenken_Selbstdenker_Ungehorsam_Helmut_Schnug_Kritisches-NetzwerkSchritt für Schritt tastete sich die Bundesrepublik an die Abschaffung der Meinungsfreiheit heran. Mit einer kleinen Gesetzesänderung, genauer, mit deren wahrscheinlicher Auslegung, wurde nun die Grenze überschritten, hinter der keine abweichende Meinungsäußerung mehr möglich ist.

Die Erosion des Rechts in der Bundesrepublik geschieht schleichend und oft im Verborgenen. Ende vergangener Woche, mit der Verabschiedung der Änderung des § 130 StGB, wurde sie weiter beschleunigt. Und es muss nicht sonderlich überraschen, dass diese Änderung gleichsam im Verborgenen stattfand, die Erweiterung des § 130 StGB an die eines völlig anderen Gesetzes angehängt wurde; auf diese Weise wurden in letzter Zeit schon öfter wichtige Gesetzesänderungen der öffentlichen Aufmerksamkeit entzogen. [>> Drucksache 20/4085, 19.10.2022; H.S.]

Der Paragraf § 130 StGB trägt den Titel "Volksverhetzung". Dieser Paragraf fristete jahrzehntelang ein Schattendasein, war eine Art juristische Selbstrechtfertigung, kam aber so gut wie nie zur Anwendung. Denn er ist sehr dehnbar. Kernpunkt dabei ist die Formulierung "in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören". Was den öffentlichen Frieden stört und was nicht, liegt im Belieben der Staatsanwaltschaften und Gerichte. In der Vergangenheit wurde die Schwelle, was als Störung des öffentlichen Friedens gesehen wurde, sehr hoch gelegt.

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Ukraine: Wettlauf um die schwarze Erde

by Gerhard Mersmann | NEUE DEBATTE

Hitler agierte sehr unverblümt. Er sprach von der Ukraine mit ihrer schwarzen Erde als Kornkammer und schwadronierte dann noch von den Ölfeldern Richtung Kaspisches Meer [1]. Beides in deutscher Hand, so in vielen Reden immer wieder betont, dann könne die deutsche Dominanz auf dem Kontinent und in der Welt niemand gefährden.

So weltfremd, wie das einigen Träumern heute klingen mag, war das nicht, was die Macht vom Besitz der genannten Ressourcen anbetrifft. Was die militärischen Machtverhältnisse anbelangte, da hatte er sich gewaltig verschätzt. Denn auf dem Weg zum Kaspischen Meer lag noch Stalingrad, die Stadt, wo der deutsche Angriff verlustreich zum Erliegen kam und der Krieg die alles entscheidende Wende nahm [2].

Schwarzerde_Schwarze_Erde_Tschernosem_naehrstoffreiche_fruchtbare_Chernozem_Boeden_Kornkammer_Europas_Agrarwirtschaft_Ukraine_Kritisches-Netzwerk

Alles, was aus diesem Szenario gelernt werden könnte, ist allerdings bewusst verwischt worden und wird durch Räubergeschichten ersetzt, die nur eines zum Ziel haben: bloß nichts Richtiges aus der Geschichte lernen. Denn wer zweifelte heute noch an der Gewissheit, dass Hitlers Ende in der Normandie entschieden wurde?

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Stereotypen bezogen auf andere ethnische Gruppen

Slawen, Sklaven und deutsche Propaganda

von Dagmar Henn

Warum war es so leicht, in Deutschland Feindseligkeit den Russen gegenüber zu erzeugen? Es handelt sich um die Wiederbelebung eines Motivs, das schon zur Zeit des ersten Weltkriegs alt war und nicht zufällig an die Beschreibung schwarzer Sklaven erinnert.

Man kann es eigentlich nicht mehr verleugnen, die westliche (insbesondere die deutsche) Sicht auf Russen ist zutiefst rassistisch. Es ist überhaupt kein Problem, wenn jemand wie Florence Gaub im deutschen Fernsehen erklärt, Russen seien im Grunde keine Europäer; die Berichterstattung überschlägt sich geradezu mit Stereotypen, die, bezogen auf andere ethnische Gruppen, längst geahndet worden wäre.

Andrei Raewsky vom Saker hat im Januar dieses Jahres von der "Großen Westlichen Mauer" geschrieben, die im westlichen Denken errichtet worden sei, und viele typische Beispiele gebracht. Eines davon:

"Russen sind rassisch und kulturell minderwertig. Ja, sicher, sie sind überwiegend weiß, aber sie benehmen sich wie Mongolen (für den Durchschnittswestler, der nichts über das Mongolenreich weiß, etwas wirklich Schreckliches, das gilt selbst bis in britische Ministerien!!!). Sie überschwemmen ihre Hirne mit Wodka, oder sie planen irgendwelche listigen und blutigen Angriffe gegen die friedliebenden und edlen Menschen des Westens. Der Begriff, den ich ihnen vorschlagen würde, ist – Russen sind Schneenigger."

Ist das übertrieben? Die westliche Sicht auf Russen mit der auf versklavte Afrikaner gleichzusetzen? Nicht wirklich. Der Ursprung ist sehr ähnlich. Allerdings geht der Rassismus gegen Slawen weiter zurück als jener gegen Afrikaner. Vor der europäischen Eroberung Lateinamerikas und der Kontroverse von Valladolid, die die Versklavung der Indigenen beendete und damit ein Arbeitskräfteproblem auslöste, das dann durch die Versklavung von Afrikanern gelöst wurde, gab es keine abwertende Sicht auf Schwarze in Europa.

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Robert Habeck: Von Düsseldorf in den Sportpalast

Selbstlob und scheinökonomisches Kauderwelsch

– oder: Eine Rede, die so ähnlich bereits gehalten wurde

Von Dagmar Henn

Robert_Habeck_Wirtschaftsdebakel_Wirtschaftszerstoerung_Wirtschaftszusammenbruch_Deindustrialisierungspolitik_Rezession_Bundeswirtschaftszerstoerer_Kritisches-NetzwerkDie Reden von Robert Habeck sind es wert, genauer betrachtet zu werden. Nicht, weil sie rhetorisch herausragen; da entsprechen sie eher einem dritten oder vierten Remake. Es sind die Originale, die dahinter durchscheinen, die aufschlussreich sind.

Vor einigen Monaten hielt Bundeswirtschaftsminister Habeck eine Rede vor Industrievertretern, die beachtenswert war. Nicht, weil sie kluge Gedanken enthalten hätte, sondern weil sie sein Verständnis von "Demokratie" bezeugte, das ausgesprochen fragwürdig war. Das klang nach Durchregieren, demokratische Prozesse wurden nur als Hindernisse dargestellt. Damals war meine Assoziation eine bestimmte Rede vor dem 'Düsseldorfer Club der Industriellen' [Industrie-Club e.V. Düsseldorf; ICD] im Jahr 1932.

Nun, mit seiner Rede zum Parteitag der Grünen am 14.10. hat Habeck einen großen Zeitsprung vollbracht. Das Verhältnis zur aktuellen Wirklichkeit blieb schwierig, wie bei den Grünen nicht anders zu erwarten. Das konnte man schon bei der Eröffnung erkennen, in der es um den Monat Februar dieses Jahres ging.

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Geheimnis um die Strategien der Geheimhaltung

Die Kunst des Verschweigens, der Verschleierung u. Desinformation

von Egon W. Kreutzer, Elsendorf (N.-Bay.)

Die Bundesregierung weigert sich, die Tür zu ihren Erkenntnissen in Bezug auf den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines auch nur einen Spalt breit zu öffnen. Dies ist insbesondere deshalb verwunderlich, weil sie damit – gemessen an der üblichen Praxis – die Urheberschaft Russlands auszuschließen scheint.

Hätten nicht andere Strategien zur Verfügung gestanden, das Geheimnis zu wahren, ohne Russland vor der Öffentlichkeit reinzuwaschen? Das ist eine knifflige Frage, der zunächst einmal eine andere Frage vorausgehen muss, nämlich zu welchem Zweck Geheimhaltung überhaupt sinnvoll eingesetzt werden kann.

Geheimhaltung_Geheimnis_unter_Verschluss_Verschlusssache_klandestin_Geheimhaltungspolitik_Vertuschen_Kritisches-Netzwerk

Nun, auf den einfachsten Nenner gebracht, wird Geheimhaltung genutzt, um einen Vorteil zu wahren. Das beginnt damit, dass man sich beim Kartenspiel nicht in die Karten schauen lässt, ggfs. darüber hinaus ein Pokerface aufsetzt oder versucht, durch gezielt eingesetzte Mittel der Körpersprache, irreführende Informationen auszusenden. Hier geht die Geheimhaltung bereits in den Bereich des Verschweigens oder Vertuschens der Wahrheit und sogar in den Bereich der bewussten und gezielten Fehlinformation (Lüge) über.

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Richtlinienkompetenz des Olaf Scholz?

Durch Schiedsrichterball zum Retter vor dem GABO?

von Egon W. Kreutzer, Elsendorf (N.-Bay.)

Olaf_Scholz_SPD_Inkompetenz_Scholzismus_Scholzsche_Amnesie_Doppelwumms_Sozialverrat_Kanzlerdarsteller_Kanzlerpuppe_Gedaechtnisverlust_Cum_Ex_Finanzskandal_Steuerskandal_Kritisches-Netzwerk Dass etwas geschehen musste, um die Ampel vor dem Winter zu schützen, war klar. Dass FDP und Grüne nicht willens waren, jeweils um ein halbes Kernkraftwerk aufeinander zuzugehen, um vor der eigenen Klientel nicht das Gesicht zu verlieren, war nicht mehr zu übersehen.

Dass es die Aufgabe des Inhabers der Richtlinienkompetenz gewesen wäre, dem Hickhack ein Ende zu bereiten, um noch vor dem Eintreten des GABO (Größter Anzunehmender BlackOut) die Regierungshände in Unschuld zu waschen, wusste jeder, der dem „Machtspiel“ auf offener Bühne mit Interesse folgte.

Ob Scholz sich aufraffen würde, das Notwendige zu tun, stand jedoch bis zuletzt in Frage. Nun hat er einen Brief an seine Minister geschrieben und darin mitgeteilt, was zu tun sei.

Dies allerdings wirft neue Fragen auf.

Der Weiterbetrieb eines zusätzlichen Kernkraftwerkes bis 15. April und die Abschaltung aller drei noch in Betrieb befindlichen am 15. April 2023, das ist ja alles andere als die Lösung der deutschen Energieprobleme. Es ist lediglich die kurzfristige Besinnung auf das Gebot der Vernunft, in Anbetracht einer im Winter verstärkt drohenden, existenzgefährdenden Energiemangellage, auch die letzten noch verfügbaren Reserven zu mobilisieren.

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Giftzwerg Andrij Melnyk geht zurück nach Kiew

Schade, dass er seine Freunde nicht mitnimmt

von Dagmar Henn

Andrij_Melnyk_Andriy_Ukrostan_Ukraine_Faschistenversteher_Neofaschismus_Stepan_Bandera_Nazigrad_Natohure_Kiew_Kiev_Kritisches-NetzwerkEr war immer nur Botschafter der Bandera-Ukraine, aber die deutschen Medien scheinen ihn lieb gewonnen zu haben. Schließlich steht die Bandera-Ukraine in Diensten der NATO. Andrij Jaroslawowytsch Melnyk lieferte die Entschuldigung, die wirklichen ukrainischen Interessen völlig zu ignorieren.

[14. Oktober] Jetzt geht er also endlich, der ukrainische Giftzwerg Melnyk. Und die deutsche Presselandschaft scheint ihm geradezu nachzuweinen. Einen "Lebensretter seines Landes" nennt ihn die Tagesschau, der die Deutschen "zwang", "in den Spiegel zu schauen", und mit den "Irrtümern der Vergangenheit" konfrontierte. Er habe "für Wirbel gesorgt" (t-online), sei als "leidenschaftlicher Vertreter ukrainischer Interessen" aufgetreten (Berliner Zeitung), sei "der vermutlich bekannteste Diplomat, den die Bundesrepublik jemals erlebt hat" (ntv), der sich "mit oft harter Kritik an der Bundesregierung einen Namen gemacht hat" (BR).

Melnyk, der gleich bei Amtsantritt vor bald acht Jahren mit seinem Besuch am Grab des ukrainischen Faschisten Stepan Bandera seine Gesinnung klar zu erkennen gab, der herumpöbelnde Russenhasser, der Bundeskanzler Olaf Scholz eine "beleidigte Leberwurst" nannte und immer nur eines kannte, Waffen fordern, mehr Waffen und noch mehr Waffen. Dass das einer Rüstungslobbyistin wie Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) recht ist, muss nicht verwundern.

Aber warum tun sie jetzt alle so, als sei dieser als Diplomat offenkundig völlig unqualifizierte Nazipropagandist eine Person, die man achten müsse, die man sogar vermissen könne?

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Yuval Noah Harari: Der Welt-Ideologe des Tieres

Entwicklung aus dem Menschenaffen HOMO DEUS  Maschinen-Tier

Hararis radikaler, offen ausgesprochener Angriff auf die Menschheit

von Herbert Ludwig | FASSADENKRATZER

Zur Frage nach dem Wesen des Menschen und wie seine Zukunft aussieht, dominiert derzeit der israelische Historiker Yuval Noah Harari den Weltmarkt der Ideen. Er gilt heute als einer der einflussreichsten Intellektuellen weltweit. Mächtige Politiker der Welt konsultieren ihn als Ratgeber, und beim „Weltwirtschaftsforum“ (WEF) erklärt er, wohin die Zukunft des Menschen steuert, bzw. gesteuert wird.

Er betrachtet die Geschichte der Menschheit vollkommen materialistisch als einen rein biologisch-psychologischen Prozess höherer Tiere, deren Götter ausschließlich in ihrer Vorstellung existierten. Doch durch die Verschmelzung mit künstlicher Intelligenz (KI) und Gentechnik steige eine Elite zu einem „Homo Deus“ auf, während die große Masse nutzlos und überflüssig werde.

Yuval-Noah-Harari-Weiterentwicklung-Ueberfluessige-Hoeherentwicklung-Untermensch-HOMO-DEUS-Verwertbarkeit-Elitenoptimierung-Entmenschlichung-Kritisches-Netzwerk

Wir haben uns bereits im vorigen Artikel mit dem Titel »Yuval Noah Harari: Menschen werden überflüssig. Die meisten Menschen bald „nutzlos“ und nicht mehr „zu brauchen“«. mit der These Hararis befasst, die Zukunft der Menschheit bestehe darin, immer ausgefeiltere Technologien zu entwickeln, wie künstliche Intelligenz und Biotechnik, die es ermöglichten, die Menschen zunehmend in ihren bisherigen Arbeitsplätzen zu ersetzen, so dass die meisten Menschen dadurch nutzlos und überflüssig würden. Spule man ins frühe 21. Jahrhundert vor, sei man in der Zeit, wo „wir die große Mehrheit der Bevölkerung einfach nicht mehr brauchen.

Wer ist Yuval Harari und wie ist sein Denken geartet, das global einen so starken Einfluss ausübt?

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Parteinahme im Interesse imperialistischer Geopolitik

Im Krieg: „Alu-Helm ab zum Gebet!“

by Gerhard Mersmann | NEUE DEBATTE

Aluhuttraeger_Aluhut_Aluhuete_Schwurbler_Schwurblerei_Geschwurbel_Andersdenkende_Unangepasste_Unangepassheit_Hirnverschmutzung_Verschwoerung_VerschwoerungstherorienWir sind im Krieg. Wer das bezweifelt, aber gleichzeitig auf deutschen Panzern in ukrainischem Echt-Einsatz über das Geschehen berichtet und sich im Mantel der Neutralität wähnt, toppt alles, was unter den Begriffen der Aluhüte und Schwurblerei firmiert.

Das Heer regierungsamtlicher Aluhüte und medial entmündigter Schwurbler ist groß, zu groß. Insofern muss man den Anstrengungen der Kriegspartei im eigenen Land eines zugestehen: Sie haben ganze Arbeit geleistet! Das Stigma, das geschaffen wurde, um allen Zweiflern an den herrschenden Narrativen mit einem Schlag die Zurechnungsfähigkeit abzusprechen, ist zum Massenphänomen in den eigenen Reihen geworden.

► Der Russe natürlich

Es ist schon eigenartig zu beobachten, dass die Anschläge auf die Nordsee-Pipelines, die einen Sabotageakt erster Güte gegen die Bundesrepublik Deutschland darstellen, nahezu in einem kollektiven Schweigen zu versinken drohen, während die Unterbrechung des Funkverkehrs der Deutschen Bahn, die für einen halben Tag den Betrieb in Norddeutschland lahmgelegt hat, von hektischen Erklärungen begleitet werden.

Schnell war ausgemacht, dass es sich um Sabotage handelt und nahezu unisono twittert die politische Klasse ihre Forderung, alle Anlagen der kritischen Infrastruktur in Zukunft militärisch sichern zu müssen. Der suggerierte Ausgang ist klar: Der Russe war es und wir müssen wachsam sein!

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EU-Diletanten: Unzurechnungsfähigkeit aus Größenwahn

Europäische Befindlichkeit: Rausch oder böser Traum?

by Gerhard Mersmann | NEUE DEBATTE

EU-Diktatur-Sackgasse-Kritisches-NetzwerkWollte man bösen Mächten einen Rat geben, wie sie den Versuch zumindest Zentral- und Westeuropa zu einigen verhindern können, so wäre der mit dem lapidaren Wort „Abwarten“ bereits umfänglich gegeben. Denn was kann trauriger sein als die Agenden, mit denen die EU in diesen Zeiten wertvolle Zeit verschwendet?

Keine Fragen auf dem Kriegskurs

Da werden zwar neue Formate geschaffen, wie das Bürokratien so gerne machen, aber das, was die Menschen tatsächlich interessiert, findet gar nicht statt. Stattdessen wird die Serie von Sanktionspaketen gegen Russland fortgesetzt, obwohl längst erwiesen ist, dass sie die eigene Ausgangslage mehr schädigen als die des als Feind Ausgemachten. Folglich stehen auf der Agenda auch nicht Fragen, die, so skandalös sie sind, auf Platz eins stehen müssten.

Wer hat die Nordstream-Pipelines durch Sabotage grundlegend beschädigt? Kein Wort? Und ihr nehmt euch selbst noch ernst? Kein Nachfragen des Investors? Kein aktives Suchen der Bundesrepublik? Kein Protest? Auch nicht, nachdem Mitglieder des gleichen Bündnisses Freudensdepeschen herausgehauen haben?

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Die Fantasie des Alleinherrschers: Wahrnehmung und Wirklichkeit

Geopolitik: Der Elefant im Raum

Die Ausführenden sind nicht die Entscheider!

von Dagmar Henn

Wladimir_Putin_totgelacht_Sanktionen_Sanktionspolitik_Wirtschaftssanktionen_Gasboykott_Russland_Krisenmanager_Handelsboykott_Patriotismus_Kremlin_Souveraenitaet_Kritisches-Netzwerk Dem Westen geht es um "Werte", während Wladimir Putin verborgene imperiale Absichten hegt? In Wirklichkeit ist die russische politische Kommunikation wesentlich offener als die westliche; aber es ist wichtig, genau von dieser Tatsache abzulenken.

Zu Putins siebzigsten Geburtstag überschlug sich die deutsche Presselandschaft wieder mit Meldungen über den "Kremlchef" (FAZ), der mit "Lügen, Täuschen und Drohungen" (FOCUS) zu handeln gewohnt sei und jetzt vor einem "Kontrollverlust" (DIE ZEIT) stehe. Das ist die Geschichte, die seit Jahren verkauft wird: ein Alleinherrscher, dessen geistige Gesundheit fraglich ist und dessen Handlungen Rätsel aufgeben. Besonders gerne wird dann noch finster "KGB" geraunt.

Sonderlich glaubwürdig schienen mir diese Geschichten aber noch nie. Das hat mehrere Gründe. Zum einen weiß ich vielleicht etwas mehr über Nachrichtendienste als die Durchschnittsbevölkerung, zum anderen kenne ich die Abläufe innerhalb kommunistischer Parteien, und zum dritten ist die Vorstellung des "Alleinherrschers" eine absolute historische Fiktion, die es nie gegeben hat und auch nie geben wird.

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Der Zufall sorgt im Drehbuch der Wahrscheinlichkeiten für die Knalleffekte

Der Zufall konterkariert die Arroganz der Wahrscheinlichkeit.

von Egon W. Kreutzer, Elsendorf (N.-Bay.)

Die letzten Tage brachten ein Nachrichtenpotential mit sich, das in normalen Zeiten für ein ganzes Jahr ausgereicht hätte.

Ich will jetzt nicht bis in meine Jugend zurückgehen, wo die Kuba-Krise der Welt den Atem stillstehen ließ. Schließlich habe ich diese Vorgänge sehr naiv und vollständig dem US-Narrativ folgend erlebt und geblieben sind mir nur summarische Erinnerungen. Doch zu diesen summarischen Erinnerungen gehört eben auch die fast panische Angst der Erwachsenen vor dem großen Atomkrieg und die überaus massive mediale Begleitung, die auch keinesfalls abrupt endete, als Nikita Sergejewitsch Chruschtschow seine mit Raketen für die Stationierung auf Kuba beladenen Frachtschiffe wieder umkehren ließ.  

Nein, nehmen wir ein Ereignis, das weniger weit zurückliegt und mehr als ein ganzes Jahrzehnt dominierte: Die Pulverisierung von zwei Türmen und einem Hochhaus des World Trade Centers in New York. Ich weiß nicht mehr, wie viele Monate lang kein Tag verging, an dem nicht mindestens einmal im Fernsehen die Bilder von den Türmen und den Flugzeugen zu sehen waren. Ein mediales Spektakel, unterlegt von blutrünstigen Tönen der Rache, vom Trommeln für den „War on Terror and Terrorism“, der dann schließlich auch ausgiebigst geführt wurde.

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Nun hat es in den ziemlich flachen Gewässern der Ostsee bei Bornholm ein Ereignis gegeben, das zwar – nach allem was wir wissen – noch kein Todesopfer gefordert hat, aber in seiner verheerenden Wirkung auf die Wirtschaft und die Zivilbevölkerung Deutschlands und seiner Nachbarn in der EU, den Sachschaden, den 9/11 angerichtet hat, um ein Vielfaches übertrifft. Gut, ein paar Tage lang haben wir die Bilder gesehen, die zeigten, dass sich die Ostsee über den Leckstellen in eine Art Whirlpool verwandelt hat, und es wurden Untersuchungen und Aufklärung versprochen, genau wie auch versprochen wurde, dass wir gut über den Winter kommen werden, wenn wir alle nur ein bisschen sparen. Aber damit hat sich das auch schon wieder.

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Nds-Wahl: Giftmischer als Heilsbringer

Aufwachen in Deutschland wird es nicht geben

Dieses Land ist nicht mehr zu retten

Von Daniel Matissek | ANSAGE.org

Kriegstreiber_Die_Gruenen_Frieden_schaffen_Waffenlieferungen_Kriegspartei_Kriegsrhetorik_Baerbock_Habeck_Transatlantiker_Kritisches-NetzwerkEs kam schlimmer als befürchtet: Von einer „Denkzettel”-Wahl kann angesichts des Wahlergebnisses nicht ansatzweise die Rede sein. Nicht einmal der Hauch eines allergeringsten Signals lässt sich daraus ablesen, dass die Mehrheit der Bevölkerung die katastrophale linksgrüne Energiepolitik als maßgebliche Ursache der energiepolitischen und wirtschaftlichen Jahrhundertkrise identifiziert hätte, auf die wir zusteuern. Weit über drei Viertel der Niedersachsen gaben SPD, CDU und vor allem Grünen die Stimme.

Vor allem der von den Medien und der journalistischen Claque in den öffentlich-rechtlichen Wahlkampfberichterstattungen seit Schließung der Wahllokale unentwegt unüberhörbar bejubelte „Erfolg der Grünen”, die aberwitzigerweise noch den stärksten Stimmenzuwachs aller Parteien (plus 5,8 Prozent) zeigten, räumt die allerletzten Zweifel aus, dass Kausalzusammenhänge und politische Verantwortlichkeiten nicht mehr wahlentscheidend sind.

Deutschland kann von fachfremden Selbstversorgern, inkompetenten Zivilversagern, bekennend und erweislich fachfremden Dilettanten und radikalisierten Ideologen an die Wand gefahren werden – und die dafür hauptverantwortliche Partei gewinnt selbst dann noch an Wählerstimmen, wenn der Schaden bereits für jedermann sichtbar ist.

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Kriegshetzer und Dilettanten sollten das Spielfeld verlassen

An die Oberfläche gespülte Todesengel

Von Tom J. Wellbrock

Womit und mit wem haben wir es bei der derzeitigen Eskalationspolitik im Ukraine-Konflikt zu tun? Wie konnte es so weit kommen und wohin führt es dieses Land? Ein Erklärungsversuch.

In Politik und Medien scheint es, ein Paradoxon zu geben. Auf der einen Seite wird vor der Gefahr eines Dritten Weltkriegs gewarnt. Auf der anderen Seite wird beschwichtigt und der Hinweis auf einen Atomschlag als Panikmache gewertet, die die Bevölkerung verunsichern soll. Es wird Zeit, dass die Kriegshetzer und Dilettanten das Spielfeld verlassen.

Buendnis_90_Revanchismus_Kriegspartei_Russophobie_Russenhasser_Transatlantiker_Kriegstreiber_Kriegsrhetorik_Kriegstreiber_Neofaschismus_Antirussismus_Kritisches-Netzwerk

In der heutigen Zeit Politiker der Gegenwart zu zitieren, macht nur in den seltensten Fällen Sinn. Der Großteil der politischen Verantwortungsträger mag Zitierfähiges absondern, das aber bestenfalls später in den Geschichtsbüchern stehen wird, um zu dokumentieren, dass die, welche die Katastrophe herbeigeführt haben, Namen und Biografien haben. Daher begnügen wir uns mit einem Zitat von John F. Kennedy:

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Zwanghafte Wachstumswahnvorstellungen der Liz Truss

«growth, growth, growth» – egal, was denn wachsen soll

In UK gibt es weit mehr Schafe als Rinder, so auch in der Politik!

von Urs P. Gasche, Bern | Online-Zeitung INFOsperber

Die Konservativen hätten drei Ziele: «Wachstum, Wachstum, Wachstum», sagte Truss. Das ist ein Rezept des vergangenen Jahrhunderts.

Nach der Rede der britischen Premierministerin Liz Truss vor dem Parteitag der Konservativen in Birmingham äußerten Ökonomen und große Medien erhebliche Zweifel, dass die Wirtschafts- und Finanzpolitik von Truss zum angestrebten Wachstum führe. Im Gegenteil: Sie prognostizieren für 2023 ein geringeres Wachstum des Bruttoinlandprodukts als im laufenden Jahr mit im Moment nominal rund drei Prozent. Der Weltwährungsfonds (IWF) erwartet für Großbritannien im nächsten Jahr ein Wachstum von sogar nur 0,5 Prozent.

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Offensichtlich ist es völlig gleichgültig, wie das Wachstum zustande kommt.

Das Bruttoinlandprodukt kann nur steigen, wenn mehr konsumiert und investiert wird oder wenn mehr Produkte und Dienstleistungen ins Ausland verkauft werden können. Liz Trust verlor kein Wort darüber, welcher Konsum und welche Exporte denn angekurbelt werden sollen. Es genüge, Steuern zu senken und zu deregulieren. Dann würde das Wirtschaftswachstum automatisch in Gang gesetzt.

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